[0001] Die Erfindung betrifft einen Doppelsiebformer zum Bilden einer Faserstoffbahn gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die Erfindung geht aus vom Gegenstand der deutschen Offenlegungsschrift DE 196 52
485 A1. Demgemäß hat ein Doppelsiebformer zwei endlose, umlaufende Siebbänder, die
miteinander eine Doppelsiebzone bilden. Im Bereich dieser Doppelsiebzone bildet sich
die Faserstoffbahn zwischen den beiden Siebbändern. Innerhalb der Doppelsiebzone oder
an deren Beginn laufen die zwei Siebbänder gemeinsam über eine Formierwalze, wobei
das eine Siebband, nämlich das "innere" Siebband, in direkten Kontakt mit der Formierwalze
kommt. An der Ablaufstelle der beiden Siebbänder von der Formierwalze kommt das andere
Siebband, nämlich das "äußere" Siebband, in Kontakt mit wenigstens einer sich quer
über das Siebband erstreckenden Stützeinrichtung, hier mit einer Leiste. Diese Leiste
kann in Sonderfällen starr im Maschinengestell befestigt sein. Vorzugsweise ist sie
jedoch (beispielsweise mittels eines Pneumatikschlauches) nachgiebig an das äußere
Siebband andrückbar. In allen Fällen soll mittels der Leiste an der genannten Ablaufstelle
ein vorübergehendes Auseinanderlaufen der zwei Siebbänder (Siebtrennung) verhindert
werden. Ein solches Auseinanderlaufen der beiden Siebbänder kann gelegentlich beobachtet
werden, obwohl man die Siebbänder in Laufrichtung spannt. Die Folge ist, daß ein ordnungsgemäßes
Bilden der Faserstoffbahn gestört wird. Durch das nachgiebige Andrücken der Leiste
erzielt man den Vorteil, daß sich die Position der Leiste selbsttätig an die momentane
Schichtdicke der zwischen den zwei Siebbändern befindlichen Fasersuspension anpaßt.
Dies ist - in ähnlicher Form - auch offenbart in der WO 95/34713.
Indessen haben sich die oben beschriebenen Anordnungen des Standes der Technik noch
nicht als genügend wirksam erwiesen. Gelegentlich beobachtet man immer noch Störungen
einer geordneten Bahnbildung.
[0003] Dies äußert sich z. B. darin, daß in der fertigen Papierbahn die gewünschte gleichmäßige
Faserverteilung gestört ist. So kann es z. B. zu einem ungleichmäßigen Flächengewichts-Querprofil
kommen, oder die Papierbahn macht (beim Betrachten gegen eine Lichtquelle) einen wolkigen
Eindruck, wobei die Wolkigkeit manchmal stark und/oder ungleichmäßig ist, mit anderen
Worten: die Qualität der "Formation" ist nicht befriedigend.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Doppelsiebformer der eingangs
beschriebenen Bauart dahingehend zu verbessern, daß die genannten Störungen in der
Qualität des fertigen Papieres vermieden werden.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 im wesentlichen
dadurch gelöst, daß die Stützeinrichtung eine Leiste ist, die eine das äußere Siebband
berührende Gleitfläche und eine sich daran-in Sieblaufrichtung gesehen-anschließende
Foilfläche aufweist, die zwecks Erzeugung von Unterdruck vom äußeren Siebband divergiert.
[0006] Es ist nun zu erwarten, daß sich die zuvor erwähnte Unterdruckzone im Sinne einer
Steigerung der Qualität der fertigen Papierbahn auswirkt. D. h. man kann Störungen
im Flächengewichts-Querprofil zumindest weitgehend vermeiden; dasselbe trifft zu für
die bisher beobachtete Wolkigkeit; letzteres bedeutet mit anderen Worten: Man erzielt
eine wesentlich verbesserte Qualität der "Formation".
[0007] Vermutlich beruht die Wirkung der erfindungsgemäßen Gestaltung der genannten Unterdruckzone
darauf, daß ein ähnlicher Unterdruck in dem Zwickel entsteht, der stets vorhanden
ist zwischen dem ablaufenenden inneren Siebband und dem Mantel der Formierwalze.
