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(11) |
EP 0 973 959 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.10.2001 Patentblatt 2001/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.04.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9802/000 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9846/806 (22.10.1998 Gazette 1998/42) |
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| (54) |
BESCHICHTUNGSVERFAHREN LÄNGLICHER, METALLISCHER ROHLINGE
COATING METHOD FOR ELONGATED METAL BLANKS
PROCEDE DE REVETEMENT D'EBAUCHES METALLIQUES ALLONGEES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE DK ES FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
11.04.1997 DE 19715208
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.01.2000 Patentblatt 2000/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Inter Transtech s.r.o. |
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59301 Bystrice nad Perstejnem (CZ) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PILGENRÖDER, Horst
D-42287 Wuppertal (DE)
- CAVALLARO, Vincenzo
D-42349 Wuppertal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk, Dr. et al |
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Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 323 240 US-A- 5 702 763
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US-A- 5 259 280
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten länglicher, metallischer Rohlinge
gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Buchreihe "Produktionstechnik heute" (Herausgeber Prof. Dr. Ing. H. J. Warneke)
wird im Band 14, Entgraten, Theorie, Verfahren, Anlagen von F. Schäfer auf den Seiten
93 bis 98 das sogenannte Gleitschleifen beschrieben. Eine Vielzahl von in einer drehangetriebenen
Trommel einliegenden Rohlinge gleiten während der Rotationsbewegung der Trommel aneinander
und an zugegebenen Schleifkörpern ab. Die Art des Aneinanderabgleitens ist abhängig
von der Drehzahl. Bei niedrigen Drehzahlen findet ein Aneinanderabgleiten statt. Ab
einer bestimmten Drehzahl bricht die Gleitzone in sich zusammen, Werkstücke und dort
beschriebene Schleifkörper schlagen aufeinanader. Dies und das Aneinanderabgleiten
bewirkt einen Oberflächenabtrag.
[0003] Beim gattungsgemäßen Verfahren werden Rohlinge, die mindestens zwei axial hintereinanderliegende
Abschnitte unterschiedlichen Querschnitts haben, behandelt. In einem chemischen Galvanikbad
werden auf der Oberfläche eines ersten, Kerbtäler oder dergleichen aufweisenden Abschnitts
in eine metallische Einfassungsschicht über die Schichtoberfläche ragende Hartstoffteilchen
eingebettet. Die exponierten Flächen eines zweiten Abschnittes bleiben weitestgehend
hartstoffteilchenfrei. Die exponierten Flächen können die Mantelflächen eines Zylinders
sein. Die Zylindergrundfläche kann eine Kreisfläche, eine ovale oder eine hexagonale
Fläche sein. Die Querschnittsgrundfläche des die Kerbtäler aufweisenden Abschnittes
kann eine zahnförmige oder sternförmige ümrißkontur besitzen. Die Zahn- oder Sternflanken
dieses Abschnittes sollen mit einer Hartstoffteilcheneinbettung versehen werden. Die
Aufbringung von Hartstoffteilchen zur Verschleißminderung von Werkstücken oder zur
Reibkrafterhöhung ist insbesondere bei hoch belasteten Maschinenteilen und auch bei
Werkzeugen bekannt. Es ist aber auch bekannt, reibbeanspruchte oder druckbeanspruchte
Abschnitte andersartiger metallischer Gegenstände durch derartige Maßnahmen verschleißärmer
auszugestalten. Bereiche der Werkstücke, die nicht beschichtet werden sollen, müssen
bei bekannten Verfahren mittels Lack oder dergleichen abgedeckt werden. Beispielsweise
zeigt die OS 29 20 593 ein Verfahren, wie mittels lokaler Stromzuführung Partikel
in eine metallische Fläche eingebracht werden. Aus der PS 28 55 054 ist ein Verfaren
bekannt, bei dem die Leitradschaufel einer Turbine mit einer Metallschicht mit eingelagerten
Fremdteilchen beschichtet wird. Beschichtungsfrei sind dort lediglich die von einer
Einspannvorrichtung abgedeckten Abschnitte der Schaufel.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Lösung zu finden, um unter Verzicht
auf Teilabdeckungen des Werkstückes Beschichtungen herzuführen, insbesondere Diamantbeschichtungen,
die über die Teilbereiche des Werkstückes graduell unterschiedlich groß sind.
