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(11) |
EP 0 961 842 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.10.2002 Patentblatt 2002/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.01.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9800/323 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9803/2899 (30.07.1998 Gazette 1998/30) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM KONTINUIERLICHEN CHEMISCHEN ENTZUNDERN VON METALLBAND
CONTINUOUS CHEMICAL METAL STRIP DESCALING PROCESS AND DEVICE
PROCEDE ET DISPOSITIF DE DECALAMINAGE CHIMIQUE EN CONTINU D'UNE BANDE METALLIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
25.01.1997 DE 19702639
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.12.1999 Patentblatt 1999/49 |
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Patentinhaber: Sundwig GmbH |
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58675 Hemer (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BERGER, Bernd
D-41564 Kaarst (DE)
- WITTE, Jörg
D-44267 Dortmund (DE)
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Vertreter: Simons, Johannes, Dipl.-Ing. |
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Cohausz & Florack
Patentanwälte
Kanzlerstrasse 8 A 40472 Düsseldorf 40472 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 513 631 DE-C- 4 425 854
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EP-A- 0 692 314
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 011, no. 214 (C-434), 10.Juli 1987 & JP 62 030892 A
(SUMITOMO SPECIAL METALS CO LTD;OTHERS: 02), 9.Februar 1987,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 006, no. 003 (C-086), 9.Januar 1982 & JP 56 127799
A (NIPPON STEEL CORP), 6.Oktober 1981,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum kontinuierlichen
chemischen Entzundern von Metallband in einem Beizbecken, durch das das Metallband
läuft.
[0002] Um die Beizgeschwindigkeit beim Beizen eines Metallbandes im Durchlauf durch eine
Beize zu erhöhen, bestehen mehrere Möglichkeiten. So kann auf die Beizgeschwindigkeit
sowohl über die Zusammensetzung des Beizmittels als auch über dessen Temperatur Einfluß
genommen werden. Auch ist bekannt, die Oberflächenströmung der Beize am Band, die
sich aus der Bewegung des Bandes ergibt, dadurch zu verstärken, daß an der Ein- und
Auslaufseite des Beizbeckens Beizmittel ein und in der Beckenmitte abgeleitet wird.
Um dabei eine gleichmäßige Beizintensität über die gesamte Oberfläche zu erhalten,
ist es erforderlich, dem gesamten Beizbad eine gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit
zu geben, was nur bei entsprechend großer Pumpenleistung möglich ist.
[0003] Aus der DD 266 813 A5 ist eine Beizeinrichtung bekannt, bei der das Band einen horizontal
angeordneten geschlossenen Behandlungskanal in Längsrichtung durchläuft, der innerhalb
eines den Behandlungskanal umschließenden, durch einen Deckel abgeschlossenen Behälters
angeordnet ist, in welchen das den Behandlungskanal ein- bzw. auslaufseitig zugeführte
Behandlungsmedium ableitbar ist. Zur Verbesserung der Beizqualität und Minimierung
der Beizzeiten ist innerhalb des geschlossenen Behälters ein separater Behandlungskanal
angeordnet, dem über ein- und auslaufseitig angeordnete Düsenbalken sowie zugeordnete
Pumpen das Behandlungsmedium zugeführt wird. Allerdings ist auch hier die für die
erzielbare Beizintensität erforderliche Pumpenleistung relativ hoch.
[0004] Aus der DE 40 31 234 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beizen eines Metallbandes
bekannt, wobei das Metallband durch einen mit einer Behandlungsflüssigkeit gefüllten
Behandlungsbehälter geführt und die Behandlungsflüssigkeit über Rohrleitungen und
zumindest einen Umpumpbehälter im Kreislauf gefördert wird. Zur Verkürzung der Beizzeiten
sowie zur Verbesserung der Qualität des Metallbandes wird dabei die Behandlungsflüssigkeit
unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Behandlungsbehälter mittels Strahldüsen oberhalb
und unterhalb des Metallbandes von beiden Längsseiten entgegengesetzt gerichtet unter
einem spitzen Winkel gegen das Metallband gefördert. Auch hier erfordert die Erhöhung
der Beizintensität eine relativ hohe Pumpenleistung.
