[0001] Die Erfindung betrifft eine Fadenbremse mit einem beweglichen, plattenförmigen Bremselement,
das mittels Belastungsmitteln an ein stationäres Bremselement andrückbar ist, um einen
zwischen den Bremselementen laufenden Faden zu bremsen.
[0002] Fadenbremsen der eingangs genannten Art sind aus der FR-A 1 161 662, der IT 593 034
und der FR-A 2 300 734 bekannt. Bei diesen Bauarten wird das bewegliche Bremselement
mittels seines Eigengewichtes, mittels einer durch magnetische Mittel einstellbaren
Kraft und/oder mittels einer durch Druckluftmittel einstellbaren Kraft gegen ein stationär
angeordnetes Bremselement gedrückt. Derartige Fadenbremsen haben den Nachteil, daß
sie zu Beschädigungen und/oder Brüchen von Fäden führen können, insbesondere, wenn
die Fäden Noppen oder Dickstellen und/oder andere Unregelmäßigkeiten aufweisen.
[0003] Aus der DE 21 30 670 ist eine Fadenbremse bekannt, die mit zwei Paaren von beweglichen,
plattenförmigen Bremselementen versehen ist. Diese Bremselemente sind jeweils auf
zwei Stifte klemmfrei aufgesteckt, wozu sie mit entsprechend großen Aussparungen versehen
sind. Zwischen den beiden Paaren von Bremselementen ist ein Elektromagnet angeordnet,
dessen Anker mit einer Brücke versehen ist, die jeweils an den äußeren Bremselementen
anliegt und diese gegen die jeweils inneren Bremselemente andrückt.
[0004] Es ist weiter ein Fadenspanner oder eine Fadenbremse aus der GB-A 20 93 488 bekannt,
der zwei plattenförmige Bremselemente aufweist, zwischen denen der zu bremsende Faden
läuft. Diese Fadenbremse enthält einen Elektromagneten, der zwei Pole bildet. An den
beiden Polen liegt ein erstes plattenförmiges Bremselement an, das aus nicht magnetisierbarem
Material besteht. Das zweite, äußere Bremselement besteht aus magnetisierbarem Material
und kann mittels der Magnetkraft an das aus nicht magnetisierbarem Material bestehende
Bremselement herangezogen werden. Die beiden plattenförmigen Bremselemente sind im
wesentlichen vertikal ausgerichtet und auf zwei Bolzen aufgesteckt. Die Bewegungsbahn
des zu bremsenden Fadens verläuft horizontal im wesentlichen in der Mitte von beiden
Bremselementen.
[0005] Aus der CH-A 68 21 48 ist eine Fadenbremse bekannt, mittels der zwei parallel laufende
Fäden jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Stellen gebremst werden können. Jede Bremsstelle
weist drei plattenförmige Bremselemente auf, d.h. ein mittleres Bremselement und zwei
äußere Bremselemente. Die Fäden laufen beidseits des mittleren Bremselementes, so
daß sie jeweils zwischen dem mittleren und einem äußeren Bremselement gebremst werden
können. Die drei Bremselemente sind mit einem parallel zur Bewegungsbahn des Fadens
verlaufenden Rand in einer hakenförmigen Führung gehalten. Eines der beiden äußeren
Bremselemente liegt jeweils an einer Wand einer Halterung an. Das gegenüberliegende
äußere Bremselement ist mittels einstellbarer Federkraft belastet und in Richtung
zu dem mittleren und dem anderen äußeren Bremselement andrückbar. Die Bewegungsbahn
der Fäden liegt zwischen dem in den Hakenführungselementen geführten Rand der Bremselemente
und der Angriffsstelle für die Belastungskraft.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenbremse der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß die Gefahr von Beschädigungen und/oder Brüchen von Fäden verringert
ist, auch wenn diese Fäden Noppen, Dickstellen, Dünnstellen oder andere Unregelmäßigkeiten
aufweisen.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Faden entlang einer Bewegungsbahn zwischen
den Bremselementen geführt ist, daß das plattenförmige Bremselement quer zur Bewegungsbahn
des Fadens das stationäre Bremselement überragt und in Abstand zu der Bewegungsbahn
des Fadens kippbar mittels einer Kippachse abgestützt ist, die im wesentlichen parallel
zur Bewegungsbahn des Fadens ausgerichtet ist.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Fadenbremse kann das bewegliche Bremselement in einfacher
Weise um die vorgegebene Kippachse kippen, wenn Noppen oder andere Unregelmäßigkeiten
eines Fadens zwischen die Bremselemente einlaufen, so daß diese weitgehend ohne sprunghaftes
Ansteigen der Bremskraft oder ohne wesentliche Behinderung durch die Fadenbremse laufen
können.
[0009] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das plattenförmige
Bremselement mittels zwei Stiften gehalten ist, die im wesentlichen lotrecht zu dem
stationären Bremselement und in Bewegungsrichtung des zu bremsenden Fadens in Abstand
zueinander angeordnet sind, von welchen der in Bewegungsrichtung des Fadens erste
Stift auf der der Bewegungsbahn des Fadens zugewandten Seite und der zweite Stift
auf der der Bewegungsbahn des Fadens abgewandten Seite der Kippachse angeordnet sind,
und daß das plattenförmige Bremselement mit die Stifte mit Spiel umgebenden Aussparungen
versehen ist. Bei dieser Ausführungsform wird die Kippachse des plattenförmigen Bremselementes
durch die Berührungspunkte bestimmt, an der die Aussparungen des plattenförmigen Bremselementes
die Stifte berühren. Diese Ausführungsform bietet Vorteile bezüglich des Kippens des
beweglichen Bremselementes. Bei dieser Ausführungsform ist die Kippachse festgelegt,
wobei auch das Drehmoment aufgefangen wird, mit welchem der laufende Faden das bewegliche
Bremselement beaufschlagt.
