[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sieben und/oder Zerkleinern von Siebmaterialien
gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Durch die DE 93 04 186 U1 zählt ein Siebbrecher für Erdmaterial zur Anwendung im
Kübel einer Erdbewegungsmaschine oder einer Kübellademaschine zum Stand der Technik.
Die Hinterwand des Kübels ist hierbei als Brechersieb mit rotierenden Wellen ausgebildet,
die etwa parallel zur Kübeldrehachse angeordnet sind. Beim Siebbetrieb wird der Kübel
um seine Kübeldrehachse geschwenkt, so dass das Brechersieb etwa parallel zum Erdboden
ausgerichtet ist.
[0003] Bei dieser Ausführungsform ist nachteilig, dass die Antriebsaggregate zum Antrieb
der Wellen seitlich am Kübel angeordnet sind. Das für die Antriebsaggregate erforderliche
seitliche Bauvolumen bildet einen im Betrieb nachteiligen Totraum. So kann beispielsweise
beim Einfahren mit dem Kübel des Siebbrechers in ein Silo oder entlang einer Gebäudewand
das Siebmaterial zwischen der Kübelseitenwand und der Gebäudewand nicht erfasst werden.
Auch ist das Gehäuse der Antriebsaggregate starkem Verschleiß und Verschmutzungen
ausgesetzt. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die Befestigungsschrauben der Deckbleche
infolge von Beschädigungen oder Verschmutzungen unlösbar werden. Es ist dann erforderlich,
die Schrauben oder die Deckbleche abzutrennen. Die Wartung und die Inspektion der
Antriebsaggregate ist somit erheblich erschwert.
[0004] Ein weiterer Nachteil des bekannten Siebbrechers resultiert aus den relativ langen
Wellen, an denen aufgrund ihrer Wirklänge große Kräfte angreifen. Wellenlager sowie
Antriebsaggregate müssen daher sehr robust ausgelegt werden. Um den Siebbrecher nicht
unverhältnismäßig schwer auszuführen, sind dem einleitbaren Drehmoment Grenzen gesetzt.
Das hat wiederum zur Folge, dass bei besonders schwer brechbarem Material der Kübel
nicht vollends befüllt werden kann, da die Gefahr besteht, den Siebbrecher zu überlasten.
[0005] Ferner ist bei der bekannten Bauart festgestellt worden, dass beim Sieb- bzw. Brechvorgang
Steine durch die Rotation der Wellen parallel zur Kübeldrehachse aus dem Kübel in
Richtung auf das Fahrerhaus herausgeschleudert werden können. Dies kann sowohl zu
Beschädigungen des Fahrerhauses, insbesondere der Frontscheibe des Fahrerhauses, als
auch zu Personenschäden führen. Der bekannte Siebbrecher bringt mithin auch sicherheitstechnisch
nicht die besten Voraussetzungen mit sich.
[0006] Durch die JP-A-9088354 ist eine Baggerschaufel bekannt mit einer bodenseitigen Öffnung,
unterhalb der ein in einem geschlossenen Gehäuse angeordneter Trommelbrecher angeschraubt
werden kann. Der Trommelbrecher weist zwei quer zur Drehachse der Baggerschaufel ausgerichtete
Brechwellen auf.
[0007] Der Erfindung liegt ausgehend von diesem Stand der Technik die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zum Sieben und/oder Zerkleinern von Siebmaterialien zu schaffen,
deren Sieberfolg bei gesteigertem Durchsatz verbessert ist und die von den vorstehend
beschriebenen nachteiligen Eigenschaften befreit ist.
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0009] Der Kerngedanke der Erfindung ist die Anordnung der Sieb/Zerkleinerungswellen quer
zur Drehachse des Kübels. Vorzugsweise sind die Sieb/Zerkleinerungswellen senkrecht
zur Drehachse angeordnet. Die Sieb/Zerkleinerungselemente sind durch auf der Sieb/Zerkleinerungswelle
festgelegte Siebscheiben mit dazwischen eingegliederten Brechkörpern gebildet. Die
Brechkörper sind seitlich in Aufnahmen der Siebscheiben gehalten und jeweils mittels
eines Spannelements festgelegt.
