[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Faserstoffen für die Erzeugung
von Zellstoff, Papier oder Holzwerkstoffplatten unter Verwendung mindestens eines
Dicarbonsäuredialkylesters und/oder eines Fettsäurepolyol- mono, -di, -tri- und/oder
höhere Polyester und/oder Polyester- Polyether-Copolymeren sowie die aus diesen Faserstoffen
hergestellten Erzeugnisse wie Zellstoff, Papier und Holzwerkstoffplatten.
[0002] Faserstoffe bzw. Faserrohstoffe, wie mechanische Holzstoffe und Langfaser-Rohstoffe
und insbesondere Thermo-Mechanical Pulp (TMP) bzw. Chemi-Thermo-Mechanical Pulp (CTMP)
werden beim mechanischen Holzaufschluß durch Zerfasung von zerkleinerten Holzmaterialien
unter Separierung und Fibrillierung der Einzelfasern nach einer thermischen bzw. chemisch-thermischen
Vorbehandlung gewonnen (s. hierzu Römpp-Chemielexikon, 9. Auflage 1991, Seiten 3208
und 4345).
[0003] Aufgrund der größeren Faserlängen und Helligkeit ist TMP besser als Holzschliff zum
Ersatz von Zellstoff geeignet und wird deshalb auch aus Kostengründen bei der Herstellung
von Massendruckpapieren, wie Rotationsdruckpapier, Dünndruckpapier und Kartonagen
verwendet. Bei der Erzeugung der Halbzellstoffe ist man, wie bei der Zellstoffgewinnung,
bestrebt, den Stoffgehalt an Lignin und Hemicellulose durch Delignifizierung und/oder
oxidative bzw. reduktive Bleichverfahren zu senken, um die Vergilbung der mit diesen
Stoffen hergestellten Erzeugnisse herabzusetzen. Über die Bemühungen bei der Bleiche
von Holzstoffen wird von H.U-Süss und W.Eul im Wochenblatt für die Papierfabrikation
9 (1986) S. 320- 325 ausführlich berichtet. Dabei wird festgestellt, daß eine von
der Dosierung der Bleichchemikalien abhängige Vergilbung der Stoffe eintreten kann,
welche die Weißgradstabilisierung der Erzeugnisse beeinträchtigt. In DE 41 03 572
C2 wird als Variante der bekannten Alcell- bzw. Organocell-Verfahren die Delignifizierung
von Pflanzenfasermaterialien, insbesondere von Holzhackschnitzeln in der Weise durchgeführt,
daß die Hackschnitzel zuerst durchgehend mit Alkohol imprägniert werden, um eine faserschädigende
Wirkung des nachfolgenden Alkalizusatzes zu vermeiden.
[0004] In WO 94/12721 und WO 94/12722 werden Delignifizierungsprozesse unter Verwendung
von Peressigsäure und Komplexverbindungen mit anschließender Bleiche mittels Ozon
oder Natriumdithionit beschrieben, während nach DE 195 09 401 A1 mit Holzstoffen und
Sekundärfaserhalbstoffen eine mehrstufige Peroxidbleiche unter Druck durchgeführt
wird, wobei die verwendeten Komplexbildner die Wirkung des Perhydroxylanions gegenüber
im Faserinneren befindlichen Ligninchromophoren verbessern sollen.
[0005] Nach EP 553 649 B1 wird die Delignifizierung von Zellstoffpulp mit einem Gemisch
von Monoperschwefelsäure und Schwefelsäure unter anschließender Neutralisation durchgeführt.
[0006] Da die Verwendung von Chemikalien bei der Herstellung von CTMP zu Abwasserproblemen
führt, wird nach dem Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten nach EP 639 434
B1 darauf verzichtet, die Chemikalien nach dem Aufschluß zu entfernen.
[0007] Die Bleiche von ligninhaltigen Materialien mit Oxidationsmitteln unter Verwendung
von Hydroxylamin- und Hydroxamsäureverbindungen bzw. einer großen Zahl von Verbindungen
mit einer N-hydroxy-, Oxi-, N-Oxi- oder N, N'- Dioxi-Funktion werden in EP 717 143
A1 beschrieben, wobei Ester des 1-Hydroxybenztriazols, der Zimtsäure sowie der 4-tert.
Butylbenzoesäure als Verfahrenskomponenten benannt werden.
[0008] Zur Fixierung von Harzen werden nach WO 95/00704 weiterhin Anteile von Abbauprodukten
von nativer Stärke der Holzstoffsuspensionen zugesetzt, die jedoch im Stoffumlauf
leicht einem mikrobiologischen Abbau unterliegen, sofern nicht Gegenmaßnahmen getroffen
werden.
[0009] In ähnlicher Weise sollen nach DE 195 15 272 A1 durch Alkoxylierung von C10 - C22
- Carbonsäurederivaten und/oder C10 - C22-Carbonsäuren mit OH-Gruppen, z. B. aus Sojaoder
Leinöl hergestellte Produkte, zur Kontrolle des Absetzens von Harzen zugesetzt werden,
wobei die Harze nach diesem Verfahren in Zellstoff- und/oder Holzstoff-Suspensionen
bzw. Primärfaser-Suspensionen zur Vermeidung von Störungen im Prozessablauf der Primärfasern
wahrscheinlich in verbessertem Maße dispergiert werden sollen. Angaben zur Wirksamkeit
dieser Verbindungen werden nicht gemacht.
