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EP 0 972 595 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.11.2004 Patentblatt 2004/47 |
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Anmeldetag: 10.07.1999 |
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Warmhaltetiegel
Holding vessel
Creuset de maintien
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
13.07.1998 DE 19831296
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.01.2000 Patentblatt 2000/03 |
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Patentinhaber: Vesuvius Becker & Piscantor Grossalmeroder Schmelztiegelwerke GmbH & Co. KG |
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37247 Grossalmerode (DE) |
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Erfinder: |
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- Casper, Wilfried
37235 Hessisch Lichtenau (DE)
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Vertreter: Freiherr von Schorlemer, Reinfried, Dipl.-Phys. |
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Karthäuser Strasse 5A 34117 Kassel 34117 Kassel (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 133 419 GB-A- 578 977
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DE-U- 29 600 045 US-A- 4 455 238
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 325 (M-737), 5. September 1988 (1988-09-05)
& JP 63 093466 A (KUBOTA LTD), 23. April 1988 (1988-04-23)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Warmhaltetiegel der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Gattung.
[0002] Warmhaltetiegel der hier interessierenden Art dienen z. B. in Aluminium-Gießereien
für Kraftfahrzeugteile zur Aufnahme von flüssigem Aluminium, das aus einem Schmelzofen
kommt, z.B. mit Hilfe von Transportpfannen zugeführt und im Warmhaltetiegel auf einer
vorgewählten Temperatur für den Gießvorgang bereitgehalten wird. Außer für den Aluminiumguß
werden derartige Warmhaltetiegel auch für andere flüssige Metalle, insbesondere NE-Metalle,
Schwermetalle und Legierungen davon verwendet.
[0003] Die Metallschmelze wird aus den Transportpfannen heraus meistens direkt und in freiem
Fall in die Warmhaltetiegel gegossen. Daher bilden sich bei der allmählichen Füllung
der Tiegel zahlreiche Turbulenzen und Verwirbelungen mit der Folge, daß die Metallschmelze
mit einer großen Oberfläche der äußeren Atmosphäre ausgesetzt wird und daher große
Mengen an schädlichen Gasen, insbesondere Wasserstoff, aufnehmen kann. Eine erhöhte
Wasserstoffaufnahme kann z.B. zu einer ungewünschten Schlackenbildung im Warmhaltetiegel
führen und ist auch im Hinblick auf den späteren Gießvorgang im allgemeinen unerwünscht.
Ähnliches gilt hinsichtlich der Aufnahme anderer Gase.
[0004] Dieselben Nachteile ergeben sich, wenn die Metallschmelze vor dem Einfüllen in die
Warmhaltetiegel durch ein mit einem Keramikfilter od. dgl. versehenes Filtergehäuse
geleitet wird. Daher ist bereits vorgeschlagen worden, an den Auslaß des Filtergehäuses
ein Rohr anzuschließen und dessen Mündungsöffnung beim Füllvorgang bis dicht an den
Tiegelboden heranzuführen, um dadurch Turbulenzen zu vermeiden und die mit der äußeren
Atmosphäre wechselwirkende Oberfläche der Schmelze klein zu halten. Dadurch ergibt
sich jedoch einerseits eine umständliche Handhabung, weil das Filtergehäuse vor und
nach jedem Befüllvorgang mit einem Hebezeug über dem Tiegel auf- und ab- sowie hin-
und herbewegt werden muß, um den Platz oberhalb des Tiegels beim Gießbetrieb für die
zur Entnahme des flüssigen Metalls verwendeten Schöpfkellen od. dgl. frei zu machen.
Andererseits unterliegen die mit den Filtergehäusen verbundenen Rohre aufgrund der
großen Hitze von z.B. 720 °C und mehr einem großem Verschleiß und aufgrund der dauernden
Bewegungen des Filtergehäuses einer erheblichen Beschädigungsgefahr, so daß ihre Standzeiten
gering und häufige Reparaturarbeiten erforderlich sind.
