[0001] Die Erfindung betrifft beschichtete feste Waschmittelbestandteile und Waschmittelzusammensetzungen,
die diese beschichteten Bestandteile enthalten. Speziell betrifft die Erfindung Waschmittelzusammensetzungen,
die einen ihrer Inhaltsstoffe zeitverzögert und kontrolliert an die Waschflotte abgeben,
wobei die Steuerung der Freisetzung über den pH-Wert der Waschflotte erfolgt.
[0002] Die kontrollierte Freisetzung einzelner Waschmittelbestandteile zu bestimmten Zeitpunkten
des Waschvorgangs ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht vorteilhaft und dementsprechend
Gegenstand intensiver Forschungsarbeit. Während prinzipiell jeder einzelne Waschmittelbestandteil
durch geeignete physikalische und/oder chemische Maßnahmen zu einem bestimmten Zeitpunkt
freigesetzt werden kann, ist diese kontrollierte Freisetzung insbesondere im Rahmen
des.Zusammenspiels von Bleiche und enzymatischer Reinigung von herausragender Bedeutung.
Die meisten Veröffentlichungen befassen sich daher mit der Lösung des Problems, Bleiche
und enzymatische Reinigung zeitlich voneinander zu trennen, da die aggressiven Bleichmittel
die Enzyme inaktivieren oder gar zerstören. Hierbei sind prinzipiell zwei Wege denkbar:
Verzögerte Freisetzung der Bleiche, so daß die enzymatische Reinigung abgeschlossen
ist, bevor die Bleichmittel in der Waschflotte freigesetzt werden, oder aber verzögerte
Freisetzung der Enzyme, wenn der Bleichprozeß bereits nahezu abgeschlossen ist. Da
die Bleichmittel überschüssiges Enzym zerstören und so dessen Verbleib auf der Wäsche
verhindern (Geruchsbildung), wird meist der erste Weg gewählt. Ein weiterer Vorteil,
der aus der Beschichtung der Bleichmittelteilchen resultiert, ist die erhöhte Lagerstabilität,
da nicht beschichtete Bleichmittel bei längerer Lagerung insbesondere an feuchter
Luft schnell hydrolysiert werden und die Waschmittelzusammensetzungen so an Waschkraft
einbüßen.
[0003] Für die Beschichtung der Waschmittelinhaltsstoffe bieten sich zahlreiche Mittel an.
Hierbei können abhängig vom Mittel die unterschiedlichsten Faktoren wie die Temperatur
oder die Hydrolyse des Hüllmaterials zur Freisetzung genutzt werden. Ein Schmelzcoating,
das die Hülle erst ab einer bestimmten Temperatur durchlässig werden läßt, ist wegen
der heute bevorzugten niedrigen Waschtemperaturen schwierig zu realisieren, da bei
niedrigen Erweichungstemperaturen Probleme wie Verklumpungen auftreten. Hüllmaterialien,
die durch bloße Feuchtigkeit hydrolysieren, haben ebenfalls Nachteile hinsichtlich
der Lagerstabilität der Mittel. Es muß also nach einem Hüllmaterial gesucht werden,
das einerseits bei bestimmten Bedingungen in der Waschflotte schnell und ohne Beeinträchtigung
des Waschvorgangs löslich ist, andererseits aber so stabil ist, daß eine Lagerung
problemlos möglich ist.
[0004] Wasch- und Bleichmittelzusammensetzungen, die eine Wasserstoffperoxidquelle und einen
Peroxysäure-Bleichmittelvorläufer (Bleichaktivator) enthalten und in der Waschflotte
einen Anfangs-pH-Wert im Alkalischen (pH 10 - 11) liefern, sowie die verzögerte Freisetzung
von Säure in die Waschflotte, um zu einem erniedrigten pH-Wert in der Flotte zu gelangen,
sind im Stand der Technik beschrieben und beispielsweise in den europäischen Patentanmeldungen
EP-A-0 290 081 (Unilever) und EP-A-0 396 287 (Clorox) veröffentlicht.
