[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Regeln eines Drucks
in einem Hochdruckspeicher für Kraftstoffeinspritzsysteme mit einem Druckstellglied,
das einen von einem elektromagnetischen Antrieb betätigten Absperrkörper aufweist.
[0002] Auf dem Gebiet der Kraftstoffeinspritzsysteme für Brennkraftmaschinen sind in den
letzten Jahren zunehmend Hochdruckspeicherkonzepte in den Vordergrund gerückt, die
im wesentlichen aus einer Hochdruckpumpe, einem Hochdruckspeicher, Einspritzventilen
und einer elektronischen Steuereinrichtung mit Sensoren bestehen.
[0003] Um den Druck im Hochdruckspeicher, der den Einspritzdruck bestimmt, präzise und schnell
an die jeweiligen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine anpassen zu können, ist
der Hochdruckspeicher weiterhin mit einem Druckstellglied versehen, über das überschüssiger
Kraftstoff, der nicht zur Aufrechterhaltung des gewünschten Druckes im Hochdruckspeicher
benötigt wird, in den Kraftstoffvorratsbehälter zurückgeführt wird.
[0004] Der Haltedruck im Druckstellglied wird von der elektronischen Steuereinheit der Brennkraftmaschine
entsprechend einem von einem Drucksensor im Hochdruckspeicher gemessenen Istwert und
dem im jeweiligen Betriebszustand der Brennkraftmaschine gewünschten Sollwert geregelt.
[0005] Da die in den Druckstellgliedern verwendeten Magnetspulen aus einem leitenden Werkstoff
gefertigt sind, dessen spezifischer Widerstand temperaturabhängig ist, wird der durch
die Magnetspule fließende Strom und damit auch die auf den Absperrkörper wirkende
Ankerkraft durch die Spulentemperatur beeinflußt. Die Temperaturerhöhung führt wiederum
wegen des sich durch den temperaturabhängigen Widerstand in der Spulenwicklung zu
einer Änderung des durch die Magnetspule fließenden Stroms und damit der resultierenden
Haltekraft im Druckstellglied. Die Haltekraft sinkt im allgemeinen ab, da die verwendeten
Spulenwerkstoffe meistens Leiter sind, bei denen der Widerstand bei einer Temperaturerhöhung
ansteigt, was zu einer Stromabsenkung führt.
[0006] Da aber die durch die Spulentemperatur hervorgerufene Änderung der Haltekraft des
Absperrkörpers im Druckstellglied den Druck im Hochdruckspeicher beeinflußt, muß die
Druckstellglied-Regeleinheit der elektronischen Steuereinheit der Brennkraftmaschine
eine Nachregelung vornehmen, um den gewünschten Druck im Druckspeicher einstellen
zu können. Diese Nachregelung führt jedoch zu einer Verschlechterung der Regeldynamik
des Druckstellglied, so daß der für die Betriebsbedingung optimale Druck im Hochdruckspeicher
nur verzögert erreicht wird. Um hierbei keine zu große Verzögerung bei der Druckregelung
im Hochdruckspeicher auftreten zu lassen, werden bei den im Stand der Technik verwendeten
PI-Reglern für das Druckstellglied im allgemeinen weite Regelbereichsgrenzen verwendet,
so daß sich ausreichende Stellgeschwindigkeiten bei der Druckregelung ergeben. Solche
hohen Stellgeschwindigkeiten vergrößern jedoch die Gefahr eines Überschwingens bei
der Druckregelung und beeinträchtigen somit die Stabilität des Regelkreises. Außerdem
führen große Stellgeschwindigkeiten oft zu sehr hohen Stromspitzen in der Magnetspule
des Druckstellgliedes, die Beschädigungen hervorrufen können.