[0005] Zur Vermeidung dieser Probleme sind Warmhaltetiegel bekannt (DE-U-296 00 045, EPA-A-0
133 419, GB-A-578 977), die im Bereich des Mantels einen fest eingebauten, nach oben
offenen Füllkanal aufweisen, der in einem unteren Bereich in den Aufnahmeraum mündet.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß der Warmhaltetiegel einen integrierten Füllkanal
aufweist, der aus demselben Material wie der Warmhaltetiegel und aus einem Stück mit
diesem hergestellt werden kann und bei der Benutzung des Warmhaltetiegels nicht der
Gefahr von Beschädigungen ausgesetzt ist. Außerdem ermöglicht der in den Warmhaltetiegel
integrierte Füllkanal ein weitgehend turbulenzfreies Füllen des Tiegels, so daß die
Gasaufnahme beim Füllvorgang gering ist.
[0006] Der Warmhaltetiegel der eingangs bezeichneten Gattung besteht in besonders vorteilhafter
Weise aus einem feuerfesten Material wie z. B. Graphit (DE-U 296 00 045, Fig. 1 und
2) und wird mit feuerfestem Ton als Bindemittel in einem sog. isostatischen Preßverfahren
hergestellt. Bei Anwendung solcher Materialien ergibt sich allerdings das weitere
Problem, daß eine Befüllung des Warmhaltetiegels mit einer flüssigen Metallschmelze
wegen des gewünschten kleinen Durchmessers des Füllkanals nicht ohne weiteres möglich
ist und die Querschnittsform des Füllkanals im wesentlichen nur mit dem zu seiner
Herstellung verwendeten Bohrwerkzeug beeinflußt werden kann.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Warmhaltetiegel der eingangs
bezeichneten Gattung so auszubilden, daß er zwar einerseits leicht befüllt, andererseits
aber dennoch auf einfache Weise mit einem Füllkanal versehen werden kann, der eine
weitgehend frei wählbare Querschnittsform besitzt.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
[0009] Der erfindungsgemäß ausgebildete Füllkanal bringt den Vorteil mit sich, daß er auf
einfache Weise den Anschluß eines der Zuführung der Metallschmelze dienenden Filtergehäuses
sowie eine weitgehend frei wählbare Gestaltung des Querschnittsverlaufs in seinem
unteren Bereich ermöglicht. Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen an
zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Warmhaltetiegels;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Warmhaltetiegel nach Fig. 1;
Fig. 3 und 4 je einen vergrößerten Längsschnitt durch einen unteren und oberen Abschnitt
eines Einsatzes für den Warmhaltetiegel nach Fig. 1 und 2; und
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen,
die Abschnitte nach Fig. 3 und 4 enthaltenden Warmhaltetiegels in Kombination mit
einem Filtergehäuse.
[0011] Nach Fig. 1 und 2 enthält ein üblicher, aus feuerfestem Material hergestellter Warmhaltetiegel
einen Boden 1 und einen von dessen Umfang aufragenden Mantel 2, die beide einen nach
oben offenen Aufnahmeraum 3 begrenzen. Im Ausführungsbeispiel ist der Boden 1 kreisrund
und der Mantel 2 tassenartig ausgebildet.
[0012] Erfindungsgemäß ist der Warmhaltetiegel mit einem fest eingebauten Füllkanal 4 versehen,
der im wesentlichen vom Boden 1 bis zu einer oberen Stirnfläche 5 des Mantels 2 erstreckt
ist. Der Füllkanal 4 ist im Ausführungsbeispiel als ein den Mantel 2 durchsetzender,
am oberen Ende offener und im übrigen geschlossener Durchgang ausgebildet, wozu der
Mantel 2 zweckmäßig mit einem seitlichen bzw. radialen, den Füllkanal 4 aufnehmenden
Ansatz 6 versehen ist bzw. in diesem Bereich eine erhöhte Wandstärke besitzt. Dadurch
kann der Füllkanal 4 unabhängig von der Dicke des Mantels 2 einen beliebigen Durchmesser
erhalten, der im Einzelfall insbesondere auch größer sein kann, als der üblichen Wandstärke
des Mantels 2 entspricht. Außerdem ist der Füllkanal 4 im Ausführungsbeispiel parallel
zu einer Mittelachse 7 des Aufnahmeraums 3 angeordnet.
