| (19) |
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(11) |
EP 0 974 461 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.02.2002 Patentblatt 2002/09 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.06.1999 |
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| (54) |
Heberfarbwerk für eine Druckmaschine
Vibrator-type inking system for a printing machine
Système d'encrage à preneur pour une machine à imprimer
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
21.07.1998 DE 19832722
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.01.2000 Patentblatt 2000/04 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Walther, Thomas
63579 Freigericht (DE)
- Franz, Karl-Heinz
63741 Aschaffenburg (DE)
- Ortner, Robert
63755 Alzenau (DE)
- Hummel, Peter
63069 Offenbach (DE)
- Jung, Ulrich, Dr.
65551 Limburg (DE)
- Parlak, Hasan
64289 Darmstadt (DE)
- Funke, Manfred, Dr.
63073 Offanbach/Main (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 475 120 DE-A- 3 917 074 FR-A- 574 658
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DE-A- 3 706 602 DE-A- 4 017 307
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[Stand der Technik]
[0001] Ein Heberfarbwerk dieser Art ist aus DE 37 06 602 C2 bekannt. Danach ist die zu verarbeitende
Druckfarbe von einer Farbkastenwalze als Farbzuführwalze mittels einer Farbheberwalze
an eine erste Farbreiberwalze als erste Farbwerkwalze übertragbar. Weiterhin ist ein
Farbwalzenzug der Farbreiberwalze nachgeordnet und weist mehrere an einem Plattenzylinder
anliegende Farbauftragwalzen auf. Dabei ist in Drehrichtung des Plattenzylinders eine
vorgeordnete Farbauftragwalze mit einer nachgeordneten Farbauftragwalze durch eine
Farbreiberwalze gekoppelt. Im Farbwerkwalzenzug ist eine Farbverteilerwalze angeordnet,
welche einerseits mit der Farbzuführung (Farbkastenwalze, Farbheberwalze und erste
Farbreiberwalze) und andererseits mit einem ersten und einem dazu parallel geschalteten
zweiten Walzenstrang mit wenigstens einer am Plattenzylinder anliegenden Farbauftragwalze
in Funktionsverbindung ist.
[0002] Bei einer Farbzuführung mittels Farbheberwalze treten durch den Farbheberstreifen
bedingte Farbdichteschwankungen im Farbwerk auf, die durch eine Vielzahl von Farbwalzen
(mehrere Spaltstellen) verringert werden sollen.
[0003] Aus EP 0 475 120 A1 ist ein weiteres Heberfarbwerk mit einer zwischen einer Farbkastenwalze
und einer ersten Übertragwalze pendelnd angeordneten Heberwalze bekannt. Die erste
Übertragwalze ist separat antreibbar und ist mit einer benachbarten Schwingwalze im
formschlüssigen Drehkontakt. Um durch den Heberschlag erzeugte Torsionsschwingungen
nicht auf den nachgeordneten Walzenzug zu übertragen, ist die Schwingwalze in einem
bewegbaren Rahmen gelagert und ist mit der ersten Übertragwalze mittels Räderzug gekoppelt.
Der Rahmen mit Schwingwalze ist dabei derart bewegbar, dass die Schwingwalze aus der
Kontaktposition zu einer nachgeordneten zweiten Übertragwalze des Walzenzuges herausgehalten
wird, wenn die Heberwalze gegen die Oberfläche der ersten Übertragwalze bewegt wird.
[0004] Ein weiteres Heberfarbwerk ist gemäß ist DE 39 17 074 A1 bekannt. Der ersten Übertragwalze
(Farbreibzylinder) ist eine Farbwalze nachgeordnet, welche mit einer Aushebevorrichtung
gekoppelt ist. Die Aushebevorrichtung ist als Kurven- und Koppelgetriebe ausgebildet
und trennt die Farbwalze vom Farbreibzylinder im Hebertakt kurz vor der Anlage der
Heberwalze am Farbreibzylinder.
[0005] Weiterhin ist aus FR - A - 574 658 ein Heberfarbwerk mit einer zwischen einer Farbkastenwalze
und einer ersten antreibbaren Farbwerkwalze pendelnden Heberwalze, und wenigstens
einem nachgeordneten Walzenzug mit Farbauftragwalzen bekannt. Der ersten Farbwerkwalze
ist in reibschlüssigem Kontakt wenigstens eine gelagerte erste Kalanderwalze benachbart
ortsveränderlich zugeordnet, wobei der Farbtransport zum Walzenzug periodisch trennbar
ist. Für die Steuerung der Trennbewegung ist ein Kurvengetriebe sowie ein Koppelgetriebe
vorgesehen, wobei das Kurvengetriebe gleichzeitig der Steuerung der Heberbewegung
dient.
