| (19) |
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(11) |
EP 0 973 983 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.12.2001 Patentblatt 2001/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.04.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04F 15/04 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9802/095 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9846/843 (22.10.1998 Gazette 1998/42) |
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| (54) |
PLATTENFÖRMIGES ELEMENT NACH ART EINER FLIESE
TILE-LIKE FLAT ELEMENT
ELEMENT PLAT DE TYPE CARREAU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB IE IT LI LU NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
11.04.1997 DE 29706543 U 13.08.1997 DE 19735840
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.01.2000 Patentblatt 2000/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Kunz GmbH & Co. |
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D-74417 Gschwend (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHNABEL, Wolfgang
D-73563 Mögglingen (DE)
- BALDEWECK, Gerd
D-44417 Gschwend (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Ruff, Wilhelm,
Beier, Dauster & Partner |
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Postfach 10 40 36 70035 Stuttgart 70035 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/27721 DE-U- 8 113 176 US-A- 4 388 788
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CH-A- 595 525 GB-A- 1 048 132
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein weitgehend plattenförmiges (Bau-) Element, das hauptsächlich
zur Herstellung eines Wand- oder Bodenbelages verwendet werden kann, gemäss dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Der sog. Laminat-Fußboden hat in der jüngeren Vergangenheit sowohl in Wohnräumen
als auch in Geschäftsräumen eine immer größere Verbreitung gefunden. Der Laminat-Fußboden
besteht aus einem Holzwerkstoff als Trägerplatte, die zumindest an ihrer Oberseite
mit einer Kunststoffbeschichtung versehen ist. Zur Herstellung des Laminat-Fußbodens
werden brett- oder dielenartige Verlegeteile über vorhandene Nut- und Federelemente
verleimt. Der Aufbau derartiger Verlegeteile ist bereits seit längerem grundsätzlich
bekannt. Hierzu wird als Beispiel auf das deutsche Gebrauchsmuster G 81 13 176.3 verwiesen.
[0003] Die beschriebenen Laminat-Fußböden werden im Normalfall nicht in sog. Feuchträumen
oder Naßräumen eingesetzt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der die Trägerplatte
bildende Holzwerkstoff üblicherweise nicht wasserbeständig ist, sondern bei Kontakt
mit Feuchtigkeit aufquillt. Deshalb werden in Feuchträumen wie Fluren und Eingangsbereichen
und insbesondere in Naßräumen wie Bädern und Küchen auch heute noch fast ausschließlich
Fliesen als Wand- und Bodenbelag verwendet.
[0004] Die üblichen Keramikfliesen oder Keramikkacheln besitzen jedoch trotz ihrer hohen
Wasserbeständigkeit einige Nachteile. So lassen sich Keramikfliesen nur aufwendig
bearbeiten. Es müssen spezielle Fliesenschneider verwendet werden, insbesondere um
schmale Ränder oder Ecken abzuschneiden oder Löcher für Steckdosen, Schalter oder
dergleichen vorzusehen. Es ist bekannt, wie leicht derartige Fliesen auch zerbrechen.
Hinzu kommt noch, daß bei der Bearbeitung von Keramikfliesen sehr viel feiner Schleifstaub
auftritt. Zum anderen sind Keramikfliesen in den häufigen Fällen, in denen keine Fußbodenheizung
vorhanden ist, sehr "fußkalt". Dies ist insbesondere im Bad sehr unangenehm, wo man
sich meist barfuß bewegt. Schließlich ist noch der Nachteil zu nennen, daß trotz sorgfältiger
Verlegung häufig nach einiger Zeit Risse in den Fugen oder sogar in den Fliesen selbst
auftreten, da die starren Keramikfliesen Spannungen des Untergrundes nicht aufnehmen
können. Dieser Effekt zeigt sich besonders bei der Altbausanierung, wenn zum Bodenausgleich
Holzwerkstoffplatten verlegt wurden. Während sich die Spanplatten ausdehnen können,
besitzen die Keramikfliesen und das zur Verfugung verwendete Fugenmaterial keine entsprechende
Flexibilität.
[0005] In der WO-A-96/27721 ist bei einer Boden- oder Wandplatte eine Nut-Feder-Verbindung
vorgesehen. Nut und Feder besitzen jedoch die gleiche Länge, um eine passgenause,
formschlüssige Verbindung der Einzelelemente zu gewährleisten. Das Entstehen von Fugen
zwischen den Einzelelementen muss nach der Offenbarung dieser Druckschrift vermieden
werden.
[0006] Auch in der US-A-4 388 788 sind an einem Fussbodenelement Nuten und Federn vorgesehen.
Diese besitzen jedoch auch hier im Ergebnis die gleiche Länge, so dass die Einzelelemente
nach ihrer Verbindung an der Oberseite bündig zusammenstossen.
[0007] Die CH-A-595 525 beschreibt eine sogenannte Täferplatte aus Holz. Die an der Oberseite
entstehende offene Fuge dient lediglich dekorativen Zwecken und ist in ihrer Breite
nicht durch die Wahl der Abmessung von Nut und Feder fest definiert.
[0008] Die GB-A-1,048,132 zeigt lediglich die allgemeine Technik, die beim Verlegen eines
Fussbodenbelages angewendet werden kann.
