[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Wärmetauscher, insbesondere Heizungswärmetauscher,
Motorkühler, Verflüssiger oder Verdampfer, für Kraftfahrzeuge, mit verrippten Flachrohren,
mit den weiteren Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0002] Bei derartigen Wärmetauschern ist es üblich (vgl. z.B. US 5174373), je einen Sammler
im Bereich beider Enden der verrippten Flachrohre anzuordnen und dabei ein inneres
Wärmetauschfluid der Flachrohre von dem einen Sammler her durch den jeweiligen Rohrinnenraum
der Flachrohre zum anderen Sammler zu leiten.
[0003] Es ist auch schon bekannt (vgl. z.B. DE 44 46 817 AI), nur einen mit Zulauf und Rücklauf
versehenen Sammler zu verwenden, an den das jeweilige verrippte Flachrohr mit seinem
Rohrinnenraum mehrflutig angeschlossen ist, wobei die Enden der Flachrohre, welche
dem Sammler abgewandt sind, mit einer Umlenkeinrichtung für die Fluten versehen sind.
[0004] Schließlich ist es z. B. von der Kombination eines Wasserkühlers eines Motorkühlkreislaufs
und eines Verflüssigers einer Kraftfahrzeugklimaanlage, einem Motorölkühler oder einem
Ladeluftkühler bekannt, von verschiedenen inneren Wärmetauschfluiden beaufschlagte
Wärmetauscher in Strömungsrichtung des äußeren Wärmetauschfluids, bei Kraftfahrzeugen
meist der Umgebungsluft, hintereinander oder nebeneinander anzuordnen (DE-G 91 11
412.8 U1). Eine solche multifunktionelle Anordnung erfordert neben dem baulichen Aufwand
für mehrere Wärmetauscher, der sich insbesondere in Material- und Fertigungskosten
äußert, auch für deren Anordnung einen relativ großen Raumbedarf, der gerade bei Anordnung
in Kraftfahrzeugen besonders kritisch ist.
[0005] Eine solche multifunktionelle Anordnung insbesondere für Flugzeuge mit Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1 gemäß der GB-A-583 814 ist hinsichtlich Material-,
Fertigungsund insbesondere Raumaufwand mindestens für bestimmte Anwendungsfälle weiter
optimiert.
[0006] Hierbei werden die Funktionen von zwei Wärmetauschern mit Beaufschlagbarkeit durch
zwei verschiedene innere Wärmetauschfluide in einem einzigen Wärmetauscher integriert.
Die angestrebte Optimierung ist dann besonders günstig erreicht, wenn die beiden unterschiedlichen
Wärmetauschfunktionen in zeitlicher Folge nutzbar gemacht werden, wobei dann die Verrippung
der Flachrohre, die für die momentane Wärmetauschfunktion nicht gebraucht wird, die
Verrippung der für die momentane Wärmetauschfunktion aktiven Flachrohre für den Wärmetausch
mit dem äußeren Wärmetauschfluid ergänzt. In diesem Fall kann es sogar ausreichen,
die gesamte Verrippung des Wärmetauschers nur nach der einen Wärmetauschfunktion auszulegen,
die eine maximale äußere Wärmetauschfläche benötigt. Im Grenzfall kann man also sogar
die äußere Verrippung gegenüber den bekannten einzelnen Wärmetauschern halbieren.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Wärmetauscher für die Verhältnisse
bei Kraftfahrzeugen noch weiter zu optimieren. Diese Aufgabe wird durch einen Wärmetauscher
mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. In jedem Fall braucht bei der Fertigung nur
ein einziger Wärmetauschertyp für mehrere Funktionen hergestellt und bei der Montage
im Kraftfahrzeug angeordnet zu werden, was zu erheblichen Einsparungen an Material,
Herstellungskosten und Montagekosten führt. Auch der erforderliche Einbauraum im Kraftfahrzeug
kann im obigen Zusammenhang minimal gehalten werden.
[0008] Anspruche 2 betrifft eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung.
[0009] Die Erfindung wird im folgenden anhand schemati-scher Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht in Richtung der Strömung von Umgebungsluft als äußerem Wärmetauschfluid
auf eine Ausbildungsform eines Wärmetauschers einer Bauart, auf welche sich die Erfindung
bezieht, in teilweise geschnittener und teilweise Explosionsdarstellung;
Fig. 2 eine funktionelle Ansicht eines einzelnen Flachrohres mit weggelassener Verrippung;
Fig. 3 eine funktionelle Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform eines Wärmetauschers
gemäß Fig. 1; sowie
Fig. 4 einen Teilschnitt eines Wärmetauschers gemäß Fig. 1 in Längsrichtung der Flachrohre
mit Darstellung einer erfindungsgemäßen Art des Endabschlusses an den Enden der Flachrohre,
die ihrem Sammler abgewandt sind.