[0010] Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung wird vorgesehen, daß die Kippachse mit
einem im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung des Fadens verlaufenden Rand
des stationären Bremselementes zusammenfällt.
[0011] Bei einer anderen Ausführungsform wird vorgesehen, daß die Kippachse mit einem im
wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung des Fadens verlaufenden Rand eines das
stationäre Bremselement einfassenden Steges eines Halteteils zusammenfällt. In beiden
Fällen wird sichergestellt, daß auch im Bereich zwischen den Stiften das plattenförmige
Bremselement an einer definierten Kippachse anliegt.
[0012] Der Rand, der außerhalb des Bereiches der Stifte die Kippachse definiert kann geradlinig
verlaufen. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgesehen, daß der Rand des
stationären Bremselementes oder der Rand des das stationäre Bremselement einfassenden
Steges im wesentlichen lotrecht zur Bremsfläche der Bremselemente konvex gekrümmt
ist. Das vereinfacht die Kippbewegung des beweglichen Bremselementes.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Bremselemente im wesentlichen vertikal
und die Kippachse im wesentlichen horizontal ausgerichtet. Diese Anordnung ist von
Vorteil bezüglich der Kippbewegung des beweglichen Bremselementes, da dessen Eigengewicht
wenig Einfluß auf die Kippbewegung hat und somit ein relativ schweres bewegliches
Bremselement eingesetzt werden kann. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn die Belastungsmittel
einen Elektromagneten enthalten.
[0014] Bevorzugt wird vorgesehen, daß als Belastungsmittel für das aus magnetisierbarem
Material bestehende plattenförmige Bremselement eine Feder mit vorzugsweise einstellbarer
Belastungskraft und ein schaltbarer Elektromagnet dienen. In bevorzugter Weiterbildung
wird vorgesehen, daß der Elektromagnet zwei Pole aufweist, die auf der Seite des stationären
Bremselementes beidseits der Bewegungsbahn des Fadens angeordnet sind. Dabei ist es
zweckmäßig, wenn einer der Pole des Elektromagneten annähernd im Bereich der Kippachse
angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, daß das bewegliche Bremselement auch bei einer
Belastung mittels des Elektromagneten noch um die Kippachse kippen kann.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird weiter vorgesehen, daß das stationäre
Bremselement und/oder das bewegliche Bremselement in einem Einlaufbereich für den
zu bremsenden Faden mit einer Einlaufschrägen versehen sind. Dies ist von Vorteil
für das Durchlaufen des Fadens durch die Fadenbremse.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die Kippachse - in der
Draufsicht gesehen - in einem sich in Bewegungsrichtung des Fadens verjüngenden Winkel
zur Bewegungsbahn des Fadens ausgerichtet ist. Eine in die Fadenbremse einlaufende
Verdickung kann dann das bewegliche Bremselement relativ leicht kippen.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele.
- Fig. 1
- zeigt in schematischer Darstellung eine Greiferwebmaschine mit mehreren erfindungsgemäßen
Fadenbremsen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht in größerem Maßstab einer erfindungsgemäßen Fadenbremse,
- Fig. 3
- eine Explosionszeichnung der Fadenbremse nach Fig. 2 (ohne eine federnde Belastungseinrichtung),
- Fig. 4
- eine Frontansicht der erfindungsgemäßen Fadenbremse nach Fig. 2 und 3 (ohne federnde
Belastungseinrichtung),
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die Fadenbremse nach Fig. 2 bis 4,
- Fig. 6
- eine teilweise geschnitte Darstellung der Fadenbremse nach Fig. 2 bis 5,
- Fig. 7
- einen Teilschnitt entsprechend Fig. 6 in größerem Maßstab während des Durchlaufens
einer Dickstelle,
- Fig. 8
- einen Teilschnitt entsprechend Fig. 7 auf eine abgewandelte Ausführungsform während
des Durchlaufens des Fadens durch die Fadenbremse und
- Fig. 9
- eine Draufsicht ähnlich Fig. 5 auf eine abgewandelte Ausführungsform einer Fadenbremse.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte Greiferwebmaschine besitzt einen Gebergreifer 1 und einen
Nehmergreifer 2, mittels denen Schußfäden 3, 4, 5 in ein Webfach 6 eingebracht werden.
Das Webfach wird aus Kettfäden 7 gebildet, die mittels nicht dargestellten Fachbildungsmitteln
angehoben und abgesenkt werden. Die Schußfäden werden mittels Nadeln 9, 10, 11 einer
Fadenzuführeinrichtung 8 dem Gebergreifer 1 zugestellt, von dem Gebergreifer 1 aufgenommen,
mittels einer Schußfadenschere 12 im Bereich einer an der Eintragsseite 13 befindlichen
Führung 14 im Bereich der Webkante 15 abgeschnitten und dann mittels des Gebergreifers
1 bis etwa in die Mitte des Webfaches 6 gebracht. Der Nehmergreifer 2 bewegt sich
von der gegenüberliegenden Seite 16 her im wesentlichen synchron zu dem Gebergreifer
1 in das Webfach 6 hinein und wieder aus ihm hinaus. Im wesentlichen in der Mitte
des Webfaches 6 wird der jeweilige Schußfaden von dem Nehmergreifer 2 aus dem Gebergreifer
1 entnommen und von dem Nehmergreifer 2 zur gegenüberliegenden Seite 16 des Webfaches
6 transportiert. Danach wird der Schußfaden auf dieser Seite von dem Nehmergreifer
freigegeben und anschließend von dem Webblatt 17 an dem Warenrand des Gewebes 18 angeschlagen,
wonach sie von den Kettfäden 7 eingebunden werden. Der Gebergreifer 1 und der Nehmergreifer
2 sind jeweils auf angetriebenen Greiferbändern 19, 20 angeordnet, mittels denen sie
in das Webfaches 6 hinein- und aus diesem wieder herausbewegt werden.