[0005] Die verzögerte Freisetzung einzelner Bestandteile in bleichmittelhaltigen Waschmittelzusammensetzungen
ist in einer Reihe von Patentschriften erwähnt. Die internationalen Patentanmeldungen
WO95/28454 (Procter & Gamble) sowie die Serie von WO95/28464 bis WO95/28469 (alle
Procter & Gamble) und die WO95/28473 (Procter & Gamble) offenbaren bleichmittalhaltige
Waschmittelzusammensetzungen, die einen Wasserstoff-peroxid-Vorläufer und einen Peroxysäurevorläufer
enthalten, wobei die Abgabe der Peroxysäure so kontrolliert erfolgt, daß 50% der Peroxysäurekonzentration
(sogenannter T50-Test) zwischen 180 und 480 Sekunden erreicht ist. Die kontrollierte
Abgabe der Bestandteile wird durch Coating einzelner Bestandteile, definierte Teilchengrößen,
Kompaktierung sowie mechanische oder manuelle Zugabe erreicht. In den einzelnen Anmeldungen
variieren die jeweils beschichteten Inhaltsstoffe: So ist in der WO95/28464 die Abgabe
der Persäure gegenüber der Abgabe eines Komplexbildners verzögert, in der WO95/28465
wird die Abgabe der Persäure gegenüber der Abgabe eines Builders verzögert und in
der WO95/28467 wird vor der Abgabe der Persäure ein Enzym freigesetzt. Die WO95/28466
beschreibt die verzögerte Abgabe eines Enzyms im Vergleich zur Abgabe eines Tensids
und die WO95/28468 bzw. WO95/28469 beschreiben Waschmittelzusammensetzungen, in denen
die Abgabe eines Enzyms gegenüber der Abgabe eines Komplexbildners für Schwermetallionen
bzw. gegenüber einem wasserlöslichen Builder verzögert ist. Die systematische kontrollierte
Freisetzung einzelner Inhaltsstoffe durch Steuerung des pH-Werts wird in keiner Patentanmeldung
dieser Serie beschrieben.
[0006] Ebenso ist die Beschichtung von Bleichmitteln oder Bleichaktivatoren im Stand der
Technik gut bekannt. Die US-Patentschrift 5,000,869 (Safe Aid Products) beschreibt
Waschmittelzusammensetzungen, die eine beschichtete und pH-gesteuert freigesetzte
halogenierte Glycoluril-Verbindung enthalten. Das Bleichmittel ist hierbei mit einem
Polymer beschichtet, das sich oberhalb von pH 6, vorzugsweise zwischen pH 7,2 bis
11, löst.
[0007] Die WO94/15010 (Procter&Gamble) offenbart die Beschichtung von TAED mit wasserlöslichen
sauren Polymeren, wobei die Beschichtung in Form einer Schmelze, durch Bedüsen oder
in Form von Lösungen und Dispersionen aufgebracht werden kann, und beschreibt auch
den gleichzeitigen Einsatz von Percarbonat, das vorzugsweise ebenfalls beschichtet
ist. Das saure Polymer weist dabei eine Löslichkeit von mindestens 5 g/l bei 20°C
auf.
[0008] Die EP-A-0 651 053 (Procter&Gamble) beschreibt Waschmittelzusammensetzungen, die
ein mit Alkalimetallsulfat und -carbonat beschichtetes Alkalimetallpercarbonat, einen
Bleichaktivator und ein verzögert freizusetzendes (beschichtetes) Acidifizierungsmittel
enthalten, so daß der pH-Wert der Waschflotte (1%ige Lösung bei 20°C) anfangs 9,5
bis 13 beträgt, während er nach vollständiger Freisetzung des Acidifizierungsmittels
bei 7 bis 9,3 liegt. Die Zeit zur kompletten Freisetzung des Acidifizierungsmittels
liegt dabei im Bereich von 30 Sekunden bis zu 10 Minuten. Erst bei Unterschreitung
einer pH-Schwelle wird die Beschichtung des Percarbonats angegriffen und aufgelöst,
so daß die Bleichwirkung eintritt.
[0009] Die FR-A-2 180 864 offenbart―ein Wasch- und Reinigungsmittel, das neben anderen Inhaltsstoffen
eine beschichteten pH-Regulator sowie beschichtete Enzyme aufweist, so daß der pH-
Regulator den für das Enzym optimalen pH-Wert einstellen kann. Die Freisetzung von
pH-Regulator und Enzym erfolgt gleichzeitig oder mit kurzer zeitlicher Verzögerung.
[0010] Beschichtete Bleichmittel, die erst bei einem steigenden pH-Wert in der Waschflotte
freigesetzt werden, sind im Stand der Technik nicht beschrieben.
[0011] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein System zu entwickeln, das die pH-gesteuerte
Freisetzung von Waschmittelbestandteilen, insbesondere Bleichmitteln, ermöglicht und
dabei die Freisetzung im alkalischen Medium erfolgen läßt.
[0012] Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Waschverfahren zum Waschen von textilen
Geweben unter Einsatz einer festen, teilchenförmigen Waschmittelzusammensetzung, wobei
der pH-Wert der Waschflotte nach Auflösung des Mittels unter 8 liegt und beim Fortschreiten
des Waschvorgangs durch Auflösung eines beschichteten Alkalisierungsmittels auf Werte
über 8,5 steigt, die eine Freisetzung eines speziell beschichteten Inhaltsstoffes
und eine zeitlich verzögerte Wirkung dieses Inhaltsstoffes ermöglichen.