[0013] In einem unteren Bereich mündet der Füllkanal 4 in den Aufnahmeraum 3. Zu diesem
Zweck weist der Füllkanal 4 z.B. am unteren Ende eine radial nach innen gerichtete
Mündungsöffnung 8 auf, die durch einen den Ansatz 6 bzw. den Mantel 2 durchsetzenden,
zum Aufnahmeraum 3 hin offenen Querkanal 9 strömungsmäßig mit dem Aufnahmeraum 3 verbunden
ist. Dabei mündet der Querkanal 9 vorzugsweise dicht am Boden 1 in den Aufnahmeraum
3. Dadurch kann flüssiges Metall, das durch das obere offene Ende des Füllkanals 4
zugeführt wird, in diesem herabströmen, im Bereich des Bodens 1 in den Aufnahmeraum
3 gelangen und diesen dann nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren allmählich
füllen. Dabei ergibt sich einerseits der Vorteil, daß praktisch nur der sich im Aufnahmeraum
3 bildende Flüssigkeitsspiegel der äußeren Atmosphäre ausgesetzt ist. Andererseits
kann das Metall in vorteilhafter Weise im Füllkanal 4 nachfließen, ohne mit der äußeren
Atmosphäre in Berührung zu gelangen und ohne im Aufnahmeraum 3 schädliche Turbulenzen
bzw. Verwirbelungen zu erzeugen. Vorteilhaft ist schließlich auch, daß der Füllkanal
4 und der Ansatz 6 mit den übrigen Teilen des Warmhaltetiegels aus einem Stück und
aus denselben feuerfesten Materialien wie diese hergestellt werden können, vorzugsweise
in einem isostatischen Preßvorgang.
[0014] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt der Füllkanal
4 eine nach unten allmählich kleiner werdenden Querschnitt. Dadurch werden im Bereich
der Mündungsöffnung 8 zusätzlich sogenannte Sprudeleffekte vermieden, wodurch sich
eine in hohem Maße beruhigte Strömung ergibt.
[0015] Die nach unten hin stärker werdende, z.B. konisch ausgebildete Querschnittsverengung
des Füllkanals 4 wird vorzugsweise dadurch erhalten, daß der Ansatz 6 zunächst mit
einer zylindrischen Bohrung 10 (Fig. 1) versehen und in diese dann ein z.B. rohrförmiger
Einsatz 11 (Fig. 5) eingesetzt wird, der einen dem Innenquerschnitt der Bohrung 10
entsprechenden Außenquerschnitt und eine nach unten entsprechend im Querschnitt verjüngte
innere Mantelfläche aufweist. Die Achse der Bohrung 10 verläuft vorzugsweise parallel
zur Mittelachse 7, um überall etwa gleiche Wandstärken zu ermöglichen. Außerdem wird
zweckmäßig auch der Querkanal 9 erst nach dem Verpressen des Warmhaltetiegels eingebracht,
um Probleme, die bei der Anwendung von Einlegeteilen oder dgl. entstehen könnten,
zu vermeiden.
[0016] Wie Fig. 3 bis 5 zeigen, ist der Einsatz 11 zweckmäßig zweiteilig ausgebildet. Ein
unterer, den kleiner werdenden Innenquerschnitt aufweisender, im wesentlichen hohlzylindrischer
Abschnitt 11a wird in einen unteren Teil der als Sackbohrung ausgebildeten Bohrung
10 gesteckt, bis er auf deren Boden aufsitzt. Eine strömungsmäßige Verbindung zum
Querkanal 9 (Fig. 5) wird dadurch erhalten, daß der Abschnitt 11a am unteren Ende
mit einer schräg verlaufenden Stirnfläche 12 versehen wird.
[0017] Gemäß Fig. 1 weist die Bohrung 10 dort, wo der Abschnitt 11a zu liegen kommt, einen
kleineren Durchmesser als in einem darüber liegenden Teil auf, das zur Aufnahme eines
Abschnitts 11b (Fig. 4) des Einsatzes 11 dient, so daß die Bohrung 10 mit einer Auflageschulter
14 versehen ist. Diese dient zur Abstützung eines am oberen Ende des Abschnitts 11a
angebrachten Flansches 15 (Fig. 3), der gleichzeitig auch zur Abstützung des unteren
Endes des zweiten, in das breitere Teil der Bohrung 10 eingesetzten Abschnitts 11b
dient. Der Abschnitt 11b ist z.B. hohlzylindrisch ausgebildet und weist einen im montierten
Zustand mit dem Durchgang des Abschnitts 11a koaxialen Durchgang auf. Bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 bis 5 wird somit der Füllkanal 4 durch die Bohrung 10 und die beiden in
diese eingesteckten Abschnitte 11 a, 11b des Einsatzes 11 gebildet. Dabei zeigt vor
allem Fig. 3 deutlich die nach unten hin konische Verjüngung des Füllkanals 4.