[0010] Bei allen dargestellten Wärmetauschern ist ein Block aus parallel zueinander angeordneten
Flachrohren 2 vorgesehen, die eine gemeinsame Verrippung durch Zickzacklamellen 4
aufweisen, die mindestens an die Flachseiten der Flachrohre 2 anschließen. Zusätzlich
kann auch noch eine entsprechende Verrippung 4a an der äußeren Flachseite eines jeweils
außen liegenden Flachrohres 2 vorgesehen sein, an die ein äußeres seitliches Abschlußblech
6 anschließt.
[0011] Allen Ausführungsbeispielen ist weiter gemeinsam, daß eine Gruppe von Flachrohren
2 mit einem Sammler 8 kommuniziert, welcher zweiteilig aus einem Rohrboden 10 und
einem Deckel 12 zusammengesetzt ist. Der Rohrboden weist Einsteckschlitze 14 jeweils
für ein freies Ende der mit dem betreffenden Sammler 8 kommunizierenden Flachrohre
2 auf. Die Flachrohre sind dabei zweiflutig ausgebildet. Die in Strömungsrichtung
des inneren Wärmetauschfluids erste Flut 16 verläuft dabei im Gegenstrom innerhalb
des Flachrohres zu der zweiten Flut 18, wobei zwischen den beiden Fluten 16 und 18
eine Trennwand 20 innerhalb des Flachrohres 2 ausgebildet ist. Der Pfeil 22 in den
Fig. 1 und 2 veranschaulicht dabei die Strömungsumkehr der beiden Fluten innerhalb
des Flachrohres.
[0012] Der Deckel 12 des Sammlers 8 ist seinerseits durch eine Zwischenwand 24 in eine eingangsseitige
Abteilung 26 und eine ausgangsseitige Abteilung 28 unterteilt. Die eingangsseitige
Abteilung 26 ist dabei mit einem seitlichen Zulauf 30 am Deckel 12 versehen und kommuniziert
innerhalb des Sammlers 8 mit der ersten Flut 16. Die ausgangsseitige Abteilung 28
weist ebenfalls an der einen Seite des Deckels 12, hier ohne Beschränkung der Allgemeinheit
an derselben Seite, einen Rücklauf 32 des inneren Wärmetauschfluids auf und kommuniziert
innerhalb des Sammlers 8 mit der jeweiligen zweiten Flut 18.
[0013] Ohne auf Einzelheiten der Bauart des betreffenden Sammlers 8 weiter eingehen zu wollen,
ist zusätzlich in Fig. 1 dargestellt, daß jedenfalls die Zwischenwand 24 im Sammler
8 Zungen 34 aufweisen kann, welche in längs des Rohrbodens 10 verlaufende Nuten oder
Schlitze 36 eingreifen können.
[0014] Bei der beschriebenen Bauweise bestehen alle Teile vorzugsweise aus Aluminium oder
einer Aluminiumlegierung, wie z.B. AIMnl, und sind miteinander hart unter Abdichtung
der jeweiligen Trennwände verlötet.
[0015] Bei der Ausführungsart der Fig. 1 ist je ein Sammler 8a und 8b im Bereich beider
Enden der Flachrohre 2 angeordnet, wobei beide Sammler von unterschiedlichen Arten
eines inneren Wärmetauschfluids beaufschlagt sind. Die unterschiedlichen Arten können
dabei insbesondere chemisch unterschiedlich sein. Man kann aber auch in Betracht ziehen,
nur einen Parameter des inneren Wärmetauschfluids unterschiedlich zu wählen, wie etwa
die Betriebstemperatur.
[0016] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 sind dabei aufeinander folgende Flachrohre 2
abwechselnd kommunizierend an den Sammler 8a oder an den Sammler 8b angeschlossen.
[0017] Diese Anschlußfolge kann jedoch auch in einem anderen Rhythmus erfolgen. So kann
man etwa statt des abwechselnden Anschlusses gemäß Fig. 3 ohne Beschränkung der Allgemeinheit
jeweils einen Anschluß an nur ein Flachrohr mit einem Anschluß jeweils an eine Parallelschaltung
von zwei Flachrohren wechseln. Jede andere Zuordnung von einzelnen und/oder gruppenweisen
Anschlüssen ist hierbei im Rahmen der Erfindung auch möglich.
[0018] Aufbau und AnschluBweise der beiden Sammler 8a und 8b gemäß Fig. 1 sind dabei gleichartig,
so daß der Sammler 8b nicht gesondert beschrieben zu werden braucht.