[Aufgabe der Erfindung]
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Heberfarbwerk für eine Druckmaschine
zu schaffen, das die genannten Nachteile vermeidet, das eine stabile Farbführung im
Farbwerk gestattet und einen einfachen Aufbau des Farbwalzenzuges erlaubt.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale des Hauptanspruches
gelöst. Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Heberfarbwerkes ist darin begründet, daß durch
den einfachen Aufbau eine spürbare Reduzierung der Walzenanzahl innerhalb des Farbwalzenzuges
erzielbar ist. Ebenso ist vorteilhaft, daß durch den Heberstreifen erzeugte Farbdichteschwankungen
spürbar reduziert sind. Damit ist auch bei einem Walzenzug mit deutlich geringer Anzahl
an Farbwalzen und/oder bei Farbwalzen mit relativ kleinen Walzendurchmessern eine
stabile Farbführung realisierbar. Weiterhin ist es von Vorteil, daß der Farbfluß im
Farbwerk speziell an der ersten Farbwerkwalze zeitlich trennbar ist und gleichzeitig
der von der Farbheberwalze übertragene Heberstreifen als gleichmäßiger Farbfilm auf
der Mantelfläche bereits dieser ersten Farbwerkwalze eingeebnet wird. Schließlich
ist es ein Vorteil, daß die Bewegung des Farbhebers mit der Bewegung wenigstens einer
an der ersten Farbwerkwalze anliegenden Kalanderwalze koppelbar ist, da somit die
Ausbildung des gewünschten Farbfilmes beschleunigbar ist.
[0009] Es wurde mit den erfindungsgemäßen Mitteln ein kurzes, reaktionsschnelles und mit
geringem Aufwand erzielbares Heberfarbwerk geschaffen, welches die erforderliche Druckqualität
prozeßstabil erzeugt.
[Beispiele]
[0010] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0011] Dabei zeigen schematisch:
- Fig. 1
- ein erstes Heberfarbwerk mit einer an einer Farbzuführwalze anliegenden Farbheberwalze,
- Fig. 2
- das Heberfarbwerk gemäß Fig. 1 mit einer an einer ersten Farbwerkwalze anliegenden
Farbheberwalze,
- Fig. 3
- ein zweites Heberfarbwerk mit einer an einer Farbzuführwalze anliegenden Farbheberwalze,
- Fig. 4
- das Heberfarbwerk gemäß Fig. 3 mit einer an einer ersten Farbwerkwalze anliegenden
Farbheberwalze.
[0012] In einer Offsetdruckmaschine ist in einem Druckwerk ein Farbwerk 16 zum Einfärben
einer Druckform auf einem Plattenzylinder 17 angeordnet. Für den Naßoffsetdruck ist
- dem Farbwerk 16 vorgeordnet - dem Plattenzylinder 17 ein Feuchtwerk 14 zugeordnet.
Das Feuchtwerk 14 ist mittels einer schaltbaren Brückenwalze 13 in das Farbwerk 16
integrierbar. Alternativ ist das Druckwerk und speziell das Farbwerk 16 auch im Trockenoffset
(wasserloser Offsetdruck) betreibbar. Dazu ist das Feuchtwerk 14 bzw. zumindestens
die Feuchtauftragwalze vom Plattenzylinder 17 trennbar oder zumindest von der Feuchtmittelzuführung
trennbar oder das Druckwerk ist ohne Feuchtwerk 14 ausgebildet.
[0013] Das Farbwerk 16 besteht u.a. aus einer antreibbaren Farbzuführwalze 1, die mit einem
Farbdosiersystem, vorzugsweise einem Farbkasten in Funktionsverbindung ist. Eine Farbheberwalze
2 ist zwischen der Farbzuführwalze 1 und einer im Farbwerk 16 nachgeordneten ersten
Farbwerkwalze 8 pendelnd angeordnet. Bevorzugt ist die erste Farbwerkwalze 8 eine
axial changierende Reiberwalze. Parallel zur Farbheberwalze 2 ist eine Heberwelle
3 angeordnet. Die Farbheberwalze 2 ist beidseitig mit ihren Walzenzapfen in je einem
Walzenhebel 4 gelagert, welche mit der gestellfest gelagerten Heberwelle 3 gekoppelt
sind.
