| (19) |
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(11) |
EP 0 973 965 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.05.2003 Patentblatt 2003/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.04.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9700/141 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9804/5517 (15.10.1998 Gazette 1998/41) |
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| (54) |
WEBMASCHINE MIT PNEUMATISCHER SCHUSSFADENEINTRAGUNG
WEAVING LOOM WITH PNEUMATIC WEFT THREAD INSERTION
METIER A TISSER AVEC INSERTION PNEUMATIQUE DU FIL DE TRAME
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB IT LI SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.01.2000 Patentblatt 2000/04 |
| (73) |
Patentinhaber: TEXTILMA AG |
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6052 Hergiswil / NW (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SPEICH, Francisco
CH-5073 Gipf-Oberfrick (CH)
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| (74) |
Vertreter: Heubeck, Bernhard |
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Rebackerweg 13 8305 Dietlikon 8305 Dietlikon (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 120 429 EP-A- 0 203 256 EP-A- 0 318 802 WO-A-97/13901 DE-A- 3 204 007
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EP-A- 0 160 117 EP-A- 0 284 766 EP-A- 0 393 468 CH-A- 390 826 GB-A- 2 047 286
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Webmaschine mit pneumatischer Schussfadeneintragung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Webmaschinen mit pneumatischer Schusseintragung bekannt,
wobei die Schusseintragung entweder mittels einer'schwenkbaren, am Webblatt montierten
Eintragvorrichtung oder mittels einer ortsfesten, am Maschinengestell montierten Eintragvorrichtung
durchgeführt wird.
[0003] Die Webmaschinen mit schwenkbarer Eintragvorrichtung weisen Nachteile auf. Der jeweils
eingetragene Schussfaden wird im Bereich des Webblattanschlages geklemmt und geschnitten,
so dass die Einstellung der Blasdüsen in die Eintragstellung nur während der Rückstellung
des Webblattes erfolgen kann, was insbesondere die Anzahl von Blasdüsen einschränkt
und zudem eine besondere Steuerung erforderlich macht. Durch die Hin- und Herbewegung
des mit der Eintragvorrichtung versehenen Webblattes werden relativ hohe Massenkräfte
erzeugt, welche zu unerwünschten Schwingungen des bewegten Systems führen und werden
die Schussfäden beim Zuführen ab Fadenspeiser in die Blasdüsen in unkontrollierte
Schwingungen versetzt, so dass sie verkreuzen und gegeneinander verhängen. Die Luftleitungen
und die Betätigungsvorrichtung sind einer zu hohen mechanischen Belastung unterworfen,
was insbesondere für die Betätigungsvorrichtung eine aufwendige Steuerung erforderlich
macht. Aus diesen Nachteilen folgt aufgrund einer höheren Störanfälligkeit geringere
Drehzahlen der Webmaschinen, was mit einem Produktivitätsverlust verbunden ist. Ferner
erweist es sich als nachteilig, dass eine Schere am Maschinengestell montiert und
über separate Antriebsmittel betätigt wird, was einen grösseren apparativen Aufwand
zu Folge hat. Ein weiterer Nachteil stellt die Anwendung einer Fadenklemme mit aktiver
Klemmung dar, bei der mindestens ein Klemmorgan aktiv betätigt wird. Insbesondere
bei feinen Garnen treten vermehrt Fadenbrüche auf.
[0004] Aus der DE-A 32 04 007 (D1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einblasen von
Schussfäden unterschiedlicher Farbe bekannt.
[0005] Diese Vorrichtung enthält eine Mehrzahl von Hauptdüsen 2a bis 2d mit Blasrohren 2a
bis 3d, die durch eine Leiste 5 miteinander verbunden sind und eine Hebelanordnung
6,7,8 zum Einstellen der Blasrohre bezüglich des Führungskanals 91 im Riet. Die Stellung
des Blasrohres wird durch einen Hebel 8 auf dem Drehpunkt 7 bestimmt. Die Hebelbewegung
kann z. B. von einer nicht dargestellten Schaftmaschine hergeleitet werden. Ferner
ist zwischen Riet und Blasrohr eine Schneidvorrichtung 50 angeordnet, um den Schussfaden
zu durchtrennen (Fig.2). Auf die Ausführung, die Anordnung als auch die Funktion der
Schneidvorrichtung sind der D1 keine Hinweise zu entnehmen, so dass der Hinweise lediglich
eine triviale Aussage darüber ist, dass der Schussfaden durchtrennt werden muss.
