[0001] Die Erfindung betrifft eine Walze mit einem Kern, der einen elastischen Belag aufweist,
der sich über eine Arbeitsbreite erstreckt, und mit Walzenzapfen an den stirnseitigen
Enden des Kerns. Die Erfindung betrifft auch einen Kalander mit mehreren derartigen
Walzen. Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer Walze mit
einem Kern, der einen elastischen Belag aufweist, der sich über eine Arbeitsbreite
erstreckt, und mit Walzenzapfen an den axialen Enden der Walze.
[0002] Eine Walze der eingangs genannten Art wird in der Regel als Mittelwalze in einem
Walzenstapel eines Kalanders eingesetzt. Sie wird auch als weiche oder elastische
Kalanderwalze bezeichnet, weil der Belag eine Oberfläche der Walze schafft, die bis
zu einem gewissen Grad nachgiebig ist. Eine derartige Kalanderwalze wirkt in der Regel
mit einer "harten" Walze zusammen, um eine Papierbahn oder eine andere Materialbahn
zu satinieren.
[0003] Die harte Walze ist hierbei in der Regel beheizt, so daß die Papierbahn in dem zwischen
der weichen und der harten Walze gebildeten Nip oder Walzenspalt mit erhöhtem Druck
und mit erhöhter Temperatur beaufschlagt werden kann. Der elastische Belag dient hierbei
vor allem zur gleichmäßigen Verdichtung der Papierbahn.
[0004] Die Arbeitsbreite einer derartigen Kalanderwalze entspricht im wesentlichen der Breite
der zu behandelnden Materialbahn. Außerhalb der Arbeitsbreite kann sich der Belag
konisch verjüngen. Diese Verjüngung erstreckt sich größenordnungsmäßig über eine axiale
Länge im Bereich von etwa 20 bis 100 mm. Damit soll verhindert werden, daß der nicht
von einer Papierbahn abgedeckte Belag mit der Gegenwalze in Berührung kommt und beschädigt
wird. Für die weitere Betrachtung wird nur der Arbeitsbereich des Belags als Arbeitsbreite
bezeichnet.
[0005] Es hat sich nun herausgestellt, daß einige Walzen im Betrieb beschädigt werden, weil
der Belag reißt oder bricht. Dieser Schaden tritt auch bei solchen Belägen auf, die
eine Temperaturfestigkeit oder -beständigkeit haben, die die Temperaturen im Betrieb
eigentlich aushalten müßte.
[0006] EP 0 796 946 A1 zeigt eine Walze der eingangs genannten Art, bei der die Zapfenbereiche
entweder isoliert sind oder beheizt werden können, um eine Temperaturdifferenz zum
Ballenbereich zwischen den Zapfenbereichen nicht zu groß werden zu lassen.
[0007] WO 97/15721 A1 zeigt eine Durchbiegungseinstellwalze, die an ihren Enden über hydraulisch
versorgte Gleitlager auf einem Träger abgestützt ist. Die den Gleitlagern zugeführte
hydraulische Flüssigkeit wird geregelt, insbesondere auf Temperatur und/oder Durchfluß,
um eine übermäßige Erwärmung der Walzenenden zu vermeiden.
[0008] DE 30 14 891 A1 zeigt eine Vorrichtung mit einer mittels eines Wärmeträgers temperaturgeregelten
Hohlwalze. Die Walze weist mehrere Verdrängerkörper auf, die mit dem Walzenmantel
Spalte bilden, durch die ein Wärmeträgerfluid geleitet werden kann.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Beanspruchung des Belags zu verringern.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer Walze der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
eine Temperiereinrichtung vorgesehen ist, die die Zapfenbereiche und einen Ballenbereich
zwischen den Zapfenbereichen beaufschlagt, wobei die Temperiereinrichtung die Zapfenbereiche
thermisch anders beaufschlagt als den Ballenbereich.
[0011] Auf eine derartige Walze wirken im Betrieb verschiedene Einflußgrößen von außen.
Eine Einflußgröße ist die von außen zugeführte Wärme. Diese entsteht zum einen durch
die Rollreibung der Beläge im Walzenspalt oder Nip. Ein Großteil der Wärme wird auch
durch die von der Gegenwalze beheizten Papierbahn an die elastische Walze übertragen.
Schließlich ergibt sich noch eine Wärmezufuhr durch die Walkarbeit des Belages. Das
gleiche gilt natürlich auch bei der Verwendung der Walze zum Bearbeiten anderer Materialbahnen,
beispielsweise Folien aus Kunststoff oder Metall oder von Kartonbahnen. Axial außerhalb
des Belages sieht die Wärmebilanz anders aus. Hier fehlt die Wärmezufuhr durch Reibung
und Walkarbeit und die Wärmeübertragung durch die beheizte Papieroder Materialbahn.