[0010] In der WO 94/29510 und der WO96/18770 werden zur Behandlung ligninhaltiger Materialien
Mehrfachkomponentensysteme aus Oxydationsmitteln und -katalysatoren sowie Mediatoren
aus der Gruppe der Hydroxylamine, Hydroxamsäuren, der aliphatischen, cycloaliphatischen,
heterocyclischen oder aromatischen Verbindungen mit N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi- oder
N,N-Dioxi-Funktionen und Comediatoren, die aromatische Alkohole, Carbonylverbindungen,
aliphatische Ether, Phenolether und/oder Olefine sind, enthalten, beschrieben.
[0011] Die bekannten Verfahren zur Herstellung von Holzstoffen sind demnach durch die Verwendung
einer Vielzahl von komplex wirkenden, verschiedenartigen Hilfsmitteln gekennzeichnet,
deren Anwendung abhängig von den eingesetzten Rohstoffen und Herstellungsbedingungen
umfangreich zu kontrollieren ist und deren Wirksamkeit begrenzt ist. Es bestand daher
die Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung von Faserstoffen zu finden, das ohne die
genannten Nachteile durchgeführt werden kann und bei dem Faserstoffe mit gleichwertigen
oder verbesserten Eigenschaften erhalten werden können.
[0012] Weiterhin bestand die Aufgabe, Mittel zur Verwendung bei der Herstellung Faserstoffen
zu finden, welche die Herstellung verbesserter Faserstoffe, insbesondere von TMP und
CTMP, sowie die Herstellung verbesserter oder preiswerterer Erzeugnisse auf der Basis
dieser Rohstoffe insbesondere auch unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte, wie
die Einschränkung der Verwendung von umweltbelastenden Chemikalien oder die Verwertung
von Rohstoffen minderer Qualität oder von Abfallrohstoffen ermöglichen.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Verwendung eines oder mehrerer Dicarbonsäuredialkylester
und/oder eines oder mehrerer Fettsäurepolyol-mono, -di, -triund/oder höhere Polyester
und/oder Polyester- Polyether-Copolymeren bei der imprägnierenden Vorbehandlung der
zerkleinerten Holzrohstoffe vor deren mechanischer Zerfaserung gelöst.
[0014] Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von Faserstoffen,
vorzugsweise von mechanischen Holzstoffen, wie Thermo-Mechanical Pulp (TMP) bzw. Chemi-Thermo-Mechanical
Pulp (CTMP) und Holzschliff, dadurch gekennzeichnet, daß vor der mechanischen Zerkleinerung
der Holzrohstoffe mindestens ein Dicarbonsäuredialkylester und/oder ein oder mehrere
Fettsäurepolyol-mono, -di, -triund/oder höhere Polyester und/oder Polyester- Polyether-
Copolymere zugesetzt werden.
[0015] Es wurde festgestellt, daß Dicarbonsäuredialkylester und/oder Fettsäurepolyol-mono,
-di, -triund/oder höhere Polyester und/oder Polyester- Polyether- Copolymere überraschenderweise
bei der Vorbehandlung von zerkleinerten Holz- und/oder Pflanzenmaterialien wirksam
sind und daß die damit erzeugten Primärfasern in stärkerem Maße vom anhaftenden Lignin,
von Harzanteilen und anderen Holzinhaltsstoffen gereinigt werden, so daß in höchster
Ausbeute Stoffe mit verbesserten optischen Eigenschaften erhalten werden. Erfindungsgemäß
werden insbesondere die Helligkeit, Weiße, die Farbtönung und die Farbsättigung der
mechanischen Holzstoffe verbessert, ohne daß die übrigen Eigenschaften insbesondere
die Festigkeitseigenschaften der Faserstoffe beeinträchtigt werden.
[0016] Bevorzugt werden als Dicarbonsäuredialkylester die Dicarbonsäure-dialkyl- und/oder
- diisoalkylester von C2 - C12 Dicarbonsäuren mit C1 - C13 n- und/oder iso-alkanolen,
wie Di-n-butyloxalat, Di-n-butylmalonat, Di-n-butylsuccinat, Di-n-butylglutarat, Di-n-butyladipat,
Di-n-butylsuberat, Di-n-butylsebacat, Dimethyladipat, Diethyladipat, Di-n-propyladipat,
Diisopropyladipat, Diisobutyladipat, Di-tert-butyladipat, Di-isoamyladipat, Di-n-hexyladipat,
Di-(2-ethylbutyl)adipat, Di-(2-ethylhexyl)adipat, Diisodecyladipat, Dimethylphthalat,
Diethylphthalat, Di-n-butylphthalat, Diisobutylphthalat, Di-(2-ethylhexyl)phthalat
und Diisodecylphthalat sowie die Diester der C9 -Dicarbonsäure (Trimethyladipinsäure)
und der Dodecandicarbonsäure verwendet.
