[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach Anspruch 1 zum Regenerieren einer beladenen
Waschflüssigkeit, die aus einer Anlage zur Entschwefelung eines Wasserstoff und Kohlen-oxide
enthaltenden Gasgemisches kommt und als Beladung H2S, CO, H2, CO2 und Nickel- und/oder
Eisencarbonyl enthält, wobei man die Waschflüssigkeit nach einer Heißregene-rierung
zur Entschwefelung wiederverwendet.
[0002] Entschwefelungsverfahren und die zugehörige Regenerierung beladener Waschflüssigkeiten
sind bekannt und z. B. im deutschen Patent DE-C-39 22 785 und im dazu korrespondierenden
US-Patent US-A-5 085 675 beschrieben. Die Regenerierung der beladenen Waschflüssigkeiten
erfolgt in bekannter Weise durch eine oder mehrere der Maßnahmen Entspannen, Strippen
und Erhitzen, wobei man in einem Behälter auch zwei oder drei dieser Maßnahmen gleichzeitig
anwenden kann.
[0003] Die EP-A 00 81241 beschreibt ein Verfahren nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0004] Insbesondere beim Verwenden physikalisch wirkender Waschflüssigkeiten können Metall-carbonyle
beim Regenerieren zu Störungen führen, weil sie sich beim Erwärmen des Wasch-mittels
zu Sulfiden umsetzen und dabei unerwünschte Ablagerungen bilden. Bei diesen Carbonylen
handelt es sich vor allem um Nickelcarbonyle, z. B. Ni(CO)4, und Eisen-carbonyle,
insbesondere Fe(CO)5.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Metallcarbonyle an geeigneter
Stelle so weitgehend zu Sulfiden umzusetzen und aus der Waschflüssigkeit zu entfernen,
dass Schwierigkeiten in der Entschwefelungsanlage und in nachgeschalteten Anlagen
vermieden werden.
Erfindungsgemäß gelingt dies durch die Merkmale von Anspruch 1.
[0005] In den Nickel- und Eisencarbonylen ist das CO koordinativ an das Metallatom gebunden,
so dass die Carbonyle zu Sulfiden (NiS oder FeS) in der beladenen Waschflüssigkeit
umgewandelt werden, sobald man das CO aus der Waschflüssigkeit mindestens teilweise
entfernt. Diese CO-Entfernung kann auf verschiedene Weise und insbesondere durch Ent-spannen
und/oder Strippen der Waschflüssigkeit erfolgen. Dabei ist es günstig, die Tempe-ratur
der beladenen Waschflüssigkeit z. B. durch indirekten oder direkten Wärmeaustausch
mit heißregenerierter Waschflüssigkeit vor der CO-Entfernung zu erhöhen.
[0006] Üblicherweise führt man die Entschwefelung bei einem Druck im Bereich von 10 bis
100 bar durch, so dass die beladene Waschflüssigkeit vor der Reaktions- und Absetzzone
auf einfache Weise um eine Druckdifferenz von mindestens 3 bar entspannt werden kann,
wobei ein CO-haltiges Entspannungsgas freigesetzt wird. Nach dieser Freisetzung des
CO setzt die allmähliche Umwandlung der Nickel- und Eisencarbonyle in der Waschlösung
zu unlöslichen Sulfiden ein. Es kann zweckmäßig sein, das freigesetzte Entspannungsgas
mit regenerierter Waschflüssigkeit zu waschen, um Carbonyle in Lösung zu halten.
[0007] Vorzugsweise liegt der Druck in der Reaktions- und Absetzzone im Bereich von 1 bis
20 bar und zumeist bei mindestens 3 bar, die Temperatur liegt üblicherweise im Bereich
von 0 bis 150 °C und vorzugsweise bei mindestens 40 °C. Es ist vorteilhaft, dafür
zu sorgen, dass das in der beladenen Waschflüssigkeit vorhandene H
2S und auch das CO
2 in der Reaktions- und Absetzzone nicht oder möglichst nur in geringem Maße freigesetzt
wird und dort nur die Nickel- und/oder Eisensulfide ausfallen. Deshalb ist es zweckmäßig,
den Druck in der Reaktions- und Absetzzone höher als in der Heißregenerierung zu halten.