[0019] Wiederum ohne Beschränkung der Allgemeinheit beschreiben die Fig. 3 und 4 zwei besonders
bevorzugte Ausführungsformen der Ausbildung und Anordnung der von einem inneren Wärmetauschfluid
beaufschlagten Flachrohre 2 im Umlenkungsbereich der Fluten.
[0020] Die Umlenkung der Fluten kann dabei vollständig oder teilweise im Flachrohr 2 selbst
erfolgen, wie dies an zwei Alternativen in Fig. 2 einerseits und in Fig. 4 andererseits
dargestellt ist. In der in erster Linie schematisch gemeinten Darstellung von Fig.
2 kann man auch gegenständlich eine solche Ausführungsform erkennen, bei der am Ende
des betreffenden Flachrohres 2 die Trennwand 20 ganz fortgelassen ist. Alternativ
kann diese Trennwand 20 auch mit zur Strömungsverbindung dienenden Öffnungen 46 analog
Fig. 4 ausgebildet sein, wobei hier eine Anzahl von zwei Öffnungen dargestellt ist,
an deren Stelle jedoch ebenso eine einzelne Öffnung wie eine Anzahl von mehr als zwei
Öffnungen 46 treten kann.
[0021] Wenn die Umlenkung zwischen den beiden Fluten ausschließlich analog Fig. 2 oder Fig.
4 innerhalb des Flachrohres erfolgt, reicht es aus, das betreffende Flachrohr an dem
Ende, welches nicht mit seinem Sammler 8 kommuniziert, einfach abzuschließen, z.B.
durch Zusammenklemmen und Hartverlöten. Die Ausführungsformen gemäß Fig. 2 und Fig.
4 zeigen stattdessen einen Endabschluß des jeweiligen Flachrohres 2 durch ein gesondertes
napfförmiges Element 48. Dessen Anordnung gibt die Möglichkeit, auf eine Umlenkung
der Fluten im Flachrohr selbst sogar ganz zu verzichten und stattdessen die Umlenkung
in dem betreffenden napfförmigen Element 48 ausschließlich vorzunehmen. Man kann aber
auch eine Mischform zwischen beiden Ausführungsformen nehmen, bei denen die Umlenkung
teilweise innerhalb des Flachrohres und teilweise innerhalb des napfförmigen Elementes
vorgenommen ist. Bevorzugt und im Rahmen der Darstellung gemeint ist die Anordnung,
bei der die Umlenkung ausschließlich im Flachrohr erfolgt und das betreffende napfförmige
Element 48 nur zum stirnseitigen Abschluß des betreffenden Flachrohres 2 vorgesehen
ist.
[0022] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist in Übereinstimmung mit der Darstellung in
den Fig. 1 und 3 das napfförmige Element 48 an einem freien Ende des betreffenden
Flachrohres 2 übergestülpt. Diese Art des Abschlusses eines offenen Endes eines Flachrohres
ist hier nur beispielsweise als Möglichkeit der Bauart eines Wärmetauschers zu verstehen,
auf den sich die Erfindung bezieht.
Fig. 4 zeigt demgegenüber die erfindungsgemäße Variante, bei der auf die gesonderte
Ausbildung und Anordnung des napfförmigen Teils 48 verzichtet wird und dessen Funktion
durch entsprechende napfförmige Ausbildung 48 des Rohrbodens 10 mit übernommen wird.
[0023] Schließlich ist in Fig. 2 dargestellt, daß im Rahmen der Erfindung vorzugsweise solche
Flachrohre 2 Anwendung finden, die aus einem Flachmaterial so gefaltet sind, daß bei
der Faltung auch die Trennwand 20 des Flachrohres mit gewonnen wird. Dies wird besonders
deutlich an der in Fig. 2 links ersichtlichen Schnittführung durch das freie Ende
des betreffenden Flachrohres 2, wo die Trennwand 20 von einer Endzone des ursprünglichen
Flachmaterials mit gebildet wird.