[0005] Dies wird dadurch erreicht, daß eine Vielzahl von Rohlinge lose in einer rotierenden
Trommel derart in einer Dispersion von in der Galvanikflüssigkeit in der Schwebe gehaltenen
Hartstoffteilchen umgewälzt werden, daß durch Aneinanderabgleiten der Rohlinge untereinander
an den exponierten Flächen anhaftende Hartstoffteilchen wieder abgetragen werden.
[0006] Die entsprechend vorbehandelten, entfetteten, gespülten und dekapierten Rohlinge
werden in größerer Anzahl in die Trommel eingefüllt, deren Wände Öffnungen ausbilden.
Diese sind kleiner als die Durchmesser der Rohlinge, so daß diese bestimmungsgemäß
in der Trommel verbleiben. Die gefüllte Trommel wird in das Galvanikmedium eingesenkt
und rotiert innerhalb desselben um. Innerhalb des Galvanikmediums führt die Trommel
die Drehbewegungen aus unter Mitnahme der vorbehandelten Rohlinge. Das Galvanikmedium
tritt durch die Öffnungen der Trommel in diese ein und gelangt in Kontakt zur Oberfläche
der Rohlinge. Bezüglich des Galvanikmediums handelt es sich um eine in Bewegung gehaltene
Dispersion aus Hartstoffteilchen und einer metallischen Komponente. Sowohl die metallische
Komponente als auch die Hartstoffteilchen setzen sich an der Oberfläche der Rohlinge
ab. Die Trommelbewegung führt dabei dazu, daß die an den exponierten Flächen der Rohlinge
anhaftenden Hartstoffteilchen durch gegenseitiges Aneinanderabgleiten der Rohlinge
wieder abgetragen werden. Im Bereich der Nuten, welche von den Arbeitsflächen flankiert
sind, verbleiben dagegen die Hartstoffteilchen. Es findet dort also kein Abrieb statt,
so daß dort die erwünschte Reibkorndichte erzielt wird. Was allgemein beim Gleitschleifen
als nachteilig erachtet wird, nämlich das unbearbeitete Nester an den Werkstücken
vorliegen, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren als Vorteil genutzt. Damit die Hartstoffteilchen
in gleicher Dichte in dem Galvanikmedium auftreten und sich nicht absetzen, ist das
Rührwerk vorgesehen. Dieses hält die Hartstoffteilchen im Galvanikmedium in Schwebe.
Weiterhin ist die Trommel zylinderartig ausgebildet und um ihre in der Horizontalen
liegende Drehachse angetrieben. Beispielsweise kann die Trommel eine im Querschnitt
mehrkantige Umrißform besitzen, was beim Rotieren der Trommel einer guten Umwälzung
der von dieser aufgenommenen Rohlinge entgegenkommt. Es ist dabei möglich, die Trommel
etwa bis zur Hälfte mit Rohlingen zu füllen, so daß während eines Beschichtungsprozesses
eine große Anzahl von Rohlingen beschichtbar ist. Von Vorteil ist es dabei, daß die
rotierende Trommel vollständig in dem Galvanikmedium eingetaucht ist. Die betreffende
Galvanikflüssigkeit besitzt eine Nickelkomponente, welche ohne elektrische Spannung
sich in Form metallischen Nickels auf der Oberfläche der Rohlinge niederschlägt. Die
dabei in der Galvanikflüssigkeit in Schwebe gehaltenen Hartmetallteilchen sind vorzugsweise
Diamantkörner, insbesondere in einer Größenordnung von 10 bis 30 µm. Das bedeutet,
daß die Diamantkörner teilweise aus der auf den Arbeitsflächen befindlichen Schicht
bereichsweise herausragen und beispielsweise eine Anti-Rutsch-Schicht oder eine abriebgeschützte
Schicht darstellen. Die Nickelschicht stellt demzufolge die Einfassungsschicht für
diese Diamantkörner dar. Je größer die Korngröße der Diamantkörner wird, desto mehr
nimmt der "Cam-out-Effekt" ab. Für ein optimales Beschichten der Arbeitsflächen ist
es von Vorteil, daß die Bewegung der Trommel mit zwischengeschalteten Pausen erfolgt.
