[0001] Die Erfindung betrifft einen Gitterträger zur Herstellung mobiler Bauten, insbesondere
von Messe und Ausstellungsständen, bestehend aus mehreren parallel zueinander verlaufenden
Metallprofilen, die durch quer zwischen ihnen verlaufende fachwerkartige Gitterstrukturen
zusammengehalten sind, wobei drei Hohlprofile zu einem Träger mit einem Querschnitt
eines gleichschenkligen Dreiecks zusammengefügt sind.
[0002] Gitterträger werden im Bauwesen zur Herstellung von Überspannungen oder im Maschinenbau
beispielsweise zur Herstellung der Standsäulen oder der Ausleger von Baukränen o.dgl.
verwendet. Sie bestehen in der Regel aus Stahlprofilen, die mit der Gitterstruktur
und mit weiteren Trägern verschweißt oder vernietet sind. Solche Gitterträger eignen
sich sowohl wegen ihres Gewichtes, als auch deswegen nicht für die Herstellung mobiler
Bauten, insbesondere von Messe- und Ausstellungsständen, weil ihre Montage und eine
Demontage viel zu aufwendig ist.
[0003] Zur Herstellung solcher Messe- und Ausstellungsstände sind aber auch Bausysteme bekannt,
bei denen man achteckige Standsäulen mit längsverlaufenden Nuten verwendet, in die
mit Hilfe von geeigneten Spannschlössern Querträger sehr einfach und schnell, aber
auch sehr stabil eingesetzt werden könne (System Octanorm der Octanorm Vertriebs-GmbH
für Bauelemente in Filderstadt). Solche Systeme eignen sich bis zu gewissen Tragweiten.
Für die Überspannung mobiler, schnell auf- und wieder abbaubarer Bauten, für größere
freitragende Deckenkonstruktionen allerdings sind solche Systeme nicht ohne weiteres
geeignet. Hier werden Fachwerksysteme unter Verwendung von Verbindungsknoten vorgesehen
(EP 0 393 090 B1), in die mit Wülsten versehene Enden von Stangen eingehängt werden
können.
[0004] Aus der US-A-3 111 207 ist ein Gitterträger der eingangs genannten Art bekannt, der
in Leichtbauweise ausgebildet ist und daher auch zur Herstellung mobiler Bauten geeignet
ist. Der dort gezeigte Gitterträger besteht aus mehreren parallel zueinander verlaufenden
Metallprofilen, die durch quer zwischen lhnen verlaufende fachwerkartige Gitterstrukturen
zusammengehalten sind. Drei aus Blech gebogene Hohlprofile sind dabei zu einem Träger
mit einem Querschnitt eines gleichschenkligen Dreiecks zusammengefügt. Ein Teil der
Hohlprofile ist dabei vor der Fertigstellung auch mit einem nach außen offenen Schlitz
versehen, der dazu dient, den Innenraum während der Fertigung offen zu halten. Diese
Schlitze werden aber durch Umbiegen von Wandteilen oder durch Einsetzen von Verschlussstreifen
vor der Fertigstellen verschlossen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gitterträger der eingangs genannten
Art so auszubilden, dass er als Ergänzung von bestehenden Messebausystemen verwendbar
ist und für die Möglichkeit von besonderen ästhetischen Effekten geeignet ist
[0006] Zur Lösung -dieser Aufgabe wird bei einem Gitterträger der eingangs genannten Art
vorgesehen, dass das Hohlprofil an der Spitze des Dreiecks mit symmetrisch angeordneten
Hohlkammern und die beiden anderen Hohlprofile mit spiegelsymmetrisch zu der in der
Mitte zwischen den gleichlangen Schenkeln verlaufenden Ebene angeordneten Hohlkammern
versehen sind und dass mindestens ein Teil der Hohlkammern aller Hohlprofile an ihrer
Außenwand mit einem nach außen offenen Schlitz versehen ist.
