| (19) |
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(11) |
EP 0 963 281 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.11.2001 Patentblatt 2001/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.02.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9800/546 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9838/018 (03.09.1998 Gazette 1998/35) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM BESCHNEIDEN VON SCHNEIDGUT AUS PAPIERWERKSTOFFEN ODER
PAPIERWERKSTOFFÄHNLICHEN, STAPELBAREN MATERIALIEN
METHOD AND DEVICE FOR CUTTING CUTTABLE MATERIAL FROM PAPER MATERIALS OR PAPERLIKE
STACKABLE MATERIALS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR ROGNER UN ENSEMBLE DE PAPIERS OU D'ELEMENTS EMPILABLES
CONSTITUES D'UN MATERIAU SEMBLABLE A DU PAPIER
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
28.02.1997 DE 19710303 30.04.1997 DE 19720042
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.12.1999 Patentblatt 1999/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Perfecta Schneidemaschinenwerk GmbH |
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02625 Bautzen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WARNATSCH, Thomas
D-02625 Bautzen (DE)
- SCHÄFFER, Johann
D-01904 Neukirch (DE)
- WEBER, Winfried
D-01920 Räckelwitz (DE)
- GÜNTHER, Horst
D-02625 Bautzen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Lippert, Stachow, Schmidt & Partner |
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Krenkelstrasse 3 01309 Dresden 01309 Dresden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 641 630 BE-A- 366 396 DE-A- 3 302 946 DE-A- 4 227 508 DE-C- 731 341
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EP-A- 0 740 983 DE-A- 2 911 473 DE-A- 3 920 557 DE-C- 669 022 GB-A- 2 000 463
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Beschneiden von Schneidgut aus Papierwerkstoffen
oder papierwerkstoffähnlichen, stapelbaren Materialien, bei dem in zyklisch wiederkehrenden
Schneidtakten einer Schneideinrichtung jeweils zwei Seiten des Schneidgutes gleichzeitig
und eine dritte Seite dazu phasenversetzt beschnitten werden können und weitere vorgelagerte
beziehungsweise nachfolgende Verfahrensschritte wenigstens zur Realisierung des Transportes
des Schneidgutes durchgeführt werden, wobei das Verfahren unter Verwendung der zugehörigen
Anordnung durchgeführt wird.
[0002] Die Erfindung bezieht sich des weiteren auf eine Vorrichtung zum Beschneiden von
Schneidgut aus Papierwerkstoffen oder papierwerkstoffähnlichen, stapelbaren Materialien,
bestehend aus einer drei Schneidmesser aufnehmenden Schneideinrichtung, bei der zwei
Seitenmesser gleichzeitig und ein Frontmesser phasenversetzt mindestens drei Seiten
des Schneidgutes beschneiden, und weiteren Mechanismen zur Realisierung mindestens
der Transportfunktionen des Schneidgutes.
[0003] Bekannt sind Schneidemaschinen, bei denen die Schneid-, Preß- und Positionierbewegungen
mechanisch zwangläufig ausgeführt werden. Beispielsweise wird in DE 40 33 437 A1 bzw.
in DE 41 13 081 A1 eine derartige Schneideinrichtung vorgeschlagen, die bei mechanischer
zwangkopplung mit Be- und Entschikkungseinrichtungen (beispielsweise kurvengesteuerte
Einschub- und Auslagesysteme) eine mechanisch zwangläufige Schneidemaschine bilden.
Solche Maschinen sind weitverbreitet sowohl eingebunden in Broschürenstrecken (Inline-Maschinen)
als auch seltener als Einzelmaschinen (offline) im Einsatz. So läßt sich an diesen
Maschinen mit einfachen mechanischen Mitteln eine zwangläufige Funktionsabfolge erreichen.
Nachteilig ist hierbei, daß eine durch den mechanischen Zwanglauf festgelegte Arbeitsfolge
durch den Betreiber nicht veränderbar ist. Dadurch muß einerseits bei Erfordernis
langsamer Bewegungen an einer einzigen Teilfunktion die gesamte Maschine mit geringer
Geschwindigkeit arbeiten, andererseits kann nur die einmal vorgesehene technologische
Abfolge (z.B. Stapel aus Magazin in Schneidstation fördern, pressen, dreiseitig schneiden,
Pressung lösen, Stapel auslegen) abgearbeitet werden.
[0004] Weiterhin sind Maschinen mit sogenannter Folgesteuerung und in sich mechanisch zwangläufigen
Schneidwerken bekannt. Hierbei werden die Schneidwerke, die Pressung, die Einschubsysteme
und eventuell die Auslage durch separate Antriebe angesteuert. Die Verknüpfung erfolgt
durch eine Steuerung, wobei gewisse Bewegungen abgeschlossen oder Positionen erreicht
sein müssen, bevor der jeweils nächste Antrieb in Bewegung versetzt wird. Hierbei
lassen sich mehrere Betriebsarten durch unterschiedliche Steuerfolgen erreichen. Üblich
ist der Durchlaufbetrieb, wobei eine Bedienperson das Schneidgut in das Einschubsystem
fördert, wonach der Stapel vollautomatisch beschnitten und anschließend zu einer zweiten
Bedienperson ausgelegt wird.
[0005] Ebenfalls bekannt ist der Rückholbetrieb, bei dem der fertig beschnittene Stapel
zum Bediener zurücktransportiert wird, so daß die Maschine mit nur einer Person bedient
werden kann.
[0006] Üblich ist der Mehrfachnntzenbeschnitt, bei dem zwei oder drei Nutzen durch geeignete
technologische Abfolgen unter Verwendung von Zusatzbauteilen aus einem Rohformat herausgeschnitten
werden. Mehrfachnutzenbeschnitt wird jedoch bislang nur bei manueller Zangenbeschickung
und nur an Offline-Maschinen eingesetzt, so daß an Broschürenstrecken zusätzliche
Trennsägen verwendet werden müssen. Bisher werden Maschinen mit Folgesteuerung eingesetzt,
bei denen die Schneideinrichtung während des zyklisch wiederkehrenden Verarbeitungszyklusses
in nur eine feste Position (Grundstellung) bewegt werden kann. Für den Messerwechsel
ist unter Umständen das automatische Anfahren einer weiteren Stellung vorgesehen.
Diese ist so gewählt, daß ein kollisionsfreies Wechseln aller Messer möglich. ist.
An allen bekannten derartigen Maschinen ist nur das zyklisch wiederkehrende Anfahren
einer durch den Maschinenhersteller festgelegten Stellung während des Verarbeitungszyklus
möglich, wodurch sich nur wenige technologische Abfolgen erreichen lassen.
[0007] In der DE 195 16 047 A1 werden zwei separate Antriebe (digital gesteuerte Servo-
oder Schrittantriebe ) für das Vorder- und die Seitenmesser vorgeschlagen. Außerdem
werden jeweils autonome Antriebe für die Preß- und Transportmechanismen vorgesehen.
Nachteilig ist hierbei neben den großen Energiebedarfsspitzen und den damit verbundenen
hohen Anschlußaufwendungen, daß die erforderliche enge zeitliche Folge beider jeweils
separat angetriebenen Messergattungen große Vorkehrungen zum Vermeiden einer Kollision
zwischen den Messern erfordert. Im Fehlerfall ist der entstehende Schaden sehr groß.
[0008] Die DE 41 10 621 A1 offenbart eine Vorrichtung mit einem Ungleichförmigkeitsgetriebe
vom Laufgrad 2 zum Bewegen beider Messergattungen, wobei der erste Laufgrad durch
einen Haupt- und der zweite Laufgrad durch einen Nebenantrieb gebunden wird. Neben
dem Vorteil der mechanischen Zwanglaufsicherung und der Kollisionsfreiheit der beiden
Messergattungen, kann bei diesem Antriebsprinzip der Hauptanteil der benötigten Energie
von einem durch ein Schwungrad unterstützten Hauptantrieb zur Verfügung gestellt werden,
so daß die Netzbelastungen und Anschlußaufwendungen gering gehalten werden. Nachteilig
ist der hohe Aufwand zur Renlisierung dieser Lösung.
[0009] Weiterhin sind Anwendungen bekannt, bei denen die einzelnen Messergattungen direkt
von Hydraulikzylindern angetrieben werden. Neben den dabei auftretenden Aufwendungen
zur Kollisionsabsicherung tritt der Nachteil des undefinierten Durchschnitts auf.
Im Unterschied zu den ansonsten verwendeten Kurbeltrieben, bei denen die Durchschnittposition
unabhängig von Messergeschwindigkeit und Schnittwiderstand allein durch die Totlage
des Mechanismns bestimmt wird, muß bei diesen Maschinen sehr tief in die Schneidleisten
geschnitten werden. um den Durchschnitt unter allen Voraussetzungen zu sichern. Dadurch
kommt es zum verstärkten Abstumpfen der Messer. Weiterhin fehlt die Eigenschaft der
Kurbeltriebe, daß bei geringer Einsatzhöhe durch die Totlagenübersetzung eine erheblich
größere Schnittkraft aufgebracht werden kann, womit der Beschnitt von sehr hartem
Schneidgut ermöglicht wird. Auf die bekannten Nachteile hydraulischer Antriebe (Wirkungsgrad,
Energiebedarf, Leckageprobleme in Zusammenhang mit dem zu schneidenden Papier) sei
ebenfalls hingewiesen. Außerdem arbeiten derartige Dreimesserschneidemaschinen nicht
im Schrägschwingschnitt. Der bei diesen Maschinen eingesetzte Parallelschwingschnitt
erreicht wesentlich größere Anschnittstöße, da sofort das gesamte Messer im Bereich
des Einsatzes im Eingriff steht. Größerer Verschleiß, insbesondere der Messer und
eine Verringerung der Schnittgüte sind die Folge.