[0013] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird als Alkalisierungsmittel ein
Bleichmittel, vorzugsweise Natriumpercarbonat, eingesetzt, während als speziell beschichteter
Inhaltsstoff ein Bleichaktivator, vorzugsweise Tetraacetylethylendiamin (TAED), Verwendung
findet.
[0014] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine feste, teilchenförmige Waschmittelzusammensetzung,
enthaltend
a) 1 bis 40 Gew.-% eines beschichteten Bleichmittels,
b) 0,5 bis 15 Gew.-% eines Bleichaktivators,
c) 0,1 bis 40 Gew.-% eines Acidifizierungsmittels,
wobei das Bleichmittel mit einem Hüllmaterial beschichtet ist, welches sich unabhängig
vom pH-Wert langsam in Wasser löst, der Bleichaktivator mit einer polymeren Säure
beschichtet ist und das Acidifizierungsmittel ohne Beschichtung eingesetzt wird.
[0015] Durch das Acidifizierungsmittel ist der pH-Wert in der Waschflotte bei Zugabe der
Waschmittelzusammensetzung vergleichsweise niedrig, d.h. er liegt unter 8. Nachfolgend
löst sich die Beschichtung des Bleichmittels langsam auf und setzt in steigendem Maße
alkalisches Bleichmittel frei, wodurch der pH-Wert der Waschflotte ansteigt. Überschreitet
der pH-Wert der Flotte einen Wert von ca. 8,5, so beginnt sich die Beschichtung des
Bleichaktivators aufzulösen und setzt dabei den Bleichaktivator frei. Mit einer zeitlichen
Verzögerung setzt nun die vollständige Bleichwirkung in der Waschflotte ein. Der Zeitraum
bis zum Beginn der Bleichwirkung kann dabei einerseits über die Menge an zugesetztem
Acidifizierungsmittel, andererseits über die Dicke und Durchlässigkeit der Beschichtungen
auf dem Bleichmittel und dem Bleichaktivator bestimmt werden. Je nach Rezeptur und
Waschbedingungen sind Zeitspannen zwischen einer und zwanzig Minuten möglich, innerhalb
derer beispielsweise enzymatische Reinigung erfolgen kann, ohne daß der größte Teil
der Bleichmittel zugegen ist. Die Waschmittelzusammensetzung ist durch die Beschichtung
sowohl des Bleichmittels als auch des Bleichaktivators hervorragend lagerstabil und
zeigt auch an feuchter Luft keine Verluste in der Bleichaktivität.
[0016] Als beschichtete, in Wasser H
2O
2 liefernde Bleichmittel (Komponente a) haben das Natriumperborattetrahydrat und das
Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind
beispielsweise Natriumpercarbonat, Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde Salze und Salze von Persäuren, wie Perbenzoesäure, Peroxophthalsäure, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Der Gehalt der Mittel an den beschichteten
Bleichmitteln beträgt 1 bis 40 Gew.-% und insbesondere 10 bis 20 Gew.-%, wobei vorteilhafterweise
Perboratmonohydrat oder Percarbonat eingesetzt wird.
[0017] Als Hüllmaterialien für die Beschichtung der Bleichmittelteilchen kommen wasserlösliche
Stoffe in Frage, die sich in der Waschflotte langsam auflösen, also nicht zu einer
schlagartigen Freisetzung des umhüllten Bleichmittels führen und deren Löseeigenschaften
keine starke pH-Abhängigkeit aufweisen. Zusätzlich sind Stoffe bevorzugt, die ihrerseits
beim Auflösen den pH-Wert der Waschflotte nicht verändern. Bevorzugt sind als Hüllmaterialien
Fettalkohole, die gegebenenfalls in Mischung mit anderen Hüllstoffen gemischt sein
können. Beispielhaft sei hier eine Mischung aus Fettalkoholen und Aluminiumstearat
genannt. Andere Hüllmaterialien, die bereits zur Beschichtung von Bleichmittelteilchen
Verwendung gefunden haben, sind nachfolgend stichwortartig zusammengefaßt: Magnesiumsulfat
und Natriumhexaphosphat (BE 857 017, Solvay Interox), Dihydrogenphosphat oder Pyrophosphate
(EP 024201, Clorox), Phosphonsäuren (EP 295 384, Degussa), Natriummetaborat und -Silikat
(DE 28 10 379, Degussa), Wasserglas und Natriumpolyphosphat (DE 27 12 138, Degussa),
Natriumsulfat, Natriumcarbonat und -silikat (DE 26 22 610, Solvay Interox), oder Natriumbicarbonat
(DE 24 17 572, Solvay Interox), Borax und Magnesiumsulfat (DE 33 21 082, Kao), Borsäure
(DE 28 00 916Solvay-Interox), aber auch zum Teil organische Komponenten wie Fettderivate,
Paraffine und Wachse (EP 030 759, Solvay Interox, Schmelztemperatur der Verbindungen
zwischen 25 und 90°C), Polyethylenglykole und Fettsäureester davon mit einem Molekulargewicht
von 300 bis 1.700 (DE 23 37 338, Solvay Interox), Kombinationen mit Magnesiumoxid
(US 4 131 879, Gretay AG sowie US 4 120 812 und 4 131 562, beide FMC Corp.), Vinylchlorid-Ethylencopolymer-emulsionen
(DE 24 02 393, Solvay Interox) oder Vinylchlorid-Ethylen-Methacrylat-copolymeremulsionen
(DE 24 02 392, Solvay Interox).