[0019] Die Schußfäden 3, 4, 5 laufen von Spulen 21 über Vorabwickler 22, Fadenbremsen 23,
Fadenwächter 24 und die Nadeln 9, 10, 11 zu der Eintragsseite 13. Eine Steuereinrichtung
25 steuert die Vorabwickler 22, die Fadenbremsen 23 und die Nadeln 9, 10, 11 der Fadenzuführungseinrichtung.
Außerdem empfängt sie von den Fadenwächtern 24 Fadenbruchsignale. Die Fadenbremsen
23, die Fadenzuführeinrichtung 8, die Steuereinheit 25, der Fadenwächter 24 und die
Spulen 21 sind an einem Rahmen 26 angebracht. An diesem Rahmen sind auch die Vorspulgeräte
22 mittels nicht dargestellter Halterungen befestigt.
[0020] In Fig. 1 ist noch eine Welle 27 dargestellt, die sich synchron mit der Hauptantriebswelle
der Greiferwebmaschine dreht. Um die Winkelposition dieser Welle 27 zu bestimmen ist
auf ihr eine Encoderscheibe 28 vorgesehen, die mit einem Sensor 29 zusammenarbeitet,
der an die Steuereinheit 25 angeschlossen ist. Der Sensor 29 gibt in die Steuereinheit
Signale ein, die die Winkelposition der Welle 27 repräsentieren. An die Steuereinheit
25 ist desweiteren eine Eingabeeinrichtung 30 angeschlossen, mit der Daten zur Steuerung
der Fadenbremsen 23 eingegeben werden, um auch die Fadenbremsen in Abhängigkeit von
der Winkelposition der Welle 27 und somit synchron zu dem Betrieb der Greiferwebmaschine
und/oder in Abhängigkeit von dem Bewegungsverlauf des in ein Webfach 6 eingetragenen
Schußfadens zu steuern. Eine derartige Steuerung ist beispielsweise aus der US 5 002
098 bekannt, so daß sie hier nicht weiter erläutert wird.
[0021] Die Fadenbremsen 23, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, sind in Fig.
2 bis 7 dargestellt. Eine Fadenbremse 23 enthält zwei Bremselemente 31, 32, zwischen
denen ein Schußfaden 3 gebremst werden kann. Ein Bremselement 31 ist stationär angeordnet,
während das andere Bremselement 32 beweglich ist. Die Bremselemente 31, 32 sind wenigstens
in dem Bereich, in welchem sie mit dem Schußfaden 3 in Berührung kommen, aus verschleißfestem
Material oder mit einer verschleißfesten Beschichtung versehen. Die Fadenbremse 23
enthält ferner Belastungsmittel, um die Bremselemente 31, 32 aneinander zu drücken.
Diese Belastungsmittel bestehen aus einem Elektromagneten 33 und einer Feder 34, die
beide das bewegliche Bremselement 32 in Richtung zu dem stationären Bremselement 31
belasten. Die Bremselemente 31, 32 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
im wesentlichen vertikal ausgerichtet.
[0022] Das stationäre Bremselement 31 ist eine dünne, flexible Lamelle, die beispielsweise
aus einem nicht oder nur wenig magnetisierbarem Stahl gefertigt ist und die fest an
einer Halterung 35 befestigt ist. Die Halterung besteht aus nicht magnetisierbarem
Material, beispielsweise aus einem Aluminiumgußteil. Das stationäre Bremselement 31
ist im Bereich seiner beiden Enden mit Öffnungen 36 versehen, so daß es mit Hilfe
von Schrauben 37 an der Halterung 35 befestigt werden kann. Um das stationäre Bremselement
satt an eine Gegenfläche der Halterung 35 anzulegen, ist ein Spannelement 38 vorgesehen.
Das Spannelement 38 drückt mittels eines Stabes 39, insbesondere eines Gummistabes,
das lamellenförmige Bremselement 31 in eine Einkerbung 40 der Halterung 35. Selbstverständlich
ist es möglich, das Bremselement 31 auch in anderer Weise an der Halterung 35 zu befestigen,
beispielsweise mittels Anklebens an die Halterung 35.
[0023] Das bewegliche Bremselement 32 ist als eine Platte ausgeführt, deren Dicke in der
Größenordnung von 1 mm oder weniger liegt. Das Bremselement 32 ist mit zwei Aussparungen
41, 42 versehen, die in Bewegungsrichtung A des zu bremsenden Schußfadens 3 in Abstand
zueinander angeordnet sind. Diese Öffnungen 41, 42 befinden sich auch in unterschiedlichen
Abständen zu der Bewegungsbahn des zu bremsenden Schußfadens 3. Der Grund hierfür
wird noch erläutert werden. Die Halterung 35 ist mit zwei Stiften 43, 44 versehen.