[0006] Das Verfahren besteht darin den einzutragenden Schussfaden auszuwählen und die jeweilige
Düse auf den Führungskanal 91 im Riet einzustellen.
[0007] Die zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, dass die Nachteile zitierten des Standes
der Technik vermieden werden und dass eine weniger anfällige und einfache Steuerung
gewährleistet wird.
[0008] Die CH 390 826 (D2) offenbart eine Greiferwebmaschine, welche mit einem geschlossenen
Webfach webt. Derartige Webmaschinen unterscheiden sowohl im Aufbau als auch in der
Funktion von Luft

Webmaschinen und werden einer anderen Gattung zugeordnet. Diese Webmaschine weist
einen Webschaft 2 mit Litzen 13 für die Kettfaden, zwei Schaftrahmen 15 mit Litzen
14 für die Kantenfäden, einen Fadenführer, einen Schneidmechanismus (nicht dargestellt),
einen hin und her beweglichen Greifer 8,eine Saugdüse 9 und eine Schere 10 auf.
[0009] Zum Eintragen eines Schussfadens wird der Greifer von der Auszugseite her durch das
geöffnete Webfach geführt und übernimmt den Schussfaden an der Eintragseite im Bereich
zwischen Fadenführer 7 und Gewebekante. Der Schussfaden wird vor dem Eintragen geschnitten
und durch den Greifer durch das Webfach gezogen. Das durch die Kantenfäden gebildete
Webfach wird geschlossen, bevor der Greifer aus diesem Webfach heraustritt. Diese
Massnahme erfolgt einerseits die Schussfadenspannung aufrecht zuhalten und andererseits
das Schussfadenende aus den Greifer zu ziehen.
[0010] Die Nachteile der Greiferwebmaschine sind darin zu sehen, dass das die Kantenfäden
bildende Webfach geschlossen wird, bevor der Greifer aus diesem Webfach heraustritt.
Aufgrund der Reibung der Kantenfäden am Greifer muss die Webmaschine mit einer geringen
Drehzahl betrieben werden.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Webmaschine mit pneumatischer Schusseintragung
so zu verbessern, dass die genannten Nachteile nicht auftreten.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Webmaschine gelöst, wie sie in den
Ansprüchen gekennzeichnet ist.
[0013] Der mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass
bis zu sechzehn Schussfäden unterschiedlicher Art sowie Farbe angewendet werden können
und dass die Webmaschine mit einer hohen Drehzahl betrieben werden kann.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig.1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Webmaschine mit Lufteintrag in schematischer
Darstellung,
- Fig.2
- eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht des Schusseintragbereiches der Webmaschine,
- Fig.3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig.2,
- Fig.4
- einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig.2,
- Fig.5
- einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig.2,
- Fig.6
- einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig.2,
- Fig.7
- eine Ausführungsform einer Steuervorrichtung für die Blasdüsen,
- Fig.8
- Eine schematische Darstellung der Fachstellungen nach Abschluss der Schusseintragung,
- Fig.9
- einen Schnitt entlang der Linie IX-IX in Fig.2, welcher die Situation beim Schussfadeneintrag
darstellt,
- Fig.10
- den Schnitt nach Fig.9, welcher die Situation bei der Klemmung des Schussfadens darstellt,
- Fig.11
- den Schnitt nach Fig.9, welcher die Situation beim Schnitt des Schussfadens darstellt,
- Fig.12
- den Schnitt nach Fig 9, welcher die Situation beim Blattanschlag darstellt und
- Fig.13
- eine andere Ausführungsform einer Schere.
[0016] Die hier in Rede stehende Webmaschine enthält ein Maschinengestell 1, einen Kettbaum
2 von dem Kettfäden 3,4 abgelassen werden, einen Streichbaum 5, eine Fachbildevorrichtung
6 mit einer Einrichtung zur Webkantenbildung, eine Anordnung 7 zum Eintragen von Schussfäden,
ein Webblatt 8, einen Warenabzug 9 und einen Warenbaum 10. Die Fachbildevorrichtung
6 bildet über Weblitzen ein Ober- und Unterfach 11, 12 mit den Kettfäden 3,4 sowie
ein Fach mit den Kantfäden ( Fig.8 ).
[0017] Wie die Fig.2 zeigt enthält die Anordnung 7 eine pneumatische Schusseintragvorrichtung
14 sowie eine Schere 15 und eine Einblashilfe 17, die in Fadenlaufrichtung zwischen
der Eintragvorrichtung 14 und dem Webblatt 8 angeordnet sind. Die Eintragvorrichtung
14 ist am Maschinengestell 1 montiert. Die Schere 15 ist mit dem Webblatt 8 gekoppelt.
