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(11) |
EP 0 965 536 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2002 Patentblatt 2002/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.06.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65D 79/00 |
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Einsatz für Getränkebehälter
Insert for a beverage container
Elément d'insertion pour un récipient pour boisson
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
12.06.1998 DE 29810354 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.1999 Patentblatt 1999/51 |
| (73) |
Patentinhaber: RPC Bramlage GmbH |
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49393 Lohne (DE) |
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Erfinder: |
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- Böckmann, Alfons
49413 Dinklage (DE)
- Pohlmann, Günter
49393 Lohne (DE)
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| (74) |
Vertreter: Mey, Klaus-Peter, Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. |
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Patentanwalt Dr. Mey
Aachener Strasse 710 50226 Frechen 50226 Frechen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-93/24384 FR-A- 2 730 218
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WO-A-95/08493
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung ist auf einen Wirkstoffbehälter gerichtet, mit einer öffnung zur Aufnahme
eines festen, pastösen oder flüssigen Wirkstoffs, beispielsweise ein farbstoff oder
ein Geschmacksstoff zum dosierten Eintrag dieses Wirkstoffs in eine Flüssigkeit, beispielsweise
in ein Getränk, zu einem späteren frei wählbaren Zeitpunkt.
[0002] Der Eintrag eines Wirkstoffs in eine Flüssigkeit mit dem Ziel, die Eigenschaften
dieser Flüssigkeit in einer bestimmten Weise zu verändern, ist für unterschiedliche
Anwendungsbereiche bekannt. Hierbei sind generell zwei unterschiedliche Anwendungsformen
zu unterscheiden, und zwar
- der Eintrag des Wirkstoffs in die Flüssigkeit bereits bei der Herstellung des Endprodukts,
beispielsweise der Eintrag von Farb- oder Geschmacksstoffen bei der Herstellung von
Getränken wie Limonade, Likör usw. oder
- der Eintrag des Wirkstoffs erst beim Gebrauch der Flüssigkeit, beispielsweise der
Eintrag von Milch und Zucker in zeitlich vorher bereitetem Kaffee.
[0003] Zum Eintrag des Wirkstoffs bereits bei der Herstellung der Flüssigkeit gelangen bekannte
Vorrichtungen, wie beispielsweise Dosierpumpen oder Wägeeinrichtungen zur Anwendung,
die aufgrund des Herstellungsprozesses entsprechend größere Mengen zu dosieren haben.
Sei der Eintragung des Wirkstoffs in die Flüssigkeit mit einem zeitlichen Abstand
zum Fertigungszeitpunkt, wobei der Zeitpunkt der Wirkstoffeintragung frei wählbar
ist, ergeben sich die Schwierigkeiten
- je nach Flüssigkeitsmenge entsprechend kleine Wirkstoffmengen zu dosieren und
- Flüssigkeit und Wirkstoff getrennt voneinander aufzubewahren und nur bei Bedarf in
Kontakt zu bringen.
[0004] In der medizinischen Anwendungstechnik sind diese Probleme bereits verschiedentlich
gelöst, beispielsweise in Form von Wirkstoff enthaltenen Kapseln, die sich in flüssigem
Medium wie im Mageninhalt auflösen und dabei den Wirkstoff freisetzen.
[0005] Aus der DE 36 25 854 C2 ist beispielsweise eine Abgabevorrichtung zur Freisetzung
einer Wirkstoffzusammensetzung an eine Anwendungsumgebung bekannt, die durch Körperöffnungen
erreichbar ist, mit gesteuerter Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum, bestehend
aus einem Gehäuse, das mit dem Wirkstoff und mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, aus
dem durch thermische Ausdehnung der Flüssigkeit der Wirkstoff durch eine öffnung des
Gehäuses in einem längeren Zeitraum herausgedrückt wird.
[0006] Abgesehen von diesen auf Langzeitwirkung bedachten medizinischen Vorrichtungen sind
für den allgemeinen Gebrauch weitere Vorrichtungen bekannt, um einen Wirkstoff in
eine Flüssigkeit einzutragen.