Dafür erfolgt hier in stärkerem Maße eine Wärmeabstrahlung durch die vom Belag nicht
abgedeckten Bereiche des Kerns. Daraus ergibt sich, daß sich im Ballenbereich, also
im Bereich der axialen Walzenmitte, eine höhere Temperatur einstellt. Dies bedingt
ein unterschiedliches radiales Ausdehnungsverhalten der Walze über die Länge. Unter
thermischen Gesichtspunkten stellt sich an den axialen Enden ein geringerer Durchmesser
als in Richtung auf die axiale Mitte ein. Andererseits wirkt auf die Walze im Betrieb
eine Streckenlast durch eine, in der Regel aber zwei Gegenwalzen. Diese Streckenlast
bewirkt eine mechanische Schalenverformung, die einen großen Einfluß auf die Zylindrizität
der elastischen Walze hat. Vereinfacht ausgedrückt ergibt sich im Ballenbereich aufgrund
der Streckenlast ein kleinerer Durchmesser als in den Zapfenbereichen. Im Betrieb
überlagern sich nun die beiden Effekte, nämlich einmal die Durchmesserveränderung
aufgrund einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung und zum anderen die Durchmesserveränderung
aufgrund der Streckenlast. Hierbei ergibt sich in den seltensten Fällen das gewünschte
Walzenprofil, bei dem der Außendurchmesser des Belages über die axiale Länge gleich
bleibt. In den Randbereichen des Belages bzw. mit einem größeren oder kleineren Abstand
zum axialen Rand des Belages ergibt sich in der Regel der größte Durchmesser und damit
auch die größte Beanspruchung des Belages. Dieser Beanspruchung ist der Belag in manchen
Fällen nicht mehr gewachsen. Er bricht dann. Mit der Temperiereinrichtung, die die
Zapfenbereiche thermisch anders beaufschlagt als den Ballenbereich, kann man nun eine
Durchmesserkorrektur über die axiale Länge der Walze vornehmen. Dies funktioniert
aber nur dann, wenn man die Zapfenbereiche thermisch anders behandelt als den Ballenbereich.
Man bewirkt also in den Zapfenbereichen auf thermischer Weise, also durch Wärmezu-
bzw. -abfuhr eine andere Durchmesserveränderung als im Ballenbereich. Mit einer entsprechenden
Temperatursteuerung läßt sich dann ein Durchmesserverlauf mit einer wesentlichen besseren
Konstanz über die axiale Länge der Walze erzielen. Dieser wiederum hat eine Vergleichmäßigung
der Belastung zur Folge, so daß der Belag geschont wird.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Temperiereinrichtung einen Strömungspfad
für ein Wärmeträgermedium auf. Mit dem Wärmeträgermedium kann Wärme in die Walze hinein
bzw. aus ihr heraus transportiert werden. Dies ist aber, wie unten erläutert wird,
in manchen Fällen gar nicht notwendig, weil es alleine aufgrund eines durchströmenden
Wärmeträgermediums möglich ist, die Zapfenbereiche der Walze thermisch anders zu beaufschlagen
als den Ballenbereich. Das Arbeiten mit Wärmeträgermedien an sich ist bekannt, beispielsweise
von Kühl- oder Heizwalzen. Diese haben aber in der Regel keinen elastischen Belag.
Wenn elastische Walzen bislang temperiert worden sind, erfolgte diese durch eine Luftkühlung
des Belages von außen. Im Gegensatz zu den bekannten Kühl- und Heizwalzen ist es bei
der erfindungsgemäßen Lösung aber notwendig, die Temperatur des Wärmeträgermediums
sehr genau nicht nur an die Temperatur, sondern an die Temperatur- und Belastungsverteilung
der Walze und an die sonstigen Umgebungsbedingungen anzupassen.
[0013] Vorzugsweise ist in der Walze eine Verdrängerkörper angeordnet, der einen Ringraum
zum Kern hin bildet. Auf diese Weise wird das Volumen, das mit dem Wärmteträgermedium
gefüllt werden muß, verkleinert. Die Walze kommt mit einer geringeren Menge des Wärmeträgermediums
aus, so daß sich das Trägheitsmoment nur in tolerierbaren Maßen ändert. Darüber hinaus
ist es mit einem Verdrängerkörper möglich, nicht nur gewisse Strömungswege vorzugeben,
sondern diesen Strömungswegen auch bestimmte Strömungscharakteristika zu verleihen,
die sich über die axiale Länge der Walze durchaus verändern können.
[0014] Alternativ oder zusätzlich dazu kann der Kern eine Vielzahl von in Umfangsrichtung
gleichförmig verteilten, im wesentlichen achsparallel verlaufenden peripheren Bohrungen
aufweisen. Auch durch diese Bohrungen kann das Wärmeträgermedium geleitet werden.
Periphere Bohrungen haben gegenüber einem Verdrängerkörper den Vorteil, daß sie die
Temperatur näher an der Oberfläche der Walze beeinflussen können und damit das Wärmeträgermedium
schneller und direkter wirken kann. Ein Verdrängerköprer hat den Vorteil, daß er auch
in bereits bestehenden elastischen Walzen, die als Zapfenwalzen, d.h. mit einem Rohrkörper,
ausgebildet sind nachgerüstet werden kann.