[0007] Durch diese Ausgestaltung kann der neue Gitterträger an den mit Schlitzen versehenen
Hohlkammern mit Spannschlössem zum Anschluß bekannter Bauteile versehen werden. Es
ist aber auch möglich, diese Schlitze zur Anbringung von Zusatzteilen, beispielsweise
von Beleuchtungsinstallationen oder auch zum Einschieben der Außenkanten von Dekorationsplatten
zu verwenden, so dass auf diese Weise der Gitterträger zu einem ästhetischen Bauelement
werden kann.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung sind alle Hohlprofile als Rohre mit einem äußeren
Kreisquerschnitt ausgebildet, der durch mehrere Innenwände, die zum Teil radial verlaufen,
mit einem konzentrisch angeordneten Kreisrohrkern verbunden sind. Durch diese Ausgestaltung
entstehen stabile Hohlprofile, die aber formschön wirken und beispielsweise aus Leichtmetall,
wie Aluminium, hergestellt werden können. Der Kreisrohrkern bietet dabei in bekannter
Weise die Möglichkeit, Anschlüsse vornehmen zu können oder, wie später noch erwähnt
werden wird, Abschlußplatten auf die Enden der Hohlprofile aufzusetzen.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung kann jedes Hohlprofil mit drei Kammern mit nach außen
offen Schlitzen versehen sein, wobei jeweils zwei der Schlitze zu einem Schlitz in
einem benachbarten Hohlprofil hin gerichtet sind, während der dritte Schlitz jeweils
in einer vom Dreiecksquerschnitt weg nach außen weisenden Kammer angeordnet ist. Diese
Ausgestaltung ermöglicht das Einschieben von Dekorationsplatten in der vorher erwähnten
Weise in die mit den Schlitzen aufeinanderzugewandten Kammern, wobei die diesen Schlitzen
zugeordneten Kammern groß genug auszulegen sind, um das Einführen der Plattenkanten
zu gewährleisten.
[0010] Die nach außen weisenden Kammern mit ihren Schlitzen ermöglichen, wie bereits angedeutet,
den Anschluß zusätzlicher Säulen oder Träger mit Hilfe bekannter Spannschlösser. Die
Schlitze und die Kammern können zu diesem Zweck an die bei bekannten Messebausystemen
vorgesehenen Befestigungsschlitze angepaßt sein.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen werden, daß man die Schlitze, die
nicht benötigt werden, durch dekorative Profilleisten verschließt.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß man Dreiecksplatten zum Anschluß
an die Stirnenden der Hohlprofile verwendet, die beispielsweise mit dem Kreisrohrkern
verschraubt werden können.
[0013] Diese Dreiecksplatten können in Weiterbildung der Erfindung mit Kupplungsmitteln
zum Anschluß weiterer Gitterträger oder zum Anschluß an Standsäulen versehen werden,
wobei die Kupplungsmittel bei einer ersten Ausgestaltung aus zwei mit Versteifungsrippen
geführten Schraubbolzen bestehen, deren freie Enden Einhängeköpfe für säulenartige
Anschlußköpfe mit Einhängenuten aufweisen. Diese säulenartigen Anschlußköpfe lassen
sich beispielsweise auf die vorher erwähnten bekannten Standsäulen aufsetzen, und
sie weisen Einführungsausnehmungen für die Einhängeköpfe der Kupplungsmittel auf.
Gitterträger nach der Erfindung sind auf diese Weise in sehr einfacher Weise quer
zu bekannten Standsäulen anzuordnen oder können in anderer Weise mit bekannten Systemen
gekoppelt werden.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung können die Kupplungsmittel aber auch aus Öffnungen
zum Einführen von Steckzapfen bestehen, die an den Anschlußköpfen angebracht sind.
Auf diese Weise wird es auch möglich, Gitterträger nach der Erfindung selbst als Standsäulen
zu verwenden und sie über ihre Dreiecksplatten mit querverlaufenden Gitterträgern
oder mit anderen Profilteilen zu kombinieren.