[0018] Das Aufbringen der Hüllmaterialien kann aus der Schmelze oder aus Lösungen oder Dispersionen
erfolgen, wobei das Lösungs- bzw. Emulgiermittel durch Verdampfen entfernt wird.-Auch
ein Aufbringen als feines Pulver, beispielsweise durch elektrostatische Techniken,
ist möglich, wenngleich diese Methode zu unregelmäßigen und schlecht haftenden Beschichtungen
führt. Die Hüllmaterialien können dabei in Rühr-, Misch- und Granulierapparaten auf
die Bleichmittelteilchen aufgebracht werden. Bevorzugt ist aber eine Aufbringung der
Hüllmaterialien in einer Wirbelschicht, wobei gleichzeitig eine Größenklassierung
der Teilchen erfolgen kann. Sollten die Hüllmaterialien unter bestimmten Umständen
zu klebrigen Produkten führen, kann es sinnvoll sein, die umhüllten Bleichmittelteilchen
zusätzlich noch mit feinteiligen Stoffen zu beaufschlagen ("Abpudern"). Als Abpuderungsmittel
kommen sämtliche feinteiligen Stoffe in Frage, wobei auch andere Waschmittelbestandteile
wie Buildersubstanzen verwendet werden können. Bevorzugt werden als zusätzliche Abpudetungsmittel
Zeolithe,-Silikate, polymere Polycarboxylate, Carbonate, Citrate, Stärke usw. benutzt.
Auch ein Teil des Acidifizierungsmittels kann zur Abpuderung eingesetzt werden.
[0019] Als beschichtete Bleichaktivatoren (Komponente b) können Verbindungen, die unter
Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10
C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen
der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen.
Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin
(TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide,
insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere
n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n-bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride,
insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin,
Ethylenglykoldiacetat, 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran und acetyliertes Sorbitol und
Mannitol beziehungsweise deren in der europäischen Patentanmeldung EP 0 525 239 (Ausimont
SPA) beschriebene Mischungen (SORMAN), acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose
(PAG), Pentaacetylfructose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose sowie acetyliertes,
gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton, und/oder N-acylierte Lactame,
beispielsweise N-Benzoylcaprolactam, die aus den internationalen Patentanmeldungen
WO 94/27970, WO 94/28102, WO 94/28103, WO 95/00626 (alle Procter & Gamble), WO 95/14759
(Warwick) und WO 95/17498 (Procter & Gamble) bekannt sind. Die aus der internationalen
Patentanmeldung WO 95/14075 (Degussa) beschriebenen Acyllactame werden ebenfalls bevorzugt
eingesetzt. Auch die aus der deutschen Patentanmeldung DE 44 43 177 (Henkel) bekannten
Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt werden. Derartige
beschichtete Bleichaktivatoren sind in Mengen von 0,5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, bezogen
auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0020] Die Beschichtung des Bleichaktivators erfolgt mit polymeren Säuren, die sich erst
bei pH-Werten oberhalb von 8.5 auflösen. Bei pH-Werten unterhalb von 8 können die
beschichteten Bleichaktivatorteilchen in wäßriger Lösung stundenlang gerührt werden,
ohne in Lösung zu gehen. Als polymere Säuren, die sich zur Beschichtung besonders
eignen, seien hier beispielsweise Polyacrylate genannt, die sich durch die geforderten
Löslichkeiten in Abhängigkeit vom pH-Wert einerseits und durch eine gute Verarbeitbarkeit
andererseits auszeichnen. Weitere polymere Säuren, die als Hüllmaterialien Verwendung
finden können, sind Copolymere aus einer ungesättigten Polycarbonsäure wie Maleinsäure,
Citraconsäure, Itaconsäure und Mesaconsäure mit einer ungesättigten Monocarbonsäure
wie Acrylsäure oder α-alkylsubstituierten Acrylsäuren.
