[0001] Die Erfindung betrifft Gerät zum Schneiden von Knoblauch, Zwiebeln oder dergleichen
Gemüse mit einem in einem Gehäusekörper drehbar gelagerten, das zu schneidende Gut
aufnehmenden Innenkörper, welcher einenends ein Schneidgitter aufweist und anderenends
mit einem an einem Gehäuseoberteil angeordneten Stempel beaufschlagbar ist, sowie
mit einem dem Schneidgitter zugeordneten, an dem Gehäusekörper angeordneten Messer.
[0002] Bekannte Geräte zum Zerkleinern von Knoblauch und derartigem Schneidgut sind in Art
einer Presse aufgebaut, wobei der Knoblauch durch ein Lochgitter gepreßt wird. Hierdurch
wird auf das Schneidgut im wesentlichen eine quetschende Beanspruchung ausgeübt, wobei
es durch die vorgesehenen Löcher zu kleinen Würsten oder Fahnen verarbeitet wird.
Das Schneidgut wird dabei weniger geschnitten als gepreßt. Auch bleiben relativ große
Teile des Gemüses im Gerät hängen, ohne die Löcher zu passieren.
[0003] Ein Gerät mit den eingangs genannten Merkmalen ist beispielsweise aus der DE 297
13 837 U1 bekannt. Dieser Knoblauchschneider weist einen Stempel auf, mit dem der
Knoblauch durch ein Schneidgitter gedrückt wird. Ein in Bezug auf das Schneidgitter
rotierendes Messer dient zum weiteren Zerteilen des geschnittenen Knoblauchs. So wird
der Knoblauch nicht wie bisher gequetscht, sondern in feine Teile zerschnitten. Dieses
bekannte Gerät hat sich in der Praxis an und für sich recht gut bewährt, allerdings
ist es aus einer Mehrzahl von Bauteilen aufgebaut und somit in der Herstellung und
Montage relativ aufwendig. Bei dem bekannten Gerät ist an dem Stempel ein Außengewinde
vorgesehen, welches mit einem Innengewinde eines Gehäuseoberteils kämmt. Es besteht
durchaus die Möglichkeit, daß sich der aus dem zu schneidenden Gut austretende Saft
oder kleine Partikel des zu schneidenden Gutes in diesen Gewindegängen festsetzen.
Eine Reinigung ist daher nur mit relativ aufwendigen Mitteln möglich.
[0004] Ein weiteres Gerät ist aus der DE 17 50 135 U1 bekannt. Diese Druckschrift offenbart
einen Zwiebelschneider, der ein Oberteil mit einem Innengewinde aufweist. Das Oberteil
ist mittels eines Deckels einseitig verschließbar. In das Oberteil ist ein Messersieb
verschiebbar, jedoch unverdrehbar eingesetzt. Nach Füllen des im Oberteil vorgesehenen
Aufnahmeraums mit dem zu schneidenden Gut wird das Oberteil auf einem Unterteil angebrachtes
Außengewinde aufgeschraubt. Im Unterteil ist benachbart des Messersiebes ein Drahtmesserkreuz
mit Schneiddrähten vorgesehen. Beim Zuschrauben des Oberteils wird das zu schneidende
Gut gegen und durch das Messersieb gepreßt und in quadratische Säulen geteilt, da
sich das Messersieb mit dem Oberteil dreht. Dicht unter dem Messersieb ist das im
Unterteil eingelegte Drahtmesserkreuz mit den Schneiddrähten derart angeordnet, daß
die Schneiddrähte fortlaufend die aus dem Messersieb austretenden Zwiebelsäulen entsprechend
der Gewindesteigung zerkleinern. Nachteilig an diesem bekannten Gerät erweist sich,
daß die Gänge des Innengewindes des Oberteils durch das zu schneidende Gut rasch verschmutzt
werden und nur schwer zu reinigen sind. Auch neigt das bekannte Gerät aufgrund der
Verschmutzung zum Verklemmen beziehungsweise Festsetzen der Gewindeteile.
