[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine mit einer ein Band enthaltenden
Kassette, die zwei in einem Gehäuse im seitlichen Abstand angeordnete, drehbar gelagerte
Hülsen aufweist, wobei das Band von der einen Hülse abgespult, an einem Druckkopf
vorbeigeführt und auf die andere Hülse aufgespult wird und am Gehäuse eine Durchgangsbohrung
zum Einstecken eines Aufnahmebolzens der Druckmaschine angebracht ist.
[0002] Eine Druckmaschine gattungsgemäßer Art ist aus der DE 3723279 A1 bekannt geworden.
Der dort beschriebene Drucker ist zum Einsatz einer Farbbandkassette geeignet, in
der ein Band enthalten ist, welches während des Druckbetriebes von einer Hülse abgewickelt,
gemeinsam mit einem Aufzeichnungsträger zwischen einem Thermodruckkopf und einer Andruckrolle
durchgeführt und schließlich auf einer anderen Hülse aufgewickelt wird. Zur optimalen
Positionierung der Kassette im Drucker sind am Rahmen der Druckmaschine Führungszapfen
vorgesehen, die sich entlang der geometrischen Achsen der Hülsen erstrecken und in
Bohrungen der Kassette eingreifen. Um einen hinreichenden Raum für den Druckkopf zwischen
dem Gehäuse der Kassette und dem freien Trum des Bandes zu schaffen, ist letztere
an ihren seitlichen Berandungen mit zwei überstehenden Kassettenarmen versehen, an
deren Stirnseite jeweils ein Umlenkelement, d.h. eine Rolle für das Band angeordnet
ist. Da die Kassettenarme jedoch relativ kurz sind, ist an dem der Hülse, auf die
das Band aufgewickelt wird, benachbarten Kassettenarm ein langer, nach außen überstehender
Arm angebracht, an dessen Spitze ein weiteres Umlenkelement für das Band sitzt. Das
freie, nutzbare Trum des Bandes wird so auf einem dreieckförmigen Weg transportiert,
wobei erst durch den überstehenden Arm hinreichend Platz zwischen dem Gehäuse und
dem Trum entsteht, um den Druckkopf dazwischen plazieren zu können.
[0003] Als nachteilig ist bei den bekannten Druckmaschinen anzusehen, daß keine nachträgliche
Justierung der Lage der Kassette und des Bandes möglich ist, so daß aufgrund von Fertigungstoleranzen
der Abmessungen der Kassette bzw. des Bandes die optimale Positionierung des Bandes
relativ zum Druckkopf nicht gewährleistet ist, so daß - insbesondere bei höheren Druckgeschwindigkeiten
- nicht immer gute Druckergebnisse entstehen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß jederzeit eine optimale Position des Bandes innerhalb der
Druckmaschine gewährleistet ist.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Gehäuse an einem
auf dem Aufnahmebolzen verschieb- und festsetzbaren Stellring anliegt.
[0006] Die Erfindung macht sich den Aufnahmebolzen der Maschine zunutze, auf welchen man
die Kassette aufstecken kann. Zusätzlich wird die Kassette wie bereits aus dem Stand
der Technik auch auf die Antriebswelle und die Bremswelle für die beiden Hülsen mit
dem Band aufgesteckt. Aufgrund dieser Dreipunkthaltung erreicht man eine ganz korrekte
Zuordnung der Kassette bzw. ihres jeweils arbeitenden Trums zu anderen Elementen der
Maschine bzw. zur Druckwalze der Druckmaschine. Dadurch, daß die Kassette an dem Stellring
anliegt, der seinerseits axial auf dem die Durchgangsbohrung der Kassette durchdringenden
Aufnahmebolzen verschieb- und feststellbar ist, kann ihre Position entlang der geometrischen
Achse des Aufnahmebolzens, die im Regelfall parallel zu der der Hülsen und zur Druckwalze
verläuft, variiert und justiert werden, um so eine optimale Lage des Bandes zu realisieren.
Der Stellring kann sowohl an einer der Druckmaschine zugewandten Fläche als auch an
einer gegenüberliegenden, dem freien Ende des Aufnahmebolzens benachbarten Fläche
der Kassette anliegen. Auch die Verwendung zweier Stellringe, die die Kassette unverrückbar
zwischen sich einschließen, ist denkbar.