[0021] Die Beschichtung der Bleichaktivatoren kann grundsätzlich auf die gleiche Weise wie
die Beschichtung der Bleichmittel erfolgen. Bevorzugt ist ein Verfahren, bei dem die
polymeren Säuren über eine Dispersion auf die Bleichaktivatoren aufgebracht werden.
[0022] Die Hüllmaterialien sowohl für das Bleichmittel als auch für den Bleichaktivator
werden in solchen Mengen eingesetzt, daß ein optimales Zusammenspiel der einzelnen
Komponenten und somit eine exakt gesteuerte Freisetzung ermöglicht wird. Je nach Zeitraum,
innerhalb dessen eine Freisetzung nicht stattfinden soll und je nach der Größe der
beschichteten Teilchen wird man die Menge an Hüllmaterial bemessen. Bevorzugte Ausführungsformen
verwenden weniger als 20 Gew.-% Hüllmaterial, bezogen auf die Masse der beschichteten
Teilchen, insbesondere sind weniger als 10 Gew.-% Hüllmaterialien bevorzugt.
[0023] Das als dritte Komponente eingesetzte Acidifizierungsmittel wird in Mengen von 0,1
bis 40, vorzugsweise von 1 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt.
Als Acidifizierungsmittel können alle wasserlöslichen Stoffe eingesetzt werden, die
geeignet sind, den pH-Wert einer wäßrigen Lösung unter den Wert 8 zu erniedrigen.
Im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten der erfindungsgemäßen Mittel wird auf
diese Weise ein Start-pH-Wert erreicht, der beim Fortschreiten des Waschvorgangs langsam
erhöht wird (Freisetzung des Bleichmittels), was schließlich bei pH-Werten in der
Waschflotte über 8,5 zur Freisetzung des Bleichaktivators und damit zum Einsetzen
der Bleichwirkung führt.
[0024] Bevorzugte Acidifizierungsmittel sind anorganische und organische Säuren, beispielsweise
die festen Mono-, Oligo- und Polycarbonsäuren wie Citronen-, Wein- und Bernsteinsäure,
Polycarbonsäuren wie Polyacrylsaure, aber auch Säuren wie Malonsäure, Adipinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Oxalsäure, Borsäure oder Amidosulfonsäure sowie Mischungen
der genannten Säuren. Auch saure Salze wie Hydrogensulfate oder -carbonate können
als Acidifizierungsmittel eingesetzt werden, wobei wiederum lediglich auf die Einhaltung
der pH-Bedingungen geachtet werden muß. Um beim Lösen der erfindungsgemäßen Mittel
möglichst schnell eine Waschflotte mit einem pH-Wert unter 8 zu erhalten, sind die
Acidifizierungsmittel so zu wählen, daß sie sich schnell lösen und den pH-Wert rasch
auf die gewünschten Werte bringen. Eine Beschichtung, die eine Löseverzögerung bewirken
würde, ist für die Acidifizierungsmittel im Rahmen der vorliegenden Erfindung ungeeignet.
[0025] Aus anwendungstechnischer Sicht ist an das bzw. die Acidifizierungsmittel die Forderung
zu stellen, daß sie nicht flüchtig sind. Unter diesem Gesichtspunkt sind feste Acidifizierungsmittel,
die eine geringe Sublimationsneigung und einen hohen Schmelzpunkt mit einer guten
Wasserlöslichkeit vereinbaren, deutlich bevorzugt. Flüssige bzw. pastöse Acidifizierungsmittel
können nur in untergeordneten Mengen unterhalb 5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung
eingesetzt werden und bei ihrem Einsatz müssen Konfektionierungsmaßnahmen ergriffen
werden, um die Lagerstabilität auch bei erhöhter Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.
Flüssige und leichtflüchtige bzw. in pulverförmigen Waschmitteln nicht handhabbare
Säuren wie Salz-, Salpeter oder Schwefelsäure verbieten sich von daher von selbst.
Selbstverständlich ist bei der Auswahl der/des Acidifizierungsmittel(s) auch darauf
zu achten, daß die resultierende Waschflotte weder die Textilien noch die menschliche
Haut schädigt.
[0026] Die erfindungegemäßen Mittel enthalten neben den beschichteten Komponenten und unbeschichteten
Hilfsstoffen, die eine pH-gesteuerte Freisetzung der beschichteten Inhaltsstoffe ermöglichen,
weitere übliche Inhaltsstoffe für Waschmittel, insbesondere anionische und nichtionische
Tenside, Buildersubstanzen und weitere Hilfsstoffe wie soil-repellents, Schauminhibitoren,
Salze von Polyphosphonsäuren, optische Aufheller, Enzyme, Enzymstabilisatoren, geringe
Mengen an neutralen Füllsalzen sowie Farb- und Duftstoffe, Trübungsmittel oder Perglanzmittel.
