[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bewegungssteuerung eines Ankers eines elektromagnetischen
Aktuators, insbesondere zur Betätigung eines Gaswechsel-Hubventiles einer Brennkraftmaschine,
wobei der Anker oszillierend zwischen zwei Elektromagnet-Spulen jeweils gegen die
Kraft zumindest einer Rückstellfeder durch alternierende Bestromung der Elektromagnet-Spulen
bewegt wird, und wobei mit einer Annäherung des Ankers an die zunächst bestromte Spule
während des sogenannten Fangvorganges die an der den Anker einfangenden Spule anliegende
elektrische Spannung reduziert wird. Zum technischen Umfeld wird auf die DE 195 30
121 A1 verwiesen.
[0002] Ein bevorzugter Anwendungsfall für einen elektromagnetischen Aktuator mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 ist der elektromagnetisch betätigte Ventiltrieb von Brennkraftmaschinen,
d.h. die Gaswechsel-Hubventile einer Hubkolben-Brennkraftmaschine werden von deratigen
Aktuatoren in gewünschter Weise betätigt, d.h. oszillierend geöffnet und geschlossen.
Bei einem derartigen elektromechanischen Ventiltrieb werden die Hubventile einzeln
oder auch in Gruppen über elektromechanische Stellglieder, die sog. Aktuatoren bewegt,
wobei der Zeitpunkt für das Öffnen und das Schließen jedes Hubventiles im wesentlichen
völlig frei gewählt werden kann. Hierdurch können die Ventilsteuerzeiten der Brennkraftmaschine
optimal an den aktuellen Betriebszustand (dieser ist durch Drehzahl und Last definiert)
sowie an die jeweiligen Anforderungen hinsichtlich Verbrauch, Drehmoment, Emissionen,
Komfort und Ansprechverhalten eines von der Brennkraftmaschine angetriebenen Fahrzeuges
angepaßt werden.
[0003] Die wesentlichen Bestandteile eines bekannten Aktuators zur Betätigung der Hubventile
einer Brennkraftmaschine sind ein Anker sowie zwei Elektromagnete für das Halten des
Ankers in der Position "Hubventil offen", bzw. "Hubventil geschlossen" mit den zugehörigen
Elektormagnet-Spulen, und ferner Rückstellfedern für die Bewegung des Ankers zwischen
den Positionen "Hubventil offen" und "Hubventil geschlossen". Hierzu wird auch auf
die beigefügte
Figur 1 verwiesen, die einen derartigen Aktuator mit zugeordnetem Hubventil in den beiden
möglichen Endlagen des Hubventiles und Aktuator-Ankers zeigt, und wobei zwischen den
beiden gezeigten Zuständen bzw. Positionen der Aktuator-Hubventil-Einheit der Verlauf
des Ankerhubes z bzw. Ankerweges zwischen den beiden Elektromagnet-Spulen und ferner
der Verlauf des Stromflusses I in den beiden Elektromagnet-Spulen jeweils über der
Zeit t entsprechend einem (gegenüber der eingangs genannten DE 195 30 121 A1 einfacheren)
bekannten Stand der Technik dargestellt ist.
[0004] Wie ersichtlich ist in
Figur 1 der Schließvorgang eines Brennkraftmaschinen-Hubventiles dargestellt, welches mit
der Bezugsziffer 1 bezeichnet ist und welches sich hierbei in Richtung auf seinen
Ventilsitz 30 bewegt. Wie üblich greift an diesem Hubventil 1 eine Ventilschließfeder
2a an, ferner wirkt auf den Schaft des Hubventiles 1 - hier unter Zwischenschaltung
eines (nicht unbedingt erforderlichen) hydraulischen Ventilspielausgleichselementes
3 - der in seiner Gesamtheit mit 4 bezeichnete Aktuator ein. Dieser besteht neben
zwei Elektromagnet-Spulen 4a, 4b aus einer auf den Schaft des Hubventiles 1 einwirkenden
Stößelstange 4c, die einen Anker 4d trägt, der zwischen den Elektromagnet-Spulen 4a,
4b oszillierend längsverschiebbar geführt ist. Am dem Schaft des Hubventiles 1 abgewandten
Ende der Stößelstange 4c greift ferner eine Ventilöffnungsfeder 2b an.
[0005] Hierbei handelt es sich somit um ein schwingungsfähiges System, für welches die Ventilschließfeder
2a und die Ventilöffnungsfeder 2b eine erste sowie eine zweite Rückstellfeder bilden,
für welche folglich im weiteren ebenfalls die Bezugsziffern 2a, 2b verwendet werden.
Linksseitig ist in Figur 1 die erste Endposition dieses schwingungsfähigen Systemes
dargestellt, in welcher das Hubventil 1 vollständig geöffnet ist und der Anker 4d
an der unteren Elektromagnet-Spule 4b anliegt, die im folgenden auch als Öffner-Spule
4b bezeichnet wird, nachdem diese Spule 4b das Hubventil 1 in seiner geöffneten Position
hält. Rechtsseitig ist in Figur 1 die zweite Endposition des schwingungsfähigen Systemes
dargestellt, in welcher das Hubventil 1 vollständig geschlossen ist und der Anker
4d an der oberen Elektromagnet-Spule 4a anliegt, die im folgenden auch als Schließer-Spule
4a bezeichnet wird, nachdem diese Spule 4a das Hubventil 1 in seiner geschlossenen
Position hält.
[0006] Im folgenden wird nun kurz der Schließvorgang des Hubventils 1 beschrieben, d.h.
in Figur 1 der Übergang vom linksseitigen Zustand in den rechtsseitig dargestellten
Zustand; dazwischen sind die entsprechenden Verläufe der in den Spulen 4a, 4b fließenden
elektrischen Ströme I sowie der Hubverlauf bzw. die Wegkoordinate z des Ankers 4d
jeweils über der Zeit t aufgetragen. Bezüglich der Wegkordinate z entspricht dabei
der Wert z
0 einem vollständig geöffnetem Hubventil 1, d.h. der Anker 4d liegt an der Öffner-Spule
4b an, während bei z=z
1 der Anker 4d an der Schließerspule 4a anliegt.
[0007] Ausgehend von der linksseitigen Position "Hubventil offen" wird zunächst die Öffner-Spule
4b bestromt, um den Anker 4d in dieser Position gegen die gespannte Ventilschließfeder
2a (= untere erste Rückstellfeder 2a) zu halten, wobei der Strom I in dieser Spule
4b im I-t-Diagramm gestrichelt dargestellt ist. Wird nun der Strom I der Öffner-Spule
4b für einen gewünschten Übergang nach "Hubventil geschlossen" ausgeschaltet, so löst
sich der Anker 4d von dieser Spule 4b und das Hubventil 1 wird durch die gespannte
Ventilschließfeder 2a in etwa bis zu seiner Mittellage (nach oben hin) beschleunigt,
bewegt sich jedoch aufgrund seiner Massenträgheit weiter und spannt dabei die Ventilöffnungsfeder
2b, so daß das Hubventil 1 (und der Anker 4d) dadurch abgebremst werden. Daraufhin
wird die Schließer-Spule 4a zu einem geeigneten Zeitpunkt bestromt (der Strom I für
die Spule 4a ist im l-t-Diagramm in durchgezogener Linie dargestellt), wodurch diese
Spule 4a den Anker 4d einfängt - hierbei handelt es sich um den sog. Fangvorgang -,
und ihn schließlich in der rechtsseitig dargestellten Position "Hubventil geschlossen"
hält. Nachdem der Anker 4d sicher von der Spule 4a gefangen ist, wird in dieser im
übrigen auf ein niedrigeres Haltestrom-Niveau umgeschaltet (vgl. l-t-Diagramm).
[0008] Der umgekehrte Übergang von "Hubventil geschlossen" zu "Hubventil offen" geschieht
ausgehend von der in Figur 1 rechtsseitig dargestellten Position analog durch Ausschalten
des Stromes I in der Schließer-Spule 4a und zeitversetztes Einschalten des Stromes
für die Öffner-Spule 4b. Generell wird dabei für das Bestromen der Spulen 4a, 4b an
diese eine ausreichende elektrische Spannung gelegt, während das Abschalten des elektrischen
Stromes I durch eine Herabsetzung der elektrischen Spannung auf den Wert "Null" initiiert
wird. Die notwendige elektrische Energie für den Betrieb jedes Aktuators 4 wird dabei
entweder dem Bordnetz des von der zugehörigen Brennkraftmaschine angetriebenen Fahrzeuges
entnommen oder über eine separate, dem Ventiltrieb der Brennkraftmaschine angepaßte
Energieversorgung bereitgestellt. Dabei wird die elektrische Spannung durch die Energieversorgung
konstant gehalten, und der Spulenstrom I der den Brennkraftmaschinen-Hubventilen 1
zugeordneten Aktuatoren 4 durch ein Steuergerät derart gesteuert, daß sich die notwendigen
