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EP 0 965 729 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.2004 Patentblatt 2004/02 |
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Anmeldetag: 06.05.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F01D 5/32 |
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Schloss für Laufschaufeln eines Turbinenläufers
Locking element for turbine rotor blades
Elément de verrouillage pour des aubes de turbine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
17.06.1998 DE 19826897
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.1999 Patentblatt 1999/51 |
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Patentinhaber: Alstom |
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75116 Paris (FR) |
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Erfinder: |
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- Sokol, Bernd
90559 Burgthann (DE)
- Müller, Horst
91589 Weinberg (DE)
- Feeder, Georg Dipl.-Ing.
90461 Nürnberg (DE)
- Rupprecht, Gerd
91227 Leinburg (DE)
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Vertreter: Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker |
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Patentanwälte
Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 028 701 GB-A- 659 592
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DE-A- 19 619 317
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schloß für Laufschaufeln eines Turbinenläufers
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE 30 28 701 A1 ist ein Schloß für Turbinenbeschaufelung bekannt, bei welcher
die Laufschaufeln formschlüssig in der beiderseitig in beliebiger Formgebung unterschnittenen
Umfangsnut des Turbinenläufers eingesetzt sind. Am Turbinenläuferumfang ist mindestens
eine Einfahrstelle vorgesehen, in welcher ein mit dem Schaufelfuß formschlüssiges
Füllstück eingesetzt ist. Die Wandung der Einfahrstelle im Turbinenläufer und die
dieser zugewandte Flanke des Füllstücks sind mit einem Winkel zur Schaufelachse geneigt
ausgeführt. Der Verschluß zwischen der Wandung der Einfahrstelle und der Flanke des
Füllstücks erfolgt mit einem stramm sitzenden Paßstück.
[0003] Das bekannte Schloß eignet sich insbesondere für Fußformen der Laufschaufeln, bei
denen die Schaufelfüße vollständig in axialer Richtung des Turbinenläufers an der
Umfangsnut abgestützt werden, beispielsweise für Hammerkopffüße. Wenn die vollständige
axiale Abstützung des Schaufelfußes in der Umfangsnut fehlt - beispielsweise bei Tannenbaumfüßen
- kann der Schaufelfuß im Schloßbereich bei Einbau des Füllstückes mit Übermaß ausweichen,
so daß in dem Schloß nicht die erforderliche Vorspannung hergestellt werden kann.
Ohne Vorspannung des Schloßverbandes kann während des Betriebes die Fliehkraftwirkung
an der schrägen Flanke des Schlosses das Passstück nicht ausreichend verklemmen, so
dass sich das Passstück aus dem Schloss löst und das Schloss versagt.
[0004] Aus der DE 196 19 317 A1 ist eine Pelton-Turbine bekannt deren Schaufelfüße in einer
auf der Turbinenwelle befestigten Radscheibe durch Spannschrauben festgespannt sind.
[0005] In der DE 740 774 wird ein Turbinenläufer beschrieben bei dem die Schaufelfüße der
Turbinenschaufeln durch einen Querschlitz in Ringnuten des Turbinenläufers eingeführt
werden. Wenn alle Turbinenschaufeln sich an ihrem Platz befinden, wird der Querschlitz
durch Füllstücke verschlossen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schloss für Laufschaufeln eines Turbinenläufers
der eingangs genannten Art anzugeben, das auch für Laufschaufeln geeignet ist, bei
denen die Schaufelfüße nicht vollständig in axialer Richtung des Turbinenläufers an
der Umfangsnut abgestützt werden.
[0007] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfindungsgemäß
durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das
Schloss auch bei Verwendung von Tannenbaumfüßen als Schaufelfüße einsetzbar ist, wobei
die Montage in einfacher Art und Weise durchführbar ist. Auch bei großen Schlossgrößen
sind die bei der Montage erforderlichen Einpresskräfte manuell aufbringbar und weit
unterhalb der Grenzwerte für die zulässige mechanische Belastung des Turbinenläufers.