[0008] Um die Metallsulfide in der Reaktions- und Absetzzone möglichst gut von der Waschflüssigkeit
abzutrennen, empfiehlt es sich, die Waschflüssigkeit mit ausreichender Verweilzeit
durch die Reaktions- und Absetzzone zu leiten und die Waschflüssigkeit möglichst langsam
zu bewegen, so dass sich die Sulfide allmählich absetzen können. Für Nickelcarbonyle
reichen hierbei üblicherweise Verweilzeiten im Bereich von 5 bis 80 Minuten und zumeist
15 bis 60 Minuten, während für Eisencarbonyle Verweilzeiten von etwa 1 - 10 Stunden
erforderlich sind, vorzugsweise mindestens 3 Stunden.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich für die Behandlung unterschiedlicher Waschflüssigkeiten,
z.B. Methanol, N-Methylpyrrolidon (NMP) oder Dimethylether von Polyethylenglycol (DMPEG).
Üblicherweise handelt es sich hierbei um physikalisch wirkende Waschflüssigkeiten.
Das zu entschwefelnde Gasgemisch kommt aus der Vergasung fester oder flüssiger kohlenstoffhaltiger
Materialien, z. B. Schweröl, Kohle, Petrolkoks, asphalthaltige Kohlenwasserstoffe,
Destillationsrückstände oder Mischungen dieser Materialien. Die Vergasung findet hierbei
in bekannter Weise durch partielle Oxidation mit Luft, mit sauerstoffangereicherter
Luft oder mit technisch reinem Sauerstoff sowie zumeist unter Zugabe von Wasserdampf
statt.
[0010] Ausgestaltungsmöglichkeiten des Verfahrens werden mit Hilfe der Zeichnung erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- das Fließschema einer Anlage zum Behandeln eines Vergasungs-Rohgases und zum Regenerieren
einer beladenen Waschflüssigkeit (nicht unter Anspruch 1 fallend),
- Fig. 2
- einen horizontalen Schnitt entlang der Linie I - I durch den Reaktions- und Absetzbehälter
der Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- die Ansicht des Einlassrohrs des Reaktions- und Absetzbehälters der Fig. 1 und 2,
entgegengesetzt zur Richtung des Pfeils A in Fig. 2 gesehen und
- Fig. 4
- eine Variante zum Fließschema der Fig. 1.
[0011] Beim Verfahren der Fig. 1 wird davon ausgegangen, dass ein Schweröl durch partielle
Oxidation vergast wird, doch kann das erfindungsgemäße Verfahren auch in Anlagen zur
Vergasung anderer fester oder flüssiger Materialien verwendet werden.
[0012] Dem leeren Vergasungsreaktor (1) führt man durch die Leitung (2) Schweröl zu und
vergast dieses Schweröl mit Sauerstoff aus der Leitung (3) und Wasserdampf aus der
Leitung (4) bei Temperaturen im Bereich von 800 bis 1400 °C. Es entsteht ein Wasserstoff,
Kohlenoxide und Ruß enthaltendes Rohgas, das man durch den Kanal (6) in einen Waschkühler
(7) leitet, in welchem das Rohgas mit Wasser aus der Leitung (8) besprüht wird. Rußwasser
wird in der Leitung (9) abgezogen. Das so grob gereinigte Rohgas gelangt in der Leitung
(10) zu einem Sprühkühler (11), in welchem das Gas mit teilweise im Kreislauf geführtem
Wasser besprüht und weitergekühlt wird. Das aus dem Kühler (11) in der Leitung (12)
ablaufende Wasser wird teilweise in der Leitung (13) entfernt, das restliche Wasser
wird durch die Leitung (14) zu einem indirekten Kühler (15) geführt und über die Kreislaufpumpe
(16) zurück in den Kühler (11) gegeben. Frisches Wasser kommt aus der Leitung (17).