[0010] Bekannt sind Verfahren der Drahtkammbindung, wobei nach einer Zusammentragmaschine
ein Trimmer zum vierseitigen Beschnitt angeordnet ist. Nach dem Beschnitt werden die
Nutzen mit einem Drahtkamm gebunden. Nachteilig ist hierbei, daß infolge der Arbeitsweise
des Trimmers (Stanzschnitt in zwei Stationen) die erreichbare Schnittqualität nur
bei geringen Blockstärken akzeptable ist.
[0011] In einem anderen Verfahren werden Buchblocks durch eine Broschürenstrecke (Zusammentragmaschine,
Klebebinder, Dreimesserschneidemaschine) hergestellt. Vor dem Drahtkammbinden erfolgt
das Abschneiden des vorher auf dem Klebebinder hergestellten Rückens mittels eines
Lumbeckschneiders. Vorteilhaft ist hierbei, daß die erreichbare Blockstärke bis zum
Dreischneiden allen Anforderungen genügt. Nachteilig ist neben dem zusätzlichen Aufwand
zum Kleben, daß der Lumbeckschneider nur eine geringe Blockstärke schneiden kann,
so daß der fertig gebundene Buchblock manuell mit hohem Arbeitszeitaufwand in kleinere
Blöcke aufgetrennt werden muß.
[0012] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Beschneiden von Schneidgut
der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß ein mindestens dreiseitiger automatischer
oder halbautomatischer Beschnitt bei variierbaren Schnittfolgen und hoher Durchschnittgenauigkeit
ökonomisch durchführbar ist. Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, eine zugehörige
Vorrichtung zu schaffen, mit der das erfindungsgemäße Verfahren sicher und auf kostengünstige
Art technologisch einfach durchführbar ist. Verfahren und Vorrichtung sollen sich
außerdem in übliche Bearbeitungsstrecken problemlos integrieren lassen und neue Bearbeitungsabläufe
ermöglichen.
[0013] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruches 1 dadurch gelöst, daß innerhalb eines Verarbeitungszyklus jeder zyklisch
wiederkehrende Schneidtakt einer Schneideinrichtung, bei der die Messer zwangläufig
miteinander verbunden sind, in mindestens einer Position der Schneidmesser der Schneideinrichtung
entsprechend einem wählbaren, vorgegebenen Programmablauf zyklisch wiederkehrend unterbrochen
werden kann, daß der durch den mechanischen zwanglauf der Schneideinrichtung festgelegte
Schneidtakt in der durch die Unterbrechung erreichten Position der Schneidmesser dem
Programmablauf entsprechend fortgesetzt werden kann, wobei das gleiche Schneidgut
in oder ohne veränderte Position oder ein anderes Schneidgut weiter bearbeitet werden
und/oder daß jede unterbrochene Phase des Schneidtaktes zur Bearbeitung des gleichen,
positionsveränderten oder anderen Schneidgutes vor Zuendeführung des jeweiligen Verarbeitungszyklus
beliebig oft wiederholt werden kann.
[0014] Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahrensablauf wird es möglich, die Vorteile von kurbelgetriebenen
Schneidemaschinen auch für einen Vierseitenbeschnitt und für Inline-Mehrfachnutzenbeschnitt
zu nutzen. Es können die Schneidmesser im Schrägschwingschnitt betrieben werden, wodurch
eine hohe Durchschnittgenauigkeit des Schneidgutes erreicht wird. Der Verfahrensablauf
ist kostengünstig durchführbar, da Umrüstzeiten wegfallen bzw. minimiert werden oder
aber Bearbeitungsabläufe, die normalerweise an verschiedenen Maschinen ausgeführt
werden, von der Schneidemaschine mit übernommen werden.
[0015] Außerdem werden auf diese Art und Weise Transportwege, -mittel und dafür eingesetzte
Arbeitskräfte eingespart.
[0016] Von Vorteil ist auch, daß das Verfahren ökonomisch sowohl bei inline-betriebenen
als auch an Einzelmaschinen anwendbar ist. Das Einbinden in Broschürenstrecken oder
Fertigungslinien gestattet neue maschinen- und arbeitszeitsparende technologische
Verfahrensabläufe.
[0017] Nach einer vorteilhaften Fortbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann durch
die Unterbrechung des Schneidtaktes in vorgegebener Position die Schnittfolge der
Schneidmesser umgekehrt und/oder beliebig variiert und die Position der Schneidmesser
verändert werden.
[0018] Damit werden die unterschiedlichsten Schnittfolgen möglich, die durch eine entsprechend
vorprogrammierte Programmauswahl an der Schneidemaschine eingestellt werden können.
Das Anpassen des Bewegungsablaufes bewirkt die Verkürzung des Verfahrensablaufes,
da die Schneidmesserbewegung an jeder beliebigen, vorprogrammierten Stelle unterbrochen
werden kann.
[0019] Von Vorteil ist auch, daß verfahrensgemäß vorgesehen ist, die Richtung für die Bewegung
der Schneidmesser von einer in eine andere Stellung wahlweise umzukehren.
[0020] Dadurch wird die Variabilität der Schnittfolgen erhöht, ohne daß sich Transport-
beziehungsweise Positionierungsvorgänge des Schneidgutes unbedingt notwendig machen.
[0021] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist weiterhin vorgesehen, daß bei einem vierseitigen
Beschneiden des Schneidgutes jeweils zunächst die zwei parallelen Seiten des Schneidgutes
gleichzeitig und die dritte Seite dazu phasenversetzt beschnitten werden, daß anschließend
das dreiseitig beschnittene Schneidgut der Schneideinrichtung automatisch entnommen
und neu positioniert wird, während sich die Schneideinrichtung in eine solche Position
bewegt, daß nach erneutem Einschub des Schneidgutes in die Schneidstation die vierte
Seite beschnitten werden kann.
[0022] Innerhalb eines Arbeitstaktes einer mechanisch zwangläufig arbeitenden Dreiseiten-Schneidemaschine
wird so das Beschneiden aller vier Seiten beispielsweise eines Buches bei hoher Durchschnittgenauigkeit
möglich. Der Verfahrensablauf wird dadurch verkürzt, daß gleichzeitig mit den Transport-
und Positionierungsabläufen des Schneidgutes die Schneidmesserpositionierung erfolgt.
Allerdings erfordert dieser Verfahrensablauf Sicherheitseinrichtungen an der Maschine,
um Verletzungsgefahren zu unterbinden.
[0023] Nach einer anderen Ausführung des Verfahrensablaufes ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß der Vierseitenbeschnitt des Schneidgutes dadurch erfolgt, daß nach dem Beschneiden
der drei Seiten ein wiederholter Schneidvorgang der dritten Seite erfolgt, daß anschließend
das Schneidgut der Schneidstation automatisch entnommen und neu positioniert wird
und daß nach einem erneuten Einschub des Schneidgutes in die Schneidstation die vierte
Seite des Schneidgutes beschnitten wird.
[0024] Auf diese Art und Weise werden unfallgefahren auch bei einem Vierseitenbeschnitt
von Schneidugt vermieden, da das Auslösen einer Schneidbewegung der Messer an das
Vorhandensein eines Schneidgutes im Schneidbereich gekoppelt ist. Allerdings muß nach
dieser Lösung in Kauf genommen werden, daß die Wiederholung des Schneidvorganges der
dritten Seite durch sich zufällig einstellende geringfügige Abweichungen der Positionen
von Schneidgut und Schneidmesser zueinander eventuell Beschädigungen am Schneidgut
verursacht.
[0025] Erfindungsgemäß wird eine neue Verarbeitungstechnologie des Schneidgutes innerhalb
einer Fertigungslinie dadurch erreicht, daß nach der Zusammenstellung des Schneidgutes
mittels einer Zusammentragmaschine und automatischem Transport zur Schneideinrichtung
der vierseitige Beschnitt des Schneidgutes im Schwingschnitt erfolgt.
[0026] Dadurch werden Arbeitsgänge wie das Verkleben des Buchblocks oder der Broschüre und
das Abtrennen des Rückens nach dem Dreiseitenbeschnitt mittels eines Lumbeckschneiders
eingespart. Außerdem wird hiernach der Nachteil des Lumbeckschneiders (Beschneiden
nur geringer Blockhöhen möglich) vermieden, so daß ein Auftrennen großer Blöcke in
mehrere kleine entfällt, was wiederum den Arbeitszeitaufwand bei der Herstellung von
vierseitig beschnittenen Blocks und ähnlichem minimiert.
[0027] Erfindungsgemäß ist das Verfahren ebenso vorteilhaft einsetzbar, wenn nach dem vierseitigen
Beschnitt des Schneidgutes und automatischem Transport zu einer nachgeordneten Drahtkammbindemaschine
das Schneidgut mit Drahtkamm gebunden wird.