[0009] Die Erfindung stellt sich deshalb u.a. die Aufgabe, neue Bauelemente zur Verfügung
zu stellen, die die Vorteile der beschriebenen Materialien bei weitgehender Vermeidung
ihrer jeweiligen Nachteile miteinander vereinigen sollen. Insbesondere soll für Feuchträume
und Naßräume ein Bauelement geschaffen werden, das die dort auftretende Feuchtigkeit
und auch die entsprechenden Temperaturschwankungen aushält, andererseits jedoch auch
die gewünschte Behaglichkeit und den gewünschten Wohnkomfort schafft.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch das plattenförmige Bauelement mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Besondere Ausgestaltungen dieses Elementes sind in den abhängigen Ansprüchen
2 bis 9 dargestellt. Ein erfindungsgemäßer Boden- oder Wandbelag ist in Anspruch 10
und den zugehörigen abhängigen Ansprüchen 11 und 12 beansprucht. Ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages definiert Anspruch 13. Der Wortlaut sämtlicher
Ansprüche wird hiermit durch Bezugnahme zum Inhalt dieser Beschreibung gemacht.
[0011] Das plattenförmige Element nach der Erfindung besteht im wesentlichen aus einer Holzwerkstoffplatte
mit hoher Wasserbeständigkeit, die eine Beschichtung auf mindestens einem Teil ihrer
Ober- und/oder Unterseite aufweist. Bei der Beschichtung handelt es sich inbesondere
um eine Kunststoffbeschichtung. Weiter besitzt das Element mindestens eine Nut und
mindestens eine Feder. Dieses Element ist erfindungsgemäß nach Art einer Fliese, vorzugsweise
nach Art einer Wand- oder Bodenfliese ausgebildet. Dementsprechend kann das erfindungsgemäße
Bauelement auch als Fliesenelement oder Fliese bezeichnet werden.
[0012] Dieses Element ist erfindungsgemäss derart ausgestaltet, dass Nut und Feder Mittel
zur Festlegung und/oder Verbindung von zwei benachbarten Elementen im Abstand zueinander
sind, wobei die Breite der Feder grösser als die Tiefe der Nut ist und die Differenz
zwischen dieser Breite und dieser Tiefe der gewünschten Fugenbreite eines mit Hilfe
zumindest zweier benachbarter Elemente hergestellten Belages entspricht.
[0013] Die Kombination der genannten Merkmale macht das neue Element überraschenderweise
auch für den Einsatz in Feucht- und Naßräumen geeignet. Dabei kann die Fliese jede
bei Keramikfliesen übliche Größe und Gestalt aufweisen, d.h. im einfachen Fall rechteckig
oder quadratisch sein, grundsätzlich aber auch in jeder anderen bekannten Fliesenform,
auch als Mosaik mit beliebigem Umriß, vorliegen. Dementsprechend sind die Abmessungen
auch in den üblichen Grenzen variierbar. Die Dicke des Elementes kann einer üblichen
Fliesendicke entsprechen, wobei aufgrund des verwendeten Holzwerkstoffes Dicken des
Elementes zwischen 5 und 10 mm bevorzugt sein können. Eine übliche Dicke des Elementes
beträgt insbesondere 8 mm.
[0014] Der Ausdruck "plattenförmig" soll lediglich besagen, daß - wie auch bei Fliesen üblich
- die Länge und Breite des Elementes üblicherweise größer sind als seine Dicke. Selbstverständlich
sollen auch kleine Fliesenelemente, beispielsweise Mosaikfliesen, von der Erfindung
umfaßt sein, bei denen Länge und Breite nur noch wenig größer sein können als die
Dicke.
[0015] Bei der Erfindung ist die Breite der Feder, d.h. die über die eigentliche Oberkante
des Elementes vorstehende Länge der Feder, größer als die Tiefe der entsprechenden
Nut. Auf diese Weise wird erreicht, daß zwischen zwei benachbarten Elementen ein definierter
Abstand verbleibt. Dieser Abstand, der sich aus der Differenz zwischen Breite der
Feder und Tiefe der Nut ergibt, wird so gewählt, daß er der gewünschten Fugenbreite
eines zu verlegenden Fliesenbelages entspricht. Durch diese besondere Maßnahme kann
eine gleichbleibende Fugenbreite gewährleistet werden.
[0016] Nut und Feder als Mittel zur Festlegung und/oder Verbindung der Elemente im Abstand
zueinander erleichtern die Herstellung eines Fliesenbelages, d.h. üblicherweise einer
Fliesenwand oder eines Fliesenfußbodens. Sie sind insbesondere an den am Außenumfang
umlaufenden Schmalseiten des Elementes vorgesehen, die im folgenden als Kantenflächen
bezeichnet werden sollen. Es können beispielsweise aber auch zapfenartige Verbindungsmittel
an einem Element vorgesehen sein, die in eine entsprechende Ausnehmung eines anderen
Elementes einsteckbar sind. Es können auch separate Zapfenelemente in je eine Ausnehmung
von zwei Elementen eingesteckt werden.
[0017] Nuten und Federn können entweder über eine gesamte Kantenfläche des erfindungsgemäßen
Elementes parallel zu dessen Ober- und/oder Unterseite verlaufen, oder an diesen Kantenflächen
nur abschnittsweise vorgesehen sein. Es ist vorgesehen, zur Herstellung einer Nut-Feder-Verbindung
zweier Elemente an einem dieser Elemente die Nut(en) und an dem anderen Element die
Feder(n) vorzusehen. Es ist jedoch auch möglich, eine an beiden Elementen vorgesehene
Nut mit Hilfe einer (separaten) eingelegten oder eingeschobenen Feder zu verbinden.