Die Stifte 43, 44, die beispielsweise aus Keramik bestehen, sind an der Halterung
35 fest angebracht, beispielsweise in Bohrungen der Halterung 35 eingeklebt. Die Stifte
43, 44, die im wesentlichen lotrecht zu den Bremselementen 31, 32 ausgerichtet sind,
werden von den einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Öffnungen 41, 42 mit relativ
großem Spiel umgeben. Die Stifte 43, 44 sind ebenfalls in unterschiedlichen Abständen
zu der Bewegungsbahn des zu bremsenden Schußfadens 3 angeordnet. Wie in Fig. 4 dargestellt
ist, besitzt die Aussparung 41 eine Kante 45, die an einem Berührungspunkt 47 an dem
Stift 43 anliegt. Die Aussparung 42 besitzt ebenfalls eine Kante 46, die an einem
Berührungspunkt 48 an dem Stift 44 anliegt. Die Berührungspunkte 47, 48 bestimmen
eine Kippachse 49, um welche das plattenförmige Bremselement 32 gekippt werden kann.
Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, verlaufen bei der bevorzugten Ausführungsform die Kanten
45, 46 im wesentlichen fluchtend zueinandern, so daß sie im wesentlichen mit der Kippachse
49 zusammenfallen.
[0024] Wenn ein Schußfaden 3 mittels der Fadenbremse 23 gebremst wird, übt er ein Drehmoment
M auf das plattenförmige Bremselement 32 aus, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Dadurch wird das plattenförmige Bremselement 32 so verdreht, daß die Kante 45 der
Aussparung 41 an dem Berührungspunkt 47 mit dem Stift 43 und die Kante 46 der Aussparung
42 an dem Berührungspunkt 48 an dem Stift 44 anliegt. Wegen dieses Drehmomentes M
ist der Stift 43 auf der der Bewegungsbahn des Schußfadens 3 zugewandten Seite der
Kippachse 49 angeordnet, während der Stift 44 auf der der Bewegungsbahn des Schußfadens
3 abgewandten Seite der Kippachse 49 angeordnet ist. Aus diesem Grund sind auch die
beiden Aussparungen 41 und 42 entsprechend angeordnet, d.h. die Aussparung 41 näher
an der Bewegungsbahn des Schußfadens 3 als die Aussparung 42.
[0025] Die durch die Berührungspunkte 47, 48 des plattenförmigen Bremselementes 32 mit den
Stiften 43, 44 gebildete Kippachse 49 befindet sich in Abstand von der Bewegungsbahn
des zu bremsenden Schußfadens. Die Kippachse 49 verläuft nahezu parallel zu dessen
Bewegungsrichtung A. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist zu sehen, daß die
Kippachse 49 entsprechend der Ansicht nach Fig. 4 im wesentlichen parallel zur Bewegungsbahn
des Schußfadens 3 und in der Draufsicht nach Fig. 5 unter einem relativ kleinen Winkel
B zu dem Schußfaden 3 verläuft. Dieser relativ kleine Winkel B hat den Vorteil, daß
der Schußfaden 3 das plattenförmige Bremselement 32 um seine Kippachse kippen kann.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die Kippachse 49 im wesentlichen
horizontal.
[0026] Die Bewegungsbahn des Schußfadens 3 wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
von zwei Fadenführern 50, 51 bestimmt, die in nicht näher dargestellter Weise an der
Halterung 35 befestigt sind, beispielsweise mit Schrauben. Die Halterung 35 ist weiter
mit einer Öffnung 52 versehen, mittels der sie mit einem beispielsweise stangenförmigen
Halter an dem Rahmen 26 befestigt werden kann.
[0027] Die Feder 34, die als eine kegelstumpfförmig gewickelte Schraubenfeder ausgebildet
ist, stützt sich einerseits auf dem plattenförmigen Bremselement 32 und andererseits
an einer Einstellmutter 53 ab. Die Einstellmutter 53 ist auf eine Gewindespindel 54
aufgeschraubt, die eine im wesentlichen U-förmig gebogene Gestalt aufweist und an
der Halterung 35 befestigt ist. Beispielsweise kann sie in eine Bohrung 55 der Halterung
35 eingeklebt sein. Durch Einstellen der Einstellmutter 53 kann die Vorspannung der
Feder 34 und damit ihre Belastungskraft gewählt werden. Wie insbesondere aus Fig.
7 und 8 zu ersehen ist, überragt das plattenförmige Bremselement 32 das stationäre
Bremselement 31 auf der Seite der Kippachse 49. Die Feder 34 ist so angeordnet und
ausgerichtet, daß ihre Achse und damit der Schwerpunkt ihrer Belastungskraft auf einen
Bereich gerichtet ist, der zwischen der Bewegungsbahn des Schußfadens 3 und der Kippachse
49 liegt.
[0028] Wie insbesondere aus Fig. 6 zu ersehen ist, enthält der Elektromagnet 33 zwei gebogene
Eisenstäbe 56, 57, deren außerhalb der Halterung 35 befindlichen Enden mittels eines
Eisenstabes 58 verbunden sind. Auf diesem Eisenstab 58 ist eine Wicklung 59 vorgesehen.
