TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Gasturbinen. Sie betrifft
eine Brennkammer für eine Gasturbine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] In den Brennkammern, insbesondere den Sekundärbrennkammem, herkömmlicher Gasturbinen
kann es im Betrieb unter bestimmten Bedingungen zu Druckschwingungen bzw. akustischen
Schwingungen kommen, die frequenzmässig im Bereich von mehreren kHz, z.B. 1,8 kHz
oder um 5 kHz herum liegen. Derartige Schwingungen erweisen sich als störend für den
Betrieb und sind daher unerwünscht. Eine Möglichkeit zur Dämpfung oder Unterdrückung
derartiger Schwingungen besteht darin, strömungstechnische Mittel in der Brennkammer
vorzusehen, welche die Strömung der heissen Gase dahingehend beeinflussen, dass die
akustischen Schwingungen nicht oder nur in geringem Masse angeregt werden. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, an der Brennkammer sogenannte Helmholtzresonatoren anzubringen,
die als Dämpfungselemente an die Schwingungen ankoppeln und die Schwingungen dämpfen
oder vollständig zum Verschwinden bringen.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Beispiele für den Einsatz von Helmholtzresonatoren
bekannt. In der Druckschrift US-A-5,373,695 wird eine Ringbrennkammer für eine Gasturbine
beschrieben, bei welcher an der Stirnseite neben den Brennern einzelne, mit Kühlluft
gespülte Helmholtzresonatoren angeordnet sind, die jeweils ein aussenliegendes Dämpfungsvolumen
umfassen, das über ein Dämpfungsrohr mit der Brennkammer in Verbindung steht und zur
Verhinderung einer hitzebedingten frequenzmässigen Verstimmung über ein dünnes Versorgungsrohr
von aussen mit Kühlluft beaufschlagt wird.
[0004] In der Druckschrift US-A-5,644,918 wird eine Gasturbinen-Brennkammer beschrieben,
bei der innerhalb des die Brennkammer umgebenden Kühlluft führenden Doppelmantels
und an der Stirnseite der Brennkammer im Bereich der Brenner durch Einziehen zusätzlicher
Trennwände Helmholtzresonatoren 48 und 56 gebildet werden, die über Verengungen 50
bzw. 58 mit der Brennkammer in Verbindung stehen, im übrigen aber vollkommen abgeschlossen
sind, so dass ein Durchfluss von Kühlluft durch die Resonatorräume nicht stattfindet.
[0005] Eine andere Lösung, die sich speziell auf eine Sekundärbrennkammer bezieht, ist in
der Druckschrift US-A-5, 431,018 dargestellt. Ein mit Kühlluft gespülter Helmholtzresonator
umgibt hier konzentrisch die radial in die Brennkammer einmündende Brennstoffleitung,
durch welche der Brennstoff für die Nachverbrennung in die Brennkammer eingedüst wird.
[0006] Die bekannten, mit Helmholtzresonatoren arbeitenden Lösungen sind aufwendig in der
Konstruktion, lassen sich bei vorhandenen Gasturbinen nur schwer nachrüsten, nehmen,
wenn sie in einer Mehrzahl eingesetzt werden, erheblichen Platz ein, und sind nicht
kompatibel mit Kühlkonzepten, bei denen die Innenwand der Brennkammer durch von aussen
herangeführte Kühlluft gekühlt wird.
[0007] Die Europäische Veröffentlichung EP-A1-0 576 717 offenbart eine Gasturbinenbrennkammer.