[0018] In Weiterbildung der Nut-Feder-Verbindung zweier Fliesenelemente nach der Erfindung
ist es bevorzugt, wenn die Fliesenelemente vier Kantenflächen aufweisen und dabei
an zwei aneinandergrenzenden Kantenflächen Nuten und an den beiden übrigen Kantenflächen
Federn vorgesehen sind. Dies betrifft in erster Linie, aber nicht ausschließlich,
quadratische und rechteckige Fliesenelemente. Auf diese Weise lassen sich die Elemente
in einfacher Weise auf einer Fläche verlegen.
[0019] Bei bevorzugten Ausführungsformen können die beschriebenen Nuten eine konische, insbesondere
leicht konische Querschnittsfläche aufweisen. Dabei ist eine solche konische Form
bevorzugt, bei der sich die Nut zum Inneren der Holzwerkstoffplatte hin verjüngt.
Bei solchen Ausführungsformen ist die Form der Querschnittsfläche der entsprechenden
Federn ebenfalls konisch ausgebildet, so daß sich bei nach innen konisch verjüngender
Form der Nut die zugehörige Feder nach außen hin konisch verjüngt. Auf diese Weise
bleibt die gute Passung der Nut-Feder-Verbindung erhalten. Durch die beschriebene
Form der Nut kann die eigentliche Kante flacher ausgebildet und damit die Stoßempfindlichkeit
herabgesetzt werden.
[0020] In Weiterbildung besitzt das erfindungsgemäße Bauelement an seiner Oberseite Ausnehmungen,
Markierungen oder dergleichen, die eine Unterteilung des Elementes, zumindest für
den Betrachter, bewirken. Damit wird der Eindruck hervorgerufen, daß das Element nicht
nur aus einer, sondern aus mindestens zwei, vorzugsweise aus mehreren, Fliesen besteht.
Durch die Markierungen, Ausnehmungen oder dergleichen werden also bei nur einem Element
mehrere Elemente bzw. Fliesen "vorgetäuscht". Dies bringt insbesondere den Vorteil,
daß größere Elemente als die einzelnen Fliesenelemente verlegt werden können. Es können
dabei regelmäßige Muster aus gleichen oder verschiedenen Fliesen oder auch unregelmäßige
Muster dargestellt werden.
[0021] Bei den Markierungen kann es sich um zeichnerische Darstellungen wie Linien, (breite)
Striche und dergleichen handeln. Die Ausnehmungen sind Nuten mit beliebigen, dem Einzelelement
bzw. dessen Umriß angepaßtem Verlauf, vorzugsweise Längsund/oder Quernuten, die insbesondere
an den Stellen der tatsächlich nicht vorhandenen Fugen vorgesehen sind. Die Breite
der Nuten entspricht dabei insbesondere der gewählten Fugenbreite. Derartige Nuten
werden dann wie die (richtigen) Fugen nach dem Verlegen der Elemente mit Fugenmaterial
ausgefüllt.
[0022] Das beanspruchte plattenförmige Element besteht erfindungsgemäß aus einer Holzwerkstoffplatte
hoher Wasserbeständigkeit. Der Ausdruck "wasserbeständig" soll dabei zum Ausdruck
bringen, daß die entsprechende Holzwerkstoffplatte bei Zutritt von Feuchtigkeit oder
Wasser weitgehend nicht quellbar ist. Die geforderten Eigenschaften lassen sich beispielsweise
durch einen sog. Wechselklimatest (Quellung, z.B. 72 Stunden, und anschließende Rücktrocknung)
bewerten. Bei niedriger oder nicht vorhandener Quellbarkeit in solchen Tests erreicht
eine entsprechende Platte eine hohe Dicken-, Kanten- und Oberflächenstabilität, eine
sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahme sowie eine hohe Dimensionsstabilität und Temperaturbeständigkeit.
Entsprechende Holzwerkstoffplatten zeigen auch nach einem Wechselklimatest eine hervorragende
Passung vorhandener Nutund Federteile.
[0023] Obwohl andere Holzwerkstoffplatten grundsätzlich ebenfalls einsetzbar sind, besteht
das erfindungsgemäße Element im vorliegenden Fall vorzugsweise aus einer Holzspanplatte
hoher Wasserbeständigkeit. Derartige Platten werden aus Holzspänen unterschiedlichster
Größe hergestellt, wobei Bindemittel zugesetzt werden. Sie können als Mehrschicht-
oder Vielschichtplatten ausgebildet sein, wobei die Kern- bzw. Deckschichten unterschiedliche
Holzpartikelgrößen aufweisen können. Bei den im Flachpreßverfahren hergestellten sog.
Flachpreßplatten liegen die Späne vorzugsweise parallel zur Plattenebene. Bei den
im Strangpreßverfahren hergestellten Strangpreßplatten orientieren sich die Späne
vorzugsweise senkrecht zur Plattenebene. Bei der Erfindung finden insbesondere die
sog. Flachpreßplatten, insbesondere hochverdichtete Flachpreßplatten, Verwendung.