Die Einblashilfe 17 ist mit dem Webblatt 8 verbunden.
[0018] Die Eintragvorrichtung 14 enthält einen Tragteil 21, acht Blasdüsen 22, einen Düsenblock
23, einen Halter 24 und eine Betätigungseinrichtung 25. Der Tragteil 21 ist mittels
Schrauben 26 am Maschinengestell 1 befestigt. Die Blasdüsen 22 sind paarweise angeordnet
und stehen mit einer Druckluftquelle und einem Schussfadenspeicher in Wirkverbindung.
Die Blasdüsen 22 sind im Düsenblock 23 einseitig lösbar montiert. Der Halter 24 für
den Düsenblock ist mit dem Tragteil 21 verbunden. Die Betätigungseinrichtung 25 ist
über ein kinematisches Organ 27 mit der Fachbildevorrichtung 6 verbunden, um die Blasdüsen
22 in die Einschussstellung zu stellen. Hierzu der Düsenblock 23 und der Halter 24
so ausgestaltet, dass die Mündung der Blasdüsen um rechtwinklig zueinander verlaufende
Richtungen schwenkbar sind. Es ist eine Feder 28 vorgesehen, welche das kinematische
Organ 27 unter Spannung hält. Es wird darauf hingewiesen, dass anstelle der Betätigungseinrichtung
25 eine Antriebsanordnung vorgesehen werden kann, die über eine an sich bekannte Steuervorrichtung
angesteuert wird, um die Blasdüsen in die Eintragstellung zu stellen.
[0019] Wie die Fig.3 zeigt, ist das Webblatt 8 an einer Blattleiste 31 montiert. An der
Blattleiste ist eine Fadenführungsvorrichtung 32 befestigt. Es ist von Vorteil, wenn
die Führungsvorrichtung 32 einen Luftzuführungsteil 33, der an der Blattleiste montiert
ist, eine Mehrzahl von Lamellen 34, die kammartig angeordnet und jeweils mit einer
Ausnehmung 35 versehen sind, um einen Führungskanal 36 zu bestimmen und Stafettendüsen
37 enthält, um den eingetragenen Schussfadens 38 durch den Führungskanal zu fördern.
Anstelle der Fadenführungsvorrichtung 32 kann ein sogenanntes Tunnelwebblatt mit Stafettendüsen
angewendet werden.
[0020] Bei der hier in Rede stehenden Webmaschine wird die Einblashilfe 17 mit Vorteil angewendet.
Die Einblashilfe ist ein plattenförmiger Körper 41 mit einer konischen Durchdringung
42 und mit einem Auslassschlitz 43. Der Körper 41 ist an dem Luftführungsteil 33 befestigt.
Es ist aber möglich die erste Lamelle 34 als Einblashilfe auszubilden (Fig.4).
[0021] Die Schere 15 hat ein ortsfestes und ein bewegliches Scherenblatt 51,52. Das ortsfeste
Scherenblatt 51 ist am Maschinengestell 1 befestigt. Das bewegliche Scherenblatt 52
ist am Webblatt 8 montiert (Fig.5).
[0022] Die Fig.6 zeigt die Zuordnung der Blasdüsen zu dem durch die Lamellen 34 bestimmten
Führungskanal 36. Ein wesentliches Merkmal der Webmaschine besteht darin, dass das
jeweilige Paar von Blasdüsen im wesentlichen parallel zur Mittellinie des Führungskanals
36 ausgerichtet ist, wenn der Führungskanal die Eintragstellung einnimmt. Die Einstellung
der Blasdüsen 22 erfolgt durch die Betätigungseinrichtung 25 und das kinematische
Organ 27. Alternativ dazu können die Blasdüse 12 bündelförmig angeordnet werden.
[0023] Wie die Fig.7 zeigt umfasst die Fachbildevorrichtung 6, z.B. eine Jaquardvorrichtung
oder Schaftmaschine, eine Farbsteuervorrichtung 56, ein Summiergetriebe 57 und einen
einarmigen Hebel 58, der am Maschinengestell 1 angelenkt ist. Derartige Summiergetriebe
und ihre Funktion sind bekannt, so dass auf eine Beschreibung derselben verzichtet
wird. An dem Hebel 58 ist das kinematische Organ 27 befestigt, das mit der Betätigungseinrichtung
25 verbunden ist.
