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(11) |
EP 0 964 989 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.11.2003 Patentblatt 2003/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.12.1998 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9803/708 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9903/4103 (08.07.1999 Gazette 1999/27) |
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KRAFTSTOFF/LUFT-GEMISCHREGELUNGSSYSTEM EINER BRENNKRAFTMASCHINE
AIR-FUEL MIXTURE REGULATING SYSTEM IN AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
SYSTEME DE REGULATION DU MELANGE CARBURANT-AIR POUR MOTEUR A COMBUSTION INTERNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
24.12.1997 DE 19757893
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.1999 Patentblatt 1999/51 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- REMBOLD, Helmut
D-70435 Stuttgart (DE)
- FRANK, Bruno
D-74076 Heilbronn (DE)
- HAAG, Gottlob
D-71706 Markgröningen (DE)
- BRITSCH, Heinz
D-74321 Bietigheim-Bissingen (DE)
- STUTZENBERGER, Heinz
D-71665 Vaihingen (DE)
- MUELLER, Uwe
D-70825 Korntal-Münchingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 833 465 FR-A- 2 284 767 US-A- 4 964 388 US-A- 5 452 603
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DE-A- 19 819 197 FR-A- 2 485 093 US-A- 5 036 669
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft die Kraftstoff/Luft-Gemischregelung für Brennkraftmaschinen
auf der Basis einer Auswertung der Verbrennungsgeschwindigkeit.
[0002] Aus der DE 24 43 413 ist bereits ein derartiges Lambdaregelungssystem bekannt, bei
dem die Verbrennungsgeschwindigkeit durch Auswerten eines im Brennraum fließenden
Ionenstroms gewonnen wird. Das bekannte System sieht eine Regelung an der Magerlaufgrenze,
das heißt bei magerem Kraftstoff/Luft-Gemisch vor. In diesem Bereich von Lambdawerten
größer 1 ändert sich die mittlere Flammengeschwindigkeit monoton mit Änderungen von
Lambda, so daß die Werte der ermittelten Flammengeschwindigkeiten in eindeutiger Weise
Werten für das Kraftstoff/Luftgemischverhältnis Lambda zuzuordnen sind. Diese Eindeutigkeit
geht bei Einbeziehung weiterer Lambdawerte, die auch kraftstoffreiche Gemischzusammensetzungen
(Lambda < 1) umfassen, verloren, da die Verbrennungs- oder auch Flammengeschwindigkeit
im Bereich von Lambda ungefähr = 0,85 ein Maximum aufweist. Mit anderen Worten: Im
Bereich des Maximums reicht ein Wert für das Flammengeschwindigkeitssignal allein
nicht zur Regelung aus, da einem Flammengeschwindigkeitswert zwei Lambdawerte zugeordnet
sein können (Doppeldeutigkeit).
[0003] vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung in der Angabe eines Verfahrens
und einer Vorrichtung, die eine Lambdaregelung auf der Basis der erfaßten Verbrennungsgeschwindigkeit
auch im Bereich des Maximums der Verbrennungsgeschwindigkeit erlauben. Dabei kann
die Messung der Verbrennungsgeschwindigkeit mit einer Doppelionenstromsonde erfolgen,
wie sie aus der DE 35 19 028 bekannt ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Summe der Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Besonders vorteilhaft läßt sich die Erfindung bei Zweitakt-Kleinmotoren anwenden,
da sie nur einen vergleichsweise kleinen apparativen Aufwand erfordert und damit kostengünstig
ist. Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnungen
erläutert.
[0006] Figur 1 zeigt den Brennraum eines Motors mit einer Doppelionenstromsonde und Flammenfronten.
Figur 2 stellt zeitliche Verläufe von Ionenströmen dar. Figur 3 zeigt den Verlauf
der Flammengeschwindigkeit als Funktion von Lambda. Fig. 4 zeigt das technische Umfeld
der Erfindung. Fig. 5 offenbart eine Struktur eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
[0007] Die Ziffer 1 in Figur 1 bezeichnet die Flammenfront im Brennraum 2 eines Motors.
