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EP 0 970 865 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.11.2001 Patentblatt 2001/47 |
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Anmeldetag: 25.06.1999 |
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Fenster für Fahrzeuge, insbesondere für Schienenfahrzeuge
Window for vehicles, especially for railway vehicles
Fenêtre pour véhicules, notamment pour véhicules ferroviaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL PT SE |
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Priorität: |
06.07.1998 DE 19830114
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.2000 Patentblatt 2000/02 |
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Patentinhaber: ALSTOM LHB GmbH |
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38239 Salzgitter (DE) |
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Erfinder: |
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- Eichmann, Peter, Dipl.-Ing.
34289 Zierenberg (DE)
- Mielisch, Joachim, Dipl.-Ing.
38106 Braunschweig (DE)
- Thofern, Peter
38228 Salzgitter (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 146 788 GB-A- 2 270 947
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FR-A- 840 548
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Fahrzeuge
für den öffentlichen Personenverkehr.
[0002] Es ist allgemein bekannt, Fahrzeuge für den öffentlichen Personenverkehr mit Verbundscheiben-Sicherheitsglas
(VSG) auszustatten. Zwischen zwei verbundenen Glasscheiben ist eine durchsichtige
Folie eingelegt, die im Zerstörungsfall der VSG-Scheibe die Glassplitter weitgehend
bindet.
[0003] Weiter ist die Verwendung von Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bekannt, das vorgespannt
ist und im Zerstörungsfall in viele kleine Teile zerfällt.
[0004] Für den Notausstieg aus einem verunglückten Fahrzeug sind im Regelfall die Fenster
oder lediglich speziell ausgebildete Notaustiegsfenster vorgesehen, die ein Zerschlagen
und Entfernen der Fensterscheibe einfach und sicher zulassen. Bei häufig angewendeten
Fensterbefestigungen ist z. B. das immer umlaufende, elastische Fensterprofil aus
dem Rahmen herrausreißbar, ggf. nach Entfernen eines starren Klemmprofils, und die
Fensterscheibe ist als Ganzes entfernbar. Eine derartige Lösung ist z. B. aus der
DE-OS 21 46 788 bekannt, die vorzugsweise allerdings für schwere Fenster mit Doppelglasscheiben
Verwendung findet. Hier ist eine Zerstörung der Fensterscheibe zum Schaffen einer
Notausstiegsöffnung nicht notwendig. Die Fensterscheibe selbst ist nach Entfernung
aus der Fensteröffnung an Seilen im Rahmen auf Abstand gehalten.
[0005] Bei geklebten Fensterscheiben ist die Entfernung als Ganzes mit einfachen Mitteln
im Notfall nicht möglich. Daher bleibt nur die Zerstörung der Fensterscheibe und deren
Entfernung in Teilen, wobei durch den Einsatz von Verbundsicherheitsglas-Scheiben
(VSG-Scheiben) die Spittergefahr erheblich reduziert ist.
[0006] Beim Einsatz von Einscheiben-Fensterscheiben, insbesondere auch mit Einscheiben-Sicherheitsglas
(ESG) besteht bei Zerstörung derselben eine nicht unerhebliche Splittergefahr.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fenster für Fahrzeuge zu schaffen,
das auch bei Verwendung von im Rahmen geklebten Fensterscheiben, insbesondere aus
Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) Einscheiben-Fensterscheiben als Notausstiegsöffnung
geeignet ist, wobei die grundsätzliche Möglichkeit der Entfernung der Fensterscheiben
mit vertretbarem Aufwand gegeben ist und die Splittergefahr erheblich reduziert ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Fenster mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0009] Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
Zeichnung näher erläutert.
[0011] Es zeigt
- Fig. 1
- zeigt ein erfindungsgemäßes Fenster im Querschnitt durch den Wandaufbau im Bereich
einer Fensteröffnung.
[0012] Eine Fensterscheibe 1 für Fahrzeuge, insbesondere für Schienenfahrzeuge, ist in einem
Fensterrahmen 2 mittels eines geeigneten Klebstoffs 3 geklebt. Der Fensterrahmen 2
selbst ist in diesem Ausführungsbeispiel gleichfalls mittels eines geeigneten Klebers
im Fensterausschnitt eines Wandteils des Fahrzeugs befestigt. Auf der zum Fahrzeuginneren
gewandten Seite der Fensterscheibe ist eine Folie 4, insbesondere eine Kunststoff-Folie
aufgeklebt, die kleiner als die Fensterscheibe 1 ausgebildet ist, derart, daß der
äußere Rand der Folie 4 flächenmäßig bis etwa zur Kante der durch den Fensterrahmen
2 begrenzten Öffnung erstreckt ist. Der Rand der Folie 4 ist von einem elastischen
Klemmprofil 5 übergriffen.