[0008] Denn vermutlich ist der hier (unter dem sogenannten Registerwalzen-Effekt) entstehende
Unterdruck - wenn auf der Seite des äußeren Siebbandes Atmosphärendruck herrscht -
die Ursache für die genannten Störungen.
[0009] Gemäß der Erfindung wirkt nun der mittels einer Foilleiste erzeugte Unterdruck dem
an der Formierwalze sich bildenden Unterdruck entgegen, so daß die negative Wirkung
des letzteren aufgehoben oder zumindest verringert wird.
[0010] Gemäß Anspruch 2 wird die das äußere Siebband berührende Gleitfläche der Foilleiste,
wie an sich bekannt, nachgiebig an das äußere Siebband angedrückt. Dadurch bleibt
der Vorteil erhalten, daß sich die Foilleiste selbsttätig an unterschiedliche Suspensionshöhen
anpaßt. Zu diesem Zweck wird man vorzugsweise (gemäß Anspruch 3) die Foilleiste (in
einem Querschnitt durch die Foilleiste gesehen) in ihrem stromabwärtigem Bereich mittels
eines Gelenks an einem feststehenden oder an einem verstellbaren Bauteil abstützen
und in ihrem stromaufwärtigem Bereich mittels einer nachgiebigen Stelleinrichtung
(z. B. Pneumatikschlauch) an das äußere Siebband andrücken.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Die Figur 1 zeigt den an der Formierwalze liegenden Bereich eines Doppelsiebformers
in einer schematischen Seitenansicht.
Die Figur 2 zeigt eine Variant zur Figur 1.
Jede der Figuren 3 - 6 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung in Doppelsiebformern
unterschiedlicher Bauart.
[0012] In Figur 1 erkennt man von einem Doppelsiebformer eine Brustwalze 13 und eine Formierwalze
14 sowie zwei Siebbänder 11 und 12, die - beginnend an der Formierwalze 14 - miteinander
eine Doppelsiebzone bilden.
[0013] Das eine Siebband 12 ist das sogenannte innere Siebband, welches in direkten Kontakt
mit der Formierwalze 14 kommt. Das andere Siebband 11 ist das sogenannte äußere Siebband;
es kommt in direkten Kontakt mit der Brustwalze 13 und läuft von dieser zur Formierwalze
14.
[0014] Ein Stoffauflauf 10 führt einen Fasersuspensionsstrahl in den (von den beiden Siebbändern
11 und 12 gebildeten) Einlaufzwickel. Die beiden Siebbänder 11 und 12 umschlingen
nun gemeinsam einen relativ kleinen Bereich des Mantels der Formierwalze 14; in diesem
Bereich kann sich eine Saugzone 14a befinden.
[0015] Ein großer Teil des zugeführten Suspensionswassers strömt durch die Maschen des äußeren
Siebbandes 11, ein kleinerer Teil in das Innere der Forrnierwalze 14. Hierdurch beginnt
sich zwischen den beiden Siebbändern die Faserstoffbahn zu bilden. An der Ablaufstelle
der beiden Siebbänder 11 und 12 von der Formierwalze 14 kommt das äußere Siebband
in Kontakt mit einer Stützeinrichtung 9, die in Figur 1 als eine sogenannte Foilleiste
ausgebildet ist. Diese hat eine das äußere Siebband 12 berührende Gleitfläche 9a und
eine sich in Sieblaufrichtung daran anschließende Foilfläche 9b. Die letztere d ivergiert
unter einem kleinen Winkel von beispielsweise 1 bis 5° vom äußeren Siebband 12. Dadurch
entsteht aufgrund der Bewegung der Siebbänder zwischen der Foilfläche 9b und dem äußerem
Siebband 11 eine Unterdruckzone.