[0014] Der ersten Farbwerkwalze 8 (erste Farbreiberwalze) ist ein Walzenzug 15 nachgeordnet,
der mit einer Mehrzahl von dem Plattenzylinder 17 zugeordneten Farbauftragwalzen 12
in Funktionsverbindung ist.
[0015] Gemäß Figur 1 und 2 ist der ersten Farbwerkwalze 8 eine erste Kalanderwalze 10 -
in ständigen Kontakt am Walzenumfangnachgeordnet, die mit einer zweiten Farbwerkwalze
11, vorzugsweise als eine Farbreiberwalze ausgebildet, periodisch in Funktionsverbindung
bringbar ist. Der zweiten Farbwerkwalze 11 folgen je nach Ausbildung des Farbwerkes
16 mehrere Farbtransportwalzen bzw. Farbreiberwalzen innerhalb des Walzenzuges 15,
die mit den Farbauftragwalzen 12 in Funktionsverbindung sind.
[0016] Die gestellfest gelagerte erste Farbwerkwalze 8 weist beidseitig ein axial fluchtendes,
erstes Drehgelenk 9 auf, wobei jedes Drehgelenk 9 mit je einem ersten Schwinghebel
6 seitlich gekoppelt ist. Die ersten Schwinghebel 6 tragen einerseits wenigstens ein
erstes Justierelement 5 und andererseits die Lagerungen für die darin aufgenommene
erste Kalanderwalze 10. Bevorzugt ist wenigstens ein erster Schwinghebel 6 mit einem
kraftspeicherndem ersten Dämpfungselement 7 in Funktionsverbindung. Dabei ist wenigstens
einer der beiden Walzenhebel 4 derart ausgebildet, daß dieser mit dem Justierelement
5 in Funktionsverbindung bringbar ist. Statt in dieser Ausbildung sind in einer weiteren
Ausbildung die ersten Justierelemente 5 auch an wenigstens einem Walzenhebel 4 anordbar.
[0017] Gemäß Figur 3 und 4 sind der ersten Farbwerkwalze 8 am Walzenumfang die erste Kalanderwalze
10 und zusätzlich eine zweite Kalanderwalze 21 nachgeordnet. Die erste Kalanderwalze
10 ist wiederum mit der zweiten Farbwerkwalze 11 periodisch in Funktionsverbindung
bringbar. Die zweite Kalanderwalze 21 ist mit einer dritten Farbwerkwalze 26, bevorzugt
einer Farbreiberwalze, periodisch in Funktionsverbindung bringbar. Den Farbwerkwalzen
11, 26 können sich wiederum mehrere Farbtransportwalzen und/oder Farbreiberwalzen
innerhalb des Walzenzuges 15 anschließen.
[0018] Im vorliegenden Beispiel sind die Farbwerkwalzen 11, 26 direkt mit den Farbauftragwalzen
12 in Funktionsverbindung und schaffen somit einen kurzen Walzenzug 15. Dabei ist
die erste Kalanderwalze 10 analog zu den Figuren 1 und 2 in den ersten Schwinghebeln
6 angeordnet. Die Schwinghebel 6 weisen wiederum mindestens ein erstes Justierelement
5 sowie bevorzugt wenigstens ein zugeordnetes Dämpfungselement 7 auf und sind jeweils
in einem ersten Drehgelenk 9 gelagert. Die Drehgelenke 9 sind neben der Kopplung mit
den ersten Schwinghebeln 6 mit je einer seitlich angeordneten Koppel 25 verbunden,
um die Walzenzapfen der zweiten Kalanderwalze 21 in einer Lagerung aufzunehmen. Jede
Koppel 25 ist mit einem in je einem zweiten gestellfesten Drehgelenk 22 gelagerten
zweiten Schwinghebel 27 getriebetechnisch gekoppelt. Bevorzugt ist jede Verbindung
als ein Dreh-Schub-Gelenk mit einem Gelenkfreiheitsgrad f=2 ausgeführt.