[0005] Aus der DE-OS 21 19 992 ist ein Zwiebelschneider bekannt, bei dem ein axial verstellbarer
Stempel die Zwiebel durch das sternförmig angeordnete Messer drückt, wodurch die Zwiebel
in viele Kreissektoren zerschnitten wird. Mittels eines quer dazu einsteckbaren Messers
werden diese Sektoren bei einer Rotationsbewegung in Einzelstücke zerschnitten.
[0006] Aus der DE-PS 832 051 ist ein Gerät zum Zerkleinern von Zwiebeln, Obst oder sonstigem
Gut bekannt, welches aus einem Unterteil mit Verschlußdeckel und einem doppelwandigen
Oberteil, ebenfalls mit einem Verschlußdeckel besteht. Zwischen den beiden Behälterteilen
ist eine Schraubverbindung vorhanden, so daß die beiden Behälterteile beim gegenseitigen
Drehen ineinandergeschoben werden. Hierzu ist der Außenmantel des Behälterteils mit
einem Innengewinde versehen, das über einen Gewindeansatz des Unterteils greift. Ein
Ring, der den Messerrost des Schneidsatzes trägt, ist gegenüber dem Oberteil drehbar,
aber unverschiebbar mit diesem verbunden. Im Unterteil ist der Ring für den Messerrost
längsverschiebbar durch Stangen geführt, die durch Bohrungen des Ringes hindurchtreten.
Die Stangen bilden einen Käfig, der das Schneidgut im Bereich der Messer des Rostes
hält. Oberhalb des Messerrostes sind am Innenmantel des Oberteils Messer befestigt,
so daß diese beim Drehen der Behälterteile über dem Messerrost rotieren. Dieses Gerät
weist einen sehr komplizierten konstruktiven Aufbau auf und ist aufgrund des eine
Vielzahl von Zapfen enthaltenden Stempels nur umständlich zu reinigen. Es sind viele
Führungen und kompliziert geformte Komponenten vorhanden, die eine gründliche Reinigung
aufwendig und zeitraubend gestalten, die die vielen unterschiedlich geformten Bauteile
mit dem zu schneidenden Gut in Berührung kommen.
[0007] Aus der DE-PS 844 651 ist ein Schneidgerät zum Zerkleinern von Zwiebeln oder dergleichen
Schneidgut bekannt, welches in einen Führungszylinder gelegt wird, dessen axiales
Spiel durch einen Bund nach unten begrenzt ist. Der Führungszylinder ist drehbar in
einem Schlitten gelagert, welcher in Führungsleisten gleitend hin- und herbewegbar
ist. Zur Mitnahme der Frucht bei Drehung des Führungszylinders sind an seiner Innenseite
drei dreieckige Haltestäbe in axialer Richtung derart angebracht, daß diese oben den
vollen, unten nur etwa ein Viertel des Zylinderquerschnittes freigeben. Der Vorschub
der Frucht wird mit einem Stempel durch Druck der Hand des Bedieners ermöglicht. Der
Stempel ist entsprechend mit drei Haltestegen und drei Längsschlitzen versehen, wobei
durch Verschieben des Schlittens die Frucht über ein Schneidmesser gegen die Messer
eines Messerkammes geführt wird. Hierdurch erhält die Frucht Längsschnitte, deren
Abstände durch die Anzahl der Messer des Messerkamines gegeben sind. In der äußersten
Stellung wird mit dem Stempel der Führungszylinder um 90° gedreht und anschließend
der Schlitten in die entgegengesetzte Richtung geführt, wobei durch den Messerkamin
die Frucht weitere Längsschnitte erhält, die im Winkel von 90° zu den ersten Längsschnitten
liegen. Im weiteren Verlauf der Rückbewegung kommt die Frucht gegen das Schneidmesser,
das den dritten Schnitt erzeugt. Die nunmehr hergestellten Würfel fallen durch einen
Ausschnitt im Schneidbrett in einen Behälter.