[0024] Nachfolgend wird der Eintragvorgang anhand der Fig. 8 bis 12 beschrieben. Bei Webmaschinen
wird pro Umdrehung der Hauptantriebswelle der Webmaschine ein Schussfaden eingetragen
und an den Warenrand 60 angeschlagen. Aus diesem Maschinentakt wird die Steuerung
der einzelnen Elemente der Webmaschine abgeleitet. Bei der vorstehend beschriebenen
Webmaschine wird generell der Antrieb des Webblattes 8 und bezogen auf den Schusseintrag
lediglich die Einstellung der Blasdüse 22 auf die Einschussstellung und die Eintragung
des Schussfadens 38 in Abhängigkeit des Drehwinkels der Hauptwelle angesteuert.
[0025] Die Fig.8 zeigt den Klemmvorgang des eingetragenen Schussfadens mittels der Einrichtung
zur Webkantenbildung, wobei der Schussfaden sich ausgehend von der Blasdüse 36 ( nicht
dargestellt ) durch das Webfach erstreckt. Diese Einrichtung ist so ausgelegt, dass
einerseits mittels der durch die Litzen 61,62 bewegten Kantfäden 63,64 ein Fach gebildet
wird und andererseits der Fachwechsel unmittelbar nach Abschluss des Eintragvorganges
des Schussfadens eingeleitet wird. Aufgrund dieses Fachwechsels wird der eingetragene
Schussfaden 38 mittels der Kantfäden 63,64 reibschlüssig geklemmt. Diese reibschlüssige
Klemmung wird bis zum Anschlagen des Schussfadens 38 in vorteilhafter Weise mittels
der Kantfäden 63,64 aufrechterhalten. Zum Zeitpunkt der Abtrennung des Schussfadens
ist dieser bereits reibschlüssig geklemmt, dass der abgetrennte Schussfaden sich nicht
mehr löst (Fig.10). Der Zeitpunkt der Abtrennung des Schussfadens 38 wird durch die
ausführungs- bzw. funktionsmässige Zuordnung der Schere zur Bewegung des Webblatt
8 bestimmt. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass die Steuerung für die Schere vereinfacht
wird.
[0026] Die Fig.9 zeigt die Situation während der Eintragung eines Schussfadens 38. Die Blasdüse
22 ist in die Eintragstellung gestellt. Das Webblatt 8 steht in der zurückgezogenen
Stellung, die Schere 15 befindet sich in der geöffneten Stellung und der Schussfaden
ist durch die Einblashilfe 17 und das durch die Kantfäden 63,64 in den Führungskanal
36 der Fadenführungsvorrichtung 32 eingeschossen.
[0027] Nachdem der Schussfaden 38 in den Führungskanal 36 eingetragen ist, wird gemäss dem
Maschinentakt der Fachwechsel der Kantfäden 63,64 durchgeführt und der Schussfaden
38 durch die Kettfäden reibschlüssig geklemmt (Fig. 10). Ferner ist das Webblatt 8
in Richtung zur Anschlagstellung geschwenkt.
[0028] Nach der Klemmung wird der Schussfaden 38 geschnitten, weil das mit dem Webblatt
8 verbundene Scherenblatt 52 gegen das ortsfeste Scherenblatt 51 bewegt wird. Dadurch
wird ein neuer Schussfaden zum Eintragen bereitgestellt. ferner wird der Schussfaden
38 durch das Webblatt 8 verschoben (Fig.11).
[0029] Danach erreicht das Webblatt 8 die Anschlagstellung, wobei der Schussfaden 38 durch
das Webblatt 8 an den vorgängig angeschlagenen und bereits durch den Fachwechsel abgebundenen
Schussfaden angeschlagen. Anschliessend wird das Webblatt 8 in die zurückgezogene
Stellung geschwenkt (Fig.12).
[0030] Wie die Fig.13 zeigt eine andere Ausführung der Schere 15. Die Schere weist nachwievor
ein ortsfestes Scherblatt 71 und ein bewegliches Scherblatt 72 auf, welches bezüglich
dem ortsfesten Scherblatt schwenkbar ist. Zur Betätigung des beweglichen Scherblattes
ist ein elektrischer Schrittmotor 73 vorgesehen.