Die anderen Enden der Eisenstäbe 56, 57 enden als Pole 60, 61 an dem stationären Bremselement
31. Diese Pole 60, 61 sind dabei so angeordnet, daß die Bewegungsbahn des zu bremsenden
Schußfadens 3 zwischen den beiden Polen 60, 61 liegt. Wie aus Fig. 3 und 6 zu ersehen
ist, ist die Halterung 35 mit einem Hohlraum 62 versehen, in welchem die Eisenstäbe
56 und 57 und die Pole 60, 61 liegen. Dieser Hohlraum 62 ist mit einem isolierenden
Kunststoff ausgefüllt, so daß sowohl die Eisenstäbe 56, 57 als auch der Eisenstab
58 und die Wicklung 59 schwingungsfrei gehalten sind. Die Wicklung 59 kann von der
Steuereinheit 25 zu bestimmten Zeiten mit einem definierten Strom versorgt werden,
so daß die erforderliche magnetische Kraft erzeugt wird, um das plattenförmige Bremselement
32 an die Pole 60, 61 heranzuziehen.
[0029] Der Elektromagnet 33 ist nur ein Ausführungsbeispiel. Jede Art von Spule und/oder
Kern kann als Elektromagnet eingesetzt werden, der im Bereich von Polen 60, 61 ein
Magnetfeld erzeugt, um das plattenförmige Bremselement 32 an das Bremselement 31 heranzuziehen.
[0030] Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, weist das stationäre Bremselement 31 eine etwa U-förmig
gebogene Form auf. Sein (in der Einbauposition) oberer Rand 63 ist im Bereich des
Stiftes 43 mit einer Aussparung 64 versehen, so daß der Rand 63 tangential zu der
Oberseite des Stiftes 43 verläuft, d.h. zu dem Berührungspunkt 47 mit der Kante 45
der Aussparung 41 des plattenförmigen Bremselementes 32. Das fest montierte Bremselement
31 ist ferner so angeordnet, daß sein Rand 63 tangential zur Unterseite des Stiftes
44 verläuft, d.h. zu dem Berührungspunkt 48 zwischen der Kante 46 der Aussparung 42
des plattenförmigen Bremselementes 32. Der zwischen den Stiften 43 und 44 gelegene
Abschnitt 65 des Randes 63 fällt somit im wesentlichen mit der Kippachse 49 zusammen.
Der Abschnitt 65 unterstützt somit das plattenförmige Bremselement 32, wenn dies um
seine Kippachse 49 kippt, wie dies insbesondere aus Fig. 6 und 7 zu ersehen ist. Wie
insbesondere aus Fig. 3 zu ersehen ist, ist der Pol 60 des Elektromagneten 33 in der
Nähe des Abschnittes 65 angeordnet und somit in der Nähe der Kippachse 49.
[0031] Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Fläche des plattenförmigen Bremselementes
32, die dem stationären Bremselement 31 gegenüberliegt, in dem Abschnitt im wesentlichen
eben, der von den Polen 60, 61 des Elektromagneten angezogen wird und auf den die
Feder 34 einwirkt. Der Einlaufbereich für den Schußfaden 3, d.h. der dem Fadenführer
50 zugewandte Bereich, des plattenförmigen Bremselementes 32 ist von dem stationären
Bremselement 31 hinweg gekrümmt, so daß eine Einlaufschräge für den Schußfaden 3 geschaffen
wird.
[0032] Beim Weben wird das bewegliche Bremselement 32 mittels der Feder 34 zu dem stationären
Bremselement 31 hin belastet, so daß der Schußfaden 3 zwischen den Bremselementen
31 und 32 gebremst wird. Die Feder 34 ist relativ schwach, so daß die durch die Feder
34 aufgebrachte Bremskraft relativ gering ist. Diese Bremskraft kann durch Verdrehen
der Einstellmutter 53 auf der Gewindespindel 54 eingestellt werden. Wenn während eines
Schußeintrages eine höhere Bremskraft erforderlich ist, so wird der Elektromagnet
33 angesteuert, so daß das bewegliche Bremselement 32 von dem Polen 60 und 61 angezogen
wird. Der Schußfaden 3 wird dann zwischen dem stationären Bremselement 31 und dem
beweglichen Bremselement 32 stärker geklemmt. Da das stationäre Bremselement 31 aus
einem nicht oder wenig magnetisierbaren Material besteht, kann das bewegliche Bremselement
32 mit einer relativ großen Kraft von dem Elektromagneten 33 angezogen werden.
[0033] Wenn sich der Schußfaden 3, wie dies beispielweise in Fig. 6 dargestellt ist, zwischen
dem stationären Bremselement 31 und dem beweglichen Bremselement 32 befindet, nimmt
das bewegliche Bremselement 32 eine Position ein, in der es an dem Abschnitt 65 des
Randes 63 des stationären Bremselementes 31 abgestützt ist. Dieses Abkippen ist möglich,
da oberhalb des stationären Bremselementes 31 in der Halterung 35 ein Freiraum 66
belassen ist. Das plattenförmige Bremselement 32 ist somit um die Kippachse 49 und/oder
den Abschnitt 65 des Randes 63 des stationären Bremselementes 31 leicht gekippt. Wenn
- wie dies in Fig. 7 dargestellt ist - eine Verdickung 67 des Schußfadens 3 durch
die Fadenbremse 23 läuft, so kippt diese Verdickung 67 das bewegliche Bremselement
32 von dem stationären Bremselement weiter hinweg, wobei das bewegliche Bremselement
32 um die Kippachse 49 kippt, die im wesentlichen mit dem Abschnitt 65 zusammenfällt.