[0015] Mit Vorteil ist eine Temperatursteuereinrichtung vorgesehen, die die Temperatur des
Wärmeträgermediums in Abhängigkeit von der Streckenlast und der Walzentemperatur einstellt.
Hierbei ist es nicht unbedingt notwendig, daß eine Regelung vorgesehen ist, die als
Eingangsgrößen eine tatsächlich an der Walzenoberfläche gemessene Temperatur und eine
an der Walze tatsächlich gemessene Streckenlast erhält. Man kann vielmehr die Temperatur
und die Streckenlast mit ausreichender Genauigkeit errechnen (beispielsweise aus einer
bekannten Vorlauftemperatur der beheizten Gegenwalze und der Druckgebung an der Ober-
und Unterwalze und den Walzengewichten des Kalanders) und anhand der errechneten Größen
die Temperatur des Wärmeträgermediums einstellen. Hierbei fließt dann auch diese Temperatur,
gegebenenfalls iterativ, in die Berechnung mit ein. Wie oben ausgeführt, kann man
auf diese Weise dafür sorgen, daß die thermisch bedingten Durchmesserveränderungen
der Walze, die bis dahin noch nicht durch die Streckenlast kompensiert worden sind,
thermisch kompensiert werden. Hierfür werden die Zapfenbereiche anders als der Ballenbereich
beaufschlagt. Die Temperatursteuereinrichtung muß hierbei bis auf wenige Grad genau
arbeiten.
[0016] Auch ist von Vorteil, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Eintritt und Austritt
des Wärmeträgermediums höchstens 3°C beträgt. Dies hat zwei Vorteile. Zum einen ist
damit sichergestellt, daß die beiden axialen Enden der Walze weitgehend gleich behandelt
werden. Zum anderen wird daraus ersichtlich, daß es nicht Aufgabe des Wärmeträgermediums
ist, die Walze an sich zu beheizen oder zu kühlen. Natürlich ist es zulässig, wenn
das Wärmeträgermedium etwas Wärme aus der Walze entfernt. Hauptaufgabe ist es aber,
die thermisch bedingten und durch die Streckenlast nicht kompensierten Durchmesserunterschiede
wieder zu egalisieren oder zu kompensieren, d.h. die Durchmesserverteilung über die
axiale Länge der Walze, zumindest über die axiale Länge des Belages zu vergleichmäßigen.
[0017] Vorzugsweise steht in den Zapfenbereichen eine größere Wärmetauscherfläche für das
Wärmeträgermedium zur Verfügung als im Ballenbereich. Damit kann das Wärmeträgermedium
in den Zapfenbereichen eine größere Wärmemenge an die Zapfen abgeben bzw. von dort
aufnehmen als im Ballenbereich. Gerade in den Zapfenbereichen ist aber die Notwendigkeit
einer thermischen Korrektur am größten.
[0018] Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Strömungsgeschwindigkeit des Wärmeträgermediums
im Ballenbereich größer als in den Zapfenbereichen sein. Damit hat das Wärmeträgermedium
im Ballenbereich weniger Zeit um Wärme aufzunehmen oder Wärme abzugeben. Die thermische
Beeinflussung der Walze im Ballenbereich bleibt damit kleiner.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Temperiereinrichtung die
Zapfenbereiche, die frei von Belag sind, von innen kühlt. Diese Ausgestaltung wird
bevorzugt dann verwendet, wenn die Durchmesserveränderungen aufgrund der durch die
Streckenlast bewirkten Schalenverformungen größer sind als die thermisch bedingten
Verformungen. Normalerweise würde man zwar vermuten, daß die Kühlung der nicht mehr
vom Belag abgedeckten Bereiche des Zapfens nichts bringt, weil es unerheblich ist,
ob sich hier Durchmesserveränderungen einstellen oder nicht. Tatsächlich strahlen
aber sowohl die thermisch bedingten Durchmesserveränderungen als auch die durch die
Durchmesserverkleinerungen bedingten mechanischen Spannungen so weit in den Bereich
unterhalb des Belages aus, daß hier die gewünschte Durchmesserverringerung und damit
die Spannungsverminderung einhergeht.