[0019] Wenigstens ein zweiter Schwinghebel 27 trägt ein zweites Justierelement 23, welches
mit wenigstens einem Walzenhebel 4 in Funktionsverbindung bringbar ist. Wenigstens
eine Koppel 25 ist mit einem kraftspeichernden zweiten Dämpfungselement 24 in Funktionsverbindung.
[0020] Die Wirkungweise ist wie folgt. Die Farbheberwalze 2 wird getriebetechnisch derart
gesteuert, daß sie um die Heberwelle 3 im Hebertakt periodisch schwingend an der Farbzuführwalze
1, z.B. einer Farbkastenwalze, oder der ersten Farbwerkwalze 8 anliegt.
[0021] In Anlageposition der Farbheberwalze 2 zur Farbzuführwalze 1 (Figur 1, 3) liegt dabei
eine Trennstelle 19 zwischen der Farbheberwalze 2 und der nachgeordneten ersten Farbwerkwalze
8 vor. Die Walzenhebel 4 und Schwinghebel 6 mit Justierelement 5 sind außer Kontakt.
Gleichzeitig ist die ständig an der ersten Farbwerkwalze 8 reibschlüssig anliegende
erste Kalanderwalze 10 mit der nachgeordneten zweiten Farbwerkwalze 11 in Anlageposition,
um einen Farbtransport von der ersten Farbwerkwalze 8 über die zweite Farbwerkwalze
11 auf die Farbauftragwalzen 12 zu gewährleisten. Die Farbwerkwalze 8 ist dabei in
Rotationsbewegung antreibbar und bevorzugt in axialer Richtung changierend ausführbar.
[0022] In Anlageposition der Farbheberwalze 2 zur ersten Farbwerkwalze 8 (Figur 2, 4) liegt
dabei eine Trennstelle 20 zwischen der Farbheberwalze 2 und der vorgeordneten Farbzuführwalze
1 vor. Zuvor bewegt sich die Farbheberwalze 2 im Hebertakt auf die erste Farbkastenwalze
8 zu und wenigstens einer der Walzenhebel 4 trifft auf ein erstes Justierelement 5
auf, wobei zumindest ein kraftspeicherndes erstes Dämpfungselement 7 aktiviert ist
und den Aufschlag der Farbheberwalze 2 dämpft. Synchron zur Bewegung der Farbheberwalze
2 schwingen die ersten Schwinghebel 6 im jeweiligen Drehgelenk 9 um die Achse der
ersten Farbwerkwalze 8 derart, daß die erste Kalanderwalze 10 in ständigem reibschlüssigen
Kontakt zur ersten Farbwerkwalze 8 verbleibt und gleichzeitig dabei an einer Trennstelle
18 den Farbfluß zur zweiten Farbwerkwalze 11 und damit zum restlichen Walzenzug 15
sowie den nachgeordneten Farbauftragwalzen 12 trennt. In dieser Position ebnet die
erste Kalanderwalze 10 den auf der Mantelfläche der angetriebenen, ersten Farbwerkwalze
8 befindlichen, von der Farbheberwalze 2 übertragenen, Heberstreifen zu einem gleichmäßigen
Farbfilm ein. Dies erfolgt, wenn die Farbheberwalze 2 mit der ersten Farbwerkwalze
8 in Funktionsverbindung ist.
[0023] In Anlageposition der Farbheberwalze 2 an der ersten Farbwerkwalze 8 und bei Vorliegen
der Trennstelle 18 zwischen der ersten Kalanderwalze 10 und der zweiten Farbwerkwalze
11 erfolgen durch die Farbheberwalze 2 und die erste Kalanderwalze 10 mehrere Umdrehungen
auf der zumindest rotierenden ersten Farbwerkwalze 8 und egalisieren somit den auf
der ersten Farbwerkwalze 8 vorhandenen Heberstreifen.