[0008] Aus der nicht vorveröffentlichten DE 198 05 933 C1 ist ein Knoblauchschneider mit
einem Gehäusekörper bekannt, der an seiner Unterseite ein Messer trägt. Weiterhin
ist ein Oberteil mit daran befestigtem Stempel vorgesehen, der im Betriebszustand
beim Verdrehen gegenüber dem Gehäusekörper eine Axialbewegung gegen ein mitrotierendes
Schneidgitter durchführt. Damit der Knoblauchschneider nach Befüllung schneller arbeitet,
die Frucht schonend zerkleinert und der Knoblauchschneider auch schnell wieder öffenbar
und reinigbar ist, ist ein den Knoblauch aufnehmender Innenkörper vorgesehen, der
drehbar im Gehäusekörper gelagert ist, ein Schneidgitter aufweist und in den der an
einer Spindel angeordnete Stempel eintaucht. Weiterhin sind Mittel vorgesehen, die
im Betriebszustand für den Eingriff in die Spindel sorgen und im öffnungszustand eine
Längsverschiebung der Spindel zulassen.
[0009] Dieser nicht vorveröffentlichten Druckschrift ist jedoch ein zweites, einstückig
ausgebildetes Gehäuseteil, welches ein Messer sowie eine topfartige Aufnahme für das
erste Gehäuseteil aufweist, nicht zu entnehmen.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Knoblauchschneider oder dergleichen Schneider
für Gemüse mit den eingangs genannten Merkmalen derart weiterzubilden, daß dieser
bei konstruktiv einfachem Aufbau einfach und schnell gereinigt werden kann beziehungsweise
aufgrund seines konstruktiven Aufbaus nicht zu hoher Verschmutzung neigt.
[0011] Diese Aufgabe wird bei dem Gerät zum Schneiden von Knoblauch und Zwiebeln oder dergleichen
Gemüse mit den eingangs genannten Merkmalen im wesentlichen dadurch gelöst, daß Mittel
zum Halten des Innenkörpers in dem Gehäusekörper und zum Herausnehmen des Innenkörpers
aus dem Gehäusekörper unter Überwindung der Haltekraft vorgesehen sind.
[0012] Der erfindungsgemäße Knoblauchschneider enthält einen den Knoblauch aufnehmenden
becherartigen Innenkörper, der drehbar im Gehäusekörper gelagert ist und das Schneidgitter
enthält. Der Knoblauchschneider besteht demnach bevorzugt lediglich aus drei Bauteilen,
dem Gehäusekörper, dem Innenkörper sowie dem Gehäuseoberteil und ist somit einfach
herstellbar beziehungsweise montierbar. Der Innenkörper wird in den Gehäusekörper
gegen einen Anschlag eingesetzt und sodann der Knoblauch in den Aufnahmeraum des Innenkörpers
eingelegt. Danach wird der Aufnahmeraum durch das Gehäuseoberteil verschlossen und
dieses verdreht, so daß sein Innengewinde in das Außengewinde des Gehäusekörpers eingreift
und den Axialtransport nebst Schneiden der Knoblauchzehe bewirkt. Der Innenkörper
rotiert mit dem Gehäuseoberteil, welches vorzugsweise einstückig mit dem Stempel verbunden
ist. Die Becherform des Innenkörpers verhindert ein seitliches Ausweichen des Knoblauchs
während des Preß- oder Schneidvorganges und ebenso ein Verschmutzen von anderen Elementen,
wie Führungselementen oder weiteren Bauteilen, wie gegebenenfalls Gewinde oder dergleichen.