[0007] Aus der DE-A-195 48 278 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Regeln eines an
einen Hochdruckspeicher angeschlossenen Hochdruckregelventils bekannt, bei dem ein
im elektromagnetischen Antrieb des Hochdruckregelventils erfaßter Stromwert mit einem
aus einem gewünschten Solldruckwert abgeleiteten Sollstromwert verglichen und bei
einer Abweichung der durch den elektromagnetischen Antrieb des Hochdruckregelventils
fließende Stromwert nachgeregelt wird.
[0008] Es ist aus WO 96/03577 eine Regelung für ein an einen Hochdruckspeicher angeschlossenes
Hochdruckregelventil bekannt, bei dem die Regelgröße eine dem Antrieb des Hochdruckregelventils
zugeführte Spannung ist. Die Regelung funktioniert in der Weise, dass ein gewünschter
Solldruckwert mittels einer Spannungssteuerung in einen Haltedruck des Hochdruckregelventils
umgesetzt wird, wobei der Solldruckwert mit dem tatsächlichen im Hochdruckspeicher
herrschenden Druckwert verglichen und die Spannungsregelung des Andrucks entsprechend
angepasst wird.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Regeln eines Druckstellglieds für einen Hochdruckspeicher bereitzustellen, die eine
optimale Regeldynamik zeigen und gleichzeitig zuverlässig Beschädigungen des Druckstellglieds
vermeiden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß
Anspruch 4 gelöst. Gemäß der Erfindung wird ein Druckstellglied über eine Kaskadenregelung
eingestellt, wobei eine erste Regeleinrichtung einen in einem Hochdruckspeicher erfaßten
Druckwert mit einem Sollwert vergleicht und abhängig von diesem Vergleich ein Ansteuersignal
mit einem Sollstromwert für eine Magnetspule des elektromagnetisch betätigen Druckstellgliedes
bestimmt und eine zweite nachgeschaltete Regeleinrichtung einen in der Magnetspule
fließenden Stromwert erfaßt und mit dem Stromsollwert vergleicht und abhängig von
diesem Vergleich eine Anpassung des Stromwertes in der Magnetspule vornimmt. Durch
diese erfindungsgemäße Kaskadenregelung des elektromagnetisch angetriebenen Druckstellgliedes,
wobei eine zusätzliche Nachregelung des durch die Magnetspule fließenden Stroms erfolgt,
läßt sich dessen Abhängigkeit von der Spulentemperatur einfach ausregeln und somit
Regelverzögerungen bei der Druckeinstellung im Hochdruckspeicher verkürzen. Weiterhin
zeichnet sich die erfindungsgemäße Regelung durch eine hohe Regelstabilität aus, da
bereits bei kleinen Stellgeschwindigkeiten des Druckstellgliedes eine ausreichende
Regeldynamik erzielt wird. Darüber hinaus werden auch hohe Stromspitzen in der Magnetspule,
die zu einer Beschädigung führen könnten, vermieden.
[0011] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Kraftstoffeinspritzsystems;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Druckregelventils; und
Figur 3 eine schematische Blockdarstellung der erfindungsgemäßen Druckregelung.
[0013] Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Kraftstoffeinspritzsystems, wie es unter
der Bezeichnung Common-Rail-System vor allem bei Dieselmotoren eingesetzt wird. Bei
diesem Einspritzsystem wird Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter 10 über
eine Kraftstoffleitung 11 mittels einer Vorförderpumpe 12 angesaugt und von dieser
über ein Kraftstoffilter 13 zu einer Hochdruckpumpe 15 gefördert. Die Hochdruckpumpe
15 speist den Kraftstoff dann unter hohem Druck in einen Hochdruckspeicher 17 ein.
Der Hochdruckspeicher 17 steht mit Einspritzventilen 18 in Verbindung, über die der
Kraftstoff in die Zylinder der Brennkraftmaschine (nicht gezeigt) eingespritzt wird.