Nach einer entsprechend lang bemessenen Drehbewegungsphase der Trommel erfolgt darauf
abgestimmt eine Pause, in welcher die Anhaftung der Hartmetallteilchen innerhalb des
Galvanikmediums geschieht. Die der Trommel zugegebenen Rohlinge werden vor dem Beschichten
entfettet, dekapiert und in einem Keimbildungsbad (Nickelstrike ) behandelt. Die Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß die Trommel einen Mehrkantquerschnitt
besitzt mit von den Trommelstirnwänden ausgehenden Lagerzapfen, von denen einer in
Kupplungsverbindung bringbar ist zum Drehantrieb der Trommel. Durch Entnehmen der
Trommel aus dem Galvanikbad wird die Kupplungsverbindung zwischen Lagerzapfen und
Drehantrieb gelöst, während beim Einsetzen der Trommel die Kupplungsverbindung zwischen
diesen Teilen herbeigeführt wird. In den Trommelwänden sind die Öffnungen zum Durchtritt
des Galvanikmediums vorgesehen. Dieses befindet sich in der Wanne, welche mit einem
Rührwerk ausgestattet ist, um die Hartstoffteilchen in Schwebe im Galvanikmedium zu
halten. Die nach dem Verfahren hergestellten Werkstücke sind so beschaffen, daß auch
die exponierten Flächen hartstoffteilchenbeschichtet sind mit einer Flächendichte,
die um mindestens ein Zehnfaches geringer ist als diejenige im Bereich, der in den
Nuten liegt. Es ist also gewährleistet, daß die wesentliche Hartstoffteilchen-Beschichtung
nur im bestimmungsgemäßen Bereich erfolgt, also an den die Nuten flankierenden Flächen.
In gewisser Hinsicht erfaßt die Gleitschleifabtragung auch einen Teilbereich der Nuten
jedoch so, daß die Flächendichte an Hartstoffteilchen zum Nutgrund hin zunimmt. Die
zur Wirkung kommenden Flächen werden hierdurch nicht benachteiligt, vielmehr der davon
entfernt liegendere Bereich. Eine Einsparung an Hartstoffteilchen wird dadurch erzielt,
daß die Flächendichte an Hartstoffteilchen an den Steg-Stirnflächen mindestens zehnmal
kleiner ist als diejenige im Bereich des Nutgrundes. Die länglichen Rohlinge können
verschiedenartige Gestaltungen aufweisen. Sie können beispielsweise die Größe eines
Bleistiftes besitzen. Der die Kerbtäler oder dergleichen aufweisende Abschnitt kann
eine sternförmige oder zahnradförmige Querschnittskontur aufweisen. Bei der Behandlung
derartiger Rohlinge wird im wesentlichen nur der zahnradförmige oder sternförmige
Abschnitt mit der abriebfesten und/oder abrasiven Oberfläche beschichtet. Die exponierten
Teile bleiben beschichtungsfrei. Wird das Verfahren an Schraubendrehereinsätzen angewandt,
so bleibt der zweite, insbesondere als Sechskantquerschnittsprofil ausgebildete Abschnitt
weitesgehend hartstoffteilchenfrei, während der ein Kreuzprofil aufweisende Arbeitsabschnitt
eine Flankenbeschichtung erhält. Dabei ist auch von Vorteil, daß man den fertigen
Produkten aufgrund der graduell unterschiedlichen Hartstoffteilchendichte auf den
verschiedenen Abschnitten das Fertigungsverfahren ansieht. Bei der Beschichtung derartiger
Rohlinge wirkt sich die geringfügige Beschichtung der Steg-Stirnflächen und die zunehmende
Hartstoffteilchendichte zum Kerbgrund hin günstig auf den "Came-out-Effekt" aus. Derartige,
diamantbeschichtete Rohlinge können zur Passivierung der Oberfläche goldbeschichtet
sein.