In dieser Brennkammer ist das Flammrohr aus seiner vom Verbrennungsraum abgewandten
Seite einem vom Verdichter des Gasturbine gelieferten Luftstrom ausgesetzt. Das Flammrohr
setzt sich im wesentlichen aus Wandteilen zusammen, wobei die dem Verbrennungsraum
abgewandten äusseren Wandteile jeweils mehrere über den Umfang verteilte Einlassöffnungen
aufweisen, über die Kühlluft in einen im Flammrohr angeordneten Zwischenraum eingeleitet
wird. Aus den Zwischenraum wird die Kühlluft über Austrittsbohrungen in den dem Verbrennungsraum
zugewandten inneren Wandteilen in den Verbrennungsraum eingeleitet. Der Zwischenraum
zwischen den Wandteilen ist zwecks Bildung eines Helmholtzresonators an ein grosses,
abgeschlossenes Zusatzvolumen angekoppelt, wobei die Einlassöffnungen in den äusseren
Wandteilen als Zuführrohre und die Austrittsbohrungen als Dämpfungsrohre des Helmholtzresonators,
ausgebildet sind.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine durch Helmholtzresonatoren akustisch bedämpfte
Brennkammer für Gasturbinen zu schaffen, welche die Nachteile der bekannten Lösungen
vermeidet und sich insbesondere durch einen geringem zusätzlichen Aufwand und Platzbedarf
für die integrierten Resonatoren auszeichnet, und zugleich eine effektive Kühlung
der Innenwände der Brennkammer erlaubt.
[0009] Die Aufgabe wird bei einer Brennkammer der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass die geometrischen Abmessungen der einzelnen ersten Öffnungen und/oder der Abstand
zwischen Lochplatte und Innenwand im Bereich der einzelnen ersten Öffnungen und/oder
der periodische Abstand der einzelnen ersten Öffnungen untereinander zur Erzeugung
eines verbreiterten Dämpfungsfrequenzbandes untereinander im wesentlichen gleich oder
innerhalb eines Wertebereiches unterschiedlich gewählt werden. Die Erfindung geht
also von einer Ausführungsform aus, in der eine Mehrzahl von miteinander verbundenen
Helmholtzresonatoren durch die Anordnung zweier parallel verlaufenden Lochplatte geschaffen
werden. Die eine Lochplatte, deren relativ grosse Öffnungen zugleich die Dämpfungsrohre
der Einzelresonatoren bilden, ist die Innenwand der Brennkammer selbst. Die andere,
aussenliegende Lochplatte begrenzt zusammen mit der Innenwand die dazwischenliegenden,
untereinander verbundenen Dämpfungsvolumina der Einzelresonatoren. Die relativ kleinen
Öffnungen der aussenliegenden Lochplatte werden von Kühlluft durchströmt, die einerseits
die Resonatoren thermisch und frequenzmässig stabilisiert und andererseits durch Auftreffen
auf die Aussenseite der Innenwand eine hochwirksame Prallkühlung der Innenwand ermöglicht.
Der zusätzliche Aufwand zur Schaffung der Resonatoren besteht dabei - wenn bei vorhandener
Effusionskühlung die grossen Öffnungen in der Innenwand bereits vorhanden sind - lediglich
aus dem Anbringen der äusseren Lochplatte.
[0010] Die erste erfindungsgemässe Ausführungsform der Brennkammer ist dadurch gekennzeichnet,
dass die geometrischen Abmessungen der einzelnen ersten Oeffnungen und die periodischen
Abstände der ersten Oeffnungen untereinander im wesentlichen gleich gewählt sind.
Die einzelnen Teilresonatoren sind in diesem Fall alle auf dieselbe Dämpfungsfrequenz
abgestimmt, so dass sich für die Dämpfungsanordnung insgesamt eine hohe Dämpfung in
einem relativ schmalen Frequenzbereich ergibt.
[0011] Die zweite erfindungsgemässe Ausführungsform der Brennkammer zeichnet sich dadurch
aus, dass die geometrischen Abmessungen der einzelnen ersten Öffnungen und/oder der
Abstand zwischen Lochplatte und Innenwand im Bereich der einzelnen ersten Öffnungen
und/oder der periodische Abstand der einzelnen ersten Öffnungen untereinander zur
Erzeugung eines verbreiterten Dämpfungsfrequenzbandes innerhalb eines Wertebereiches
unterschiedlich gewählt werden. Durch die Wertestreuung für die einzelnen Teilresonatoren
wird für die Gesamtanordnung der Frequenzbereich, in welchem eine merkliche Dämpfun
stattfindet, deutlich verbreitert, was vorteilhaft ist, wenn die Brennkammerschwingungen
in der Frequenz stärker streuen.