[0015] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen gezeigt, die
im folgenden erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- die schematische perspektivische Darstellung eines Gitterträgers nach der Erfindung
mit zwei an seinen Stirnenden anzuordnenden Dreiecksplatten,
- Fig. 2
- ein Ende eines Gitterträgers nach der Erfindung, dessen Stirnende eine Dreickecksplatte
mit Kupplungsmitteln zum Verbinden mit einem säulenartigen Verbindungsstück aufweist,
- Fig. 3
- die Darstellung eines Querschnittes durch den Gitterträger der Fig. 1 mit eingeschobenen
Dekorationsplatten und Verschlußleisten,
- Fig. 4
- die Teildarstellung eines Gitterträgers nach der Erfindung, an dem eine Elektroinstallationsleiste
mit einem Scheinwerfer angebracht ist,
- Fig. 5
- den Gitterträger nach der Erfindung mit allseitig angeordneten Dekorstionsplatten
und integrierten Beleuchtungsmitteln,
- Fig. 6
- die Ausgestaltung eines Gitterträgers nach der Erfindung als Standsäule mit entsprechend
ausgebildeten stirnseitigen Dreiecksplatten,
- Fig. 7
- den als Standsäule verwendeten Gitterträger der Fig. 6 mit einem aufgesetzten säulenartigen
Anschlußkopf nach Fig. 2 und zwei daran angeordneten, als Querträger dienenden Gitterträgern
nach der Erfindung, sowie mit der Möglichkeit eines axial aufsetzbaren weiteren Gitterträgers,
- Fig. 8
- eine Ausgestaltung ähnlich Fig. 7, bei der jedoch anstelle eines weiteren Gitterträgers
eine bekannte Standsäule axial zu dem ersten, als Standsäule dienenden Gitterträger
vorgesehen wird,
- Fig. 9
- die schematische Darstellung des Einsatzes mehrerer Gitterträger nach der Erfindung
zum Aufbau eines Messestandes,
- Fig. 10
- die schematische Darstellung der Verwendung von erfindungsgemäßen Gitterträgern zum
Aufbau eines Dekkengewölbes,
- Fig. 11
- eine vergrößerte Darstellung eines Teiles aus der Darstellung der Fig. 2,
- Fig. 12
- eine Explosionsdarstellung des Anschlußkopfes der Fig. 11, und
- Fig. 13
- einen vergrößert dargestellten Teilschnitt durch das Profil des Befestigungskopfes
nach den Fig. 11 und 12.
[0016] In den Fig. 1 bis 3 ist ein Gitterträger nach der Erfindung gezeigt, der aus drei
Hohlprofilen 1, 2 und 3 aufgebaut ist, die beispielsweise als Strangpreßprofile aus
Aluminium hergestellt sein können. Diese drei Hohlprofile 1, 2 und 3 sind parallel
zueinander ausgerichtet und, wie der Querschnitt der Fig. 3 zeigt, durch zwischen
Ihnen verlaufende fachwerkartig ausgebildete Gitterstrukturen 4 zu einem Träger mit
einem Querschnitt eines gleichschenkligen Dreiecks zusammengefügt. Die Gitterstruktur
4 ist angeschweißt. Sie besteht beim Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus schräg
zu den Längsachsen der Hohlprofile 1 bis 3 gelegten Dreiecksstrukturen.
[0017] Die Fig. 3 läßt erkennen, daß die beiden Hohlprofile 2 und 3 identisch ausgebildet,
jedoch spiegelsymmetrisch zu einer Ebene 5 verlegt sind, die in der Mitte der beiden
gleichlangen Schenkel 6 des Dreiecksquerschnitts und durch den Schnittpunkt dieser
beiden Schenkel 6 verläuft. An dieser Dreiecksspitze ist das Hohlprofil 1 angeordnet,
das aber anders als die Hohlprofile 2 und 3 ausgebildet ist, welche mit ihren Achsen
jeweils am Schnittpunkt der Schenkel 6 mit der Grundlinie 7 des Dreiecks liegen.
[0018] Das Hohlprofil 1 besitzt eine Außenwand mit Kreisquerschnitt und konzentrisch zu
dieser Außenwand einen Kreisrohrkern 8, von dem aus vier Trennwände zur Bildung von
vier Hohlkammern 9, 10, 11 und 12 und von den parallel zu den Schenkeln verlaufenden
Trennwänden aus noch weitere Trennwände zur Bildung von zwei weiteren Kammern 13 und
14 vorgesehen sind. Alle Trennwände sind dabei symmetrisch zu der Mittelebene 5 angeordnet.
Die Kammern 13 und 14 sind mit einem nach außen und zwar jeweils zum Profil 3 bzw.
2 hin offenen Schlitz 15 versehen, wobei der Schlitz 15 der Kammer 13 beim dargestellten
Ausführungsbeispiel durch eine Profilleiste 16 verschlossen ist und in dem Schlitz
15 der Kammer 14 eine Kante einer Dekorationsplatte 17 aufgenommen ist. Die Kammer
12 besitzt einen nach außen offenen Schlitz 18, dessen Längsachse mit der Mittelebene
5 zusammenfällt.