[0020] In einer anderen Ausgestaltung, die bevorzugterweise dann verwendet wird, wenn die
thermisch bedingten Verformungen größer sind als die durch die Streckenlast bewirkten
Veränderungen, ist vorgesehen, daß die Temperatur des Wärmeträgermediums zwischen
der Temperatur der Zapfenbereiche und der Temperatur des Ballenbereichs liegt. Wenn
man eine Summenbilanz betrachtet, dann ist diese Maßnahme sinnlos. Der Walze wird
Wärme weder zugeführt noch abgeführt. Im Grunde genommen ist die Temperatur des Wärmeträgermediums
etwa genauso hoch wie die Temperatur der Walze. Mit dieser Maßnahme läßt sich aber
erreichen, daß die Zapfen beheizt und der Ballen gekühlt werden. Damit erreicht man
eine Durchmesservergrößerung in den Zapfenbereichen und eine Durchmesserverringerung
im Ballenbereich, so daß sich insgesamt eine Vergleichmäßigung der Durchmesserverteilung
ergibt. Natürlich ist es hierbei nicht ausgeschlossen, daß geringe Wärmemengen der
Walze zu- oder von ihr abgeführt werden. Diese Kühlung oder Beheizung ließe sich aber
auf andere Weise sicherlich mit geringerem Aufwand bewerkstelligen. Maßgeblich für
die Funktionsweise dieser Ausgestaltung ist tatsächlich, daß ein Wärmetransport nur
zu den Zapfen hin und nur vom Ballenbereich weg erfolgt.
[0021] Bei einem Kalander wird die eingangs gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß jede Walze
eine eigene Temperiereinrichtung aufweist. Ein Kalander weist hierbei mehrere übereinander
angeordnete weiche oder elastische Walze auf, zwischen denen gegebenenfalls harte,
beheizte Walzen angeordnet sein können. Hierbei kann sich sowohl die Temperaturverteilung
der Walzen als auch die Druckbelastung oder Streckenlastverteilung von oben nach unten
ändern. Da, wie oben ausgeführt, auch die Streckenlast in jedem Nip einen entscheidenden
Einfluß auf die Verformung und damit auf die Notwendigkeit einer thermischen Korrektur
hat, sieht man vorteilhafterweise für jede Walze eine eigene Temperiereinrichtung
vor. Jede Walze wird also individuell korrigiert.
[0022] Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
man einen Temperaturverlauf in Axialrichtung einstellt, der von der Temperatur in
der Umgebung der Walze und einer auf sie wirkenden Streckenlast abhängt.
[0023] Die Walze wird also nicht mehr insgesamt einfach nur gekühlt oder beheizt, man stellt
einen Temperaturverlauf gezielt ein. Dieser Temperaturverlauf hängt nicht nur von
der Temperatur in der Umgebung der Walze ab, sondern auch von der auf die Walze wirkenden
Streckenlast. Die Temperatur in der Umgebung der Walze, die in der Regel zu einem
Aufheizen der Walze führt, hat eine thermisch bedingte Durchmesservergrößerung zur
Folge. Die Streckenlast wiederum verkleinert den Durchmesser. Beide Effekte wirken
zwar, wie oben ausgeführt, gegenläufig aufeinander. Eine Feinkorrektur mit Hilfe einer
gezielten Temperatureinstellung bewirkt jedoch eine weitgehende Herabsetzung der Druckbelastung
des elastischen Belages.
[0024] Hierbei kann man den Walzenzapfen beheizen und den Ballenbereich kühlen. Im Grunde
genommen ist es hierzu nicht notwendig, daß man der Walze insgesamt Wärme zuführt
oder Wärme von ihr abführt. Global betrachtet ist dies eine nutzlose Maßnahme. Eine
Beheizung der Zapfenbereiche führt jedoch dort zu einer Durchmesservergrößerung, die
bei einer entsprechenden Verringerung des Durchmessers im Ballenbereich insgesamt
zu einer Vergleichmäßigung des Durchmessers führt.
[0025] Vorzugsweise beschickt man die Walze mit einem Wärmeträgermedium, dessen Eingangstemperatur
zwischen der Temperatur an den Walzenenden und der Temperatur in der axialen Walzenmitte
liegt. Dies ist eine besonders einfache Ausgestaltung, um mit Hilfe eines einzigen
Wärmeträgermediums das Walzenende zu beheizen und die Walzenmitte zu kühlen.
[0026] Alternativ dazu kann man die Walzenzapfen stärker als die Walzenmitte kühlen. In
diesem Fall wird zwar eine Wärme aus der Walze entfernt. Es handelt sich aber nicht
um eine Kühlwalze. Die Prozesstemperatur soll im wesentlichen erhalten bleiben. Das
Kühlen dient der Durchmessergleichmäßigung der Walze.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer elastischen Walze,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung verschiedener Kurven und
- Fig. 3
- einen Kalander mit mehreren elastischen Walzen.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Walze 1 mit einem Kern 2, der als Rohr ausgebildet ist und einen
Hohlraum 3 umschließt. Auf der Umfangsfläche des Kerns 2 ist ein elastischer Belag
4 angeordnet, der in Fig. 1 übertrieben dick dargestellt ist. Der Belag 4 erstreckt
sich nicht über die gesamte axiale Länge der Walze 1, sondern über eine Arbeitsbreite,
die der Breite einer zu behandelnden Papierbahn entspricht.
[0029] Die Walze 1 wirkt mit einer schematisch dargestellten Gegenwalze 5 zusammen, die
als Heizwalze ausgebildet ist. Die Papierbahn wird durch einen Nip 6 oder Walzenspalt
zwischen den beiden Walzen 1, 5 geleitet und in diesem Nip 6 mit erhöhtem Druck und
erhöhter Temperatur beaufschlagt.