[0005] Die DE 29 11 701 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung von
Materialbahnen in einer Behandlungskammer. Dabei werden im Inneren der Behandlungskammer
auf die beiden Materialbahnflächen aufeinanderfolgende, turbulente Ströme eines gasförmigen
oder flüssigen Behandlungsmediums unter Druck in einem spitzen Winkel und entgegengesetzt
der Bahndurchlaufrichtung gelenkt, derart, daß die Bahn behandelt und zugleich durch
das sich bildende Mediumbett in einer etwa horizontalen Wegbahn durch die Behandlungskammer
geführt wird. Die bekannte Vorrichtung weist hierzu mindestens eine obere und eine
untere Reihe von Behandlungsdüsen auf, die länglich in einer Richtung senkrecht zur
Durchlaufrichtung der Materialbahn ausgebildet sind. Jede der Düsen weist dabei einen
auf die durchlaufende Materialbahn weisenden Längsschlitz auf, dessen Länge mindestens
gleich der Materialbahnbreite ist, wobei die Düsen darauf ausgerichtet sind, einen
turbulenten Mediumstron von den Schlitzen auf die Materialbahn in einem spitzen Winkel
und in einer Richtung entgegen der Durchlaufrichtung der Materialbahn zu lenken.
[0006] Aus der AT 399 517 B ist schließlich ein Verfahren zum Beizen von Metallband bekannt,
bei welchem das Metallband durch einen Behandlungsraum mit zumindest einem Einlaß
und Auslaß für das durch den Behandlungsraum umgewälzte Behandlungsmedium geführt
wird, wobei das Behandlungsmedium unter Druck in Form einer gerichteten und den Behandlungsraum
ausfüllenden Strömung geführt und dabei der Druck und die Geschwindigkeit des Behandlungsmediums
geändert werden. Um den Beizeffekt zu verbessern und die Beizzeit zu verkürzen, wird
der Druck an der bzw. den Einlaßstellen zwischen 2 und 10 bar eingestellt und die
Strömungsgeschwindigkeit an der Auslaßstelle zwischen 10 und 30 m/s gehalten. Ferner
ist in der AT 399 517 B eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens beschrieben,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß deren Auslaßöffnung in Form eines in Höhe des
Metallbandes in den Seitenwandungen des Behandlungsraumes vorgesehenen umlaufenden
Spaltes vorgesehen ist, der gleichermaßen als Einbring- und Austragsöffnung für das
Metallband dient.
[0007] Neben dem voranstehend erläuterten Stand der Technik ist aus der EP 0 692 314 A2
ein.Verfahren bekannt, bei dessen Anwendung der Kontakt zwischen einem gewalzten Band
und einer Flüssigkeit intensiviert wird. Zu diesem Zweck wird die Flüssigkeit unter
Druck aus einem Vorrat zu einer schlitzförmig ausgebildeten Austrittsdüse und aus
dieser austretend in einer energiereichen Strömung gegen das Band gefördert. Auf diese
Weise wird die Flüssigkeit in einem geschlossenen Strahl mit einem sich über die Breite
des Bandes erstreckenden und quer dazu relativ engem Strömungsprofil unter hoher Geschwindigkeit
senkrecht gegen das Band ausgebracht, sodann in eine zum Bandlauf parallel gerichtete
Strömung stetig umgelenkt, über eine Kontaktstrecke von vorgegebener Breite und Länge
am Band entlang geleitet und schließlich vom Band wieder abgeführt.
