| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 975 445 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
02.01.2002 Patentblatt 2002/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.04.1998 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/AT9800/094 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9846/374 (22.10.1998 Gazette 1998/42) |
|
| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM REINIGEN EINER ROHRLEITUNG MIT FALLSTRANG
METHOD AND DEVICE FOR CLEANING PIPING WITH A VERTICAL SECTION
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR LE NETTOYAGE D'UNE CANALISATION COMPORTANT UNE PARTIE VERTICALE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
16.04.1997 AT 65397
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
02.02.2000 Patentblatt 2000/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Matlschweiger, Peter |
|
4650 Lambach (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Matlschweiger, Peter
4650 Lambach (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Hübscher, Gerhard, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte Hübscher & Hübscher Postfach 380 Spittelwiese 7 4021 Linz 4021 Linz (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 427 371 NL-A- 6 804 149
|
FR-A- 1 565 474 US-A- 2 074 213
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinigen einer Rohrleitung mit Fallstrang,
nach dem ein über eine biegsame Welle, insbesondere Schraubenfeder, drehend antreibbares
Reinigungswerkzeug zum Abtragen von Rohrablagerungen einem in Rohrleitungsrichtung
verlaufenden Längsvorschub unterworfen wird, während gleichzeitig zum Abtransport
des Abtrages unterhalb des Abtragbereiches Spülwasser in die Rohrleitung mit Überdruck
in Abströmrichtung eingespritzt wird, wobei die Rohrablagerungen mit einem zur Abströmrichtung
gegensinnigen Längsvorschub abgetragen werden, wozu das unterhalb des Fallstranges
in die Rohrleitung eingeführte Reinigungswerkzeug von der in Vorschubrichtung vorderen
Seite gezogen wird.
[0002] Rohrleitungen, insbesondere Abwasser- und Entsorgungsleitungen, werden durch Verschmutzung
und Inkrustierung in ihrem lichten Durchströmquerschnitt immer weiter eingeengt, bis
die anfallenden Wassermengen nicht mehr ablaufen können und es zu einem Rückstau und
damit zusammenhängenden Wasserschäden kommt. Um hier Abhilfe zu schaffen und einem
Verstopfen der Rohrleitung vorbeugen oder ein verstopftes Rohr wieder freimachen zu
können, gibt es bereits Reinigungsverfahren, bei denen die Ablagerungen mechanisch
abgearbeitet und weggespült werden. Dazu wird meist von oben in einen Fallstrang einer
zu reinigenden Rohrleitung eine als Reinigungswerkzeug dienende, über eine antreibbare
Schraubenfeder drehende Kettenschleuder eingeführt, deren Kettenteile auf die Ablagerungen
einschlagen und die Wandablagerungen abarbeiten. Allerdings lassen sich diese Kettenschleuderwerkzeuge
in ihrer Wirkung kaum dosieren, die Rohrleitungen werden einer beträchtlichen, oft
schon schädigenden Schlagbelastung unterworfen und das im wesentlichen schwergewichtsbedingt
vorgetriebene Werkzeug ist kaum in der Lage, Krümmungen der Rohrleitung, wie sie beispielsweise
als Fallbremsen in höheren Fallsträngen oder bei gegeneinander versetzten Rohrabschnitten
immer wieder auftreten, zu überwinden. Außerdem werden durch die Schlagwirkung der
Kettenschleuder verhältnismäßig grobe Stücke und plattenförmige Teile der harten Ablagerungen
abgelöst und abgesprengt, die abwärts fallen bzw. mit dem Spülwasser weitergeschwemmt
werden und in den noch ungereinigten, verengten Rohrstrang vordringen, wo dann Verstopfungen
durch den Abtrag praktisch unvermeidlich sind. Das nachgespülte Wasser oder ein in
den Fallstrang einfließendes Abwasser kann nicht mehr abströmen und Rückstaue samt
den großen Folgeschäden sind zu befürchten.