Das Kippen des beweglichen Bremselementes 32 wird durch die Stifte 43, 44 nicht behindert,
da die Aussparungen 41, 42 quer zur Bewegungsrichtung A des Fadens ein relativ großes
Spiel zu den Stiften 43, 44 aufweisen. Da der Schußfaden 3 zum Bremsen zwischen den
Bremselementen 31, 32 ein Drehmoment M auf das bewegliche Bremselement 32 ausübt,
werden die Kanten 45 und 46 der Aussparungen 41 und 42 gegen die jeweiligen Stifte
43 und 44 gedrückt. Die Öffnungen 41, 42 können gegenüber den Stiften 43, 44 deshalb
relativ groß sein, ohne daß sich das bewegliche Bremselement 32 während des Betriebes
um eine horizontale Achse dreht. Die Kippachse 49 bleibt somit während des Webens
durch die Verbindungslinie zwischen dem Berührungspunkt 47 des Stiftes 43 mit der
Kante 45 der Aussparung 41 und dem Berührungspunkt 48 des Stiftes 44 mit der Kante
46 der Aussparung 42 bestimmt.
[0034] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 ist die Halterung 35 mit einem Steg 68 versehen,
der den oberen Rand des stationären Bremselementes 31 einfaßt. Dieser Steg 68 verläuft
so, wie es bei dem vorausgehend beschriebenen Ausführungsbeispiel bezüglich des Abschnittes
65 des oberen Randes 63 des stationären Bremselementes 31 beschrieben wurde. Der Steg
68 bildet somit einen oberen Rand 69, der im wesentlichen mit der Kippachse 49 zusammenfällt,
so daß das bewegliche Bremselement 32 an diesem Rand 69 abgestützt ist. Die Verwendung
eines Steges hat gegebenenfalls den Vorteil, daß das stationäre Bremselement 31 nicht
unbedingt exakt positioniert angebracht werden muß.
[0035] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 ist die dem stationären Bremselement 31 zugewandte
Fläche des beweglichen Bremselementes 32 leicht konvex gewölbt. Zumindest ist sie
auf der dem Fadenführer 50 zugewandten Einlaufseite, d.h. wo der zu bremsende Schußfaden
zuerst mit dem Bremselement 32 in Kontakt kommt von dem stationären Bremselement 31
hinweg gekrümmt. Die dem beweglichen Bremselement 32 zugewandte Fläche des stationären
Bremselementes 31 ist ebenfalls leicht konvex gekrümmt. Der obere Rand 70 des stationären
Bremselementes 31 ist somit im Bereich zwischen den Stiften 43, 44 ebenfalls leicht
konvex gekrümmt. Dies ist beim Kippen des beweglichen Bremselementes 32 von Vorteil,
da das Bremselement 32 nur über eine kurze Strecke an dem Rand 70 anliegt, so daß
das Kippen des Bremselementes 32 gegen einen relativ geringen Widerstand erfolgen
kann. Die Kippachse 49 wird auch bei dieser Ausführungsform von den Stiften 43, 44
so festgelegt, daß sie im wesentlichen parallel zu dem zu bremsenden Schußfaden 3
verläuft. In der Draufsicht nach Fig. 9 bildet die Kippachse 49 einen relativ kleinen
Winkel C mit dem zu bremsenden Schußfaden 3, so daß insgesamt die Kippachse 49 im
wesentlichen parallel zu dem zu bremsenden Schußfaden 3 verläuft und das Bremselement
32 daher in einfacher Weise gekippt werden kann.
[0036] Die Bewegungsbahn des zu bremsenden Schußfadens 3 muß nicht durch die beiden Fadenführer
50, 51 bestimmt werden, die an der Halterung 35 der Fadenbremse 23 angebracht sind.
Die Funktion des ersten Fadenführers 50 kann von einem Fadenführer am Ausgang des
Vorspulgerätes 22 und die Funktion des zweiten Fadenführers 51 kann von einem Fadenführer
des Fadenwächters 24 übernommen werden. In diesem Fall sollte der Abstand zwischen
dem Vorspulgerät 22 und der Fadenbremse 23 und der Abstand zwischen der Fadenbremse
23 und dem Fadenwächter 24 relativ klein sein.
[0037] Anstelle der Fadenführer 50, 51 in Form von Stäben oder Stangen können auch andere
Ausführungsformen von Fadenführern vorgesehen werden, beispielsweise Fadenführer in
Form von Fadenaugen.
[0038] Die Fadenbremse 23 ist im Vorstehenden nur für den Schußfaden 3 beschrieben worden.
Selbstverständlich können die Fadenbremsen 23 für die Schußfäden 4 und 5 in gleicher
Weise ausgeführt sein.
[0039] Die in den Ausführungsbeispielen dargestellte und beschriebene Fadenbremse zum Bremsen
von Schußfäden 3, 4, 5 einer Greiferwebmaschine kann selbstverständlich auch zum Bremsen
von Schußfäden bei anderen Webmaschinentypen verwendet werden, beispielsweise Luftdüsenwebmaschinen,
Wasserstrahlwebmaschinen, Projektilwebmaschinen oder beliebigen anderen Webmaschinentypen.
Darüber hinaus kann die Fadenbremse 23 auch zum Bremsen eines Fadens bei anderen Arten
von Textilmaschinen verwendet werden, beispielsweise bei Spulmaschinen, Bäummaschinen,
Strickmaschinen oder anderen Maschinenarten, bei denen ein Faden gebremst werden muß.
[0040] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die beispielhaft beschriebene und dargestellte
Ausführungsform. Der durch die Patentansprüche bestimmte Gegenstand kann auch in anderen
Formen verwirklicht werden.