[0008] Schließlich ist aus der EP 0 513 631 A1 eine Vorrichtung zum Kühlen eines in einem
Walzwerk gewalzten Metallbandes bekannt, welche beidseitig des zu kühlenden Bandes
angeordnete und gegen die ihr jeweils zugeordnete Oberfläche des Bandes gerichtete
Düsen aufweist. Aus jeder dieser Düsen tritt ein Flüssigkeitsvollstrahl aus, der senkrecht
auf das zu kühlende Band trifft. Im punktförmig ausgebildeten Auftreffpunkt zerteilt
sich der Strahl und fließt in einer schießenden Strömung ab.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ausgehend von dem voranstehend erläuterten
Stand der Technik eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, mit denen die Intensität
beim Beizen bei vergleichsweise geringen Pumpenleistungen erhöht werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird hinsichtlich einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß das Becken eine untere und eine obere Gruppe von als Vollstrahldüsen ausgebildeten,
senkrecht auf das Band gerichteten Flüssigkeitsdüsen für die Beize umfaßt, die jeweils
einen auf das Metallband gerichteten Prallstrahl abgeben, welcher an seinem Auftreffpunkt
einen Bereich mit schießender Strömung ausbildet, und daß die Flüssigkeitsdüsen in
mehreren hintereinander angeordneten, quer zur Bandlaufrichtung verlaufenden Reihen
angeordnet sind, wobei die Flüssigkeitsdüsen aufeinanderfolgender Reihen von Reihe
zu Reihe quer zur Bandlaufrichtung gegeneinander versetzt sind.
[0011] In Bezug auf ein Verfahren der eingangs erläuterten Art wird die voranstehend genannte
Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bandoberfläche mit einer Vielzahl von solchen senkrecht
gegen die Bandoberfläche gerichteten und über sie verteilten Prallstrahlen beaufschlagt
wird, daß sich rings um den Auftreffpunkt des jeweiligen Prallstrahls ein Bereich
mit schießender Strömung bildet, wobei das Band auf seiner gesamten Breite gleichmäßig
mit Beize beaufschlagt wird.
[0012] Bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung sind der Druck des aus den Düsen
austretenden Vollstrahls und der Düsendurchmesser der Düsen jeweils derart auf den
Abstand der Düsen von der Oberfläche des zu beaufschlagenden Bandes abgestimmt, daß
rings um den Auftreffpunkt des Prallstrahls der einzelnen Flüssigkeitsdüsen ein Bereich
mit schießender Strömung entsteht. Dabei sind die Flüssigkeitsdüsen, vorzugsweise
regelmäßig, in mehreren hintereinanderliegenden und quer von Reihe zu Reihe zur Bandlaufrichtung
verlaufenden Reihen angeordnet, wobei die Flüssigkeitsdüsen aufeinanderfolgender Reihen
quer zur Bandlaufrichtung versetzt sind. Die Querversetzung der Flüssigkeitsdüsen
in hintereinanderliegenden Reihen beträgt insbesondere einen halben Teilungsabstand
benachbarter Prallstrahlen. Auf diese Art und Weise läßt sich mit zur Ausbildung der
schießenden Strömung der Prallstrahlen ausreichendem, gegenseitigem Abstand der Düsen
das Band auf seiner gesamten Breite gleichmäßig mit Beize beaufschlagen.
[0013] Bei dieser Lösung erzeugen die Prallstrahlen an der zu beizenden Metallbandoberfläche
eine ungewöhnlich hohe Strömungsgeschwindigkeit und einen damit erhöhten Stoffaustausch,
der eine hohe Beizintensität zur Folge hat. Die dafür erforderliche Pumpenleistung
ist vergleichsweise gering, da nur ein verhältnismäßig kleines Volumen an Beize für
die schießende Strömung benötigt wird. Die Besonderheit der "schießenden Strömung"
besteht darin, daß ihre Geschwindigkeit größer ist als die Schwallgeschwindkeit (Einführung
in die technische Strömungslehre von Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Kalide, Carl Hanser
Verlag München Wien, 6. Auflage 1984, Seite 97/98).
[0014] Bei der Erfindung kann das Beizbecken mit Beizflüssigkeit so gefüllt sein, daß das
zu beizende Band durch die Beizflüssigkeit gezogen wird. In diesem Fall durchstoßen
die Prallstrahlen die das Band umgebende Flüssigkeit. Die schießende Strömung bildet
sich dann auf dem Band jeweils unter der sie bedeckenden Flüssigkeitsschicht der Beize
aus.
[0015] Vorzugsweise sind die Flüssigkeitsdüsen im Boden und Deckel des Beizbeckens ausgebildet.