[0010] Diese Anordnung bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Die Sieb/Zerkleinerungswellen
sind kürzer als bei der bekannten Bauform ausgeführt, wodurch deutlich höhere Drehmomente
übertragbar sind. Durch die Queranordnung können mehr Sieb/Zerkleinerungswellen im
Kübel angeordnet sein, die folglich eine stärkere Bewegung des Siebmaterials bewirken.
Die stärkere Bewegung verbessert den Sieberfolg und führt zu einer Steigerung des
Durchsatzes. Da bei dieser Art von Rotationssieben das Siebmaterial durch die Rotation
der Sieb/Zerkleinerungswellen bzw. der Sieb/Zerkleinerungselemente auf dem Sieb/Zerkleinerungsboden
bewegt wird, ergibt sich zudem durch die Querstellung der Sieb/Zerkleinerungswellen
eine im Vergleich zur bekannten Vorrichtung größere Siebstrecke.
[0011] Die Vorrichtung ist geeignet zum Sieben und/oder Zerkleinern unterschiedlicher Siebmaterialien,
wie z.B. Erdaushub, Filterkuchen, Kohle, Kompost aber auch zum Trennen des Erdaushubs
von größeren Bestandteilen, wie Geröll oder Holz.
[0012] Die Vorrichtung ist im Austausch für eine übliche Schaufel an Erbewegungsgeräten
wie z.B. Radladern, Baggern, Ladegeräten und Traktoren konzipiert.
[0013] Die Sieb/Zerkleinerungselemente sind einer Sieb/Zerkleinerungswelle durch auf dieser
festgelegte Siebscheiben mit dazwischen eingegliederten Brechkörpern gebildet.
[0014] Diese Ausbildung ist konstruktiv und fertigungstechnisch vorteilhaft. Die Sieb/Zerkleinerungswellen
sind robust trotz einer vergleichsweise leicht bauenden Ausführung.
[0015] Die Brechkörper sind seitlich in Aufnahmen der Siebscheiben gehalten und jeweils
mittels eines Spannelements festgelegt. Als Spannelement bietet sich die Verwendung
eines Schraubbolzens an. Die Aufnahmen sind zweckmäßigerweise leicht konisch gestaltet
bzw. verjüngen sich zu ihren Enden hin. Jeweils zwischen zwei Siebscheiben ist ein
Brechkörper eingegliedert. Dazu greift er mit seinen zu den Aufnahmen in den Siebscheiben
konfigurativ gegengleich gestalteten Seitenabschnitten in diese ein. In den Aufnahmen
ist der Brechkörper dann geführt gehalten und kann mittels des Spannelements befestigt
werden.
[0016] In einer vorteilhaften konstruktiven Ausführung ist vorgesehen, dass der Schraubbolzen
die Sieb/Zerkleinerungswelle durchsetzt und von hinten in ein Innengewinde des Brechkörpers
einschraubbar ist. Durch Drehen des Schraubbolzens wird ein Brechkörper in die konisch
geformten Aufnahmen gezogen und verspannt. Zum Austausch eines Brechkörpers wird der
Schraubbolzen zunächst um einige Drehungen gelockert, anschließend wird der Brechkörper
durch einen Schlag auf den Kopf des Schraubbolzens aus den Aufnahmen getrieben und
der Schraubbolzen ganz herausgeschraubt. Hierdurch ist ein Wechsel der Brechkörper
mit wenigen Handgriffen einfach und schnell durchführbar.
[0017] Vorzugsweise bestehen die Brechkörper aus einem harten verschleißfesten Material.
Gegebenenfalls können sie auch mit einer zusätzlichen Aufpanzerung an ihren Arbeitsflächen
versehen sein.