[0013] Das im Sprühkühler (11) behandelte Gasgemisch wird durch die Leitung (19) einer Entschwefelungskolonne
(20) aufgegeben, wo es im Gegenstrom mit Waschflüssigkeit aus der Leitung (21) vor
allem von H
2S weitgehend befreit wird. Gereinigtes Gas zieht in der Leitung (22) ab.
[0014] Der Druck und die Temperatur in der Entschwefelungskolonne (20) werden angepasst
an die verwendete Waschflüssigkeit in bekannter Weise geeignet gewählt, wobei die
Temperaturen bei der Verwendung von NMP höher liegen können als bei Methanol als Waschflüssigkeit.
Üblicherweise liegen die Temperaturen in der Entschwefelungskolonne (20) im Bereich
von + 60 °C bis - 60 °C und man arbeitet bei einem Druck im Bereich von 10 bis 100
bar.
[0015] Die beladene Waschflüssigkeit, die man aus der Kolonne (20) in der Leitung (25) abzieht,
enthält H
2S, CO
2, CO, H
2 und je nach Metallgehalt im zu vergasenden Material auch Nickel- und/oder Eisencarbonyle.
Im indirekten Wärmeaustauscher (26) wird die beladene Waschflüssigkeit angewärmt und
dann in den Entspannungsbehälter (27) hinein entspannt. Zweckmäßigerweise liegt der
Druck im Behälter (27) um mindestens 3 bar und vorzugsweise mindestens 5 bar niedriger
als in der Entschwefelungskolonne (20).
[0016] Bei der Entspannung der beladenen Waschflüssigkeit in den Entspannungsbehälter (27)
hinein wird ein Entspannungsgas freigesetzt, welches auch Kohlenmonoxid enthält. Dieses
Entspannungsgas zieht man in der Leitung (28) ab und führt es zunächst durch den Kühler
(50) und dann durch die Waschkolonne (51), um bei der Entspannung freigesetzte Carbonyle
zu entfernen. Regenerierte Waschflüssigkeit kommt aus der Leitung (21 a) und wird
nach der Benutzung in der Leitung (52) zum Behälter (27) geführt.
[0017] Um im Behälter (27) das Austreiben von CO noch zu verstärken, kann es vorteilhaft
sein, ein Strippgas, z. B. Stickstoff oder Methanoldampf, zusätzlich durch die Leitung
(29) in den unteren Bereich des Entspannungsbehälters (27) zu leiten. Alternativ kann
dieses Strippen auch in einer separaten Kolonne durchgeführt werden. Die teilentspannte
Waschflüssigkeit wird dann durch die Leitung (30) zu einem Reaktions- und Absetzbehälter
(31) geführt, von welchem Einzelheiten in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind. Im Behälter
(31) fällt ein Sulfidschlamm aus, der vor allem aus Nickel- und/oder Eisensulfid besteht
und in der Leitung (32) abgezogen wird. Die von Carbonylen weitgehend befreite Waschflüssigkeit
gelangt vom Behälter (31) durch die Leitung (34) in die Heißregenerierung (35), wo
beim Regenerieren H
2S entfernt wird. Abweichend von der vereinfachten Darstellung der Fig. 1 kann die
Heißregenerierung auch aus mehreren Behandlungsstufen bestehen und z. B. zusätzlich
noch mit Strippgas-Zufuhr arbeiten.
[0018] Regenerierte Waschflüssigkeit zieht man in der Leitung (36) ab, kühlt sie im indirekten
Wärmetauscher (26) und führt sie durch die Leitung (21) zurück zur Entschwefelungskolonne
(20) und zur Kolonne (51). Das Regenerations-Abgas, das in der Leitung (38) anfällt
und vor allem aus H
2S besteht, kann einer an sich bekannten, nicht dargestellten, Clausanlage zugeführt
werden.