Da der Innenkörper - neben Messer und Stempel - das einzige Bauteil ist, welches mit
dem Knoblauch in Berührung kommt, ist die Reinigung nach der Demontage im wesentlichen
auf dieses Bauteil beschränkt. Aber auch dieser Innenkörper selbst kann wegen seiner
glatten Flächen leicht gereinigt werden. Das Messer ist an der Gehäuseunterseite an
einer sich an gegenüberliegenden Positionen des Gehäuses abstützenden Brücke fixiert.
Vorteilhaft ist, daß sich das Messer nicht über den Mittelpunkt des Schneidgitters
hinaus erstreckt, sondern etwas schmäler ist. Hierdurch ist der Mittelpunkt des Schneidgitters
vom Messer nicht abgedeckt, so daß auch nicht die Gefahr besteht, daß sich die Knoblauchwürste
an dem Messer beziehungsweise der Messerspitze stauen könnten. Dabei sind Mittel vorgesehen,
welche ein Halten des rotierenden Innenkörpers in der richtigen Position im Gehäusekörper
ermöglichen und gleichzeitig dazu ausgebildet sind, unter Überwindung der Haltekraft
den Innenkörper aus dem Gehäusekörper zu Reinigungszwecken leicht herauszunehmen.
Der Innenkörper kann zum Beispiel über Rast- und Gegenrastmittel, wie Nasen am Gehäusekörper
einschnappen und dann zum Reinigen durch einfaches Drücken von unten auf das Schneidgitter
oder dessen Rahmen über den Widerstand der Nasen gelöst werden. So kann der Benutzer
den Innenkörper leicht herausnehmen und das daran befestigte Schneidgitter einfach
reinigen.
[0013] Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Schneidgitter
zum Reinigen von dem ersten Gehäuseteil abnehmbar. Dabei ist von Vorteil eine Schnappverbindung
zwischen dem Schneidgitter und dem ersten Gehäuseteil vorgesehen, die beispielsweise
zum Zwecke der Reinigung rasch und einfach gelöst werden kann.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform kann das Messer oder der Messerhalter mit dem Messer
gegenüber dem Gehäusekörper abnehmbar ausgebildet sein, um die Reinigung der Teile
zu erleichtern. Am einfachsten ist die Verbindung der beiden Teile durch einfaches
Einsetzen des Messers in eine vorgesehene gehäusefeste Aussparung. Möglich ist ebenso
die Halterung über einen Bajonettverschluß zwischen dem Messerhalter und dem Gehäusekörper,
der so angeordnet ist, daß im Betriebszustand der am Messer wirkende Gegendruck in
eine Schließstellung des Messerhalters wirkt. Da der Knoblauchschneider, wenn er für
Rechtshänder ausgelegt ist, ein Rechtsgewinde hat, also das Oberteil gegenüber dem
Unterteil nach rechts gedreht wird, um das Gemüse gegen das Schneidgitter zu drücken,
empfiehlt es sich, diesen Bajonettverschluß, der den Messerhalter am Gehäusehalter
hält, so auszubilden, daß er durch Linksdrehung geöffnet und durch Rechtsdrehung geschlossen
wird. So wird ein versehentliches öffnen während des Schneidens verhindert.
[0015] Auch hat es sich gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung als vorteilhaft erwiesen,
daß der Innenkörper in eine topfartige Aufnahme des Gehäusekörpers gegen einen Anschlag
anliegend eingesteckt ist. Durch diese Maßnahme ist für eine sichere und leicht gängige
Drehlagerung des Innenkörpers in beispielsweise einer Aufnahme des Gehäusekörpers
gesorgt.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Anschlag für
das erste Gehäuseteil als Ringbund ausgebildet, der an der Innenwand der Aufnahme
des Gehäusekörpers vorgesehen ist. Hierdurch kann sich das Innenkörper in der Arbeitsposition
axial auf dem Ringbund abstützen und ist dennoch leicht drehbar gelagert.
[0017] Dabei weist der Ringbund in radialer Richtung ein stufiges Querschnittsprofil auf.