Der Einspritzvorgang wird durch eine elektronische Steuereinheit 19 ausgelöst, die
über Signalleitungen 20 mit den Einspritzventilen 18 verbunden ist. Der in den Einspritzventilen
18 auftretende Leckagestrom wird über Kraftstoffleitungen 21 in den Kraftstoffbehälter
10 zurückgeführt.
[0014] Um den Volumenstrom der Hochdruckpumpe 15 entsprechend den jeweiligen Betriebsbedingungen
der Brennkraftmaschine bedarfsabhängig einstellen zu können, ist bei der in Figur
1 gezeigten Ausführungsform in der Kraftstoffleitung 11 zwischen der Vorförderpumpe
12 und der Hochdruckpumpe 15 ein zusätzliches Saugdrosselventil 14 angeordnet, das
von der elektronischen Steuereinheit 19 über eine Steuerleitung 22 angesteuert wird
und den Förderstrom der Hochdruckpumpe 15 regelt.
[0015] Für die Druckregelung im Hochdruckspeicher 17 entsprechend den gewünschten Betriebsbedingungen
der Brennkraftmaschine, ist weiterhin zwischen der Hochdruckpumpe 15 und dem Druckspeicher
17 ein Druckregelventil 16 in die Kraftstoffleitung 11 geschaltet. Dieses Druckregelventil
16 steuert über eine Kraftstoffleitung 25 überschüssigen Kraftstoff, der nicht zur
Aufrechterhaltung des im Hochdruckspeicher 17 gewünschten Drucks benötigt wird, in
den Kraftstoffvorratsbehälter 10 ab. Das Druckregelventil 16 wird dabei von der elektronischen
Steuereinheit 19 mittels einer integrierten Regeleinheit über eine Steuerleitung 24
entsprechend einem Druck, der von einem am Druckspeicher 17 angebrachten Drucksensor
23 gemessen wird, eingestellt.
[0016] Figur 2 zeigt schematisch den Aufbau des Druckregelventils 16. Dieses Druckregelventil
16 weist ein Ventilgehäuse 161 mit einer Einlaßöffnung 162 auf, die über eine Kraftstoffleitung
111 mit dem Hochdruckspeicher 17 verbunden ist. Im Ventilgehäuse 161 ist weiterhin
eine Auslaßöffnung 168 angebracht, die an die in den Kraftstoffvorratsbehälter 10
rückführende Kraftstoffleitung 25 angeschlossen ist. Die Einlaßöffnung 162 weist einen
sich kegelförmig nach innen öffnenden Dichtsitz auf, in den ein ebenfalls kegelförmig
ausgebildeter Absperrkörper 163 eingreift. Dieser Absperrkörper 163 sitzt mit seiner
Grundfläche auf einem Ende einer Schließstange 164, die mit ihrem anderen Ende durch
eine Bohrung aus dem Ventilgehäuse 161 herausragt. Zwischen dem Ventilgehäuse 161
und der Grundfläche des Absperrkörpers 163 ist weiterhin um die Schließstange 164
herum eine Ventilfeder 166 angeordnet, die den Absperrkörper mit einer Federvorspannung
belegt. An dem aus dem Ventilgehäuse 161 herausragenden Ende der Schließstange 164
befindet sich ein Magnetanker 165, wobei zwischen diesem Magnetanker 165 und dem Ventilgehäuse
161 um die Schließstange 164 herum eine stromführende Magnetspule 167 vorgesehen ist.