[0030] Der Belag 4 läßt an den beiden axialen Enden der Walze 1 Zapfenbereiche 7, 8 frei,
d.h. nicht abgedeckt. Ein Bereich zwischen den Zapfenbereichen 7, 8 wird als Ballenbereich
9 bezeichnet.
[0031] Im Hohlraum 3 befindet sich ein Verdrängerkörper 10, der mit dem Kern 2 einen Ringspalt
11 bildet. An den Stirnseiten des Verdrängerkörpers sind Verteilerräume 12, 13 angeordnet.
Im Verteilerraum 12 sind Wärmeleitbleche 14 dargestellt. Entsprechende Wärmeleitflächen
können auch im Verteilerraum 13 angeordnet sein, wenn dies erforderlich ist.
[0032] Anstelle des Ringraumes 11 können auch periphere Bohrungen im Kern 2 vorgesehen sein
(nicht dargestellt).
[0033] Der Hohlraum 3 ist an beiden Enden durch Walzenzapfen 15, 16 verschlossen. Durch
die Walzenzapfen 15, 16 führt jeweils ein Kanal 17, 18 für ein Wärmeträgermedium,
beispielsweise Wasser. Die Kanäle 17, 18 sind durch eine Ringleitung 19 miteinander
verbunden, in der eine Pumpe 20 und ein Wärmetauscher 21 angeordnet sind. Sowohl die
Pumpe 20 als auch der Wärmetauscher 21 sind mit einer Steuereinheit 22 verbunden und
werden von dieser gesteuert. Da der Volumenstrom des Wärmeträgermediums durch die
Walze 1 auch konstant gehalten werden kann, ist die Verbindung der Steuereinheit zur
Pumpe 20 nur gestrichelt dargestellt. In diesem Fall fördert die Pumpe 20 mit konstantem
Volumen.
[0034] Die Steuereinheit 22 kann in einer Ausgestaltung mit Temperatursensoren 23-25 verbunden
sein. Die Temperatursensoren 23, 24 ermitteln die Temperatur der Walze 1 in den Zapfenbereichen
7, 8. Der Temperatursensor 25 ermittelt die Temperatur der Walze 1 im Ballenbereich.
Die Kraftverläufe im Nip 6 sind durch die im Kalander herrschenden Kräfte, die durch
die Drücke an Ober- und Unterwalze und die Walzengewichte erzeugt werden, bestimmbar.
Es sei an dieser Stelle aber betont, daß diese Sensoren in vielen Fällen entfallen
können, wenn die Temperatur der Umgebung der Walze, insbesondere die Temperatur der
Gegenwalze bzw., wenn mehrere Gegenwalzen vorhanden sind, die Temperatur der Gegenwalzen
und/oder Papierwalzen, und die eingestellten Walzenlasten bekannt sind. Aus diesen
Informationen lassen sich die Temperaturverteilung und auch die Streckenlastverteilung
und die daraus resultierenden Verformungen der Walze 1 errechnen. Da auch die durch
das Wärmeträgermedium bewirkte lokalen Temperaturänderungen in den Temperaturverlauf
einfließen, kann die Berechnung iterativ erfolgen.
[0035] Unabhängig davon, wie die Eingangsinformationen für die Steuereinheit 22 entstanden
sind, stellt die Steuereinheit den Wärmetauscher 21 so ein, daß das durch die Walze
1 strömende Wärmeträgermedium, beispielsweise Wasser, eine klar definierte Temperatur
aufweist. Das Wärmeträgermedium dient hierbei weder zum Beheizen noch zum Kühlen der
Walze 1, d.h. die Prozesstemperatur an der Oberfläche des Belags 4 soll praktisch
nicht verändert werden. Es ist allenfalls zulässig, eine kleinere Wärmemenge aus der
Walze 1 abzuführen. Die Temperaturdifferenz zwischen Einlauf und Auslauf sollte beispielsweise
3°C nicht übersteigen.
[0036] Fig. 2 zeigt nun verschiedene Kurven, mit denen man die Temperatur des Wärmeträgermediums
ermitteln kann, die am Ausgang des Wärmetauschers 21 zur Verfügung stehen soll. Hierbei
ist nach rechts die Länge 1 der Walze 1 in mm aufgetragen. Nach oben und unten ist
die Abweichung des Durchmessers von einem Solldurchmesser 0 in µm aufgetragen. Ein
Pfeil 28 verdeutlicht, auf welchem Bereich die Papierbahn liegt, d.h. welche Erstreckung
der Belag 4 in Axialrichtung aufweist.
[0037] Eine Kurve A zeigt, welche Durchmesserabweichungen durch thermische Einflüsse erzeugt
werden, d.h. durch die im Betrieb herrschenden Temperaturen. Eine derartige Kurve
kann man mit bekannten Rechenverfahren, etwa nach der Methode der finiten Elemente,
ermitteln.