[0007] Nachstehend wird das Verfahren, die Vorrichtung sowie das nach dem Verfahren der
Vorrichtung hergestellte Produkt anhand eines zeichnerisch veranschaulichten Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in vergrößerter Darstellung eine Ansicht eines Schraubendrehereinsatzes mit kreuzschlitzartigem
Arbeitsende,
- Fig. 2
- den Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- in extremer Vergrößerung einen ausschnittsweisen Querschnitt des Arbeitsendes im Bereich
einer Arbeitsfläche,
- Fig. 4
- in schematischer Darstellung einen Längsschnitt durch die Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens und
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch die Vorrichtung.
[0008] Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besitzt eine Wanne
1 mit nach oben weisender Wannenöffnung. Die Wannenstirnwände 2, 3 tragen in den Wanneninnenraum
hineinragende Lagerschalen 4 bzw. 5. Sie dienen zur Aufnahme von Lagerzapfen 6 bzw.
7, welche in koaxialer Ausrichtung von den Trommelstirnwänden 8, 9 einer Trommel 10
ausgehen. Das Einsetzen der Trommel 10 geschieht von oben her, wobei die Lagerzapfen
6, 7 von den Lagerschalen 4 bzw. 5 aufgenommen werden. Eine nicht veranschaulichte
Sicherung bewirkt, daß die Lagerzapfen 6, 7 in den Lagerschalen 4 bzw. 5 verbleiben.
[0009] Die Trommel 10 ihrerseits ist mittels eines Drehantriebes 11 in Umdrehungen versetzbar,
wozu der dem Drehantrieb 11 zugekehrte Lagerzapfen 7 in Kupplungsverbindung zum Drehantrieb
11 bringbar ist. Letzterer wird von einer an die Wannenstirnwand 3 angesetzten Haube
12 überfangen. Die zylinderartig ausgestaltete Trommel 10 ist somit um ihre in der
Horizontalen liegende Drehachse angetrieben. Die Trommel 10 selbst besitzt einen Mehrkantquerschnitt.
Beim Ausführungsbeispiel ist eine Achteckform gewählt. Die Trommelwände 13 weisen
Öffnungen 14 zum Durchtritt eines Galvanikmediums 15 auf, welches durch die Öffnungen
14 der Trommel 10 hindurchtritt. Ferner ist die Trommel 10 dabei vollständig in dem
Galvanikmedium 15 eingetaucht. Bezüglich derselben handelt es sich um eine in Bewegung
gehaltene Dispersion. Hierzu dient ein innerhalb der Wanne 1 untergebrachtes, schematisch
veranschaulichtes Rührwerk 16.
[0010] Als beispielhaft für die Anwendung des Verfahrens wir die Beschichtung eines Schraubendreherbits
angegeben: In der vorbeschriebenen Vorrichtung werden Hartstoffteilchen 17 in einer
metallischen Einfassungsschicht 18 auf die Arbeitsflächen F eines mit Nuten 19 und
exponierten Flächen versehenen Arbeitsendes 20 eines Schraubendrehereinsatzes 21 aufgebracht
derart, daß die Hartstoffteilchen 17 aus der Schichtoberfläche bereichsweise herausragen,
vgl. hierzu Fig.3. Das Arbeitsende 20 ist im Querschnitt kreuzartig gestaltet und
dient zum Angriff an Kreuzschlitzschrauben. Flankiert sind die Nuten 19 von Stegen
22, welche in Richtung des Schaftes 23 kegelstumpfförmig ansteigen. An den Schaft
23 schließt sich ein Mehrkantabschnitt 24 an, welcher im Querschnitt sechskantförmig
gestaltet ist.
[0011] Vor dem Aufbringen der Hartstoffteilchen 17 in der metallischen Einfassungsschicht
18 werden die betreffenden Rohlinge einer Vorbehandlung unterzogen. Dies geschieht
in der der Wanne 1 entnommenen Trommel 10. In diese werden die Rohlinge eingegeben,
bis die deckelverschließbare Trommel 10 etwa bis zur Hälfte mit Rohlingen gefüllt
ist. Der Füllstand der Trommel 10 kann dabei zwischen einem Drittel bis zwei Drittel
des Trommelvolumens variieren. Es erfolgt dann in speziellen Bädern eine Laugenentfettung,
eine elektrolytische Entfettung sowie ein Spülen der Rohlinge. Danach werden die Rohlinge
dekapiert, gespült und werden anschließend in einem Keimbildungsbad (Nickelstrike)
behandelt. Dadurch erhält der Rohling eine in Fig. 3 veranschauliche Nickelstrikeschicht