[0012] Für übliche Frequenzwerte der Brennkammerschwingungen im Bereich von mehreren kHz
sind die ersten Öffnungen als Durchgangsbohrungen mit einer Länge von wenigen Millimetern
und einem Durchmesser von wenigen Millimetern ausgebildet. Der periodische Abstand
zwischen benachbarten ersten Öffnungen beträgt wenige Millimeter, und der Abstand
der Lochplatte von der Innenwand beträgt ebenfalls wenige Millimeter. Insbesondere
betragen zur Dämpfung von Frequenzen von etwa 5500 Hz die Länge der ersten Öffnungen
etwa 5 mm, der Durchmesser der ersten Öffnungen etwa 4,3 mm, der periodische Abstand
der ersten Öffnungen untereinander etwa 10 mm, und der Abstand zwischen der Lochplatte
und der Innenwand etwa 5 mm.
[0013] Die zweiten Öffnungen werden so klein gewählt, dass sich ein ausreichender Druckabfall
für die durchströmende Kühlluft ergibt. Bevorzugt ist der Durchmesser der zweiten
Öffnungen kleiner als 1 mm, insbesondere etwa 0,7 mm.
[0014] Besonders vorteilhaft ist das Dämpfungsverhalten, wenn gemäss einer weiteren Ausführungsform
die Brennkammer als Sekundärbrennkammer ausgebildet ist, wenn die Brennkammer in die
Verbrennungszone und eine stromaufwärts angeordnete Zuströmzone unterteilt ist, wenn
die Zuströmzone sich in einem stufenartigen Übergang zur Verbrennungszone erweitert,
wenn die Verbrennungszone im Bereich des stufenartigen Übergangs durch eine radiale
Innenwand begrenzt wird, und wenn die Lochplatte an der Aussenseite der radialen Innenwand
angeordnet ist.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0015] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- im vereinfachten Längsschnitt eine Sekundärbrennkammer, wie sie aus dem Stand der
Technik, insbesondere der EP-A1 0 669 500, bekannt ist;
- Fig. 2
- einen vergrösserten Ausschnitt der Brennkammer nach Fig. 1 im Bereich des stufenartigen
Übergangs zwischen Zuströmzone und Verbrennungszone mit einer integrierten Helmholtzresonator-Anordnung
gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 3
- in einer perspektivischen, vergrösserten Darstellung die Helmholtzresonator-Anordnung
aus Fig. 2 mit den beiden parallelen Lochplatten;
- Fig. 4
- eine beispielhafte Dämpfungskurve für einen der Teilresonatoren aus der Anordnung
nach Fig. 3; und
- Fig. 5
- der zu Fig. 4 gehörende Frequenzgang der Verschiebungsamplitude im Dämpfungsrohr (Öffnung
27) eines Teilresonators aus Fig. 3.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0016] In Fig. 1 ist im vereinfachten Längsschnitt eine Sekundärbrennkammer wiedergegeben,
die aus der EP-A1 0 669 500, bekannt ist, und die sich bevorzugt zur Verwirklichung
der Erfindung eignet. Die Brennkammer 10 umfasst eine Verbrennungszone 23, welche
von einer sich in axialer Richtung erstreckenden Innenwand 12 und einer radialen Innenwand
17 begrenzt ist. In die Verbrennungszone 23 treten die heissen Gase einer vorgeschalteten
Verbrennungsstufe durch eine Zuströmzone 20 ein und durch einen Heissgasauslass 13
wieder aus. Die Zuströmzone 20 ist durch eine Innenwand 15 begrenzt. In die Zuströmzone
20 ragt von der Seite her eine Brennstofflanze 18 hinein, die am vorderen Ende eine
Düse 19 zum Eindüsen von Brennstoff aufweist. Die Innenwände 12, 15 und 17 sind von
einer sich in axialer Richtung erstreckenden Aussenwand 11 umgeben. Zwischen der Innenwand
12 und der Aussenwand 11 bleibt ein Kühlluftkanal 14 frei, durch welchen Kühlluft
entgegen der Strömungsrichtung der heissen Gase in einen zwischen der Innenwand 15
und der Aussenwand 11 gebildeten erweiterten Zwischenraum 16 strömt. Die Innenwand
12 wird dabei von der Kühlluft konvektiv gekühlt. Vom Zwischenraum 16 strömt die Kühlluft
durch Öffnungen 21 in der Innenwand 15 in die Zuströmzone 20, und durch Öffnungen
22 in der Innenwand 17 in die Verbrennungszone 23 ein, und bewirkt dabei eine Effusionskühlung.