Entsprechend der Pfeilrichtung läuft die Flamme von links auf die rechts im Brennraum
angeordnete Doppelionenstromsonde 4 zu, die aus versetzt angeordneten einzelnen Ionenstromsonden
3 und 5 gebildet sein kann. Die Buchstabenkombination Sx (Ziffer 8) bezeichnet den
räumlichen Abstand beider Ionenstromsonden. Das Prinzip der Flammengeschwindigkeitsmessung
beruht auf der Messung der Laufzeit delta_t, die die Flammenfront 1 zum Zurücklegen
der Strecke Sx benötigt. Die Flammengeschwindigkeit WF ergibt sich als Quotient von
Wegstrecke und Laufzeit, also als WF = Sx / delta_t (Ziffer 7).
[0008] Die delta_t-Ermittlung ist aus Figur 2 ersichtlich. Dort bezeichnet die Ziffer 2.1
das Signal der ersten Ionenstromsonde und die Ziffer 2.2 bezeichnet das Signal der
zweiten Ionenstromsonde. Nach dem Beginn der Verbrennung zum Zeitpunkt t0 steigen
die Signale beider Sonden mit einem Zeitverzug delta_t an. Delta_t kann beispielsweise
ermittelt werden, indem die Ionenstromsignale mit einem Schwellwert SW verglichen
werden und delta_t als zeitlicher Abstand der Schwellwertüberschreitungen definiert
wird. Alternativ zu delta_t kann der Abstand auch in Winkelgraden des Kurbelwellenwinkels
Alpha bestimmt werden.
[0009] Figur 3 zeigt den Verlauf der aus Sx und delta_t ermittelten mittleren Flammengeschwindigkeit
MWF für eine konstante Motordrehzahl als Funktion des Luftverhältnisses Lambda mit
einem Maximum MWF_max, das zwei Teilkurven MWF_links und MWF_rechts voneinander trennt.
[0010] Figur 4 zeigt als technisches Umfeld der Erfindung den Brennraum 2 mit Ionenstromsondenanordnung
4, Direkt- oder Saugrohreinspritzventil 4.6, Steuergerät 4.7, einem Lasterfassungsmittel
4.8 und einem Drehzahlsensor 4.9. Anstelle des Einspritzventils kann auch ein geregelter
Vergaser verwendet werden.
[0011] Das Einspritzsignal ti wird gemäß der Struktur der Figur 5 gebildet. Danach wird
abhängig von Drehzahl n und Last L des Motors 5.1 ein Basiswert tiG des Kraftstoffzumeßsignals
aus einem Grundkennfeld GK (Ziffer 5.2) erzeugt. Anschließend wird der Basiswert tiG
bspw. wenigstens einmal multiplikativ und/oder additiv in Verknüpfungsblöcken 5.7,
5.8 korrigiert und bspw. als Einspritzimpulsbreite zur Ansteuerung eines Einspritzventiles
verwendet. Über die Auswertung der Ionenströme IS wird im Block 5.3 die mittlere Flammengeschwindigkeit
MWF der anschließenden Verbrennung erfaßt.
[0012] Es folgt der Regler 5.4, der bspw. als Extremwertregler ausgebildet ist und eine
maximale mittlere Flammengeschwindigkeit MWF einregelt. Dieses Ausführungsbsp. eignet
sich bspw. besonders für einen Zweitakt-Kleinmotor, der stöchiometrisch bei MWF-max
betrieben werden soll. Das Extremwertregelungsverfahren beruht auf einer Auswertung
der MWF-Reaktion auf eine vorübergehende Veränderung der Kraftstoffmenge. Diese Reaktion
zeigt an, ob man sich auf der rechten oder der linken Seite des MWF-Max befindet.