[0017] Das in Figur 2 schematisch gezeigte Druckregelventil 16 arbeitet wie folgt: In Schließrichtung
wirkt auf den Absperrkörper 163 eine Haltekraft, die sich aus der von der Feder 166
beaufschlagten Federkraft und der von der stromführenden Magnetspule 167 erzeugte
Ankerkraft zusammensetzt. In Öffnungsrichtung dagegen greift am Absperrkörper 163
der im Hochdruckspeicher 17 herrschende Kraftstoffdruck über die Kraftstoffleitung
111 an. Überschreitet die aus dem Kraftstoffdruck resultierende Druckkraft auf den
Absperrkörper 163 die entgegenwirkende Haltekraft von Feder 166 und Magnetanker 165,
so hebt der Absperrkörper 163 aus dem Dichtsitz in der Einlaßöffnung 162 ab und steuert
den überschüssigen Kraftstoff aus dem Hochdruckspeicher 17 über die Kraftstoffleitung
25 zurück in den Kraftstoffvorratsbehälter 10. Durch Ändern der Bestromung der Magnetspule
167 kann die Ankerkraft und damit die dem Kraftstoffdruck entgegenwirkende Haltekraft
auf den Absperrkörper 163 eingestellt werden.
[0018] Die Magnetspule 167 des Druckregelventils 16 wird im allgemeinen mit einem pulsweiten-modulierten
Ansteuersignal von der Regeleinheit der elektronischen Steuereinheit 19 beaufschlagt.
Durch Ändern des Tastverhältnisses dieses pulsweiten-modulierten Ansteuersignals und
damit der Stromimpulsdauer für die Magnetspule 167 paßt die Regeleinheit der elektronischen
Steuereinheit 19, die Ankerkraft und damit die Haltekraft des Druckregelventils 16
an den gewünschten Druck im Hochdruckspeicher 17 an.
[0019] Die Regeleinheit der elektronischen Steuereinheit 19 besteht, wie das Blockschaltbild
in Figur 3 zeigt, aus einer Kaskadenschaltung eines Reglers 191 und eines nachgeschalteten
Stromreglers 192, wobei folgender Regelvorgang durchgeführt wird: Der im Hochdruckspeicher
17 herrschende Druck wird von der im Hochdruckspeicher enthaltenen Kraftstoffmenge
bestimmt. Diese Kraftstoffmenge setzt sich aus dem durch die Hochdruckpumpe 15 eingespeisten
Kraftstoffstrom, der während der Einspritzung abgegebenen Einspritzmenge, den über
die Einspritzventile abfließenden Leckagestrom und den über das Druckregelventil 16
abgesteuerten Kraftstoff zusammen, wobei sowohl der Leckagestrom der Einspritzventile
als auch die über das Druckregelventil 16 abgesteuerte Kraftstoffmenge vom im Hochdruckspeicher
17 herrschenden Kraftstoffdruck abhängen.
[0020] Zur Regelung des Druckregelventils 16 wird, wie das Blockschaltbild in Figur 3 weiter
zeigt, der im Hochdruckspeicher 17 mit Hilfe des Drucksensors 23 bestimmte Druckwert
mit einem Solldruckwert im Regler 191 der elektronischen Steuereinheit 19 verglichen.
Den Solldruckwert entnimmt die elektronische Steuereinheit 19 einer als ein- oder
mehrdimensionales Datenfeld ausgelegten Speichereinrichtung entsprechend den Betriebsbedingungen
der Brennkraftmaschine, insbesondere deren Last oder Drehzahl. Der Regler 191, der
vorzugsweise als PI-Regler ausgebildet ist, ermittelt aus dem Differenzdruckwert,
der sich aus einer Subtraktion des Drucksollwertes von dem im Hochdruckspeicher 17
gemessenen Kraftstoffdruck ergibt, einen Reglerwert TV nach folgender Formel:
pdif = Differenzdruckwert;
KP = ein vorgebener Verstärkungsfaktor;
Tn = eine vorgegebene Nachstellzeit.