Kräfte für das Öffnen, Schließen und Halten des bzw. der Hubventile 1 in der jeweils
gewünschter Position ergeben.
[0009] Beim soeben erläuterten Stand der Technik wird der Spulenstrom I während des sogenannten
Fangvorganges, in welchem eine der beiden Spulen 4a, 4b danach trachtet, den Anker
4d einzufangen, vom genannten Steuergerät bzw. von einer Steuereinheit durch Taktung
auf einen konstanten Wert geregelt, der groß genug ist um den Anker 4d unter allen
Bedingungen sicher einzufangen. Nun ist die Kraft der fangenden Elektromagnet-Spule
4a bzw. 4b auf den Anker 4d näherungsweise proportional zum Strom I und umgekehrt
proportional zum Abstand zwischen Spule und Anker. Wird nun - wie im bekannten Stand
der Technik - ein konstanter Strom I eingestellt, so steigt die auf den Anker 4d einwirkende
Magnet-Kraft mit seiner Annäherung an die jeweilige ihn einfangende Spule 4a bzw.
4b umgekehrt proportional zum verbleibenden Spalt, wodurch die Ankerbeschleunigung
und Ankergeschwindigkeit ansteigen. Hieraus resultiert eine hohe Auftreffgeschwindigkeit
des Ankers 4d auf die jeweilige Elektromagent-Spule 4a bzw. 4b, was zum einen einen
hohen Verschleiß im Aktuator 4, zum anderen aber auch eine hohe Geräuschentwicklung
zur Folge hat. Ein weiterer Nachteil sind die bei der kurz beschriebenen getakteten
Stromregelung auftretenden Umschaltverluste der Transistoren, die eine erhöhte Leistungsaufnahme
und Temperaturbelastung des verwendeten Steuergerätes sowie eine erhöhte elektromagnetische
Abstrahlung in den Zuleitungen der Aktuatoren zur Folge haben.
[0010] Verbesserungen insbesondere im Hinblick auf die Geräuschentwicklung sowie den Aktuatorverschleiß
bringt der aus der eingangs genannten DE 195 30 121 A1 bekannte Stand der Technik.
Hierin ist ein Verfahren zur Reduzierung der Auftreffgeschwindigkeit eines Ankers
an einem elektromagnetischen Aktuator vorgeschlagen, wobei mit einer Annäherung des
Ankers an die Polfläche der den Anker einfangenden Spule die an dieser anliegende
Spannung auf einen vorgebbaren Maximalwert begrenzt (d.h. im wesentlichen reduziert)
wird, so daß der durch die Spule fließende Strom während eines Teils der Zeit der
Spannungsbegrenzung abfällt. In dieser besagten Schrift ist ferner noch davon die
Rede, daß das Ausmaß der Spannungsbegrenzung bzw. Spannungsreduzierung in einem Kennfeld
festgelegt sein kann, wobei zu vermuten ist, daß die entsprechenden Werte und insbesondere
auch der jeweilige Zeitpunkt, zu welchem diese Spannungsreduzierung einsetzen soll,
auf experimentellem Wege bestimmt werden müssen.
[0011] Demgegenüber weitere Verbesserungen aufzuzeigen, ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
d.h. es soll ein einfach praktikables und dabei effizientes Verfahren zur Reduzierung
der Auftreffgeschwindigkeit eines Ankers eines elektromagnetischen Aktuators nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aufgezeigt werden.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Fangphase des
Fangvorganges eine Bremsphase anschließt, in welcher bis zum Auftreffen des Ankers
auf die Spule an diese eine getaktete elektrische Spannung angelegt wird, wobei die
jeweiligen Schalt-Zeitpunkte und das Spannungs-Taktverhältnis von einem Regler anhand
einer die Anker-Sollbewegung beschreibenden Solltrajektorie bestimmt werden. Vorteilhafte
Aus- und Weiterbildungen sind Inhalt der Unteransprüche, dabei wird in einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung vom Regler zusätzlich zum Spannungs-Taktverhältnis auch
das Vorzeichen des betragsmäßig konstanten Spannungswertes bestimmt, d.h. es wird
getaktet entweder ein positiver oder ein negativer Spannungswert oder der Spannungswert
"Null" an die den Anker einfangende Spule angelegt.
[0012] Allgemein wird nach der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, die bekannte Stromregelung
oder die ebenfalls bekannte (empirisch festzulegende) Spannungsreduzierung während
des Fangvorganges durch eine Regelung zu ersetzen, welche während der sog. Bremsphase
des Fangvorganges kurz vor einem Auftreffen des Ankers auf der ihn einfangenden Magnetspule
an diese Spule geregelt elektrische Spannung anlegt, und zwar getaktet, wobei die
jeweiligen Schalt-Zeitpunkte für das Abschalten und Zuschalten der elektrischen Spannung
(sowie ggf. zusätzlich deren Vorzeichen) anhand einer die Anker-Sollbewegung beschreibenden
Solltrajektorie bestimmt werden.
[0013] Der Begriff "Trajektorie" ist dem Fachmann für Regelungstechnik bekannt und beschreibt
eine Bahnkurve eines mittels eines Reglers gesteuert zu bewegenden Objektes in einem
Zustandsraum, im vorliegenden Fall also die Bahnkurve des Ankers zwischen den beiden
Elektromagnetspulen. Bevorzugt enthält dabei diese Soll-Trajektorie über bzw. in Abhängigkeit
von der Zeit (wie üblich mit "t" bezeichnet) Werte für die Position des Ankers (im
folgenden auch als "Wegkordinate" bezeichnet), für dessen Geschwindigkeit und für
die Beschleunigung des Ankers, d.h. es handelt es sich quasi um eine einfache Wertetabelle,
die entweder fix in einem geeigneten Steuergerät abgelegt sein kann oder in Abhängigkeit
von aktuellen Randbedingungen auf später noch näher erläuterte Weise jeweils individuell
berechnet werden kann. Dabei hat sich sowohl durch Versuche als auch durch Berechnungen
gezeigt, daß es ausreicht, eine derartige Soll-Trajektorie für die Regelung nur in
der genannten Bremsphase vorzusehen, da sich zum Zeitpunkt der Aktivierung der Regelung
der sich noch in der Fangphase bewegende Anker stets in einem derartigen Zustand befindet,
in welchem dessen Position (d.h. die Wegkoordinate), dessen Geschwindigkeit sowie
die Beschleunigung des Ankers in einem im wesentlichen konstanten Verhältnis zueinander
stehen (zumindest im Rahmen der für den beschriebenen Anwendungsfall geforderten Bedingungen).
[0014] In Figur 2 ist das entsprechende Regelungskonzept als Blockschaltbild dargestellt,
wobei der Regler die Bezugsziffer 10 trägt, und die Regelung anhand der Signale einer
die Anker-Sollbewegung beschreibenden Solltrajektorie 20 erfolgt, und wobei der Regler
10 ferner Signale eines der Solltrajektorie 20 nebengeordneten Beobachters 11 verarbeitet.
Die Ausgangsgröße des Regelungskonzeptes bzw. des Reglers 10 ist die an der jeweils
den Anker 4d (vgl. hierzu Figur 1) einfangenden Spule 4a bzw. 4b angelegte bzw. anliegende
elektrische Spannung U. Diese Spannung U hat bevorzugt einen betragsmäßig konstanten
Wert und wird vom Regler 10 zeitlich getaktet an die jeweilige Spule 4a bzw. 4b angelegt,
wobei der Regler 10 weiterhin das Vorzeichen der elektrischen Spannung bestimmen kann,
d.h. es wird getaktet entweder ein positiver oder ein negativer Spannungswert oder
der Spannungswert "Null" an die den Anker 4d einfangende Spule 4a oder 4b angelegt.
[0015] Dabei ist die dem Hubverlauf des Hubventiles 1 bzw. Ankers 4d entsprechende Position
des Ankers 4d zwischen den Spulen 4a, 4b durch die Wegkoordinate z - diese wird auf
geeignete Weise gemessen - eine Eingangsgröße des hier beschriebenen Regelungskonzeptes,
welche vom Beobachter 11 weiter verarbeitet wird. Der Einfachheit halber wird dabei
im folgenden die Position des Ankers direkt mit "z" bezeichnet, ohne den erklärenden
Begriff "Wegkoordinate" zu verwenden.
Aus dieser Wegkoordinate bzw. Anker-Position z ist im übrigen durch einmalige bzw.
zweimalige Ableitung über der Zeit t die Bewegungsgeschwindigkeit ż des Ankers sowie
die Anker-Beschleunigung

