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<ep-patent-document id="EP99111464B1" file="EP99111464NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0967301" kind="B1" date-publ="20031119" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDE..ESFRGB..ITLI..NLSE..PTIE......FI......................................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM350 (Ver 2.1 Jan 2001)
 2100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>0967301</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>20031119</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>99111464.6</B210><B220><date>19990612</date></B220><B240><B241><date>19990626</date></B241><B242><date>20000922</date></B242></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>19828811</B310><B320><date>19980627</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>20031119</date><bnum>200347</bnum></B405><B430><date>19991229</date><bnum>199952</bnum></B430><B450><date>20031119</date><bnum>200347</bnum></B450></B400><B500><B510><B516>7</B516><B511> 7C 23G   1/02   A</B511><B512> 7C 23C  18/18   B</B512><B512> 7C 23C  18/31   B</B512></B510><B540><B541>de</B541><B542>Beizaktivierungslösung für die Vorbehandlung von Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen vor einer Tauchverzinnung</B542><B541>en</B541><B542>Pickling-activating solution for pre-treatment of aluminium-steel composites before electroless tin plating</B542><B541>fr</B541><B542>Solution décapante et activante pour le prétraitement de matériaux composites aluminium-acier avant l'étamage chimique</B542></B540><B560><B561><text>EP-A- 0 278 752</text></B561><B561><text>DE-A- 2 917 019</text></B561><B561><text>US-A- 5 227 016</text></B561><B562><text>DATABASE WPI Section Ch, Week 198132 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class M11, AN 1981-58064D XP002137068 -&amp; JP 50 006534 A (TEIKOKU PISTON RING CO LTD), 23. Januar 1975 (1975-01-23)</text></B562><B562><text>PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1995, no. 08, 29. September 1995 (1995-09-29) -&amp; JP 07 126899 A (NIPPON STEEL CORP), 16. Mai 1995 (1995-05-16)</text></B562></B560></B500><B700><B720><B721><snm>Eberhardt, Jan</snm><adr><str>Steinfurter Strasse 81</str><city>48149 Münster</city><ctry>DE</ctry></adr></B721><B721><snm>Guhl, Dieter Dr.</snm><adr><str>Nachtigallenweg 3</str><city>67346 Speyer</city><ctry>DE</ctry></adr></B721><B721><snm>Honselmann, Frank</snm><adr><str>Ritter von Weingarten-Strasse 15</str><city>67366 Weingarten</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B730><B731><snm>Goldschmidt AG</snm><iid>00222252</iid><irf>A 1905</irf><adr><str>Goldschmidtstrasse 100</str><city>45127 Essen</city><ctry>DE</ctry></adr></B731></B730></B700><B800><B840><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>IE</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>PT</ctry><ctry>SE</ctry></B840><B880><date>20000628</date><bnum>200026</bnum></B880></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft eine wäßrige Zubereitung für die Beizung und Aktivierung von Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen vor einer außenstromlosen Tauchverzinnung. Beispiele für Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffe sind Gleitlager, Buchsen, Anlaufscheiben, Trockengleitlager usw. für Pumpen, Motoren und Getriebe. Nach der Beizaktivierung werden auf den Aluminium- und Stahloberflächen des Substrates bei einer anschließenden Tauchverzinnung gleichmäßige, besonders haftfeste Zinnüberzüge erzielt.</p>
<p id="p0002" num="0002">Aus EP-A-0 278 752 ist bekannt, Substrate aus reinen Aluminiumlegierungen und auch Aluminium-Stahl-Verbundmetalle nach einer Vorbehandlung, bestehend aus Entfettung und Beizung, mit sauren Zinnsalzelektrolyten im Austauschverfahren zu verzinnen.</p>
<p id="p0003" num="0003">Die DE-A-29 17 019 beschreibt ein Verfahren zur Metallisierung von Aluminium-Stahl-Verbundmaterial. Das dabei verwendete Bad besteht aus einer Mineralsäure, einer Quelle für Fluoridionen, fluoridhaltige Ionen oder deren Gemische, und einer Quelle für Zinn(II)ionen in einer Konzentration von ungefähr 1 bis 75 g/l. Vorher wird das Verbundmaterial mit einer Fluoridionen enthaltenden Mineralsäure aktiviert.</p>
<p id="p0004" num="0004">Weiter ist aus der US-A-5 227 016 bekannt, Aluminiumoberflächen mit einem Bad der Zusammensetzung