[0017] Ebenso werden bevorzugt die Ester von gesättigten und/oder ungesättigten C8 bis C18-Fettsäuren
mit mehrwertigen Alkanolen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Glykol-, Trimethylolpropan-,
Glycerin-, Sorbitol- und Sorbitanester der genannten Fettsäuren, z. B. Glycerinmono-
und/oder Glycerindi- und/oder Glycerintrifettsäureester, Sorbitolmono- und - difettsäureester
und Sorbitanmono- und/oder Sorbitandifettsäureester und/oder Sorbitantrifettsäureester
verwendet.
[0018] Weiterhin haben sich überraschenderweise sogenannte Schmutzlöseagentien, die bisher
zur Reinigung oder Soil-Releaseagentien-Ausrüstung von Synthesefasern verwendet wurden,
insbesondere Polyester-Polyether-Copolymere, wie beispielsweise Polyethylenterephthalat
und/oder Polyoxyethylenterephthalat-Copolymere als erfindungsgemäß zu verwendende
Mittel erwiesen.
[0019] Vorzugsweise werden erfindungsgemäß die Ester der Adipinsäure bzw. Ester des Sorbitans
verwendet und besonders bevorzugt die Adipinsäureester von C1 bis C6 n- und/oder iso-Alkanolen,
wie Dimethyladipat, Diethyladipat, Di-n-isopropyladipat und Diisopropyladipat, Di-n-butyladipat
und/oder Diisobutyladipat, sowie die gemischten Ester der genannten Dicarbonsäuren
und Alkanole, Glycerintrioleat und Sorbitanmonooleat.
[0020] Die genannten Ester werden allein oder als Mischung in einer Menge von 0,001- 5,00
Gew.%, vorzugsweise 0,01 - 2,0 Gew.% und besonders bevorzugt 0,01 - 1,0 Gew.%, bezogen
auf die Holzmengen und/oder Pflanzenmenge direkt als Substanz oder in gelöster oder
in dispergierter flüssiger Form eingesetzt. Die Ester werden direkt oder als verdünnte
oder konzentrierte wasserhaltige oder wasserfreie Lösung oder in Form von wasserhaltigen
Dispersionen verwendet. Geeignete Lösungsmittel sind n- und iso-Alkanole, flüssige
Kohlenwasserstoffe und Aceton. Die Ester können allein oder in Kombination mit solchen
wasserlöslichen oder wasserunlöslichen Lösungsmitteln zu Emulsionen dispergiert zum
Einsatz gelangen, wobei nicht-ionogene, ionische und amphotere, insbesondere nichtionische
und anionische Tenside als Emulgatoren verwendet werden.
[0021] Geeignete nichtionische Emulgatoren sind beispielsweise Oxalkylether, vorzugsweise
Oxethylate und/oder endständig blockierte Oxethylate von Fettalkoholen und Fettsäuren
bzw. Ölen. Als anionische Emulgatoren sind Alkyl- und/oder Arylsulfonate, α-Olefinsulfonate,
α-Sulfofettsäureester, Sulfobernsteinsäureeester sowie Alkylsulfate und Ethersulfate
sowie carboxymethylierte Oxethylate und Seifen. Die Herstellung der erfindungsgemäß
zu verwendenden, vorzugsweise stabilen Emulsionen ist bekannt. Beispielsweise wird
die hydrophobe Phase, welche die Esterkomponente enthält, in die wässrige emulgatorhaltige
Phase eingetragen und unter Rühren oder Umpumpen dispergiert.
[0022] Die vorstehend aufgeführten erfindungsgemäßen Dicarbonsäuredialkylester und/oder
Fettsäurepolyol- mono- und/oder - polyester und/oder Polyester- Polyether- Copolymere
können zusammen mit weiteren Komponenten, und zwar flüssigen Derivaten von pflanzlichen
oder tierischen Ölen oder Fetten, wie Rapsölmethylester, Rübölmethylester, Palmölmethylester,
Sojaölmethylester und Talgfettmethylester und synhetischen Esterölen eingesetzt werden.
Vorzugsweise erfolgt die Zugabe der genannten Ester in Form einer wässrigen, konzentrierten
oder verdünnten Dispersion, die ggf. unter Zusatz von nichtionogenen, anionischen
oder kationischen Tensiden, allein oder in Kombination mit wasserlöslichen oder wasserunlöslichen
Lösungsmitteln, in bekannter Weise hergestellt werden.
[0023] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel können auch beim Aufschluß von Rohstoffen
auf der Basis anderer geeigneter Pflanzenmaterialien, z. B. von Getreide-Stroh oder
beim Aufschluß von Langfaser-Rohstoffen aus Schilf, Rohr, Teilen von Ölpalmen und/oder
anderen C4-Pflanzen, insbesondere vor der mechanischen Zerfaserung im Refiner verwendet
werden, aus denen beispielsweise Holzwerkstoff-Faserplatten erzeugt werden.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren ist zur Herstellung von Faserstoffen, insbesondere
zur Herstellung von TMP, CTMP und Holzschliff und daneben zur Herstellung von Refinerholzstoff
(Refiner-Mechanical Pulp) sowie durch chemische Vorbehandlung hergestellten Refinerholzstoff
(Chemical-Refiner-Mechanical Pulp) geeignet.