[0007] So wird in der WO 95/08 493 ein Getränkebehälter beschrieben mit einem am Behälterboden
angeordneten Einsatz. Dieser Einsatz ist ein Hohlkörper mit einer oberen verengten
Öffnung und einer unteren verengten Öffnung. Bei Füllung des Getränkebehälters mit
einem mit Kohlensäure versetzten Getränk (z. B. Bier) unter einem Überdruck wird eine
Teilmenge des Getränks durch die verengte Öffnung in den Einsatz gedrückt und das
vorher im Einsatz vorhandene Gasvolumen gleichfalls unter Druck gesetzt. Bei der Öffnung
des Getränkebehälters wird das komprimierte Gasvolumen aus der oberen verengten Öffnung
des Einsatzes freigesetzt, wodurch bei der Abgabe des Getränks in ein Glas die Bildung
eines Wirbels von Bläschen und die Bildung einer weichen, sahnigen Schaumkrone auf
dem Getränk gefördert wird.
[0008] In der FR-A-27 30 218 ist ein in einem Flüssigkeitsbehälter, beispielsweise einer
unter einem Überdruck stehenden Getränkedose, angeordneter zweiteiliger Behälter bekannt,
dessen Teile durch einen Schnappverschluss miteinander verbunden sind. In einem dieser
Behälterteile befindet sich der auszubringende Wirkstoff, während der andere Behälterteil,
verschlossen mit einer dünnen Membrane, mit einem Gas gefüllt ist, dessen Druck über
eine kleine Öffnung im Behältergehäuse an den Überdruck des Flüssigkeitsbehälters
angepasst ist. Bei Öffnung des Flüssigkeitsbehälters bewirkt der plötzliche Druckabfall,
dass sich das Gas im zweiteiligen Behälter schlagartig ausdehnt und sich die Membrane
nach außen vorwölbt, wodurch sich der Schnappverschluss löst und der Wirkstoff aus
dem nun unverschlossenen Behälterteil in die umgebende Flüssigkeit austreten kann.
[0009] Eine weltere Vorrichtung zum Einbringen eines Wirkstoffe in eine Flüssigkeit wird
in der WO 93/24 384 beschrieben. In einer mit einer unter Überdruck stehenden Trinkflüssigkeit
gefüllten Büchse (beispielsweise einer Bierdose) befindet sich am Büchsenboden ein
mit einem Wirkstoff gefüllter kolbenartig zusammen geschobener Einsatzbehälter. Neben
dem Wirkstoff ist der Einsatzbehälter mit einem Gasvolumen gefüllt, dessen Druck dem
Überdruck der umgebenden Trinkflüssigkeit entspricht. Beim Öffnen der Büchse expandiert
durch den einsetzenden Druckabfall das Gasvolumen innerhalb des Einsatzbehälters.
wodurch der kolbenartige Einsatzbehälter sich in Richtung seiner Längsachse auseinander
schiebt. Hierdurch wird eine Möglichkeit geschaffen, dass der Wirkstoff aus dem Einsatzbehälter
in die umgebende Trinkflüssigkeit austreten kann.
[0010] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der in einfacher
Weise ein Wirkstoff in eine Flüssigkeit eingetragen werden kann, wobei die Eintragung
zu einem beliebigen Zeitpunkt und dann schnell, d. h. ohne Langzeitwirkung und möglichst
selbsttätig erfolgen soll und wobei keine von der Flüssigkeit getrennte Aufbewahrung
des Wirkstoffs erforderlich ist.