[0017] An der radialen Innenwand 17, d.h., der stufenartigen Erweiterung zwischen Zuströmzone
20 und Verbrennungszone 23 kann nun gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung, wie es in Fig. 2 und 3 dargestellt ist, eine Helmholtzresonator-Anordnung
integriert werden, die gleichzeitig eine effektive Kühlung der Innenwand 17 gewährleistet.
Auf der Aussenseite der radialen Innenwand 17 wird dazu gemäss Fig. 2 in einem Abstand
(A in Fig. 3) eine Lochplatte 24 parallel angeordnet, die zusammen mit der radialen
Innenwand 17 ein (ringförmiges) Dämpfungsvolumen 26 einschliesst. Die Innenwand 17
weist eine Mehrzahl von mehr oder weniger regelmässig verteilten Öffnungen 27 auf,
die identisch mit den Öffnungen 22 für die Effusionskühlung in der Brennkammer nach
Fig. 1 sein können, aber auch abweichende geometrische Abmessungen haben können. Die
als Durchgangsbohrungen mit einer Durchmesser D1 und einer Länge B (Fig. 3) ausgebildeten
Öffnungen 27 wirken jede für sich als Dämpfungsrohr eines Helmholtz-Teilresonators,
der aus der jeweiligen Öffnung 27 und dem dahinterliegenden Teilvolumen des Dämpfungsvolumens
26 gebildet wird. Das Dämpfungsvolumen 26 insgesamt und die Gesamtheit der Öffnungen
27 lassen sich als einzelne Helmholtzresonatoren auffassen, deren einzelne Dämpfungsvolumen
untereinander zum Dämpfungsvolumen 26 verbunden sind.
[0018] Die Lochplatte 24 hat neben der Begrenzung des Dämpfungsvolumens zwei weitere wichtige
Aufgaben. Die in der Lochplatte 24 vorgesehenen Öffnungen 25 lassen aus dem Zwischenraum
16 Kühlluft in das Dämpfungsvolumen 26 einströmen. Die einströmende Kühlluft kühlt
einerseits die Helmholtzresonator-Anordnung. Dadurch wird die Geometrie und damit
die Dämpfungsfrequenz der Anordnung stabil gehalten. Andererseits sind die Öffnungen
25 relativ zu den Öffnungen 27 versetzt bzw. "auf Lücke" angeordnet. Dadurch trifft
die in das Dämpfungs-volumen 26 einströmende Kühlluft auf die den Öffnungen 25 gegenüberliegende
Aussenseite der Innenwand 17, was zu einer effektiven Prallkühlung der Innenwand 17
führt. Der Durchmesser D2 der Öffnungen 25 (Fig. 3) ist gegenüber dem Durchmesser
D1 vergleichsweise klein. Dadurch ist gewährleistet, dass die durchströmende Kühlluft
einen ausreichenden Druckabfall erleidet.