[0031] Bei der vorstehend beschriebenen Webmaschine wird also der Schussfaden 38 durch die
ortsfeste Schusseintragvorrichtung 14 in den Führungskanal 36 eingetragen und während
der Schwenkung des Webblattes 8 gehalten, geschnitten und angeschlagen. Daraus ergeben
sich eine Reihe von Vorteilen. Durch die ortsfeste Eintragvorrichtung wird die Zufuhr
des Schussfadens aus einem Schussfadenspeiser sicherer und der Zeitraum zur Einstellung
der Blasdüse in die Eintragstellung wesentlich erstreckt, so dass bis zu sechzehn
Schussfäden unterschiedlicher Farbe sowie Art eingetragen werden. Durch das reibschlüssige
Klemmen und die Bewegung des eingetragenen Schussfadens mit dem Webblatt bis zum Anschlag
wird ein einwandfreies Anschlagen des Schussfadens gewährleistet, wobei die überstehenden
Schussfadenendabschnitte kurz sind und wenig Abfall anfällt.
1. Webmaschine mit pneumatischer Schusseintragung, welche Webmaschine ein Webblatt (8),
eine Schussfadenführungseinrichtung (32) mit einem Führungskanal (36), die miteinander
verbunden zwischen einer Eintragstellung und einer Anschlagstellung schwenkbar sind,
eine ortsfest angeordnete Schusseintragvorrichtung (14) mit mindestens einer Blasdüse
(22) zum Eintragen eines Schussfadens (38) in den Führungskanal (36) und eine Schere
(15) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (61,62; 64,65) zur Bildung der Webkante mit Kantenfäden vorgesehen
ist, welche den Schussfaden (38) nach Abschluss der Schusseintragung unter Reibschluss
klemmen und von der Eintragstelle bis zur Anschlagstelle unter Aufrechterhaltung der
Klemmwirkung zu führen und dass die Schere (15) eine ortsfest angeordnete Klinge (51)
und eine beweglich angeordnete Klinge (52) aufweist, deren Betätigung mit der Bewegung
des Webblatts (8) koordiniert ist und die mit der ortsfest angeordneten Klinge (52)
zusammenwirkt, so dass der geklemmte Schussfaden nach Abschluss der Schusseintragung
im Bereich zwischen der hinteren Stellung und der Anschlagstellung des Riet (8) während
der Schwenkung ausserhalb der Webkante abgeschnitten wird.
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Schusseite zwischen der Mündung.der Blasdüse (22) und dem Führungskanal (36)
die Schere (15)und ein Einblasführungsteil (17) in Fadenlaufrichtung hintereinander
liegend angeordnet sind.
3. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintragvorrichtung (14) am Maschinengestell (1) montiert ist.
4. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betätigungseinrichtung (25) zum Einstellen der Blasdüse (22) in die Einschussposition
gemäss einem Webmusterprogramm vorgesehen ist.
5. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintragvorrichtung (14) eine Mehrzahl von Blasdüsen (22) aufweist.
6. Webmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüsen (22) auf und ab bewegbar und/oder um rechtwinklig kreuzende Achsen
schwenkbar sind.
7. Webmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüsen (22) paarweise und übereinanderliegend oder bündelförmig angeordnet
sind.
8. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Klinge (15) mit dem Webblatt (8) oder einer Antriebseinrichtung (73)
gekoppelt ist.
9. Webmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (73) ein Elektromotor ist.
10. Webmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einblasführungsteil (17) ortsfest angeordnet oder mit dem Riet (8) verbunden
ist.
11. Webmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,dass der Einblasführungsteil (17) eine konische Durchdringung (42), die mit der grössten
Weite der Mündung der Blasdüse (22) zugewandt ist und einen Auslassschlitz (43) für
den Schussfaden (38) aufweist.
1. Loom with pneumatic weft insertion, wherein the loom has a reed (8) and a weft thread
guide device (32), with a guide channel (36) which are connected to one another and
pivotable between an insertion position and a beat-up position, a weft insertion device
(14) of fixed position with at least one blowing nozzle (22) for the insertion of
a weft thread (38) into the guide channel (36) and a shearing device (15), characterised in that a means (61, 62; 64, 65) is provided for the formation of the selvedge with selvedge
threads which is intended to clamp the weft thread (38) after the termination of the
weft insertion by means of frictional engagement and to guide it from the insertion
position to the beat-up position while maintaining the clamping action, and in that the shearing device (15) has a fixedly arranged blade (51) and a movably arranged
blade (52) the actuation of which is coordinated with the movement of the reed (8)
and which cooperates with the fixedly arranged blade (52), so that the clamped weft
thread is cut off outside of the selvedge after the termination of the weft insertion
in the region between the rear position and the beat-up position of the reed (8) during
the pivoting.