[0028] Auch hiernach entfallen zusätzliche - und bekannten Verfahren zum vierseitigen Beschneiden
von Schneidgut zugehörende - Bearbeitungsvorgänge, die gesonderte, in den Verfahrensablauf
integrierte Maschinen erforderlich machen, wie zum Beispiel Klebebinder und Lumbeckschneider.
[0029] Ein neuer technologischer Verfahrensablauf einer in eine Broschürenstrecke eingebundener
Schneidemaschinen wird auch dadurch erreicht, daß aus einem Rohformat ein Nutzen zunächst
durch zweiseitiges Schneiden herausgeschnitten wird, danach der Rohformatrest automatisch
der Schneidstation entnommen wird, daß anschließend der Fertigbeschnitt des ersten
Nutzens erfolgt und daß danach der Rohformatrest automatisch der Schneidstation zum
dreiseitigen Beschnitt und/oder zum Abtrennen und Beschneiden sines weiteren Nutzens
zugeführt wird.
[0030] Nach dieser Lösung werden sowohl Arbeitszeit, als auch Transportaufwand und die für
den Trennvorgang des Rohformats in Einzelnutzen bisher eingesetzten Trennmaschinen
eingespart.
[0031] Technologisch von Vorteil ist des weiteren, wenn das Beschneiden in Verbindung mit
mindestens einem Bohrvorgang des Schneidgutes erfolgen kann.
[0032] Somit kann gleichzeitig oder nacheinander das Schneidgut drei- oder vierseitig beschnitten
und mit einer Lochung für eine Ringbindung versehen werden.
[0033] Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, daß die Positionen der Schneidmesser der Schneideinrichtung,
in denen der Schneidtakt unterbrochen wird, durch Bedienerwahl manuell beliebig verändert
werden können.
[0034] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe des weiteren durch eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 11 dadurch gelöst, daß die Schneideinrichtung mindestens einen Regelkreis
oder eine Steuerung zum definierten Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser, die
zwangläufig miteinander verbunden sind, und mindestens einen Regelkreis oder eine
Steuerung zum Positionieren des Schneidgutes aufweist, daß die Regelkreise und/oder
Steuerungen derart ausgebildet und angeordnet sind, daß mindestens eine Positioniereinrichtung
und die Messer der Schneideinrichtung ihre durch einen wählbaren, vorgegebenen Programmablauf
festgelegten Positionen zugleich oder nacheinander einnehmen können, wobei die Positioniereinrichtung
und die Messer der Schneideinrichtung ihre Positionen während eines Verarbeitungszyklus
mehrfach oder gar nicht durchlaufen können, und daß die Synchronisierung der Schneid-
und der Positioniereinrichtung mittels einer zentralen Steuerung oder Anlagenregelung
erfolgt.
[0035] Die erfindungsgemäße Schneideinrichtung ist vorteilhaft insbesondere bezüglich Kosten-
und Zeiteinsparung bei allen bekannten Ausführungsformen von Schneidemaschinen einsetzbar.
Die Regelkreise oder Steuerungen in Verbindung mit der Maschinensteuerung oder Anlagenregelung
und der Programmiereinrichtung gestatten einen Einsatz der Schneideinrichtung sowohl
im Inline- als auch im Offline-Betrieb bei beliebigem Ablauf der Schnittfolge oder
des Arbeitszyklus. Die bauliche Ausführung der Schneideinrichtung in Verbindung mit
der Positioniereinrichtung geschieht auf kostengünstige Weise, da teure elektronische
Steuereinheiten entfallen.
[0036] Nach einer vorteilhaften Ausführung der Schneideinrichtung umfaßt der wenigstens
eine Regelkreis beziehungsweise die mindestens eine Steuerung zum definierten Unterbrechen
der Bewegung der Schneidmesser im wesentlichen mindestens ein Positionserfassungselement,
Mittel zum Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser, ein Steuerelement und eine
Maschinensteuerung oder Anlagenregelung.
[0037] Dabei sind die Mittel zum Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser als Kupplungs-Bremskombination
ausgebildet.
[0038] Diese konstruktiv einfache Ausführung gestattet ein sicheres Unterbrechen der Bewegung
der Schneidmesser in jeder beliebigen, vorgegebenen Position bei genau positioniertem
Schneidgut.
[0039] Die genaue Positionierung des Schneidgutes erfolgt gleichermaβen auf konstruktiv
einfache Art und Weise dadurch, daß der mindestens eine Regelkreis oder die mindestens
eine Steuerung zur Positionierung des Schneidgutes im wesentlichen mindestens ein
mit einer Zuführeinrichtung verbundenes und servoangetriebenes Positioniersystem und
eine Verknüpfungseinheit umfaßt.
[0040] Wenn die zentrale Steuerung oder Anlagenregelung von der zentralen Maschinensteuerung
übernommen wird, entfallen weitere Steuerungsvorrichtungen für die Steuerung der Regelkreise
beziehungsweise der Steuerungen.
[0041] Nach einer anderen Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Steuerelement
des Reigelkreises beziehungsweise der Steuerung für die Schneidmesser derart ausgebildet,
daß es eine stufenlose Regelung der auf die Schneidmesser übertragenen Antriebskräfte
beziehungsweise momente ausführen kann.
[0042] Damit wird ein verschleißgünstiger und stoßoptimierter Einsatz der Schneideinrichtung
ermöglicht.
[0043] Eine weitere Fortbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß das positioniersystem
zwischen einem Stapelmagazin und einer Zangenbeschickungsstation angeordnet ist.
[0044] Dadurch kann das Schneidgut auf dem Weg vom Stapelmagazin zur Zangenbeschickungsstation
beziehungsweise von der Schneideinrichtung zur Zangenbeschickungsstation in jede beliebige
und bezüglich der Stellung der Schneidmesser vorgegebene Position der Zangenbeschickungsstation
zugeführt werden.
[0045] Das servoangetriebene Positioniersystem in Kombination mit der Maschinensteuerung
oder Anlagenregelung ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform derart
ausgebildet, daß das Schneidgut zwischen dem Stapelmagazin und der Zangenbeschikkungsstation
in beliebige Positionen bewegt werden kann und diese Positionen mit gleichem oder
anderen Schneidgut beliebig oft reproduziert werden können.
[0046] Damit wird erreicht, daß Schneidgut beliebiger Größe genau positioniert werden kann.
[0047] Das Steuerelement der Regelkreise und/oder der Steuerungen ist derart ausgebildet,
daß zum manuellen Beschicken der Zangenbeschickungsstation die Positioniereinrichtung
außer Kraft gesetzt wird. Dadurch wird die variable Einsetzbarkeit der Schneideinrichtung
wesentlich erhöht, weil ein manuelles Beschicken zum Beispiel zum Beschneiden einzelner
Bücher oder Broschüren ausgeführt werden kann.
[0048] Zur Verhinderung von Kollisionen und zur Gewährleistung eines sicheren automatischen
Einschubes in und einer ebenso sicheren Entnahme des Schneidgutes aus der Schneidstation
ist vorgesehen, daß die Mittel zum Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser so
ausgebildet sind, daß die Schneidmesser im unterbrochenen Zustand ihrer Bewegung oberhalb
des Schneidgutes stehen, wobei sich in mindestens, einer Stellung das Frontmesser
und in mindestens einer weiteren Stellung die Seitenmesser im Anfangsbereich der Bewegung
zum Schneidgut hin befinden.
[0049] Zur Gewährleistung der Offline-Bedienung der Maschine während des Inline-Betriebes
ist die Steuereinrichtung so ausgebildet, daß durch Bedienerwahl manuell die Zuordnung
der Unterbrechungen der Bewegung der Schneidmesser zum zyklisch wiederkehrenden Schneidtakt
und der Positionen des Schneidgutes verändert werden kann.
[0050] Erfindungsgemäß ist des weiteren eine Schutzeinrichtung zwischen der Zangenbeschickungsstation
und der Schneideinrichtung vorgesehen, welche bei Zuführung von nicht zugelassenen
Körpern in die Schneidstation die Schneideinrichtung stillsetzt.
[0051] Damit sollen Unfälle bei Bewegung der Schneidmesser ohne Vorhandensein von Schneidgut
in der Schneidstation vermieden werden.
[0052] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann
zum Trennen und Beschneiden vonmehreren Nutzen aus einem Rohformat eine Zusatzvorrichtung
mit der. Schneidvorrichtung verbunden werden, die derart ausgebildet und mit den Regelkreisen
beziehungsweise. Steuerungen gekoppelt ist, daß das abgetrennte Rohformat nach dem
zuerst durchgeführten Trennschnitt der Seitenmesser zur Zangenbeschickungsstation
zurücktransportiert und dort erneut mittels der Positioniervorrichtung automatisch
der Zangenbeschickungsstation zugeführt wird, wobei während dieser Zeit, vor- oder
hinterher der Beschnitt des Frontmessers am ersten Nutzen erfolgt.
[0053] Auch mit dieser an der Schneidemaschine anordenbaren Zusatzvorrichtung wird erreicht,
daß die Schneidemaschine kosten- und zeitsparend im Inline-Betrieb beliebigen Verarbeitungstechnologien
zugeordnet werden kann. Von Vorteil ist dabei auch, daß diese Zuordnung gewährleistet,
daß der Besthnitt des Schneidgutes mit hoher Präzision erfolgen kann, wobei die maximal
mögliche Schneidguthöhe eingesetzt werden kann. Das Trennen des Rohformats in zwei
oder mehr Nutzen wird ebenso vorteilhaft an der Dreimesserschneidemaschine ausgeführt
wie ein Vierseitenbeschnitt.