[0024] Die als bevorzugt genannten, im Flachpreßverfahren hergestellten Holzspanplatten
sind vorzugsweise PMDI-gebunden. Grundsätzlich sind darunter solche Platten zu verstehen,
bei denen die zur Herstellung verwendeten Polyisocyanat-Bindemittel unter den Produktionsbedingungen
zu stabilen, unlöslichen Produkten vernetzen. Derartige Bindemittel sind in erster
Linie die genannten Polyisocyanate auf Basis von polymerem MDI (Diphenylmethan-diisocyanat),
kurz PMDI genannt. Gegebenenfalls kann PMDI auch in Kombination mit anderen Bindemitteln
eingesetzt werden. Diese Platten sind dem Fachmann bekannt und bedürfen dementsprechend
keiner weiteren Erläuterung. Sie sind insbesondere weitgehend frei von Formaldehyd
(wie natürliches Holz) und besitzen die geforderte hohe Wasserbeständigkeit (geringe
Quellbarkeit). Eine besonders geeignete Holzwerkstoffplatte für das erfindungsgemäße
Fliesenelement ist die Holzwerkstoffplatte plysoc ® der Anmelderin.
[0025] Die (Kunststoff-)Beschichtung auf der Oberseite der Holzwerkstoffplatte ist, solange
sie die notwendige Wasserbeständigkeit für einen Einsatz in Feucht- und Naßräumen
aufweist, grundsätzlich frei wählbar. Die Beschichtung wird üblicherweise eine Dekorfunktion
besitzen, um eine bisher eingesetzte Keramikfliese nachzuahmen. Dementsprechend können
die Dekore sehr vielseitig sein. Es können auch Steinböden nachgeahmt werden, Phantasiedekore
gewählt oder auch einfache einfarbige Töne eingesetzt werden. Dementsprechend ist
auch die Auswahl des Kunststofffilms bzw. der Kunststoffbeschichtung unter verschiedenen
Gesichtspunkten möglich. Vorzugsweise werden übliche Melaminharzpapiere verwendet,
wie sie in unterschiedlichen Dekoren bereits vorliegen oder auf Wunsch gefertigt werden
können. Diese Melaminharzpapiere werden durch Heißverschweißen unter Preßdruck auf
die Oberfläche der Holzwerkstoffplatte nach bekannten Verfahren aufgebracht. Über
solche Melaminharz-getränkten Papierschichten können ggf. weitere Deckschichten, sog.
Overlay-Schichten aufgebracht werden. Auch hier kann es sich um Melaminharzpapiere
mit besonderen Eigenschaften handeln, beispielsweise um solche, die transparent oder
durchsichtig sind. Insgesamt wird so eine hochabriebfeste Beschichtung zur Verfügung
gestellt.
[0026] Auf der Unterseite der Holzwerkstoffplatte kann sich vorzugsweise ebenfalls eine
(Kunststoff-)Beschichtung befinden. Diese dient zum einen als sog. Gegenzugschicht,
um ein Verziehen der Holzwerkstoffplatte durch einseitige Beschichtung zu verhindern.
Diese Beschichtung kann aber auch die zusätzliche Punktion einer Feuchtigkeitssperre
oder eines Haftvermittlers übernehmen. Insbesondere für die zuletzt genannte Funktion
kann die Beschichtung auf der Unterseite der Holzwerkstoffplatte eine Strukturierung,
wie beispielsweise eine Oberflächenrauhigkeit, zeigen. Auch für die Beschichtung der
Unterseite kommen insbesondere Melaminharzpapiere, wie sie aus dem Stand der Technik
bekannt sind, zum Einsatz. Eine Dekorfunktion ist auf der Unterseite der Platte üblicherweise
nicht erforderlich.
[0027] Für den Fall, daß auf der Oberseite des erfindungsgemäßen Fliesenelementes Nuten,
insbesondere Längs- und/oder Quernuten, zur "Unterteilung" des Elementes vorgesehen
sind, kann eine ggf. vorhandene Beschichtung auf der Unterseite der Platte an den
den Nuten auf der Oberfläche entsprechenden Stellen teilweise entfernt sein. Dies
wird üblicherweise dadurch erreicht, daß nach dem Aufbringen der Beschichtungen auf
die Ober- und Unterseite, nicht nur auf der Oberseite, sondern auch auf der Unterseite
einander entsprechende Nuten eingefräst werden. Die Nuten auf der Unterseite sollen
dabei gewährleisten, daß die Feuchtigkeit, die beim Trocknen des in die Nuten auf
der Oberseite eingebrachten Fugenmaterials in die Holzwerkstoffplatte eindringt, aus
der Unterseite der Holzwerkstoffplatte in den Untergrund austreten kann. Dies wäre
nicht oder zumindest nur teilweise möglich, wenn sich auf der Unterseite der Holzwerkstoffplatte
eine geschlossene (weitgehend feuchtigkeitsdichte) Beschichtung befinden würde.