schätzbar bzw. ermittelbar. Der Wert z sowie die daraus abgeleiteten Größen ż,

werden dabei vom Beobachter 11 ermittelt und als sog. Schätzwerte 21 dem Regler 10
mitgeteilt.
[0016] Im übrigen ist eine weitere Eingangsgröße des hier beschriebenen Regelungskonzeptes,
die vom Beobachter 11 bei der Ermittlung der Schätzwerte 21 verarbeitet wird, der
in den jeweiligen Spulen 4a, 4b (vgl. Fig. 1) ermittelte Stromfluß I (und zwar als
Folge der angelegten Spannung U).
[0017] Die im folgenden erläuterte Figurenfolge 3a, 3b, 3c, 3d zeigt die einzelnen Phasen
der erfindungsgemäßen Regelung während der Fangvorganges des Ankers 4d durch eine
der beiden Spulen 4a, 4b bei einem System nach Figur 1:
Jeweils über der Zeit t ist dabei im oberen Diagramm (Fig.3a) die an die den Anker
einfangende Elektromagnet-Spule angelegte elektrische Spannung U aufgetragen, während
im zweiten Diagramm (Fig.3b) die zugehörige Wegkoordinate z des Ankers 4d (d.h. die
Ankerposition z, die Werte zwischen z = 0 und z = z
max annimt) dargestellt ist. In Fig.3a sind dabei die einzelnen erfindungsgemäßen Phasen,
nämlich die Fangphase FP, die Bremsphase BP und die nach dem Auftreffen des Ankers
auf der Spule folgende Haltephase HP gekennzeichnet.
[0018] Was nun den Start der Fangphase FP zum Zeitpunkt t
1 betrifft, zu welchem die den Anker einfangende Spule mit elektrischer Spannung U
beaufschlagt wird, so kann dieser Einschaltzeitpunkt t
1 grundsätzlich innerhalb gewisser Grenzen frei gewählt werden; es muß hierbei lediglich
sichergestellt sein, daß der Anker 4d überhaupt noch eingefangen werden kann. Der
Einfachheit halber wird hier vorgeschlagen, daß die Spannung U dann eingeschaltet
wird, wenn die Ankerposition z einen bestimmten wählbaren Schwellwert überschreitet.
Grundsätzlich kann dieser Schwellwert auch variabel sein, wodurch zusätzliche Randbedingungen
wie z.B. unterschiedliche auf das zu bewegende Hubventil 1 einwirkende äußere Kräfte
(wie insbesondere Gaskräfte) in unterschiedlichen Betriebspunkten der Brennkraftmaschine
berücksichtigt werden können.
[0019] Erfindungsgemäß und wie in Fig. 3a dargestellt unterteilt der Regler 10 den gesamten
Fangvorgang des Ankers 4d in zwei Phasen, nämlich:
- erstens eine Fangphase FP, und
- zweitens eine sich daran anschließende Bremsphase BP.
An die letzgenannte schließt sich (nach dem Auftreffen des Ankers 4d auf der jeweiligen
Spule 4a bzw. 4b) als drittes die übliche Haltephase HP an, in welcher der Anker 4d,
nachdem er sicher auf die jeweilige Elektromagnet-Spule 4a bzw. 4b aufgetroffen ist,
an dieser gehalten wird. Hierzu wird auf Haltestromregelung umgeschaltet, was wie
dargestellt durch eine getaktete Beaufschlagung der jeweiligen Spule 4a, 4b mit der
(gleichwertigen) elektrischen Spannung U erfolgt.
[0020] Zurückkommend zur erfindungswesentlichen Bremsphase BP wird in dieser nach der bekannten
Fangphase FP zum Zeitpunkt t
2 zunächst die Spannungsversorgung der jeweiligen, den Anker 4d einfangende Spule 4a
bzw. 4b unterbrochen, wodurch diese Bremsphase BP gestartet wird, in welcher dann
die betragsmäßig konstante elektrische Spannung U getaktet und bevorzugt vorzeichenvariabel
an die betreffende Spule 4a, 4b angelegt (und somit ein Stromfluß I initiiert) wird.
Die jeweiligen Zeitpunkte für das Abschalten und Zuschalten der betragsmäßig konstanten
Spannung U (d.h. das sog. Spannungs-Taktverhältnis) sowie hier zusätzlich das Vorzeichen
der Spannung U (d.h. die Auswahl zwischen einem negativen oder einem positiven Spannungswert)
werden dabei vom Regler 10 bestimmt.
[0021] Die Funktion des Reglers 10 läßt sich nun wie folgt beschreiben:
[0022] Zur Erzielung einer gewünschten Reduktion seiner Auftreffgeschwindigkeit auf der
jeweiligen ihn einfangenden Spule 4a bzw. 4b muß der Anker 4d (vgl. Fig.1) bereits
in seiner Flugphase, d.h. vor dem eigentlichen Auftreffen, geregelt abgebremst werden,
und zwar in der sog. Bremsphase BP. Allerdings sollte diese Bremsphase BP die Öffnungs-
und Schließzeit des vom Aktuator 4 betätigen Brennkraftmaschinen-Hubventiles 1 nicht
mehr als nötig verlängern.
[0023] Für den Entwurf eines diesen Anforderungen gerecht werdenden Reglers 10 sind nun
geeignete Zustandsgrößen für die Ankerbewegung auszuwählen. Bevorzugt wird hier neben
der Ankerposition z und der Anker-Geschwindigkeit ż, die durch sich grundsätzlich
durch zeitliche Differenzierung der Ankerposition z ermitteln läßt, die Ankerbeschleunigung