[0054] Eine weitere vorzugsweise Ausführungsform sieht vor, daß zum vierseitigen Beschneiden
des Schneidgutes eine Zusatzvorrichtung mit der Zangenbeschichtungsstation verbunden
werden kann, die als Drehgreifersystem ausgebildet ist und so mit den Regelkreisen
beziehungsweise Steuerungen gekoppelt ist, daß nach dem dreiseitigen Beschnitt des
Schneidgutes dieses zur Zangenbeschickungsstation zurückbewegt wird, dort in die entsprechende
Position gedreht und der Schneideinrichtung erneut zugeführt wird.
[0055] Mit Hilfe des Drehgreifersystems wird erreicht, daß das Drehen des Schneidgutes bei
Vierseitenbeschnitt vollautomatisch durchgeführt werden kann.
[0056] Die variable Einsetzbarkeit der Schneidemaschine wird im weiteren auch dadurch gewährleistet,
daß die Be- und Entschikkungsvorgänge mit einem oder mehreren Zangenbeschickungssystemen
erfolgen, bei denen eine Umschaltung zwischen manueller und automatischer Zangenbeschickung
möglich ist.
[0057] Um zu gewährleisten, daß während eines Arbeitszyklus die Drehrichtung des Antriebes
der Schneideinrichtung verändert werden kann, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß
innerhalb des Antriebssystems der Schneideinrinichtung Mittel zum Umkehren der Drehrichtung
der antreibenden Welle, vorzugsweise in Form einer Reversierkupplung, angeordnet sind.
[0058] Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Darstellung einer Schneideinrichtung zum mindestens dreiseitigen
Beschnitt.
- Fig. 2
- die schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Schneidemaschine,
- Fig. 3
- die schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Schneidemaschine während des Schneidens
mehrerer Nutzen aus einem Rohformat (Trennschnitt) bei vollautomatischer Arbeitsweise,
- Fig. 4
- das Steuerschema einer erfindungsgemäßen Schneidemaschine,
- Fig. 5
- das Bewegungsdiagramm der Messer und des Schneidgutes bei Vierseitenbeschnitt und
dreifachem Wechsel der Position der Messer innerhalb eines zyklisch wiederkehrenden
Arbeitstaktes und
- Fig. 6
- das Bewegungsdiagramm der Messer und des Schneidgutes bei Vierseitenbeschnitt und
zweifachem Wechsel der Position der Messer innerhalb eines zyklisch wiederkehrenden
Arbeitstaktes.
[0059] Fig. 1 zeigt schematisch eine Schneideinrichtung. Dabei sind in einem Maschinenkörper
1, dem ein eine Schneidstation 2 kennzeichnender Schneidtisch zur Aufnahme des Schneidgutes
3 zugeordnet ist, zwei Schneidmechanismen für die Seitenmesser 5 und das Frontmesser
4 angeordnet. Beide Mechanismen werden mit mechanischen. Mitteln zwangläufig durch
ein Getriebe 6 miteinander verbunden. Die Hauptwelle 9 der Schneideinrichtung ist
mit einer von einem Steuerelement 20 angesteuerten Kupplungs-Bremskombination 7 mit
Schwungrad und Riemenscheibe verbunden, die über einem Riementrieb 8 mit einem Motor
10 in Wirkzusammenhang steht. Mit der Hauptwelle 9 ist ein Positionsgeber 19 zwangläufig
verbunden, der wie auch das Steuerelement 20 in Wirkzusammenhang mit der Maschinensteuerung
21 steht.
[0060] Fig. 2 zeigt in einer Schnittdarstellung die wesentlichsten Teile einer erfindungsgemäßen
Schneidemaschine. Am Maschinenkörper 1 ist ein Zuführband 11 befestigt, an dessen
einem Ende sich ein Stapelmagazin 12 befindet. Unterhalb des Stapelmagazins 12 ist
ein Positioniersystem 13 so angeordnet, daß es in Wirkzusammenhang mit einer Zwischenstation
14 und einer Zangenbeschickungsstation 15 steht. Zwischen dieser und der Schneidstation
2 ist ein Zangeneinschubpositioniersystem 16 mit Positionieranschlägen 17 angeordnet.
Auf der anderen Seite des Maschinenkörpers 1 befindet sich ein Auslageband 18. Das
Schneidgut 3 befindet sich in der Schneidstation 2.
[0061] Fig. 3 zeigt in einer Schnittdarstellung die Schneidemaschine bei vollautomatischer
Arbeitsweise zum Mehrfachnutzenbeschnitt. Am Maschinenkörper 1 ist ein Zuführband
11 befestigt, an dessen einem Ende sich ein Stapelmagazin 12 befindet. Unterhalb des
Stapelmagazins 12 ist ein Positioniersystem 13 so angeordnet, daß es in Wirkzusammenhang
mit einer Zwischenstation 14 und einer Zangenbeschickungsstation 15 steht. Zwischen
dieser und der Schneidstation 2 ist ein Zangeneinschubpositioniersystem 16 mit Positionieranschlägen
17 angeordnet. Auf der anderen Seite des Maschinenkörpers 1 befindet sich ein Auslageband
18. In den einzelnen Funktionsstationen 11, 12, 14, 15 ist jeweils ein Rohformat 22
dargestellt. In der Schneidstation 2 befindet sich der Fertignutzen 24, auf einem
nicht dargestellten Transportsystem neben der Schneidstation 2 befindet sich das abgetrennte
Rohformat 23.
[0062] Fig. 4 zeigt ein Steuerschema einer erfindungsgemäßen Schneidemaschine. Innerhalb
der Maschinensteuerung 21, die als speicherprogrammierte Steuerung (SPS) ausgeführt
ist, sind eine Verknüpfungseinheit 27 und ein Vergleicher 29 realisiert. Die Verknüpfungseinheit
steht in Wirkzusammenhang mit einer Bedieneinheit 28, während der Vergleicher mit
dem Positionsgeber 19 zusammenwirkt, der mittels mechanischer Verbindung die Position
des Kupplungs-Bremssystems 7 der Schneideinrichtung erfaßt. Zwischen dem Vergleicher
29 und dem Kupplungs-Bremssystem 7 ist ein Steuerelement 20 geschalten. Der Antrieb
25, hier als Servomotor ausgebildet, steht in mechanischer Verbindung mit dem Positioniersystem
13. Zwischen der Verknüpfungseinheit 27 und dem Antrieb 25 ist eine Servoeinheit 26
geschalten.
[0063] Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Schneidemaschine ist folgende:
[0064] Mit dem Kupplungs-Bremssystem 7 kann mittels des Steuerelementes 20 der Motor 10
mit der Hauptwelle 9 der Schneideinrichtung kraftschlüssig verbunden werden. Dadurch
werden die Schneidmesser 4, 5 in Bewegung versetzt, wodurch ein phasenversetztes Schneiden
der Schneidmesser 4 und 5 erreicht wird. Dabei übermittelt der Positionsgeber 19 die
jeweils erreichten Positionen an die Maschinensteuerung 21, welche über das Steuerelement
20 Einfluß auf den Kraftschluß zwischen der Kupplungs-Bremskombination 7 und der Hauptwelle
9 ausübt. Mit diesem Steuerelement 20 kann der Kraftschluß nicht nur hergestellt,
sondern das übertragbare Drehmoment auch verändert werden. Dadurch erfolgt ein weiches
Ein- und Auskuppeln und eine Regelung von Position und Geschwindigkeit des Schneidgutes
3. Verschiedene Positionen können reproduzierbar angefahren werden.
[0065] Bei in eine Fertigungsstrecke eingebundener Betriebsweise gelangt das Schneidugt
3 über ein Zuführband 11 in das Stapelmagazin 12, von welchem es mit Positioniersystem
13 über die Zwischenstation 14 in die Zangenbeschinkungsstation 15 befördert wird.
Nach einem Ausrichten des Schneidgutes 3 mit den Positionieranschlägen 17 im Zangeneinschubsystem
16 erfolgt das Greifen des Schneidgutes 3 und dessen Transport in die Schneidstation
2, wonach das Einpressen mit einer nicht dargestellten. Preßeinrichtung erfolgt. Im
weiteren kann der Schnitt der Seitenmesser 5 und phasenversetzt des Frontmessers 4
erfolgen. Soll die Schnittfolge umgekehrt werden, wird die Schneideinrichtung während.eines
Einrichttaktes in eine andere Position verfahren, wonach ohne Drehrichtungsänderung
der Hauptwelle 9 zuerst das Frontmesser 4 schneidet. Wird ein vierseitigen Beschnitt
des Schneidgutes 3 gewünscht, so wird das dreiseitig beschnittene Schneidgut 3 mittels
des Zangeneinschubpositioniersystems 16 zurück in die Zangenbeschikkungsstation 15
gefördert, wo ein manuelles oder mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten.