1. Wärmetauscher, insbesondere Heizungswärmetauscher, Motorkühler, Verflüssiger oder
Verdampfer, für Kraftfahrzeuge, mit verrippten Flachrohren (2), deren Rohrinnenraum
(38) jeweils von einem inneren Wärmetauschfluid beaufschlagt ist, welches mit dem
Rohrinnenraum (38) über Sammler (8a,8b) kommuniziert, von denen ein erster Sammler
(8a) im Bereich der ersten Enden und ein zweiter Sammler (8b) im Bereich der zweiten
Enden der Flachrohre (2) angeordnet ist, wobei
die Flachrohre (2) in einzelner oder gruppenweiser Folge abwechselnd an ihren ersten
Enden von dem ersten Sammler (8a) und an ihren zweiten Enden von dem zweiten Sammler
(8b) aus von ihrem inneren Wärmetauschfluid beaufschlagbar sind,
der erste Sammler (8a) mit Zulauf (30) und Rücklauf (32) eines ersten und der zweite
Sammler (8b) mit Zulauf (30) und Rücklauf (32) eines vom ersten verschiedenen zweiten
Wärmetauschfluids ausgebildet ist, und
die Enden der Flachrohre (2), die ihrem Sammler (8a,8b) abgewandt sind, mit einer
U-förmigen Strömungsumkehr (22) im Flachrohr (2) versehen sind,
gekennzeichnet durch von den Flachrohren (2) gesonderte Endverschlüsse (48) für die Enden der Flachrohre,
welche im Rohrboden (10) eines Sammlers (8) mit ausgebildet sind, der für die Beaufschlagung
anderer Flachrohre (2) mit innerem Wärmetauschfluid vorgesehen ist.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Strömungsumkehr (22) mindestens eine Öffnung (46) in der Trennwand (20) zwischen
gegenläufigen benachbarten Fluten (16,18) desselben Flachrohres (2) vorgesehen ist.
1. Heat exchanger, in particular heating heat exchanger, engine radiator, condenser or
evaporator, for motor vehicles, with ribbed flat tubes (2), the tube interior (38)
of which is in each case acted upon by an internal heat exchange fluid which communicates
with the tube interior (38) via headers (8a, 8b), of which a first header (8a) is
arranged in the region of the first ends and a second header (8b) in the region of
the second ends of the flat tubes (2),
the flat tubes (2) being capable of being acted upon by their internal heat exchange
fluid in an individual or grouped sequence alternately at their first ends from the
first header (8a) and at their second ends from the second header (8b),
the first header (8a) being designed with an inflow (30) and return flow (32) of a
first heat exchange fluid and the second header (8b) being designed with an inflow
(30) and a return flow (32) of a second heat exchange fluid different from the first,
and
those ends of the flat tubes (2) which face away from their header (8a, 8b) being
provided with a U-shaped flow reversal (22) in the flat tube (2),
characterized by end closures (48), separate from the flat tubes (2), for those ends of the flat tubes
which are also formed in the tube sheet (10) of a header (8) which is provided for
acting upon other flat tubes (2) with internal heat exchange fluid.
2. Heat exchanger according to Claim 1, characterized in that, for the flow reversal (22), at least one orifice (46) is provided in the partition
(20) between oppositely directed adjacent flows (16, 18) of the same flat tube (2).
1. Echangeur thermique, en particulier échangeur thermique de chauffage, radiateur de
moteur, condenseur ou évaporateur, pour véhicules automobiles, à tuyaux plats nervurés
(2), dont l'intérieur de tuyau (38) est chargé respectivement par un fluide d'échange
thermique intérieur qui communique avec l'intérieur de tuyau (38) à travers des collecteurs
(8a, 8b) dont un premier collecteur (8a) est disposé au niveau des premières extrémités
et un deuxième collecteur (8b) est disposé au niveau des deuxièmes extrémités des
tuyaux plats (2), dans lequel
les tuyaux plats (2) peuvent être chargés par leur fluide d'échange thermique intérieur
dans une séquence individuelle ou groupée en alternance à leurs premières extrémités
à partir du premier collecteur (8a) et à leurs deuxièmes extrémités à partir du deuxième
collecteur (8b),
le premier collecteur (8a) est réalisé avec une arrivée (30) et un retour (32) d'un
premier fluide d'échange thermique, et le deuxième collecteur (8b) est réalisé avec
une arrivée (30) et un retour (32) d'un deuxième fluide d'échange thermique différent
du premier, et
les extrémités des tuyaux plats (2) détournées de leur collecteur (8a, 8b) sont munies
d'une inversion d'écoulement en forme d'U (22) dans le tuyau plat (2),
caractérisé par des terminaisons (48) séparées des tuyaux plats (2) pour les extrémités des tuyaux
plats qui sont réalisées dans le fond de tuyau (10) d'un collecteur (8) qui est prévu
pour mettre en charge d'autres tuyaux plats (2) avec un fluide d'échange thermique
intérieur.
2. Echangeur thermique selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour l'inversion de l'écoulement (22), au moins un orifice (46) est prévu dans la
paroi de séparation (20) entre des flux adjacents opposés (16, 18) du même tuyau plat
(2) .