[0025] Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden als Ausgangsmaterialien vorzugsweise zerkleinerte
Hölzer, insbesondere Holzhackschnitzel von Nadel- oder Laubhölzern in frischem oder
gelagertem Zustand verwendet. Ebenso sind Hackschnitzel von Sägewerksabfällen oder
anderen Holzabfällen oder von Bruchhölzern geeignet. Die genannten Rohstoffe können
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auch zusammen mit anderen Faserstoffen, z.B.
Altpapierstoffen verarbeitet werden.
[0026] Die Herstellung der mechanischen Holzstoffe mit hoher Ausbeute erfolgt unter bekannten
Verfahrensbedingungen, wobei die Hackschnitzel nach Vordämpfung und gleichmäßiger
Durchfeuchtung dem Imprägnator zugeführt werden. Dort erfolgt beispielsweise erfindungsgemäß
die Zugabe mindestens eines Dicarbonsäuredialkylesters und/oder eines oder mehrerer
Fettsäurepolyol-mono, -di, -tri- und/oder höhere Polyester und/oder Polyethylenterephthalat-
und/oder Polyoxyethylenterephthalat-Copolymerer separat oder zusammen mit Wasser und
ggf. einer weiteren Imprägnierflüssigkeit. Unter Kompression werden die Hackschnitzel
gleichmäßig imprägniert und nach 1 - 60 min, vorzugsweise 15 - 30 min dauernder oder
kurzzeitiger, 1 - 10 min, vorzugsweise 1 - 5 min andauernder Vorwärmung auf 110 -
180 °C, vorzugsweise 140 - 170 °C der ersten Refinerstufe zugeführt, in der wiederum
unter Druck zwischen den Mahlscheiben unter vorgegebenen Lastaufnahmebedingungen die
Seperierung zu Einzelfasern und Defibrierung/Fibrilierung erfolgt. Der Refinerstoff
wird dann nach Passieren der Mahlzone und Dampfabtrennung ggf. einer Refinernachmahlung
in einer 2. Refinerstufe zugeführt. In dieser Stufe oder separat, z. B. in einem dampfbeheizten
Stofflöser kann üblicherweise zusätzlich eine Behandlung mit Chemikalien, z. B. eine
Latenzbeseitigung sowie die Bleiche des Holzstoffes vorgenommen werden.
[0027] Die Zugabe der erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel muss vor der eigentlichen mechanischen,
unter Zerfaserung erfolgenden Erschließung des Holzstoffs bzw. der Pflanzenmaterialien
erfolgen, beispielsweise bei der Holzschliffherstellung separat oder zusammen mit
dem in die Schleifzone eingebrachten Wasser.
[0028] Durch den erfindungsgemäßen Zusatz der Dicarbonsäuredialkylester und/oder eines oder
mehrerer Fettsäurepolyol-mono, -di, -tri- und/oder höhere Polyester und/oder Polyester-Polyether-,
bevorzugt Polyethylenterephthalat- und/oder Polyoxyethylenterephthalat-Copolymerer
wird nach der 1. Refinerstufe ein Holzstoff mit erhöhter Helligkeit und Weiße erhalten.
Der mechanische Holzstoff kann zusätzlich einer Bleiche unterworfen werden, wobei
die Steigerung der Helligkeit und Weiße bei gleichbleibender Opazität ebenso wie die
Festigkeiten der Fasern, insbesondere die Werte der Reißlänge, der Reißarbeit und
Bruchlast ganz oder annähernd erhalten bleiben. Der Ligningehalt des Stoffes wird
bei erfindungsgemäßer Verwendung der genannten Ester um ca. 1 Gew.% gesenkt. Bei der
erfindungsgemäßen Verwendung der Mittel zusammen mit Pflanzenölderivaten, wie beispielsweise
Rapsölmethylester, wird ein erhöhter Wert des Holzextraktes festgestellt.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch in der Weise durchgeführt werden, daß unter
Beibehaltung der bisher erreichbaren Helligkeitswerte und Weißgrade auf die zusätzliche
Bleichung verzichtet wird oder in der Weise, daß die Bleiche unter deutlicher Einsparung
der Chemikalienmenge vorgenommen wird. Auf diese Weise kann insbesondere eine nachträgliche
Vergilbung der Faserstoffe durch den Zusatz von Alkalien vermieden werden. Weiterhin
können die erfindungsgemäß zu verwendenden Dicarbonsäuredialkylester und/oder ein
oder mehrere Fettsäurepolyol-mono, -di, -tri- und/oder höhere Polyester und/oder Polyethylenphthalat-
und/oder Polyoxyethylenterephthalat-Copolymere als Mittel zur chemischen Behandlung
von Holzhackschnitzel verwendet werden, aus denen nach den bekannten Verfahren Zellstoffe
oder Holzwerkstoffplatten oder deren Vorprodukte hergestellt werden.