[0018] Nach Anspruch 2 weist die Vorrichtung Sieb/Zerkleinerungselemente mit Siebscheiben
und Abstandskörpern auf. Siebscheiben und Abstandskörper sind im Wechsel auf einer
Sieb/Zerkleinerungswelle angeordnet. Die gegenüber den Abstandskörpern im Durchmesser
größeren Siebscheiben bilden mit den korrespondierenden Siebscheiben auf den benachbarten
Sieb/Zerkleinerungswellen einen Sieb/Zerkleinerungsboden aus, dessen Feinheit vom
Abstand der Sieb/Zerkleinerungswellen und dem axialen Abstand der Siebscheiben abhängt.
[0019] Die Siebscheiben können grundsätzlich eine runde, ovale oder polygonförmige Aussenkontur
aufweisen. Zwischen zwei Siebscheiben ist jeweils ein Abstandskörper angeordnet.
[0020] Die Sieb/Zerkleinerungselemente können aus zwei lösbaren Scheibensegmenten zusammengesetzt
sein (Anspruch 3). Das hat den Vorteil, dass einzelne Sieb/Zerkleinerungselemente
ausgetauscht werden können, ohne dass die gesamte Sieb/Zerkleinerungswelle demontiert
werden muss. Hierbei ist es möglich, dass die Siebscheibe und der Abstandskörper in
jeweils einzelne Scheibensegmente aufgeteilt sind. Ein Scheibensegment des Abstandskörpers
kann aber auch mit dem entsprechenden Scheibensegment der Siebscheibe einstückig verbunden
sein. Im letzteren Fall weist ein Siebelement nur zwei Scheibensegmente auf, wodurch
die Anzahl der Bauteile reduziert wird.
[0021] Wie bereits erwähnt, sind die Brechkörper der Sieb/Zerkleinerungselemente austauschbar.
Dies hat insbesondere wartungs- und instandhaltungstechnische Vorteile. Bevorzugt
ist zwischen zwei Siebscheiben jeweils ein Brechkörper befestigt. Im Rahmen der Erfindung
können auch mehrere Brechkörper einem Siebelement zugeordnet sein.
[0022] Die Brechkörper können spiralförmig oder nach anderen Mustern auf dem Umfang der
Sieb/Zerkleinerungswelle in Längsrichtung verteilt befestigt werden.
[0023] Als Brechkörper sind auch Schneidleisten möglich, so dass mit der Vorrichtung sogar
Material gefräst werden könnte, beispielsweise Laub, Rinde und ähnliches.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in den Merkmalen des
Anspruchs 4 charakterisiert. Hierbei sind die Sieb/Zerkleinerungswellen einzeln oder
in Gruppen zusammengefasst und können mit unterschiedlichen bzw. wechselbaren Drehrichtungen
angetrieben werden.
[0025] Dadurch kann das Material im Siebkübel hin und her bewegt und somit gut durchmengt
werden. Die Drehrichtung kann während des Betriebs gewechselt werden. Hierdurch wird
der Sieberfolg weiter verbessert und möglicherweise auftretende Verklemmungen können
einfach beseitigt werden.
[0026] Ferner wird durch das Hin- und Herfahren, also das Wechseln der Siebrichtung, das
Herausschleudem von Steinen durch die Sieb/Zerkleinerungswellen unterdrückt. Zusätzlich
weist der Kübel hochstehende und bevorzugt im rechten Winkel zur Bodenplatte angeordnete
Seitenwände auf, durch die gegebenenfalls Steinschlag im Kübel abgefangen wird. Um
die Sicherheit der Vorrichtung hinsichtlich eines Herausschleuderns von Material aus
dem Kübel weiter zu erhöhen, kann es ferner zweckmäßig sein, die Kübelöffnung an ihrer
oberen Längsseite mit einem Abschirmblech oder einem Abweiser zu versehen.
[0027] Vorteilhaft können an der Vorrichtung mehrere Antriebsaggregate angeordnet werden,
durch welche einzelne oder in Gruppen zusammengefasste Sieb/Zerkleinerungswellen angetrieben
werden können. Die aufgrund der Queranordnung kurz ausgelegten Sieb/Zerkleinerungswellen
sind geeignet, hohe Drehmomente aufzunehmen, die im Bedarfsfall durch zusätzliche
Antriebsaggregate, bevorzugt Hydraulikmotoren, einfach aufgebracht werden können.