[0018] Von Vorteil ist der Gehäusekörper einstückig ausgebildet und das Messer vom Gehäusekörper
gehalten. Auch hierdurch wird im Vergleich zum Stand der Technik die Anzahl der Bauteile
reduziert, wodurch eine einfachere und kostengünstige Herstellung beziehungsweise
Montage gewährleistet ist.
[0019] Von Vorteil sind Messer und Schneidgitter relativ zueinander drehbar angeordnet.
[0020] Die drehbare Lagerung des Innenkörpers innerhalb der Aufnahme des Gehäusekörpers
wird dadurch positiv beeinflußt, daß das Querschnittsaußenprofil des Innenkörpers
zumindest abschnittsweise mit dem Querschnittsinnenprofil der Aufnahme des Gehäusekörpers
korrespondiert, so daß die Außenwand des Innenkörpers sich zumindest abschnittsweise
an der Innenwand der Aufnahme des Gehäusekörpers abstützt.
[0021] Von Vorteil weist der Innenkörper im Bereich des Schneidgitters einen kreisförmigen
Außenumfang auf, wodurch die Drehlagerung weiter gefördert wird.
[0022] Das Gehäuseoberteil übergreift nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung den Gehäusekörper, wobei ein Innengewinde des Gehäuseoberteils mit einem
Außengewinde des Innenkörpers kämmt beziehungsweise in Eingriff steht.
[0023] Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß der Aufnahmeraum des Gehäusekörpers
ein unrundes Querschnittsprofil aufweist.
[0024] Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besitzt das Gehäuseoberteil
einen Stempel oder dergleichen mit dem unrunden Querschnittsprofil des Aufnahmeraums
des Gehäusekörpers angepaßten unrunden Außenprofil, wobei der Stempel in der Arbeitsstellung
beziehungsweise bei betriebsbereitem Gerät in den Aufnahmeraum eintaucht.
[0025] Durch diese Maßnahme wird aufgrund einer Drehung des Gehäuseoberteils auch das Innenkörper
sowie das Schneidgitter in Drehung versetzt, wobei sich gleichzeitig der Stempel des
Gehäuseoberteils mit fortschreitender Drehung des Gehäuseoberteils immer tiefer in
den Aufnahmeraum des Innenkörpers hineindrückt und somit das in dem Aufnahmeraum befindliche
Gut durch das Schneidgitter schiebt, so daß das Gut durch das feststehende Messer
weiter zerkleinert wird.
[0026] Bevorzugt besitzen der Stempel beziehungsweise der Aufnahmeraum ein im wesentlichen
rechteckiges, bevorzugt ein quadratisches Querschnittsprofil, wobei die Eckbereiche
der beiden Profile zum Zwecke der einfacheren Reinigung leichte Rundungen besitzen
können.
[0027] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß der Stempel eine Vielzahl
von Stiften, die in Durchbrüche des Schneidgitters einschiebbar sind, aufweist und
des weiteren eine Platte, die federnd auf den Stiften sitzt, vorgesehen ist, so daß
die Platte mit den Stiften eine geschlossene Stempelfläche bildet. Die Platte enthält
bevorzugt so viele Bohrungen, wie der Stempel Stifte aufweist. Durch jede der Bohrungen
erstreckt sich ein einzelner Stift. In Ausgangsstellung beziehungsweise bis zum Ende
der Vorschubbewegung des Stempels an das Schneidgitter ist eine im wesentlichen glatte
Fläche gebildet. Wenn bei der Vorschubbewegung beim Schneiden der Knoblauchzehe die
Stempelplatte bis an das Schneidgitter vorgeschoben ist, werden bei einer weiteren
Vorschubbewegung die Stifte durch die Bohrungen in der Platte hindurchgeschoben und
greifen in das Schneidgitter hinein beziehungsweise durch dieses hindurch, um den
Knoblauch vollständig durch das Schneidgitter zu drücken. In einer Ausführungsform
befinden sich zwischen der Lochplatte und den Stiften Druckfedern, welche bei eine
Druckentlastung die Platte wieder in die Ausgangsstellung bringen, wodurch wiederum
die im wesentlichen geschlossene Stempelfläche erreicht wird. Die geschlossene Stempelfläche
sorgt einerseits für ein vollständiges Zerkleinern des Knoblauchs, indem sie weitgehend
vermeidet, daß Knoblauchreste in irgendwelchen Hohlräumen zurückbleiben und sorgt
andererseits dafür, daß beim Reinigen die glatte Stempelfläche besonders schnell gesäubert
werden kann.