<ul id="ul0001" list-style="none" compact="compact">
<li>(A) eine oxydierende anorganische Säure</li>
<li>(B) Phosphorsäure</li>
<li>(C) Schwefelsäure</li>
<li>(D) eine Fluoridionenquelle<!-- EPO <DP n="2"> --></li>
<li>(E) eine Quelle für komplexe Fluoridione, vorzugsweise Hexafluorokieselsäure</li>
<li>(F) eine organische Carbonsäure mit 1-10 Kohlenstoffatomen und</li>
<li>(G) eine Quelle für vierwertiges Mangan</li>
</ul> zu oxydieren.</p>
<p id="p0005" num="0005">Die bekannten Systeme aus Entfettung, Beize und Verzinnung, zeigen, angewandt auf Substrate aus Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen unzureichende Ergebnisse:
<ul id="ul0002" list-style="none" compact="compact">
<li>■ die Reinigung, Beizung und Verzinnung der Stahloberflächen und der Aluminiumoberflächen erfolgt ungleichmäßig,</li>
<li>■ die Zinnabscheidung auf den Stahloberflächen erfolgt ungleichmäßig und ergibt keine geschlossene Oberfläche,</li>
<li>■ die Haftfestigkeit der auf dem Aluminium abgeschiedenen Zinnschicht ist unzureichend.</li>
</ul></p>
<p id="p0006" num="0006">Die vorliegende Erfindung befaßt sich deshalb mit dem technischen Problem, die Vorbehandlung des Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffes zu optimieren. Insbesondere besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, bei Anwendung der bekannten Tauchverzinnungsbäder gleichmäßige, haftfeste Zinnüberzüge sowohl auf den Aluminium- als auch auf den Stahloberflächen des Substrats herzustellen.</p>
<p id="p0007" num="0007">Das vorgenannte Problem wird erfindungsgemäß gelöst, indem für die Vorbehandlung des Substrats eine neue Beizaktivierung verwendet wird, die folgende Komponenten und Zusätze enthält:
<ul id="ul0003" list-style="none" compact="compact">
<li>■ Schwefelsäure zur Beizung der Stahloberflächen,</li>
<li>■ Hexafluorokieselsäure zur Beizung der Aluminiumoberflächen,</li>
<li>■ Tenside zur gleichmäßigen Benetzung der Substratoberflächen mit der Lösung,</li>
<li>■ Nebengruppenmetallkationen zur Optimierung der Beizung und Aktivierung der Aluminiumoberfläche,</li>
</ul><!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<p id="p0008" num="0008">Bei Versuchen zur Beizvorbehandlung von Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen wurde gefunden, daß eine Beizaktivierung enthaltend Schwefelsäure und Hexafluorokieselsäure (wobei die Gehalte der beiden Mineralsäuren jeweils einer der beiden Substratlegierungen angepaßt sind) deutlich besser wirksam war als andere Vorbehandlungen. Der Gehalt an Schwefelsäure beträgt daher vorzugsweise 50 bis 150 g/l. Der Gehalt an Hexafluorokieselsäure beträgt daher vorzugsweise 5 bis 25 g/l.</p>
<p id="p0009" num="0009">Verdünnte Schwefelsäure eignet sich zur Beizung von Eisenlegierungen, bewirkt aber, bei Temperaturen von bis zu 70°C und Tauchzeiten von wenigen Minuten, keinen merklichen Angriff auf Aluminium. Hexafluorokieselsäure reinigt und aktiviert Aluminiumlegierungen, ohne Eisenoberflächen signifikant anzugreifen. Die Kombination beider Säuren wird der komplexen Substratstruktur aus zwei Legierungen mit stark unterschiedlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften gerecht. Beispiele für Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffe sind Gleitlager, Buchsen, Anlaufscheiben, Trockengleitlager usw. für Pumpen, Motoren und Getriebe.</p>
<p id="p0010" num="0010">Um im folgenden sauren, außenstromlosen Tauchverzinnungsbad eine gleichmäßige und haftfeste Zinnabscheidung zu erreichen, müssen dieser Beizaktivierung aber noch weitere geeignete Additive zugefügt werden.</p>
<p id="p0011" num="0011">Zur weiteren Optimierung der Beizwirkung und insbesondere zur weitergehenden Aktivierung der Aluminiumoberflächen des Substrats müssen der Säuremischung aber noch Nebengruppenmetallkationen, wie z. B. Mangan(II)-, Nickel(II)-, Eisen(III)-Ionen, in Konzentrationen von 0,05 bis 1 Gew.-% zuzugeben werden. Besonders vorteilhaft sind Mangan(II)-Ionen in einer Konzentration von 0,1 Gew.-% bei einer Beiztemperatur von 40°C und Beizzeiten von 5 Minuten.<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<p id="p0012" num="0012">Weiterhin hat sich die Zugabe von Nitrat- und/oder Nitritionen als positiv erwiesen. Zusätze von Alkalimetallnitrat- und Alkalimetallnitritsalzen, wie Natriumnitrat, Kaliumnitrat, Natriumnitrit oder Kaliumnitrit in Konzentrationen von 0,05 bis 3 Gew.-%, wobei eine Zugabe von 0,5 Gew.-% Kaliumnitrat optimal ist, verbessern die Beiz- und Reinigungsergebnisse der Beizaktivierungslösung deutlich.</p>