als dritte Zustandsgröße gewählt, da sie als direkte Ableitung der Ankergeschwindigkeit
ż ebenfalls eine leicht interpretierbare Größe darstellt. Prinzipiell kann die Regelung
aber auch mit anderen Zustandsgrößen aufgebaut werden.
[0024] Während der Bremsphase BP kann nun der Regler 10 zur Ausführung seiner gewünschten
Funktion, nämlich den Anker 4d möglichst weich und ruckfrei auf der jeweiligen ihn
einfangenden Elektromanet-Spule 4a, 4b aufsetzen zu lassen, auf eine sogenannte Solltrajektorie
20 zurückgreifen, welche in Abhängigkeit von der Zeit t miteinander korrelierende
Werte für die Position z, die Geschwindigkeit ż, sowie die Beschleunigung

des Ankers 4d enthält. Bei dieser Solltrajektorie 20 handelt es sich somit um nichts
anderes als um eine Wertetabelle von Soll-Werten, die in Fig.2 vereinfacht dargestellt
ist.
[0025] Falls nun bei Betrieb des elektromagnetischen Aktuators 4 die tatsächlichen Ist-Werte
für die Position z, die Geschwindigkeit ż, sowie die Beschleunigung

des Ankers 4d zu stark von den Soll-Werten abweichen, so korrigiert dies der Regler
10 durch geeignetes Zu- oder Abschalten der Spannung U (inklusive einer ggf. erforderlichen
Variation von deren Vorzeichen). Die detaillierte Auslegung des Reglers 10 kann dabei
durch verschiedene Verfahren der linearen und nichtlinearen Regelungstheorie erfolgen
und soll hier nicht näher behandelt werden.
[0026] Was nun die Ermittlung dieser Wertetabelle bzw. der Solltrajektorie 20 betrifft,
so wird vorgeschlagen, diese unter anderem aus der Randbedingung, daß die Beschleunigung

des Ankers 4d zum Zeitpunkt des Auftreffens auf der jeweiligen Elektromagnet-Spule
4a bzw. 4b den Wert "Null" haben soll, zu berechnen. In anderen Worten ausgedrückt
bedeutet dies, daß der Anker 4d ruckfrei auf die Spule 4a bzw. 4b auftrifft. Weitere
Randbedingen sind selbstverständlich die definierte Position des Ankers 4d beim Auftreffen
(nämlich z = z
max), sowie der dann geltende Wert der Anker-Geschwindigkeit ż = 0 (Null).
[0027] Für die weiteren Erläuterungen wird nun auf
Figuren 3b, 3c, 3d verwiesen. Hier sind abermals über der Zeit t die Position z (Fig.3b), die (gewünschte)
Anker-Geschwindigkeit ż (Fig.3c), sowie die (gewünschte) Anker-Beschleunigung

(Fig.3d) jeweils in der Endphase der Ankerbewegung, d.h. vor dem Auftreffens des
Ankers 4d auf der ihn einfangenden Spule 4a bzw. 4b aufgetragen. Dargestellt ist dabei
im wesentlichen der Zeitraum zwischen t
2 (dies ist der Endpunkt der Fangphase FP, zu welchem die Konstant-Spannung abgeschaltet
und der eigentliche Regelvorgang gestartet wird) und dem Aufsetzzeitpunkt t
4, d.h. dargestellt ist im wesentlichen die Bremsphase BP.
[0028] Linksseitig von t
2 liegt somit die Fangphase FP, in welcher sich der Anker 4d auf die ihn einfangende
Spule zubewegt, wobei - wie ersichtlich - die Beschleunigung

in dieser Fangphase FP nicht nur abnimmt, sondern sogar bereits negative Werte annimmt,
da mit dieser Annäherungsbewegung bspw. an die Spule 4a die zugehörige Rückstellfeder
2b (vgl. Fig.1) gespannt wird, d.h. der Anker 4d wird in seiner Fluggeschwindigkeit
ż durch diese Rückstellfeder 2b bereits abgebremst.
[0029] Zum Zeitpunkt t
2 setzt nun der eigentliche Regelungsvorgang ein, d.h. die Bremsphase BP wird gestartet.
Diese Bremsphase BP soll nun durch den Regler 10 in idealer Weise derart gestalten
werden, daß ein sanftes Aufsetzen des Ankers 4d auf der Spule 4a (bzw. 4b) erfolgt,
d.h. im Aufsetzzeitpunkt t
4 muß die Beschleunigung

wieder vom Wert "Null" sein.
[0030] Wie das

-t-Diagramm von Fig.3d zeigt, läßt sich dieser ideale und somit gewünschte Beschleunigungsverlauf
zwischen einem Zeitpunkt t
3 (dieser liegt später als t
2) und dem Aufsetzzeitpunkt t
4 sehr gut durch eine Gerade und zwischen den Zeitpunkten t
2 und t
3 durch eine Parabel annähern. Für t
3 < t
4 gelten daher die folgenden Zusammenhänge:



Die Formeln für ż(t) und für z(t) ergeben sich dabei aus einer zeitlichen Integration
der Beschleunigung

(t) unter Berücksichtigung der relevanten Randbedingungen, wobei "j" eine Konstante
ist.
[0031] Weiterhin werden für t
2 < t < t
3 die folgenden Zusammenhänge angesetzt:



Die Konstanten z
0, ż
0, α
0, α
1 und α
2 sind dabei aus den Stetigkeitsbedingungen für

, ż und z zum Zeitpunkt t
3 zu bestimmen, wobei zwei von diesen Konstanten frei gewählt werden können. Bevorzugt
können die Werte für α
0 sowie die Lage des Scheitelpunktes der besagten Parabel (beim Zeitpunkt t
s) innerhalb gewisser Grenzen beliebig gewählt werden.
[0032] Dabei sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es nicht unbedingt erforderlich ist,
die besagte Solltrajektorie so wie hier durch jeweils ein Stück einer Geraden sowie
einer Parabel darzustellen. Genausogut können andere mathematisch-geometrische Funktionen,
wie bspw. Polynome, eine Sinusfunktion oder ähnliches verwendet werden.
[0033] Wie sich aus der bisherigen Beschreibung ergibt, benötigt der Regler 10 für die Durchführung
seiner Funktion drei Zustandsgrößen und zwar bevorzugt die Anker-Position z, die Bewegungsgeschwindigkeit
ż des Ankers 4d sowie die Anker-Beschleunigung