[0027] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise Olefinsulfonate,
d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, wie man sie
beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden: Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0028] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0029] Geeignete Tenside vom Sulfat-Typ sind die Schwefelsäuremonoester aus primären Alkoholen
natürlichen und synthetischen Ursprungs. Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und
insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C
12-18-Fettalkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
16-18-Alk(en)ylsulfate insbesondere bevorzugt. Dabei kann es auch von besonderem Vorteil
und insbesondere für maschinelle Waschmittel von Vorteil sein, C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate in Kombination mit niedriger schmelzenden Aniontensiden und insbesondere
mit solchen Aniontensiden, die einen niedrigeren Krafft-Punkt aufweisen und bei relativ
niedrigen Waschtemperaturen von beispielsweise Raumtemperatur bis 40 °C eine geringe
Kristallisationsneigung zeigen, einzusetzen. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthalten die Mittel daher Mischungen aus kurzkettigen und langkettigen
Fettalkylsulfaten, vorzugsweise C
12-18-Fettalkylsulfate bzw. Mischungen aus C
12-14-Fettalkylsulfaten oder C
12-18-Fettalkylsulfaten mit C
16-18-Fettalkylsulfaten und insbesondere C
12-16-Fettalkylsulfaten mit C
16-18-Fettalkylsulfaten. In einer weiteren bevörzugten Ausführungsform der Erfindung werden
jedoch nicht nur gesättigte Alkylsulfate, sondern auch ungesättigte Alkenylsulfate
mit einer Alkenylkettenlänge von vorzugsweise C
16 bis C
22 eingesetzt. Dabei sind insbesondere Mischungen aus gesättigten, überwiegend aus C
16 bestehenden sulfierten Fettalkoholen und ungesättigten, überwiegend aus C
18 bestehenden sulfierten Fettalkoholen bevorzugt, beispielsweise solche, die sich von
festen oder flüssigen Fettalkoholmischungen des Typs HD-Ocenol® (Handelsprodukt des
Anmelders) ableiten. Dabei sind Gewichtsverhältnisse von Alkylsulfaten zu Alkenylsulfaten
von 10:1 bis 1:2 und insbesondere von etwa 5:1 bis 1:1 bevorzugt. Weiterhin sind 2,3-Alkylsulfate,
die beispielsweise durch Anlagerung von Schwefelsäure an α-Oletein hergestellt werden
können, geeignet.
[0030] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund
ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen
von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0031] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8- 18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten
Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso
ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0032] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht.-Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
Insbesondere sind solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 bis .100 Gew.-% aus gesättigten
C
12-24-Fettsäureseifen und zu 0 bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind.
[0033] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kaliumoder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di-
oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form
ihrer Natriumoder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0034] Außer anionischen Tensiden können in den Waschmittelzusammensetzungen auch nichtionische,
kationische, zwitterionische oder amphotere Tenside eingesetzt werden. Hierbei sind
insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt.
[0035] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0036] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0037] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach
dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 (Henkel) beschriebenen Verfahren
hergestellt werden.
[0038] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0039] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0040] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder Propxylierte Derivate dieses Restes.
[0041] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise
nach der Lehre der internationalen Anmeldung WO-A-95/07331 (Procter & Gamble) durch
Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in
die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0042] Neben den tensidischen Komponenten können die Waschmittelgranulate auch Buildersubstanzen
und weitere Inhaltssstoffe von Waschmitteln enthalten.
[0043] Als Builder können neben Silikaten auch andere Builder- und Cobuildersubstanzen in
den Waschmittelzusammensetzungen eingesetzt werden. Hierzu zählen insbesondere Zeolithe,
Citrate und polymere Polycarboxylate.
[0044] Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel
NaMSi
xO
2x+1·yH
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164
514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind
solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere
sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung WO-A-91/08171 (Henkel) beschrieben
ist.
[0045] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung
gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise,
beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung DE-A-
44 00 024 (Henkel) beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte
amorphe Silikate, compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe
Silikate.