[0018] Wie Fig. 5 zeigt, kann der erfindungsgemäße Warmhaltetiegel an seinem oberen Ende
auf einfache Weise mit einem gleichzeitig als Fülltrichter dienenden Filtergehäuse
16 verbunden werden. Dieses besteht im wesentlichen aus einer aus feuerfestem Material
hergestellten, nach oben offenen Schale 17, die von einem dem Schutz vor mechanischer
Zerstörung dienenden Stahlmantel 18 umgeben ist. Das Filtergehäuse 16 weist an seinem
Boden einen Auslauf 19 auf, der durch entsprechende Öffnungen in der Schale 17 bzw.
im Stahlmantel 18 gebildet und mit einem nach innen ragenden, umlaufenden Bund 20
(Fig. 5) versehen ist.
[0019] Beim Gebrauch wird der Warmhaltetiegel bei eingesetztem Abschnitt 11a z.B. auf einem
Untersatz 21 eines in Fig. 5 grob schematisch dargestellten, der Wärmeerzeugung dienenden
Ofen 22 angeordnet. Gleichzeitig wird das Filtergehäuse 16 z.B. am oberen Ende dieses
Ofens 22 so plaziert, daß sein Auslauf 19 koaxial über dem Füllkanal 4 bzw. der Bohrung
10 des Warmhaltetiegels angeordnet ist. Es wird dann der Abschnitt 11b des Einsatzes
11 von oben her durch den Auslauf 19 in die Bohrung 10 eingeführt, bis er unten auf
dem Flansch 15 des Abschnitts 11a und oben mit einem an ihm selbst angebrachten Flansch
23 auf dem Bund 20 aufliegt. Dadurch wird auf einfache Weise eine Verbindung zwischen
dem Filtergehäuse 16 und dem Füllkanal 4 erhalten, und die Lösung dieser Verbindung
kann einfach dadurch erfolgen, daß das Filtergehäuse 16 mit einer Hebevorrichtung
od. dgl. vom Warmhaltetiegel abgehoben wird.
[0020] Bei Bedarf kann in den Auslauf 19 zusätzlich ein nicht dargestellter Filter, insbesondere
ein Keramikfilter, auswechselbar eingesetzt werden, um von der Metallschmelze auf
dem Weg zum Filtergehäuse 16 aufgenommene Verunreinigungen zu entfernen.
[0021] Der Abschnitt 11a des Einsatzes 11 wird vorzugsweise fest in der Bohrung 10 angeordnet
und z.B. durch einen feuerfesten Kleber mit der Bohrungswand verbunden, um dadurch
ein Hochsteigen des Metalls in der Grenzfläche zwischen der Bohrungswand und dem Einsatz
11 zu vermeiden. Dagegen ist der Abschnitt 11b vorzugsweise lose in die Bohrung 10
eingesetzt, damit er bei Bedarf ausgewechselt werden kann.
[0022] Die Herstellung der beiden Abschnitte 11a,11b erfolgt vorzugsweise ebenfalls durch
isostatisches Pressen, wobei die Herstellung des nach unten verjüngten Durchgangs
im Abschnitt 11a z.B. durch Einsetzen eines entsprechenden, z.B. konischen Kerns erfolgt.