Drehgreifersystems in automatisches Drehen erfolgt. Während dieser Zeit werden die
Schneidmesser 4, 5 in eine Position bewegt, in welcher die Seitenmesser 5 bereits
beschnitten haben. Es ist ebenfalls möglich, daß die Seitenmesser 5 am beschnittenen
Schneidgut 3 ein zweites Mal schneiden, wodurch die benötigte Position erreicht wird.
Anschließend erfolgt der Drehprozeß des Schneidgutes 3 und der erneute Einschub, die
Schneidgutpressung und der Schnitt des Frontmessers 4.
[0066] An der Bedieneinheit 28 werden neben anderen Aufgaben des Mensch-Maschine-Dialogs
Sollwerte erfaßt und der Verknüpfungseinheit 27 zugeführt. Von dieser werden entsprechende
Steuersignale an die Servoeinheit 26 übermittelt, welche den Antrieb 25 des Positioniersystems
13 ansteuert. Der Positionsgeber 19 erfaßt die Lage des Kupplungs-Bremssystems 7 und
übermittelt die Istwerte an den Vergleicher 29, welcher mit entsprechenden Schaltsignalen
ein Steuerelement 20 des Kupplungs-Bremssystems 7 ansteuert. Durch Vorgabe unterschiedlicher
Sollwerte beziehungsweise. unterschiedlicher Verknüpfungen lassen sich somit unterschiedliche
technologische Abfolgen, wie beispielhaft in den Figuren 2, 3, 5 und 6 dargestellt
und beschrieben, erreichen.
[0067] Das Verfahren Vierseitenbeschnitt wird anhand der Fig. 5 und 6 näher erläutert. Fig.
5 veranschaulicht dabei eins der möglichen Verfahren zum Vierseitenbeschnitt. In einem
kartesischen Koordinatensystem sind auf der Abszisse x die Zeit und auf der Ordinate
y der Messerhub und der Bewegungsablauf des Schneidgutes 3 aufgetragen. Zunächst erfolgt
ein dreiseitiger Beschnitt, gekennzeichnet durch eine Schneidbewegung zunächst der
Seitenmesser 5 und phasenversetzt des Frontmessers 4. Bei Erreichen der Position,
in welcher sich die Seitenmesser 5 in der Bewegung zum Schneidugt 3 hin (abwärts)
befindet, werden die Schneidmesser 4, 5 stillgesetzt. Anschließend wird das Schneidugt
3 aus der Schneidstation 2 in die Zangenbeschikkungsstation 15 befördert. Danach wird
die Schneideinrichtung in die Position versetzt, in welcher sich das Frontmesser 4
in der Abwärtsbewegung befindet. Nun erfolgt der erneute Einschub des inzwischen manuell
oder automatisch gedrehten Schneidgutes 3, wonach der Schnitt des Frontmessers 4 erfolgt.
Nach Rücktransport des Einschubsystems kann der Schneidtakt erneut beginnen.
[0068] Mit Hilfe der Fig. 6 wird ein anderes mögliches Verfahren zum Vierseitenbeschnitt
erläutert. Zunächst erfolgt ein dreiseitiger Beschnitt, gekennzeichnet durch eine
Schnittbewegung zunächst der Seitenmesser 5 und phasenversetzt des Frontmessers 4.
Die Schneideinrichtung bewegt sich ohne Stillstand weiter in die Position, in welcher
das Frontmesser 4 sich abwärts bewegt. Dort wird sie stillgesetzt. Dadurch laufen
die Seitenmesser 5 ein zweites Mal am geschnittenen und weiterhin in der Schneidstation
2 befindlichen Schneidgut 3 ab. Anschließend wird das Schneidgut 3 aus der Schneidstation
2 in die Zangenbeschickungsstation 15 befördert. Nun erfolgt der erneute Einschub
des inzwischen manuell oder automatisch gedrehten Schneidgutes 3, wonach der Schnitt
des Frontmessers 4 erfolgt. Nach Rücktransport des Einschubsystems kann der Schneidtakt
erneut beginnen.
[0069] Besonders interessant ist ein derartiges Schneidverfahren zum vierseitigen Beschnitt
bei einer Einbindung in entsprechende Fertigungsstrecken. Eine Möglichkeit ist der
inline-verkettete vierseitige Beschnitt hinter einer Zusammentragmaschine beispielsweise
zur Herstellung von Loseblattsammlungen. Da diese oft in Ringordnern o.ä. eingesetzt
werden, ist eine mindestens zweifache Bohrung des Stapels erforderlich. Dazu muß mindestens
eine Bohrmaschine vor, nach oder während des vierseitigen Beschnittes vorgesehen werden.
[0070] Eine andere Möglichkeit ist die Inline-Verkettung mit einer Zusammentragmaschine
vor und beispielsweise einer Drahtkammbindemaschine nach demivierseitigen Beschnitt.
Somit wird eine. Inline-Bindung mit Drahtkamm auch für stärkere Produkte, die mit
einem sogenannten Lumbeckschneider innerhalb der Drahtkammbindemaschine nicht mehr
geschnitten werden können, möglich. Ebenfalls kann nach dem Klebebinder und/oder der
Zusammentragmaschine der für größere Einsatzhöhen nicht geeignete Trimmer ersetzt
werden.
[0071] Sollen bei automatischer Arbeitsweise mehrere Nutzen aus einem Rohformat 22 herausgeschnitten
werden (Mehrfachnutzenbeschnitt), erfolgt entsprechend Fig. 3 mit den Seitenmessern
5 der Trennschnitt des Rohformats 22 und anschließend der Rücktransport des abgetrennten
Rohformatrestes 23 mit einem nicht dargestellten Transportsystem. Dieses kann ein
mit der Zangenbeschickungsstation 15 formschlüssig verbundener Wagen sein. Nach Bewegung
des abgetrennten Rohformatrestes 23 aus der Frontmesserebene erfolgt der Schnitt des
Frontmessers 4 zur Herstellung des Fertignutzens 24 und gleichzeitig das automatische
Positionieren des abgetrennten Rohformatrestes 23 im Zangeneinschubpositioniersystem
16 mittels des Positioniersystems 13 und den Positionieranschlägen 17. Nach Beschnitt
des Fertignutzens 24 wird dieser durch den vom Zangeneinschubpositioniersystem 16
transportierten abgetrennten Rohformatrest 23 auf das Auslageband 18 ausgelegt. Anschließend
erfolgt entweder ein normaler dreiseitiger Beschnitt oder ein weiterer Trennschnitt.
[0072] Weitere Möglichkeiten technologischer Abfolgen sind Vierseiten-Trennschnitt und Trennschnitt
im Rückholbetrieb. Bei letzterem wird das abgetrennte Format 23 gemeinsam mit dem
fertig beschnittenen Nutzen 24 zur Zangenbeschickungsstation 15 zurückgefördert, wobei
eine Bedienperson das Schneidgut 3 von Hand entfernen kann.
Bezugszeichenliste
[0073]
- 1
- Maschinenkörper
- 2
- Schneidstation
- 3
- Schneidgut
- 4
- Frontmesser
- 5
- Seitenmesser
- 6
- Getriebe
- 7
- Kupplungs-Bremssystem
- 8
- Riementrieb
- 9
- Hauptwelle
- 10
- Motor
- 11
- Zuführband
- 12
- Stapelmagdzin
- 13.
- Positioniersystem
- 14
- Zwischenstation.
- 15
- Zangenbeschickungsstation.
- 16
- Zangeneinschubpositioniersystem
- 17
- Positionieranschläge
- 18.
- Auslageband
- 19
- Positionsgeber (Encoder)
- 20
- Steuerelement
- 21
- Maschinensteuerung
- 22
- Rohformat
- 23
- Reststück des Rohformates.
- 24
- Fertignutzen
- 25
- Antrieb
- 26
- Servoeinheit
- 27
- Verknüpfungseinheit
- 28
- Bedieneinheit.