[0021] Der Verstärkungsfaktor und die Nachstellzeit werden dabei entsprechend dem gewünschten
Regelverhalten des Druckregelventils 16 vorgegeben. Der berechnete Regelwert TV stellt
ein Tastverhältnis des pulsweiten-modulierten Ansteuersignals für die stromführende
Magnetspule 167 des Druckregelventils 16 dar, wobei das Tastverhältnis das Verhältnis
von Impulsdauer, d.h. der Zeit, bei der die Magnetspule 167 mit Strom versorgt wird,
zur Periodendauer, also dem Abstand zwischen zwei Stromimpulsen, wiedergibt. Der an
die stromführenden Magnetspule 167 abgegebene Regelwert weist dabei weiterhin einen
festen Stromwert auf. Durch die Bestromung der Magnetspule 167 wird im Druckregelventil
16 über den Magnetanker 165 eine Ankerkraft auf den Absperrkörper 163 ausgeübt, die
zusammen mit der Federkraft 166 die dem Kraftstoffdruck entgegenwirkende Haltekraft
des Absperrkörpers 163 bestimmt. Der sich aus dem Kräftegleichgewicht auf den Absperrkörper
163 ergebende freie Strömungsquerschnitt durch die Einlaßöffnung 162 des Druckregelventils
legt den über das Druckregelventil 16 abgeführten Kraftstoffstrom und damit den im
Hochdruckspeicher 17 herrschenden Druck fest.
[0022] Der durch die Magnetspule 167 fließende Strom führt jedoch zu einer Wärmeentwicklung
in der Magnetspule 16 aufgrund der in den stromführenden Spulenelementen auftretenden
Widerstandsheizung. Diese Wärmeentwicklung beeinflußt wiederum den temperaturabhängigen
spezifischen Widerstand der stromführenden Elemente in der Magnetspule 16, wobei bei
den herkömmlicherweise verwendeten stromführenden Elementen der Widerstand mit der
Temperatur ansteigt. Dieser durch die Wärmeentwicklung hervorgerufene Anstieg des
Widerstandes in den stromführenden Spulenelementen führt wiederum zu einer Absenkung
des durch die Magnetspule 167 fließenden Stromwertes. Als Folge dieser Absenkung des
Stromwertes vermindert sich jedoch die am Absperrkörper 163 angreifende Ankerkraft,
was zu einer Druckerniedrigung im Hochdruckspeicher 17 führt.
[0023] Um die durch die Temperaturabhängigkeit des durch die Magnetspule 167 fließenden
Stroms hervorgerufene Regelabweichung auszugleichen, wird der durch die Spule fließende
Stromwert mittels eines Strommessers 193 bestimmt und in einem Stromregler 192 mit
dem Sollstromwert verglichen. Dieser Stromregler 192 gleicht dann eine Differenz zwischen
dem gemessenen Stromwert und dem Sollstromwert durch eine zusätzliche Stromabgabe
an die Magnetspule 167 aus, so daß sich wieder die gewünschte Haltekraft im Druckregelventil
16 einstellt.
[0024] Durch die erfindungsgemäße zusätzliche Meßgröße Magnetstromwert und deren Nachregelung
in einem Unterregelkreis werden die durch die Temperaturabhängigkeit des durch die
Magnetspule fließenden Stroms hervorgerufenen Störeinflüsse auf die Regelung des Druckregelventils
16 kompensiert, so daß sich ein sehr schneller Regelkreis mit einer hohen Regeldynamik
ergibt. Der PI-Regler 191, der Strommesser 193 und der Stromregler 192 können dabei
auch, statt in die elektronische Steuereinheit 19, direkt in das Druckregelventil
16 integriert werden. Weiterhin läßt sich die erfindungsgemäße Druckregelung bei allen
Arten von Druckregelorganen mit elektromagnetischem Antrieb in Brennkraftmaschinen
durchführen.