[0013] Die Anwendung der Erfindung erweist sich als besonders zweckmäßig für Fenster, deren
Fensterscheiben 1 aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bestehen, wenn aus Gewichtsgründen
oder sonstigen Erwägungen kein Verbundsicherheitsglas (VSG) eingesetzt werden soll.
[0014] Im Notfall, wenn das erfindungsgemäße Fenster als Notausstieg genutzt werden soll,
wird die Fensterscheibe 1 bestimmungsgemäß mittels eines Nothammers oder dgl. zertrümmert.
Die aufgeklebte Folie 4 verhindert weitgehend das Herumfliegen von Glassplittern.
Da die Folie 4, wie schon vorstehend angegeben, lediglich bis etwa zur Kante der durch
den Fensterrahmen 2 gebildeten Öffnung erstreckt ist, kann die zertrümmerte Fensterscheibe
1 weitgehend großflächig zusammen mit der die Fensterscheibenteile zusammenhaltende
Folie 4 aus der Fensteröffnung nach außen aber auch ggf. nach innen entfernt werden.
Die geklebten und schwer zu lösenden Anteile der Fensterscheibe 1 verbleiben dabei
im wesentlichen im Fensterrahmen 2.
[0015] Die Folie 4 ist im Regelfall völlig bzw. weitgehend durchsichtig, wobei auch Einfärbung
und/oder Beschichtungen gegen störende Sonneneinflüsse möglich sind.
[0016] Bei Ausbildung der Folie 4 als bedruckbares Medium z. B. zu Werbezwecken, ist eine
Perforation der Folie 4 notwendig, um noch eine Durchsicht zu ermöglichen. Dabei ist
die Folie 4 zu erheblichen Flächenanteilen mit kleinen Löchern versehen (Mikroperforationen).
Die Perforationsanteile betragen je nach Sichtdurchlässigkeitsforderung oft mehr als
50 %. Die nicht bedruckte Seite erscheint für den Betrachter transparent und ist daher
vorzugsweise zum Fahrzeuginneren gewendet.
Bezugsziffern
[0017]
- 1
- Fensterscheibe
- 2
- Fensterrahmen
- 3
- Klebstoff
- 4
- Folie
- 5
- Klemmprofil
1. Fenster für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, mit einer in einem Fensterrahmen
(2) geklebten Fensterscheibe (1), die von innen durch ein Klemmprofil eingefaßt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der zum Fahrzeuginneren gewandten Seite der Fensterscheibe (1) eine Folie (4)
aufgeklebt ist, die kleiner als die Scheibenfläche der Fensterscheibe (1) ausgeführt
ist, derart, daß sich der äußere Rand der Folie (4) flächenmäßig bis etwa zur Kante
der durch den Fensterrahmen begrenzten Öffnung erstreckt und daß der äußere Rand der
Folie (4) vom Klemmprofil (5) übergriffen ist.
2. Fenster für Fahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fensterscheibe (1) eine Einscheiben-Sicherheitsglas-Scheibe (ESG-Scheibe) ist.
3. Fenster für Fahrzeuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (4) eine Mikroperforation aufweist.
4. Fenster für Fahrzeuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (4) einseitig bedruckbar bzw. bedruckt ist.
1. Window for vehicles, in particular rail vehicles, with a window pane (1) which is
glued in a window frame (2) and enclosed from the inside by a clamping profile, characterised in that glued on the side of the window pane (1) facing the interior of the vehicle there
is a film (4) which is made smaller than the surface of the window pane (1) such that
the outer edge of the film (4) extends superficially to roughly the edge of the opening
bounded by the window frame and that the outer edge of the film (4) is covered by
the clamping profile (5).
2. Window for vehicles according to claim 1, characterised in that the window pane (1) is a single layer safety glass pane (ESG pane).
3. Window for vehicles according to claim 1 or 2, characterised in that the film (4) exhibits a microperforation.
4. Window for vehicles according to claim 3, characterised in that the film (4) is printable or printed on one side.
1. Fenêtre pour véhicules, en particulier pour véhicules ferroviaires, comprenant une
vitre (1) qui est collée dans un châssis de fenêtre (2) et qui est bordée de l'intérieur
par un profilé de serrage, caractérisée en ce qu'il est prévu, collé sur le côté de la vitre (1) tourné vers l'intérieur du véhicule,
un film (4) qui est plus petit que la surface de ladite vitre (1), de telle sorte
que la surface du bord extérieur du film (4) s'étende à peu près jusqu'à l'arête de
l'ouverture délimitée par le châssis de fenêtre et soit couvert par le profilé de
serrage (5).
2. Fenêtre pour véhicules selon la revendication 1, caractérisée en ce que la vitre (1) est une vitre en verre de sécurité trempé.
3. Fenêtre pour véhicules selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le film (4) présente une microperforation.
4. Fenêtre pour véhicules selon la revendication 3, caractérisée en ce que le film (4) est imprimable ou est imprimé sur une face.