[0016] Bei einem Beizbecken mit quer zur Bandlaufrichtung verlaufenden, rohrförmigen Elektroden
für eine elektrolytische Bandbehandlung können in den Elektroden die Flüssigkeitsdüsen
ausgebildet sein, wobei die rohrförmigen Elektroden als Zuleitung für die Beize zu
den Flüssigkeitsdüsen dienen. Alternativ können bei einem Beizbecken mit in Bandlaufrichtung
mit Abstand voneinander angeordneten und quer zur Bandlaufrichtung verlaufenden Elektroden
für eine elektrolytische Bandbehandlung die Flüssigkeitsdüsen in in den Zwischenräumen
zwischen den Elektroden angeordneten rohrförmigen Leisten ausgebildet sein, über die
die Beize den Flüssigkeitsdüsen zuführbar ist.
[0017] Zur Abführung der über die Prallstrahlen zugeführten Beize sollten die in Bandlaufrichtung
hintereinanderliegenden Reihen zwischen sich zu den Bandrändern führende Abströmkanäle
bilden. Die Abströmung der Beize in diesen Kanälen kann nach einer weiteren Ausgestaltung
dadurch begünstigt werden, daß eine unterstützende Strömung von den Bandrändern aus
mittels den Abströmkanälen zugeordneten Düsen erzeugt wird.
[0018] Um unterschiedliche Beizintensitäten an der Ober- und Unterseite aber auch über die
Breite erreichen zu können, können die Flüssigkeitsdüsen einzeln oder gruppenweise
zu und abgeschaltet werden.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung
näher erläutert. Im einzelnen zeigen
- Fig. 1
- ein Beizbecken im Querschnitt senkrecht zur Bandlaufrichtung,
- Fig. 2
- eine Flüssigkeitsdüse mit Prallstrahl und schießender Strömung auf einem Band als
Prinzipdarstellung,
- Fig. 3 bis 6
- verschiedene Düsenanordnungen,
- Fig. 7
- einen Teilabschnitt eines Beizbeckens in einer zu Fig. 1 anderen Ausführung im Vertikalschnitt
in Bandlaufrichtung mit ober- und unterseitig angeordneten rohrförmigen Elektroden,
- Fig. 8
- ein Elektrodenpaar im Ausschnitt X der Fig. 7 im Querschnitt quer zur Bandlaufrichtung,
- Fig. 9
- eine Elektrode gemäß Fig. 7 und 8 in vergrößerter Darstellung, und
- Fig. 10
- einen Teilabschnitt eines Beizbeckens in einer zu Fig. 1 und 7 anderen Ausführung
im Vertikalschnitt in Bandlaufrichtung mit plattenförmigen Elektroden.
[0020] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 1 verläuft ein Band 1 durch ein Beizbecken 2 mit
einem Boden 2a und einem Deckel 2b. Sowohl im Boden 2a als auch im Deckel 2b sind
Flüssigkeitsdüsen 3a, 3b mit gegen das Band 1 gerichteter Strahlrichtung ausgebildet.
Die Düsen 3a, 3b werden über Zuleitungen 3c, 3d mit Beize gespeist. Nicht notwendigerweise
aber vorzugsweise ist das Beizbecken 2 soweit mit Beizflüssigkeit gefüllt, daß das
Band 1 darin eingetaucht ist. Durch das Eintauchen des Bandes 1 in die Beizflüssigkeit
wird der Beizeffekt auf der Ober- und Unterseite des Bandes 1 vergleichmäßigt.
[0021] Jede der Düsen 3a, 3b ist als Vollstrahldüse entsprechend Figur 2 ausgebildet. Ein
aus der Düse 3a, 3b unter hohem Druck, z. B. von 2 bis 10 bar austretender Vollstrahl
4 trifft als Prallstrahl senkrecht auf dem Band 1 auf. Am Auftreffpunkt bildet sich
eine Stauzone SZ, von der radial eine schießende Strömung SS ausgeht, für die charakteristisch
ist, daß sich an deren Ende eine Welle W bildet. Wesentlich für die Ausbildung der
schießenden Strömung SS ist der Druck, mit dem die Düse 3a, 3b beaufschlagt wird,
deren Austrittsdurchmesser, deren Abstand von der Oberfläche des Bandes 1 und die
Dicke der sich auf der Oberfläche einstellenden Flüssigkeitsschicht. Je dicker die
Flüssigkeitsschicht ist, desto größer muß der Druck und/oder der Düsenquerschnitt
und/oder desto kleiner der Abstand sein.