[0019] Die Resonanzfrequenz der Resonatoranordnung bzw. der Teilresonatoren wird im wesentlichen
durch den Abstand A, die Dicke B der Innenwand 17 bzw. die Länge der Öffnungen 27,
den Durchmesser der Öffnungen 27 und den periodischen Abstand L (Fig. 3) der Öffnungen
27 bestimmt. Zur Dämpfung von Frequenzen im Bereich von mehreren kHz sind die Öffnungen
27 als Durchgangsbohrungen mit einer Länge B von wenigen Millimetern und einem Durchmesser
D1 von wenigen Millimetern ausgebildet. Der periodische Abstand L zwischen benachbarten
Öffnungen 27 beträgt wenige Millimeter, und der Abstand A der Lochplatte 24 von der
Innenwand 17 beträgt ebenfalls wenige Millimeter.
[0020] Für die Dämpfung höherer Frequenzen um 5,5 kHz können die in der nachfolgenden Tabelle
aufgeführten beispielhaften Werte angegeben werden:
| Kühlluft |
|
|
| Druck |
16,6 |
bar |
| Temperatur |
770 |
K |
| Dichte |
7,51 |
kg/m3 |
| Schallgeschwindigkeit |
556,22 |
m/s |
| kinematische Viskosität |
4,71.10-6 |
m2/s |
| Heissgas in der Brennkammer |
|
|
| Temperatur |
1740 |
K |
| Dichte |
3,32 |
kg/m3 |
| Schallgeschwindigkeit |
836,14 |
m/s |
| Brennkammer |
|
|
| Druckschwingungsamplitude |
100 |
mbar |
| Querschnittsfläche |
0,0863 |
m2 |
| akustische Leistung der Wanderwelle |
388 |
W |
| Dämpfer |
|
|
| Resonanzfrequenz |
5500 |
Hz |
| Volumen eines Teilresonators |
0,0005 |
Liter |
| Länge (B) des Dämpfungsrohres 27 |
0,005 |
m |
| Strömungsgeschwindigkeit im Rohr 27 |
4 |
m/s |
| Länge der Öffnung 25 |
0,005 |
m |
| Durchmesser D2 der Öffnung 25 |
0,7 |
mm |
| Durchmesser D1 des Dämpfungsrohres27 |
4,32 |
mm |
| periodischer Lochabstand L |
10 |
mm |
[0021] Das sich für die Werte aus der Tabelle ergebende Dämpfungsverhalten der einzelnen
Teilresonatoren ist in den Fig. 4 und 5 wiedergegeben. Fig. 4 zeigt dabei die relative
Dämpfung (relative attenuation power) über der Frequenz. Fig. 5 zeigt die Verschiebungsamplitude
(displacement amplitude) in dem Dämpfungsrohr (Öffnung 27) über der Frequenz. Man
erkennt, dass beide Kurven ein ausgeprägtes Maximum bei der gewünschten Frequenz von
5500 Hz aufweisen.
[0022] Die Resonatoranordnung gemäss Fig. 2 und 3 benötigt einen Kühlluftstrom, der gross
genug ist, um eine wärmebedingte Abweichung der Resonanzfrequenz vom konstruktiv festgelegten
Wert zu verhindern. Ein solcher Kühlluftstrom ist in jedem Fall ausreichend für die
Kühlung der Innenwand 17. Das Dämpfungsvermögen der einzelnen Öffnung 27 ist gross
genug, um die Dämpfung der Gesamtanordnung auf einen breiteren Frequenzbereich auszudehnen.
Dazu kann ein gewisser Streubereich für die Werte A, B, D1 und L gewählt werden, um
unterschiedliche Resonanzfrequenzen der einzelnen Teilresonatoren zu realisieren.
Die Länge der Öffnungen 25 ist solange nicht von Bedeutung, wie der Druckabfall über
diese Öffnungen hinreichend gross ist.