Bei der Ausgestaltung des Schlosses mit einem geschlitzten Passstück ist es gewährleistet,
dass das Passstück auch in der aufgespreizten Einbaulage in vorgegebener Weise innerhalb
des Schlosses positioniert ist und beispielsweise keinesfalls das Füllstück überragt.
[0010] Im Unterschied zu allgemein bekannten Schlössern für Tannenbaumfüße besteht mit dem
erfindungsgemäßen Vorschlag die Möglichkeit, den zugehörigen Schaufelkranz mehrfach
neu zu beschaufeln, ohne den Turbinenläufer dabei beschädigen oder nacharbeiten zu
müssen.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein Schloss eines Turbinenläufers,
- Fig. 2
- eine Sicht auf ein Schloss eines Turbinenläufers.
[0012] In Fig. 1 ist ein Schnitt durch ein Schloß eines Turbinenläufers dargestellt. Der
Schnittverlauf A - B ist in Fig. 2 skizziert. Prinzipiell erfolgt die Abstützung eines
Schaufelfußes 12 - im Beispiel ist ein Tannenbaumfuß gezeigt - unter Verwendung eines
Füllstückes 5 und eines Paßstückes 6. Die axiale Abstützung erfolgt direkt durch das
Füllstück 5 im Turbinenläufer 1, indem das Schloß 2 in den Turbinenläufer 1 tiefer
als die Umfangsnut für den Schaufelfuß 12 ausgearbeitet ist und das Füllstück 5 in
diesem Bereich ebenfalls verlängert ausgeführt ist. Das Füllstück 5 wird an einer
Flanke 9 durch das Paßstück 6 an den hierdurch gebildeten Absatz 4 am Turbinenläufer
1 und den Schaufelbund, d. h. den Schaufelfuß 12 angepreßt. Während des Betriebes
können sich die Laufschaufeln im Bereich des Schlosses ebenso wie in der übrigen Umfangsnut
an den leicht geneigten Tragflanken 13 am Turbinenläufer 1 anlegen und zentrieren.
[0013] Um insbesondere bei großen Schloßgrößen ein Aufspreizen des Paßstückes 6 zu ermöglichen,
ist das Paßstück gemäß einer Ausbildung mit einem keilförmigen Schlitz 7 versehen.
Der Schlitz 7 verjüngt sich in Richtung zum Bodenbereich des Schlosses 2, d. h. in
Richtung zur Achse des Turbinenläufers 1 . Auf der dem Bodenbereich entgegengesetzten
Oberseite des Paßstückes 6 sind Ausnehmungen, vorzugsweise Gewindebohrungen 8 eingebracht
(siehe Fig. 2), welche im Schlitz 7 münden und das Durchführen von Werkzeugen sowie
das Eindrehen von Schrauben ermöglichen.
[0014] Die Tragflanke 3 im Turbinenläufer 1 ist in einem etwas größeren Winkel als das Füllstück
5 zur Radialen schräggestellt, damit das aufgespreizte Paßstück 6 formschlüssig befestigt
ist. Bei der Montage liegt ein Keil 10 zunächst lose im Schlitz 7. Nach dem Einsetzen
des Paßstückes 6 in das Schloß 2 wird der Keil 10 unter Einsatz eines geeigneten,
durch die Bohrungen 8 greifenden Werkzeuges in Richtung zum Bodenbereich des Keilschlosses
2 gedrückt. Hierdurch werden der Schlitz 7 und damit das Paßstück 6 aufgeweitet. Durch
Eindrehen von Sicherungsschrauben 11 (verstemmte Gewindestifte) in die Gewindebohrungen
8 wird der eingepreßte Keil 10 in seiner Lage fixiert.
[0015] Vorzugsweise erfolgt die Fertigung des Schlitzes 7 im Paßstück 6 in einem Arbeitsgang
gemeinsam mit dem Keil 10 durch Drahterodieren.