[0013] Dazu wird zunächst die aktuelle mittlere Verbrennungsgeschwindigkeit MWF1 aus den
Ionenstromsignalen gebildet. Die Flammengeschwindigkeit kann entweder rechts oder
links vom Maximum MWP_max der Flammengeschwindigkeit liegen. Zur Entscheidung über
die relative Lage bezüglich MWF-max erfolgt eine vorbestimmte Veränderung der Kraftstoffmenge,
bspw. eine Erhöhung. Die Veränderung kann selbstverständlich additiv oder multiplikativ
über die Verbindung des Reglers 5.4 zum Verknüpfungsblock 5.7 erfolgen. Wenn MWF daraufhin
steigt, gehörte MWF1 zum rechten Kennlinienzweig aus Fig. 3 und es muß nochmals angefettet
werden. Wird MWF dagegen kleiner, so gehört MWF1 zum linken Kennlinienzweig und es
muß nochmals abgemagert werden. Durch Wiederholung dieser Folge läßt sich innerhalb
weniger Zyklen die zum Maximum MWF zugehörige Kraftstoffmenge bestimmen. Wegen der
waagerechten Tangente im Maximum zeichnet sich diese durch kleine MWF-Reaktionen auf
eine Veränderung der Kraftstoffmenge aus. Ein genügend nahe am Maximum liegender Wert
kann demnach dadurch erkannt werden, daß die Reaktion der Verbrennungsgeschwindigkeit
auf eine Änderung der Kraftstoffmenge ein vorbestimmtes Ausmaß nicht erreicht. Alternativ
dazu kann die Nähe des Maximums auch daran erkannt werden, daß die Änderungsrichtung
der Verbrennungsgeschwindigkeit wechselt.
[0014] Ist das maximale MWF gefunden, dann kann angefettet werden, wenn vorgegeben ist,
daß der Motor etwas fetter laufen soll. Wenn der Motor magerer laufen soll, muß entsprechend
abgemagert werden. Mit anderen Worten: Ein gewünschtes Kraftstoff/Luftverhältnis läßt
sich durch vorbestimmtes Vergrößern oder Verkleinern derjenigen Kraftstoffmenge, die
zu dem Maximum der Verbrennungsgeschwindigkeit führt, einstellen.
[0015] Die Differenz der so erhaltenen Kraftstoffmenge ti, die zum gewünschten Lambda führt,
und der Basiskraftstoffmenge tiG wird zu einem Korrekturwert verarbeitet.
[0016] Dazu dient der Block 5.5. Dieser repräsentiert eine Mittelwertbildung der multiplikativen
oder additiven Ausgangsgröße des Reglers 5.4 unter stationären Betriebsbedingungen.
Stationäre Betriebsbedingungen liegen bspw. vor, wenn Last L und Drehzahl n näherungsweise
konstant sind
[0017] Zur Erkennung dieser stationären Bedingungen werden dem Block 5.5 die Signal L und
n zugeführt. Zur Mittelwertbildung wird dem Block 5.5 das Ausgangssignal des Reglers
5.4 zugeführt und im Block 5.5.1 gemittelt. Bleiben beide Signale L und n in vorgegebenen
Zeitintervallen jeweils innerhalb vorgegebener Schwankungsbreiten, wertet Block 5.5
dies als stationäre Betriebsbedingung. In diesem Fall wird der im Block 5.5.1 gebildete
Mittelwert der Ausgangsgröße des Reglers 5.4 über den im stationären Fall geschlossenen
Schalter 5.5.2 ausgegeben und einem Lernkennfeld KKstat (Ziffer 5.6) übergeben, das
abhängig von Last L und Drehzahl n adressierbar ist. Die im Kennfeld gespeicherten
Werte wirken über den Verknüpfungsblock 5.8 auf Basissignal tiG so ein, wie die Ausgangssignale
des Reglers 5.4 im Verknüpfungsblocks 5.7 Mit anderen Worten: Beide Blöcke 5.7, 5.8
wirken entweder additiv oder multiplikativ. Aus tiG wird durch die
Korrektur tiK.