[0024] Hebt die Farbheberwalze 2 von der ersten Farbwerkwalze 8 ab, schwingen die ersten
Schwinghebel 6 - die ersten Dämpfungselemente 7 entspannen sich- mit der ersten Kalanderwalze
10 bei ständig reibschlüssigen Kontakt um die erste Farbwerkwalze 8 und die erste
Kalanderwalze 10 tritt in Kontakt mit der zweiten Farbwerkwalze 11. Dadurch ist der
Walzenzug 15 geschlossen und die egalisierte Farbe wird in Richtung der Farbauftragwalzen
12 transportiert. Ist. die erste Farbwerkwalze 8 in bevorzugter Ausbildung einer axial
verreibenden Farbreiberwalze, so ist es vorteilhaft, daß die Lagerung für die Kalanderwalzen
10, 21 einen vorzugsweise einstellbaren, axial changierenden Hub der Kalanderwalze
10, 21 zulassen. Eine Gleichschaltung der Steuerbewegung der ersten Kalanderwalze
10 mit der Farbheberwalze ist nicht zwingend erforderlich. Allerdings ist durch eine
Synchronisation die Einebnung des Heberstreifens schneller erzielbar.
[0025] Weist das Heberfarbwerk eine erste und eine zusätzliche zweite Kalanderwalze 10,
21 auf, so erfolgt die Bewegung der ersten Kalanderwalze 10 analog zur bereits beschriebenen
Wirkungsweise. Die Koppeln 25 sind jeweils mit in den Schwinghebeln 6 starr verbunden,
so daß die Bewegung der Kalanderwalzen 10, 21 synchron ablaufen. Die zweiten Justierelemente
23 sind dazu zu den ersten Justierelementen 5 derart einstellbar, daß die Walzenhebel
4 vorzugsweise synchron die ersten und zweiten Schwinghebel 6, 27 betätigen, so daß
vorzugsweise die Ausbildung der Trennstellen 18 zwischen erster Kalanderwalze 10 und
zweiter Farbwerkwalze 11 sowie zwischen zweiter Kalanderwalze 21 und dritter Farbwerkwalze
26 synchron getaktet werden. Durch die Ausbildung des Heberfarbwerkes mit zwei Kalanderwalzen
10, 21 wird die Egalisierung des Heberstreifens auf der ersten Farbwerkwalze 8 spürbar
beschleunigt und dies bei einer geringeren Anzahl von Farbwerkwalzen. Ist die dritte
Farbwerkwalze 26 bevorzugt als Farbreiberwalze ausgebildet, so kann die zweite Kalanderwalze
21 ebenso in ihren Lagerungen einen vorzugsweise einstellbaren, axial changierenden
Hub zulassen.
[Bezugszeichenliste]
[0026]
- 1
- Farbzuführwalze
- 2
- Farbheberwalze
- 3
- Heberwelle
- 4
- Walzenhebel
- 5
- erstes Justierelement
- 6
- erster Schwinghebel
- 7
- erstes Dämpfungselement
- 8
- erste Farbwerkwalze
- 9
- erstes Drehgelenk
- 10
- erste Kalanderwalze
- 11
- zweite Farbwerkwalze
- 12
- Farbauftragwalze
- 13
- Brückenwalze
- 14
- Feuchtwerk
- 15
- Walzenzug
- 16
- Farbwerk
- 17
- Plattenzylinder
- 18
- Trennstelle
- 19
- Trennstelle
- 20
- Trennstelle
- 21
- zweite Kalanderwalze
- 22
- zweites Drehgelenk
- 23
- zweites Justierelement
- 24
- zweites Dämpfungselement
- 25
- Koppel
- 26
- dritte Farbwerkwalze
- 27
- zweiter Schwinghebel
1. Heberfarbwerk (16) für eine Druckmaschine mit einer zwischen einer Farbzuführwalze
(1) und einer ersten antreibbaren Farbwerkwalze (8) pendelnder Farbheberwalze (2),
wenigstens einem nachgeordneten Walzenzug (15) sowie wenigstens einer, einem Plattenzylinder
(17) zugeordneten Farbauftragwalze (12), wobei zu der ersten Farbwerkwalze (8) in
ständig reibschlüssigem Kontakt wenigstens eine erste Kalanderwalze (10) benachbart
ortsveränderbar gelagert ist und der Farbtransport zum Walzenzug (15) zwischen der
ersten Kalanderwalze (10) und einer nachgeordneten zweiten Farbwerkwalze (11) des
Walzenzuges (15) periodisch an einer Trennstelle (18) trennbar ist, wobei
die erste Kalanderwalze (10) beidseitig in Schwinghebeln (6) gelagert ist, welche
in je einem zur Achse der ersten Farbwerkwalze (8) fluchtenden Drehgelenk (9) schwenkbar
gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinghebel (6) periodisch mit wenigstens einem Walzenhebel (4)der Farbheberwalze
(2) in Kontakt bringbar sind.
2. Heberfarbwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Schwinghebel (6) mit einem ersten Dämpfungselement (7) gekoppelt ist.
3. Heberfarbwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zu der ersten Farbwerkwalze (8) in ständig reibschlüssigem Kontakt die erste Kalanderwalze
(10) und eine zweite Kalanderwalze (21) benachbart ortsveränderlich gelagert sind
und daß der Farbtransport zum Walzenzug (15) und zumindest einer Farbauftragwalze
(12) zwischen der ersten Kalanderwalze (10) und der zweiten Farbwerkwalze (11) sowie
der zweiten Kalanderwalze (21) und einer dritten Farbwerkwalze (26) periodisch an
Trennstellen (18) trennbar ist.
4. Heberfarbwerk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Kalanderwalze (10) beidseitig in Schwinghebeln (6) gelagert ist, welche
in je einem zur Achse der ersten Farbwerkwalze (8) fluchtenden Drehgelenk (9) schwenkbar
gelagert sind, und daß die Schwinghebel (6) periodisch mit wenigstens einem Walzenhebel
(4) der Farbheberwalze (2) in Kontakt bringbar sind und daß die zweite Kalanderwalze
(21) beidseitig in Koppeln (25) gelagert ist, welche in den Drehgelenken (9) mit den
Schwinghebeln (6) verbunden sind, wobei die Koppeln (25) getriebetechnisch mit beidseitig
angeordneten zweiten Schwinghebeln (27) gekoppelt sind, die in je einem zweiten Drehgelenk
(22) gestellfest gelagert sind, und daß die ersten und zweiten Schwinghebel (6, 27)
periodisch mit wenigstens einem Walzenhebel (4) in Kontakt bringbar sind.
5. Heberfarbwerk nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine Koppel (25) mit einem zweiten Dämpfungselement (24) gekoppelt ist.
6. Heberfarbwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein erstes Justierelement (5) an einem ersten Schwinghebel (6) angeordnet ist.
7. Heberfarbwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein erstes Justierelement (5) an einem Walzenhebel (4) angeordnet ist.
8. Heberfarbwerk nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweites Justierelement (23) an einem zweiten Schwinghebel (27) angeordnet ist.
9. Heberfarbwerk nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweites Justierelement (23) an einem Walzenhebel (4) angeordnet ist.
1. Ductor type inking unit (16) for a printing press with an ink ductor roller (2) oscillating
between an ink feed roller (1) and a first drivable inking unit roller (8), at least
one downstream arranged roller train (15) as well as at least one ink applicator roller
(12) fitted to a plate cylinder (17), wherein, in continuous frictional contact with
respect to the first inking unit roller (8), at least one first calender roller (10)
is mounted adjacently in position-variable fashion and the ink transport to the roller
train (15) is periodically separable between the first calender roller (10) and a
downstream arranged second inking unit roller (11) of the roller train (15) at a separating
position (18), wherein the first calendar roller (10) is mounted on both sides in
swinging levers (6) which are swivellably mounted in each case about a rotary pivot
(9) flush relative to the axis of the first inking unit roller (8), characterised in that the swinging lever (6) can be brought periodically into contact with at least one
roller lever (4) of the ink ductor roller (2).
2. Ductor type inking unit according to Claim 1, characterised in that at least one swivel lever (6) is linked with a first damping element (7).
3. Ductor type inking unit according to Claim 1, characterised in that the first calendar roller (10) and the second calendar roller (21) are mounted adjacently
in variable position in continuous frictional contact to the first inking unit roller
(8) and that the ink transport to the roller train (15) and at least one ink applicator
roller (12) between the first calendar roller (10) and the second inking unit roller
(11) as well as the second calendar roller (21) and a third inking unit roller (26)
are periodically separable at separating positions (18).
4. Ductor type inking unit according to Claim 3, characterised in that the first calender roller (10) is mounted on both sides in swinging levers (6) which
are swivellably mounted in each case in a rotary pivot (9) flush to the axis of the
first inking unit roller (8) and that the swinging levers (6) can be brought periodically
into contact with at least one roller lever (4) of the ink ductor roller (2) and that
the second calender roller (21) is mounted on both sides in links (25) which are connected
in the rotary pivots (9) in the swivelling levers (6), wherein the links (25) are
linked by gearing technology with second swinging levers (27) arranged on both sides
which are mounted in each case in a second rotary pivot (22) fast with respect to
the frame and that the first and second swivel levers (6, 27) can be brought periodically
into contact with at least one roller lever (4).