[0028] Im Rahmen der Ausführungsform des Anspruchs 5 sind Sieb/Zerkleinerungswellen mit
Brechkörpem oder ohne Brechkörper im Wechsel angeordnet. Die Sieb/Zerkleinerungswellen
ohne Brechkörper fungieren gegenüber den Wellen mit Brechkörpern quasi als Gegenschneide.
[0029] In dieser Funktion kann es vorteilhaft sein, dass eine Sieb/Zerkleinerungswelle ohne
Brechkörper antriebslos oder feststehend ist (Anspruch 6). Durch diese
[0030] Maßnahme, ist eine wesentlich geringere Antriebsleistung erforderlich, da beispielsweise
nur jede zweite Sieb/Zerkleinerungswelle angetrieben werden muss. Die Vorrichtung
kann kostengünstig gefertigt werden, während gleichzeitig die Anzahl der Verschleißteile
reduziert wird.
[0031] Eine für die Praxis vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist in Anspruch 7 charakterisiert.
Hierbei weisen die äußeren, den Seitenwänden des Kübel benachbarten Sieb/Zerkleinerungswellen
runde Sieb/Zerkleinerungselemente ohne Brechkörper auf.
[0032] Da es an den Seitenwänden des Kübels zu Verklemmungen von nicht siebfähigem Material
zwischen der Sieb/Zerkleinerungswelle und den Seitenwänden kommen kann, ist vorgesehen,
die äußeren Sieb/Zerkleinerungswellen ohne Brechkörper auszugestalten. Darüber hinaus
ist es günstig, an den Seitenwänden ein kämmend zwischen die Abstandsscheiben der
äußeren Sieb/Zerkleinerungswellen eingreifendes Abstreifblech anzuordnen, damit das
Siebgut nicht zwischen die Seitenwand und die Sieb/Zerkleinerungswelle gelangen kann.
[0033] Die Vorderkante des Kübelbodens ist mit einer austauschbaren Schneidleiste aus einem
widerstandsfähigen Material versehen, um die Lebensdauer des Kübels zu verlängern.
Im hinteren Teil der Bodenplatte sind gut zugängliche Stehlager für die Sieb/Zerkleinerungswellen
angeordnet, die von einer rückwärtigen Blechabdeckung geschützt werden. Im oberen
Höhenbereich des Kübels ist mindestens ein Antriebsaggregat mit den notwendigen Übertragungselementen
zu den Sieb/Zerkleinerungswellen sowie für jede Sieb/Zerkleinerungswelle ein zweites
Stehlager angeordnet.
[0034] Die Antriebsaggregate und auch die Stehlager sind zuverlässig geschützt und leicht
zugänglich. Die Vorrichtung kann wie eine übliche Schaufel benutzt werden, ohne dass
Baugruppen seitlich überstehen und beim Betrieb in Mitleidenschaft gezogen werden
könnten.
[0035] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung im vertikalen Querschnitt,
- Figur 2
- eine teilweise geschnitte Darstellung der Vorrichtung gemäß Figur 1 in der Draufsicht,
- Figur 3
- ebenfalls in der Draufsicht eine Sieb/Zerkleinerungswelle,
- Figur 4
- einen vertikalen Querschnitt durch die Darstellung der Figur 3 entlang der Linie IV-IV,
- Figur 5
- die Darstellung der Figur 4 im Schnitt entlang der Linie V-V,
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im vertikalen Querschnitt
und
- Figur 7
- die Darstellung der Vorrichtung gemäß Figur 6 in der Draufsicht, teilweise in geschnittener
Darstellungsweise.