1. Vorrichtung zum Regeln des Drucks in einem Hochdruckspeicher (17) für ein Kraftstoffeinspritzsystem
mit
einem Druckstellglied (16), das an den Hochdruckspeicher angeschlossen ist und
einen von einem elektromagnetischen Antrieb (165, 167) betätigten Absperrkörper (163)
aufweist,
einer ersten Regeleinrichtung (191), die einen im Hochdruckspeicher (17) erfaßten
Druckwert mit einem vorgegebenen Solldruckwert vergleicht und abhängig von diesem
Vergleichsergebnis ein Ansteuersignal mit einem Sollstromwert für den elektromagnetischen
Antrieb des Druckstellgliedes bestimmt,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite Regeleinrichtung (192), die der ersten Regeleinrichtung (191) nachgeschaltet
ist, einen im elektromagnetischen Antrieb (165, 167) des Druckstellglieds (16) erfaßten
Stromwert mit dem vorgegebenen Sollstromwert vergleicht und bei einer Abweichung des
durch den elektromagnetischen Antrieb des Druckstellgliedes fließenden Stromwert vom
Sollstromwert diesen nachregelt.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die erste Regeleinrichtung (191) ein als PI-Regler
ausgelegter Druckregler ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die erste Regeleinrichtung (191) ein Tastverhältnis
für ein pulsweiten-moduliertes Ansteuersignal für den elektromagnetischen Antrieb
des Druckstellgliedes (16) einstellt.
4. Verfahren zum Regeln des Drucks in einem Hochdruckspeicher (17) für ein Kraftstoffeinspritzsystem
mit einem Druckstellglied (16), das an den Hochdruckspeicher angeschlossen ist und
einen von einem elektromagnetischen Antrieb (165, 167) betätigten Absperrkörper (163)
aufweist, mit den Verfahrensschritten:
Vergleichen des im Hochdruckspeicher (17) erfaßten Druckwertes mit einem vorgegebenen
Solldruckwert;
Bestimmen eines Ansteuersignals mit einem Solistromwert für den elektromagnetischen
Antrieb des Druckstellgliedes in Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis;
Erfassen des im elektromagnetischen Antrieb (165, 167) des Druckstellgliedes (16)
fließenden Stromwertes; und
Anpassen des durch den elektromagnetischen Antrieb des Druckstellgliedes fließenden
Stromwertes an den vorgegebenen Sollstromwert.
5. Verfahren gemäß Anspruch 4, wobei das Ansteuersignal mit dem Sollstromwert für den
elektromagnetischen Antrieb (165, 167) des Druckstellgliedes (16) mittels einer PI-Regelung
bestimmt wird.
6. Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5, wobei das Ansteuersignal für den elektromagnetischen
Antrieb (165, 167) des Druckstellgliedes (16) ein pulsweiten-moduliertes Signal ist
und die Regelung durch Änderung des Taktverhältnisses dieses pulsweiten-modulierten
Signals erfolgt.
1. Device for regulating the pressure in a high-pressure storage system (17) for a fuel
injection system with
a pressure control element (16), which is connected to the high-pressure storage system
and a shut-off device (163) activated by an electromagnetic actuation system (165,
167),
a first regulator (191), which compares a pressure value recorded in the high-pressure
storage system (17) with a predefined target pressure value and depending on the result
of this comparison determines an actuation signal with a target current value for
the electromagnetic actuation system of the pressure control element,
characterised in that a second regulator (192), which is connected downstream of the first regulator (191)
compares a current value recorded in the electromagnetic actuation system (165, 167)
of the pressure control element (16) with the predefined target current value and
in the event of a discrepancy between the current value flowing through the electromagnetic
actuation system of the pressure control element and the target current value makes
a subsequent adjustment to this.
2. Device according to Claim 1, in which the first regulator (191) is a pressure regulator
in the form of a PI controller.
3. Device according to Claim 1 or 2, in which the first regulator (191) sets a pulse-duty
factor for a pulse-width modulated actuation signal for the electromagnetic actuation
system of the pressure control element (16).
