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EP 0 971 170 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.11.2002 Patentblatt 2002/48 |
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Anmeldetag: 02.07.1999 |
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Verfahren zur Entwässerung von Asche
Method for dewatering ash
Procédé pour la déshydratation de cendres
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
10.07.1998 DE 19830943
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.2000 Patentblatt 2000/02 |
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Patentinhaber: BBP Service GmbH |
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46049 Oberhausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Bleckmann, Karl
46485 Wesel (DE)
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Vertreter: Radünz, Ingo, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt,
Schumannstrasse 100 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 029 235 DE-A- 2 856 431
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EP-A- 0 492 541
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entwässerung von Asche, die bei der Verbrennung
von staubförmiger Kohle in einer Kohlenstaubfeuerung anfällt, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1. Ein solches Verfahren ist aus der EP-A-0 029 235 bekannt.
[0002] Die Forderung nach einer NO
x-armen Verbrennung von Brennstoffen führte zu einer feineren Aufmahlung der Rohkohle
und zu Brennkammertemperaturen, die unterhalb des Schmelzpunktes der Asche liegen.
Die in einer solchen Kohlenstaubfeuerung anfallende Asche ist entsprechend feinkörnig
und nimmt bei der Kühlung in dem Wasserbad des Naßentaschers große Mengen an Wasser
auf. Diese Asche brachte in der Vergangenheit aufgrund des hohen Wassergehaltes immer
wieder Schwierigkeiten mit sich bei der Weiterförderung, der Bunkerung und der Vermarktung
der Asche.
[0003] Die extrem nassen Aschen, deren Restfeuchte 50% und mehr betragen kann, konnten mit
nachgeschalteten Gurtförderern schlecht weitergefördert werden. Darüber hinaus waren
Verschmutzungen im gesamten Untertrum des Förderers nicht zu vermeiden. Steil- oder
Schrägförderungen unter einer Neigung von größer als 10° waren nur bedingt oder gar
nicht möglich. Die Bunkerung der Asche in Grobaschesilos war durch das mit Feststoffen
belastete Tropfwasser am Siloauslauf mit starken Verschmutzungen unterhalb des Silos
verbunden. Der Weitertransport mit Lastwagen brachte eine weitere Verschmutzung durch
eine sich einstellende Nachentwässerung auf dem Fahrzeug auf dem gesamten Transportweg
mit sich.
[0004] Die oben genannten Schwierigkeiten konnten bislang nicht befriedigend gelöst werden.
Eine Erhöhung der Brennkammertemperatur, die eine anders geartete Aschestruktur mit
einer geringeren Neigung zur Aufnahme von Wasser ergeben hätte, scheiterte an der
Forderung nach niedrigen Gehalten an NO
x im Rauchgas. Auch eine Entwässerung der nassen Asche mit Hilfe von Zentrifugen oder
Vakuumbandfiltern oder durch Entwässerungseinrichtungen unmittelbar am Naßentascher
brachte keinen entscheidenden Erfolg.
[0005] In der EP-A-0 029 235 ist ein System zur Beseitigung von Asche beschrieben, die aus
einer mit Kohle gefeuerten Brennkammer entfernt wird. Bei diesem System gelangt die
Asche aus der Brennkammer in einen mit Wasser gefüllten Aschetrichter, aus dem sie
periodisch oder absatzweise mit Hilfe eines Wasserstromes hydraulisch abgezogen wird.
Die hydraulisch geförderte Asche wird einem Behälter zugeführt, aus dem sie zur Entwässerung
in einen Schwingentwässerer gegeben wird. Nach der Behandlung der Asche in dem Schwingentwässerer
erreicht die Asche wieder ihren anfänglichen Wasseranteil. Die Entwässerung der Asche
in dem Schwingentwässerer dient damit nur der Entfernung des als Fördermittel zugesetzten
Wassers.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die in einer Kohlenstaubfeuerung anfallende
und in einem Wasserbad gekühlte Asche wirksam zu entwässern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Schwingentwässerer sind z. B. aus der DE-A-2 856 431 und der DE-C-3 013 668 an sich
bekannt. Diese Schwingentwässerer wurden bislang für die Entwässerung, Siebung und
Reinigung von Sanden eingesetzt. Es zeigte sich überraschend, daß die besonderen Aschen
aus einer No
x-armen Kohlenstaubfeuerung sich mit Hilfe eines derartigen Schwingentwässerers soweit
entwässern lassen, daß die bislang aufgetretenen Schwierigkeiten wirksam behoben werden
konnten.
[0009] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Naßentascheranlage,
- Fig. 2
- einen Schwingentwässerer in einer Naßentascheranlage und
- Fig. 3
- einen Schwingentwässerer an einer anderen Stelle innerhalb einer Naßentascheranlage.