[0019] Einzelheiten des Reaktions- und Absetzbehälters (31) werden mit Hilfe der Fig. 2
und 3 erläutert. In diesem Behälter (31) wird dafür gesorgt, dass die Waschflüssigkeit
langsam und mit ausreichender Verweilzeit vom Einlassrohr (40) bis zum Auslassrohr
(41) fließt. Gleichzeitig sorgt man für eine maximale Höhe der Flüssigkeit von 2 bis
40 m. Damit sich die gebildeten Sulfide im Behälter (31) möglichst ungehindert absetzen
können, strömt die Flüssigkeit horizontal vom Einlassrohr (40) durch zahlreiche Öffnungen
(42), vgl. Fig. 3, zunächst in Richtung des Pfeils (A) einen durch Trennwände (43)
gebildeten Zickzack-Weg, vgl. Fig. 2, zum Auslassrohr (41). Das Auslassrohr (41) kann
ebenfalls mit Öffnungen versehen sein, wie das in Fig. 3 für das Einlassrohr dargestellt
ist. Die im Auslassrohr (41) angekommene Flüssigkeit strömt in der Sammelleitung (34)
ab und wird zur Heißregenerierung (35) geführt. Während des etwa horizontalen Strömens
der Waschflüssigkeit vom Einlassrohr (40) zum Auslassrohr (41) können die gebildeten
Sulfide nach unten absinken, sich im Sumpf (31a) des Behälters (31) sammeln (vgl.
Fig. 1) und durch die Leitung (32) abgezogen werden. Um zu verhindern, dass sich Sulfide
auch bereits im Einlassrohr (40) sammeln, ist hierfür ebenfalls eine Abzugsleitung
(45) mit Ventil (46) vorgesehen, vgl. Fig. 3.
[0020] Der Sulfidschlamm, der sich am Boden des Behälters (31) absetzt, wird in Zeitabständen
durch Öffnen eines nicht dargestellten Ventils durch die Leitung (32) abgezogen und
gelangt in den beheizten Aufbereitungsbehälter (55). Dämpfe der Waschflüssigkeit gibt
man durch die Leitung (56) in die Heißregenerierung (35). Falls erforderlich, kann
man durch die Leitung (57) Waschwasser in den Behälter (55) geben. Der in der Leitung
(58) abgezogene Sulfidschlamm, der nun weniger Schadstoffe enthält, wird in einen
nicht dargestellten Sammeltank geleitet.
[0021] Bei der Verfahrensführung der Fig. 4 wird dafür gesorgt, dass man vor allem Eisencarbonyle
enthaltende Waschflüssigkeit zumindest teilweise getrennt von vor allem Nickelcarbonyle
enthaltender Waschflüssigkeit abziehen kann. Zu diesem Zweck ist die Entschwefelungskolonne
(20), die bereits zusammen mit Fig. 1 beschrieben wurde, mit einem gasdurchlässigen
Boden (60) versehen. Das durch die Leitung (19) eintretende Gasgemisch wird zunächst
mit einem Teilstrom der regenerierten Waschflüssigkeit in Kontakt gebracht, der aus
der Leitung (21a) kommt. Dabei werden bevorzugt Eisencarbonyle von der Flüssigkeit
aufgenommen und durch den indirekten Wärmeaustauscher (26), den Entspannungsbehälter
(27) und die Leitung (30) zum Reaktions- und Absetzbehälter (31) geführt. Im Behälter
(31) wird für eine relativ lange Verweilzeit von 1 bis 10 Stunden und zumeist mehreren
Stunden gesorgt, bevor man den Eisensulfid enthaltenden Schlamm durch die Leitung
(32) abzieht. Kleine Mengen an NiS' sind im Schlamm der Leitung (32) ebenfalls enthalten.
[0022] Die Teilmenge an gebrauchter Waschflüssigkeit, die man in der Leitung (25 a) abzieht,
führt man durch den Wärmeaustauscher (26a) und den Entspannungsbehälter (27a) zum
zweiten Reaktions- und Absetzbehälter (31a). Dort kann man nach relativ kurzer Verweilzeit
von 5 bis 80 Minuten durch die Leitung (32a) einen vor allem Nickelsulfid enthaltenden
Schlamm abziehen.