[0036] Mit 1 ist in den Figuren 1 und 2 ein Kübel bezeichnet, dessen Rückwand 2 als Sieb/Zerkleinerungsboden
3 gestaltet ist. Der Sieb/Zerkleinerungsboden 3 wird aus Sieb/Zerkleinerungswellen
4 gebildet, die im Winkel von 90° zur Drehachse 5 des Kübels 1 angeordnet sind. Die
Drehachse 5 des Kübels 1 ist durch die Anlenkung an eine Erdbewegungsmaschine vorgegeben.
Sie erstreckt sich parallel zum Sieb/Zerkleinerungsboden 3 in Längsrichtung des Kübels
1.
[0037] Der Kübel 1 ist schaufelförmig konfiguriert mit senkrecht zur Rückwand 2 und zu einer
Bodenplatte 6 angeordneten Seitenwänden 7. Jeweils ein Ende 8 der Sieb/Zerkleinerungswellen
4 ist in an der Bodenplatte 6 befestigten Stehlagern 9 gelagert. Die Bodenplatte 6
weist einen Hohlraum 10 auf, in dem die Stehlager 9 angeordnet sind und welcher mit
einer Abdeckplatte 11 rückwandseitig verschlossen ist.
[0038] Der Hohlraum 10 läuft in Richtung zur Vorderkante 12 der Bodenplatte 6 keilförmig
aus. An der Vorderkante 12 ist eine Schneidleiste 13 aus widerstandsfähigem Material
austauschbar befestigt.
[0039] Die oberen Enden 14 der Sieb/Zerkleinerungswellen 4 reichen in einen sich zwischen
den Seitenwänden 7 erstreckenden Getriebekasten 15. Die oberen Enden 14 sind ebenfalls
in Stehlagern 9 drehbar gelagert und sind endseitig mit Doppelkettenrädern 16 versehen.
Jeweils zwei Sieb/Zerkleinerungswellen 4 sind über eine Gelenkkette 17 miteinander
gekoppelt. Die äußeren Sieb/Zerkleinerungswellen 4' neben den Seitenwänden 7 des Kübels
1 sind über eine Gelenkkette 17 mit einem im Getriebekasten 15 festgelegten Antriebsaggregat
18 gekoppelt. Der Übersicht halber ist in der Figur 2 nur das in Bildebene gesehen
untere Antriebsaggregat 18 dargestellt. Die Antriebsaggregate 18 können untereinander
synchronisiert sein.
[0040] An dem Getriebekasten 15 sind doppellaschige Halterungen 19 für die Befestigung an
einem Erdbewegungsgerät angeordnet. Die Halterungen sind in Richtung der Drehachse
5 durchbohrt und weisen jeweils fluchtende Augen 20 auf.
[0041] Auf den Sieb/Zerkleinerungswellen 4 sind Sieb/Zerkleinerungselemente 21 angeordnet.
[0042] Wie insbesondere anhand der Figuren 3 bis 5 zu erkennen ist, sind die Sieb/Zerkleinerungselemente
21 einer Sieb/Zerkleinerungswelle 4 durch auf dieser mit Abstand zueinander festgeschweißten
Siebscheiben 22 gebildet. Zwischen den Siebscheiben 22 sind schlegelartige Brechkörper
23 eingegliedert. Hierzu sind die Brechkörper 23 seitlich in Aufnahmen 24 der Siebscheiben
22 gehalten.
[0043] Der Figur 4 ist zu entnehmen, dass sich die Aufnahmen 24 nach hinten in Richtung
zu ihrem Tiefsten verjüngen. Die Brechkörper 23 sind mit gegengleich konfigurierten
Seitenabschnitten 25 in den Aufnahmen 24 geführt (Figur 5). Mittels eines Spannelements
in Form eines Schraubbolzens 26 wird ein Brechkörper 23 festgelegt. Der Schraubbolzen
26 wird hierzu durch eine den hohlzylindrischen Grundkörper 27 der Sieb/Zerkleinerungswelle
4 durchsetzende Führungshülse 28 geschoben und in ein Innengewinde 29 auf der Rückseite
30 des Brechkörpers 23 eingeschraubt. Hierdurch wird der Brechkörper 23 in die Aufnahmen
24 gezogen und verspannt.