- 29
- Vergleicher
1. Verfahren zum Beschneiden von Schneidgut (3) aus Papierwerkstoffen oder papierwerkstoffähnlichen,
stapelbaren Materialien, bei dem in zyklisch wiederkehrenden Schneidtakten einer Schneideinrichtung
jeweils zwei Seiten des Schneidgutes (3) gleichzeitig und eine dritte Seite dazu phasenversetzt
beschnitten werden können und weitere vorgelagerte beziehungsweise nachfolgende Verfahrensschritte
wenigstens zur Realisierung des Transportes des Schneidgutes (3) durchgeführt werden
und wobei die in Patentanspruch 11 angegebene Vorrichtung verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Verarbeitungszyklus jeder zyklisch wiederkehrende Schneidtakt einer
Schneideinrichtung, bei der die Schneidmesser (4,5) zwangläufig miteinander verbunden
sind, in mindestens einer Position der Schneidmesser (4, 5) der Schneideinrichtung
entsprechend einem wählbaren, vorgegebenen Programmablauf zyklisch wiederkehrend unterbrochen
werden kann,
daß der durch den mechanischen Zwanglauf der Schneideinrichtung festgelegte Schneidtakt
in der durch die Unterbrechung erreichten Position der Schneidmesser (4, 5) dem Programmablauf
entsprechend fortgesetzt werden kann, wobei das gleiche Schneidgut (3) in oder ohne
veränderte Position oder ein anderes Schneidgut (3) weiter bearbeitet werden und/oder
daß jede unterbrochene Phase des Schneidtaktes zur Bearbeitung des gleichen, positionsveränderten
oder anderen Schneidgutes (3) vor Zuendeführung des jeweiligen Verarbeitungszyklus
beliebig oft wiederholt werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß durch die Unterbrechung des Schneidtaktes in vorgegebener Position die Schnittfolge
der Schneidmesser (4, 5) umgekehrt und/oder beliebig variiert werden und der Bewegungsablauf
der Schneidmesser (4, 5) an die Schneidguthöhe angepaßt werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung für die Bewegung der Schneidmesser (4, 5) von einer in eine andere Stellung
wahlweise umgekehrt werden kann.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem vierseitigen Beschneiden des Schneidgutes (3) jeweils zunächst die parallelen
Seiten des Schneidgutes (3) gleichzeitig und die dritte Seite dazu phasenversetzt
beschnitten werden, daß anschließend das dreiseitig beschnittene Schneidgut (3) der
Schneideinrichtung automatisch entnommen und neu positioniert wird, während sich die
Schneideinrichtung in eine solche Position bewegt, daß nach erneutem Einschub des
Schneidgutes (3) in die Schneidstation (2) die vierte Seite beschnitten werden kann.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vierseitenbeschnitt des Schneidgutes (3) dadurch erfolgt, daß nach dem phasenversetzten
Beschneiden der parallelen Seiten und der Frontseite ein wiederholter Schnittvorgang
der parallelen Seiten erfolgt, daß anschließend das Schneidgut (3) der Schneidstation
(2) automatisch entnommen und neu positioniert wird und daß nach einem erneuten Einschub
des Schneidgutes (3) in die Schneidstation (2) die vierte Seite des Schneidgutes (3)
beschnitten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Zusammenstellung des Schneidgutes (3) mittels einer Zusammentragmaschine
und automatischem Transport zur Schneideinrichtung der vierseitige Beschnitt des Schneidgutes
(3) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem vierseitigen Beschnitt des Schneidgutes (3) und automatischem Transport
zu einer nachgeordneten Drahtkammbindemaschine das Schneidgut (3) mit Drahtkamm gebunden
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschneiden des Schneidgutes (3) in Verkettung mit einer Broschürenstrecke derart
erfolgt, daß aus einem Rohformat (22) ein Nutzen zunächst durch zweiseitiges Schneiden
herausgeschnitten wird, danach der Rohformatrest (23) automatisch der Schneidstation
(2) entnommen wird, daß anschließend der Fertigbeschnitt des ersten Nutzens (24) erfolgt
und daß danach der Rohformatrest (23) automatisch der Schneidstation (2) zum dreiseitigen
Beschnitt und/oder zum Abtrennen und Beschneiden eines weiteren Nutzens (24) zugeführt
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschneiden in Verbindung mit mindestens einem Bohrvorgang des Schneidgutes (3)
erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionen der Schneidmesser (4, 5) der Schneideinrichtung, in denen der Schneidtakt
unterbrochen wird, durch Bedienerwahl beliebig veränderbar sind.
11. Vorrichtung zum Beschneiden von Schneidgut (3) aus Papierwerkstoffen oder papierwerkstoffähnlichen,
stapelbaren Materialien, bestehend aus einer drei Schneidmesser (4, 5) aufnehmenden
Schneideinrichtung, bei der zwei Seitenmesser (5) gleichzeitig und ein Frontmesser
(4) phasenversetzt mindestens drei Seiten des Schneidgutes (3) beschneiden, und weiteren
Mechanismen zur Realisierung mindestens der Transportfunktionen des Schneidgutes (3),
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung mindestens einen Regelkreis oder eine Steuerung zum definierten
Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser (4, 5), die zwangläufig miteinander verbunden
sind, und mindestens einen Regelkreis oder eine Steuerung zum Positionieren des Schneidgutes
(3) aufweist,
daß die Regelkreise und/oder Steuerungen derart ausgebildet und angeordnet sind, daß
mindestens ein Positioniersystem (13) und die Messer (4, 5) der Schneideinrichtung
ihre durch einen wählbaren, vorgegebenen Programmablauf festgelegten Positionen zugleich
oder nacheinander einnehmen können, wobei das Positioniersystem (13) und die Messer
(4, 5) der Schneideinrichtung ihre Positionen während eines Verarbeitungszyklus mehrfach
oder gar nicht durchlaufen können,
und daß die Synchronisierung der Schneideinrichtung und des Positioniersystems (13)
mittels einer zentralen Steuerung oder Anlagenregelung (21) erfolgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Regelkreis oder die wenigstens eine Steuerung zum definierten
Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser (4, 5) im wesentlichen mindestens ein
Positionserfassungselement (19), Mittel (7) zum Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser
(4, 5), ein Steuerelement (20) und eine Maschinensteuerung oder Anlagenregelung (21)
umfaßt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser (4, 5) als Kupplungs-Bremskombination
(7) ausgebildet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Regelkreis oder die mindestens eine Steuerung zur Positionierung
des Schneidgutes (3) im wesentlichen mindestens ein mit einer Zuführeinrichtung (11)
verbundenes und servoangetriebenes Positioniersystem (13, 25, 26) und eine Verknüpfungseinheit
(27) umfaßt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Steuerung oder Anlagenregelung (21) von der zentralen Maschinensteuerung
übernommen wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement (20) des Regelkreises oder der Steuerung für die Schneidmesser
(4, 5) derart ausgebildet ist, daß es eine stufenlose Regelung der auf die Schneidmesser
(4, 5) übertragenen Antriebskräfte beziehungsweise -momente ausführen kann.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Positioniersystem (13) zwischen einem Stapelmagazin (12) und einer Zangenbeschickungsstation
(15) angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das servogetriebene Positioniersystem (13, 25, 26) in Kombination mit der Maschinensteuerung
oder Anlagenregelung (21) derart ausgebildet ist, daß das Schneidgut (2) zwischen
dem Stapelmagazin (12) und der Zangenbeschickungsstation (15) in beliebige Positionen
bewegt werden kann und diese Positionen mit gleichem oder anderen Schneidgut (2) beliebig
oft reproduziert werden können.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinensteuerung oder Anlagenregelung (21) der Regelkreise und/oder der Steuerungen
derart ausgebildet ist, daß zum manuellen Beschicken der Zangenbeschickungsstation
(15) die Positioniereinrichtung außer Kraft gesetzt wird.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (7) zum Unterbrechen der Bewegung der Schneidmesser (4, 5) so ausgebildet
sind, daß die Schneidmesser (4, 5) im unterbrochenen Zustand ihrer Bewegung oberhalb
des Schneidgutes (3) stehen, wobei sich in mindestens einer Stellung das Frontmesser
(4) und in mindestens einer weiteren Stellung die Seitenmesser (5) im Anfangsbereich
der Bewegung zum Schneidgut (3) hin befinden.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinensteuerung oder Anlagenregelung (21) so ausgebildet ist, daß durch Bedienerwahl
die Zuordnung der Unterbrechung der Bewegung der Schneidmesser (4, 5) zum zyklisch
wiederkehrenden Schneidtakt und der Positionen des Schneidgutes (3) verändert werden
kann.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schutzeinrichtung zwischen der Zangenbeschickungsstation (15) und der Schneideinrichtung
vorgesehen ist, welche bei Zuführung von nicht zugelassenen Körpern in die Schneidstation
(2) die Schneideinrichtung stillsetzt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß zum Trennen und Beschneiden von mehreren Nutzen (24) aus einem Rohformat (22) eine
Zusatzvorrichtung mit der Schneidvorrichtung verbunden werden kann, die derart ausgebildet
und mit den Regelkreisen beziehungsweise Steuerungen gekoppelt ist, daß das abgetrennte
Rohformat (23) nach dem zuerst durchgeführten. Trennschnitt der Seitenmesser (4) zur
Zangenbeschickungsstation (15) zurücktransportiert und dort erneut mittels der Positionierungsvorrichtung
automatisch der Zangenbeschickungsstation (15) zugeführt wird, wobei während dieser
Zeit, zuvor oder danach der Beschnitt des Frontmessers (5) am ersten Nutzen (24) erfolgt.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß zum vierseitigen Beschneiden des Schneidgutes (3) eine Zusatzvorrichtung mit der
Zangenbeschichtungsstation (15) verbunden werden kann, die als Drehgreifersystem ausgebildet
ist und so mit den Regelkreisen beziehungsweise den Steuerungen gekoppelt ist, daß
nach dem dreiseitigen Beschnitt des Schneidgutes (3) dieses zur Zangenbeschickungsstation
(15) zurückbewegt wird, dort in die entsprechende Position gedreht und der Schneideinrichtung
erneut zugeführt wird.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Be- und Entschickungsvorgänge mit einem oder mehreren Zangenbeschickungssystemen
(15) erfolgen, bei denen eine Umschaltung zwischen manueller und automatischer Zangenbeschikkung
möglich ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Antriebssystems der Schneideinrichtung Mittel zum Umkehren der Drehrichtung
der antreibenden Welle, vorzugsweise in Form einer Reversierkupplung, vorgesehen sind.