1. Fadenbremse (23) mit einem beweglichen, plattenförmigen Bremselement (32), das mittels
Belastungsmitteln (33, 34) an ein stationäres Bremselement (31) andrückbar ist, um
einen zwischen den Bremselementen (31, 32) laufenden Faden (3, 4, 5) zu bremsen, wobei
der Faden (3, 4, 5) entlang einer Bewegungsbahn zwischen den Bremselementen (31, 32)
geführt ist, das plattenförmige Bremselement (32) quer zur Bewegungsbahn des Fadens
das stationäre Bremselement (31) überragt und in Abstand der Bewegungsbahn des Fadens
kippbar mittels einer Kippachse (49) abgestützt ist, die im wesentlichen parallel
zur Bewegungsbahn des Fadens (3, 4, 5) ausgerichtet ist.
2. Fadenbremse nach Anspruch 1, wobei das plattenförmige Bremselement (32) mittels zwei
Stiften (43, 44) gehalten ist, die im wesentlichen lotrecht zu dem stationären Bremselement
(31) und in Bewegungsrichtung (A) des zu bremsenden Fadens (3) in Abstand zueinander
angeordnet sind, von welchen der in Bewegungsrichtung (A) des Fadens (3) erste Stift
(43) auf der der Bewegungsbahn des Fadens (3) zugewandten Seite und der zweite Stift
(44) auf der der Bewegungsbahn des Fadens (3), abgewandten Seite der Kippachse (49)
angeordnet sind, und wobei das plattenförmige Bremselement (32) mit die Stifte (43,
44) mit Spiel umgebenden Aussparungen (41, 42) versehen ist.
3. Fadenbremse nach Anspruch 2, wobei die Aussparungen (41, 42) mit in Richtung der Kippachse
(49) verlaufenden geraden Rändern (45, 46) versehen sind.
4. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Kippachse (49) mit einem im
wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung (A) des Fadens (3) verlaufenden Rand (63,
65) des stationären Bremselementes (31) zusammenfällt.
5. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Kippachse (49) mit einem im
wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung (A) des Fadens (3) verlaufenden Rand (69)
eines das stationäre Bremselement (31) einfassenden Steges (68) einer Halterung (35)
zusammenfällt.
6. Fadenbremse nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Rand (63, 65) des stationären Bremselementes
(31) oder der Rand (69) des das stationäre Bremselement (31) einfassenden Steges (68)
geradlinig ausgebildet oder im wesentlichen lotrecht zur Bremsfläche des Bremselementes
(31) konvex gekrümmt ist.
7. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Bremselemente (31, 32) im
wesentlichen vertikal und die Kippachse (49) im wesentlichen horizontal ausgerichtet
sind.
8. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei als Belastungsmittel für das aus
magnetisierbarem Material bestehende plattenförmige Bremselement (32) eine Feder (34)
mit vorzugsweise einstellbarer Belastungskraft und ein schaltbarer Elektromagnet (33)
dienen.
9. Fadenbremse nach Anspruch 8, wobei der Elektromagnet (33) zwei Pole (60, 61) aufweist,
die auf der Seite des stationären Bremselementes (31) beidseits der Bewegungsbahn
des Fadens (3) angeordnet sind.
10. Fadenbremse nach Anspruch 9, wobei ein Pol (60) des Elektromagneten (33) wenigstens
annähernd im Bereich der Kippachse (49) angeordnet ist.
11. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das stationäre Bremselement (31)
und/oder das bewegliche Bremselement (32) in einem Einlaufbereich für den zu bremsenden
Faden (3) mit einer Einlaufschrägen versehen sind.
12. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Kippachse (49) - in der Draufsicht
gesehen - in einem sich in Bewegungsrichtung (A) des Fadens (3) verjüngenden Winkel
(B, c) zur Bewegungsbahn des Fadens (3) ausgerichtet ist.
1. Yarn brake (23) with a displaceable, plate-shaped braking element (32), which can
be applied against a stationary braking element (31) by biassing means (33, 34) in
order to brake a yarn (3, 4, 5) running between the braking elements (31, 32), wherein
the yarn (3, 4, 5) is guided along a feed path between the braking elements (31, 32),
the plate-shaped braking element (32) projecting beyond the stationary braking element
(31) transversely to the feed path of the yarn and being supported at a distance from
the feed path of the yarn so that it can be tilted by means of a pivot axis (49) aligned
substantially parallel with the feed path of the yarn (3, 4, 5).
2. Yarn brake as claimed in claim 1 wherein the plate-shaped braking element (32) is
retained by means of two pins (43, 44) which are disposed substantially perpendicular
to the stationary braking element (31) and at a distance from one another in the feed
direction (A) of the yarn (3) to be braked, the first pin (43) in the feed direction
(A) of the yarn (3) being disposed on the side of the pivot axis (49) facing the feed
path of the yarn (3) and the second pin (44) being disposed on the side of the pivot
axis (49) remote from the feed path of the yarn (3), and wherein the plate-shaped
braking element (32) is provided with cut-out sections (41, 42) enclosing the pins
(43, 44) with a clearance.
3. Yarn brake as claimed in claim 2, wherein the cut-out sections (41, 42) have straight
edges (45, 46) running in the direction of the pivot axis (49).
4. Yarn brake as claimed in one of claims 1 to 3, wherein the pivot axis (49) coincides
with an edge (63, 65) of the stationary braking element (31) running substantially
parallel with the feed direction (A) of the yarn (3).
5. Yarn brake as claimed in one of claims 1 to 3, wherein the pivot axis (49) coincides
with an edge of a land (69) of a holder (35) skirting the stationary braking element
(31) running substantially parallel with the feed direction (A) of the yarn (3).