[0028] Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung können die beschriebenen Nuten auf
der Unterseite des Fliesenelementes auch dann vorgesehen sein, wenn auf der Oberseite
dieses Elementes keine Nuten vorgesehen sind. In solchen Fällen können die an der
Unterseite vorhandenen Nuten die Verlegbarkeit des Fliesenelementes, insbesondere
wenn dieses mit dem Untergrund verklebt wird, verbessern. Dies ist darauf zurückzuführen,
daß der entsprechende Kleber an den Stellen, an denen die Nuten vorhanden sind, direkt
mit dem Holzwerkstoff in Kontakt kommt. An solchen Stellen wird dann üblicherweise
eine stärkere Klebewirkung eintreten als an den Kontaktstellen zwischen der Kunststoffbeschichtung
an der Unterseite und dem Kleber. Hier kommt hinzu, daß sich der Kleber bei der Verlegung
des Elementes in diesen Nuten auf der Unterseite ansammeln kann. Zur Unterstützung
dieser verbesserten Klebewirkung können die beschriebenen Nuten auf der Unterseite
gegenüber Nuten auf der Oberseite eine vergleichsweise große Breite aufweisen. So
können dann bereits einige wenige Nuten auf der Unterseite für diesen Effekt ausreichen.
Der Effekt der verbesserten Klebewirkung tritt selbstverständlich auch in den Fällen
ein, in denen auch auf der Oberseite Nuten zur optischen Unterteilung des Fliesenelementes
vorgesehen sind.
[0029] Zusammenfassend ist festzustellen, daß die Erfindung ein Bauelement zur Verfügung
stellt, das hervorragend für einen Einsatz in Feucht- und Naßräumen geeignet ist.
Es besitzt zum einen die erforderliche Wasserfestigkeit und ist beispielsweise naß
verfugbar und läßt sich andererseits leicht bearbeiten und verlegen (im Gegensatz
zu Keramikfliesen). Es ist nicht wie Keramikfliesen "fußkalt" und hat beispielsweise
auch für Fußbodenheizungen eine wesentlich bessere Energiebilanz, da es die Wärme
schneller aufnimmt und viel länger speichert. Auf die übrigen bisher genannten Vorteile
wird ausdrücklich Bezug genommen.
[0030] Weiter umfaßt die Erfindung einen Belag aus Bauelementen, insbesondere einen Boden-
oder Wandbelag. Dieser besitzt die in Anspruch 10 genannten Merkmale.
[0031] In Weiterbildung ist dieser Belag mit einer (ausreichend) wasserdichten Fugenmasse
verfugt, die eine ausreichende Elastizität/Flexibilität aufweist und damit reißfest
ist. Dadurch wird ein geschlossener Belag hoher Wasserdichtigkeit und langer Lebensdauer
zur Verfügung gestellt. Die genannte Fugenmasse besteht insbesondere aus einem sog.
kunststoffvergüteten Fugenmaterial, das kommerziell erhältlich ist. Als Kunststoffbestandteile
werden üblicherweise Silikone oder Acrylharze eingesetzt. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf derartige Fugenmaterialien beschränkt. Es ist bespielsweise auch eine sog.
Schweißdrahtverfugung denkbar, bei der beispielsweise PVC-haltige Schmelzkleber zum
Einsatz kommen.
[0032] Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren, bei dem die beschriebenen erfindungsgemäßen
Fliesenelemente auf einem geeigneten Untergrund verlegt und anschließend die gebildeten
Fugen mit einem geeigneten Fugenmaterial verfugt werden. Die Verlegung der Fliesenelemente
erfolgt dabei üblicherweise wie bei bekannten Fliesen unter Verklebung auf den Untergrund
und auch die Verfugung kann in üblicher Weise "naß" erfolgen.
[0033] Die beschriebenen Merkmale und weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen in Verbindung mit den
Unteransprüchen und den Zeichnungen.
[0034] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf verlegte erfindungsgemäße Elemente (vor dem Ausfugen),
- Fig. 2
- einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 (nach dem Ausfugen), und
- Fig. 3
- den Aufbau der Fuge gemäß Fig. 2 als vergrößerten Ausschnitt III.
[0035] In Fig. 1 sind vier erfindungsgemäße Fliesenelemente 1 im verlegten, aber noch nicht
verfugten Zustand dargestellt. Das linke obere, im vorliegenden Fall quadratische
Fliesenelement 1 ist vollständig, die übrigen drei sind nur teilweise dargestellt.
[0036] Jedes Fliesenelement 1 besteht (wie auch in den Figuren 2 und 3 gezeigt) aus einer
Holzwerkstoffplatte hoher Wasserbeständigkeit, insbesondere PMDI-gebundenen Holzspanplatte
(Produkt plysoc ® der Anmelderin). Die Holzwerkstoffplatte 2 ist auf ihrer Unterseite
3 mit einer Kunststoffbeschichtung 4 in Form eines oberflächenstrukturierten Melaminharzpapiers
versehen. Auf der Oberseite 5 der Holzwerkstoffplatte 2 befindet sich eine Kunststoffbeschichtung
6 in Form eines mit Dekoren versehenen Melaminharzpapieres. Die Beschichtungen 4 und
6 dienen in der bereits beschriebenen Weise als Gegenzugfilm, Feuchtigkeitssperre
und Haftvermittler (Kunststoffbeschichtung 4) und zur Nachahmung des Aussehens von
Keramik- oder Steingutfliesen (Kunststoffbeschichtung 6).