[0028] Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Messer fest
in dem Gehäusekörper eingebracht beziehungsweise angespritzt.
[0029] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß das Messer
sich etwa über einen Radius des Gehäusekörpers erstreckt.
[0030] Nach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist auch der Innenkörper
einstückig ausgebildet.
[0031] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand
der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0032] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht der Einzelteile eines erfindungsgemäßen Knoblauchschneiders
in Art einer Explosionszeichnung,
- Figur 2
- den zur Reinigung zerlegten Knoblauchschneider,
- Figur 3
- die Ausführung der Figur 2 im befüllten Zustand und
- Figur 4
- den Knoblauchschneider im zusammengesetzten Zustand.
[0033] Figur 1 zeigt die Einzelteile einer erfindungsgemäßen Ausführung eines Knoblauchschneiders
in Schnitt- und Explosionsdarstellung. Zu erkennen sind als Hauptelemente der Gehäusekörper
1, in den der becherartige Innenkörper 2 eingesetzt werden kann, und das Gehäuseoberteil
3. Am Gehäuseoberteil 3 sind die Platte 4 und der Deckel 5 befestigt. In den Innenkörper
2 wird das Schneidgitter 6 eingesetzt, in den Gehäusekörper 1 das Messer 7. Die Federn
8 können auf einige der Stifte 11 des Stempels 9 gesetzt werden. Die Platte 4 hat
zwei nach oben gerichtete Arme mit nach innen gerichteten Haken, die im zusammengebauten
Zustand den Stempel 9 umgreifen. Die Federn 8 drücken dann die Platte 4 vom Stempel
9 weg, während die Haken der Platte 4 diese am Stempel 9 halten.
[0034] Figur 2 zeigt die Einzelteile der Figur 1 in einem gebrauchsfertigen Zustand, so,
wie der Knoblauchschneider zum Beispiel zum Reinigen zerlegt wird, nämlich in die
drei Innenkörper 2 mit eingesetztem Schneidgitter 6 und Gehäuseoberteil 3 mit Deckel
5, Stempel 9, Federn 8 und Platte 4. Zu erkennen sind hier weiter die Nasen 10, die
etwas oberhalb eines (nicht gesondert dargestellten) Metallrings, der als Gleitelement
für den Innenkörper 2 dient, angeordnet sind. Schiebt man also den Innenkörper 2 aus
der in Figur 2 gezeigten Lage über die Nasen 10 hinweg in den Gehäusekörper 1, so
liegt der Innenkörper 2 auf dem einen Anschlag bildenden Ring 14 im zweiten Gehäusekörper
1 auf. Die Nasen 10 verhindern ein Herausrutschen des Innenkörpers 2 Innenkörper Gehäuseteil
2 dann also drehbar, aber gegen Herausfallen gesichert, gelagert.
[0035] Figur 3 zeigt den erfindungsgemäßen Knoblauchschneider im geöffneten Zustand, also
bereit zur Befüllung. Der Innenkörper 2 ist nun, wie gerade beschrieben wurde, in
den Gehäusekörper 1 eingesetzt. Das Schneidgitter 6 liegt genau über dem Messer 7.
Der Knoblauch oder das andere zu zerkleinernden Gemüse werden nun in den becherartigen
Innenraum der Innenkörpers 2 gelegt und liegen damit auf dem Schneidgitter 6.