[0018] Beim nächsten Anfahren eines Lernkennfeldbereiches, dem bereits ein Korrekturwert
eingeschrieben worden ist, wirkt dieser Korrekturwert im Block 5.8 so, daß sich kein
Bedarf für eine weitere Korrektur im Block 5.7 ergibt. Bei vollständigem Lernen und
damit optimiertem Inhalt des Lernkennfeldes KKstat entfällt so gewissermaßen die Notwendigkeit
für den regelnden Eingriff in Block 5.7. Damit werden insbesondere Fehlanpassungen
in Übergangsbetriebszuständen, die durch Totzeiten der Regelstrecke bedingt sind,
vermieden.
[0019] Mit anderen Worten: Im Betrieb des Motors wird der Korrekturwert betriebspunktindividuell
mit dem Basiswert verknüpft. Das Lernverfahren zur Ermittlung des jeweils aktuell
angepaßten Korrekturwertes wird in vorbestimmter Weise wiederholt, um eine fortlaufende
Anpassung der Kraftstoffzumessung an die sich verändernden Betriebsbedingungen des
Motors zu gewährleisten.
[0020] Im folgenden wird noch eine vorteilhafte Weiterbildung beschrieben. Diese wirkt sich
dann aus, wenn der Kleinmotor so lange betrieben worden ist, daß sein Luftfilter verschmutzt
ist. Aufgrund des erhöhten Widerstandes des verschmutzten Luftfilters saugt der Kleinmotor
weniger Luft an. Die beschriebene Lernfunktion reagiert darauf mit einer allmählichen
Verkleinerung der Kraftstoffmenge, um die gewünschte Gemischzusammensetzung aufrechtzuerhalten.
Wenn nun der verschmutzte Luftfilter gegen einen neuen ausgetauscht wird, stellt sich
zunächst ein zu mageres Gemisch ein, das zu einer Überhitzungsgefahr für den Kleinmotor
führt. Dieses zu magere Gemisch ist darauf zurückzuführen, daß im Lernkennfeld bspw.
Korrekturfaktoren kleiner als Eins gespeichert sind. Um diese plötzliche kritische
Abmagerung zu vermeiden wird bei einer plötzlichen Abmagerung das Lernkennfeld mit
Einsen überschrieben. Die plötzliche Abmagerung infolge eines Luftfilterwechsels kann
bspw. durch Auswerten der Differenz des alten und des neuen Korrekturfaktors im Lernkennfeld
erfolgen. Ist diese zu groß, zeigt dies eine Fehlanpassung an, die vermutlich für
alle anderen Kennfeldplätze ebenfalls gilt. Das Überschreiben der Kennfeldplätze mit
Einsen als neutralem Element der Multiplikation stellt dann eine definierte Ausgangssituation
her, in der der Kleinmotor ohne Überhitzungsgefahr betrieben werden kann.
[0021] Alternativ zur Verwendung einer Einspritzanlage ist die Erfindung auch in Verbindung
mit einem Vergaser anwendbar. In diesem Fall bestimmt die Vergasergeometrie den Basiswert
der Kraftstoffmenge und ersetzt damit u.a. das Grundkennfeld GK aus der Fig. 5. Der
Korrektureingriff kann in diesem Fall auf die Luftmenge einwirken, bspw. durch Veränderung
einer Bypassluftmenge außerhalb des an den Vergaserkraftstoffdüsen vorbeigeführten
Hauptluftstroms. Der Korrektureingriff kann aber auch im Kraftstoffpfad wirken, bspw.
durch Veränderung des Druckes in einer Schwimmerkammer des Vergasers.