[0038] Eine Kurve B zeigt Durchmesserveränderungen der Walze 1 über die axiale Länge l,
die durch Streckenlasten bedingt sind. Im Gegensatz zu den thermischen Wirkungen,
die den Durchmesser zum axialen Ende hin verkleinert, bewirken die Streckenlasten
eine Verkleinerung des Durchmessesers zur axialen Mitte hin, umgekehrt ausgedrückt,
eine Vergrößerung des Durchmessers zum axialen Ende hin.
[0039] Eine Kurve C zeigt die entsprechenden Abweichungen für die Gegenwalze 5, die im vorliegenden
Fall als Heizwalze ausgebildet ist.
[0040] Eine Kurve D zeigt die Summe der Durchmesserabweichungen, d.h. die Summe der Durchmesservergrößerungen
der Walzen 1 und 5, die durch Streckenlasten bewirkt werden, abzüglich der Durchmesserverringerung
der Walze 1, die thermisch bedingt ist. Man kann daraus erkennen, daß im Randbereich
des Belages ein "Durchmesserfehler" von knapp 30 µm auftritt, der sich erst relativ
weit innen, d.h. relativ weit in Richtung auf die axiale Walzenmitte, zu Null ausgleicht.
[0041] Dort, wo der Durchmesser bzw. die Summe der Durchmesser, zu gering ist, liegen die
Walzen nicht mit dem gleichen Druck aneinander, wie in der axialen Mitte. Die Streckenlast
konzentriert sich dann am Rand der Bereiche, in denen die beiden Walzen 1, 5 "ordnungsgemäß"
aneinander liegen. Dort kann man vielfach Beschädigungen beobachten.
[0042] Man kann nun aus der "Summenkurve" D erkennen, daß der Durchmesser der Walze 1 in
den Randbereichen oder Zapfenbereichen 7, 8 zu klein ist. Wenn man nun diesen Zapfenbereichen
7, 8 eine entsprechende Wärmemenge zuführt, dann vergrößert sich der Durchmesser der
Walze 1 in diesen Zapfenbereichen 7, 8, weil die Temperatur dort steigt. Hierbei muß
man allerdings berücksichtigen, daß die Temperatur im Ballenbereich nicht in gleichem
Maße steigen darf. In diesem Fall hätte man nur eine Verschiebung der Summenkurve
D nach oben oder nach unten, ohne daß man die Durchmesserverteilung über die axiale
Länge 1 der Walze 1 vergleichmäßigt. Es ist sogar besser, den Ballenbereich 9 etwas
zu kühlen.
[0043] Eine Maßnahme, um den Zapfen eine größere Wärmemenge zuzuführen als dem Ballenbereich
9 wird durch die Wärmeleitbleche 14 gebildet. Damit steht eine größere Wärmetauscherfläche
in der Walze 1 nur dort zur Verfügung, wo tatsächlich eine höhere Wärmemenge an die
Walze 1 abgegeben werden soll.
[0044] Eine andere Maßnahme wird dadurch gebildet, daß der Ringspalt 11 im Ballenbereich
einen geringeren Strömungsquerschnitt hat als beispielsweise die Verteilerräume 12,
13. In diesem Fall durchströmt das Wärmeträgermedium den Ballenbereich 9, 10 schneller
und kann dementsprechend nicht so gut zu einem Wärmeaustausch beitragen. Diese Maßnahmen
sind jedoch nur beispielhaft. Selbstverständlich kann man sich auch andere Maßnahmen
überlegen, um die Zapfenbereiche 7, 8 anders zu temperieren als den Ballenbereich
9, und trotzdem das gleiche Wärmeträgermedium zu verwenden.
[0045] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß man bei dieser Konstellation eine Beheizung der Zapfenbereiche
7, 8 und eine Kühlung des Ballenbereichs 9 vornehmen kann. Die Temperatur des Wärmeträgermediums
liegt damit zwischen der Temperatur in den Zapfenbereichen 7, 8 und der Temperatur
im Ballenbereich 9. Die gesamte Wärmebilanz der Walze 1 wird dadurch praktisch nicht
verwendet. Im Mittel gesehen wird der Walze 1 ein Wärmeträgermedium mit einem Temperatur
zugeführt, die der Temperatur der Walze 1 entspricht.
[0046] Wenn hingegen der Einfluß der Streckenlast (Kurven B und C) überwiegt, kann es sein,
daß man die Zapfenbereiche 7, 8 stärker kühlen muß als den Ballenbereich 9. Dies ist
aber von Walze zu Walze unterschiedlich und kann im voraus berechnet werden.
[0047] Dementsprechend kann man, wenn man mehrere Walze 1 in einem in Fig. 3 dargestellten
Kalander 26 verwendet, für jede Walze 1 eine eigene Temperiereinrichtung vorsehen,
d.h. einen eigenen Kreislauf 19 mit Wärmetauscher 21. Jeder Wärmetauscher 21 kann
dann individuell angesteuert werden. Der Rücklauf der Kreisläufe 19 kann zusammengefaßt
werden.