[0036] Zum Zerkleinern des Knoblauchs wird nun das Gehäuseoberteil 3 mit seinem Stempel
9 in den Innenraum des Innenkörpers 2 gesteckt. Bei einem Verdrehen des Oberteils
3 wird so der Innenkörper 2 mit Knoblauch und Schneidgitter 6 ebenfalls in Rotation
versetzt. Fest gegenüber dem Gehäusekörper 1 steht dagegen der Messerhalter mit dem
Messer 7.
[0037] Wird dann das Gehäuseoberteil 3 nach unten geschoben und weiter verdreht, greift
das am unteren äußeren Rand des Oberteils 3 angeordnete Innengewinde 12 (hier nur
ein Gang gezeichnet) in das Außengewinde 13 des Gehäusekörpers 1. Dadurch schraubt
sich das Gehäuseoberteil 3 langsam nach unten und preßt den Knoblauch, der sich unterhalb
des Stempels 9 und oberhalb des Schneidgitters 6 befindet durch das Schneidgitter
6. Dabei entstehen im Schneidgitter 6 feine Knoblauchstäbchen, die beim Rotieren des
Schneidgitters 6 über das Messer 7 in kleine Quader zerschnitten werden.
[0038] Wie insbesondere aus Figur 1 zu entnehmen ist, weist der Stempel 9 eine Vielzahl
von Stiften 11 auf, denen eine Platte 4 zugeordnet ist, die so viele Löcher enthält,
wie Stifte 11 vorhanden sind. Die Platte 4 kann über zwei Klammern an dem Stempel
9 befestigt werden, wie in Figur 2 gezeigt ist. Gezeigt sind weiterhin in Figur 1
zwei (von fünf) Federn 8, welche die Platte 4 vom Stempel 9 wegdrücken. Erst wenn
die Platte 4 am Ende des Preßvorgangs auf das Schneidgitter 6 auftrifft, wird die
Platte 4 vom Gitter aufgehalten und gegen den Stempel 9 geschoben. Die Federn 8 drücken
sich zusammen, die Stifte 11 beginnen, über die Platte 4 heraus zu ragen. Sie reichen
durch die Öffnungen des Schneidgitters 6 und schieben so auch die letzten Knoblauchreste
durch das Gitter gegen das darunter rotierende Messer 7. In diesem gedrückten Endzustand
sind die oberseitigen Haken der Klammern vom Stempel 9 abgehoben. Öffnet der Benutzer
den Knoblauchschneider oder schraubt er das Gehäuseoberteil 3 mit Stempel 9 wieder
hoch, so drücken die Federn 8 die Platte 4 wieder nach unten, so daß eine praktisch
ebene Fläche, gebildet aus der Platte 4 und den Vorderseiten der Stifte 11 entsteht,
die wieder gut reinigbar ist.
[0039] Figur 4 zeigt den erfindungsgemäßen Knoblauchschneider in zusammengebautem Zustand.
Zu erkennen ist das Gehäuseoberteil 3 mit Deckel 5, welches auf das Außengewinde 13
des Gehäusekörpers 1 aufgeschraubt ist. Der zweite Gehäuseteil 1 hat zur Erhöhung
seiner Standfestigkeit einen verbreiterten Fuß.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- zweiter Gehäuseteil
- 2
- erster Gehäuseteil
- 3
- Gehäuseoberteil
- 4
- Platte
- 5
- Deckel
- 6
- Schneidgitter
- 7
- Messer
- 8
- Federn
- 9
- Stempel
- 10
- Nasen
- 11
- Stifte
- 12
- Innengewinde
- 13
- Außengewinde
- 14
- Ring, Anschlag
1. Gerät zum Schneiden von Knoblauch, Zwiebeln oder dergleichen Gemüse mit einem in einem
Gehäusekörper (1) drehbar gelagerten, das zu schneidende Gut aufnehmenden Innenkörper
(2), welcher einenends ein Schneidgitter (6) aufweist und anderenends mit einem an
einem Gehäuseoberteil (3) angeordneten Stempel (9) beaufschlagbar ist, sowie mit einem
dem Schneidgitter (6) zugeordneten, an dem Gehäusekörper (1) angeordneten Messer (7),
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Halten des Innenkörpers (2) in dem Gehäusekörper
(1) und zum Herausnehmen des Innenkörpers (2) aus dem Gehäusekörper (1) unter Überwindung
der Haltekraft vorgesehen sind.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel als an dem Gehäusekörper
(1) und an dem Innenkörper (2) angeordneten Rast- und Gegenrastmitteln ausgebildet
sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenkörper (2) mittels
eines Schnappmechanismus im Gehäusekörper (1) gehalten und zum Reinigen herausnehmbar
ist.