1. Verfahren zum Regenerieren einer beladenen Waschflüssigkeit, die aus einer Anlage
zur Entschwefelung eines Wasserstoff und Kohlenoxide enthaltenden Gasgemisches kommt,
einen Druck von 10 bis 100 bar aufweist und als Beladung H
2S, CO, H
2, CO
2, Nickelcarbonyl und Eisencarbonyl enthält, wobei man die beladene Waschflüssigkeit
um eine Druckdifferenz von mindestens 3 bar teilweise entspannt und ein CO-haltiges
Entspannungsgas freisetzt, Metallcarbonyle mindestens teilweise zu Metallsulfiden
umsetzt und Metallsulfide aus der Waschflüssigkeit abtrennt, die Waschflüssigkeit
durch eine Heißregenerierung führt und regenerierte Waschflüssigkeit zur Entschwefelung
wiederverwendet,
dadurch gekennzeichnet, dass man das H
2 und CO enthaltende Gasgemisch
a) in einer ersten Waschzone mit einem ersten Teilstrom (21a) regenerierter Waschflüssigkeit
in Kontakt bringt und einen ersten Strom (25) beladener Waschflüssigkeit aus der ersten
Waschzone abzieht, der H2S, CO, H2, CO2 und vor allem Eisencarbonyl enthält, dass man den ersten Strom kühlt (26), teilweise
entspannt (27) und ein erstens CO-haltiges Entspannungsgas freisetzt, in einer ersten
Reaktions- und Absetzzone (31) bei einer Verweilzeit von 1 bis 10 Stunden einen Eisensulfid
enthaltenden ersten Schlamm absetzt und Schlamm abzieht und den ersten Strom zur Heißregenerierung
(35) führt, und
b) dass man das aus der ersten Waschzone kommende Gasgemisch in einer zweiten Waschzone
mit einem zweiten Teilstrom (21) regenerierter Waschflüssigkeit in Kontakt bringt
und einen zweiten Strom (25a) beladener Waschflüssigkeit aus der zweiten Waschzone
abzieht, der H2S, CO, H2, CO2 und vor allem Nickelcarbonyl enthält, dass man den zweiten Strom kühlt (26a), teilweise
entspannt (27a) und ein zweites CO-haltiges Entspannungsgas freisetzt, in einer zweiten
Reaktions- und Absetzzone (31a) bei einer Verweilzeit von 5 bis 80 Minuten einen Nickelsulfid
enthaltenden zweiten Schlamm absetzt und Schlamm abzieht und den zweiten Strom zur
Heißregenerierung (35) führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in den Reaktions- und Absetzzonen (31, 31a) im Bereich von 1 bis 20 bar
liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur in den Reaktions- und Absetzzonen (31, 31a) im Bereich von 0 bis 150
°C liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Flüssigkeitshöhe in den Reaktions- und Absetzzonen (31, 31a) 2 bis 40
m beträgt.