. Grundsätzlich ist es möglich, diese Zustandsgrößen über geeignete Sensoren zu messen.
Um jedoch Sensoren einzusparen oder kostspielige Sensoren durch kostengünstige Sensoren
zu ersetzen, können zumindest zwei dieser Zustandsgrößen auch durch einen sog. Beobachter
11 rekonstruiert werden, der in Zusammenhang mit Fig.2 bereits kurz angesprochen wurde.
[0034] In diesem Beobachter 11 ist dem Aktuator 4 ein Aktuatormodell parallel geschaltet,
das mit einer für den Aktuator 4 wesentlichen Ist-Größe, nämlich mit der Größe des
in der jeweilige Spule 4a, 4b festgestellten Stromflusses I gespeist wird. In diesem
Beobachter 11 kann die auf dieser Basis geschätzte Ankerposition mit der tatsächlichen
gemessenen und dem Beobachter 11 zusätzlich als Eingangsgröße übermittelten Ankerposition
z verglichen werden, und die Differenz hieraus kann dann über eine Korrekturfunktion
auf die Größen bzw. sog. Zustandsgrößen des Aktuatormodells zurückgekoppelt werden.
Bei einem Modellfehler oder bei einer fehlerhafter Schätzung der Anfangszustände gleicht
der Beobachter 11 aufgrund der darin enthaltenen Korrekturfunktion die geschätzten
Werte für (hier) die Anker-Position z, die Bewegungsgeschwindigkeit ż des Ankers
4d sowie die Anker-Beschleunigung

den tatsächlichen Werten hierfür an. (Dabei sei nochmals darauf hingewiesen, daß
abweichend von der vorliegenden Erläuterung alternativ zu den genannten Werten z,
ż,

auch andere geeignete Größen bzw. Zustandsgrößen zur Charakterisierung des Aktuatorzustandes
herangezogen werden können.)
Die Auslegung der soeben genannten Korrekturfunktion kann dabei durch verschiedene
Verfahren der linearen oder nichtlinearen Regelungstheorie erfolgen und soll hier
nicht näher behandelt werden.
[0035] Ehe vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung beschrieben werden, werden zunächst
im folgenden die signifikanten Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens, resultierend
aus der Verwendung des auf eine Solltrajektorie zurückgreifenden Reglers 10, zusammengefaßt:
Die vorgeschlagene vollständige Zustandsrückführung ermöglicht prinzipiell die Darstellung
beliebig niedriger Auftreffgeschwindigkeiten des Ankers 4d auf der jeweiligen Elektromagnet-Spule
4a bzw. 4b.
Insbesondere ist es möglich, daß der Anker 4d ruckfrei (d.h. mit einer Beschleunigung