<p id="p0013" num="0013">Zur Erzielung einer gleichmäßigen Beizaktivierung ist außerdem eine gleichmäßige Oberflächenbenetzung erforderlich, die durch Zugabe von Netzmitteln erreicht wird. Geeignet sind grundsätzlich alle das Substrat gut benetzenden Tenside, welche eine ausreichende chemische Beständigkeit in dem Beizaktivierungselektrolyten besitzen. Besonders geeignet sind Netzmittel, wie sie in Tauchverzinnungsbädern angewendet werden, die in EP-A-0 278 752 offenbart sind, beispielsweise<!-- EPO <DP n="5"> --> Polyoxyethylenethertenside. Die Menge der Netzmittel beträgt vorzugsweise 1 bis 20 g/l.</p>
<p id="p0014" num="0014">Gegenstand der Erfindung sind somit wäßrige Beizaktivierungslösungen für die Vorbehandlung von Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen vor einem sauren Tauchverzinnungsbad, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie Schwefelsäure, Hexafluorokieselsäure, Netzmittel, Nebengruppenmetallkationen und Nitratund/oder Nitrit-Ionen enthalten, insbesondere daraus bestehen und die Substratoberfläche derart vorbereiten, daß im Anschluß eine gleichmäßige, haftfeste Verzinnung erhalten wird. Die Menge der Nebengruppenmetallkationen, die insbesondere aus der Gruppe 1 und 2 sowie 5 bis 8 des Periodensystems der Elemente ausgewählt sind, beträgt vorzugsweise 0,05 bis 1 Gew.-%. Die Menge an Nitritionen beträgt vorzugsweise 0,05 bis 3 Gew.-%, während die Menge der Nitrationen vorzugsweise in dem gleichen Bereich liegt.</p>
<p id="p0015" num="0015">Ein weitere Ausführungsform der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Beizaktivierung von Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Beizaktivierungslösungen mit dem Verbund bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 70°C im Verlauf von 1 bis 9 min in Kontakt bringt.</p>
<heading id="h0001">Ausfühungsbeispiele:</heading>
<heading id="h0002"><u>Beispiel 1:</u></heading>
<heading id="h0003">Substrate</heading>
<p id="p0016" num="0016">Als Probestücke wurden handelsübliche Aluminium-Stahl-Verbundlager verwendet. Dies sind Halbschalen aus Stahl, welche auf der Innenseite mit einer Aluminiumlegierung (ca. 80-90% Aluminium,<!-- EPO <DP n="6"> --> legiert im wesentlichen mit Zinn und Silicium) walzplattiert sind.</p>
<heading id="h0004">Entfettung</heading>
<p id="p0017" num="0017">Die Substrate wurden in an sich bekannter Weise entfettet und gespült.</p>
<heading id="h0005">Beizaktivierung</heading>
<p id="p0018" num="0018">Die Substrate wurden für die Dauer von 5 Minuten in die Lösung getaucht. Die Temperatur der Beizlösung betrug 40°C. Nach der Aktivierung wurden die Substrate eine Minute gespült.</p>
<heading id="h0006">Lösung 1</heading>
<p id="p0019" num="0019">
<ul id="ul0004" list-style="none" compact="compact">
<li>100 g/l H<sub>2</sub>SO<sub>4</sub></li>
<li>20 g/l H<sub>2</sub>SiF<sub>6</sub></li>
<li>10 g/l Polyoxyethylenether des Decylalkohols mit 5 Oxyethyleneinheiten</li>
<li>5 g/l KNO<sub>3</sub></li>
<li>1 g/l MnSO<sub>4</sub>*1 H<sub>2</sub>O</li>
</ul></p>
<heading id="h0007"><u>Beispiel 2:</u></heading>
<heading id="h0008">Lösung 2</heading>
<p id="p0020" num="0020">
<ul id="ul0005" list-style="none" compact="compact">
<li>100 g/l H<sub>2</sub>SO<sub>4</sub></li>
<li>20 g/l H<sub>2</sub>SiF<sub>6</sub></li>
<li>10 g/l Polyoxyethylenether des Hexylalkoholsilans (CH<sub>3</sub>)<sub>3</sub>Si(CH<sub>2</sub>)<sub>6</sub>OH mit 4 Oxyethyleneinheiten</li>
<li>5 g/l NaNO<sub>2</sub></li>
<li>1 g/l NiSO<sub>4</sub>*6 H<sub>2</sub>O</li>
</ul><!-- EPO <DP n="7"> --></p>
<heading id="h0009"><u>Beispiel 3:</u></heading>
<heading id="h0010">Lösung 3</heading>
<p id="p0021" num="0021">
<ul id="ul0006" list-style="none" compact="compact">
<li>100 g/l H<sub>2</sub>SO<sub>4</sub></li>
<li>20 g/l H<sub>2</sub>SiF<sub>6</sub></li>
<li>10 g/l Polyoxyethylenether des Decylalkohols mit 5 Oxyethyleneinheiten</li>
<li>5 g/l NaNO<sub>3</sub></li>
<li>3 g/l Fe<sub>2</sub>(SO<sub>4</sub>)<sub>3</sub>*x H<sub>2</sub>O</li>
</ul></p>
<heading id="h0011"><u>Vergleichsbeispiel:</u></heading>
<p id="p0022" num="0022">