[0022] Die Ausführungsbeispiele der Figuren 3 bis 5 zeigen verschiedene geometrische Anordnungen
der einzelnen Flüssigkeitsdüsen. Allen Ausführungen ist gemeinsam, daß die Düsen in
hintereinanderliegenden Reihen angeordnet sind, wobei die Bereiche schießender Strömung
SS der Düsen einer jeden Reihe einander überlappen.
[0023] Während beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 die Mittelpunkte der Düsen einer jeden
Reihe auf einer Linie senkrecht zur Bandlaufrichtung R liegen und von Reihe zu Reihe
um einen halben Teilungsabstand benachbarter Düsen versetzt sind, liegen beim Ausführungsbeispiel
der Figur 4 die Mittelpunkte hintereinanderliegender Düsen auf einer zur Bandlaufrichtung
R leicht geneigten Linie. Außerdem liegen die Mittelpunkte der nebeneinanderliegenden
Düsen ebenfalls auf einer gemeinsam geneigt zur Bandlaufrichtung verlaufenden Linie.
Insbesondere durch die Neigung der Mittelpunktslinie hintereinanderliegender Düsen
zur Bandlaufrichtung ergibt sich eine geometrische Versetzung der Düsen von Reihe
zu Reihe in Bandlaufrichtung und damit eine gleichmäßigere Verteilung der Prallstrahlen
der Bandoberfläche. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 5 ist darüberhinaus vorgesehen,
daß die Mittelpunkte der Düsen hintereinanderliegender Reihen um einen halben Teilungsabstand
benachbarter Reihen gegeneinander versetzt sind. Auch in diesem Fall können die Linien,
auf denen die Mittelpunkte der Düsen jeder zweiten der hintereinanderliegenden Reihen
liegen, leicht geneigt zur Bandlaufrichtung R sein.
[0024] Bei allen Ausführungsbeispielen ist zwischen den einzelnen Düsenreihen ein Abströmkanal
A für den Beizmittelabfluß zu den Bandrändern hin freigelassen, wie durch die Pfeile
zwischen den Düsenreihen angedeutet wird.
[0025] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 6 sind den Abströmkanälen A seitlich neben dem
Band 1 den Beizmittelabfluß fördernde, in die Abströmkanäle A hinein Beizmittel treibende
Düsen vorgesehen.
[0026] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 7 bis 9 sind oberhalb und unterhalb des Bandes
1 quer zur Bandlaufrichtung und mit Abstand von einem der in Bandlaufrichtung rohrförmige
Elektroden EL angeordnet, in denen durch Pfeile (Fig. 8) bzw. konkret (Fig. 9) angedeutete
Düsenöffnungen 3a, 3b ausgebildet sind. Die Beize wird über die rohrförmigen Elektroden
EL den Düsenöffnungen 3a, 3b zugeführt.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 10 sind im Beizbecken 2 oberhalb und unterhalb
des Bandes 1 mit Abstand voneinander in Bandlaufrichtung Elektroden E angeordnet.
In den Zwischenräumen zwischen Elektroden E sind rohrförmige Leisten L angeordnet,
in denen durch Pfeile angedeutete Düsenöffnungen 3a, 3b ausgebildet sind, denen über
die rohrförmigen Leisten L die Beize zugeführt wird.
[0028] Bei beiden Ausführungsbeispielen der Figuren 7 bis 10 lassen sich also die Düsenöffnungen
3a, 3b, über die die Prallstrahlen das Band 1 beaufschlagen, platzsparend unterbringen.