[0019] Die Hohlprofile 2 und 3 besitzen ebenfalls einen Kreisrohrkern 8, von dem aus sich
fünf Trennwände zur äußeren Ringrohrwand erstrecken, die fünf Hohlkammern 19, 20,
21, 22 und 23 bilden. Von diesen Kammern sind die Kammern 20, 21 und 23 wiederum mit
nach außen offenen Schlitzen 15 versehen, wobei in dem Schlitz der Kammer 23 jeweils
analog zu der Ausbildung der Kammern 13 und 14 eine Profilleiste 16 bzw. eine Kante
der Dekorationsplatte 17 aufgenommen ist. Die Schlitze der Kammern 21 sind ebenfalls
so angeordnet, daß sie aufeinanderzugerichtet sind. Sie können wahlweise mit Profilleisten
16 verschlossen werden, wie in der linken Hälfte der Fig. 3 angedeutet ist, oder es
kann eine Dekorationsplatte 17, ähnlich wie auf der rechten Seite der Fig. 3 gezeigt,
in diese Schlitze eingeschoben werden. Die anderen Schlitze 15 der Kammern 20 sind
nach außen offen. Deren Längsachse liegt jeweils symmetrisch zur Mittelebene 5 angeordent
in einer parallel zur Ebene 5 verlaufenden Ebene.
[0020] Die Fig. 1 zeigt, daß die Stirnenden der drei Hohlprofile 1 bis 3 von Dreiecksplatten
24 abgedeckt werden können, die beispielsweise unter Verwendung von nicht näher gezeigten
Schrauben an dem Kreisrohrkern 8 der Profile 1 bis 3 befestigt werden können. Die
Platten 24 schließen so die Stirnflächen des Gitterträgers ab der, wie insbesondere
in Fig. 5 zu erkennen ist, durch die Anordnung von Dekorationsplatten 17 an den Dreckecksseiten
zu einem allseitig geschlossenen Strukturelement ausgebildet werden kann, das insbesondere
im Messe- und Ausstellungsbau als besonderer Blickfang dienen kann.
[0021] Die Fig. 2 zeigt, daß auf die Dreiecksplatten 24 ein Kupplungsmittel 25 in der Form
von zwei in entsprechenden Rippenversteifungen 26 geführten Schraubbolzen 27 angeschraubt
ist. Die freien Enden der Schraubbolzen 27 sind dabei mit Einhängeköpfen 31 größeren
Durchmessers versehen, die sich gemäß Fig. 2 von oben her in die Haltenuten 28 eines
rohrförmigen Anschlußkopfes 29 einhängen lassen dadurch, daß der an sich achteckige
Querschnitt des Anschlußkopfes 29 durch zwei umlaufenden Ringnuten 30 unterbrochen
ist, in die die Einhängeköpfe 31 radial eingeschoben und dann axial hinter die Nuten
28 gesetzt werden. Zwei Flügelschrauben 32, die von Hand anziehbar sind, sorgen dann
für die Befestigung der Kupplungsmittel 25 mit der Dreiecksplatte 24 und dem daranhängenden
Gitterträger.
[0022] Die Figuren 4 und 5 zeigen zunächst zwei Gitterträger nach der Erfindung in einer
Ausführung nach Fig. 1 mit stirnseitig aufgesetzten Dreiecksplatten 24, wobei beim
Ausführungsbeispiel der Fig. 4 über nicht näher gezeigte Spannschlösser in eine der
Kammern 13 oder 14 (Fig. 3) ein Elektroinstallationsprofil 33 eingehängt ist, das
wiederum, wie schematisch dargestellt, zur verschiebbaren Anordnung eines Scheinwerfers
34 ausgenützt werden kann. Die Fig. 5 dagegen zeigt die Möglichkeit, den mit der Dreiecksplatte
24 stirnseitig abgeschlossenen Gitterträger mit dem Hohlprofil 1 nach oben in nicht
näher dargestellter Weise zu befestigen und jeweils mit Dekorationsplatten 17 voll
nach außen abzuschließen, so daß er als eine Art Strukturelement eingesetzt werden
kann und, wie Fig. 5 zeigt, in der nach unten gerichteten Dekorationsplatte auch noch
mit integrierten Lichtquellen 35 ausgerüstet werden kann.
[0023] Die Figuren 6 bis 8 knüpfen zunächst an die Befestigungsart nach Fig. 2 an. Die Fig.