[0030] Die folgenden Beispiele belegen in ergänzender Weise die Erfindung:
Beispiel 1 - 3
[0031] Die Herstellung von TMP erfolgte in einer Anlage zur Erzeugung von Hochausbeutefaserstoffen
mit folgenden Kenndaten:
| Durchsatzmengen |
40 - 65 kg otro/h |
| Volumen des Vorwärmers |
110 dm3 (11 m3) |
| Imprägnatorvolumen |
15 dm3 (1,5 m3) |
1. Refinerstufe:
[0032]
- Antriebsleistung 160 kw
- Drehzahl 1800 - 3600 U min-1
Mahlgamitur-Durchmesser 300 mm
2. Refinerstufe:
[0033]
- Antriebsleistung 160 kw
- Drehzahl 1485 U min-1
[0034] Die Versuche wurden bei einer Refinerdrehzahl von 3000 U min
-1 bei 143 °C und einem Druck von 0,35 bar durchgeführt, wobei der spezifische Energieeintrag
zur Vergleichbarkeit der Stoffeigenschaften bei Zugabe der Mittel durch Veränderung
des Mahlspaltes an den Nullpunkt angeglichen wurde, während die Leistung, die Drehzahl
sowie die Temperatur- und Druckwerte und der Durchsatz konstant blieben.
[0035] 40 kg vorsortierte Hackschnitzel mit einem Feuchteanteil von mindestens 30 Gew.%,
bezogen auf otro Holzsubstanz, wurden jeweils im Hackschnitzeltrichter durch Vordämpfen
entlüftet, gleichmäßig durchgefeuchtet und nach einer Verweilzeit von ca. 15 min über
Förderschnecken zum Imprägnator gebracht, wobei die Hackschnitzel unter Kompression
ausgepresst und unter kontinuierlicher Zudosierung der Imprägnierflüssigkeit aus einem
Vorlagebehälter auf eine gleichmäßige Imprägnierung eingestellt. Als Imprägniermittel
wurden Di-n-butyladipat, Glycerintrioleat sowie Glycerintrioleat in Kombination mit
Rapsölmethylester im Mengenverhältnis 1 : 1, verwendet, die im Zustand einer wässrigen
Emulsion bestehend aus 14 Gew.% des Mittels und 8 Gew.% eines nichtionogenen Emulgiermittels
auf der Basis eines ethoxylierten Fettalkohols bzw. eines hochethoxyethylierten Pflanzenöls
eingesetzt. Die verwendete Menge betrug jeweils 2,8 g/kg Hackschnitzel. Im Vorwärmer
wurden sie kurzfristig während ca. 20 min einer Weiterbehandlung bei Temperaturen
zwischen 110 und 160 °C ausgesetzt und danach über 2 Förderschnecken der 1. Refinerstufe
vom Typ CD 300 zugeführt. Der entstandene Refinerstoff wurde nach Verlassen der Mahlzone
zu einem Zyklon geblasen, wo die Trennung von Dampf und Faserstoff erfolgte. Eine
Teilmenge des erzeugten TMP wurde bei einer Stoffdichte von 10 Gew.%, einer Bleiche
(Beutelbleiche) unter Verwendung von 1,8 % Wasserglas, 0,5 % Komplexbildner, 1,8 %
NaOH und 3,8 % H
2O
2 (die Gewichtsprozentangaben beziehen sich jeweils auf die eingesetzte Holzstoffmenge)
unterworfen. Der gebleichte Stoff wurde gewaschen und mit SO
2 auf einen pH-Wert im Bereich von 8,0 - 8,5 abgesäuert.
[0036] Die Beurteilung der optischen Eigenschaften erfolgte durch Blattbildung nach Rapid-Köthen.
Hierzu wurden beispielsweise 500 g TMP (ca. 20 Gew.% Trockensubstanz) in 10 l Leitungswasser
im Pulper aufgeschlagen. Pro Blatt betrug die Stoffeinwaage 375 g.
[0037] Tabelle 1 enthält die Herstellungsdaten und die Daten des erzeugten TMP wobei die
Abkürzungen bedeuten:
| Wspez |
spez. Energieentrag |
| Mahl |
Mahlgrad |
| EWZ |
Entwässerungszeit |
| TP2 |
die Angabe der mittleren Faserlauge (ausgehend von 3 mm entsprechend 100 %) |
| R |
Splittergehalt |

[0038] Tabelle 2 enthält die Daten der optischen Eigenschaften des ungebleichten und gebleichten
TMP.