vom Wert "Null" auf die jeweilige Spule auftrifft, so daß die Geräuschbildung durch
dieses Auftreffen im Zeitpunkt t
4 minimiert wird.
Durch die vorab oder in einer geeigneten Steuerelektronik im Hintergrund berechnete
Solltrajektorie wird der Echtzeit-Rechenaufwand während des eigentlichen Regelungsvorganges
gering gehalten.
Dabei erlaubt die Berechnung der Solltrajektorie beim genannten bevorzugten Anwendungsfall
eine Adaption während des Betriebs der Brennkraftmaschine, und zwar in Abhängigkeit
von deren aktuellem Betriebszustand, wie bspw. Drehzahl, Lastmoment, Temperatur, Verschleiß
und mehr.
Ferner wird das Problem der Messung aller benötigten Größen durch den Einsatz des
Beobachters 11 basierend auf den Meßgrößen Ventilhub bzw. Ankerposition z und Spulenstrom
I gelöst.
[0036] Im folgenden wird nun ein derartiges Verfahren zur Bewegungssteuerung eines Aktuatorankers
für die Betätigung eines Brennkraftmaschinen-Hubventiles im Hinblick auf die Erzielung
weiterer Möglichkeiten ergänzt. Demzufolge sind verschiedene Solltrajektorien für
unterschiedliche Bewegungsabläufe des Ankers und/oder des Gaswechsel-Hubventiles vorgesehen.
Dabei wird für die weitere Beschreibung die sog. Solltrajektorie bildlich vereinfacht
alleine durch den gewünschten Bewegungsablauf des des Ankers 4d dargestellt und mit
der Bezugsziffer 20 bzw. 20a, 20b, 20c, .... bezeichnet.
[0037] Mit einer solchen Weiterbildung ist es somit möglich, den Anker 4d sowie das Hubventil
1 nicht nur in gewünschter Weise in deren jeweilige Endpositionen zu überführen, sondern
es sind daneben noch weitere Bewegungsabläufe der genannten Elemente umsetzbar. Beispiele
für mögliche weitere Bewegungsabläufe sind in Form von - wie bereits erwähnt vereinfacht
dargestellten - Solltrajektorien 20a, 20b, 20c in den
Figuren 4, 5 gezeigt, wobei jeweils über der Zeit t der Verlauf der Wegkoordinate z des Ankers
4d ähnlich der Darstellung der Solltrajektorie 20 in
Figur 1 abgebildet ist.
[0038] So kann neben einer das Hubventil 1 in seine vollständig geöffnete Position führenden
Solltrajektorie 20a (vgl.
Fig.4) zumindest eine in
Figur 5 gezeigte, das Hubventil 1 nur teilweise öffnende Solltrajektorie 20b vorgesehen sein.
Dabei unterscheidet sich die Darstellung nach
Figur 5 von derjenigen der
Figuren 1, 4 dadurch, daß in
Fig.5 eine Öffnungs- und eine Schließbewegung des Hubventiles 1 gezeigt ist, d.h. die Zeitachse
(t) erstreckt sich über eine längere Zeitspanne als in den
Figuren 1, 4. Bevorzugt kann dabei (wie dargestellt) das Hubventil 1 durch die dieses nur teilweise
öffnende Solltrajektorie 20b nahe seiner Schließposition gehalten werden, d.h. die
Wertänderung der Wegkoordinate z des das Hubventil 1 betätigenden Ankers 4d ist relativ
gering, so daß ausgehend vom geschlossenen Hubventil 1 bzw. ausgehend von z=z
1 (d.h. der Anker 4d liegt an der Schließer-Spule 4a an) lediglich der geringe Anker-Hub
z=z
3 bzw. die Wegkoordinate z
3 erreicht wird.
[0039] Mit einer derartigen Solltrajektorie 20b kann seitens des genannten Reglers somit
eine Schwebeposition des Ankers 4d in einer quasi fiktiven Endlage eingestellt werden,
in welcher der Anker 4d zumindest geringfügig von der ihn zuvor freigebenden Schließer-Spule
4a beabstandet bleibt. Somit wird bspw. bei einer Öffnungsbewegung des Hubventiles
1 nicht die Öffner-Spule 4b (vgl. hierzu auch
Fig.1), sondern eine fiktive Endlage, nämlich z=z
3 des Ankers 4d in der Nähe der Schließer-Spule 4a angefahren, die bspw. einem minimalen
Ventilhub des Hubventiles 1 von ca. 1 mm bis 2 mm entspricht. Wird der Anker 4d und
somit das Hubventil 1 in einer derartigen Position (bspw. z
3) in der Schwebe gehalten, so führt dies bei der dementsprechenden Betätigung eines
Brennkraftmaschinen-Einlaßventiles zu einer verbesserten Gemischaufbereitung und im
Falle einer Betätigung des Brennkraftmaschinen-Auslaßventiles zur Optimierung der
Ladungsbewegung, wie dies dem Fachmann für Brennkraftmaschinen grundsätzlich bekannt
ist.
[0040] Weiterhin kann insbesondere für den Schließvorgang des Hubventiles 1 eine den Anker
4d zumindest kurzfristig geringfügig von der entsprechenden Elektromagnetspule bzw.
Schließer-Spule 4a beabstandet haltende Solltrajektorie 20c vorgesehen sein. Wie
Figur 4 zeigt, soll hierbei wieder ausgehend von z=z
0 zunächst ein Anfahren einer ersten Quasi-Endlage des Ankers 4d erfolgen, die durch
z=z
2 definiert ist und in welcher der Anker 4d zumindest geringfügig von der ihn einfangenden
Spule 4a beabstandet bleibt, wonach eine zweite Anker-Endlage angefahren wird, die
dessen mechanischer Endlage, nämlich z=z
1 entspricht. Hiermit ist quasi ein elektronischer Ventilspielausgleich im Hubventiltrieb
der Brennkraftmaschine möglich. Demzufolge wird bei einem Schließvorgang des Brennkraftmaschinen-Hubventiles
1 der Ankers 4d zunächst zur Position z
2 hinbewegt, die dem Aufsetzen des Hubventils 1 auf seinem Ventilsitz 30 (vgl.
Fig.1) entspricht. Anschließend daran wird der Anker 4d in die Position z
1 bewegt, die seiner eigenen mechanischen Endlage entspricht, in welcher er also an
der Schließer-Spule 4a zum Anliegen kommt.
Im übrigen kann dann bei einem darauffolgenden Öffnen des Hubventils 1 zunächst eine
erste Quasi-Endlage des Ankers 4d entsprechend dem Ventilspiel (d.h. abermals die
Position z=z
2) angefahren werden und anschließend daran eine zweite Endlage, die der mechanischen
Endlage des Ankers 4d an der Öffner-Spule 4b entspricht (nämlich z=z
0), so daß der Anker 4d aufgrund bzw. nach Überwindung des Ventilspieles in der Position
z
2 möglichst sanft auf den Schaft des Hubventiles 1 auftrifft.
[0041] Statt der mechanischen Endlagen des Ankers 4d an den Elektromagnetspulen 4a, 4b können
im übrigen generell fiktive oder sog. Quasi-Endlagen des Ankers 4d (zwischen z
0 und z
1 liegend) angefahren werden, d.h. es sind hier figürlich nicht dargestellte Solltrajektorien
vorgesehen, die das Hubventil 1 bspw. in dessen Endpositionen bewegen und dabei den
Anker 4d von der jeweiligen Elektromagnetspule 4a oder 4b beabstandet halten. Hierdurch
wird somit eine sog. Schwebeposition des Ankers 4d in einer fiktiven oder Quasi-Endlage
eingestellt, in welcher der Anker 4d zumindest geringfügig von der ihn einfangenden
Spule 4a bzw. 4b beabstandet bleibt. Somit wird anstelle der mechanischen Endlage
des Ankers 4d beim Öffnen und/oder beim Schließen des Hubventiles 1 eine fiktive Endlage
vor der jeweiligen Elektromagnet-Spule 4a bzw. 4b angefahren, und der Anker in dieser
Zwischenposition durch den eingangs genannten, die entsprechende Solltrajektorie verarbeitenden
Regler in der Schwebe gehalten. Da dann kein Auftreffen des Ankers 4d auf der jeweiligen
Spule 4a bzw. 4b stattfindet, wird hierdurch die Geräuschentwicklung im Ventiltrieb
erheblich reduziert.
[0042] Wie bereits eingangs erläutert, werden diese verschiedenen Solltrajektorien 20, 20a,
20b, 20c, .... in einem elektronischen Regler verarbeitet, der eine dementsprechende
Beaufschlagung der jeweiligen Elektromagnetspule 4a und/oder 4b mit einem geeigneten
Spannungs-Taktverhältnis veranlaßt. Um eine hohe Robustheit dieses Reglers zu gewährleisten,
werden sämtliche vorgesehenen Solltrajektorien 20, ..... als eine Menge von Betriebszuständen
definiert, in denen das geregelte System, nämlich der elektromagnetische Ventiltrieb
für das Gaswechsel-Hubventil 1, das gewünschte Verhalten aufweist. Nun muß dafür gesorgt
werden, daß dieses betrachtete System entsprechend der jeweils gewünschten Solltrajektorie
in den gewünschten Betriebszustand gebracht wird und diesen bis zum Abschluß des jeweiligen
Bewegungsablaufes auch nicht mehr verläßt. Dies kann unter geeigneten Voraussetzungen
durch ein unstetiges Stellsignal analog zu einem Zweipunktregler erreicht werden.
Unter gewissen Voraussetzungen können die gewünschten Betriebszustände unabhängig
von Abweichungen oder Störungen gewählt werden, so daß das geregelte System weitgehend
unabhängig von Abweichungen und Störungen ist.
[0043] Im folgenden die signifikanten Vorteile dieses Verfahrens zusammengestellt, welches
einen auf verschiedene Solltrajektorien 20, 20a, 20b, 20c, .... zurückgreifenden Reglers
verwendet:
Die vorgeschlagene vollständige Zustandsrückführung ermöglicht bereits prinzipiell
die Darstellung beliebig niedriger Auftreffgeschwindigkeiten des Ankers 4d auf der
jeweiligen Elektromagnet-Spule 4a bzw. 4b. Wenn jedoch der Anker 4d überhaupt nicht
mehr auf den jeweiligen Spulen 4a, 4b aufsetzt, verschwindet das damit verbundene
Aufsetzgeräusch vollständig. Weiterhin werden die durch das Aufsetzen ansonsten verursachten
Verschleißerscheinungen weitgehend eliminiert.
Innerhalb gewisser Grenzen, die u.a. auch durch die Rückstellfedern 2a, 2b und durch
die magnetische Auslegung insgesamt bestimmt werden, kann der Hub des Aktuators 4
und somit auch des Hubventiles 1 beliebig eingestellt und für jeden einzelnen Öffnungs-
und Schließvorgang verändert werden.
[0044] Schließlich kann auf den ansonsten bei einem mechanischen Brennkraftmaschinen-Hubventiltrieb
erforderlichen hydraulischen Ventilspielausgleich verzichtet und das (vorhandene,
da stets erforderliche) Ventilspiel elektromagnetisch ausgeglichen werden.
[0045] Allgemein ausgedrückt wurde bisher beschrieben, daß der Anker des elektromagnetischen
Aktuators hinsichtlich seiner Bewegung derart gesteuert wird, daß die an der dem Anker
näherliegenden und folglich bestromten Spule anliegende elektrische Spannung getaktet
geregelt wird und das Spannungs-Taktverhältnis von einem Regler anhand einer die Anker-Sollbewegung
beschreibenden Solltrajektorie bestimmt wird. Dabei können der Regler und/oder die
Solltrajektorien an unterschiedliche Betriebszustände der Brennkraftmaschine angepaßt
sein. Es wurde auch bereits erwähnt, daß die Berechnung der Solltrajektorie eine Adaption
auch während des Betriebs der Brennkraftmaschine erlaubt, und zwar in Abhängigkeit
von deren aktuellen Betriebszustand, wie bspw. Drehzahl, Lastmoment, Temperatur, Verschleiß
und mehr. Tatsächlich hängt nämlich das dynamische Verhalten des Aktuators insbesondere
aufgrund der auf das Gaswechsel-Hubventil einwirkenden Gaskräfte wesentlich vom Lastzustand
und von der Drehzahl der Brennkraftmaschine ab. Außerdem können Änderungen der Bauteil-Temperaturen
und insbesondere der Temperatur des Brennkraftmaschinen-Schmieröles sowie allgemein
Verschleißerscheinungen zu einer Veränderung der mechanischen Eigenschaften des Aktuators
führen.
[0046] Im folgenden wird nun aufgezeigt, wie zumindest eine der genannten Anpassungen auf
besonders effiziente Weise durchgeführt werden kann. Demnach kann insbesondere die
Anpassung an unterschiedliche Brennkraftmaschinen-Betriebszustände hinsichtlich ihrer
Art vorab anhand eines numerischen Optimierungsalgorithmus erfolgen und in einer elektronischen
Steuereinheit abgelegt sein. Ferner kann eine zusätzliche Anpassung des Reglers und/oder
der Solltrajektorien an sich ändernde äußere Randbedingungen bei Betrieb der Brennkraftmaschine
in einem zumindest zeitweise ablaufendem Hintergrundprozeß erfolgen.
[0047] Die Anpassung an unterschiedliche Brennkraftmaschinen-Betriebsbedingungen soll somit
vorab erfolgen, so daß das Ergebnis dieser Anpassung in einer elektronischen Steuereinheit
fix abgelegt werden kann. In Abhängigkeit vom aktuellen Betriebszustand der Brennkraftmaschine
arbeitet dann der Regler mit der entsprechenden Anpassung bzw. greift auf eine diesem
Betriebszustand angepaßte Solltrajektorie zurück. Die Tatsache der Vorab-Anpassung
besagt dabei, daß diese Anpassung anhand von Simulationen und/oder anhand von Prüfstands-Messungen
durchgeführt werden kann.
[0048] Grundsätzlich wird für diese Anpassung die Verwendung eines numerischen Optimierungsalgorithmus
vorgeschlagen. Insbesondere soll der gesamte Regelungsprozeß für die Anker-Bewegung
anhand zumindest eines geeigneten Gütekriteriums optimiert werden. Ein Beispiel für
ein derartiges Gütekriterium ist die Auftreffgeschwindigkeit des Ankers auf die ihn
aktuell einfangende Elektromagnet-Spule, oder die Anker-Beschleunigung im Zeitpunkt
des Auftreffens.
[0049] Insbesondere die Anpassung an sich ändernde Randbedingungen soll jedoch bei Betrieb
der Brennkraftmaschine in einem zumindest zeitweise ablaufenden Hintergrundprozeß
erfolgen. Hierbei ist sicherzustellen, daß von der entsprechenden elektronischen Steuereinheit
eine ausreichende Rechenkapazität zur Verfügung gestellt wird um diese sog. laufende
Adaption zu ermöglichen.
[0050] Durch die zusätzlich vorgeschlagenen Maßnahmen wird somit ein Betrieb der Regelung
bzw. des Bewegungssteuerungs-Verfahrens für den Aktuator auch bei verschiedenen Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine sichergestellt. Darüberhinaus wird eine Veränderung der mechanischen
Eigenschaften aufgrund äußerer Einflüsse in der Regelung berücksichtigt. Jedoch kann
dies sowie eine Vielzahl weiterer Details durchaus abweichend von der obigen Beschreibung
gestaltet sein, ohne den Inhalt der Patentansprüche zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
[0051]
1 Hubventil
2a Ventilschließfeder = (erste) Rückstellfeder
2b Ventilöffnungsfeder = (zweite) Rückstellfeder
3 Ventilspielausgleichselement
4 Aktuator
4a Elektromagnet-Spule = Schließer-Spule
4b Elektromagnet-Spule = Öffner-Spule
4c Stößelstange
4d Anker
10 Regler
11 Beobachter
20 Solltrajektorie
20a Solltrajektorie für 4d, die 1 in die Schließposition bewegt
20b Solltrajektorie für 4d, die an 1 nur geringen Hub erzeugt
20c Solltrajektorie für 4d, die das Ventilspiel berücksichtigt
21 Beobachter
30 Ventilsitz (von 1)
BP Bremsphase
FP Fangphase
HP Haltephase
I Stromfluß in 4a, 4b
U elektrische Spannung an 4a, 4b
t Zeit
t
1 Anfangszeitpunkt der Fangphase FP
t
2 Endzeitpunkt der Fangphase = Anfangszeitpunkt der Bremsphase BP
t
4 Aufsetzzeitpunkt des Ankers auf der Spule
z Position des Ankers 4d = Wegkoordinate der Anker-Position
ż Bewegungsgeschwindigkeit des Ankers 4d