[0011] Die gestellte Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 bei
einem Wirkstoffbehälter der vorgenannten Art entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch gelöst, dass der Wirkstoffbehälter mit einem unteren Teil und einem oberen
Teil ausgebildet ist, wobei der Innenraum des unteren Teils durch einen in Richtung
der Wirkstoffbehälterachse parallel verschiebbaren Kolben in zwei übereinander angeordnete
Kammern unterteilt ist, einer oberen Kammer zur Aufnahme des Wirkstoffs und einer
unteren Kammer zur Aufnahme des Gasvolumens. Auf diese Weise ist mit Vorteil eine
separate Bevorratung des Wirkstoffs nicht notwendig, da sich der Wirkstoff, räumlich
noch getrennt von der Flüssigkeit, jedoch in demselben Behälter befindet. Auch die
Dosierung stellt nun keinerlei Problem mehr dar, da der Wirkstoffbehälter genau die
Menge an Wirkstoff enthält, die eingetragen werden soll.
[0012] Anwendungsbeispiele, die mit dem Gegenstand der Erfindung möglich sind, sind u. a.
- Sirup in Bier
- Kakaopulver für Milch
- Geschmacksstoffe für Milchshake
- Blumendünger in Flüssigkeit
- Magenpulver in Flüssigkeit
- sonstige Salze in Flüssigkeit etc..
[0013] Mögliche Gase, die mit ihrem Gasvolumen den erforderlichen Überdruck im Außenbehälter
und im Wirkstoffbehälter aufrechterhalten, sind beispielsweise Luft, CO
2, N
2 und alle Edelgase.
[0014] Damit beim Transport des Außenbehälters durch den im Außenbehälter angeordneten Wirkstoffbehälter
keine unerwünschten Begleiterscheinungen, wie beispielsweise unerwünschtes Geräusch
durch das Anschlagen des Wirkstoffbehälters an die Innenwand des Außenbehälters auftreten,
ist der Wirkstoffbehälter nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung fest
am Innenboden des Außenbehälters verankert.
[0015] Aus Gründen der leichteren Fertigung ist vorteilhafterweise der Wirkstoffbehälter
zylinderförmig ausgebildet, mit einem breiteren unteren Teil und einem stufenförmig
gegenüber dem unteren Teil abgesetzten schmäleren oberen Teil. Im zylinderförmigen
unteren Teil ist ein in Richtung der Wirkstoffbehälterachse parallel verschiebbarer
Kolben angeordnet, der diesen unteren Teil in zwei Kammern unterteilt, einer oberen
Kammer zur Aufnahme des Wirkstoffs und einer unteren Kammer zur Aufnahme eines Gasvolumens.
[0016] Dieser verschiebbare Kolben ist in der Ausgangslage nach unten in Richtung zum Innenboden
des Außenbehälters bis zum Innenboden verschoben, so dass die obere Kammer ihr maximales
Volumen erreicht. Durch eine öffnung, die sich im oberen schmäleren Teil des Wirkstoffbehälters
befindet, ist diese obere Kammer mit dem Wirkstoff befüllbar. Die öffnung wird danach
mit einem in Richtung der Wirkstoffbehälterachse parallel verschiebbaren Verschlusskolben
verschlossen.
[0017] Hierbei sitzt dann der Verschlusskolben mit einer Dichtlippe auf dem oberen Teil
der Wirkstoffbehälterwand auf. Die auf diese Weise durchzuführende Vorbereitung des
Wirkstoffbehalters kann beim am Innenboden des Außenbehälters verankerten Wirkstoffbehälter
oder bereits vorher vor seiner Verankerung durchgeführt werden. Die Befüllung des
Wirkstoffbehälters kann aber auch von unten erfolgen. Erst danach erfolgt dann der
Einbau und die Befestigung des Wirkstoffbehälters am Innenboden des Außenbehälters.