[0023] Ein Vorteil des anhand der Fig. 3 bis 5 beschriebenen Warmhaltetiegels besteht darin,
daß die flüssige Metallschmelze mit Hilfe von Transportpfannen od. dgl. zugeführt,
in die Schale 17 gegossen, filtriert und dann schonend und ohne Turbulenzen in den
Aufnahmeraum 3 weitergeleitet werden kann. Dabei ergibt sich aufgrund der seitlichen
Anordnung des Füllkanals 4 der weitere Vorteil, daß das gesamte Filtergehäuse 16 außerhalb
der äußeren Kontur des Aufnahmeraums 3 angeordnet werden und daher die spätere Entnahme
des Metalls aus dem Warmhaltetiegel nicht behindern kann.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, die
auf vielfache Weise abgewandelt werden können. Dies gilt insbesondere für die aus
den Zeichnungen ersichtliche Lage und Ausbildung des Füllkanals, der auch in anderer
Weise gestaltet und angeordnet werden könnte. Beispielsweise wäre es möglich, den
Füllkanal in einem nach innen in den Aufnahmeraum des Warmhaltetiegels ragenden Ansatz
unterzubringen oder schräg zur Mittelachse des Aufnahmeraums anzuordnen. Außerdem
wäre es möglich, den Füllkanal unabhängig vom Warmhaltetiegel herzustellen und nachträglich
mit diesem zu verbinden. Schließlich versteht sich, daß die verschiedenen Merkmale
der Erfindung auch in anderen als den dargestellten und beschriebenen Kombinationen
verwendet werden können.
1. Warmhaltetiegel für flüssiges Metall mit einem Boden (1), einem von dessen Umfang
aufragenden, einen Aufnahmeraum (3) für das Metall begrenzenden Mantel (2) und einem
im Bereich des Mantels (2) fest eingebauten, nach oben offenen Füllkanal (4), der
in einem unteren Bereich in den Aufnahmeraum (3) mündet, wobei der Mantel (2), der
Boden (1) und der Füllkanal (4) einstückig aus einem feuerfesten Material hergestellt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkanal (4) in einem oberen Abschnitt einen eine Auflageschulter (14) bildenden
größeren Durchmesser als in einem unteren Abschnitt aufweist.
2. Warmhaltetiegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er durch einen isostatischen Preßvorgang hergestellt und der Füllkanal (4) nach dem
Verpressen durch Bohren ausgebildet ist.
3. Warmhaltetiegel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkanal (4) einen nach unten hin allmählich kleiner werdenden Innenquerschnitt
aufweist.
4. Warmhaltetiegel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkanal (4) durch einen in der Bohrung (10) angeordneten, rohrförmigen Einsatz
(11) gebildet ist.
5. Warmhaltetiegel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (10) zylindrisch ausgebildet ist und daß der Einsatz (11) einen dem Innenquerschnitt
der Bohrung (10) entsprechenden Außenquerschnitt und einen nach unten allmählich kleiner
werdenden Innenquerschnitt aufweist.
6. Warmhaltetiegel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (11) eine konische innere Mantelfläche aufweist.
7. Warmhaltetiegel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (11) einen unteren, den kleiner werdenden Innenquerschnitt aufweisenden
und fest in der Bohrung (10) angeordneten Abschnitt (11a) und einen oberen, auswechselbar
in der Bohrung (10) angeordneten Abschnitt (11b) aufweist.
8. Warmhaltetiegel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Abschnitt (11a) am oberen Ende mit einem auf der Auflageschulter (14)
abstützbaren Flansch (15) versehen ist.
9. Warmhaltetiegel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß seinem oberen Ende ein Filtergehäuse (16) zugeordnet ist, das einen mit dem Füllkanal
(4) verbindbaren Auslauf (19) aufweist.
10. Warmhaltetiegel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Auslauf (19) ein Filter eingesetzt ist.
11. Warmhaltetiegel nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslauf (19) und der Füllkanal (4) im wesentlichen koaxial übereinander angeordnet
sind.
12. Warmhaltetiegel nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Abschnitt (11a) des Einsatzes (11) durch Kleben in der Bohrung (10) befestigt
ist.
1. Holding vessel for liquid metal with a base (1), a shell (2) projecting from its periphery
defining a receiving chamber (3) for the metal, and a filling duct (4), which is open
at the top, is fixedly installed in the region of the shell (2) and opens into the
receiving chamber (3) in a lower region, wherein the shell (2), the base (1) and the
filling duct (4) are produced in one piece from a refractory material, characterised in that in an upper section the filling duct (4) has a larger diameter than in a lower section,
said larger diameter forming a supporting shoulder (14).