1. Verfahren zur Einstellung des Kraftstoff/Luft-Gemisches für einen Verbrennungsmotor
(5.1), bei dem als Maß für das Kraftstoff/Luft-Gemisch die mittlere Verbrennungsgeschwindigkeit
(MWF) und die Änderung der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) des Kraftstoff/Luft-Gemisches
ermittelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass neben einem Absolutwert der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) auch die
Änderungsrichtung der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) als Funktion des
Kraftstoff/Luft-Gemisches bei dem Absolutwert dadurch ermittelt wird, dass das Kraftstoff/Luft-Gemisch
geändert wird und dass daraus die resultierende Änderungsrichtung der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit
(MWF) ermittelt wird zur Festlegung der Änderung des Kraftstoff/Luft-Gemisches.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch wiederholtes Ändern des Kraftstoff/Luft-Gemisches und Auswerten der resultierenden
Änderungsrichtung das Maximum der Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF_max) aufgefunden
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein gewünschtes Kraftstoff/Luft-Gemisch durch vorbestimmtes Vergrößern oder Verkleinern
derjenigen Kraftstoffmenge, die zu dem Maximum der Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF_max)
führt, eingestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Basiswert einer zuzumessenden Kraftstoffmenge abhängig von Betriebsparametern
des Verbrennungsmotors (5.1) vorgegeben wird, dass ein Maß für den Unterschied des
Basiswerts zu der Kraftstoffmenge, die zum gewünschten Kraftstoff/Luft-Gemisch führt,
gebildet, dass dieses Maß als Korrekturwert gespeichert wird und im weiteren Betrieb
des Verbrennungsmotors (5.1) zur Korrektur des Basiswertes verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Maß betriebspunktindividuell in einem Lernkennfeld gespeichert und im
weiteren Betrieb des Verbrennungsmotors (5.1) multiplikativ und/oder additiv mit dem
Basiswert verknüpft wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Maß in vorbestimmter Weise wiederholt neu gebildet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein neu gebildetes Maß mit seinem Vorgängerwert verglichen wird und dass, wenn sich
beide Werte zu stark unterscheiden, die gespeicherten Korrekturwerte durch neutrale
Werte ersetzt werden.
8. Vorrichtung zur Einstellung des Kraftstoff/Luft-Gemisches für einen Verbrennungsmotor
(5.1), mit Mitteln zur Erfassung der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) und
der Änderung der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) als Maß für die Zusammensetzung
des Kraftstoff/Luft-Gemisches, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel neben einem Absolutwert der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit
(MWF) auch die Änderungsrichtung der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) als
Funktion des Kraftstoff/Luft-Gemisches bei dem Absolutwert dadurch ermitteln, dass
die Mittel das Kraftstoff/Luft-Gemisch ändern und die daraus resultierende Änderungsrichtung
der mittleren Verbrennungsgeschwindigkeit (MWF) auswerten zur Festlegung der Änderung
des Kraftstoff/Luft-Gemisches.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Verbrenngeschwindigkeit (MWF) aus den Signalen (2.1, 2.2) zweier Ionenstromsonden
(3, 5) im Brennraum (2) des Verbrennungsmotors (5.1) gewonnen wird.
1. Method for setting the fuel/air mixture for an internal combustion engine (5.1), in
which the mean combustion rate (MWF) and the change in the mean combustion rate (MWF)
of the fuel/air mixture are determined as a measure of the fuel/air mixture, characterized in that, in addition to an absolute value of the mean combustion rate (MWF), the direction
of change of the mean combustion rate (MWF) is determined as a function of the fuel/air
mixture at the absolute value by changing the fuel/air mixture and determining therefrom
the resulting direction of change of the mean combustion rate (MWF), in order to define
the change in the fuel/air mixture.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the maximum of the combustion rate (MWF_max) is found by changing the fuel/air mixture
and evaluating the resulting direction of change.
3. Method according to Claim 2, characterized in that a desired fuel/air mixture is set by a predetermined increase or decrease of that
quantity of fuel which leads to the maximum of the combustion rate (MWF_max).
4. Method according to Claim 3, characterized in that a basic value of a quantity of fuel which is to be metered is predefined as a function
of the operating parameters of the internal combustion engine (5.1), in that a measure of the difference of the basic value with respect to the quantity of fuel
which gives rise to the desired fuel/air mixture is formed, in that this measure is stored as a correction value and is used to correct the basic value
during the further operation of the internal combustion engine (5.1).
5. Method according to Claim 4, characterized in that the aforesaid measure is stored on an operating-point-specific basis in a learning-specific
diagram and is logically linked multiplicatively and/or additively to the basic value
during the further operation of the internal combustion engine (5.1).
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that the aforesaid measure is re-formed repeatedly in a predetermined manner.