5. Ductor type inking unit according to Claim 4, characterised in that at least one link (25) is linked with a second damping element (24).
6. Ductor type inking unit according to Claim 1, characterised in that a first adjustment element (5) is fitted to a first swivelling lever (6).
7. Ductor type inking unit according to Claim 1, characterised in that a first adjustment element (5) is fitted to a roller lever (4).
8. Ductor type inking unit according to Claim 4, characterised in that a second adjustment element (23) is fitted to a second swinging lever (27).
9. Ductor type inking unit according to Claim 4, characterised in that a second adjustment element (23) is fitted to a roller lever (4).
1. Unité d'encrage à preneur (16) pour une machine d'impression, comportant un rouleau
preneur (2) oscillant entre un rouleau d'amenée d'encre (1) et un premier rouleau
d'unité d'encrage (8) pouvant être entraîné, au moins un train de rouleaux (15) disposé
en aval, ainsi qu'au moins un rouleau d'application d'encre (12) associé à un cylindre
porte-plaque (17), au moins un premier rouleau de calandre (10) étant monté de facon
modifiable en position et voisine par rapport au premier rouleau d'unité d'encrage
(8) en contact continu par friction, et le transport d'encre vers le train de rouleaux
(15) entre le premier rouleau de calandre (10) et un second rouleau d'unité d'encrage
(11), disposé en aval, du train de rouleaux (15) pouvant être coupé périodiquement
en un point de coupure (18), le premier rouleau de calandre (10) étant monté, des
deux côtés, dans des leviers oscillants (6), qui sont montés de façon pivotante, à
chaque fois, dans une articulation tournante (9) à fleur par rapport à l'axe du premier
rouleau d'unité d'encrage (8),
caractérisée en ce que les leviers oscillants (6) peuvent être amenés en contact de façon périodique avec
au moins un levier (4) du rouleau preneur (2).
2. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'au moins un levier oscillant (6) est couplé à un premier élément d'amortissement (7).
3. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le premier rouleau de calandre (10) et un second rouleau de calandre (21) sont montés
de façon modifiable en position et voisine par rapport au premier rouleau d'unité
d'encrage (8) en contact continu par friction, et en ce que le transport d'encre vers le train de rouleaux (15) et au moins un rouleau d'application
d'encre (12) entre le premier rouleau de calandre (10) et le second rouleau d'unité
d'encrage (11) ainsi que le second rouleau de calandre (21) et un troisième rouleau
d'unité d'encrage (26) peut être coupé de façon périodique en des points de coupure
(18).
4. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 3,
caractérisée en ce que le premier rouleau de calandre (10) est monté, des deux côtés, dans des leviers oscillants
(6), qui sont montés de façon pivotante, à chaque fois, dans une articulation tournante
(9) à fleur par rapport au premier rouleau d'unité d'encrage (8), et en ce que les leviers oscillants (6) peuvent être amenés en contact périodiquement avec au
moins un levier (4) du rouleau preneur (2), et en ce que le second rouleau de calandre (21) est monté, des deux côtés, dans des bielles (25),
qui sont reliées dans les articulations tournantes (9) aux leviers oscillants (6),
les bielles (25) étant couplées, par une technique de transmission, à de seconds leviers
oscillants (27) agencés des deux côtés, qui sont montés, de façon solidaire du bâti,
à chaque fois dans une seconde articulation tournante (22), et en ce que les premiers et seconds leviers oscillants (6, 27) peuvent être amenés en contact
périodiquement avec au moins un levier de rouleau (4).
5. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 4,
caractérisée en ce qu'au moins une bielle (25) est couplée à un second élément d'amortissement (24).
6. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'un premier élément d'ajustement (5) est agencé sur un premier levier oscillant (6).
7. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'un premier élément d'ajustage (5) est agencé sur un levier de rouleau (4).
8. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 4,
caractérisée en ce qu'un second élément d'ajustage (23) est agencé sur un second levier oscillant (27).
9. Unité d'encrage à preneur selon la revendication 4,
caractérisée en ce qu'un second élément d'ajustage (23) est agencé sur un levier de rouleau (4).