[0016] Die Foilleiste 9 ist beispielsweise Bestandteil eines Entwässerungskastens 8, der
zur Führung der Siebbänder weitere Leisten 8a aufweist. Zur Abstützung der Foilleiste
befindet sich auf dem Entwässerungskasten 8 ein Lagerbock 7a, der den stromabwärtigen
Bereich der Foilleiste 9 mittels eines Gelenks 7 abstützt. Der stromaufwärtige Bereich
der Foilleiste 9 mit der Gleitfläche 9a wird dagegen mittels eines Pneumatik-Schlauches
6 (mit fein dosiererbarer Kraft) nachgiebig an das äußere Siebband 11 angedrückt.
[0017] In Figur 1 befindet sich die Gleitfläche 9a der Foilleiste 9 in unmittelbarer Nähe
der Ablaufstelle der beiden Siebbänder 11 und 12 von der Formierwalze 14.
[0018] Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, gemäß Figur 2 die das äußere Siebband 11 berührende
Gleitfläche 9a um ein geringes Maß x stromabwärts von (also hinter) der Ablaufstelle
A anzuordnen. Eine Anordnung der Gleitfläche 9a vor der Ablaufstelle A ist ebenfalls
möglich. Durch Verschieben des Entwässerungskastens 8 entlang dem Doppelpfeil P kann
jede beliebige Zwischenstellung herbeigeführt werden. Somit kann man die Position
(und den Beginn) der Unterdruckzone (zwischen Foilleiste 9 und Siebband 11) beliebig
einstellen.
[0019] Hierdurch gelingt es, dem im Zwickel F (zwischen Formierwalze 14 und Siebband 12
entstehenden Unterdruck in optimaler Weise entgegenzuwirken, so daß das Entstehen
der Faserstoffbahn zwischen den zwei Sieben 11 und 12 nicht mehr gestört wird. Die
Figur 3 zeigh in einer schematischen Seitenansicht einen kompletten Doppelsiebformer,
wiederum mit einem Stoffauflauf 10, zwei endlosen Siebbändern 11 und 12, Brustwalze
13 und Formierwalze 14, die von den beiden Siebbändern auf einen kleinen Sektor a
(mit einem Winkel zwischen 10 und 40°) umschlungen ist. Von der Formierwalze 14 laufen
die beiden Siebbänder (zusammen mit der sich dazwischen bildenden Faserstoffbahn)
über eine erste Saugwalze 18 und sodann über eine zweite Saugwalze 19. Hier trennt
sich das innere Siebband 12 von der Faserstoffbahn und läuft über Leitwalzen 22 zurück
zur Formierwalze 14. Das äußere Siebband 11 führt die Faserstoffbahn weiter, bis die
Faserstoffbahn mittels eines Abnahmefilzes 23 und einer Abnahmewalze 24 vom Siebband
abgenommen wird. Das äußere Siebband 11 läuft über Leitwalzen 21 zurück zur Brustwalze
13. In der Schlaufe des (unteren) äußeren Siebbandes 11 befindet sich eine schwenkbare
Trageinrichtung 15'. Auf dieser ist eine im einzelnen gemäß Figur 1 ausgebildete Foilleiste
9 angeordnet, außerdem zwei nachgiebig an die Umschlingunszone der Formierwalze 14
andrückbare Formationsleisten 15. Die Anordnung ist derart getroffen, daß das äußere
Siebband 11 ein Untersieb und daß das innere Siebband 12 ein Obersieb ist. Somit wird
die Foilleiste 9 von unten nach oben in Richtung zur Formierwalze 14 an das Untersieb
11 angedrückt.
[0020] Bei der in Figur 4 gezeigten Bauweise laufen die beiden Siebbänder, ausgehend von
der Formierwalze 14, schräg nach oben. Unmittelbar an der Ablaufstelle der beiden
Siebbänder von der Formierwalze kommt das äußere Siebband 11 wiederum mit einer Foilleiste
9 in Kontakt, die (wie oben beschrieben) mit dem äußeren Siebband 11 eine Unterdruckzone
bildet.