7 zeigt dabei den Anschlußkopf 29, an dem in der anhand der Fig. 2 erläuterten Weise
zwei Gitterträger nach der Erfindung über die Kupplungsmittel 25 und die Dreiecksplatten
24 quer angebracht sind. Hier ist nun dieser Anschlußkopf 29 mit seinem aus Fig. 2
ersichtlichen unteren Steckzapfen 36 in eine aus Fig. 6 ersichtliche Aufnahmeöffnungen
37 einer Dreiecksplatte 24 eingeschoben, die hier als oberer stirnseitiger Abschluß
eines Gitterträgers nach der Erfindung dient, der als eine Standsäule ausgenützt ist.
Drei der erfindungsgemäßen Gitterträger bilden auf diese Weise gemäß Fig. 7 (oder
8) eine Raumecke. Natürlich wäre es noch möglich, weitere Querträger am Anschlußkopf
29 anzuschließen.
[0024] Die Fig. 2 zeigt aber auch, daß das Anschlußkopf 29 an seiner von dem Steckzapfen
36 abgewandeten Seite mit einem Ringflansch 39 versehen ist, der eine zentrale Öffnung
38 aufweist, in der nun wiederum ein Steckzapfen 40 einführbar und befestigbar ist,
welcher an einer Dreiecksplatte 24 gemäß Fig. 6 stirnseitig abragend angebracht ist.
Es wird auf diese Weise, wie Fig. 7 zeigt, möglich, den als Standsäule dienenden Gitterträger
axial nach oben zu verlängern.
[0025] Wie die Fig. 8 aber auch zeigt, wird es möglich, dem Anschlußkopf 29 den vorher schon
erwähnten Steckzapfen 40 zuzuordnen und mit dessen Hilfe eine bekannte Profilsäule
41 mit achteckigem Querschnitt und mit Nuten in der Art der Nuten 28 des Anschlußkopfes
29 aufzusetzen. In diesem Fall wird es möglich, eines der bekannten Bausysteme für
Messe- und Ausstellungsbauten, wie es von der Anmelderin vertrieben wird, mit den
Gitterträgern nach der vorliegenden Erfindung zu kombinieren.
[0026] Selbstverständlich ist es auch, wie anhand der Fig. 3 schon angedeutet worden ist,
möglich, den Schlitz 18 der Kammer 12 des Profiles 1 und die Schlitze 15 der beiden
Kammern 20 der Profile 2 und 3 dazu auszunützen, um handelsübliche Bauteile mit Hilfe
von Spannschlössern mit den Gitterträgern nach der Erfindung zu kombinieren.
Die Figuren 9 und 10 zeigen zwei Beispiele des Einsatzes der neuen Gitterträger im
Zusammenhang mit anderen Messebausystemteilen, wie sie schon auf dem Markt befindlich
sind. Bei dem Ausstellungsstand gemäß Fig. 9 sind dabei mehrere Gitterträger nach
der Erfindung verwendet, die nun mit dem Bezugszeichen 42 versehen sind. Drei dieser
Gitterträger 42 sind dabei an Standsäulen 44 handelsüblicher Art angebracht, welche
oben mit einem - beim Ausführungsbeispiel noch zusätzlich verkleideten - Anschlußkopf
29 versehen sind. An diesem Anschlußkopf sind die Kupplungsmittel 25 und über diese
und die Dreiecksplatten 24 die Gitterträger 42 eingehängt. Diese Gitterträger und
die Säulen 44 sind durch handelsübliche Standsäulen 41 und entsprechende Wandplatten
45 zu dem dargestellten Stand ergänzt.
[0027] Die Fig. 10 zeigt, daß man z.B. mit Hilfe von drei Gitterträgern 42 gewölbeartige
Deckenkonstruktionen herstellen kann, wenn entsprechende und schon auf dem Markt befindliche
Bogenteile 43 an den offenen Schlitzen der Kammern 20 (Fig. 3) der Hohlprofile 3 bzw.
2 angeordnet werden. Die neuen Gitterträger erlauben so eine Vergrößerung der Einsatzmöglichkeiten
vorhandener Bauteile für Messe- und Ausstellungsbauten. Sie ergänzen damit solche
Messebausysteme, lassen sich aber selbstverständlich auch ohne solche Teile, beispielsweise
in der in der Fig. 7 gezeigten Art, als leicht und schnell, aber stabil zusammenzusetzende
Messebauteile verwenden.
[0028] Die Fig. 11 zeigt zunächst den Anschlußkopf 29, der, wie auch noch anhand der Fig.