Ankerbeschteunigung
1. Verfahren zur Bewegungssteuerung eines Ankers (4d) eines elektromagnetischen Aktuators
(4), insbesondere zur Betätigung eines Gaswechsel-Hubventiles (1) einer Brennkraftmaschine,
wobei der Anker (4d) oszillierend zwischen zwei Elektromagnet-Spulen (4a, 4b) jeweils
gegen die Kraft zumindest einer Rückstellfeder (2a, 2b) durch alternierende Bestromung
der Elektromagnet-Spulen (4a, 4b) bewegt wird, und wobei mit einer Annäherung des
Ankers (4d) an die zunächst bestromte Spule (4a oder 4b) während des sogenannten Fangvorganges
die an der den Anker (4d) einfangenden Spule (4a, 4b) anliegende elektrische Spannung
(U) reduziert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Fangphase (FP) des Fangvorganges eine Bremsphase (BP) anschließt, in
welcher bis zum Auftreffen des Ankers (4d) auf die Spule (4a, 4b) an diese getaktet
elektrische Spannung (U) angelegt wird, wobei die jeweiligen Schalt-Zeitpunkte und
das Spannungs-Taktverhältnis von einem Regler (10) anhand einer die Anker-Sollbewegung
beschreibenden Solltrajektorie (20) bestimmt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß getaktet entweder ein betragsmäßig konstanter positiver oder negativer Spannungswert
oder der Spannungswert "Null" an die den Anker (4d) einfangende Spule (4a, 4b) angelegt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regler (10) parallel zur Ankerbewegung ermittelte Schätzwerte (21) für diese
mit der Solltrajektorie (20) vergleicht.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Solltrajektorie (20) über der Zeit Werte für den Hub (z), für die Geschwindigkeit
(ż) und für die Beschleunigung (

) des Ankers (4d) enthält.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Solltrajektorie (20) unter anderem aus der Randbedingung, daß die Beschleunigung
(

