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EP 0 975 046 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.01.2002 Patentblatt 2002/03 |
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Anmeldetag: 09.07.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01Q 9/00 |
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Gruppenantenne
Array antenna
Antenne réseau
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
17.07.1998 DE 19831877
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.01.2000 Patentblatt 2000/04 |
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Patentinhaber: EADS Deutschland GmbH |
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81663 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Engeln, Christian
52064 Aachen (DE)
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Vertreter: Meel, Thomas et al |
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Dornier GmbH L H G 88039 Friedrichshafen 88039 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 447 218 US-A- 5 539 420
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US-A- 5 512 906
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gruppenantenne mit wenigstens einer Strahlergruppe nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bekannte Antennen dieser Art zeigen für viele Zwecke unzureichende Eigenschaften
hinsichtlich der Antennencharakteristik und bei Vorhandensein von T-Verzweigungen
eine verstärkte unerwünschte Abstrahlung.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Gruppenantenne der eingangs genannten
Art anzugeben, die eine verbesserte Antennencharakteristik mit verringerter unerwünschter
Abstrahlung zeigt.
[0004] Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0005] Vorzugsweise enthält die Strahlergruppe wenigstens drei Resonatoren. Besonders vorteilhaft
ist eine Strahlergruppe mit sieben Resonatoren. Besonders günstige Eigenschaften zeigen
Strahlergruppen, bei welchen ein direkt angeregter erster Resonator sich über dem
Koppelschlitz befindet und diesen vorzugsweise in Längs- und Querrichtung überragt,
und die übrigen Resonatoren gleichmäßig, insbesondere auf einem Kreis um das Zentrum
des ersten Resonators, verteilt angeordnet und über je eine Verbindungsleitung mit
dem ersten Resonator verbunden sind.
[0006] Vorteilhaft sind Anordnungen mit einer Spiegelsymmetrie bezüglich wenigstens einer,
vorzugsweise zwei, gekreuzten senkrecht zur Substratebene verlaufenden Spiegelebenen.
Die mehreren Resonatoren schwingen vorteilhafterweise mit gleicher Phase und sind
vorzugsweise gleich polarisiert.
[0007] Durch die Anordnung des Koppelschlitzes unter der Metallisierungsfläche eines der
Resonatoren der Strahlergruppe verursacht die Ankopplung an die Anschlußleitung keine
direkte Abstrahlung wie beispielsweise bei einer Einkopplung in eine Mikrostripleitung.
Die Leistungsaufteilung erfolgt vorteilhafterweise ohne kompliziertes Leitungsnetzwerk
mit Diskontinuität (insbesonder T-Verzweigungen). Damit ist die Leistungsverteilung
unempfindlicher gegen größere Substratdicken. Außerdem werden Leitungslängen minimiert,
so daß es insgesamt zu geringeren Leitungsverlusten kommt.
[0008] Die erfindungsgemäße Gruppenantenne besitzt bezüglich der Substratebene im Vergleich
zu einem klassischen Mikrostrip-Antennenarray weniger ausgeprägte Richtungsabhängigkeiten.
Die Verkopplung der Antennenelemente untereinander ist geringer als bei bekannten
Ausführungen, da die strahlenden Kanten der einzelnen Resonatorflächen (patches) größere
Abstände besitzen können.
[0009] Besonders vorteilhaft ist eine Strahlergruppe mit 7 Strahlerelementen (Resonatoren)
der in Figur 1 skizzierten Art, bei welcher um einen zentral angeordneten ersten Resonator
R1 die übrigen Resonatoren unter gleichmäßiger Winkelverteilung auf einem Kreis um
den zentralen Resonator angeordnet sind. Die Abstände der Mittelpunkte der Resonatorflächen
voneinander sind zwischen benachbarten Resonatoren jeweils gleich groß. Die Flächenaufteilung
der Gruppenantenne läßt sich dann wie in Figur 1 durch unterbrochene Hilfslinien skizziert,
in ein gleichmäßiges Wabenmuster aufteilen mit jeweils im Zentrum der einzelnen Wabenzellen
angeordneten Resonatorflächen. In der im Realfall geschlossenen Metallisierungsfläche
des ersten Resonators R1 ist der darunterliegende Koppelschlitz KS in der Rückseitenmetallisierung
angedeutet. Die den zentralen Resonator R1 umgebenden weiteren Resonatoren R2 bis
R7 sind mit dem zentralen Resonator jeweils direkt über eine Mikrostrip-Verbindungsleitung
VL verbunden. Die Leitungslängen der Verbindungsleitungen VL sind so gewählt, daß
alle Resonatoren R1 bis R7 mit gleicher Phase schwingen.
[0010] Die Figur 2 zeigt eine typische Charakteristik einer Strahlergruppe mit dem in Figur
1 skizzierten Aufbau als Schnitt in der E-Ebene der Antenne.
[0011] Die Figur 3 zeigt eine Strahlungscharakteristik einer solchen Strahlergruppe in einer
um 30° gegen die E-Ebene geneigten Ebene. Die Antennendiagramme zeigen eine hohe Bündelung
der Hauptkeule des Antennendiagramms und eine starke Nebenkeulendämpfung.