12 und 13 erläutert werden wird, aus einem rohrförmigen Hohlprofil besteht, das am
Außenumfang mit axial verlaufenden Schlitzen 50 (bzw. Nuten 28 gemäß Fig. 2) versehen
ist, die in ebenfalls axial verlaufende Kammern 51 münden. Diese Hohlkammern 51 sind
so ausgebildet, daß sie die Einhängeköpfe 31 der Schraubbolzen 29 aufnehmen können.
Natürlich wäre es auch möglich, anstelle der Dreiecksplatten 24 mit den Kupplungsmitteln
25 andere Einhängeköpfe 31 von anderen Trägern, beispielsweise von Trägern, bei denen
die Schraubbolzen 27 mit zwei parallel zueinander verlaufenden Profilrohren fluchten,
die untereinander durch ein ebenes Gitter verbunden sind, aufzunehmen. Auf diese Weise
wäre dann der Anschluß von Flachgitterträgern möglich.
[0029] Die Fig. 11, insbesondere aber die Fig. 12 zeigen deutlich, daß der säulenartige
Rohrabschnitt des Anschlußkopfes 29 mit zwei im Abstand zueinander verlaufenden Ringnuten
30 unterbrochen ist, deren axiale Abmessung groß genug ist, um die Einhängeköpfe 31
in Radialrichtung auf die Achse des Rohrabschnittes des Anschlußkopfes 29 einzuführen
und dann axial in die Kammern 51 nach unten verschieben zu können. Die Fig. 11 und
12 zeigen aber auch, daß der Rohrabschnitt des Anschlußkopfes oben und unten durch
jeweils einen Ringflansch 39 abgeschlossen ist, der mit Hilfe von Schrauben 53 unmittelbar
am Stirnende des Rohrabschnittes angebracht ist. Die Schrauben 53 greifen dabei durch
Ausnehmungen 54 des Ringflansches 39 durch und können in Innennuten 55 des Rohrabschnittes
eingreifen und dort verschraubt werden. In gleicher Weise läßt sich der untere Ringflansch
39 befestigen, an dem auch noch ein hohlzylindrisches Anschlußstück 36 mit einer stirnseitigen
Abschlußplatte 56 in der gleichen Weise angeschraubt werden kann, wobei auch hier
die Schrauben 53 durch entsprechende Ausnehmungen 54' greifen können.
[0030] Wie insbesondere aus Fig. 13 entnehmbar ist, sind parallel zu den Einhängenuten 50
und radial innerhalb derselben an der Innenseite der Kammern 51 weitere Nuten 57 vorgesehen,
die dazu ausgenützt werden können, daß handelsübliche Spannschlösser bekannter Bausysteme
eingeführt werden können, über die wiederum ebenfalls handelsübliche Querträger an
dem Rohrabschnitt des Anschlußkopfes 29 angebracht werden können. Der Anschlußkopf
29 ist daher universal einsetzbar.
[0031] Die Fig. 11 und 12 lassen schließlich noch erkennen, daß in die Einhängenuten 50
und in die Kammern 51 Nutensteine 58 von den Ringnuten 30 her einsetzbar sind, die
auf dem unteren Ringflansch 39 aufliegen und auf diese Weise zur Höheneinstellung
der eingehängten Einhängeköpfe 31 dienen können. Durch Auswechseln der Nutensteine
wird es daher auch in einfacher Weise möglich, die Höheneinstellung beispielsweise
der Gitterträger nach Fig. 2 am Anschlußkopf 29 zu variieren.
1. Gitterträger zur Herstellung mobiler Bauten, insbesondere von Messe und Ausstellungsständen,
bestehend aus mehreren parallel zueinander verlaufenden Metallprofilen, die durch
quer zwischen ihnen verlaufende fachwerkartige Gitterstrukturen zusammengehalten sind,
wobei drei Hohlprofile (1, 2, 3) zu einem Träger mit einem Querschnitt eines gleichschenkligen
Dreiecks zusammengefügt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hohlprofil (1) an der Spitze des Dreiecks mit symmetrisch angeordneten Hohlkammern
und die beiden anderen Hohlprofile (2 und 3) mit spiegelsymmetrisch zu der in der
Mitte zwischen den gleich langen Schenkeln (6) verlaufenden Ebene (5) angeordneten
Hohlkammern versehen sind und dass mindestens ein Teil der Kammern aller Hohlprofile
an ihrer Außenwand mit einem nach außen offenen Schlitz (15, 18) versehen ist.
2. Gitterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Hohlprofile (1 bis 3) als Rohre mit einem äußeren Kreisquerschnitt ausgebildet
und durch mehrere Innenwände, die zum Teil radial verlaufen, mit einem konzentrisch
angeordneten Kreisrohrkern (8) verbunden sind.
3. Gitterträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Hohlprofil (1 bis 3) mit drei Kammern (12, 13, 14 bzw. 20, 21, 23) mit nach
außen offenen Schlitzen versehen ist, wobei jeweils zwei der Schlitze (15) zu einem
Schlitz in einem benachbarten Hohlprofil gerichtet sind, während der dritte Schlitz
(18) jeweils in einer vom Dreiecksquerschnitt weg nach außen weisenden Kammer (12
bzw. 20) angeordnet ist.
4. Gitterträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Schlitz (18) des an der Spitze des Dreiecks liegenden Hohlprofils (1)
in der zwischen den gleichlangen Schenkeln (6) verlaufenden Symmetrieebene (5) liegt.
5. Gitterträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Schlitz (15) der beiden, die Grundlinie (7) des Dreiecks einschließenden
Hohlprofile (2 und 3) in einer parallel zu der Symmetrieebene (5) verlaufenden Ebene
liegt.
6. Gitterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Profilleisten (16) zum Verschließen der Schlitze (15, 18) vorgesehen sind.
7. Gitterträger nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Dekorplatten (17) zum Einschieben in die aufeinanderzugerichteten Schlitze (15) vorgesehen
sind, und daß die diesen Schlitzen zugeordneten Kammern (13, 14 bzw. 21 und 23) groß
genug ausgelegt sind, um das Einführen der Plattenkanten zu gewährleisten.
8. Gitterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Dreiecksplatten (24) an die Stirnenden der Hohlprofile (1 bis 3) ansetzbar sind.
9. Gitterträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreiecksplatten (24) mit Kupplungsmitteln (25, 37) zum Anschluß weiterer Gitterträger,
oder zum Anschluß an Standsäulen (41) ausgerüstet sind.
10. Gitterträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsmittel aus zwei mit Versteifungsrippen (26) geführten Schraubbolzen
(27) bestehen, deren freie Enden Einhängeköpfe (31) für säulenartige Anschlußköpfe
(29) mit Einhängenuten (28) aufweisen.
11. Gitterträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsmittel aus Öffnungen (38) zum Einführen von Steckzapfen (36, 40) bestehen,
die in den Anschlußköpfen (29) oder an Dreiecksplatten (24) angebracht sind.
1. Lattice beam for making mobile structures, in particular fair and exhibition stands,
consisting of several metal sections extending parallel with one another, which are
held together by trellis-type lattice structures, three hollow sections (1, 2, 3)
being assembled to make up a support having the cross section of an isosceles triangle.
characterised in that
the hollow section (1) disposed at the apex of the triangle is provided with symmetrical
hollow chambers and the other two hollow sections (2 and 3) are provided with hollow
chambers arranged symmetrically in mirror image relative to the plane (5) running
in the middle between the sides (6) of equal length, and at least some of the chambers
of all hollow sections are provided with a slit (15, 18) on their external wall open
towards the outside.
2. Lattice beam as claimed in claim 1, characterised in that all hollow sections (1 to 3) are provided as tubes with a circular external cross
section and are joined to a concentrically disposed tubular core (8) by means of several
internal walls which extend partly radially.
3. Lattice beam as claimed in claim 2, characterised in that every hollow section (1 to 3) is provided with three chambers (12, 13, 14 or 20,
21, 23) with outwardly open slits, two of the respective slits (15) being directed
towards a slit in an adjacent hollow section, whilst the third slit (18) is respectively
arranged in a chamber (12 or 20) pointing away from the triangle cross section.
4. Lattice beam as claimed in claim 3, characterised in that the third slit (18) of the hollow section (1) disposed at the apex of the triangle
lies in the plane of symmetry (5) extending between the sides (6) of equal length.
5. Lattice beam as claimed in claim 3, characterised in that the third slit (15) of two hollow sections (2 and 3) subtending the base (7) of the
triangle lies in a plane parallel with the plane of symmetry (5).
6. Lattice beam as claimed in claim 1, characterised in that strips of section (16) are provided to close off the slits (15, 18).
7. Lattice beam as claimed in claims 1 and 3, characterised in that decorative plates (17) are provided for inserting in the mutually facing slits (15)
and the chambers (13, 14 or 21, 23) associated with these slits are large enough to
ensure that the plate edges can be inserted therein.