1. A method for trimming cutting material from paper materials or paper material-like
stackable materials for which, in cyclically recurring cutting cycles of a cutting
device, in each case, two sides of the cutting material can be trimmed simultaneously
and a third side can be trimmed out of phase, and to further preceding or subsequent
process steps, which are carried out at least for realizing the transport of the cutting
material, characterized in that, within a processing cycle, each cyclically recurring cutting phase of a mechanically
positive cutting device can be interrupted in a cyclically recurring manner in accordance
with a selectable specified program in at least one position of the cutting knives
(4, 5) of the cutting device; that the cutting phase, fixed by the mechanically controlled
movement of the cutting device in the position of the cutting knives (4, 5), reached
by the interruption, can be continued in accordance with the program, it being possible
to continue to process the same cutting material (3) with or without a changed position
or a different cutting material and/or that each interrupted phase of the cutting
phase, for processing the same, position-changed or other cutting material (3) repeatedly
as often as desired before the respective processing cycle, is ended.
2. The method of claim 1, characterized in that, due to the interruption of the cutting phase in a specified position, the cutting
sequence of the cutting knives (4, 5) can be reversed and/or varied at will and the
position of the cutting knives (4, 5) changed.
3. The method of claims 1 and 2, characterized in that the direction of rotation for the movement of the cutting knives (4, 5) can be reversed
alternately from one position to another.
4. The method of one. of the claims 1 to 3, characterized in that, for a four-sided trimming of the cutting material (3), in each case initially the
parallel sides of the cutting material (3) are trimmed simultaneously and the third
side is trimmed during an offset phase and that subsequently the cutting material
(3), trimmed on three sides, is automatically taken from the cutting device and positioned
anew, while the cutting device moves into such a position that, after the renewed
insertion of the cutting material (3) into the cutting station (2), the fourth side
can be trimmed.
5. The method of one of the claims 1 to 3, characterized in that that the four-sided trimming of the cutting material (3) takes place owing to the
fact that, after the phase-offset trimming of the parallel sides and the front side,
a repeated cutting process of the parallel sides takes place, that subsequently the
cutting material (3) is removed automatically from the cutting station (2) and positioned
anew and that, after a renewed insertion of the cutting material (3) into the cutting
station (2), the fourth side of the cutting material (3) is trimmed.
6. The method of claims 4 or 5, characterized in that, after the cutting material (3) is assembled by means of an assembling machine and
transported automatically to the cutting device, the four-sided trimming of the cutting
material (3) takes place.
7. The method of one of the claims 4 to 6, characterized in that, after the four-sided trimming of the cutting material (3) and the automatic transport
to a downstream wire comb binding machine, the cutting material (3) is bound with
wire comb.
8. The method of one of the claims 1 to 7, characterized in that the trimming of the cutting material (3), tied into a booklet line, takes place in
such a manner that, to begin with, copies produced from one sheet are cut from an
untrimmed format (22) by two-sided cutting, after which the remainder of the untrimmed
format (23) automatically is taken from the cutting station (2), that, subsequently,
the final trimming of the first copies produced from one sheet (24) is carried out
and that, thereafter, the remainder of the untrimmed format (23) is supplied automatically
to the cutting station (2) for the three-sided trimming and/or for the severing and
trimming of a further copy produced from one sheet (24).
9. The method of one of the claims 1 to 8, characterized in that the trimming takes place in conjunction with at least one drilling process of the
cutting material (3).
10. The method of one of the claims 1 to 9, characterized in that the positions of the cutting knives (4, 5) of the cutting device, in which the cutting
phase is interrupted, can be varied at will according to the choice of the operator.
11. An apparatus for trimming cutting material from paper materials or paper material-like
stackable materials consisting of a cutting device, accommodating three cutting knives,
for which at least three sides of the cutting material are trimmed simultaneously
by two side knives and out of phase by a front knife, and to further mechanisms for
realizing at least the transport functions of the cutting material,
characterized in that the cutting device has at least one control circuit or a controlling device for the
defined interruption of the motion of the cutting knives (4, 5) and at least one regulating
circuit or a controlling device for positioning the cutting material (3),
that the regulating circuits and/or control devices are constructed and disposed in
such a manner, that at least one positioning system (13) and the knives (4, 5) of
the cutting device can assume their positions, fixed by a specified program that can
be selected, simultaneously or consecutively, both devices being able to pass through
their positions repeatedly or not at all during a processing cycle,
and that the cutting device and the positioning system (13) are synchronized by means
of a central controlling device or an equipment regulating system (21).
12. The apparatus of claim 11, characterized in that at least one regulating circuit or the at least one controlling device for the defined
interruption of the motion of the cutting knives (4, 5) comprise essentially at least
one position-determining element (19), means (7) for interrupting the motion of the
cutting knives (4, 5), a control element (20) and a machine controlling device or
a plant regulating device (21).
13. The apparatus of claim 12, characterized in that the means for interrupting the movement of the cutting knives (4, 5) are constructed
as a coupling-braking combination (7).
14. The apparatus of claim 11, characterized in that the at least one regulating circuit or the at least one controlling device for positioning
the cutting material (3) comprises essentially at least one positioning system (13,
25, 26), which is connected with a feeding device (11) and is servo-driven, and a
linking unit (27).
15. The apparatus of claim 11, characterized in that the central controlling device or the plant regulating device (21) is taken over
by a central machine controlling device.
16. The apparatus of claims 11 and 12, characterized in that the control element (20) of the regulating circuit or the controlling device for
the cutting knives (4, 5) is constructed in such a manner that the driving forces
or the driving torques, transferred to the cutting knives (4, 5), can be regulated
infinitely variably.
17. The apparatus of one of the claims 11 to 15, characterized in that the positioning system (13) is disposed between a stacking magazine (12) and a gripper
loading station (15).
18. The apparatus of one of the claims 11 to 17, characterized in that the servo-driven positioning system (13, 25, 26), in combination with the machine
controlling device or plant regulating device (21), is constructed in such a manner,
that the cutting material (2) can be moved to any position between the stacking magazine
(12) and the gripper loading station (15) and that these positions can be reproduced
as often as desired with the same or a different cutting material (2).
19. The apparatus of one of the claims 11 to 18, characterized in that the machine controlling device or the installation regulating system (21) of the
regulating circuit and/or of the controlling devices are constructed in such a manner
that, for loading the gripper loading station (15) manually, the positioning device
is switched off.
20. The apparatus of one of the claims 11 to 19, characterized in that the means (7) for interrupting the motion of the cutting knives (4, 5) are constructed
so that the cutting knives (4, 5), in the interrupted state of their motion, are above
the cutting material (3), the front knife (4), in at least one position, and the side
knives (5), in at least another position, being in, the starting region of the motion
towards the cutting material (3).
21. The apparatus of one of the claims 11 to 20, characterized in that the machine controlling device or the equipment regulating device (21) is constructed
so that, by operator choice, the assignment of the interruption of the movement of
the cutting knives (4, 5) to the cyclically recurring cutting phase and the positions
of the cutting material can be changed.
22. The apparatus of one of the claims 11 to 21, characterized in that a safety device is provided between the gripper loading station (15) and the cutting
device, stopping the latter when impermissible bodies are supplied to the cutting
station (2).
23. The apparatus of one of the claims 11 to 22, characterized in that additional equipment can be connected with the cutting device for cutting off and
trimming several copies produced from one sheet (24) of an untrimmed format and is
constructed and coupled with the regulating circuits or controlling devices in such
a manner, that the cut-off untrimmed format (23), after the first cutting step of
the side knives (4) is carried out, is transported back to the gripper loading station
(15) and supplied there once more, by means of the positioning device, automatically
to the gripper loading station (15), the trimming of the front knife (5) at the first
copies produced from one sheet (24) taking place during, before or after this time.
24. The apparatus of one of the claims 11 to 23, characterized in that additional equipment can be connected with the gripper loading station (15) for the
four-sided trimming of the cutting material (3) and constructed as a twist gripper
system and is coupled with the regulating circuits or the controlling devices in such
a manner, that the cutting material (3), after being trimmed on three sides, is moved
back to the trimmer loading station (15), rotated there into the appropriate position
and supplied once more to the cutting device.
25. The apparatus of one of the claims 11 to 24, characterized in that the loading and unloading processes are carried out with one or more gripper loading
systems (15), for which it is possible to switch over between manual and automatic
gripper loading.
26. The apparatus of one of the claims 11 to 25, characterized in that, within the driving system of the cutting device, means for reversing the direction
of rotation of the driving shaft, preferably in the form of a reversing coupling,
are provided.
1. Procédé de découpe d'un produit de découpe (3) en matériaux de papier ou en matériaux
superposables semblables à du papier, au cours duquel, par cycles de découpe récurrents
d'un dispositif de découpe, peuvent être découpés respectivement deux côtés du produit
de découpe (3) simultanément et en outre un troisième côté en phase décalée, et au
cours duquel d'autres étapes du procédé antérieures ou suivantes sont effectuées au
moins pour réaliser le transport du produit de découpe (3) et sachant qu'est utilisé
le dispositif présenté dans la revendication 11, caractérisé en ce qu'au cours d'un cycle d'usinage, chaque cycle de découpe récurrent d'un dispositif de
découpe, sur lequel les lames (4, 5) sont assemblées par accouplement rigide, peut
être interrompu de façon récurrente dans au moins une position des lames (4, 5) du
dispositif de découpe en fonction d'un déroulement de programme déterminé à sélectionner
préalablement, en ce que le cycle de découpe déterminé par le mouvement mécanique forcé du dispositif de découpe
peut se poursuivre conformément au déroulement du programme dans la position des lames
(4, 5) atteinte par l'interruption, sachant que le même produit de découpe (3) peut
encore être usiné dans une position différente ou dans la même position ou qu'un autre
produit de découpe (3) peut encore être usiné et/ou en ce que chaque phase interrompue du cycle de découpe peut être répété autant de fois qu'on
le souhaite pour l'usinage du même produit de découpe (3) dans une position modifiée
ou d'un autre produit de découpe (3) avant la finalisation du cycle d'usinage en question.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, par l'interruption du cycle de découpe dans la position préalablement indiquée,
les séquences de découpe des lames (4, 5) sont inversées et/ou modifiées à souhait
et le déroulement du mouvement des lames (4, 5) peut être adapté à la hauteur du matériau.