2. Loom in accordance with claim 1, characterised in that the shearing device (15) and a blow-in guide part (17) are arranged behind one another
in the thread running direction between the mouth of the blowing nozzle (22) and the
guide channel (36).
3. Loom in accordance with one of the claims 1 or 2, characterised in that the insertion device (14) is mounted on the machine frame (1).
4. Loom in accordance with claim 1, characterised in that an actuating device (25) is provided in order to position the blowing nozzle (22)
in the insertion position in accordance with a weaving pattern program.
5. Loom in accordance with one of the claims 1 to 4, characterised in that the insertion device (14) has a plurality of blowing nozzles (22).
6. Loom in accordance with claim 5, characterised in that the blowing nozzles (22) are movable up and down and/or pivotable about axes which
cross at right angles.
7. Loom in accordance with claim 5, characterised in that the blowing nozzles (22) are arranged pair-wise and above one another or are arranged
in bundle-like manner.
8. Loom in accordance with claim 1, characterised in that the movable blade (52) is coupled to the reed (8) or to a drive means (73).
9. Loom in accordance with claim 8, characterised in that the drive means is an electric motor.
10. Loom in accordance with claim 2, characterised in that the blow-in guide part (17) is arranged in a fixed position or connected to the reed
(8).
11. Loom in accordance with claim 10, characterised in that the blow-in part (17) has a conical penetration (42) the largest width of which confronts
the opening of the blowing nozzle (22) and has an outlet slot (43) for the weft thread
(38).
1. Métier à tisser avec insertion pneumatique du fil de trame, lequel métier présente
un peigne à tisser (8), un dispositif de guidage de fil de trame (32) avec un canal
de guidage (36), qui reliés l'un à l'autre peuvent être pivotés entre une position
d'insertion et une position de butée, un dispositif de fil de trame (14) agencé stationnaire
avec au moins une buse soufflante (22) pour insérer un fil de trame (38) dans le canal
de guidage (36) et des ciseaux (15), caractérisé en ce qu'il est prévu un système (61, 62 ; 64, 65) pour former la lisière avec des fils de
lisière qui, après avoir terminé l'insertion du fil de trame, serre le fil de trame
(38) par entraînement par friction et le guide depuis le point d'insertion jusqu'au
point de butée en maintenant l'effet de serrage, et en ce que les ciseaux (15) présentent une lame (51) agencée stationnaire et une lame (52) agencée
mobile, dont l'actionnement est coordonné avec le mouvement du peigne à tisser (8)
et qui coopère avec la lame (51) agencée stationnaire, de sorte que le fil de trame
serré est coupé après avoir terminé l'insertion du fil de trame dans la région entre
la position postérieure et la position de butée du rot (8) pendant le pivotement en
dehors de la lisière.
2. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur le côté trame entre l'embouchure de la buse soufflante (22) et le canal de guidage
(36), les ciseaux (15) et une partie de guidage d'insufflation (17) sont agencés l'un
derrière l'autre dans le sens de mouvement des fils.
3. Métier à tisser selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le dispositif d'insertion (14) est monté sur le bâti de métier (1).
4. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif d'actionnement (25) pour régler la buse soufflante (22)
jusque dans la position d'insertion selon un motif de tissage programmé.
5. Métier à tisser selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif d'insertion (14) présente une multitude de buses soufflantes (22).
6. Métier à tisser selon la revendication 5, caractérisé en ce que les buses soufflantes (22) peuvent se déplacer vers le haut et vers le bas et/ou
peuvent être pivotées autour d'axes se croisant à angle droit.
7. Métier à tisser selon la revendication 5, caractérisé en ce que les buses soufflantes (22) sont agencées par paires et les unes au-dessus des autres
ou en faisceaux.
8. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé en ce que la lame mobile (52) est accouplée au peigne à tisser (8) ou à un dispositif d'entraînement
(73).
9. Métier à tisser selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (73) est un moteur électrique.
10. Métier à tisser selon la revendication 2, caractérisé en ce que la partie de guidage d'insufflation (17) est agencée stationnaire ou est reliée au
rot (8).
11. Métier à tisser selon la revendication 10, caractérisé en ce que la partie de guidage d'insufflation (17) présente une pénétration (42) conique qui
est tournée avec la plus grande largeur vers l'embouchure de la buse soufflante (22)
et qui présente une fente de sortie (43) pour le fil de trame (38).