[0023] Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung eine Brennkammer, die bei guter akustischer
Dämpfung eine effiziente Kühlung der Innenwände gewährleistet und zugleich kompakt
ausgeführt werden kann. Es versteht sich dabei von selbst, dass die Helmholtzresonator-Anordnung
im Rahmen der Erfindung auch an anderer Stelle der Innenwände angeordnet werden kann.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0024]
- 10
- Sekundärbrennkammer
- 11
- Aussenwand
- 12
- Innenwand (Verbrennungszone)
- 13
- Heissgasauslass
- 14
- Kühlluftkanal
- 15
- Innenwand (Zuströmzone)
- 16
- Zwischenraum
- 17
- radiale Innenwand
- 18
- Brennstofflanze
- 19
- Düse (Brennstofflanze)
- 20
- Zuströmzone
- 21
- Öffnung (Wand 15)
- 22,27
- Öffnung (Wand 17)
- 23
- Verbrennungszone
- 24
- Lochplatte
- 25
- Einlassöffnung
- 26
- Dämpfungsvolumen
1. Brennkammer (10) für eine Gasturbine,
- in welcher Brennkammer (10) die heissen Verbrennungsgase einer Verbrennungszone
(23) durch Innenwände (12, 17) umschlossen werden, welche durch ausserhalb der Innenwände
(12, 17) herangeführte Kühlluft gekühlt werden,
- wobei zumindest in einem Teilbereich an der Aussenseite der Innenwände (12, 17)
eine von den Innenwänden (12, 17) beabstandete, im wesentlichen parallel zu den Innenwänden
(12, 17) verlaufende Lochplatte (24) angeordnet ist, welche zusammen mit der zugehörigen
Innenwand (17) ein geschlossenes Dämpfungsvolumen (26) bildet,
- wobei die Innenwände (17) im Bereich des Dämpfungsvolumens (26) eine Mehrzahl von
verteilt angeordneten ersten Öffnungen (27) aufweist, durch welche das Dämpfungsvolumen
(26) mit der Verbrennungszone (23) der Brennkammer (10) in Verbindung steht,
- wobei die Lochplatte (24) eine Mehrzahl von verteilt angeordneten zweiten Öffnungen
(25) aufweist, durch welche Kühlluft von aussen in das Dämpfungsvolumen (26) einströmt
und nach Art einer Prallkühlung zwischen den ersten Öffnungen (27) auf die gegenüberliegende
Aussenseite der Innenwand (17) trifft, und
- wobei die ersten Öffnungen (27) zusammen mit den Dämpfungsvolumen (26) eine Mehrzahl
von untereinander verbundenen Helmhottzresonatoren bilden und als Schalldämpfer für
in der Brennkammer entstehende akustische Schwingungen wirken,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die geometrischen Abmessungen (B, D1) der einzelnen ersten Öffnungen (27) und/oder
- der Abstand zwischen Lochplatte (24) und Innenwand (17) im Bereich der einzelnen
ersten Öffnungen (27) und/oder
- der periodische Abstand (L) der einzelnen ersten Öffnungen (27) untereinander zur
Erzeugung eines verbreiterten Dämpfungsfrequenzbandes untereinander im wesentlichen
gleich oder innerhalb eines Wertebereiches unterschiedlich gewählt werden.
2. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Dämpfung von Frequenzen im Bereich von mehreren kHz die ersten Öffnungen (27)
als Durchgangsbohrungen mit einer Länge (B) von wenigen Millimetern und einem Durchmesser
(D1) von wenigen Millimetern ausgebildet sind, dass der periodische Abstand (L) zwischen
benachbarten ersten Öffnungen (27) wenige Millimeter beträgt, und dass der Abstand
(A) der Lochplatte (24) von der Innenwand (17) ebenfalls wenige Millimeter beträgt.
3. Brennkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Dämpfung von Frequenzen von etwa 5500 Hz die Länge (B) der ersten Öffnungen (27)
etwa 5 mm, der Durchmesser (D1) der ersten Öffnungen (27) etwa 4,3 mm, der periodische
Abstand (L) der ersten Öffnungen (27) untereinander etwa 10 mm, und der Abstand (A)
zwischen der Lochplatte (24) und der Innenwand (17) etwa 5 mm betragen.
4. Brennkammer nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (D2) der zweiten Öffnungen kleiner als 1 mm, insbesondere etwa 0,7
mm, ist.
5. Brennkammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (10) als Sekundärbrennkammer ausgebildet ist, dass die Brennkammer
(10) in die Verbrennungszone (23) und eine stromaufwärts angeordnete Zuströmzone (20)
unterteilt ist, dass die Zuströmzone (20) sich in einem stufenartigen Übergang zur
Verbrennungszone (23) erweitert, dass die Verbrennungszone (23) im Bereich des stufenartigen
Übergangs durch eine radiale Innenwand (17) begrenzt wird, und dass die Lochplatte
(24) an der Aussenseite der radialen Innenwand (17) angeordnet ist.
1. Combustion chamber (10) for a gas turbine,
- in which combustion chamber (10) the hot combustion gases of a combustion zone (23)
are surrounded by inner walls (12, 17) which are cooled by cooling air delivered outside
the inner walls (12, 17),
- there being arranged, at least in a part-region on the outside of the inner walls
(12, 17), a perforated plate (24) which is at a distance from the inner walls (12,
17) and runs essentially parallel to the inner walls (12, 17) and which, together
with the associated inner wall (17), forms a closed damping volume (26),
- the inner walls (17) having in the region of the damping volume (26) a plurality
of first orifices (27), arranged in a distributed manner, by means of which the damping
volume (26) is connected to the combustion zone (23) of the combustion chamber (10),
- the perforated plate (24) having a plurality of second orifices (25), arranged in
a distributed manner, through which cooling air flows from outside into the damping
volume (26) and impinges onto the opposite outside of the inner wall (17) between
the first orifices (27) in the manner of impact cooling, and
- the first orifices (27), together with the damping volumes (26), forming a plurality
of interconnected Helmholtz resonators and acting as acoustic dampers for acoustic
oscillations occurring in the combustion chamber,
characterized in that
- the geometric dimensions (B, D1) of the individual first orifices (27) and/or
- the distance between the perforated plate (24) and the inner wall (17) in the region
of the individual first orifices (27) and/or
- the periodic distance (L) between the individual first orifices (27) are selected
as being essentially equal to one another or, within a value range, different from
one another, in order to generate a broadened damping frequency band.
2. Combustion chamber according to Claim 1, characterized in that, for the damping of frequencies in the range of a plurality of kHz, the first orifices
(27) are designed as passage bores with a length (B) of a few millimetres and a diameter
(D1) of a few millimetres, in that the periodic distance (L) between adjacent first orifices (27) is a few millimetres,
and in that the distance (A) of the perforated plate (24) from the inner wall (17) is likewise
a few millimetres.
3. Combustion chamber according to Claim 2, characterized in that, for the damping of frequencies of about 5500 Hz, the length (B) of the first orifices
(27) is about 5 mm, the diameter (D1) of the first orifices (27) is about 4.3 mm,
the periodic distance (L) between the first orifices (27) is about 10 mm, and the
distance (A) between the perforated plate (24) and the inner wall (17) is about 5
mm.
4. Combustion chamber according to one of Claims 2 and 3, characterized in that the diameter (D2) of the second orifices is smaller than 1 mm, in particular about
0.7 mm.
5. Combustion chamber according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the combustion chamber (10) is designed as a secondary combustion chamber, in that the combustion chamber (10) is subdivided into the combustion zone (23) and an inflow
zone (20) arranged upstream, in that the inflow zone (20) widens in a step-like transition to the combustion zone (23),
in that the combustion zone (23) is delimited in the region of the step-like transition by
a radial inner wall (17), and in that the perforated plate (24) is arranged on the outside of the radial inner wall (17).