[0046] Der eingesetzte feinkristalline, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith
ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith P wird Zeolith MAP® (Handelsprodukt
der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie
Mischungen aus A, X und/oder P. Der Zeolith kann als sprühgetrocknetes Pulver oder
auch als ungetrocknete, von ihrer Herstellung noch feuchte, stabilisierte Suspension
zum Einsatz kommen. Für den Fall, daß der Zeolith als Suspension eingesetzt wird,
kann diese geringe Zusätze an nichtionischen Tensiden als Stabilisatoren enthalten,
beispielsweise 1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Zeolith, an ethoxylierten C
12-C
18-Fettalkoholen mit 2 bis 5 Ethylenoxidgruppen, C
12-C
14-Fettalkoholen mit 4 bis 5 Ethylenoxidgruppen oder ethoxylierten Isotridecanolen.
Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm (Volumenverteilung;
Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere
20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
[0047] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate. Ihr Gehalt beträgt im allgemeinen nicht mehr
als 25 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige
Mittel. In einigen Fällen hat es sich gezeigt, daß insbesondere Tripolyphosphate schon
in geringen Mengen bis maximal 10 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, in Kombination
mit anderen Buildersubstanzen zu einer synergistischen Verbesserung des Sekundärwaschvermögens
führen.
[0048] Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere
bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten
werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten
Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit
mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500000. Dabei ist ein Polysaccharid mit
einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis 30
bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids
im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl
Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE
zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen
im Bereich von 2000 bis 30000. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen Patentanmeldung
94 19 091 (Cerestar) beschrieben. Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine
handelt es sich um deren Umsetzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, welche in der Lage
sind, mindestens eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu
oxidieren. Derartige oxidierte Dextrine und Verfahren ihrer Herstellung sind beispielsweise
aus den europäischen Patentanmeldungen EP-A-0 232 202 (Roquette Freres), EP-A-0 427
349(Naturwissenschaftliches Institut NL), EP-A-0 472 042 (Fertec Ferruzzi) und EP-A-0
542 496 (Procter & Gamble) sowie den internationalen Patentanmeldungen WO-A-92/18542
(Novamont), WO-A-93/08251 (Henkel), WO-A-94/28030 (Henkel), WO-A-95/07303(Naturwissenschaftliches
Institut NL), WO-A-95/12619 (Agrartechnisches Institut NL) und WO-A-95/20608 (Henkel)
bekannt. Ein an C
6 des Saccharidrings oxidiertes Produkt kann besonders vorteilhaft sein.
[0049] Weitere geeignete Cobuilder sind Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten,
vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat. Besonders bevorzugt sind in diesem Zusammenhang
auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate, wie sie beispielsweise in den USamerikanischen
Patentschriften US 4 524 009, US 4 639 325 (beide Staley), in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 150 930 (Staley) und der japanischen Patentanmeldung JP 93/339896 beschrieben
werden. Geeignete Einsatzmengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silikathaltigen
Formulierungen bei 3 bis 15 Gew.-%.
[0050] Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten. Derartige Cobuilder werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung WO-A-95/20029 (Henkel) beschrieben.
[0051] Neben den Tensiden, Bleichmitteln und Gerüststoffen kann in Waschmitteln eine Vielzahl
von Verbindungen eingesetzt werden, beispielhaft seien hier Schauminhibitoren, Phosphonate,
Enzyme sowie optische Aufheller gennant.
[0052] Beim Einsatz in maschinellen Waschverfahren kann es von Vorteil sein, den Mitteln
übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren eignen sich beispielsweise
Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen hohen Anteil an C
18-C
24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, ggf. silanierter Kieselsäure
sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit silanierter
Kieselsäure oder Bistearylethylendiamid. Mit Vorteilen werden auch Gemische aus verschiedenen
Schauminhibitoren verwendet, z.B. solche aus Silikonen, Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise
sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silikon- oder Paraffin-haltige Schauminhibitoren,
an eine granulare, in Wasser lösliche bzw. dispergierbare Trägersubstanz gebunden.
Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinen und Bistearylethylendiamiden bevorzugt.
[0053] Als Salze von Polyphosphonsäuren werden vorzugsweise die neutral reagierenden Natriumsalze
von beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat, Diethylentriaminpentamethylenphosphonat
oder Ethylendiamintetramethylenphosphonat in Mengen von 0,1 bis 1,5 Gew.-% verwendet.
[0054] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere
Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen,
beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Protease und
Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder
Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mischungen von
besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme,
Enzymmischungen oder Enzymgranulate kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0055] Die erfindungsgemäßen Mittel können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
bzw. deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z.B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, z.B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
[0056] Die vorstehend beschriebene Erfindung sollte prinzipiell nicht auf die Beschichtung
von Bleichmitteln und Bleichaktivatoren beschränkt sein. Vielmehr sollte jeder Waschmittelinhaltsstoff
erfindungsgemäß beschichtet und so pH-gesteuert kontrolliert freigesetzt werden können.