8. Lattice beam as claimed in claim 1, characterised in that triangular plates (24) can be placed on the end faces of the hollow sections (1 to
3).
9. Lattice beam as claimed in claim 8, characterised in that the triangular plates (24) are fitted with coupling means (25, 37) for connecting
other lattice beams or for connecting to stand pillars (41).
10. Lattice beam as claimed in claim 9, characterised in that the coupling means consist of two threaded bolts (27) with stiffening ribs (26),
the free ends of which have slot-in heads (31) for pillar-type connector heads (29)
with slot-in grooves (28).
11. Lattice beam as claimed in claim 9, characterised in that the coupling means consist of openings (38) for inserting mounting pins (36, 40)
which are mounted in the connector heads (29) or on triangular plates (24).
1. Poutre en treillis pour la fabrication de constructions mobiles, en particulier de
stands de foires et d'expositions, comprenant plusieurs profilés métalliques orientés
parallèlement les uns aux autres, qui sont maintenus ensemble par des structures en
treillis orientées transversalement auxdits profilés, trois profilés creux (1, 2,
3) étant assemblés pour former une poutre avec une section d'un triangle équilatéral,
caractérisée en ce que le profilé creux (1) au sommet du triangle est muni de logements creux disposés de
manière symétrique et les deux autres profilés creux (2 et 3) sont munis de logements
creux disposés de manière symétrique par rapport au plan (5) passant au centre entre
les côtés (6) de longueur égale, et en ce qu'au moins une partie des logements de tous les profilés creux est munie sur leur paroi
extérieure d'une fente (15, 18) ouverte vers l'extérieur.
2. Poutre en treillis selon la revendication 1, caractérisée en ce que tous les profilés creux (1 à 3) ont la forme de tubes avec une section extérieure
circulaire et sont reliés par plusieurs parois intérieures, qui sont orientées en
partie dans le sens radial, avec un noyau tubulaire circulaire (8) disposé de manière
concentrique.
3. Poutre en treillis selon la revendication 2, caractérisée en ce que chaque profilé creux (1 à 3) est muni de trois logements (12, 13, 14 respectivement
20, 21, 23) avec des fentes ouvertes vers l'extérieur, deux des fentes (15) étant
orientées vers une fente dans un profilé creux voisin, tandis que la troisième fente
(18) est disposée dans un logement (12, respectivement 20) regardant vers l'extérieur
à partir de la section triangulaire.
4. Poutre en treillis selon la revendication 3, caractérisée en ce que la troisième fente (18) du profilé creux (1) se trouvant au sommet du triangle est
située dans le plan de symétrie (5) passant entre les côtés (6) de longueur égale.
5. Poutre en treillis selon la revendication 3, caractérisée en ce que la troisième fente (15) des deux profilés creux (2 et 3) formant la base (7) du triangle
est située dans un plan parallèle au plan de symétrie (5).
6. Poutre en treillis selon la revendication 1, caractérisée en ce que des bandes profilées (16) sont prévues pour fermer les fentes (15, 16).
7. Poutre en treillis selon les revendications 1 et 3, caractérisée en ce que des plaques décoratives (17) sont prévues pour être insérées dans les fentes (15)
orientées l'une vers l'autre et en ce que les logements (13, 14, respectivement 21, 23) associés à ces fentes sont conçus suffisamment
grands pour garantir l'introduction des arêtes des plaques.
8. Poutre en treillis selon la revendication 1, caractérisée en ce que des plaques triangulaires (24) peuvent être posées aux extrémités frontales des profilés
creux (1 à 3).
9. Poutre en treillis selon la revendication 8, caractérisée en ce que les plaques triangulaires (24) sont équipées de moyens d'accouplement (25, 37) pour
raccorder d'autres poutres en treillis ou pour le raccordement à des montants de stand
(41).
10. Poutre en treillis selon la revendication 9, caractérisée en ce que les moyens d'accouplement comprennent deux goujons filetés (27) guidés avec des nervures
de renfort (26) et dont les extrémités libres présentent des têtes d'accrochage (31)
pour des têtes de raccordement (29) en forme de colonnes avec des encoches d'accrochage
(28).
11. Poutre en treillis selon la revendication 9, caractérisée en ce que les moyens d'accouplement comprennent des ouvertures (38) pour introduire des tourillons
d'emboîtement (36, 40) qui sont disposés dans les têtes de raccordement (29) ou sur
des plaques triangulaires (24).