[0007] Die Kassette kann aus zwei identischen, parallel verlaufenden Gehäusehälften bestehen,
zwischen denen die Hülsen angeordnet sind. Der Aufnahmebolzen durchdringt dann zumindest
die Durchgangsbohrung einer der Gehäusehälften und der Stellring liegt an dieser Gehäusehälfte
an. Alternativ zu einer Kassette mit zwei identischen Gehäusehälften kann eine von
ihnen (insbesondere die der Maschine abgewandte) in ihrem oberen, dem Druckkopf abgewandten
Bereich in der Mitte vergrößert sein, um Platz für die Durchgangsbohrung zu schaffen.
[0008] Die Durchgangsbohrung des Gehäuses der Kassette kann durch die Bohrung einer Lagerhülse
gebildet sein, die in einen Durchbruch einer Gehäusehälfte eingesetzt ist.
[0009] Im Regelfall ist die Durchgangsbohrung auf einer Quer-Symmetrieebene der Kassette
in der Nähe der Berandung angeordnet, während das nutzbare, freie Trum des Bandes
und die zugehörigen Umlenkelemente am gegenüberliegenden Ende der Kassette angebracht
sind.
[0010] Es kann beispielsweise bei der Verwendung bereits bedruckter Aufzeichungsträger angebracht
sein, nur einen Teil seiner Breite noch nachträglich - beispielsweise mit einer Artikelnummer,
Äbezeichnung oder einem Preis - zu bedrucken, während die übrige Breite bereits beschriftet
ist. Sollen zur Einsparung von Druckbandkosten schmälere Bänder verwendet werden,
so können diese ebenfalls von der erfindungsgemäßen Kassette aufgenommen werden, wobei
die Kassette über den am Aufnahmebolzen axial verschieb- und feststellbaren Stellring
so ausgerichtet wird, daß sich das schmälere Druckband in dem zu bedruckenden Bereich
befindet. Die Erfindung ermöglicht nicht nur die Verwendung unterschiedlich breiter
Kassetten, sondern auch die Zuordnung der Kassette zu einem ganz bestimmten Abschnitt
einer die Breite des Bandes über treffenden Druckwalze. Es ist so auch ohne weiteres
möglich, zwei schmale Kassetten nebeneinander anzubringen und gleichzeitig mit zwei
Bändern, insbesondere unterschiedlicher Farbgebung zu drucken.
[0011] Weitere Ausgestaltungen der Druckmaschine sowie hieraus resultierende Wirkungsweisen
und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
[0012] Hierbei stellen dar:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Druckmaschine mit eingesetzter Kassette;
- Figur 2
- eine Ansicht der Kassette der Figur 1;
- Figur 3
- einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI der Figur 2;
[0013] Die Kassette 2 wird in die Druckmaschine 1 etwa senkrecht zur Bildebene eingesetzt.
Eine rückwärtige Wand 3 der Druckmaschine wird von zwei im seitlichen Abstand angeordneten
außenverzahnten Wellen durchsetzt, wobei bspw. die eine Welle 4 eine mit einem Antriebsmotor
verbundene Antriebswelle ist, während die andere Welle 5 eine mit einer Rutschkupplung
verbundene Bremswelle sein kann. Der Seitenabstand der beiden Wellen 4 und 5 entspricht
dem Lochabstand der Kassette 2.
[0014] Die Kassette 2 nimmt ein Band auf, welches sich auf einer Hülse 8, vorzugsweise Papphülse,
befindet. Wenn dieses Band ablaufen soll, so ist das Band mit der Hülse 8 zunächst
der Bremswelle 5 zugeordnet. Wenn man die Antriebswelle 4 antreibt, so wird es von
der Hülse 8 abgewickelt und auf eine weitere Hülse aufgewickelt die von der Antriebswelle
4 durchsetzt ist. Das Band wird über Umlenkelemente am unteren Kassettenende umgelenkt.
Das zwischen diesen Umlenkelementen befindliche Teilstück bildet das arbeitende nutzbare
Trum des Bandes. Es wird zwischen einem Druckkopf 16 der Druckmaschine 1 und einer
Druckwalze 17 hindurchgeführt (Figur 1).