[0021] Abweichend von Fig. 3 ist das äußere Siebband 11 ein Obersieb und das innere Siebband
12 ein Untersieb, so daß die Foilleiste 9 von oben nach unten an das Obersieb 11 angedrückt
wird. Die Foilleiste 9 ist wiederum mittels eines Gelenkes 7 an einem feststehenden
Bauteil abgestützt, welches im vorliegenden Falle als ein oberer Entwässerungskasten
38 ausgebildet ist. Dieser ist schwach nach unten ausgebaucht (mit einern großen Krümmungsradius
R). An der Unterseite des Entwässerungskastens 38 befindet sich eine Reihe von Leisten
28, die fest mit dem Kasten 38 verbunden sind und über die das äußere Siebband 11
gleitet. Zum Abführen des nach oben dringenden Suspensionswassers sind in dem Kasten
38 Unterdruckkammern 32 ausgebildet. Innerhalb der Schlaufe des inneren Siebbandes
12 ist ein unterer Entwässerungskasten 37 vorgesehen. Dieser trägt mehrere sogenannte
Formationsleisten 27, die von untenher nachgiebig an das innere Siebband 12 andrückbar
sind, vorzugsweise mittels individuell steuerbarer Pneumatik-Schläuche. Im weiteren
Verlauf der Doppelsiebzone ist ein Trennsauger 33 angeordnet; an diesem trennt sich
das äußere Siebband 11 von dem inneren Siebband 12, welches die gebildete Faserstoffbahn
weitertransportiert, zunächst über eine Siebsaugwalze 30. Abweichend hiervon kann
sich das äußere Siebband 11 erst am Umfang der Siebsaugwalze von dem inneren Siebband
trennen, wie in Figur 4 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist. In einer weiteren
Variante zu Figur 4 können die beiden Siebbänder, ausgehend von der Brustwalze 13
und der Formierwalze 14, im wesentlichen vertikal von unten nach oben durch die Doppelsiebzone
laufen.
[0022] Die Figur 5 zeigt eine gegenüber Fig. 4 kompaktere Bauweise, bei welcher der Trennsauger
33 entfällt. Der Entwässerungskasten 38' hat eine zusätzliche Unterdruckkammer 32';
unmittelbar hinter dieser ist die Siebsaugwalze 30 angeordnet.
[0023] Der in Figur 6 dargestellte Doppelsiebformer umfaßt wiederum zwei Siebbänder 11 und
12. In der dargestellten Anordnung bildet das innere Siebband 12 ein Untersieb und
das äußere Siebband 11 ein Obersieb. Bevor das Obersieb 11 am Umfang der Formierwalze
14 mit dem Untersieb 12 in Kontakt kommt, läuft es über eine Brustwalze 13. Zwischen
den beiden Walzen 13 und 14 bilden die beiden Siebbänder 11 und 12 miteinander einen
keilförmigen Einlaufspalt, der unmittelbar von einem Stoffauflauf 10 eine Faserstoffsuspension
aufnimmt.
[0024] Der Stoffauflauf ist nur schematisch angedeutet. Vorzugsweise handelt es sich um
einen Stoffauflauf, der in bekannter Weise mit einer sektioniert steuerbaren Verdünnungswasserzugabe
ausgerüstet ist, zwecks Einstellung eines gewünschten Flächengewichts-Querprofiles
der fertigen Papierbahn.
[0025] Der Doppelsieb-Former hat innerhalb der Schlaufe des Obersiebes 11 im Bereich der
Formierwalze 14 eine Wasser-Auffangeinrichtung 36. Dorthin gelangt zunächst ein großer
Teil des Suspensionswassers, welches am Beginn der Doppelsiebzone das Obersieb 11
durchdringt. Dies erfolgt im wesentlichen im oberen absteigenden Quadranten der Formierwalze
14. Ungefähr auf der Höhe der Fomienwalzen-Drehachse laufen die beiden Siebe 11 und
12 mit der sich dazwischen bildenden Faserstoffbahn nach unten von der Formierwalze
ab. Sie laufen sodann über einen in der Schlaufe des Obersiebes 12 angeordneten, und
aus Leisten 8a gebildeten konvex gekrümmten Formierschuh. Zwischen den Leisten 8a
dringt weiteres Suspensionswasser in die Auffangwanne 36. Ein weiterer Teil des Suspensionswassers
strömt durch das Untersieb 11 in eine Auffangwanne 40. Hier können Formierleisten
vorgesehen sein, die in bekannter Weise nachgiebig an das Untersieb 12 andrückbar
sind, (in Fig. 6 nicht dargestellt). Anstelle dieser Formierleisten kann im Bereich
der Leisten 8a dem Untersieb 12 wenigstens ein Deflektor zugeordnet sein.