[0012] In der Figur 4 ist eine aus einer Mehrzahl von Strahlergruppen der in Figur 1 skizzierten
Art in regelmäßiger Anordnung zusammengesetzte Gruppenantenne dargestellt. Die im
konkreten Fall skizzierte Gruppenantenne besteht beispielsweise aus 91 gleich aufgebauten
Strahlergruppen. Die Ankopplung der einzelnen Strahlergruppen mit jeweils 7 Strahlerelementen
(Resonatoren) erfolgt dabei über ein verlustarmes Leiternetzwerk auf der Rückseite
der Antenne über die Koppelschlitze in der Rückseitenmetallisierung, insbesondere
durch ein Hohleiternetzwerk mit Koppelschlitzen. Die Antenne zeigt ohne jegliche Aperturbelegung
eine geringe Halbwertsbreite von weniger als 3° und eine Nebenkeulendämpfung von mehr
als 16 dB.
1. Gruppenantenne, die wenigstens eine Strahlergruppe mit mehreren planaren Mikrowellenresonatoren
in Streifenleitungstechnik enthält, die mittels Abschnitten von Mikrostreifenleitungen
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung einer Strahlergruppe in der Weise erfolgt, daß sich unter einem der
Mikrowellenresonatoren in der rückseitigen Metallisierung des Substrates ein vorzugsweise
rechteckförmiger Koppelschlitz befindet, der durch den darüberliegenden Resonator
ganz abgedeckt wird und der den Resonator mit einer unter dem Schlitz sich befindenden
Anschlußleitung verkoppelt.
2. Gruppenantenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längen der Mikrostreifenleitungen so dimensioniert sind, daß die Resonatoren
einer Strahlergruppe alle mit gleicher Phase schwingen.
3. Gruppenantenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der durch den Schlitz gespeiste Resonator einer Strahlergruppe in der Mitte
von weiteren Resonatoren derselben Strahlergruppe befindet, die diesen ringförmig
umgeben und sternförmig mit diesem über Mikrostreifenleitungsabschnitte verbunden
sind.
4. Planare Gruppenantenne nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Strahlergruppen vorhanden sind, die durch je eine Anschlußleitung eines auf
der Rückseite der Rückseitenmetallisierung sich befindenden Leitungsnetzwerk gespeist
wird.
5. Planare Gruppenantenne nach Ansprüchen 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite des Substrats die Leiter bzw. Leitungsnetzwerke als Mikrostreifenleiter
bzw. Mikrostreifenleiternetzwerke ausgeführt werden.
6. Planare Gruppenantenne nach Ansprüchen 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite des Substrats die Leiter bzw. Leitungsnetzwerke als Hohlleiter
bzw. Hohlleiternetzwerke ausgeführt werden.
1. Antenna array which contains at least one antenna element group with a number of planar
microwave resonators using stripline technology, with are connected to one another
by means of sections of micro striplines, characterized in that an antenna element group is fed in such a way that a preferably rectangular coupling
slot is located under one of the microwave resonators in the rear-face metallization
of the substrate, is entirely covered by the resonator located above it, and couples
the resonator to a connecting line located under the slot.
2. Antenna array according to Claim 1, characterized in that the lengths of the microstrip lines are designed such that the resonators in one
antenna element group all oscillate in phase.
3. Antenna array according to Claim 1 or 2, characterized in that that resonator, which is fed through the slot, in an antenna element group is located
in the centre of other resonators in the same antenna element group, which surround
it in a circular shape and are connected in the form of a star to it via micro stripline
sections.
4. Planar antenna array according to one of Claims 1-3, characterized in that there are a number of antenna element groups, which are each fed by one connecting
line of a line network located on the rear face of the rear face metallization.
5. Planar antenna array as claimed in Claims 1, 2, 3 or 4, characterized in that the conductors or line networks on the rear face of the substrate are in the form
of microstrip conductors or micro stripline networks, respectively.
6. Planar antenna array according to Claims 1, 2, 3 or 4, characterized in that the conductors or line networks on the rear face of the substrate are in the form
of waveguides or waveguide networks, respectively.
1. Antenne groupée qui contient au moins un groupe de rayonneurs comportant plusieurs
résonateurs à micro-ondes plans réalisés par la technique des rubans conducteurs et
reliés les uns aux autres au moyen de tronçons de micro-rubans conducteurs, caractérisée en ce que l'alimentation d'un groupe de rayonneurs s'effectue par le fait qu'une fente d'accouplement,
de préférence rectangulaire, se trouve en dessous de l'un des résonateurs à micro-ondes
dans la métallisation dorsale du substrat, est complètement recouverte par le résonateur
situé par-dessus et accouple le résonateur à un conducteur de raccordement qui se
trouve en dessous de la fente.
2. Antenne groupée selon la revendication 1, caractérisée en ce que les longueurs des micro-rubans conducteurs sont dimensionnées de telle sorte que
les résonateurs d'un groupe de rayonneurs ont tous à la même phase.
3. Antenne groupée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le résonateur d'un groupe de rayonneurs alimenté par l'intermédiaire de la fente
se trouve au milieu d'autres résonateurs du même groupe de rayonneurs, qui l'entourent
en forme d'anneau et lui sont reliés en étoile par des tronçons de micro-rubans conducteurs.
4. Antenne groupée plane selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'elle présente plusieurs groupes de rayonneurs qui sont alimentés chacun par un conducteur
de raccordement d'un réseau de conducteurs situé sur le côté dorsal de la métallisation
dorsale.
5. Antenne groupée plane selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisée en ce que les conducteurs ou les réseaux de conducteurs situés sur le côté dorsal du substrat
sont réalisés comme micro-rubans conducteurs ou comme réseaux de micro-rubans conducteurs.
6. Antenne groupée plane selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisée en ce que les conducteurs ou les réseaux de conducteurs situés sur le côté dorsal du substrat
sont réalisés comme conducteurs creux ou comme réseaux de conducteurs creux.