[0015] Bei der Kassette gemäß Figur 3 ist die Gehäusehälfte 19 an ihrem oberen Ende mit
einer Ausbuchtung 49 versehen, an der sich ein Durchbruch 50 befindet. In diesen ist
eine Lagerhülse 51 eingepreßt, die vorzugsweise aus Kunststoff besteht. Beim Einsetzen
dieser Kassette 2 in die Druckmaschine 1 greift in die Bohrung der Lagerhülse 51 ein
an der rückwärtigen Wand 3 der Druckmaschine 1 angebrachter Aufnahmebolzen 52 ein.
Durch diesen Aufnahmebolzen 52 sowie die beiden Wellen 4 und 5 ist die Kassette 2
der Figuren 2 und 3 sicher in der Druckmaschine 1 fixiert. Zum besseren Aufschieben
der Kassette 2 ist der Aufnahmebolzen 52 an seinem freien Ende etwas angespitzt. Dasselbe
gilt gemäß der zeichnerischen Darstellung für die Wellen 4 und 5. Im übrigen durchsetzt
der Schaft der Wellen 4 und 5 jeweils eine Lagerbüchse 53 der Wand 3. Sie dient zur
axialen und radialen Lagerung.
[0016] Weil die Kassette 2 der Figur 3 schmäler ist als Kassetten, deren Dicke etwa der
Länge der Wellen 4 und 5, soweit sie über die Wand 3 hinausstehen, entspricht, muß
man die genaue Lage der Kassette 2 gegenüber der Druckmaschine 1 bzw. deren Wand 3
durch geeignete Mittel vorgeben. Eine Möglichkeit besteht darin, daß man auf den Aufnahmebolzen
2 einen Stellring 54 mit einer Klemmschraube 55 aufschiebt. Es ist leicht einsehbar,
daß man durch ein Verschieben des Stellrings 54 nach links, also gegen die Wand 3
hin, den durch diesen gebildeten Anschlag verlagert und dadurch die Kassette 2 näher
an die Wand 3 heranrückt. Andererseits kann man sich anhand der Figur 3 auch leicht
vorstellen, daß man zwei Kassetten 2 nebeneinander in die Druckmaschine 1 einbringt,
wobei jede mit einem anderen insbesondere andersfarbigen Band geladen sein kann. Es
ist auch ohne weiteres möglich, zunächst irgendwelche Etiketten oder dergleichen mit
der Kassette 2 in der Stellung gemäß Figur 3 zu bedrucken und nachfolgend die Kassette
2 ganz nach links zu verschieben um einen zweiten Aufdruck seitlich neben dem ersten
am Druckgut anzubringen.
1. Druckmaschine mit einer ein Band enthaltenden Kassette (2), die zwei in einem Gehäuse
(18,19) im seitlichen Abstand angeordnete, drehbar gelagerte Hülsen (25,26;27,28)
aufweist, wobei das Band von der einen Hülse (25,26) abgespult, an einem Druckkopf
(16) vorbei geführt und auf die andere Hülse (27,28) aufgespult wird und am Gehäuse
(18,19) eine Durchgangsbohrung (50) zum Einstecken eines Aufnahmebolzens (52) der
Druckmaschine (1) angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Aufnahmebolzen (52) ein verschieb- und festsetzbarer Stellring (54) angeordnet
ist, an dem das Gehäuse (18,19) anliegt.
1. A printing machine with a cassette (2) containing a ribbon and having two sleeves
(25, 26; 27, 28) rotatably mounted in a housing (18, 19) at a lateral relative distance,
said ribbon being unwound from the one sleeve (25, 26), being guided past a print
head (16) and wound onto the other sleeve (27, 28), and provision being made for a
through-bore (50) on the housing (18, 19) for receiving therein a locating pin (52)
of the printing machine (1),
characterized in that said locating pin (52) has disposed on it an adjuster ring (54) which is slidable
and securable in place and has the housing (18, 19) in abutting engagement therewith.
1. Machine à imprimer, équipée d'une cassette (2) contenant un ruban et présentant deux
guides (25, 26 ; 27, 28) logés de manière rotative et disposés à distance latérale
dans un boîtier (18, 19), de sorte que le ruban est dévidé par un guide (25, 26),
passe devant une tête d'impression (16) et s'enroule sur l'autre guide (27, 28), et
un trou de passage (50) est ménagé sur le boîtier (18, 19) pour insérer une tige de
réception (52) de la machine à imprimer,
caractérisée en ce que
une bague d'arrêt déplaçable et immobilisable (54) sur laquelle le boîtier (18,
19) vient s'appliquer, est disposée sur la tige de réception.