<ul id="ul0007" list-style="none" compact="compact">
<li>120 g/l HNO<sub>3</sub></li>
<li>20 g/l H<sub>2</sub>SiF<sub>6</sub></li>
<li>5 g/l Polyoxyethylenether des Stearylalkohols mit 20 Oxyethyleneinheiten</li>
<li>2 g/l Gelatine</li>
</ul></p>
<heading id="h0012"><u>Beispiel 4:</u></heading>
<heading id="h0013">Verzinnung</heading>
<p id="p0023" num="0023">Die Substrate der Beispiele 1 bis 3 und des Vergleichsbeispiels wurden jeweils für die Dauer von 5 Minuten in ein handelübliches, saures, außenstromloses Tauchverzinnungsbad analog Beispiel 1 bis 3 und dem Vergleichsbeispiel getaucht. Es wurde bei 30-40°C gearbeitet.</p>
<heading id="h0014">Tauchverzinnungsbad 1</heading>
<p id="p0024" num="0024">
<ul id="ul0008" list-style="none" compact="compact">
<li>100 g/l H<sub>2</sub>SO<sub>4</sub></li>
<li>40 g/l SnSO<sub>4</sub></li>
<li>3,5 g/l HBF<sub>4</sub><!-- EPO <DP n="8"> --></li>
<li>2 g/l Gelatine</li>
<li>1 g/l Polyoxyethylenether des Decylalkohols mit 5 Oxyethyleneinheiten</li>
</ul></p>
<heading id="h0015">Tauchverzinnungsbad 2</heading>
<p id="p0025" num="0025">
<ul id="ul0009" list-style="none" compact="compact">
<li>100 g/l H<sub>2</sub>SO<sub>4</sub></li>
<li>40 g/l SnSO<sub>4</sub></li>
<li>7 g/l KBF<sub>4</sub></li>
<li>2 g/l Gelatine</li>
<li>0,1 g/l Polyoxyethylenether des Stearylalkohols mit 20 Oxyethyleneinheiten</li>
</ul></p>
<heading id="h0016">Tauchverzinnungsbad 3</heading>
<p id="p0026" num="0026">
<ul id="ul0010" list-style="none" compact="compact">
<li>100 g/l CH<sub>3</sub>SO<sub>3</sub>H</li>
<li>30 g/l (CH<sub>3</sub>SO<sub>3</sub>)<sub>2</sub>Sn</li>
<li>2 g/l H<sub>2</sub>SiF<sub>6</sub></li>
<li>1 g/l Gelatine</li>
<li>0,1 g/l Polyoxyethylenether des Hexylalkoholsilans (CH<sub>3</sub>)<sub>3</sub>Si(CH<sub>2</sub>)<sub>6</sub>OH mit 4 Oxyethyleneinheiten</li>
</ul></p>
<heading id="h0017">Verzinnungsergebnisse</heading>
<p id="p0027" num="0027">Nach einer Beizaktivierung mit Lösung 1, Lösung 2 oder Lösung 3 wurden mit einem Tauchverzinnungsbad 1, 2 oder 3 gleichmäßige, glatte, geschlossene und sehr haftfeste Zinnschichten auf Stahl- und Aluminiumoberflächen abgeschieden. Die Schichtdicken des Zinnüberzugs betrugen 1,8 bis 4,2 µm auf Aluminium- und 0,4 bis 0,8 µm auf den Stahlflächen. Zur Kontrolle der Haftfestigkeit wurde auf die verzinnten Substratoberflächen ein transparenter Klebefilmstreifen (Tesa®) aufgeklebt und unter Zuhilfenahme eines Bleistifts so fest wie möglich angedrückt und ruckartig unter einem Winkel von 45° abgerissen. In allen drei Fällen<!-- EPO <DP n="9"> --> wurde kein Zinn abgelöst. Die Zinnschichten nach dem Test betrugen wiederum 1,8 bis 4,2 µm auf Aluminium- und 0,4 bis 0,8 µm auf den Stahloberflächen.</p>
<heading id="h0018">Vergleichsbeispiel:</heading>
<p id="p0028" num="0028">Die Beizung mit der salpetersauren Vorbehandlung bewirkte einen starken Angriff auf die Eisenflächen. Die folgende Tauchverzinnung mit Tauchverzinnungsbad 1, 2 oder 3 ergab ungleichmäßige Zinnabscheidungen auf den Substratoberflächen. Die Eisenoberfläche wies keine geschlossene Zinnoberfläche auf. Die Kontrolle der Haftfestigkeit erfolgte wie oben. Der Klebefilm-Test ergab deutliche Zinnablösungen von der Aluminiumoberfläche. Die Zinnschichtdicke auf der Aluminiumlegierung betrug vor dem Test 1,8 bis 4,2 µm und nach dem Test nur 0,2 bis 0,5 µm. 
<tables id="tabl0001" num="0001">
<table frame="all">
<title>Tabelle:</title>
<tgroup cols="4" colsep="1" rowsep="1">
<colspec colnum="1" colname="col1" colwidth="39.37mm" colsep="1"/>
<colspec colnum="2" colname="col2" colwidth="39.37mm"/>
<colspec colnum="3" colname="col3" colwidth="39.37mm"/>
<colspec colnum="4" colname="col4" colwidth="39.37mm"/>
<thead valign="top">
<row rowsep="1">
<entry namest="col1" nameend="col1"/>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="center">Verzinnungsbad 1</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="center">Verzinnungsbad 2</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="center">Verzinnungsbad 3</entry></row></thead>
<tbody valign="top">
<row>
<entry namest="col1" nameend="col1" align="center">Lösung 1</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="center">sehr gute Zinnabscheidung, hervorragende Haftung</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="center">sehr gute Zinnabscheidung, hervorragende Haftung</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="center">gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry></row>