3. Procédé selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le sens du mouvement des lames (4, 5) peut être inversé au choix d'une position à
une autre position.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, pour une découpe des quatre côtés du produit de découpe (3), sont respectivement
découpés en premier les côtés parallèles du produit de découpe (3) simultanément et
ensuite le troisième côté en phase décalée,
en ce que, ensuite, le produit de découpe (3) découpé sur trois côtés est automatiquement retiré
du dispositif de découpe et de nouveau positionné pendant que le dispositif de découpe
se déplace dans une position telle que, après que le produit de découpe (3) a de nouveau
été introduit dans la station de découpe (2), le quatrième côté peut être découpé.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la découpe de quatre côtés du produit de découpe (3) est effectuée par le fait qu'après
la découpe en phase décalée des côtés parallèles et du côté frontal, il se produit
une procédure de découpe répétée des côtés parallèles, en ce que le produit de découpe (3) est ensuite automatiquement retiré de la station de découpe
(2) et de nouveau positionné et en ce que, après que le produit de découpe (3) a de nouveau été introduit dans la station de
découpe (2), le quatrième côté du produit de découpe (3) est découpé.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'après l'assemblage du produit de découpe (3) à l'aide d'une assembleuse et après le
transport automatique vers le dispositif de découpe, le produit de découpe (3) est
découpé sur ses quatre côtés.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'après la découpe des quatre côtés du produit de découpe (3) et après le transport
automatique vers une lieuse à peigne à fils métalliques installée en aval, le produit
de découpe (3) est lié avec un peigne à fils métalliques.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la découpe du produit de découpe (3) est effectuée en chaînage avec une distance
à brochures de manière à ce que, à partir d'un format brut (22), un flan est en premier
lieu découpé et ôté par le fait de la découpe des deux côtés, puis le reste du format
brut (23) est automatiquement retiré de la station de découpe (2), en ce que s'effectue ensuite la découpe de finition du premier flan (24) et en ce que le reste du format brut (23) est ensuite automatiquement amené à la station de découpe
(2) pour la découpe sur trois côtés et/ou pour la séparation et la découpe d'un autre
flan (24).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la découpe s'effectue en combinaison avec au moins une procédure de perçage du produit
de découpe (3).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les positions des lames (4, 5) du dispositif de découpe dans lesquelles le cycle
de découpe est interrompu, sont modifiables à souhait par l'opérateur.
11. Dispositif servant à découper le produit de découpe (3) en matériaux de papier ou
en matériaux superposables semblables à du papier, composé d'un dispositif de découpe
avec trois lames (4, 5) sur lequel deux lames latérales (5) découpent simultanément
et une lame frontale (4) découpe en phase décalée au moins trois côtés du produit
de découpe (3), et composé d'autres mécanismes destinés à réaliser au moins les fonctions
de transport du produit de découpe (3),
caractérisé en ce que le dispositif de découpe présente au moins un circuit de réglage ou une commande
pour interrompre de manière définie le mouvement des lames (4, 5), qui sont assemblées
par accouplement rigide, et au moins un circuit de réglage ou une commande pour le
positionnement du produit de découpe (3),
en ce que les circuits de réglage et/ou les commandes sont conçus et disposés de manière à
ce qu'au moins un système de positionnement (13) et les lames (4, 5) du dispositif
de découpe peuvent prendre simultanément ou consécutivement leurs positions définies
par un déroulement de programme déterminé à sélectionner préalablement, sachant que
le système de positionnement (13) et les lames (4, 5) du dispositif de découpe peuvent
parcourir leurs positions plusieurs fois ou pas du tout au cours d'un cycle d'usinage,
et en ce que la synchronisation du dispositif de découpe et du système de positionnement (13)
s'effectue à l'aide d'une commande centrale ou d'un réglage central de l'installation
(21).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins un circuit de réglage ou au moins une commande servant à l'interruption définie
du mouvement des lames (4, 5) comprend essentiellement au moins un élément de saisie
des positions (19), des moyens (7) pour interrompre le mouvement des lames (4, 5),
un élément de commande (20) et une commande de machine ou un réglage de l'installation
(21).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les moyens destinés à interrompre le mouvement des lames (4, 5) sont conçus comme
une combinaison de freins d'embrayage (7).
14. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins un circuit de réglage ou au moins une commande pour le positionnement du
produit de découpe (3) comporte essentiellement au moins un système de positionnement
(13, 25, 26) asservi et relié à un dispositif d'amenage (11) et une unité de chaînage
(27).
15. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la commande centrale ou le réglage central de l'installation (21) est pris en charge
par la commande centrale de la machine.
16. Dispositif selon les revendications 11 et 12, caractérisé en ce que l'élément de commande (20) du circuit de réglage ou de la commande des lames (4,
5) est conçu de telle sorte qu'il soit possible d'effectuer un réglage progressif
des forces ou des couples d'entraînement transmis aux lames (4, 5).
17. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que le système de positionnement (13) est disposé entre un magasin d'empilage (12) et
une station d'amenage par pinces (15).
18. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 17, caractérisé en ce que le système de positionnement (13, 25, 26) asservi en combinaison avec la commande
de la machine ou le réglage de l'installation (21) est conçu de telle sorte que le
produit de découpe (2) peut être déplacé entre le magasin d'empilage (12) et la station
d'amenage par pinces (15) dans les positions souhaitées et que ces positions peuvent
être reproduites aussi souvent qu'on le souhaite avec le même produit de découpe ou
un autre (2).
19. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 18, caractérisé en ce que la commande de la machine ou le réglage de l'installation (21) des circuits de réglage
et/ou des commandes est conçu(e) de telle sorte que, pour l'approvisionnement manuel
de la station d'amenage par pinces (15), le dispositif de positionnement est mis hors
fonction.
20. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 19, caractérisé en ce que les moyens (7) pour interrompre le mouvement des lames (4, 5) sont conçus de telle
sorte que les lames (4, 5), lorsque leur mouvement est interrompu, se trouvent au-dessus
du produit de découpe (3), sachant que la lame frontale (4) se trouve dans au moins
une position et les lames latérales (5) se trouvent dans au moins une autre position
dans la partie initiale du mouvement vers le produit de découpe (3).
21. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 20, caractérisé en ce que la commande de la machine ou le réglage de l'installation (21) est conçu(e) de telle
sorte que, au choix de l'opérateur, l'affectation de l'interruption du mouvement des
lames (4, 5) peut être modifiée par rapport au cycle de découpe récurrent et aux positions
du produit de découpe (3).
22. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 21, caractérisé en ce qu'il est prévu, entre la station d'amenage par pinces (15) et le dispositif de découpe,
un dispositif de protection qui arrête le dispositif de découpe si des corps non autorisés
sont amenés dans la station de découpe (2).
23. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 22, caractérisé en ce que pour séparer et découper plusieurs flans (24) à partir d'un format brut (22), il
est possible de raccorder un dispositif supplémentaire au dispositif de découpe qui
est conçu et couplé aux circuits de réglage ou aux commandes de telle sorte que le
format brut séparé (23) est ramené à la station d'amenage par pinces (15) après la
découpe de séparation des lames latérales (4) effectuée en premier lieu et il est
à cet endroit automatiquement amené à la station d'aménagé par pinces (15) de nouveau
à l'aide du dispositif de positionnement, sachant que pendant, avant ou après ce laps
de temps s'effectue la découpe de la lame frontale (5) sur le premier flan (24).
24. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 23, caractérisé en ce que, pour la découpe des quatre côtés du produit de découpe (3), il est possible de raccorder
à la station d'amenage par pinces (15) un dispositif supplémentaire qui est conçu
comme un système de préhenseurs rotatifs et qui est de ce fait raccordé aux circuits
de réglage ou aux commandes, en ce que, à la suite de la découpe des trois côtés du produit de découpe (3), celui-ci est
ramené à la station d'amenage par pinces (15) où il est tourné dans la position correspondante
et amené de nouveau vers le dispositif de découpe.
25. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 24, caractérisé en ce que les procédures d'amenage et d'enlèvement s'effectuent avec un ou plusieurs systèmes
d'amenage par pinces (15) sur lesquels il est possible de commuter entre l'aménage
par pinces manuel et l'aménage automatique.
26. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 25, caractérisé en ce que sont prévus, au sein du système d'entraînement du dispositif de découpe, des moyens
pour inverser le sens de rotation de l'arbre moteur, de préférence sous forme d'un
accouplement réversible.