[0044] In der Figur 2 erkennt man ferner, dass an den Innenwänden 31 der Seitenwände 7 Abstreifbleche
32 angeschweißt sind, die kämmend zwischen die Siebscheiben 22 der äußeren Sieb/Zerkleinerungswellen
4' eingreifen. Die Abstreifbleche 32 sind so angeordnet, dass sie Siebmaterial zwischen
die äußere Sieb/Zerkleinerungswelle 4' und die benachbarte Sieb/Zerkleinerungswelle
4 leiten, damit möglichst kein Siebmaterial zwischen die Sieb/Zerkleinerungswellen
4' und die Seitenwände 7 gelangen kann.
[0045] Wie die Figur 1 zeigt, ist an der oberen Längsseite 33 des Kübels 1 ein Abschirmschild
34 vorgesehen zum Schutz gegen herausschleuderndes Siebmaterial. Beim Siebbetrieb
wird der Kübel 1 um seine Kübeldrehachse 5 geschwenkt, so dass der Sieb/Zerkleinerungsboden
3 etwa parallel zum Erdboden ausgerichtet ist. Selbst wenn es infolge von Verklemmungen
zum Herausschleudern von Material aus dem Kübel 1 kommen sollte, bietet das Abschirmschild
34 einen wirksamen Schutz.
[0046] Die Figuren 5 und 6 zeigen einen Kübel 1', welcher vom grundsätzlichen Aufbau her
der zuvor beschriebenen Ausführungsform entspricht. Von daher tragen einander entsprechende
Bauteile die gleichen Bezugszeichen.
[0047] Der Sieb/Zerkleinerungsboden 3 ist durch Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4', 4" gebildet,
die im Winkel von 90° zur Drehachse 5 des Kübels 1' angeordnet sind.
[0048] Man erkennt ferner die beiden Antriebsaggregate 18, wobei in dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel jeweils ein Antriebsaggregat die von den Seitenwänden 7 bis zur
Mittelquerebene MQE des Kübels 1' liegenden Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4', 4" antreibt.
Die mittleren Sieb/Zerkleinerungswellen 4" sind nicht kraftübertragend miteinander
verbunden.
[0049] Die Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4', 4" tragen Sieb/Zerkleinerungselemente 35, welche
Siebscheiben 36 und im Durchmesser kleinere, jedoch in Axialrichtung dickere Abstandskörper
37 umfassen. Abstandskörper 37 und Siebscheiben 36 sind im Wechsel auf einer Sieb/Zerkleinerungswelle
4, 4', 4" angeordnet, wobei jeweils ein Abstandskörper 37 mit einer Siebscheibe 36
verschweißt ist.
[0050] Ein solches ringförmiges Siebelement 35 ist in zwei Scheibensegmente 38 aufgeteilt,
die miteinander verschraubt und an den Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4', 4" festgelegt
sind. Die Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4', 4" sind im Bereich der Sieb/Zerkleinerungselemente
35 als Vierkantwellen ausgeführt.
[0051] Die Sieb/Zerkleinerungselemente 35 der äußeren Sieb/Zerkleinerungswellen 4' haben
eine runde Außenkontur. Die Sieb/Zerkleinerungselemente 35 aller anderen Sieb/Zerkleinerungswellen
4, 4" weisen achteckige Siebscheiben 36' auf, zwischen denen jeweils ein einen Brechkörper
39 tragender Abstandskörper 33' angeordnet ist. Die Brechkörper 39 sind mit den jeweiligen
Abstandskörpern 37' verstiftet und gleichmäßig über den Umfang der Sieb/Zerkleinerungswellen
4, 4" verteilt. Sie sind so angeordnet, dass sie kollisionsfrei zwischen zwei Siebscheiben
30, 36' der benachbarten Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4', 4" eingreifen.