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen chemischen Entzundern von Metallband (1) in einem
Beizbecken (2), durch welches das Metallband (1) läuft,
dadurch gekennzeichnet, daß das Becken (2) eine untere und eine obere Gruppe von als Vollstrahldüsen ausgebildeten,
senkrecht auf das Band (1) gerichteten Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) für die Beize umfaßt,
die jeweils einen auf das Metallband gerichteten Prallstrahl abgeben, welcher an seinem
Auftreffpunkt einen Bereich mit schießender Strömung (SS) ausbildet, und daß die Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) in mehreren hintereinander angeordneten, quer zur
Bandlaufrichtung (R) verlaufenden Reihen angeordnet sind, wobei die Flüssigkeitsdüsen
(3a, 3b) aufeinanderfolgender Reihen von Reihe zu Reihe quer zur Bandlaufrichtung
(R) gegeneinander versetzt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) im Boden (2a) und im Deckel (2b) des Beizbeckens (2)
ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querversetzung der Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) hintereinanderliegender Reihen
bis zu einem halben Teilungsabstand benachbarter Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Beizbecken (2) mit quer zur Bandlaufrichtung (R) verlaufenden, rohrförmigen
Elektroden (EL) für eine elektrolytische Bandbehandlung in den Elektroden (EL) die
Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) ausgebildet sind und die rohrförmigen Elektroden (EL) als
Zuleitung für die Beize zu den Flüssigkeitsdüsen dienen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Beizbecken (2) mit in Bandlaufrichtung (R) mit Abstand voneinander angeordneten
und quer zur Bandlaufrichtung (R) verlaufenden Elektroden (E) für eine elektrolytische
Bandbehandlung die Flüssigkeitsdüsen in in den Zwischenräumen zwischen den Elektroden
(E) angeordneten rohrförmigen Leisten (L) ausgebildet sind, über die die Beize zugeführt
wird.
6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die in Bandlaufrichtung (R) hintereinanderliegenden Reihen von Flüssigkeitsdüsen
(3a, 3b) zwischen sich zu den Bandrändern hin führende Abströmkanäle (A) für die Beize
bilden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß den Abströmkanälen (A) die Abströmung der Beize unterstützende Düsen (D) zugeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsdüsen (3a, 3b) einzeln oder gruppenweise zu- und abschaltbar sind.
9. Verfahren zum kontinuierlichen chemischen Entzundern von Metallband in einer Beize,
die das Metallband durchläuft, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bandoberfläche mit einer Vielzahl von solchen senkrecht gegen die Bandoberfläche
gerichteten und über sie verteilten Prallstrahlen beaufschlagt wird, daß sich rings
um den Auftreffpunkt des jeweiligen Prallstrahls ein Bereich mit schießender Strömung
bildet, wobei das Band auf seiner gesamten Breite gleichmäßig mit Beize beaufschlagt
ist.
1. A device for continuous chemical descaling of metal strip (1) in a pickling tank (2)
through which the metal strip (1) passes, characterised in that the tank (2) comprises a lower and an upper group of liquid nozzles (3a, 3b) for
the pickling liquid, designed as full jet nozzles, directed perpendicularly onto the
strip (1), with the respective liquid nozzles releasing an impact jet directed to
the metal strip, which forms an area with a gusting stream (SS) around its point of
impact; and that the liquid nozzles (3a, 3b) are arranged in several subsequent rows
aligned transversely to the direction of travel (R) of the strip.
2. A device according to claim 1, characterised in that the liquid nozzles (3a, 3b) are configured in the bottom (2a) and in the lid (2b)
of the pickling tank (2).
3. A device according to claim 1 or 2, characterised in that the transverse offset of the liquid nozzles (3a, 3b) in subsequent rows is up to
half the divisional spacing of adjacent liquid nozzles (3a, 3b).
4. A device according to one of the preceding claims, characterised in that with a pickling tank (2) with tubular electrodes (EL) aligned across the direction
of travel (R) of the strip, for electrolytic strip treatment the liquid nozzles (3a,
3b) are arranged in the electrodes (EL), and the tubular electrodes (EL) serve as
inlets for the pickling liquid to the liquid nozzles.
5. A device according to one of claims 1 to 3, characterised in that with a pickling tank (2) with electrodes (E) mutually spaces apart and aligned across
the direction of travel (R) of the strip, for electrolytic strip treatment the liquid
nozzles (3a, 3b) are arranged in the spaces between the electrodes (E), and the tubular
strips (L), through which the pickling liquid is supplied.