[0048] Zwischen den weichen oder elastischen Walzen 1 im Kalander 26 sind jeweils harte,
beheizte Walzen 27 angeordnet, die mit der Walze 5 aus Fig. 1 übereinstimmen können.
Ferner ist ersichtlich, daß eine Oberwalze 28 und eine Unterwalze 29 mit Druckgebern
30, 31 versehen sind, die für die Erzeugung der Streckenlasten verantwortlich sind.
An der Oberwalze 28 und der Unterwalze 29 kann man die eingeleiteten Kräften mit Druckaufnehmern
32 messen und daraus dann die Streckenlastverteilung in den einzelnen Nips errechnen.
[0049] Den Heizwalzen 27 wird über Leitungen 33 ein Heizmedium zugeführt, beispielsweise
Wasser oder Dampf. Die Temperatur dieses Heizmediums kann mit Hilfe von Temperatursensoren
34 ermittelt werden. Da die Temperatur der Heizwalzen 27 im Betrieb von der Vorlauftemperatur
des Heizmediums abhängt, reicht die Ermittlung der Vorlauftemperatur mit Hilfe der
Temperatursensoren 34 aus, um die notwendigen Informationen für die Errechnung der
Temperaturverteilung in den Walzen 1 zu gewinnen. Hierbei reicht es auch aus, daß
man für die Berechnung des Temperaturverlaufs in einer Walze 1 die Temperaturen der
jeweils benachbarten Heizwalzen 27 berücksichtigt.
1. Walze, insbesondere für einen Papierkalander, mit einem Kern (2), der einen elastischen
Belag (4) aufweist, der sich über eine Arbeitsbreite erstreckt, und mit Walzenzapfen
(15, 16) an den stirnseitigen Enden des Kerns (2), dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperiereinrichtung (19-22) vorgesehen ist, die die Zapfenbereiche (7, 8) und
einen Ballenbereich (9) zwischen den Zapfenbereichen (7, 8) beaufschlagt, wobei die
Temperiereinrichtung (19-22) die Zapfenbereiche (7, 8) thermisch anders beaufschlagt
als den Ballenbereich (9).
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperiereinrichtung einen Strömungspfad (17-19) für ein Wärmeträgermedium aufweist.
3. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Walze (1) eine Verdrängerkörper (10) angeordnet ist, der einen Ringraum (11)
zum Kern (2) hin bildet.
4. Walze nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (2) eine Vielzahl von in Umfangsrichtung gleichförmig verteilten, im wesentlichen
achsparallel verlaufenden peripheren Bohrungen aufweist.
5. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperatursteuereinrichtung (22) vorgesehen ist, die die Temperatur des Wärmeträgermediums
in Abhängigkeit von der Streckenlast und der Walzentemperatur einstellt.
6. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturdifferenz zwischen Eintritt und Austritt des Wärmeträgermediums höchstens
3°C beträgt.
7. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zapfenbereichen (7, 8) eine größere Wärmetauscherfläche (14) für das Wärmeträgermedium
steht zur Verfügung als im Ballenbereich (9).
8. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Wärmeträgermediums im Ballenbereich (9) größer als
in den Zapfenbereichen (7, 8) ist.
9. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperiereinrichtung (19-22) die Zapfenbereiche (7, 8), die frei von Belag (4)
sind, von innen kühlt.
10. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Wärmeträgermediums zwischen der Temperatur der Zapfenbereiche
(7, 8)und der Temperatur des Ballenbereichs (9) liegt.
11. Kalander mit mehreren Walzen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jede Walze eine eigene Temperiereinrichtung (19-22) aufweist.
12. Verfahren zum Betrieb einer Walze mit einem Kern, der einen elastischen Belag aufweist,
der sich über eine Arbeitsbreite erstreckt, und mit Walzenzapfen an den axialen Enden
der Walze, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Temperaturverlauf in Axialrichtung einstellt, der von der Temperatur in
der Umgebung der Walze und einer auf sie wirkenden Streckenlast abhängt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Walzenzapfen beheizt und den Ballen beheizt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Walze mit einem Wärmeträgermedium beschickt, dessen Eingangstemperatur zwischen
der Temperatur an den Walzenenden und der Temperatur in der axialen Walzenmitte liegt.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Walzenzapfen stärker als die Walzenmitte kühlen kann.
1. Roll, in particular for a paper calender, having a core (2) which has a resilient
covering (4) which extends over a working width, and having roll journals (15, 16)
at the ends of the core (2), characterized in that temperature control equipment (19-22) is provided, which acts on the journal regions
(7, 8) and a barrel region (9) between the journal regions (7, 8), the temperature
control equipment (19-22) acting on the journal regions (7, 8) thermally other than
on the barrel region (9).
2. Roll according to Claim 1, characterized in that the temperature control equipment has a flow path (17-19) for a heat exchange medium.