[0052] Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen zeichnen sich durch eine robuste Bauweise und
hohe übertragbare Momente aus. Die Anordnung der Sieb/Zerkleinerungswellen 4, 4',
4" quer zur Drehachse 5 gewährleistet eine größere Siebstrecke, wodurch der Sieberfolg
verbessert und der Durchsatz deutlich gesteigert wird. Die Sieb/Zerkleinerungswellen
4, 4', 4" können mit unterschiedlichen und wechselbaren Drehrichtungen angetrieben
werden, wodurch das Material im Kübel seitlich bewegt und gut durchmengt wird. Verklemmungen
und das Herausschleudern von Steinen werden durch wechselnde Drehrichtungen und hohe
Seitenwände 7 weitgehend unterdrückt.
Bezugszeichenaufstellung
[0053]
- 1 -
- Kübel
1' - Kübel
- 2 -
- Rückwand
- 3 -
- Siebboden
- 4 -
- Siebwellen
4' - äußere Siebwellen
4'' - mittlere Siebwellen
- 5 -
- Drehachse von 1
- 6 -
- Bodenplatte
- 7 -
- Seitenwand
- 8 -
- Ende von 4
- 9 -
- Stehlager
- 10 -
- Hohlraum in 6
- 11 -
- Abdeckplatte
- 12 -
- Vorderkante von 6
- 13 -
- Schneidleiste an 12
- 14 -
- oberes Ende von 4
- 15 -
- Getriebekasten
- 16 -
- Doppelkettenrad
- 17 -
- Gelenkkette
- 18 -
- Antriebsaggregat
- 19 -
- Halterung
- 20 -
- Auge von 19
- 21 -
- Siebelement
- 22 -
- Siebscheibe
- 23 -
- Brechkörper
- 24 -
- Aufnahme
- 25 -
- Seitenabschnitt v. 23
- 26 -
- Schraubbolzen
- 27 -
- Grundkörper
- 28 -
- Führungshülse
- 29 -
- Innengewinde
- 30 -
- Rückseite
- 31 -
- Innenwand v. 7
- 32 -
- Abstreifblech
- 33 -
- Längsseite v. 1
- 34 -
- Abschirmblech
- 35 -
- Siebelement
- 36 -
- Siebscheibe
36' - Siebscheibe
- 37 -
- Abstandskörper
37' - Abstandskörper
- 38 -
- Scheibensegment v. 35
- 39 -
- Brechkörper
- MQE -
- Mittelquerebene von 1'
1. Vorrichtung zum Sieben und/oder Zerkleinern von Siebmaterialien mit einem an einem
Erdbewegungsgerät anlenkbaren und um eine horizontale Drehachse (5) schwenkbaren Kübel
(1), der einen als Sieb/Zerkleinerungsboden (3) gestaltete Rückwand (2) umfasst, die
mit Sieb/Zerkleinerungselementen (21, 35) versehene Sieb/Zerkleinerungswellen (4,
4', 4") aufweist, wobei die Sieb/Zerkleinerungswellen (4, 4', 4") quer zur Drehachse
(5), vorzugsweise senkrecht zu dieser, angeordnet sind dadurch gekennzeichnet, dass die Sieb/Zerkleinerungselemente (21, 35) einer Sieb/Zerkleinerungswelle (4, 4', 4")
durch auf dieser festgelegte Siebscheiben (22) mit dazwischen eingegliederten Brechkörpern
(23) gebildet sind, wobei die Brechkörper (23) seitlich in Aufnahmen (24) der Siebscheiben
(21) gehalten und mittels eines Spannelements (26) festgelegt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sleb/Zerkleinerungselemente (35) Siebscheiben (36, 36') und Abstandskörper (37,
37') umfassen, wobei die Abstandskörper (37, 37') austauschbare Brechkörper (39) tragen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sieb/Zerkleinerungselemente (35) aus lösbaren Scheibensegmenten (38) zusammengesetzt
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sieb/Zerkleinerungswellen (4, 4', 4") einzeln oder in Gruppen zusammengefasst
mit unterschiedlichen bzw. wechselbarer Drehrichtung antreibbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Sieb/Zerkleinerungswellen (4, 4', 4") mit Brechkörpern (23, 39) und ohne Brechkörper
im Wechsel angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Sieb/Zerkleinerungswelle (4, 4', 4") ohne Brechkörper antriebslos
oder feststehend ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren, den Seitenwänden (7) des Kübels (1) benachbarten Sleb/Zerkieinerungswellen
(4') runde Sieb/Zerkleinerungselemente (21, 35) ohne Brechkörper tragen.