[0016] In Fig. 2 ist eine Sicht auf ein Schloß 2 eines Turbinenläufers 1 dargestellt. Die
Lage der Schaufelfüße 12 der nebeneinander angeordneten Laufschaufeln bezüglich des
Schlosses 2 ist angedeutet. Es sind das Füllstück 5, die Flanke 9, das Paßstück 6
mit Gewindebohrungen 8 und die Tragflanke 3 zu erkennen. Die Lage des Keiles 10 relativ
zu den Gewindebohrungen 8 ist skizziert.
1. Turbinenläufer mit Schloss zum Schließen einer Einfahrstelle einer beidseitig hinterschnittenen
Umfangsnut für die Aufnahme von Schaufelfüßen (12) von Laufschaufeln des Turbinenläufers
(1), wobei sich ein Füllstück (5) mit den Schaufelfüßen angepasster Kontur über ein
Passstück (6) gegen eine Tragflanke (3) im Turbinenläufer abstützt, gekennzeichnet durch einen im Bodenbereich des Schlosses (2) vorgesehenen Absatz (4) zur direkten axialen
Abstützung des Füllstückes (5) in axialer Richtung des Turbinenläufers.
2. Turbinenläufer mit Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6) mit einem Schlitz (7) versehen ist, in den ein Keil (10) zur Aufspreizung
des Passstückes einpressbar ist.
3. Turbinenläufer mit Schloss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Ausnehmung (8) im Passstück (6) vorgesehen ist, die zum Eingriff
eines zum Einpressen des Keils (10) geeigneten Werkzeuges dient.
4. Turbinenläufer mit Schloss nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Ausbildung der mindestens einen Ausnehmung als Gewindebohrung (8), in welche
eine Sicherungsschraube (11) eindrehbar ist.
1. Turbine wheel having a lock for closing an entry point of a circumferential groove,
undercut on both sides, for accommodating blade footings (12) of the turbine wheel
(1) blades, wherein a filling piece (5) having a contour adapted to the blade footings
is supported by means of a fitting piece (6) against a bearing side (3) in the turbine
wheel, characterised by a step (4) provided in the base region of the lock (2) for direct axial support of
the filling piece (5) in the axial direction of the turbine wheel.
2. Turbine wheel having a lock according to claim 1, characterised in that the fitting piece (6) is provided with a slit (7), into which a wedge (10) may be
pressed in order to expand the fitting piece.
3. Turbine wheel having a lock according to claim 2, characterised in that at least one recess (8) is provided in the fitting piece (6), which recess serves
to engage a tool suitable for pressing in the wedge (10).
4. Turbine wheel having a lock according to claim 3, characterised by a configuration of the at least one recess as a tapped hole (8), into which a locking
screw (11) may be screwed.
1. Rotor de turbine muni d'un élément de fermeture permettant de fermer un emplacement
de réception d'une rainure périphérique constituant un évidement des deux côtés pour
loger une emplanture d'aube (12) mobile du rotor de turbine (1), une pièce de remplissage
(5) présentant un contour adapté à l'emplanture d'aube reposant contre un bord de
support (3) par l'intermédiaire d'un coussinet de réduction (6) dans le rotor de turbine,
caractérisé en ce qu'un accessoire (4) prévu dans la zone du fond de l'élément de fermeture (2) permet
le repos axial direct de la pièce de remplissage (5) dans la direction axiale du rotor
de turbine.
2. Rotor de turbine muni d'un élément de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coussinet de réduction (6) est doté d'une fente (7), dans laquelle une clavette
(10) peut être enfoncée pour écarter le coussinet de réduction.
3. Rotor de turbine selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'il est au moins prévu un évidement (8) dans le coussinet de réduction (6), lequel
évidement sert à saisir un outil approprié pour enfoncer la clavette (10).
4. Rotor de turbine selon la revendication 3, caractérisé par la formation du au moins un alésage fileté (8), dans lequel peut être insérée une
vis de fixation (11).