[0018] Nach erfolgter Vorbereitung und Verankerung kann der Außenbehälter mit der Flüssigkeit
aufgefüllt, diese unter einen überdruck gesetzt und der Außenbehälter verschlossen
werden, wobei vorher durch eine am unteren Ende des unteren Teils des Werkstoffbehälters
angeordnete Bohrung, d. h. vor dem Verschluss des Außenbehälters, ein Gas in die untere
Kammer eingefüllt werden kann. Das Gas kann aber auch bei bereits verschlossenem Außenbehälter
in diese untere Kammer gelangen, wenn der abgefüllte, eine Gasblase enthaltene Außenbehälter
für einen bestimmten Zeitraum kopfüber stehend gelagert wird. Während dieses Zeitraums,
bei dem sich die Gasblase am nun oben stehenden unteren Innenboden des Außenbehälters
anordnet, tritt dieses Gas durch die Bohrung in die untere Kammer ein. Der Gasdruck
innerhalb der unteren Kammer entspricht dabei, wie auch bei der separaten Füllung,
dem Überdruck, unter dem die Flüssigkeit im verschlossenen Außenbehälter steht.
[0019] Wird nun der Außenbehälter geöffnet, wobei sich schlagartig der Innendruck entspannt,
kann sich nur durch die kleine Bohrung kein Druckausgleich des noch unter Überdruck
stehenden Gases in der unteren Kammer in kurzer Zeit einstellen. Die Folge ist, dass
durch den noch vorhandenen Gasüberdruck gegenüber der nun entspannten Umgebung der
untere Kolben nach oben gedrückt wird, diesen Druck über den Wirkstoff auf den oberen
Verschlusskolben überträgt, wodurch dieser aus der öffnung der oberen Kammer herausgedrückt
wird. Auf diese Weise gelangt der Wirkstoff in die den Wirkstoffbehälter umgebende
Flüssigkeit. Durch Schütteln ist nun eine intensive Durchmischung der Flüssigkeit
mit dem Wirkstoff möglich, wodurch man in kurzer Zeit das gewünschte endgültige Produkt
erhält.
[0020] Da je nach Bedarf die Menge des Wirkstoffs, der in die Flüssigkeit eingetragen werden
soll, unterschiedlich groß sein kann, ist die Größe der den Wirkstoff enthaltenen
Kammer veränderbar. Neben einer baulichen Veränderung ist dies durch die Verschiebung
des Kolbens mit seiner Dichtlippe, der nach unten die obere Kammer abschließt, entsprechend
der gewünschten Veränderung in einfacher Weise möglich.
[0021] Weitere Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der Erfindung werden nachfolgend an
einem in schematischen Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht auf den Wirkstoffbehälter, verankert mit dem Innenboden eines Außenbehälters,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung als Vertikalschnitt durch Fig. 1.
[0023] In den Figuren 1 bis 3 ist als Anwendungsbeispiel der Erfindung als Außenbehälter
eine zylindrische Dose 2 (nur der Bodenbereich ist eingezeichnet) dargestellt, in
die mittig ein zylindrischer Wirkstoffbehälter 1 fest verankert auf dem unteren Innenboden
der Dose 2 angeordnet ist.
[0024] In Figur 1 ist dies in einer Vorderansicht dargestellt. Der Wirkstoffbehälter 1 besitzt
in diesem Anwendungsbeispiel einen breiten unteren Teil 4 - und stufenförmig nach
oben abgesetzt einen schmäleren oberen Teil 5.
[0025] In Figur 2 ist das Anwendungsbeispiel der Fig. 1 in einem Schnitt entlang der Linie
A-A durch die Wirkstoffbehälterachse x dargestellt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, steht
der Wirkstoffbehälter 1 mit seinem unteren Boden auf dem nach innen gewölbten unteren
Innenboden 16 des Außenbehälters bzw. der Dose 2. Zur Verankerung, beispielsweise
durch Punktschweißen, besitzt der Wirkstoffbehälter 1 unten einen nach unten vorstehenden
Rand 17, um bei der Verankerung die Wölbung des Innenbodens 16 auszugleichen. Innerhalb
des breiten unteren Teils 4 befindet sich ein verschiebbarer Kolben 6, der den Innenraum
des unteren Teils 4 in zwei Kammern 7, 8 aufteilt. Die untere Kammer 7 dient zur Aufnahme
eines Gasvolumens 9, das durch eine unten angeordnete Bohrung 12 in diese Kammer einströmen
kann. Die obere Kammer 8, die teilweise aus dem breiteren Teil 4 und dem schmäleren
Teil 5 besteht und zur Aufnahme des Wirkstoffs 15 dient, wird nach unten durch den
Kolben 6 und nach oben durch den Verschlusskolben 11 begrenzt, der die Füll- und Abgabeöffnung
10 verschließt. In der in Fig. 2 dargestellten Füllstellung ist der Kolben 6 mit seiner
Dichtlippe 18 nach unten bis auf den Innenboden 16 verschoben und der obere Verschlusskolben
11 sitzt mit seiner Dichtlippe 14 auf dem oberen Rand 19 der Wirkstoffbehälterwand
13 auf.