[0010] Von einem Dampferzeuger ist nur der untere Teil einer Brennkammer 1 gezeigt, die
mit einer Kohlenstaubfeuerung versehen ist. Die Kohlenstaubfeuerung wird so betrieben,
daß der Gehalt an Stickoxiden im Rauchgas möglichst gering ist.
[0011] Dazu wird einerseits die Rohkohle weitgehend aufgemahlen und andererseits in der
Brennkammer 1 eine Brennkammertemperatur eingehalten, die unterhalb des Schmelzpunktes
der in der Kohle enthaltenen Asche liegt. Die bei der Verbrennung der Kohle entstehende
Asche fällt daher feinkörnig und trocken, das heißt nicht geschmolzen, an.
[0012] Die Asche gelangt gemäß Fig. 1 aus der Brennkammer 1 zur Kühlung in einen Naßentascher
2. Der Naßentascher 2 besteht aus einen mit Löschwasser gefüllten Trog 3, der einen
waagerechten und einen ansteigenden Teil aufweist. Der Naßentascher 2 ist mit einem
Wasserzulauf 4, einem Überlauf 5 und einer Entleerleitung 6 versehen. Zur Abdichtung
gegenüber der Außenatmosphäre ist der untere Teil der Wände der Brennkammer 1 durch
ein Eintauchstück 7 verlängert, das in das Wasserbad innerhalb des Naßentaschers 2
eintaucht.
[0013] Innerhalb des Naßentaschers 2 läuft ein Kratzkettenförderer 8 um. Dieser Kratzkettenförderer
8 trägt die in dem Wasserbad gekühlte Asche über einen Abwurf 9 am Ende des schräg
ansteigenden Teil des Naßentaschers 2 aus. Die ausgetragene Asche wird von einem unterhalb
des Abwurfes 9 angeordneten Schrägförderer 10 zu einem Aschesilo 11 gefördert. Der
Schrägförderer kann auch entfallen, und die Asche direkt in den Aschesilo 11 gefördert
werden. Der Aschesilo 11 ist mit einem Austragsorgan 12 versehen, über das der Aschesilo
11 auf ein Förderband 13 oder ein Transportfahrzeug entleert wird.
[0014] Aufgrund ihrer besonderen Struktur nimmt die Asche bei der Kühlung innerhalb des
Wasserbades des Naßentaschers 2 große Menge an Wasser auf. Dieser Wasseranteil, der
bis zu 50% und mehr betragen kann, stört die Weiterförderung und die Bunkerung der
Asche. Zu diesem Zweck ist innerhalb der Naßentascheranlage ein Schwingentwässerer
14 angeordnet. Dieser Schwingentwässerer 14 kann unmittelbar hinter dem Abwurf 9 des
Naßentaschers 2 (Fig. 3), hinter dem Abwurf des Schrägförderers 10 oder, wie in Fig.
2 dargestellt, unterhalb des Aschesilos 11 angeordnet sein.
[0015] Zum grundsätzlichen Aufbau des Schwingentwässerers 14 gehören ein schwingbarer, mit
einem Schwingantrieb 15 versehener Siebkasten 16, in dem ein Siebboden 17 angeordnet
ist. Der Siebkasten 16 besitzt an einer Stirnseite eine Abwurfeinrichtung 18 für das
entwässerte Gut. Im Bereich der anderen Stirnseite befindet sich oberhalb des Siebbodens
17 eine Aufgabeeinrichtung 19 für die nasse Asche.
[0016] Auf dem Siebboden 17 des Schwingentwässerers 14 wird von der aufgegebenen, nassen
Asche das Wasser abgetrennt, das sich in einer Auffangwanne 20 sammelt, die unterhalb
des Siebkastens 16 vorgesehen ist. An den unteren Teil der Auffangwanne 20 ist eine
Leitung 21 angeschlossen, die zu einem Zyklon 22 oder einer aus mehreren Zyklonen
bestehende Zyklonanlage geführt ist. In der Leitung 21 ist eine Pumpe 23 angeordnet,
die das abgetrennte Wasser zu dem Zyklon 22 pumpt. In dem Zyklon 22 werden aus dem
Wasser die Schwebstoffe abgetrennt, die über eine an den Feststoffaustrag des Zyklons
22 angeschlossene Leitung 24 zu dem Schwingentwässerer 14 zurückgeführt werden. Das
gereinigte Wasser wird aus dem Zyklon 22 entweder abgeführt oder zur Auffangwanne
20 zurückgeführt und über den Auslaß 28 der Auffangwanne 20 abgezogen (Fig. 2). In
den Zyklon 22 mündet auch eine mit dem Überlauf 5 des Naßentaschers 2 verbundene Leitung
25 ein. Die Reinigung des Löschwassers aus dem Naßentascher 2 kann damit in das System
der Entwässerung der Asche eingebunden werden.
[0017] Die entwässerte Asche wird die Abwurfeinrichtung 18 aus dem Schwingentwässerer 14
ausgetragen und gelangt auf ein Förderband 26, das sie z. B. in einen Silo 27 fördert.