[0026] Der Mantel der Formierwalze 14 hat in bekannter Weise Ausnehmungen zum vorübergehenden
Speichern von Wasser, z.B. in Form eines Wabenbezuges und eines darauf befestigten
Siebstrumpfes.
[0027] Zusätzlich kann, falls erforderlich, die Formierwalze 14 als Saugwalze ausgebildet
sein, mit Unterdruckquelle 29. Auch die in der Schlaufe des Obersiebes 11 angeordnete
Wasserauffangeinrichtung 36 kann bei Bedarf an eine Unterdruck-Quelle 29' angeschlossen
sein. Gemäß der Erfindung ist an der Ablaufstelle der Siebbänder 11, 12 von der Formierwalze
14 eine Unterdruck erzeugende Foilleiste 9 angeordnet, mit den anhand der Fig. 1 beschriebenen
Merkmalen.
[0028] Wesentlich ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 auch, daß in der Doppelsiebzone
die beiden Siebe 11 und 12, unmittelbar ausgehend von der Formierwalze 14, steil nach
unten laufen.
[0029] In diesem Bereich bildet die Doppelsiebzone mit einer gedachten Vertikalebene einen
Winkel a, der zwischen 10 und 50 Grad beträgt, wobei in diesem Abschnitt das Obersieb
11 sich stets oberhalb des Untersiebs 12 befindet. Vorzugsweise ist der Winkel a kleiner
als 45 Grad. In dem steil nach unten laufenden Abschnitt der Doppelsiebzone können
noch weitere Entwässerungselemente vorgesehen sein, z.B. das Untersieb 12 berührende
Saugkästen 47.
[0030] Am Ende des steil nach unten verlaufenden Abschnittes der Doppelsiebzone ist eine
Umlenkwalze 42 vorgesehen, welche die beiden Siebbänder 11, 12 in eine im wesentlichen
horizontale Laufrichtung umlenkt. Hier ist in der Schlaufe des Untersiebes 12 ein
Trennsauger 33 vorgesehen, an dem das Obersieb 11 sich vom Untersieb 12 und von der
darauf befindlichen Papierbahn abhebt. Das Obersieb 11 läuft von hier über Leitwalzen
46 zurück zur Brustwalze 13. Das Untersieb 12 läuft nach dem Trennsauger 33 - falls
erforderlich über wenigstens einen weiteren Saugkasten 37' - zu einer Siebsaugwalze
30, danach über Leitwalzen 41 zurück zur Formierwalze 14. Unmittelbar hinter der Siebsaugwalze
30 wird die gebildete Papierbahn in bekannter Weise mittels eines Filzes 23 und einer
Abnahmewalze 24 vom Untersieb 11 abgenommen.
[0031] Die erfindungsgemäße Foilleiste 9 in Verbindung mit steil nach unten laufenden Siebbändern
(ähnlich Fig. 6) ist auch anwendbar in einem Doppelsiebformer gemäß der deustschen
Offenlegungsschrift DE/A1 19651493; dieser ist zur Bildung einer mehrlagigen Papierbahn
auf einem Lang sieb angeordnet.