[0026] Die Dose 2 ist mit der Flüssigkeit 3 gefüllt, so dass in Folge der unter Überdruck
stehenden Flüssigkeit das in der unteren Kammer 7 befindliche Gasvolumen 9 durch die
Bohrung 12 hindurch unter den gleichen Überdruck gestellt ist. Da die Flüssigkeit
3 in der Dose 2 unter einem überdruck steht, ergibt sich beim öffnen der Dose 2 folgender
Ablauf.
[0027] Durch das öffnen erfolgt schlagartig ein Abfall des Überdrucks oberhalb der Flüssigkeit
3 mit der Folge, dass das Gasvolumen 9 in der unteren Kammer 7 sich nun entsprechend
ausdehnen will. Da dies aber durch die enge Bohrung 12 nicht entsprechend schnell
geht - eventuell befindet sich am Boden der Kammer 7 etwas Flüssigkeit 3, die nun
zuerst durch die Bohrung 12 herausgedrückt werden muss - erfolgt die Ausdehnung des
Gasvolumens 9 derart, dass der Kolben 6 nach oben verschoben wird und gegen den Wirkstoff
15 in der oberen Kammer 8 drückt. Da nun der Wirkstoff 15 nicht beliebig komprimiert
werden kann, drückt dieser nun seinerseits von unten gegen den Verschlusskolben 11
und drückt ihn aus der öffnung 10 des Wirkstoffbehälters 1 heraus. Durch weitere Ausdehnung
des Gasvolumens 9 gelangt nun der gesamte Wirkstoff 15 wie beabsichtigt in die Flüssigkeit
und kann dort durch Schütteln - falls dies erforderlich ist - zu einer homogenen Verteilung
gebracht werden.
[0028] In Figur 3 ist der Wirkstoffbehälter 1 in der Füllstellung auf dem Innenboden 16
der Dose 2 angeordnet, zur besseren Anschaulichkeit in einer perspektivischen Ansicht
nochmals dargestellt, wobei insbesondere die mögliche Anordnung der Bohrung 12 ersichtlich
ist, wobei diese aber auch seitlich am Rand 17 angeordnet sein kann.
[0029] Durch den Wirkstoffbehälter gemäß der Erfindung ist also die Möglichkeit geschaffen,
eine Flüssigkeit gemeinsam mit einem für den Endverbrauch notwendigen Wirkstoff gemeinsam
in nur einem Gefäß, dem Außenbehälter, aufzubewahren mit dem Vorteil, dass der Dosiervorgang
selbsttätig beim öffnen des Außenbehälters abläuft. Fehler durch falsche Dosiermengen
oder durch einen zeitlich zu frühen Dosierzeitpunkt vor dem Endverbrauch können somit
nicht mehr auftreten.