1. Process for regenerating a loaded washing liquid which comes from a plant for the
desulphurisation of a gas mixture containing hydrogen and carbon oxides, which has
a pressure of between 10 and 100 bar, and which contains as its load H
2S, CO, H
2, CO
2, and nickel carbonyl and/or iron carbonyl, where the loaded washing liquid is partly
expanded by a pressure differential of at least 3 bar and an expansion gas containing
CO is released, where metal carbonyls are at least partly converted into metal sulphides,
and metal sulphides are removed from the washing liquid, and where the washing liquid
passes through a hot regeneration process, and regenerated washing liquid is re-used
for desulphurisation,
characterised by the fact that the gas mixture containing H
2 and CO
a) is brought into contact in a first washing zone with a first component stream (21a)
of regenerated washing liquid, and a first stream (25) of loaded washing liquid is
drawn off from the first washing zone, said first stream containing H2S, CO, H2, Co2, and - primarily - iron carbonyl; that the first stream is cooled (26), partly expanded
(27), and a first CO-containing expansion gas released; in a first reaction and settling
zone (31), with a residence time of between 1 and 10 hours, a first sludge containing
iron sulphide is precipitated, and sludge is drained off, and the first stream is
passed to the hot regeneration process (35), and
b) that the gas mixture from the first washing zone is brought into contact in a second
washing zone with a second component stream (21) of regenerated washing liquid, and
a second stream (25a) of loaded washing liquid is drawn off from the second washing
zone, said second stream containing H2S, CO, H2, Co2, and - primarily - nickel carbonyl; that the second stream is cooled (26a), partly
expanded (27a), and a second CO-containing expansion gas released; in a second reaction
and settling zone (31a), with a residence time of between 5 and 80 minutes, a second
sludge containing nickel sulphide is precipitated, and sludge is drained off, and
the second stream is passed to the hot regeneration process (35).
2. Process as in Claim 1, characterised by the fact that the pressure in the reaction and settling zones (31, 31a) is between
1 and 20 bar.
3. Process as in Claim 1, characterised by the fact that the temperature in the reaction and settling zones (31, 31a) is between
0° C and 150° C.
4. Process as in Claim 1, characterised by the fact that the maximum depth of liquid in the reaction and settling zones is between
2 and 40 metres.
1. Procédé de régénération d'un liquide de lavage chargé, qui provient d'une installation
de désulfuration d'un mélange gazeux contenant de l'hydrogène et des oxydes de carbone,
qui a une pression de 10 à 100 bars et qui contient comme charge H
2S, CO, H
2, CO
2, du nickel carbonyle et du fer carbonyle, en détendant partiellement le liquide de
lavage chargé d'une différence de pression d'au moins 3 bars et en dégageant du gaz
de détente contenant du CO, en transformant les métaux carbonyles au moins partiellement
en sulfures métalliques et en séparant des sulfures métalliques du liquide de lavage,
le liquide de lavage passant dans une régénération à chaud et le liquide de lavage
régénéré étant réutilisé pour la désulfuration,
caractérisé en ce que l'on met le mélange gazeux contenant H
2 et CO
a) dans une première zone de lavage, en contact avec un premier courant (21a) partiel
de liquide de lavage régénéré et l'on soutire de la première zone de lavage un premier
courant (25) de liquide de lavage chargé qui contient H2S, CO, H2, CO2 et surtout du fer carbonyle, en ce que l'on refroidit (26) le premier courant, on le détend (27) partiellement et on laisse
se dégager un gaz de détente contenant du CO, on décante dans une première zone (31)
de réaction et de décantation, pendant une durée de séjour de 1 à 10 heures, une première
boue contenant du sulfure de fer et on retire la boue et on envoie le premier courant
à la régénération (35) à chaud et
b) le mélange gazeux, venant de la première zone de lavage, dans une deuxième zone
de lavage, en contact avec un deuxième courant (21) partiel de liquide de lavage régénéré
et on soutire un deuxième courant (25a) de liquide de lavage chargé de la deuxième
zone de lavage, qui contient H2S, CO, H2, CO2 et surtout du nickel carbonyle, en ce que l'on refroidit (26a) le deuxième courant, on le détend (27a) partiellement et on
laisse se dégager un deuxième gaz de détente contenant du CO, on décante dans une
deuxième zone (31) de réaction et de décantation pendant une durée de séjour de 5
à 80 minutes, une deuxième boue contenant un sulfure de nickel et on retire la boue
et on envoie le deuxième courant à la régénération (35) à chaud.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la pression dans les zones (31, 31a) de réaction et de décantation est de l'ordre
de 1 à 20 bars.
3. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la température dans les zones (31, 31a) de réaction et de décantation est de l'ordre
de 0 à 150°C.
4. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la hauteur maximum du liquide dans les zones (31, 31a) de réaction et de décantation
est de 2 à 40 m.