25. Danach wird die gefüllte Trommel 10 einer Kaskardenspülung mit Frischwasser ausgesetzt.
Ist dies geschehen, erfolgt das Einsetzen der Trommel 10 mit den entsprechend vorbehandelten
Rohlingen in die Wanne 1 unter Herstellung der Kupplungsverbindung des Lagerzapfens
7 mit dem Drehantrieb 11. Das die Trommel 10 vollständig aufnehmende L ist eine Galvanikflüssigkeit,
welche eine Nickelkomponente besitzt. In dieser sind die Hartstoffteilchen 17 mittels
des Rührwerks 16 in Schwebe gehalten. Bezüglich der Hartstoffeilchen 17 handelt es
sich um Diamantkörner mit einer Größenordnung von 10 bis 30 µm.
Nach dem Einbringen der Trommel 10 in die Wanne 1 läuft die Trommel 10 mit zwischengeschalteten
Pausen um. Das bedeutet, daß nach einer Drehbewegungsphase der Trommel intervallmäßig
eine Pause eingeschaltet wird, in welcher die Nickelkomponente der Galvanikflüssigkeit
sich mit den Hartstoffteilchen 17 in Form metallischen Nikkels (Einfassungsschicht
18) auf der Oberfläche der Rohlinge niederschlägt. Wird dann nach der Pause die Rotation
der Trommel 10 fortgesetzt, werden durch die Trommelbewegung und der dabei umwälzenden
Rohlinge die an den exponierten Flächen derselben anhaftenden Hartstoffteilchen 17
durch gegenseitiges Aneinanderabgleiten wieder abgetragen, von welchem Abtragen die
Nuten 19 und damit die dort befindlichen Arbeitsflächen F weitgehend ausgenommen sind.
Im Laufe eines Zyklusses nimmt dann die Beschichtungsstärke an den Arbeitsflächen
F zu. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Flächendichte an Hartstoffteilchen 17 beim
fertigbehandelten Schraubendrehereinsatz 21 zum Nutgrund 19' hin zunimmt. Das hat
seine Ursache darin, daß in dem größer werdenden Nutquerschnitt benachbarte Rohlinge
während des Umwälzens in der Trommel 10 ein geringfügiges Abschleifen bewirken können.
Dieser Abtrag in den Nuten 19 erstreckt sich jedoch in der Zone, welche für den Schraubeinsatz
ohne Bedeutung ist. Im Bereich des Arbeitsendes 20 sind die betreffenden, in Flächenanlage
zur Schraube tretenden Arbeitsflächen F in unverminderter Schichtstärke vorhanden.
[0012] Der Fig.1 ist ferner zu entnehmen, daß auch die exponierten Flächen des Einspannendes
(Mehrkantabschnitt 24) hartstoffteilchenbeschichtet sind. Die dort vorhandene Flächendichte
ist mindestens um ein Zehnfaches geringer als diejenige im Bereich der Nuten 19 des
Arbeitsendes 20. Diese geringfügige Flächendichte an Hartstoffteilchen im Bereich
des Einspannendes wirkt sich nicht nachteilig auf das Einsetzten des Schraubendrehereinsatzes
in eine entsprechende Aufnahme aus. In eingesteckter Stellung in der Aufnahme führt
die geringfügige Hartstoffteilchenbeschichtung sogar zu einem verbesserten Sitz des
Schraubendrehereinsatzes in der Aufnahme. Ferner veranschaulicht Fig. 1, daß die Flächendichte
an Hartstoffteilchen 17 an den Steg-Stirnflächen 22' auch geringer ist als diejenige
im Bereich des Nutgrundes. An den Steg-Stirnflächen ist die Flächendichte der Hartstoffteilchen
17 mindestens zehnmal kleiner als diejenige im Bereich des Nutgrundes 19' des Arbeitsendes
20. Diese geringfügige Flächendichte an Hartstoffteilchen 17 an den Steg-Stirnflächen
22' verbessert sogar den Sitz des Arbeitsendes 20 in dem Schlitz einer mitzudrehenden
Schraube.