Tabelle 2
| |
Helligkeit % |
Weiße |
Farbton |
Sättigung |
Opazität % |
| ungebleicht |
| Vergleich 1 |
61,2 |
46,6 |
2,13 |
1,58 |
92,0 |
| Beispiel 1 |
64,2 |
48,6 |
2,10 |
1,61 |
90,7 |
| Beispiel 2 |
64,0 |
48,0 |
2,09 |
1,66 |
90,0 |
| Beispiel 3 |
64,7 |
49,1 |
2,08 |
1,61 |
91,3 |
| gebleicht |
| Vergleich 1 |
68,1 |
50,2 |
1,94 |
1,75 |
86,4 |
| Beispiel 1 |
71,2 |
53,9 |
1,82 |
1,63 |
86,9 |
| Beispiel 2 |
72,3 |
54,6 |
1,79 |
1,65 |
86,1 |
| Beispiel 3 |
72,2 |
55,3 |
1,80 |
1,58 |
87,4 |
[0039] Die Daten der Beispiele zeigen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Mittel die
Helligkeit und die Weiße um 3 - 4 Punkte ansteigen. Die Steigerung gegenüber dem Vergleichsmuster
bleibt, ebenso wie die Opazität, erhalten, wenn zusätzlich eine Bleiche des TMP durchgeführt
wird.
[0040] Nach der vorgeschriebenen Verfahrensweise wurden weitere Proben von TMP hergestellt.
Hierbei wurden verwendet:
| in Beispiel |
4 |
Di-n-butyladipat |
Menge |
5,6 kg/t |
| |
5 |
Di-n-butyladipat und Rapsölmethylester (1 : 1) |
|
5,6 kg/t |
| |
6 |
Glycerintrioleat |
|
5,6 kg/t |
| |
7 |
Sorbitanmonooleat |
|
5,6 kg/t |
| |
8 |
Polyester/Polyether-Copolymer (Schmutzlöse-PES-ET 1/30 Hüls AG) |
|
5,6 kg/t |
| |
9 |
Glycerintrioleat |
|
2,8 kg/t |
| |
10 |
Glycerintrioleat |
|
1,4 kg/t |
[0041] Die Beurteilung der TMP-Werte erfolgte widerum nach Blattbildung in der angegebenen
Weise. Die Daten sind in der Tabelle 3 zusammengefaßt.
Tabelle 3
| Beispiel |
Vergleich 2 |
4
40 g/kg |
5 |
6
40 g/kg |
7
40 g/kg |
8
40 g/kg |
9
20 g/kg |
10
10 g/kg |
| Weißgrad (457 nm) + UV |
39,9 |
45,1 |
46,4 |
46,0 |
46,5 |
44,3 |
45,8 |
46,0 |
| Remission (%) Helligkeit |
53,7 |
59,5 |
61,3 |
60,7 |
61,0 |
58,7 |
59,8 |
60,1 |
| Farbton C/2° gelb |
2,23 |
2,09 |
2,04 |
2,06 |
2,05 |
2,09 |
2,09 |
2,10 |
| Sättigung C/2° |
1,70 |
1,61 |
1,61 |
1,61 |
1,57 |
1,63 |
1,56 |
1,56 |
[0042] Weiterhin wurde jeweils eine Testmenge des nach den Beispielen 4 - 10 erhaltenen
TMP, wie oben angegeben, einer Bleiche unterworfen. Danach wurden 300 g des Stoffs
von ca. 20 % TS mit Leitungswasser auf 10 % TS (Trockensubstanz) verdünnt und zur
Blattbildung 30 s mit einem Mixstab gerührt. Die Daten sind in Tabelle 4 zusammengefaßt.
Tabelle 4
| Beispiel |
|
Vergleich 2 |
4
40 g/kg |
5 |
6
40 g/kg |
7
40 g/kg |
8
40 g/kg |
9
20 g/kg |
10
10 g/kg |
| Weißgrad |
sofort |
39,7 |
46,6 |
46,1 |
46,9 |
46,3 |
44,3 |
46,2 |
46,8 |
| 24 h/80°C |
40,3 |
44,8 |
44,7 |
45,2 |
44,6 |
43,5 |
45,1 |
44,3 |
| 3,5 h/60°C |
48,6 |
53,9 |
55,0 |
54,7 |
54,9 |
52,7 |
54,8 |
53,4 |
| Remission= Helligkeit |
sofort |
54,7 |
62,1 |
61,6 |
62,3 |
61,6 |
59,4 |
61,3 |
61,4 |
| 24 h/80°C |
56,9 |
61,5 |
61,5 |
62,0 |
61,3 |
60,0 |
61,5 |
60,4 |
| 3,5 h/60°C |
66,6 |
71,9 |
73,1 |
72,4 |
72,9 |
70,3 |
72,3 |
70,8 |
| Farbton C/2° |
sofort |
2,10 |
1,99 |
2,01 |
2,00 |
2,01 |
2,04 |
2,02 |
2,05 |
| 24 h/80°C |
2,19 |
2,11 |
2,09 |
2,07 |
2,09 |
2,13 |
2,10 |
2,12 |
| 3,5 h/60°C |
1,95 |
1,86 |
1,81 |
1,83 |
1,85 |
1,89 |
1,81 |
1,90 |
| Sättigung C/2° |
sofort |
1,83 |
1,66 |
1,68 |
1,65 |
1,65 |
1,70 |
1,64 |
1,58 |
| 24 h/80°C |
1,92 |
1,80 |
1,82 |
1,80 |
1,81 |
1,82 |
1,77 |
1,77 |
| 3,5h/60°C |
1,80 |
1,68 |
1,66 |
1,64 |
1,66 |
1,68 |
1,63 |
1,64 |
[0043] Die Werte der Tabellen 3 und 4 weisen aus, daß eine deutliche Verbesserung des Weißgrades,
der Helligkeit, des Farbtons und der Sättigung erreicht werden.