Die Asche weist nach der Behandlung in dem Schwingentwässerer 14 einen solchen Wassergehalt
auf, daß sie ohne Schwierigkeiten weitergefördert und zwischengelagert werden kann.
Außerdem zeichnet sich die so entwässerte Asche durch einen gleichmäßigen Wassergehalt
aus, der die Weiterverarbeitung der Asche erleichtert.
1. Verfahren zur Entwässerung von Asche, die bei der Verbrennung von staubförmiger Kohle
in einer Kohlenstaubfeuerung anfällt, nach dem Austrag aus der Kohlenstaubfeuerung
in einem mit Wasser gefüllten Naßentascher (2) gekühlt und auf einen Schwingentwässerer
(14) gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Kohlenstaubfeuerung in feinkörniger und nicht geschmolzener Form anfallende,
in dem Naßentascher (2) Wasser aufnehmende und aus dem Naßentascher (2) über einen
ansteigenden Teil des Naßentaschers mechanisch ausgetragene Asche auf den Schwingentwässerer
(14) gegeben, dort von dem anhaftenden Wasser befreit und in einen transport- und
weiterverarbeitungsfähigen Zustand überführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Asche unmittelbar nach dem Abwurf aus dem Naßentascher (2) dem Schwingentwässerer
(14) zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Asche nach der Förderung über einen Förderer oder nach einer Zwischenbunkerung
in einem Silo dem Schwingentwässerer (14) zugeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 unter Verwendung eines mit einem Überlauf
(5) versehenen Naßentaschers (2), dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserüberlauf des Schwingentwässerers (14) einer Zyklonanlage zugeführt wird,
daß der Feststoffaustrag der Zyklonanlage dem Schwingentwässerer (14) zurückgeführt
wird und daß der Überlauf (5) des Naßentaschers (2) ebenfalls der Zyklonanlage zugeführt
wird.
1. Method of dewatering ash, which arises in the combustion of powdered coal in a pulverised
coal firing, is cooled after discharge from the pulverised coal firing in a wet ash
removal device (2) filled with water and is given to a vibratory dewatering device
(14), characterised in that the ash occurring in the pulverised coal firing in finely grained and not molten
form, absorbing water in the wet ash removal device (2) and mechanically discharged
from the wet ash removal device (2) by way of a rising part of the wet ash removal
device, is delivered to the vibratory dewatering device (14) freed there from the
adhering water and passed on in a state capable of transport and further processing.
2. Method according to claim 1, characterised in that the ash is fed to the vibratory dewatering device (14) directly after discharge from
the wet ash removal device (2).
3. Method according to claim 1, characterised in that the ash is fed to the vibratory dewatering device (14) after conveying by way of
a conveyor or after intermediate storage in a silo.
4. Method according to one of claims 1 to 3 with use of a wet ash removal device (2)
provided with an overflow (5), characterised in that the water overflow of the vibratory dewatering device (14) is fed to a cyclone installation,
that the solid material discharge of the cyclone installation is fed back to the vibratory
dewatering device (14) and that the overflow (5) of the wet ash removal device (2)
is similarly fed to the cyclone installation.
1. Procédé de déshydratation de cendres qui sont produites dans un four à charbon pulvérulent
lors de la combustion de charbon pulvérulent, sont refroidies après évacuation du
four à charbon pulvérulent dans un dispositif d'élimination des cendres par voie humide
(2) rempli d'eau et sont envoyées à un dispositif de déshydratation oscillant (14),
caractérisé en ce que les cendres qui sont produites sous forme granulaire fine et non fondue dans le four
à charbon pulvérulent, reçues dans le dispositif d'élimination des cendres par voie
humide (2) et extraites mécaniquement du dispositif d'élimination des cendres par
voie humide (2) sur une partie ascendante du dispositif d'élimination des cendres
par voie humide, sont envoyées sur le dispositif de déshydratation oscillant (14),
y sont libérées de l'eau adhérente et transformées en un état apte au transport et
au traitement ultérieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cendres sont envoyées au dispositif de déshydratation oscillant (14) immédiatement
après évacuation du dispositif d'élimination des cendres par voie humide.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cendres sont envoyées au dispositif de déshydratation oscillant (14) après transport
sur un convoyeur ou après entreposage intermédiaire dans un silo.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, avec utilisation d'un dispositif d'élimination
des cendres par voie humide (2) muni d'un trop-plein (5), caractérisé en ce que le trop-plein d'eau du déshydrateur oscillant (14) est amené à une installation de
cyclone, en ce que l'extrait de substances solides provenant de l'installation de cyclone est retourné
au dispositif de déshydratation oscillant (14), et en ce que le trop-plein (5) du dispositif d'élimination des cendres par voie humide (2) est
également amené à l'installation de cyclone.