4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidgitter
(6) vom Innenkörper (2) abnehmbar ist und insbesondere mit dem Innenkörper (2) mittels
einer Clips- oder Rastverbindung verbindbar ist.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer
(7) zum Reinigen von einem Messerhalter abnehmbar ist.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenkörper
(2) in eine topfartige Aufnahme des Gehäusekörpers (1) gegen einen Anschlag (14) anliegend
eingesteckt ist.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (14) als Ringbund
(14) an der Innenwand der Aufnahme des Gehäusekörpers (1) ausgebildet ist.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringbund (14) in radialer Richtung
ein stufiges Querschnittsprofil aufweist.
9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusekörper
(1) einstückig ausgebildet und das Messer (7) vom Gehäusekörper (1) gehalten ist.
10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer
(7) und das Schneidgitter (6) relativ zueinander drehbar sind.
11. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Querschnittsaußenprofil
des Innenkörpers (2) zumindest abschnittsweise mit dem Querschnittsinnenprofil der
Aufnahme des Gehäusekörpers (1) korrespondiert, so daß die Außenwand des Innenkörpers
(2) sich zumindest abschnittsweise an der Innenwand der Aufnahme des Gehäusekörpers
(1) abstützt.
12. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenkörper
(2) im Bereich des Schneidgitters (6) einen kreisförmigen Außenumfang besitzt.
13. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseoberteil
(3) den Gehäusekörper (1) übergreift, wobei ein Gewinde, insbesondere ein Innengewinde
(12) des Gehäuseoberteils (3) mit einem Gewinde, insbesondere einem Außengewinde (13)
des Gehäusekörpers (1) in Eingriff steht beziehungsweise kämmt.
14. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum
des Innenkörpers (2) ein unrundes Querschnittsprofil aufweist.
15. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel
(9) des Gehäuseoberteils (3) ein dem unrunden Querschnittsprofil des Aufnahmeraums
des Innenkörpers (2) angepaßtes unrundes Außenprofil besitzt.
16. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel
(9) bei betriebsbereitem Gerät in den Aufnahmeraum eintaucht.
17. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel
(9) beziehungsweise der Aufnahmeraum im wesentlichen ein rechteckiges, bevorzugt quadratisches
Querschnittsprofil besitzen.
18. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel
eine Vielzahl von Stiften (11), die in Durchbrüche des Schneidgitters (6) einschiebbar
sind, gebildet ist und eine Platte (4) aufweist, die federnd auf den Stiften (11)
sitzt, so daß die Platte (4) mit den Stiften (11) eine geschlossene Stempelfläche
bildet.
19. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer
(7) fest mit dem Gehäusekörper (1) verbunden ist, bevorzugt dem aus Kunststoff bestehenden
Gehäusekörper (1) angespritzt ist.
20. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer
(7) sich etwa über einen Radius des Gehäusekörpers (1) erstreckt.
21. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das der
Innenkörper (2) einstückig ausgebildet ist.
22. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät
aus drei Funktionsteilen, nämlich dem Innenkörper (2), dem Gehäusekörper (1) und dem
Gehäuseoberteil (3) besteht.