6. A device according to one of preceding claims, characterised in that the rows of liquid nozzles (3a, 3b) positioned one behind the other in the direction
of travel of the strip (R), form between themselves outflow channels (A) for the pickling
liquid, which channels lead to the margins of the strip.
7. A device according to claim 6, characterised in that nozzles (D) supporting the outflow of the pickling liquid are assigned to the outflow
channels (A).
8. A device according to one of the preceding claims, characterised in that the liquid nozzles (3a, 3b) can be switched on and off individually or in groups.
9. A process for continuos chemical descaling of metal strip in a pickling liquid through
which the metal strip passes, characterised in that a plural number of such impact jets directed perpendicularly to the surface of the
strip and distributed across the surface of the strip are applied to the surface of
the strip, such that around the point of impact of the respective impact jet, an area
with a gushing stream forms with pickling liquid being applied evenly to the strip
across its entire width.
1. Dispositif de décalaminage chimique en continu d'une bande métallique (1) dans une
cuve de décapage (2), que traverse la bande métallique (1), caractérisé en ce que la cuve (2) comprend un groupe inférieur et un groupe supérieur de buses (3a, 3b)
de projection de liquide pour le décapage, qui sont agencées sous la forme de buses
à jet à grand débit et sont orientées perpendiculairement à la bande (1), délivrent
chacune un jet d'impact dirigé sur la bande métallique et forment, au niveau de leur
point d'impact, une zone avec un écoulement de frappe (SS), et en ce que les buses à liquide (3a, 3b) sont disposées suivant plusieurs rangées disposées les
unes derrière les autres et s'étendant transversalement à la direction (R) de circulation
de la bande, les buses à liquide (3a, 3b) de rangées successives étant décalées les
unes par rapport aux autres, d'une rangée à l'autre, transversalement par rapport
à la direction (R) de circulation de la bande.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les buses à liquide (3a, 3b) sont montée dans le fond (2a) et au niveau du couvercle
(2b) de la cuve de décapage (2).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le décalage transversal des buses à liquide (3a, 3b) de rangées situées les unes
derrière les autres est égal jusqu'à la moitié de la distance de séparation de buses
à liquide voisines (3a, 3b).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans le cas d'une cuve de décapage (2) comportant des électrodes de forme tubulaire
(EL), qui s'étendent transversalement par rapport à la direction (R) de circulation
de la bande, pour un traitement électrolytique de la bande, les buses à liquide (3a,
3b) sont formées dans les électrodes (EL) et les électrodes de forme tubulaire (EL)
sont utilisées en tant que canalisation d'amenée du décapant aux buses à liquide.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que dans le cas d'une cuve de décapage (2) comportant des électrodes (E), qui sont disposées
à distance les unes des autres dans la direction (R) de circulation de la bande et
s'étendent transversalement par rapport à la direction (R) de circulation de la bande,
pour un traitement électrolytique de la bande, les buses à liquide sont formées dans
des baguettes de forme tubulaire (L), qui sont disposées dans les espaces intercalaires
entre les électrodes (E) et au moyen desquelles le décapant est amené.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rangées, disposées les unes derrière les autres dans la direction (R) de circulation
de la bande, de buses à liquide (3a, 3b) forment entre elles des canaux (A) d'évacuation
du décapant qui s'étendent en direction des bords de la bande.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que des buses (D), qui favorisent l'évacuation du décapant, sont associées aux canaux
d'évacuation (A).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les buses à liquide (3a, 3b) peuvent être activées et désactivées individuellement
ou par groupes.
9. Procédé de décalaminage chimique en continu d'une bande métallique dans un milieu
de décapage, que traverse la bande métallique, caractérisé en ce que la surface de la bande est chargée par une multiplicité de jets d'impact, qui sont
dirigés perpendiculairement sur la surface de la bande et sont répartis sur cette
surface, de telle sorte qu'autour du point d'impact de chaque jet d'impact respectif,
il se forme une zone avec un écoulement de frappe, la bande étant chargée uniformément,
sur toute sa largeur, par le décapant.