Die einzuhaltenden Parameter sind hierbei allgemein die Beschichtung des pH-gesteuert
freizusetzenden Inhaltsstoffes mit polymeren Säuren, die Beschichtung eines Alkalisierungsmittels
mit einer in Wasser langsam löslichen Hülle, die sich unabhängig vom pH-Wert der Waschflotte
löst, sowie der Einsatz eines unbeschichteten Acidifizierungsmittels, das einen niedrigen
Start-pH-Wert in der Waschflotte ermöglicht. Durch das langsame Auflösen der wasserlöslichen
Hülle wird die Waschflotte bei der Freisetzung des Alkalisierungsmittels zunehmend
alkalischer, bis sich bei pH-Werten oberhalb von 8,5 schließlich die Hülle aus den
polymeren Säuren zu lösen beginnt und dabei den pH-kontrolliert freizusetzenden Inhaltsstoff
an die Waschflotte abgibt. So sind beispielsweise auch Varianten denkbar, in denen
eine saure Bleiche erfolgt und dann ein Mittel freigesetzt wird, das die Bleichmittel
zerstört. Über die jeweilige Dicke der Beschichtung kann eine weitere Verzögerung
erreicht werden, so daß der Zeitpunkt der Freisetzung gut bestimmt werden kann.
Beispiele
Beschichtung des Bleichaktivators:
[0057] Kristallines Tetraacetylethylendiamin (TAED) wurde im Verhältnis 5:1 mit einer 32%igen
Polyacrylatdispersion vermischt, granuliert und bei 45°C getrocknet. Das auf diese
Weise erhaltene Granulat zeigt eine hohe Stabilität und kann in einer pH-neutralen
bis schwach sauren Tensidlösung mehrere Stunden gerührt werden, ohne dabei in Lösung
zu gehen. In alkalischer Lösung (pH > 8,5) zerfallen die Granulatkörner in 1 bis 2
Minuten.
Beschichtung des Bleichmittels:
[0058] Käufliches Natriumpercarbonat wurde mit 15 Gew.-% seines Gewichts einer Mischung
aus Fettalkoholen und Aluminiumstearat (2:1) überzogen. Hierbei wurde das Höllmaterial
in Form einer Schmelze aufgetragen, die nicht tief in die Teilchen einzieht und so
eine relativ homogene Hüllschicht bildet, so daß sich die Teilchen innerhalb einer
engen Zeitspanne auflösen. Um gut rieselfähige Körner zu erhalten, wurden die beschichteten
Bleichmittelteilchen zusätzlich mit Reisstärke abgepudert.
Herstellung des Waschmittels:
[0059] Eine bleichmittel- und enzymfreie Waschmittelzusammensetzung aus Tensiden, Buildern
und Hilfsstoffen (Zusammensetzung siehe Tabelle 1) wurde mit den beschichteten Bleichmittelteilchen,
den beschichteten Bleichaktivatorteilchen und mit kristalliner Citronensäure in den
in der Tabelle 2 genannten Mengen versetzt.
Tabelle 1:
| Inhaltsstoffe der Waschmittelzusammensetzung (Gew.-%). |
| |
| Seife |
5,42 |
| Natrium-C12-14-Alkylbenzolsulfonat |
22,67 |
| Natrium-C14-16-Fettalkoholsulfat |
4,59 |
| C12-18-Fettalkohol-5 EO |
0,81 |
| Natriumcarbonat |
4,55 |
| Zeolith A |
29,86 |
| Natriumsilikat |
8,00 |
| Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer |
16,16 |
| opt. Aufheller |
0,45 |
| Phosphonat |
2,30 |
| NaOH, 50%ig |
0,63 |
| Wasser |
3,88 |
| übrige Salze |
0,68 |
Tabelle 2:
| Inhaltsstoffe der erfindungsgemäßen Waschmittelzusammensetzung (Gew.-%) |
| |
| Waschmittelzusammensetzung |
59,5 Gew.-% |
| beschichtetes Bleichmittel (Na-Percarbonat) |
23,3 Gew.-% |
| beschichteter Bleichaktivator (TAED) |
7 Gew.-% |
| Citronensäure Monohydrat |
10,2 Gew.-% |
[0060] Das auf diese Weise erhaltene Waschmittel wurde in Wasser gelöst (30°C, 16°d, Dosierung:
6 g/l) und die Freisetzung des TAED als Peressigsäure iodometrisch bestimmt. Direkt
nach Auflösung des Waschmittels sank der pH-Wert auf Werte um 6,5, um dann innerhalb
von vier Minuten auf Werte über 8,5 anzusteigen (pH = 9,2 nach 5 min. konstant). Die
Freisetzung der Peressigsäure begann erst nach 4 Minuten, d.h. erst bei pH-Werten
der Waschflotte über 8,5.