6. Yarn brake as claimed in claim 4 or 5, wherein the edge (63, 65) of the stationary
braking element (31) or the edge (69) of the land (68) skirting the stationary braking
element (31) is straight or has a convex curvature substantially perpendicular to
the braking surface of the braking element (31).
7. Yarn brake as claimed in one of claims 1 to 6, wherein the braking elements (31, 32)
are substantially vertically and the pivot axis (49) substantially horizontally aligned.
8. Yarn brake as claimed in one of claims 1 to 7, wherein the biassing means for the
plate-shaped braking element (32) made from a magnetisable material is a spring (34)
with a preferably adjustable biassing force and a switchable electromagnet (33).
9. Yarn brake as claimed in claim 8, wherein the electromagnet (33) has two poles (60,
61) which are disposed on the side of the stationary braking element (31) on either
side of the feed path of the yarn (3).
10. Yarn brake as claimed in claim 9, wherein one pole (60) of the electromagnet (33)
is disposed at least more or less in the region of the pivot axis (49).
11. Yarn brake as claimed in one of claims 1 to 10, wherein the stationary braking element
(31) and/or the displaceable braking element (32) are provided with an inclined lead-in
in a lead-in region for the yarn (3) to be braked.
12. Yarn brake as claimed in one of claims 1 to 11, wherein the pivot axis (49) - as seen
in plan view - is oriented at a tapering angle (B, c) relative to the feed path of
the yarn (3) in the feed direction (A) of the yarn (3).
1. Frein de fil (23) avec un élément de freinage mobile (32) en forme de plaque, qui
est applicable par pression par des moyens de charge (33, 34) à un élément de freinage
stationnaire (31), pour freiner un fil (3, 4, 5) passant entre les éléments de freinage
(31, 32), où le fil (3, 4, 5) est guidé le long d'une trajectoire entre les éléments
de freinage (31, 32), l'élément de freinage (32) en forme de plaque fait saillie transversalement
à la trajectoire du fil sur l'élément de freinage stationnaire (31) et est supporté
à une distance de la trajectoire du fil d'une manière basculante au moyen d'un axe
de basculement (49) qui est orienté sensiblement parallèlement à la trajectoire du
fil (3, 4, 5).
2. Frein de fil selon la revendication 1, où l'élément de freinage (32) en forme de plaque
est retenu au moyen de deux pointes (43, 44) qui sont disposées sensiblement d'aplomb
à l'élément de freinage stationnaire (31) et dans la direction de déplacement (A)
du fil à freiner (3) à une distance l'une de l'autre, parmi lesquelles la pointe (43)
qui est la première dans la direction de déplacement (A) du fil (3) est disposée sur
le côté de l'axe de basculement (49) orienté vers la trajectoire du fil (3) et la
deuxième pointe (44) sur le côté de l'axe de basculement (49) éloigné de la trajectoire
du fil (3), et où l'élément de freinage (32) en forme de plaque est pourvu d'évidements
(41, 42) entourant les pointes (43, 44) avec du jeu.
3. Frein de fil selon la revendication 2, où les évidements (41, 42) sont pourvus de
bords droits (45, 46) s'étendant en direction de l'axe de basculement (49).
4. Frein de fil selon l'une des revendications 1 à 3, où l'axe de basculement (49) coïncide
avec un bord (63, 65) de l'élément de freinage stationnaire (31) s'étendant sensiblement
parallèlement à la direction de déplacement (A) du fil (3).
5. Frein de fil selon l'une des revendications 1 à 3, où l'axe de basculement (49) coïncide
avec un bord (69) s'étendant sensiblement parallèlement à la direction de déplacement
(A) du fil (3) d'une baguette (68), bordant l'élément de freinage stationnaire (31),
d'un support (35).
6. Frein de fil selon la revendication 4 ou 5, où le bord (63, 65) de l'élément de freinage
stationnaire (31) ou le bord (69) de la baguette (68) entourant l'élément de freinage
stationnaire (31) est réalisé en ligne droite ou est courbé d'une manière convexe
sensiblement d'aplomb à la face de freinage de l'élément de freinage (31).
7. Frein de fil selon l'une des revendications 1 à 6, où les éléments de freinage (31,
32) sont orientés sensiblement verticalement, et l'axe de basculement (49) est orienté
sensiblement horizontalement.
8. Frein de fil selon l'une des revendications 1 à 7, où sont utilisés comme moyens de
charge pour l'élément de freinage (32) en forme de plaque constitué d'un matériau
pouvant être aimanté, un ressort (34) d'une force de charge de préférence réglable
et un électro-aimant (33) apte à être commuté.
9. Frein de fil selon la revendication 8, où l'électro-aimant (33) présente deux pôles
(60, 61) qui sont disposés au côté de l'élément de freinage stationnaire (31) des
deux côtés de la trajectoire du fil (3).
10. Frein de fil selon la revendication 9, où un pôle (60) de l'électro-aimant (33) est
disposé au moins approximativement au voisinage de l'axe de basculement (49).
11. Frein de fil selon l'une des revendications 1 à 10, où l'élément de freinage stationnaire
(31) et/ou l'élément de freinage mobile (32) sont pourvus dans une zone d'entrée pour
le fil (3) à freiner d'un biais d'alimentation.
12. Frein de fil selon l'une des revendications 1 à 11, où l'axe de basculement (49),
vu de dessus, est orienté selon un angle (B, c) diminuant dans la direction de déplacement
(A) du fil (3) relativement à la trajectoire du fil (3).