1. Verfahren zur Herstellung von Faserstoffen aus zerkleinerten Holzrohstoffen und/oder
Pflanzenmaterialien, wobei vor der mechanischen Zerfaserung eine imprägnierende Vorbehandlung
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die zerkleinerten Holzrohstoffe und/oder Pflanzenmaterialien unter Zugabe eines oder
mehrerer Mittel ausgewählt aus Dicarbonsäuredi(iso)alkylestem, Estern von gesättigten
und/oder ungesättigten C8 bis C18-Fettsäuren mit mehrwertigen Alkanolen mit 2 bis
6 Kohlenstoffatomen und Polyester-Polyether-Copolymeren imprägniert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Mittel in einer Menge von 0,005 bis 5,0 Gew.%, vorzugsweise 0,01 bis
2,0 Gew.% und besonders bevorzugt 0,01 bis 1,0 Gew.%, bezogen auf die eingesetzte
Holz- und/oder Pflanzenmenge, zugesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstoff ein mechanischer Holzstoff, vorzugsweise eine ThermoMechanische Pulpe,
Chemi-Thermo-Mechanische Pulpe oder Holzschliff ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstoff ein Langfaserrohstoff aus Schilf, Rohr, Teilen von Ölpalmen und anderen
C4-Pflanzen ist.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Dicarbonsäuredi(iso)alkylester die Adipinsäureester von C1 bis C6 n- und/oder
iso-Alkanolen eingesetzt werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Ester von gesättigten und/oder ungesättigten C8 bis C18-Fettsäuren mit mehrwertigen
Alkanolen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen die jeweiligen Ester mit Glykol, Trimethylolpropan,
Glycerin, Sorbitan und Sorbitol, vorzugsweise Sorbitanmonostearat und/oder Glycerintrioleat,
eingesetzt werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyester-Polyether-Copolymeres Polyethylenterephthalat-Polyoxyethylenterephthalat-
oder Polyoxyethylenterephthalat-Copolymeres eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Mittel in Form einer wässrigen Emulsion zugesetzt werden.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Mittel zusammen mit einem oder mehreren Derivaten pflanzlicher oder
tierischer Öle in einer Menge von 0,001 bis 5,0 Gew.%, vorzugsweise 0,01 bis 2,0 Gew.%,
besonders bevorzugt 0,01 bis 1,0 Gew.%, bezogen auf die eingesetzte Holz- und/oder
Pflanzenmenge zugesetzt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Derivate von pflanzlichen oder tierischen Ölen Rapsölmethylester, Palmölmethylester,
Sojaölmethylester, Rübölmethylester und/oder Talgfettmethylester und/oder synthetische
Esteröle eingesetzt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß an die Imprägnierung eine Bleiche durchgeführt wird.
12. Verwendung eines oder mehrerer Mittel ausgewählt aus Dicarbonsäuredi(iso)alkylestern,
Estem von gesättigten und/oder ungesättigten C8 bis C18-Fettsäuren mit mehrwertigen
Alkanolen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und Polyester-Polyether-Copolymeren zur Imprägnierung
von zerkleinerten Holzrohstoffen und/oder Pflanzenmaterialien vor deren mechanischer
Zerfaserung.
13. Verwendung eines oder mehrerer Mittel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyester-Polyether-Copolymeres Polyethylenterephthalat-Polyoxyethylenterephthalat-
oder Polyoxyethylenterephthalat-Copolymeres eingesetzt wird.
1. A process for the production of fibrous materials from comminuted woody raw materials
and/or plant materials, wherein an impregnating pretreatment proceeds prior to mechanical
disintegration, characterised in that the comminuted woody raw materials and/or plant materials are impregnated with the
addition of one or more agents selected from dicarboxylic acid di(iso)alkyl esters,
esters of saturated and/or unsaturated C8 to C18 fatty acids with polyhydric alkanols
having 2 to 6 carbon atoms and polyester/polyether copolymers.
2. A process according to claim 1, characterised in that the agent or agents is/are added in a quantity of 0.005 to 5.0 wt.%, preferably of
0.01 to 2.0 wt.% and particularly preferably of 0.01 to 1.0 wt.%, relative to the
introduced quantity of wood and/or plant material.
3. A process according to claim 1 or 2, characterised in that the fibrous material is a mechanical woodpulp, preferably a thermomechanical pulp,
chemithermomechanical pulp or groundwood pulp.
4. A process according to claim 1 or 2, characterised in that the fibrous material is a long-fibre raw material prepared from reed, cane, parts
of oil palms and other C4 plants.
5. A process according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that the dicarboxylic acid di(iso)alkyl esters which are used are the adipic acid esters
of C1 to C6 n- and/or iso-alkanols.