) des Ankers (4d) zum Zeitpunkt des Auftreffens auf der Elektromagnet-Spule (4a, 4b)
den Wert "Null" haben soll, berechnet wird.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß verschiedene Solltrajektorien (20a, 20b, 20c, ....) für unterschiedliche Bewegungsabläufe
des Ankers (4d) und/oder des Gaswechsel-Hubventiles (1) vorgesehen sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß neben einer das Hubventil (1) in seine vollständig geöffnete Position führenden Solltrajektorie
(20a) zumindest eine das Hubventil (1) nur teilweise öffnende Solltrajektorie (20b)
vorgesehen ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hubventil (1) durch die dieses nur teilweise öffnende Solltrajektorie (20b) nahe
seiner Schließposition gehalten wird.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß für den Schließvorgang des Hubventiles (1) eine den Anker (4d) zumindest kurzfristig
geringfügig von der entsprechenden Elektromagnetspule (4a) beabstandet haltende Solltrajektorie
(20c) vorgesehen ist.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Solltrajektorien (20) vorgesehen sind, die das Hubventil (1) in dessen Endpositionen
bewegen und dabei den Anker (4d) von der jeweiligen Elektromagnetspule (4a oder 4b)
beabstandet halten.
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Regler (10) und/oder
der Solltrajektorien (20a, 20b, 20c,...) an unterschiedliche Betriebszustände der
Brennkraftmaschine angepaßt ist/sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Art der Anpassung anhand eines numerischen Optimierungsalgorithmus vorab erfolgt
und in einer elektronischen Steuereinheit abgelegt ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
wobei der Regler (10) und/oder die Solltrajektorien (20a, 20b, 20c) zusätzlich an
sich ändernde äußere Randbedingungen angepaßt wird/werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung bei Betrieb der Brennkraftmaschine in einem zumindest zeitweise ablaufendem
Hintergrundprozeß erfolgt.
1. A method for controlling the movement of an armature (4d) of an electromagnetic actuator
(4), especially for operating a charge cycle lifting valve (1) of an internal-combustion
engine, in which the armature (4d) oscillates between two solenoid coils (4a, 4b)
in each case against the force of at least one restoring spring (2a, 2b) by alternately
energising the solenoid coils (4a, 4b) and with an approach of the armature (4d) to
the firstly energised coil (4a or 4b), during the so-called capturing operation, the
electric voltage (U) which is applied to the coil (4a, 4b) capturing the armature
(4d) is reduced, characterised in that a braking phase (BP) follows the capturing phase (FP) of the capturing operation,
in which braking phase an electric voltage (U) is applied in a switched manner to
the coil (4a, 4b) until the armature (4d) impacts thereon, the respective switching
points in time and the voltage-switching ratio being determined by a controller (10)
with the aid of a desired trajectory (20) describing the desired armature movement.
2. A method according to claim 1, characterised in that either a constant positive or negative voltage value in terms of amount or the voltage
value "zero" are applied in a switched manner to the coil (4a, 4b) capturing the armature
(4d).
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the controller (10) compares estimated values (21) for the armature movement determined
in parallel with the armature movement with the desired trajectory (20).
4. A method according to any one of the preceding claims,
characterised in that the desired trajectory (20) over the time contains values for the lift (z), for the
speed (ż) and for the acceleration (

) of the armature (4d).
5. A method according to any one of the preceding claims,
characterised in that the desired trajectory (20) is calculated
inter alia from the marginal condition that the acceleration (

) of the armature (4d) should have the value "zero" at the point in time of impact
on the solenoid coil (4a, 4b).
6. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that various desired trajectories (20a, 20b, 20c, and so on) are provided for different
movement sequences of the armature (4d) and/or of the charge cycle lifting valve (1).
7. A method according to claim 6, characterised in that apart from a desired trajectory (20a) guiding the lifting valve (1) into its completely
open position, at least one desired trajectory (20b) only partially opening the lifting
valve (1) is provided.
8. A method according to claim 7, characterised in that the lifting valve (1) is held close to its closing position by the desired trajectory
(20b) opening it only partially.
9. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that a desired trajectory (20c) keeping the armature (4d) at least briefly at a slight
distance from the corresponding solenoid coil (4a) is provided for the closing operation
of the lifting valve (1).
10. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that desired trajectories (20) are provided which move the lifting valve (1) into the
end positions thereof and in the process keep the armature (4d) at a distance from
the respective solenoid coil (4a or 4b).
11. A method according to any one of the preceding claims, wherein the controller (10)
and/or the desired trajectories (20a, 20b, 20c, and so on) are adapted to different
operating states of the internal-combustion engine, characterised in that the type of adaptation takes place in advance with the aid of a numerical optimising
algorithm and is filed in an electronic control unit.
12. A method according to claim 11, wherein the controller (10) and/or the desired trajectories
(20a, 20b, 20c) is/are also adapted to changing external marginal conditions, characterised in that the adaptation takes place during operation of the internal-combustion engine in
a background process running at least intermittently.
1. Procédé pour la commande du mouvement d'un induit (4d) d'un actionneur électromagnétique
(4), en particulier pour l'actionnement d'une soupape de distribution des gaz (1)
d'un moteur à combustion interne, dont l'induit (4d) est déplacé en oscillation entre
deux bobines d'électro-aimants (4a, 4b), à chaque fois à l'encontre de la force d'au
moins un ressort de rappel (2a, 2b), par alimentation alternée des bobines d'électro-aimants
(4a, 4b), et lorsque l'induit (4d) se rapproche de la bobine alimentée initialement
(4a ou 4b), pendant ce qu'on appelle le processus d'attraction, la tension électrique
(U) appliquée à la bobine (4a, 4b) qui attire l'induit est réduite,
caractérisé en ce qu'
à la phase d'attraction (FP) du processus d'attraction, fait suite une phase de freinage
(BP) dans laquelle, jusqu'au moment de l'impact de l'induit (4d) sur la bobine (4a,
4b), une tension électrique (U) commandée par cycles est appliquée à cette bobine,
les instants de commutation et le rapport de cycle de la tension étant déterminés
ici par un régulateur (10) sur la base d'une trajectoire de consigne (20) qui décrit
le déplacement de consigne de l'induit.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on applique par cycles, soit une valeur de tension positive, soit une valeur de tension
négative, soit la valeur de tension "zéro" sur la bobine 4a ou 4b qui attire l'induit 4d.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le régulateur (10) compare à la trajectoire de consigne (20) des valeurs estimées
(21) obtenues parallèlement au déplacement de l'induit pour ce déplacement.
4. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que (

)
la trajectoire de consigne (20) contient, en fonction du temps, des valeurs pour la
course (z), pour la vitesse (
Ż) et pour l'accélération (

) de l'induit (4d).
5. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la trajectoire de consigne (20) est calculée, entre autres, sur la base de la condition
marginale consistant en ce que l'accélération de l'induit (4d) doit avoir la valeur « zéro » à l'instant de l'impact
sur la bobine d'électro-aimant (4a, 4b).
6. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
différentes trajectoires de consigne (20a, 20b, 20c, ...) sont prévues pour différents
déroulements du déplacement de l'induit (4d) et/ou de la soupape (1) de distribution
des gaz.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce qu'
il est prévu, en supplément d'une trajectoire de consigne (20a) qui amène la soupape
(1) à sa position entièrement ouverte, au moins une trajectoire de consigne (20b)
qui ouvre seulement partiellement la soupape (1).
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la soupape (1) est maintenue près de sa position de fermeture par la trajectoire de
consigne (20b) qui l'ouvre seulement partiellement.
9. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
pour le processus de fermeture de la soupape (1), est prévue une trajectoire de consigne
(20c) qui maintient l'induit (4d) au moins brièvement légèrement espacé de la bobine
d'électro-aimant correspondante (4a).
10. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu des trajectoires de consigne (20) qui amènent la soupape (1) dans ses
positions extrêmes et, en même temps, maintiennent l'induit (4d) espacé de la bobine
d'électro-aimant correspondante (4a ou 4b).
11. Procédé selon une des revendications précédentes,
selon lequel
le régulateur (10) et/ou les trajectoires de consigne (20a, 20b, 20c, ...) est ou
sont adaptés à différents états de fonctionnement du moteur à combustion interne,
caractérisé en ce que
le mode de l'adaptation a été exécuté au préalable au moyen d'un algorithme d'optimisation
numérique et est enregistré dans une unité de commande électronique.
12. Procédé selon la revendication 11,
selon lequel
le régulateur (10) et/ou les trajectoires de consigne (20a, 20b, 20c) est ou sont
adaptés en supplément à des conditions marginales extérieures variables,
caractérisé en ce que
l'adaptation s'effectue pendant le fonctionnement du moteur à combustion interne,
dans un processus d'arrière-plan qui se déroule au moins temporairement.