[0037] Bei dem dargestellten Fliesenelement 1 sind an den zwei aneinandergrenzenden Kantenflächen
7 parallel zur Ober- und Unterseite längsverlaufende Nuten 8 und an den beiden anderen
aneinandergrenzenden Kantenflächen 9 entsprechende Federn 10 vorgesehen. Die Nuten
8 in den Kantenflächen 7 besitzen die Tiefe t. Die Federn 10 an den Kantenflächen
9 besitzen die über die zugehörige Außenkante vorstehende Breite b. Wie in den Figuren
dargestellt, ist bei dem Fliesenelement 1 die Breite b der Federn 10 größer als die
Tiefe t der Nuten 8, so daß beim Einschieben der Federn 10 in die Nuten 8 eine Fugenbreite
bf verbleibt, die der Differenz zwischen Breite b und Tiefe t entspricht. Durch diese
Ausgestaltung des Fliesenelementes 1 wird eine gleichbleibende Fugenbreite b
f sichergestellt, die vorgegeben und ausgewählt werden kann.
[0038] An der Oberseite 5 des Fliesenelementes 1 sind Längs- und Quernuten 12 vorgesehen,
die den Eindruck hervorrufen, daß das Fliesenelement 1 aus im vorliegenden Fall vier
gleichen Fliesenelementen aufgebaut ist. Die Breite der Nuten 12 entspricht dabei
der gewählten Fugenbreite b
f. Wie bereits beschrieben, werden auch die Nuten 12 genau wie die zwischen den Fliesenelementen
1 gebildeten Fugen nach dem Verlegen mit Fugenmaterial ausgefugt. Die Tiefe der Fugen
12 ist grundsätzlich nicht kritisch. Die Fugen 12 sollten jedoch so viel Fugenmaterial
aufnehmen können, daß eine stabile, erkennbare Verfugung entsteht.
[0039] Die in Fig. 2 zeichnerisch angedeutete und in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnete
Fugenmasse ist aus einem handelsüblichen, insbesondere kunststoffvergüteten Fugenmaterial
hergestellt, das eine ausreichende Wasserdichtigkeit, Flexibilität und Reißfestigkeit
besitzt. Bezüglich der verwendbaren Materialien wird auf die entsprechenden Stellen
in der Beschreibung verwiesen.
[0040] Die Verlegung der erfindungsgemäßen Fliesenelemente 1 wird wie folgt durchgeführt.
Zunächst werden die einzelnen Fliesenelemente 1 auf einem ggf. vorbereiteten Untergrund
verlegt, wobei die Federn 10 in die zugehörigen Nuten 8 eingesteckt werden. Obwohl
eine schwimmende Verlegung der Fliesenelemente 1 grundsätzlich möglich ist, wird man
die Fliesenelemente 1 üblicherweise mit dem Untergrund verkleben. Nachdem auf diese
Weise der Wand- oder Bodenbelag hergestellt ist, können die durch die Nut-Feder-Verbindung
gebildeten Nuten und die ggf. vorhandenen Nuten 12 ausgefugt werden. Wie in Fig. 3
dargestellt, wird dabei zwischen den Fliesenelementen 1 der oberhalb der Feder 10
verbleibende freie Raum mit der Fugenmasse 11 ausgefüllt. Der unterhalb der Feder
10 ausgebildete Raum bleibt leer. Die Ausfugung/Verfugung kann dabei in grundsätzlich
bekannter Weise "naß" erfolgen, d.h. das Fugenmaterial wird mit Wasser angesetzt/angerührt
und in dieser Form auf den Belag aufgebracht. Dies ist insbesondere deshalb überraschend,
da es bisher nicht für möglich gehalten wurde, plattenförmige Elemente mit einem Holzwerkstoff
auf diese Weise für einen Wand- oder Bodenbelag für Feucht- und Naßräume einzusetzen.
1. Plattenförmiges Element (1) nach Art einer Fliese, vorzugsweise nach Art einer Wand-
oder Bodenfliese, bestehend aus einer Holzwerkstoffplatte hoher Wasserbeständigkeit
mit einer Beschichtung (4, 6), insbesondere Kunststoffbeschichtung, auf mindestens
einem Teil ihrer Ober- und/oder Unterseite (3, 5) und mit mindestens einer Nut (8)
und mindestens einer Feder (10), dadurch gekennzeichnet, dass Nut (8) und Feder (10) Mittel zur Festlegung und/oder Verbindung von zwei benachbarten
Elementen im Abstand zueinander sind, wobei die Breite (b) der Feder (10) größer als
die Tiefe (t) der Nut (8) ist und die Differenz zwischen dieser Breite (b) und dieser
Tiefe (t) der gewünschten Fugenbreite (bf) eines mit Hilfe zumindest zweier benachbarter Elemente (1) hergestellten Belages
entspricht.
2. Plattenförmiges Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut und die Feder an den Kantenflächen (7, 9) des Elementes (1) vorgesehen ist.
3. Plattenförmiges Element nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut und die Feder an einer Kantenfläche parallel zur Ober- und Unterseite des
Elementes verlaufend ausgebildet ist.
4. Plattenförmiges Element nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (1), vorzugsweise bei rechteckiger oder quadratischer Grundfläche, vier
Kantenflächen (7, 9) aufweist, wobei vorzugsweise an zwei aneinandergrenzenden Kantenflächen
(7) parallel zur Ober- und Unterseite des Elementes verlaufende Nuten (8) und an den
beiden anderen Kantenflächen (9) parallel zur Ober- und Unterseite des Elementes verlaufende
Federn (10) vorgesehen sind.