1. A device for screening and/or comminuting materials for screening, comprising a bucket
(1) adapted to be articulated on an earth-moving device and pivotable about a horizontal
axis (5), said bucket comprising a back wall (2) formed as a screening/comminuting
plate (3) having screening/comminuting shafts (4, 4', 4") provided with screening/comminuting
elements (21, 35), the screening/comminuting shafts (4, 4', 4") being disposed transversely
of the pivot axis (5), preferably perpendicularly thereto, characterised in that the screening/comminuting elements (21, 35) of a screening/comminuting shaft (4,
4', 4") are formed by screening discs (22) fixed thereon and having crusher elements
(23) incorporated therebetween, the crusher elements (23) being held laterally in
holders (24) of the screening discs (21) and being fixed by a clamping element (26).
2. A device according to claim 1, characterised in that the screening/comminuting elements (35) comprise screening discs (36, 36') and spacer
members (37, 37'), the latter carrying interchangeable crusher elements (39).
3. A device according to claim 1 or 2, characterised in that the screening/comminuting elements (35) are composed of releasable disc segments
(38).
4. A device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the screening/comminuting shafts (4, 4', 4") are adapted to be driven individually
or combined in groups, with different or changeable directions of rotation.
5. A device according to claim 4, characterised in that screening/comminuting shafts (4, 4', 4") are disposed alternately with and without
crusher elements (23, 39).
6. A device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that at least one screening/comminuting shaft (4, 4', 4") without crusher elements has
no drive or is stationary.
7. A device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the outer screening/comminuting shafts (4') adjacent the side walls (7) of the bucket
(1) carry round screening/comminuting elements (21, 35) without crusher elements.
1. Dispositif pour cribler et/ou désagréger des matériaux de criblage avec une benne
(1) pouvant être articulée sur un engin de terrassement et pouvant pivoter autour
d'un axe de rotation horizontal (5), laquelle comporte une paroi arrière (2) conçue
comme un tamis/plateau de broyage (3) qui présente des tamis/arbres de broyage (4,
4', 4") dotés de tamis/éléments de broyage (21, 35), les tamis/arbres de broyage (4,
4', 4") étant placés transversalement à l'axe de rotation (5), de préférence perpendiculairement
à celui-ci, caractérisé en ce que les tamis/éléments de broyage (21, 35) d'un tamis/arbre de broyage (4, 4', 4") sont
formés par des disques de tamisage (22), fixés sur celui-ci, avec entre eux des corps
de concassage (23) maintenus latéralement dans des logements (24) des disques de tamisage
(21) et immobilisés au moyen d'un élément de serrage (26).
2. Dispositif selon revendication 1, caractérisé en ce que les tamis/éléments de broyage (35) comportent des disques de tamisage (36, 36') et
des entretoises (37, 37'), les entretoises (37, 37') portant des corps de concassage
(39) remplaçables.
3. Dispositif selon revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les tamis/éléments de broyage (35) sont constitués de segments de disque (38) détachables.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les tamis/arbres de broyage (4, 4', 4") peuvent être entraînés individuellement ou
rassemblés en groupes avec un sens de rotation différent ou modifiable.
5. Dispositif selon revendication 4, caractérisé en ce que les tamis/arbres de broyage (4, 4', 4") sont placés en alternance avec des corps
de concassage (23, 39) et sans corps de concassage.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins un tamis/arbre de broyage (4, 4', 4") sans corps de concassage n'est pas
entraîné ou est fixe.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les tamis/arbres de broyage (4') extérieurs contigus aux parois latérales (7) de
la benne (1) portent des tamis/éléments de broyage (21, 35) sans corps de concassage.