1. Wirkstoffbehälter (1) zum dosierten Eintrag eines festen, pastösen oder flüssigen
Wirkstoffs (15), beispielsweise eines Farbstoffs oder eines Geschmacksstoffs, in eine
über ein Gasvolumen unter einem Überdruck stehende Flüssigkeit (3) eines Außenbehälters
(2), beispielsweise in ein Getränk einer Blechdose, wobei der mit dem Wirkstoff (15)
gefüllte Wirkstoffbehälter (1) innerhalb der Flüssigkeit (3) im Außenbehälter (2)
angeordnet ist und wobei der Wirkstoffbehälter (1) mit einem Kolben so ausgebildet
ist, dass zu einem frei wählbaren Zeitpunkt durch Wegfall des Überdrucks des Gasvolumens
durch Verschieben des Kolbens der Wirkstoff (15) aus dem Wirkstoffbehälter (1) in
die umgebende Flüssigkeit (3) eintragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoffbehälter (1) mit einem unteren Teil (4) und einem oberen Teil (5) ausgebildet
ist, wobei der Innenraum des unteren Teils (4) durch einen in Richtung der Wirkstoffbehälterachse
(x) parallel verschiebbaren Kolben (6) in zwei übereinander angeordnete Kammern (7,
8) unterteilt ist, einer oberen Kammer (8) zur Aufnahme des Wirkstoffs (15) und einer
unteren Kammer (7) zur Aufnahme des Gasvolumens (9).
2. Wirkstoffbehälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (6) mit seiner Dichtlippe (18) nach unten in Richtung zum Innenboden (16)
des Außenbehälters (2) bis zum Innenboden (16) verschiebbar ist,
3. Wirkstoffbehälter (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (10) des Wirkstoffbehälters (1) zur Aufnahme und zur Abgabe des Wirkstoffs
(15) am oberen Ende des oberen Teils (5) angeordnet ist und mit einem in Richtung
der Wirkstoffbehälterachse (x) parallel verschiebbaren Verschlusskolben (11) verschlossen
ist.
4. Wirkstoffbehälter (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskolben (11) mit seiner Dichtlippe (14) in Schließstellung auf dem o-beren
Rand (19) der Wirkstoffbehälterwand (13) aufsitzt.
5. Wirkstoffbehälter (1) nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Kammer (7) durch eine am unteren Ende des unteren Teils (4) angeordnete
Bohrung (12) mit dem Gasvolumen (9) befüllbar ist
6. Wirkstoffbehälter (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Kammer (8) je nach der Menge des einzutragenen Wirkstoffs (15) in ihrer
Größe veränderbar ist.
7. Wirkstoffbehälter (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoffbehälter (1) zylinderförmig ausgebildet ist, mit einem breiten unteren
Teil (4) und einem gegenüber dem unteren Teil (4) stufenförmig abgesetzten schmäleren
oberen Teil (5).
8. Wirkstoffbehälter (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoffbehälter (1) fest mit dem unteren Innenboden (16) des Außenbehälters
(2) verankert ist.
1. Active substance container (1) for the metered addition of a solid, paste-like or
liquid active substance (15), for example, of a colouring or flavouring substance,
to a liquid (3) of an outer container (2) standing at an excess pressure via a volume
of gas, for example, to a beverage of a can, wherein the active substance container
(1) filled with the active substance (15) is disposed within the liquid (3) in the
outer container (2), and wherein the active substance container (1) is provided with
a plunger so. that at a freely selectable time the active substance (15) may be fed
from the active substance container (1) into the surrounding liquid (3) as a result
of removal of the excess pressure of the volume of gas by displacement of the plunger,
characterised in that the active substance container (1) is configured with a lower portion (4) and an
upper portion (5), wherein the interior of the lower portion (4) is divided into two
superposed chambers (7, 8), an upper chamber (8) for receiving the active substance
(15) and a lower chamber (7) for receiving the volume of gas (9), by a plunger (6)
which can be displaced parallel in the direction of the axis (x) of the active substance
container.
2. Active substance container (1) according to Claim 1, characterised in that the plunger (6) with its sealing lip (18) may be displaced downwards in the direction
of the inside base (16) of the outer container (2) and as far as the inside base (16).