<row>
<entry namest="col1" nameend="col1" align="center">Lösung 2</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="center">sehr gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="center">sehr gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="center">gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry></row>
<row>
<entry namest="col1" nameend="col1" align="center">Lösung 3</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="center">sehr gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="center">sehr gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="center">gute Zinnabscheidung, sehr gute Haftung</entry></row>
<row rowsep="1">
<entry namest="col1" nameend="col1" align="center">Vergleichsbeispiel</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="center">ungleichmäßige Zinnabscheidung, geringe Haftfestigkeit</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="center">ungleichmäßige Zinnabscheidung, geringe Haftfestigkeit</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="center">sehr ungleichmäßige Zinnabscheidung,geringe Haftfestigkeit</entry></row></tbody></tgroup>
</table>
</tables></p>
</description><!-- EPO <DP n="10"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Beizaktivierungslösungen für die Vorbehandlung von Aluminium-Stahl-Verbundwerkstoffen vor einer Tauchverzinnung, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> sie Schwefelsäure, Hexafluorokieselsäure, Netzmittel und Nebengruppenmetallkationen enthalten.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> der Gehalt an Schwefelsäure 50 bis 150 g/l beträgt</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="0003">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> der Gehalt an Hexafluorokieselsäure 5 bis 25 g/l beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0004" num="0004">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> der Gehalt an Netzmittel 1 bis 20 g/l beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0005" num="0005">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> die Netzmittel ausgewählt sind aus Polyoxyethylenethertensiden.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0006" num="0006">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> der Gehalt an Nebengruppenmetallkationen 0,05 bis 1 Gew.-% beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0007" num="0007">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> die Nebengruppenmetallkationen ausgewählt sind aus den Nebengruppen 1 bis 2 und 5 bis 8.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0008" num="0008">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> sie Nitrat- und/oder Nitritionen enthalten.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0009" num="0009">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 8, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> der Gehalt an Nitrationen 0,05 bis 3 Gew.-% beträgt.<!-- EPO <DP n="11"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0010" num="0010">
<claim-text>Lösungen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> der Gehalt an Nitritionen 0,05 bis 3 Gew.-% beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0011" num="0011">
<claim-text>Verfahren zur Beizaktivierung von Aluminum-Stahl-Verbundwerkstoffen vor einer Tauchverzinnung, <b>dadurch gekennzeichnet, daß</b> man Beizaktivierungslösungen gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 mit dem Verbund bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 70 °C im Verlauf von 1 bis 9 min mit in Kontakt bringt.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="12"> -->