1. Chambre de combustion (10) pour une turbine à gaz,
- dans laquelle chambre de combustion (10) les gaz de combustion chauds d'une zone
de combustion (23) sont entourés par des parois internes (12, 17) qui sont refroidies
par de l'air de refroidissement apporté à l'extérieur des parois internes (12, 17),
- une plaque à trous (24) s'étendant essentiellement parallèlement aux parois internes
(12, 17) et espacée des parois internes (12, 17) étant disposée au moins dans une
région partielle du côté extérieur des parois internes (12, 17), laquelle forme, conjointement
avec la paroi interne associée (17) un volume d'amortissement fermé (26),
- la paroi interne (17) présentant, dans la région du volume d'amortissement (26),
une pluralité de premières ouvertures (27) disposées de manière répartie, par lesquelles
le volume d'amortissement (26) est connecté à la zone de combustion (23) de la chambre
de combustion (10),
- la plaque à trous (24) présentant une pluralité de deuxièmes ouvertures (25) disposées
de manière répartie, par lesquelles de l'air de refroidissement entre depuis l'extérieur
dans le volume d'amortissement (26) et frappe, à la manière d'un refroidissement par
impact entre les premières ouvertures (27), le côté extérieur opposé de la paroi interne
(17), et
- les premières ouvertures (27) conjointement avec le volume d'amortissement (26)
formant une pluralité de résonateurs Helmholtz connectés les uns aux autres et agissant
en tant qu'amortisseurs sonores des vibrations acoustiques se produisant dans la chambre
de combustion,
caractérisée en ce que
- les dimensions géométriques (B, D1) des premières ouvertures individuelles (27)
et/ou
- la distance entre la plaque à trous (24) et la paroi interne (17) dans la région
des premières ouvertures individuelles (27) et/ou
- la distance périodique (L) des premières ouvertures individuelles (27) les unes
aux autres sont sélectionnées essentiellement égales les unes aux autres ou différentes
dans une plage de valeurs, pour la production d'une bande de fréquence d'amortissement
élargie.
2. Chambre de combustion selon la revendication 1, caractérisée en ce que pour l'amortissement de fréquences dans la plage de plusieurs kHz, les premières
ouvertures (27) sont réalisées en tant qu'alésages traversants avec une longueur (B)
de quelques millimètres et un diamètre (D1) de quelques millimètres, en ce que la distance périodique (L) entre les premières ouvertures voisines (27) est de quelques
millimètres, et en ce que la distance (A) de la plaque à trous (24) à la paroi interne (17) est également de
quelques millimètres.
3. Chambre de combustion selon la revendication 2, caractérisée en ce que pour l'amortissement de fréquences d'environ 5500 Hz, la longueur (B) des premières
ouvertures (27) est d'environ 5 mm, le diamètre (D1) des premières ouvertures (27)
est d'environ 4,3 mm, la distance périodique (L) des premières ouvertures (27) les
unes aux autres est d'environ 10 mm et la distance (A) entre la plaque à trous (24)
et la paroi interne (17) est d'environ 5 mm.
4. Chambre de combustion selon l'une quelconque des revendications 2 et 3, caractérisée en ce que le diamètre (D2) des deuxièmes ouvertures est inférieur à 1 mm, en particulier est
d'environ 0,7 mm.
5. Chambre de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la chambre de combustion (10) est réalisée en tant que chambre de combustion secondaire,
en ce que la chambre de combustion (10) est divisée en la zone de combustion (23) et une zone
d'afflux (20) disposée en amont, en ce que la zone d'afflux (20) s'élargit dans une transition échelonnée jusqu'à la zone de
combustion (23), en ce que la zone de combustion (23) dans la région de la transition échelonnée est limitée
par une paroi interne radiale (17), et en ce que la plaque à trous (24) est disposée du côté extérieur de la paroi interne radiale
(17).