2. Holding vessel according to Claim 1, characterised in that it is produced by an isostatic pressing process and the filling duct (4) is formed
by drilling after pressing.
3. Holding vessel according to Claim 1 or 2, characterised in that the filling duct (4) has an internal cross-section, which gradually decreases downwards.
4. Holding vessel according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the filling duct (4) is formed by a tubular insert (11) arranged in the drill hole
(10).
5. Holding vessel according to Claim 4, characterised in that the drill hole (10) is cylindrical, and that the insert (11) has an external cross-section
corresponding to the internal cross-section of the drill hole (10) and an internal
cross-section, which gradually decreases downwards.
6. Holding vessel according to Claim 5, characterised in that the insert (11) has a conical inside shell face.
7. Holding vessel according to one of Claims 4 to 6, characterised in that the insert (11) has a lower section (11a), which has the decreasing internal cross-section
and is fixedly arranged in the drill hole (10), and an upper section (11b), which
is replaceably arranged in the drill hole (10).
8. Holding vessel according to Claim 7, characterised in that the lower section (11a) is provided at the upper end with a flange (15), which can
be supported on the supporting shoulder (14).
9. Holding vessel according to one of Claims 1 to 8, characterised in that its upper end is provided with a filter housing (16) having an outlet (19), which
can be connected to the filling duct (4).
10. Holding vessel according to Claim 9, characterised in that a filter is inserted into the outlet (19).
11. Holding vessel according to Claim 9 or 10, characterised in that the outlet (19) and the filling duct (4) are arranged essentially coaxially one above
the other.
12. Holding vessel according to one of Claims 7 to 11, characterised in that the lower section (11a) of the insert (11) is fastened in the drill hole (10) by
gluing.
1. Creuset de maintien au chaud pour du métal liquide, avec un fond (1), avec une enveloppe
(2) se dressant verticalement à partir du pourtour du fond (1) et délimitant un espace
récepteur (3) pour le métal, et avec un canal de remplissage (4) incorporé dans la
région de l'enveloppe (2) et ouvert vers le haut, qui débouche dans une région inférieure
de l'espace récepteur (3), l'enveloppe (2), le fond (1) et le canal de remplissage
(4) étant fabriqués d'un seul tenant en un matériau réfractaire, caractérisé en ce que le canal de remplissage (4) présente dans une partie supérieure un plus grand diamètre,
formant un épaulement d'appui (14), que dans une partie inférieure.
2. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est fabriqué par une opération de pressage isostatique, et le canal de remplissage
(4) est fabriqué après le pressage, par perçage.
3. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le canal de remplissage (4) présente une section intérieure qui diminue progressivement
vers le bas.
4. Creuset de maintien au chaud selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le canal de remplissage (4) est formé par un élément rapporté (11) tubulaire, disposé
dans le perçage (10).
5. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 4, caractérisé en ce que le perçage (10) est réalisé cylindrique, et en ce que l'élément rapporté (11) présente une section extérieure correspondant à la section
intérieure du perçage (10) et une section intérieure diminuant progressivement vers
le bas.
6. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément rapporté (11) présente une face d'enveloppe intérieure conique.
7. Creuset de maintien au chaud selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que l'élément rapporté (11) présente une partie inférieure (11a) disposée fixement dans
le perçage (10) et présentant la section intérieure diminuant, et une partie supérieure
(11b) disposée avec possibilité de remplacement dans le perçage (10).
8. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 7, caractérisé en ce que la partie inférieure (11a) est pourvue à l'extrémité supérieure d'un collet (15)
pouvant s'appuyer sur l'épaulement d'appui (14).
9. Creuset de maintien au chaud selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un boîtier de filtre (16) est associé à son extrémité supérieure, boîtier qui présente
une sortie (19) pouvant être raccordée au canal de remplissage (4).
10. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un filtre est installé dans la sortie (19).
11. Creuset de maintien au chaud selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la sortie (19) et le canal de remplissage (4) sont disposés essentiellement coaxialement
l'un au-dessus de l'autre.
12. Creuset de maintien au chaud selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que la partie inférieure (11a) de l'élément rapporté (11) est fixée par collage dans
le perçage (10).