4. Method for regulating pressure in a high-pressure storage system (17) for a fuel injection
system with a pressure control element (16), which is connected to the high-pressure
storage system and has a shut-off device (163) activated by an electromagnetic actuation
system (165, 167), with the following stages:
Comparison of the pressure value recorded in the high-pressure storage system (17)
with a predefined target pressure value;
Determination of an actuation signal with a target current value for the electromagnetic
actuation system of the pressure control element, depending on the result of the comparison;
Recording of the current value flowing in the electromagnetic actuation system (165,
167) of the pressure control element (16); and
Adjustment of the current value flowing through the electromagnetic actuation system
of the pressure control element to the predefined target current value.
5. Method according to Claim 4, in which the actuation signal is determined with the
target current value for the electromagnetic actuation system (165, 167) of the pressure
control element (16) by means of a PI controller.
6. Method according to Claim 4 or 5, in which the actuation signal for the electromagnetic
actuation system (165, 167) of the pressure control element (16) is a pulse-width
modulated signal and regulation is effected by changing the pulse-duty factor of this
pulse-width modulated signal.
1. Dispositif de régulation de la pression dans un accumulateur (17) à haute pression
pour un système d'injection de carburant, comportant
un élément (16) de réglage de pression, qui est raccordé à l'accumulateur à haute
pression et possède un corps (163) d'obturation actionné par un entraînement (165,
167) électromagnétique,
un premier régulateur (191), qui compare une valeur de pression détectée dans l'accumulateur
(17) à haute pression à une valeur de pression de consigne prescrite et, en fonction
du résultat de cette comparaison, détermine un signal d'asservissement avec une valeur
de courant de consigne pour l'entraînement électromagnétique de l'élément de réglage
de pression,
caractérisé
en ce qu'un deuxième régulateur (192), qui est relié à la suite du premier régulateur (191),
compare une valeur de courant détectée dans l'entraînement (165, 167) électromagnétique
de l'élément (16) de réglage de pression à la valeur de courant de consigne prescrite
et, en cas d'écart par rapport à la valeur de courant de consigne de la valeur de
courant passant dans l'entraînement électromagnétique de l'élément de réglage de pression,
réajuste cette valeur de courant.
2. Dispositif suivant la revendication 1, le premier régulateur (191) étant un régulateur
de pression conçu comme régulateur proportionnel et par intégration (régulateur PI).
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, le premier régulateur (191) établissant
un taux d'impulsions pour un signal d'asservissement à modulation d'impulsions en
durée pour l'entraînement électromagnétique de l'élément (16) de réglage de pression.
4. Procédé de régulation de la pression dans un accumulateur (17) à haute pression pour
un système d'injection de carburant comportant un élément (16) de réglage de pression
qui est raccordé à l'accumulateur à haute pression et possède un corps (163) d'obturation
actionné par un entraînement (165, 167) électromagnétique,
comprenant les étapes suivantes :
comparaison de la valeur de pression détectée dans l'accumulateur (17) à haute pression
à une valeur de pression de consigne prescrite ;
détermination, en fonction du résultat de la comparaison, d'un signal d'asservissement
avec une valeur de courant de consigne pour l'entraînement électromagnétique de l'élément
de réglage de pression ;
détection de la valeur de courant passant dans l'entraînement (165, 167) électromagnétique
de l'élément (16) de réglage de pression ; et
adaptation à la valeur de courant de consigne prescrite de la valeur de courant passant
dans l'entraînement électromagnétique de l'élément de réglage de pression.
5. Procédé suivant la revendication 4, le signal d'asservissement avec la valeur de courant
de consigne pour l'entraînement (165, 167) électromagnétique de l'élément (16) de
réglage de pression étant déterminé au moyen d'une régulation proportionnelle et par
intégration (régulation PI).
6. Procédé suivant la revendication 4 ou 5, le signal d'asservissement pour l'entraînement
(165, 167) électromagnétique de l'élément (16) de réglage de pression étant un signal
à modulation d'impulsions en durée, et la régulation s'effectuant en modifiant le
taux d'impulsions de ce signal à modulation d'impulsions en durée.