1. Doppelsiebformer zum Bilden einer Faserstoffbahn, z.B. Papierbahn, aus einer Fasersuspension,
insbesondere als Teil einer Papierherstellungsmaschine, mit den folgenden Merkmalen:
a) Zwei endlose, umlaufende Siebbänder (11, 12) bilden miteinander eine Doppelsiebzone,
in der sich die Faserstoffbahn zwischen den zwei Siebbändern (11, 12) bildet;
b) In der Doppelsiebzone laufen die zwei Siebbänder (11, 12), gemeinsam über eine
Formierwalze (14), wobei das eine Siebband nämlich das "innere" Siebband (12), in
direkten Kontakt mit der Formierwalze (14) kommt;
c) Im Bereich der Ablaufstelle der beiden Siebbänder (11, 12) von der Formierwalze
(14) kommt das andere Siebband, nämlich das "äußere" Siebband (11), in Kontakt mit
wenigstens einer sich quer über das Siebband erstreckenden Stützeinrichtung (9), wobei
die Stützeinrichtung (9) auf das äußere Siebband (11) Unterdruck ausübt;
dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung eine Leiste (9) ist, die eine das äußere Siebband (11) berührende
Gleitfläche (9a) und eine sich daran -in Sieblaufrichtung gesehen - anschließende
Foilfläche (9b) aufweist, die zwecks Erzeugung von Unterdruck vom äußeren Siebband
(11) divergiert.
2. Doppelsiebformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (9) an ihrer Gleitfläche (9a) nachgiebig an das äußere Siebband (11) andrückbar
ist.
3. Doppelsiebformer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß - in einem Querschnitt durch die Leiste (9) gesehen - der stromabwärtige Bereich
der Leiste (9) mittels eines Gelenks (7) abgestützt ist, der stromaufwärtige Bereich
der Leiste (9) dagegen mittels einer nachgiebigen Stellenrichtung, z.B. mittels eines
Pneumatikschlauches (6).
4. Doppelsiebformer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Gelenks (7) vom äußeren Siebband (11) variierbar ist, um den Neigungswinkel
zwischen der Foilfläche (9b) und dem äußeren Siebband (11) und somit die Höhe des
entstehenden Unterdrucks anpassen zu können.
5. Doppelsiebformer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der Stützeinrichtung (9) im wesentlichen parallel zur Sieblaufrichtung
(Pfeil P) variierbar ist.
6. Doppelsiebformer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (9) in der Schlaufe eines Untersiebes (11) und die Formierwalze
(14) in der Schlaufe eines Obersiebes (12) angeordnet sind.
7. Doppelsiebformer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (9) in der Schlaufe eines Obersiebes (12) und die Formierwalze
(14) in der Schlaufe eines Untersiebes (11) angeordnet sind.
8. Doppelsiebformer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebe (11, 12) zwischen Formierwalze (14) und Stützeinrichtung (9) von unten
nach oben laufen.
9. Doppelsiebformer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebe (11, 12) zwischen Formierwalze (14) und Stützeinrichtung (9) von oben nach
unten laufen.
1. Section de formage à deux toiles pour la formation d'une nappe fibreuse, par exemple
une nappe de papier, à partir d'une suspension fibreuse, en particulier faisant partie
d'une machine de fabrication de papier, comprenant les caractéristiques suivantes
:
a) deux bandes de toile périphériques sans fin (11, 12) forment l'une avec l'autre
une zone à deux toiles, dans laquelle se forme la nappe fibreuse entre les deux bandes
de toile (11, 12) ;
b) dans la zone à deux toiles, les deux bandes de toile (11, 12) passent conjointement
sur un cylindre de formage (14), l'une des bandes de toile, à savoir la bande de toile
"intérieure" (12) venant en contact direct avec le cylindre de formage (14) ;
c) dans la région du point de sortie des deux bandes de toile (11, 12) du cylindre
de formage (14), l'autre bande de toile, à savoir la bande de toile "extérieure" (11),
vient en contact avec au moins un dispositif de support (9) s'étendant transversalement
sur la bande de toile, le dispositif de support (9) exerçant une dépression sur la
bande de toile extérieure (11) ;
caractérisée en ce que le dispositif de support est une racle (9) qui présente une surface de glissement
(9a) en contact avec la bande de toile extérieure (11) et une surface de feuille (9b)
s'y raccordant, vue dans la direction d'avance de la toile, qui diverge de la bande
de toile extérieure (11) aux fins de la production de la dépression.
2. Section de formage à deux toiles selon la revendication 1, caractérisée en ce que la racle (9) peut être pressée sur sa surface de glissement (9a) de manière élastique
contre la bande de toile extérieure (11).