7. Method according to Claim 6, characterized in that a re-formed measure is compared with its predecessor value, and if both values differ
too greatly the stored correction values are replaced by neutral values.
8. Device for setting the fuel/air mixture for an internal combustion engine (5.1), having
means for registering the mean combustion rate (MWF) and the change in the mean combustion
rate (MWF) as a measure of the composition of the fuel/air mixture, characterized in that the aforesaid means determine not only an absolute value of the mean combustion rate
(MWF) but also the direction of change of the mean combustion rate (MWF) as a function
of the fuel/air mixture at the absolute value, in that the means change the fuel/air mixture and evaluate the resulting direction of change
of the mean combustion rate (MWF) in order to define the change in the fuel/air mixture.
9. Device according to Claim 8, characterized in that the mean combustion rate (MWF) is obtained from the signals (2.1, 2.2) of two ion
current probes (3, 5) in the combustion chamber (2) of the internal combustion engine
(5.1).
1. Procédé pour le réglage du mélange air-carburant pour un moteur à combustion interne
(5.1), dans lequel la vitesse de combustion moyenne (MWF) et la variation de la vitesse
moyenne de combustion (MWF) du mélange air-carburant sont calculées en tant que grandeur
pour le mélange air-carburant,
caractérisé en ce que
parallèlement à une valeur absolue de la vitesse de combustion moyenne (MWF), le sens
de variation de la vitesse de combustion moyenne (MWF) est calculé en tant que fonction
du mélange air-carburant pour la valeur absolue, de telle façon que le mélange air-carburant
est modifié et que le sens de variation de la vitesse de combustion moyenne (MWF)
qui en résulte, est déterminé pour définir la modification du mélange air-carburant.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le maximum de la vitesse de combustion (MWF max) est déterminé avec la modification
répétée du mélange air-carburant et l'analyse du sens de variation qui en résulte.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'
un mélange air-essence souhaité est réglé par l'augmentation ou la réduction pré-déterminée
de la quantité de carburant, conduisant au maximum de la vitesse de combustion (MWF
max).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
une valeur de base est pré-définie pour le dosage d'une quantité de carburant en fonction
de paramètres de fonctionnement du moteur à combustion interne (5.1), celle-ci fournissant
une grandeur pour la différence entre la valeur de base et la quantité de carburant
conduisant au mélange air-essence souhaité, et que cette grandeur est enregistrée
en tant que valeur corrective et utilisée pour la correction de la valeur de base
pendant le fonctionnement ultérieur du moteur à combustion interne (5.1).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la grandeur mentionnée est enregistrée dans un diagramme caractéristique d'apprentissage
en fonction du point de fonctionnement dynamique individuel et enchaîné à la valeur
de base par multiplication et/ou addition pendant le fonctionnement ultérieur du moteur
à combustion interne (5.1)
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
la grandeur mentionnée est recalculée selon un modèle prédéfini.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce qu'
une nouvelle grandeur est comparée avec sa valeur précédente, et que les valeurs correctives
enregistrées sont remplacées par des valeurs neutres en cas d'écart trop important
entre les deux valeurs.
8. Dispositif pour le réglage du mélange air-carburant pour un moteur à combustion interne
(5.1), comportant des systèmes pour enregistrer la vitesse de combustion moyenne (MWF)
et la variation de la vitesse de combustion moyenne (MWF) en tant que grandeur pour
la composition du mélange air-carburant,
caractérisé en ce que
les systèmes mentionnés déterminent non seulement une valeur absolue de la vitesse
de combustion moyenne (MWF), mais aussi le sens de variation de la vitesse de combustion
moyenne (MWF) en tant que fonction du mélange air-carburant pour la valeur absolue,
de telle façon que les systèmes modifient le mélange air-carburant et analysent le
sens de variation de la vitesse de combustion moyenne (MWF) qui en résulte pour définir
la modification du mélange air-carburant.
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la vitesse de combustion moyenne (MWF) est déterminée à partir des signaux (2.1, 2.2)
de deux sondes à flux ioniques (3, 5) dans la chambre de combustion (2) du moteur
à combustion interne (5.1).