[0013] Nach der entsprechenden Verweildauer der Rohlinge in dem Galvanikmedium 15 unter
Erzielung der Beschichtung des Arbeitsendes 20 ist die Trommel aus der Wanne 1 herauszuheben.
Es folgt nun ein Spülen mit Frischwasser. Anschließend können die diamantbeschichteten
Rohlinge zur Passivierung der Oberfläche in einem Hart-Glanzgoldbad goldbeschichtet
werden. Die Goldbeschichtung ist in Fig. 3 mit der Ziffer 26 bezeichnet.
1. Verfahren zum Beschichten länglicher, metallischer Rohlinge, welche Rohlinge mindestens
zwei axial hintereinanderliegende Abschnitte unterschiedlichen Querschnitts haben,
wobei in einem chemischen Galvanikbad auf der Oberfläche eines ersten, Kerbtäler oder
dergleichen aufweisenden Abschnitts in eine metallische Einfassungsschicht über die
Schichtoberfläche ragende Hartstoffteilchen eingebettet werden, und wobei die exponierten
Flächen eines zweiten Abschnitts weitestgehend hartstoffteilchenfrei bleiben, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Rohlingen lose in einer rotierenden Trommel derart in einer Dispersion
von in der Galvanikflüssigkeit in der Schwebe gehaltenen Hartstoffteilchen umgewälzt
werden, daß durch Aneinanderabgleiten der Rohlinge untereinander an den exponierten
Flächen anhaftende Hartstoffteilchen wieder abgetragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Hartstoffteilchen (17) mittels eines Rührwerkes (16) in Schwebe im Galvanikmedium
(15) gehalten werden.
3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (10) zylinderartig ausgebildet ist und um ihre in der Horizontalen liegende
Drehachse angetrieben ist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (10) etwa bis zur Hälfte mit den Rohlingen gefüllt ist.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (10) vollständig in dem Galvanikmedium (15) eingetaucht ist.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Galvanikflüssigkeit eine Nickelkomponente besitzt, welche ohne elektrische Spannung
sich in Form metallischen Nickels (Einfassungsschicht 18) auf der Oberfläche der Rohlinge
niederschlägt
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, daß die Hartstoffteilchen (17) Diamantkörner sind, insbesondere in einer Größenordnung
von 10 bis 30 µm.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Trommel (10) mit zwischengeschalteten Pausen erfolgt.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Rohlinge vor dem Beschichten entfettet, dekapiert und in einem Keimbildungsbad
(Nickelstrike) behandelt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (10) einen Mehrkantquerschnitt besitzt mit von den Trommelstirnwänden
(2, 3) ausgehenden Lagerzapfen (6, 7), von denen einer (7) in Kupplungsverbindung
bringbar ist zum Drehantrieb (11) der Trommel (10).
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trommelwände (13) mit Öffnungen (14) zum Durchtritt des Galvanikmediums (15)
ausgestattet sind.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß eine die Trommel (10) aufnehmende Wanne (1) mit einem Rührwerk (16) versehen ist.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Rohlinge Schraubendrehereinsätze
sind, wobei die exponierten Flächen von den Mehrkantflächen eines Sechskantprofiles
und die Kerbtäler von den Freiräumen eines Kreuzprofiles ausgebildet sind.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Hartstoffdichte an den Flanken der Kerbtäler zu derem Boden hin zunimmt.
1. Method for coating oblong, metallic blanks which blanks have at least two sections
located axially one behind the other of different cross-section, wherein in a chemical
electroplating bath on the surface of a section possessing. notch troughs or the like
particles of hard material are embedded in a metallic enclosing layer to project above
the surface of the layer and wherein the exposed areas of a second section remain
very largely free of particles of hard material, characterized in that a large number of blanks are rolled round loose in a rotating drum in a dispersion
of particles of hard material held in suspension in the electroplating liquid in such
a way chat due to the blanks sliding off one another as they pass one another particles
of hard material adhering to the exposed surfaces are carried away again.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the particles of hard material (17) are held in suspension in the electroplating
medium (15) by means of an agitator (16).
3. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the drum (10) is of cylindrical construction and is driven about its axis of rotation
located in the horizontal level.
4. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the drum (10) is filled up to approximately half with blanks.
5. Method according co one or more of the preceding claims, characterized in that the drum (10) is immersed completely in the electroplating medium (15).
6. Method according co one or more of the preceding claims, characterized in that the electroplating liquid has a nickel component which without electric voltage deposits
in the form of metallic nickel (enclosing layer 18) on the surface of the blanks.
7. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the particles of hard material (17) are diamond granules, in particular having an
order of magnitude of 10 to 30 µm.
8. Method according co one or more of the preceding claims, characterized in that the movement of the drum (10) ensues with intervening pauses.
9. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that before coating the blanks are degreased, descaled and treated in a nucleation bath
(Nickelstrike).
10. Method according to one of claims 1 to 9, characterized in chat the drum (10) has a polygonal cross-section with bearing journals (6, 7) emanating
from the end faces (2, 3) of the drum one of which (7) can be brought into a coupling
connection to the rotary drive (11) of the drum (10).
11. Method according to Claim 10, characterized in that the drum walls (13) are equipped with openings (14) for the passage of the electroplating
medium (15).
12. Method according to one or more of claims 10 to 11, characterized in that a trough (1) accommodating the drum (10) is provided with an agitator (16).
13. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the blanks are screw driver bits wherein the exposed surfaces are constructed from
the polygonal surfaces of a hexagonal profile and the notch troughs from the free
spaces of a cross profile.
14. Method according to one or more of the preceding claims,
characterised in that the density of the hard material increases from the flanks of the notch troughs cowards
their base.
1. Procédé de revêtement d'ébauches métalliques oblongues, les ébauches ayant au moins
deux tronçons situés axialement l'un derrière l'autre et de section transversale différente,
où, dans un premier bain galvanique chimique, sur la surface d'un premier tronçon
présentant des creux d'entaille ou analogues, des particules de matière dure sont
noyées dans une couche métallique de fixation, des particules de matière dure, en
saillie sur la surface de la couche, et les surfaces exposées d'un deuxième tronçon
restant largement exemptes de particules de matière dure, caractérisé en ce qu'une pluralité d'ébauches sont roulées librement dans un tambour rotatif, en se trouvant
dans une dispersion de particules de matière dure maintenues en suspension dans le
liquide galvanique, de manière que les particules de matière dure, adhérisées sur
les surfaces exposées, soient de nouveau détachées par glissement mutuel des ébauches
les unes sur les autres.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les particules de matière dure (17) sont maintenues flottantes dans le fluide galvanique
(15) à l'aide d'un agitateur (16).
3. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour (10) est réalisé cylindrique et est entraîné autour de son axe de rotation
horizontal.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour (10) est rempli d'ébauches environ jusqu'à la moitié.
5. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour (10) est complètement immergé dans le fluide galvanique (15).
6. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide galvanique comporte une composante nickel qui, sans l'action d'une tension
électrique, se dépose sur la surface des ébauches, sous la forme de nickel métallique
(couche de fixation 18).
7. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les particules de matière dure (17) sont des grains de diamant, en particulier d'un
ordre de grandeur de 10 à 30 micromètres.
8. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour (10) tourne avec des pauses intermédiaires.
9. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant leur revêtement par une couche les ébauches sont dégraissées, sont décapées
et sont traitées dans un bain de formation de germes (cordon de nickel).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le tambour (10) présente une section transversale polygonale avec des tourillons
de palier (6, 7) sortant des parois frontales (2, 3) du tambour, et dont l'un (7)
est susceptible d'être mis en liaison d'accouplement pour assurer l'entraînement en
rotation (11) du tambour (10).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que les parois (13) du tambour sont munies d'ouvertures (14) pour permettre le passage
du fluide galvanique (15).
12. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 10 à 11, caractérisé en ce qu'un bac (1), logeant le tambour (10), est muni d'un agitateur (16).
13. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ébauches sont des embouts de tournevis, en ce que les surfaces exposées sont constituées par les surfaces de polygone d'un profil à
six pans et les creux d'entaille sont constitués par les espaces libres d'un profil
en croix.
14. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la densité en matière dure sur les flancs des creux d'entaille va en diminuant en
direction du fond.