6. A process according to one or more of claims I to 4, characterised in that the esters of saturated and/or unsaturated C8 to C18 fatty acids with polyhydric
alkanols having 2 to 6 carbon atoms which are used are the respective esters with
glycol, trimethylolpropane, glycerol, sorbitan and sorbitol, preferably sorbitan monostearate
and/or glycerol trioleate.
7. A process according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that the polyester/polyether copolymer which is used is polyethylene terephthalate/polyoxyethylene
terephthalate copolymer or polyoxyethylene terephthalate copolymer.
8. A process according to one or more of claims 1 to 7, characterised in that the agent or agents is/are added in the form of an aqueous emulsion.
9. A process according to one or more of claims 1 to 8, characterised in that the agent or agents is/are added together with one or more derivatives of vegetable
or animal oils in a quantity of 0.001 to 5.0 wt.%, preferably of 0.01 to 2.0 wt.%,
particularly preferably of 0.01 to 1.0 wt.%, relative to the introduced quantity of
wood and/or plant material.
10. A process according to claim 9, characterised in that the derivatives of vegetable or animal oils which are used are rapeseed oil methyl
ester, palm oil methyl ester, soya oil methyl ester, colza oil methyl ester and/or
tallow methyl ester and/or synthetic ester oils.
11. A process according to one of claims 1 to 10, characterised in that, after impregnation, a bleaching operation is performed.
12. Use of one or more agents selected from dicarboxylic acid di(iso)alkyl esters, esters
of saturated and/or unsaturated C8 to C18 fatty acids with polyhydric alkanols having
2 to 6 carbon atoms and polyester/polyether copolymers for the impregnation of comminuted
woody raw materials and/or plant materials prior to mechanical disintegration thereof.
13. Use of one or more agents according to claim 12, characterised in that the polyester/polyether copolymer which is used is polyethylene terephthalate/polyoxyethylene
terephthalate copolymer or polyoxyethylene terephthalate copolymer.
1. Procédé de fabrication de matières fibreuses à partir de bois broyés et / ou de matières
végétales, par lequel on effectue avant le défibrage mécanique un pré-traitement imprégnant
, caractérisé en ce qu'on imprègne les bois broyés et / ou les matières végétales en ajoutant un ou plusieurs
agent choisis parmi les di(iso)alkylesters de l'acide dicarboxylique, les esters des
acides gras saturés et / ou non saturés de C8 à C18 avec des alcanoles polyvalents
avec 2 à 6 atomes de carbone et les copolymères de polyester /polyéther.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on ajoute le ou les agents à une quantité de 0,005 à 5,0 % en poids, de préférence
de 0,01 à 2,0 % en poids et de préférence , particulièrement de 0,01% à 1,0 % en poids
par rapport à la quantité de bois et / ou de végétaux.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la matière fibreuse est un bois broyé de façon mécanique , de préférence une pâte
ou une pulpe thermo-mécanique ou chimio-thermo-mécanique.
4. Procédé selon 1a revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la matière fibreuse est une matière brute en fibre longue de roseaux, de tiges, de
parties de palmiers à huile et d'autres plantes C4.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on emploie comme di(iso)alkylester de l'acide dicarboxylique, des esters de l'acide
adipique et / ou des n- ou iso-alcanoles de C1 à C6.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on emploie comme esters des acides gras saturés et / ou non saturés de C8 à C18 avec
des alcanoles polyvalents contenant 2 à 6 atomes de carbone, des esters respectifs
contenant du glycol, du triméthylpropane, de la glycérine, du sorbitane et du sorbitole,
de préférence du monostéarate de sorbitane et / ou du triostéarate de glycérol.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on emploie comme copolymères de polyester / polyéthylène des copolymères de polyéthylène
téréphtalate / polyoxyéthylène térephtalate ou des copolymères de polyoxyéthylène
téréphtalate.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on ajoute le ou les agents sous la forme d'une solution aqueuse.
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'on ajoute le ou les agents ensemble avec un ou plusieurs dérivés d'huiles végétales
ou animales dans une quantité de 0,005 à 5,0 % en poids, de préférence de 0,01 à 2,0
% en poids et de préférence particulièrement de 0,01% à 1,0 % en poids par rapport
à la quantité de bois et / ou de végétaux utilisés.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'on emploie comme dérivés d'huiles végétales ou animales, des méthylesters de l'huile
de colza, des méthylesters de l'huile de palmier, des méthylesters de l'huile de soja,
des méthylesters de l'huile de navette et / ou des méthylesters de stéarine et / ou
des huiles d'ester synthétiques.
11. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'on blanchit après l'imprégnation.
12. Utilisation d'un ou plusieurs agents choisis parmi les di(iso)alkylesters de l'acide
dicarboxylique, des esters d' acides gras saturés et/ou non saturés de C8 à C18 avec
des alcanoles polyvalents contenant 2 à 6 atomes de carbone et des copolymères de
polyester / polyéther pour imprégner des bois broyés et des matières végétales avant
leurs défibrage mécanique.
13. Utilisation d'un ou plusieurs agents selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'on emploie comme copolymères de polyester / polyéthylène des copolymères de polyéthylène
téréphtalate / polyoxyéthylène térephtalate ou des copolymères de polyoxyéthylène
téréphtalate.