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>Pickling/activation solutions for the pretreatment of aluminium-steel composites prior to dip tinning, <b>characterized in that</b> they comprise sulphuric acid, hexafluorosilicic acid, wetting agents and transition metal cations.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the sulphuric acid content is from 50 to 150 g/l.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="0003">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the hexafluorosilicic acid content is from 5 to 25 g/l.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0004" num="0004">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the wetting agent content is from 1 to 20 g/l.<!-- EPO <DP n="13"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0005" num="0005">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the wetting agents are selected from the group consisting of polyoxyethylene ether surfactants.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0006" num="0006">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the transition metal cation content is from 0.05 to 1% by weight.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0007" num="0007">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the transition metal cations are selected from transition groups I and II and V to VIII.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0008" num="0008">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> they comprise nitrate and/or nitrite ions.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0009" num="0009">
<claim-text>Solutions according to Claim 8, <b>characterized in that</b> the nitrite ion content is from 0.05 to 3% by weight.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0010" num="0010">
<claim-text>Solutions according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the nitrate ion content is from 0.05 to 3% by weight.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0011" num="0011">
<claim-text>Process for the pickling and activation of aluminium-steel composites prior to dip tinning, <b>characterized in that</b> it comprises bringing pickling/activation solutions according to one or more of Claims 1 to 10 into contact with the composite for from 1 to 9 minutes and at temperatures in the range from 15 to 70°C.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="14"> -->
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Solutions d'activation et de décapage destinées au prétraitement de matériaux composites aluminium-acier avant un étamage par immersion, <b>caractérisées en ce qu'</b>elles contiennent de l'acide sulfurique, de l'acide hexafluorosilicique, des mouillants et des cations de métaux de groupes secondaires.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> la teneur en acide sulfurique est de 50 à 150 g/l.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="0003">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> la teneur en acide hexafluorosilicique est de 5 à 25 g/l.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0004" num="0004">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> la teneur en mouillants est de 1 à 20 g/l.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0005" num="0005">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> les mouillants sont choisis parmi les tensioactifs polyoxyéthylèneéther.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0006" num="0006">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> la teneur en cations de métaux de groupes secondaires est de 0,05 à 1% en poids.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0007" num="0007">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> les cations de métaux de groupes secondaires sont choisis dans les groupes secondaires 1 à 2 et 5 à 8.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0008" num="0008">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce qu'</b>elles contiennent des ions nitrate et/ou nitrite.<!-- EPO <DP n="15"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0009" num="0009">
<claim-text>Solutions selon la revendication 8, <b>caractérisées en ce que</b> la teneur en ions nitrate est de 0,05 à 3% en poids.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0010" num="0010">
<claim-text>Solutions selon la revendication 1, <b>caractérisées en ce que</b> la teneur en ions nitrite est de 0,05 à 3% en poids.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0011" num="0011">
<claim-text>Procédé pour l'activation et le décapage de matériaux composites aluminium-acier avant un étamage par immersion, <b>caractérisé en ce qu'</b>on met en contact des solutions d'activation et de décapage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10 avec le matériau composite à des températures dans la plage de 15 à 70°C pendant un laps de temps de 1 à 9 minutes.</claim-text></claim>
</claims>
</ep-patent-document>