3. Roll according to Claim 2, characterized in that in the roll (1) there is arranged a displacement element (10) which forms an annular
space (11) with respect to the core (2).
4. Roll according to Claim 2 or 3, characterized in that the core (2) has a large number of peripheral bores distributed uniformly in the
circumferential direction and running substantially parallel to the axis.
5. Roll according to one of Claims 2 to 4, characterized in that a temperature control device (22) is provided, which sets the temperature of the
heat exchange medium as a function of the line load and the roll temperature.
6. Roll according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the temperature difference between the inlet and outlet of the heat exchange medium
is at most 3°C.
7. Roll according to one of Claims 2 to 6, characterized in that in the journal regions (7, 8) there is a greater heat exchange area (14) available
for the heat exchange medium than in the barrel region (9).
8. Roll according to one of Claims 2 to 7, characterized in that the flow velocity of the heat exchange medium in the barrel region (9) is greater
than in the journal regions (7, 8).
9. Roll according to one of Claims 2 to 7, characterized in that the temperature control equipment (19-22) cools the journal regions (7, 8) which
are free of covering (4) from the inside.
10. Roll according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the temperature of the heat exchange medium lies between the temperature of the journal
regions (7, 8) and the temperature of the barrel region (9).
11. Calender having a plurality of rolls according to one of Claims 1 to 10, characterized in that each roll has its own temperature control equipment (19-22).
12. Method for operating a roll having a core which has a resilient covering which extends
over a working width, and having roll journals at the axial ends of the roll, characterized in that a temperature profile is set in the axial direction which depends on the temperature
in the surroundings of the roll and a line load acting on the latter.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the roll journals are heated and the barrel is heated.
14. Method according to Claim 13, characterized in that the roll is charged with a heat exchange medium whose input temperature lies between
the temperature at the ends of the roll and the temperature at the axial centre of
the roll.
15. Method according to Claim 12, characterized in that it is possible to cool the roll journals more intensively than the centre of the
roll.
1. Rouleau, en particulier pour une calandre à papier, comprenant un noyau (2) qui présente
un revêtement élastique (4) qui s'étend sur une largeur de travail, et comprenant
des tourillons de rouleau (15, 16) au niveau des extrémités de bout du noyau (2),
caractérisé en ce que l'on prévoit un dispositif d'équilibrage de température (19-22) qui sollicite les
régions des tourillons (7, 8) et une région du corps (9) entre les régions des tourillons
(7, 8), le dispositif d'équilibrage de température (19-22) sollicitant thermiquement
les régions des tourillons (7, 8) différemment de la région du corps (9).
2. Rouleau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'équilibrage de température présente un chemin d'écoulement (17-19)
pour un milieu caloporteur.
3. Rouleau selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on dispose dans le rouleau (1) un corps de déplacement (10) qui forme un espace
annulaire (11) vers le noyau (2).
4. Rouleau selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le noyau (2) présente une pluralité d'alésages périphériques répartis uniformément
dans la direction périphérique, s'étendant essentiellement avec leurs axes parallèles.
5. Rouleau selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que l'on prévoit un dispositif de commande de température (22) qui ajuste la température
du milieu caloporteur en fonction de la charge linéaire et de la température du rouleau.
6. Rouleau selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que la différence de température entre l'entrée et la sortie du milieu caloporteur est
au maximum de 3°C.
7. Rouleau selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que l'on dispose dans les régions des tourillons (7, 8) d'une plus grande surface d'échange
de chaleur (14) pour le milieu caloporteur que dans la région du corps (9).
8. Rouleau selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que la vitesse d'écoulement du milieu caloporteur dans la région du corps (9) est supérieure
à celle dans les régions des tourillons (7, 8).
9. Rouleau selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que le dispositif d'équilibrage de température (19-22) refroidit de l'intérieur les régions
des tourillons (7, 8) qui sont exemptes de revêtement (4).
10. Rouleau selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la température du milieu caloporteur est située entre la température des régions
des tourillons (7, 8) et la température de la région du corps (9).
11. Calandre comprenant plusieurs rouleaux selon l'une quelconque des revendications 1
à 10, caractérisée en ce que chaque rouleau présente un dispositif d'équilibrage de température (19-22) propre.
12. Procédé pour le fonctionnement d'un rouleau avec un noyau qui présente un revêtement
élastique qui s'étend sur une largeur de travail, et comprenant des tourillons de
rouleau au niveau des extrémités axiales du rouleau, caractérisé en ce que l'on ajuste une allure de température dans la direction axiale, qui dépend de la
température dans l'environnement du rouleau et d'une charge linéaire agissant sur
celui-ci.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'on chauffe les tourillons de rouleau et le corps.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'on enduit le rouleau d'un milieu caloporteur dont la température d'entrée est située
entre la température au niveau des extrémités du rouleau et la température dans le
milieu axial du rouleau.
15. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'on peut refroidir les tourillons de rouleau plus fortement que le milieu du rouleau.