3. Section de formage à deux toiles selon la revendication 2, caractérisée en ce que - vue en section transversale à travers la racle (9) - la partie aval de la racle
(9) est supportée par une articulation (7), tandis que la partie amont de la racle
(9) est supportée au moyen d'un dispositif de réglage élastique, par exemple au moyen
d'un tuyau souple pneumatique (6).
4. Section de formage à deux toiles selon la revendication 3, caractérisée en ce que la distance de l'articulation (7) par rapport à la bande de toile extérieure (11)
est variable, afin de pouvoir adapter l'angle d'inclinaison entre la surface de la
feuille (9b) et la bande de toile extérieure (11) et ainsi l'intensité de la dépression
créée.
5. Section de formage à deux toiles selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que la position du dispositif de support (9) est essentiellement variable parallèlement
à la direction d'avance de la toile (flèche P).
6. Section de formage à deux toiles selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que le dispositif de support (9) est disposé dans la boucle d'une toile inférieure (11)
et le cylindre de formage (14) est disposé dans la boucle d'une toile supérieure (12).
7. Section de formage à deux toiles selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que le dispositif de support (9) est disposé dans la boucle d'une toile supérieure (12)
et le cylindre de formage (14) est disposé dans la boucle d'une toile inférieure (11).
8. Section de formage à deux toiles selon la revendication 7, caractérisée en ce que les toiles (11, 12) s'étendent de bas en haut entre le cylindre de formage (14) et
le dispositif de support (9).
9. Section de formage à deux toiles selon la revendication 7, caractérisée en ce que les toiles (11, 12) s'étendent de haut en bas entre le cylindre de formage (14) et
le dispositif de support (9).
1. Twin-wire former for forming a fibrous web, for example a paper web, from a fibrous
suspension, in particular as part of a papermaking machine, having the following features:
a) two endless, circulating mesh belts (11, 12) form with each other a twin-wire zone,
in which the fibrous web is formed between the two mesh belts (11, 12);
b) in the twin-wire zone, the two mesh belts (11, 12) run jointly over a forming roll
(14), one mesh belt, namely the "inner" mesh belt (12), coming into direct contact
with the forming roll (14);
c) in the area of the point at which the two mesh belts (11, 12) run off the forming
roll (14), the other mesh belt, namely the "outer" mesh belt (11), comes into contact
with at least one supporting device (9) which extends transversely over the mesh belt,
the supporting device (9) exerting a negative pressure on the outer mesh belt (11);
characterized in that the supporting device is a bar (9), which has a sliding face (9a) that contacts the
outer mesh belt (11) and a foil face (9b) which follows said sliding face (9a) - as
viewed in the wire running direction - and diverges from the outer mesh belt (11)
for the purpose of generating a negative pressure.
2. Twin-wire former according to Claim 1, characterized in that the bar (9) can be pressed compliantly with its sliding face (9a) against the outer
mesh belt (11).
3. Twin-wire former according to Claim 2, characterized in that - as viewed in a cross section through the bar (9) - the downstream area of the bar
(9) is supported by means of a joint (7), but the upstream area of the bar (9), on
the other hand, is supported by means of a compliant actuating device, for example
by means of a pneumatic hose (6).
4. Twin-wire former according to Claim 3, characterized in that the distance between the joint (7) and the outer mesh belt (11) can be varied in
order to be able to adapt the angle of inclination between the foil face (9b) and
the outer mesh belt (11) and therefore the level of the negative pressure which is
produced.
5. Twin-wire former according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the position of the supporting device (9) can be varied substantially parallel to
the wire running direction (arrow P).
6. Twin-wire former according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the supporting device (9) is arranged in the loop of a lower wire (11) and the forming
roll (14) is arranged in the loop of an upper wire (12).
7. Twin-wire former according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the supporting device (9) is arranged in the loop of an upper wire (12) and the forming
roll (14) is arranged in the loop of a lower wire (11).
8. Twin-wire former according to Claim 7, characterized in that the wires (11, 12) run from bottom to top between the forming roll (14) and supporting
device (9).
9. Twin-wire former according to Claim 7, characterized in that the wires (11, 12) run from top to bottom between the forming roll (14) and supporting
device (9).