5. Plattenförmiges Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite des Elementes Ausnehmungen, Markierungen oder dergleichen vorgesehen
sind, die den Eindruck hervorrufen, dass das Element aus mindestens zwei, vorzugsweise
mindestens zwei gleichen, Elementen aufgebaut ist.
6. Plattenförmiges Element nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite (5) des Elementes (1) Längs- und/oder Quernuten (12) vorgesehen
sind, wobei vorzugsweise die Breite dieser Nuten der gewünschten Fugenbreite eines
mit Hilfe des Elementes hergestellten Belages entspricht.
7. Plattenförmiges Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Holzwerkstoffplatte hoher Wasserbeständigkeit um eine Holzspanplatte
handelt, wobei vorzugsweise die Holzspanplatte PMDI-gebunden ist.
8. Plattenförmiges Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (5) des Elementes (1) eine Dekorbeschichtung (6) aus Kunststoff,
insbesondere eine Melaminharzbeschichtung, vorgesehen ist.
9. Plattenförmiges Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite (3) des Elementes (1) eine vorzugsweise strukturierte Beschichtung
(4) aus Kunststoff, insbesondere eine Melaminharzbeschichtung, vorgesehen ist.
10. Belag, insbesondere Boden- oder Wandbelag, umfassend mindestens zwei benachbarte plattenförmige
Elemente (1) nach Art einer Fliese, vorzugsweise nach Art einer Wandoder Bodenfliese,
jedes Element (1) bestehend aus einer Holzwerkstoffplatte hoher Wasserbeständigkeit
mit einer Beschichtung (4, 6), insbesondere Kunststoffbeschichtung, auf mindestens
einem Teil ihrer Ober- und/oder Unterseite (3, 5), wobei das eine. Element (1) mindestens
eine Nut (8) und das andere Element (1) mindestens eine Feder (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (8) und die Feder (10) Mittel zur Festlegung und/oder Verbindung der zwei
benachbarten Elemente (1) im Abstand zueinander sind, wobei die Breite (b) der Feder
(10) größer als die Tiefe (t) der Nut (8) ist und die Differenz zwischen dieser Breite
(b) und dieser Tiefe (t) der gewünschten Fugenbreite (bf) des Belages entspricht.
11. Belag nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass seine Fugen mit einer wasserdichten und ausreichend reissfesten und flexiblen Fugenmasse
ausgefüllt sind.
12. Belag nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fugenmasse aus einem kunststoffvergüteten Fugenmaterial besteht.
13. Verfahren zur Herstellung eines Belages, insbesondere eines Boden- oder Wandbelages,
dadurch gekennzeichnet, dass Elemente nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9 auf einem geeigneten Untergrund,
insbesondere unter Verkleben mit diesem Untergrund, verlegt und anschliessend die
gebildeten Fugen mit einem geeigneten Fugenmaterial in üblicher Weise, d.h. nass verfugt
werden.
1. Tile-like, preferably wall or floor tile-like, flat element (1), comprising a highly
water-resistant, wooden material plate having a coating (4, 6), particularly a plastic
coating, on at least part of its upper and/or lower surface (3, 5) and with at least
one groove (8) and at least one tongue (10), characterized in that the groove (8) and tongue (10) are means for fixing and/or connecting in spaced manner
two adjacent elements, the width (b) of the tongue (10) being greater than the depth
(t) of the groove (8) and the difference between said width (b) and said depth (t)
corresponds to the desired joint width (bf) of a covering produced with the aid of at least two adjacent elements (1).
2. Flat element according to claim 1, characterized in that the groove and tongue are provided on edge faces (7, 9) of the element (1).
3. Flat element according to claim 2, characterized in that the groove and tongue on an edge face run parallel to the upper and lower surface
of the element.
4. Flat element according to claim 2 or 3, characterized in that the element (1), preferably having a rectangular or square surface area, has four
edge faces (7, 9) and preferably on two adjacent edge faces (7) there are grooves
(8) parallel to the upper and lower surface of the element and on both other edge
faces (9) tongues (10) parallel to the upper and lower surface of the element.
5. Flat element according to one of the preceding claims, characterized in that on the upper surface of the element recesses, markings or the like are provided,
which give the impression that the element is formed from at least two and preferably
at least two identical elements.
6. Flat element according to claim 5, characterized in that longitudinal and/or transverse grooves (12) are provided on the upper surface (5)
of the element (1) and preferably the width of these grooves corresponds to the desired
joint width of a covering produced with the aid of the element.
7. Flat element according to one of the preceding claims, characterized in that the highly water-resistant wooden material plate is a wood chipboard, which is preferably
PMDI-bonded.
8. Flat element according to one of the preceding claims, characterized in that a decorative coating (6) of plastic and in particular a melamine resin coating is
provided on the upper surface (5) of the element (1).
9. Flat element according to one of the preceding claims, characterized in that a preferably structured plastic coating (4) and in particular a melamine resin coating
is provided on the lower surface (3) of the element (1).