3. Active substance container (1) according to Claim 1 or 2, characterised in that the opening (10) of the active substance container (1) for receiving and discharging
the active substance (15) is disposed at the upper end of the upper portion (5) and
is sealed with a sealing plunger (11) which may be displaced parallel in the direction
of the axis (x) of the active substance container.
4. Active substance container (1) according to Claim 3, characterised in that in the closed position the sealing plunger (11) sits with its sealing lip (14) on
the upper edge (19) of the wall (13) of the active substance container.
5. Active substance container (1) according to Claim 1, 2, 3 or 4, characterised in that the lower chamber (7) may be filled with the volume of gas (9) through a hole (12)
disposed on the lower end of the lower portion. (4).
6. Active substance container (1) according to one or more of the preceding Claims 1
to 5, characterised in that the upper chamber (8) is variable in size depending on the amount of active substance
(15) to be added.
7. Active substance container (1) according to one or more of the preceding Claims 1
to 6, characterised in that the active substance container (1) is of cylindrical construction, with a broad lower
portion (4) and a narrower upper portion (5) stepped relative to the lower portion
(4).
8. Active substance container (1) according to one or more of the preceding Claims 1
to 5, characterised in that the active substance container (1) is firmly anchored to the lower inside base (16)
of the outer container (2).
1. Récipient d'additif (1) pour introduire de manière dosée un additif (15) solide, pâteux
ou liquide, par exemple un colorant ou un produit gustatif, dans un liquide (3) soumis
à la pression d'un volume de gaz et contenu dans un récipient externe (2), par exemple
une boisson dans une boîte en tôle, le récipient (1) rempli d'additif (15) étant monté
à l'intérieur du liquide (3) dans le récipient externe (2) qui est équipé d'un piston
de manière qu'à un moment librement choisi, on peut, en faisant tomber la pression
du volume de gaz, introduire par coulissement du piston, l'additif (15) contenu dans
le récipient (1) dans le liquide (3) qui l'entoure,
caractérisé en ce que
le récipient d'additif (1) est composé d'une partie inférieure (4) et d'une partie
supérieure (5), le volume interne de la parie inférieure (4) étant divisé en deux
chambres (7, 8) l'une au-dessus de l'autre par un piston (6) coulissant parallèlement
à lui-même selon la direction (x) de l'axe du récipient d'additif, c'est-à-dire en
une chambre supérieure (8) accueillant l'additif (15) et une chambre inférieure (7)
accueillant le volume de gaz (9).
2. Récipient d'additif (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le piston (6) avec sa lèvre d'étanchéité (18) peut coulisser vers le bas en direction
du fond interne (16) du récipient externe (2), jusqu'à ce fond (16).
3. Récipient d'additif (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'ouverture (10) du récipient d'additif (1), servant à l'introduction ou à la vidange
de l'additif (15) est située à l'extrémité supérieure de la partie supérieure (5)
et est obturée par un piston de fermeture (11) pouvant coulisser parallèlement à lui-même,
selon la direction (x) de l'axe du récipient d'additif.
4. Récipient d'additif (1) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le piston de fermeture (11) avec sa lèvre d'étanchéité (14) est, en position de fermeture,
posé sur le bord supérieur (19) de la paroi (13) du récipient d'additif.
5. Récipient d'additif (1) selon la revendication 1, 2, 3 ou 4,
caractérisé en ce que
la chambre inférieure (7) peut être remplie du volume de gaz (9) à travers un trou
(12) situé à l'extrémité inférieure de la partie inférieure (4).
6. Récipient d'additif (1) selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la chambre supérieure (8) peut varier en grandeur selon la quantité de l'additif (15)
à introduire.
7. Récipient d'additif (1) selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le récipient d'additif (1) est cylindrique, avec une partie inférieure (4) large reliée
par un gradin à une partie supérieure (5) plus étroite que la partie inférieure (4)
.
8. Récipient d'additif (1) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le récipient d'additif (1) est ancré fixement sur le fond inférieur interne (16) du
récipient externe (2).