10. Covering, particularly floor or wall covering, comprising at least two adjacent tile-like,
preferably wall or floor tile-like, flat elements (1), in which each element (1) comprises
a'highly water-resistant wooden material plate having a coating (4, 6), particularly
a plastic coating, on at least part of its upper and/or lower surface (3, 5), in which
one element (1) has at least one groove (8) and the other element (1) at least one
tongue (10), characterized in that the groove (8) and tongue (10) are means for fixing and/or connecting in spaced manner
the two adjacent elements (1), the width (b) of the tongue (10) being greater than
the depth (t) of the groove (8) and the difference between said width (b) and said
depth (t) corresponds to the desired joint width (bf) of the covering.
11. Covering according to claim 10, characterized in that its joints are filled with a waterproof, adequately tear-resistant and flexible joint
filler.
12. Covering according to claim 11, characterized in that the joint filler comprises a plastic-coated jointing material.
13. Method for producing a covering, particularly a floor or wall covering, characterized in that elements according to at least one of the claims 1 to 9 are laid on a suitable substrate,
particularly accompanied by bonding to said substrate and subsequently the joints
formed are jointed in conventional manner with a suitable joint filler, i.e. wet jointed.
1. Elément plat (1) du type carreau, de préférence d'un carreau de carrelage mural ou
de sol se composant d'une plaque en matériau dérivé du bois de résistance élevée à
l'eau avec un revêtement (4, 6), en particulier un revêtement en matière plastique
sur au moins une partie de sa face supérieure et/ou inférieure (3, 5) et avec au moins
une rainure (8) et au moins une languette (10), caractérisé en ce que la rainure (8) et la languette (10) sont des moyens de fixation et/ou de liaison
de deux éléments voisins à distance l'un de l'autre, la largeur (b) de la languette
(10) étant supérieure à la profondeur (t) de la rainure (8) et la différence entre
cette largeur (b) et cette profondeur (t) correspond à la largueur désirée de jointure
(bf) d'un revêtement réalisé à l'aide d'au moins deux éléments voisins.
2. Elément plat selon la revendication 1, caractérisé en ce que la rainure et la languette sont prévues sur les surfaces de chant (7, 9) de l'élément
(1).
3. Elément plat selon la revendication 2, caractérisé en ce que la rainure et la languette sont agencées sur une surface de chant parallèle à la
face supérieure et supérieure de l'élément.
4. Elément plat selon la revendication 2 ou la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément (1), présente de préférence pour une surface de base rectangulaire ou quadratique
quatre surfaces de chant (7, 9) de préférence des rainures (8) qui s'étendent parallèlement
à la face supérieure et inférieure de l'élément étant prévues contre les surfaces
de chant attenantes (7) et des languettes (10) qui s'étendent parallèlement à la face
supérieure et inférieure de l'élément étant prévues sur les deux autres surfaces de
chants (9).
5. Elément plat selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu sur la surface supérieure de l'élément des évidements, des marques ou
similaires qui donnent l'impression que l'élément est constitué d'au moins deux éléments
de préférence deux éléments identiques.
6. Elément plat selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il est prévu sur la surface supérieure (5) de l'élément (1) des rainures longitudinales
et/ou transversales (12), de préférence la largeur de ces rainures correspond à la
largeur de joint souhaitée d'un revêtement réalisé à l'aide de l'élément.
7. Elément plat selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il s'agit pour la forme en plaque de matériau dérivé du bois de résistance élevée
à l'eau d'une plaque de particules, de préférence la plaque de particules étant liée
PMDI.
8. Elément plat selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur la face supérieure (5) de l'élément (1), il est prévu un revêtement décoratif
(6) en matière plastique, en particulier un revêtement en résine mélaminée.
9. Elément plat selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce sur la face inférieure (3) de l'élément (1), il est prévu de préférence un revêtement
structuré (4) en matière plastique en particulier un revêtement de résine mélaminée.
10. Revêtement en particulier revêtement mural ou de sol, comprenant au moins deux éléments
plats (1) voisins du type carreau, en particulier du type carreau de carrelage mural
ou de sol, chaque élément (1) se composant d'une plaque en matériau dérivé du bois
de résistance élevée à l'eau avec au moins un revêtement (4, 6) en particulier un
revêtement en matière plastique sur au moins une partie de leur surface supérieure
et/ou inférieure (3, 5), un élément (1) présentant au moins une rainure (8) et l'autre
élément (1) présentant au moins une languette (10), caractérisé en ce que la rainure (8) et la languette (10) sont des moyens de fixation et/ou de liaison
de deux éléments voisins (1) à distance l'un de l'autre, la largeur (b) de la languette
(10) étant supérieure à la profondeur (t) de la rainure (8) et la différence entre
cette largeur (b) et cette profondeur (t) correspond à la largueur désirée de jointure
(bf) du revêtement.
11. Revêtement selon la revendication 10, caractérisé en ce que ses joints sont remplis d'une pâte flexible à joint étanche à l'eau et suffisamment
tenace.
12. Revêtement selon la revendication 11, caractérisé en ce que la pâte à joint se compose d'un matériau de joint enrichi en matière plastique.
13. Procédé pour la fabrication d'un revêtement, en particulier d'un revêtement de sol
ou mural, caractérisé en ce que des éléments conformes selon au moins l'une des revendications 1 à 9 sont posés sur
une base appropriée en particulier par collage sur cette base et ensuite les joints
formés sont munis d'un matériau à joint approprié de manière habituelle c'est-à-dire
mouillée.