[0003] Aus der FR-A- 1.565.474 ist auch schon ein Reinigungsverfahren bekannt, demgemäß
ein über eine biegsame Welle drehend antreibbares und gegensinnig zur Abströmrichtung
einem Längsvorschub unterworfenes Reinigungswerkzeug mit fliehkraftbedingt gegen die
Rohrleitungswandung andrückbaren Kratzarmen und zwei dem Reinigungswerkzeug nachgeordnete
Ringbürsten zum Abtragen des gelockerten Materials eingesetzt werden. Der Drehantrieb
erfolgt hier von der in Vorschubrichtung vorderen Seite und es gibt nur einen von
den Bürsten nachgezogenen Spülkopf zum Einspritzen von Spülwasser unterhalb des Abtragbereiches,
so daß Längsvorschub und Drehantrieb nur ungenügend an die jeweiligen Abtragsverhältnisse
angepaßt werden können und es zu Schwierigkeiten bei der zumindest teilweise durch
die Ringbürsten hindurch erforderlichen Abförderung des abgekratzten Materials vor
allem bei Rohrkrümmungen od. dgl. kommt. Außerdem ist die Abtragswirkung der Kratzarme
vergleichsweise gering und nur für einfachere Verschmutzungsfälle ausreichend.
[0004] Darüber hinaus gibt es bereits verschiedenste Reinigungsverfahren zum Reinigen horizontaler
Rohrleitungen, welche Verfahren mit von der Vorderseite gezogenen und von der Hinterseite
über eine flexible Welle angetriebenen Reinigungsbürsten (US 2 074 213 A) oder auch
mit Fräswerkzeugen, wie Rotationswasserfräsen (DE 44 16 721 C), Wurzelfräsköpfen (DE
34 27 371 A) od. dgl., die in Vorschubrichtung gezogen oder über einen Druckwasserausstoß
vorwärtsbewegt werden, arbeiten, doch sind diese Verfahren zum Reinigen stark verkrusteter
Fallstränge ungeeignet. Weiters sind Verfahren zum Erweitern des inneren Querschnittes
eines Schomsteins (DE 195 30 880 A) bekannt, bei denen Fräsköpfe mit abgestuften Durchmessern
von oben in den Schomstein eingeführt werden, welche Verfahren sich nicht zum Reinigen
von Fallsträngen einer Rohrleitung anwenden lassen, da Rohrkrümmungen nicht berücksichtigt
werden können und auch die Verstopfungsgefahr durch den abfallenden Materialabtrag
zu groß wäre.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und ein
Verfahren der eingangs geschilderten Art anzugeben, das eine rationelle und zuverlässige
Reinigung unterschiedlichster Rohrleitungen ohne Verstopfungs- oder Rückstaugefahr
gewährleistet. Außerdem soll eine zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens geschaffen werden.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß auch oberhalb des Abtragbereiches Spülwasser
in die Rohrleitung einströmen gelassen und das als Fräser ausgebildete Reinigungswerkzeug
von der in Vorschubrichtung hinteren Seite drehend angetrieben wird. Auf Grund des
stromaufwärts vorgetriebenen Reinigungsvorganges können die abgetragenen Verschmutzungen
und Ablagerungen stromabwärts durch den bereits gereinigten Rohrstrang ausgefördert
werden und es gibt dem Förderweg entlang keine verstopfungsgefährliche Verengung des
Rohrquerschnittes mehr. Das von oben abfließende Spülwasser nimmt den Abtrag in Strömungsrichtung
mit und das unterhalb des Werkzeuges stromabwärts gespritzte Druckwasser beschleunigt
und vervollständigt diesen Abtransport. Darüber hinaus werden durch den aufgrund des
eingesetzten Fräsers nutzbaren Fräsvorgang die Ablagerungen und Verschmutzungen nicht
in Großteilen, sondern verhältnismäßig kleinstückig abgearbeitet, was den Abtrag wesentlich
erleichtert und eine saubere vollständige Ausbringung des Materials mit Hilfe des
Spülwassers gewährleistet. Das Ziehen des Fräsers einerseits und der davon getrennte
Drehantrieb mit seiner entsprechend regelbaren Antriebsdrehzahl anderseits erlauben
es weiters, den Fräsvorgang gezielt an die jeweiligen Verhältnisse anzupassen, so
daß es zu einer einwandfreien und wirkungsvollen Reinigung kommt. Der seilzugbedingte
Längsvorschub des Fräsers läßt sich ebenfalls feinfühlig an den jeweiligen Rohrleitungsverlauf
abstimmen, wodurch problemlos Rohrkrümmungen und andere Richtungsänderungen in der
Rohrleitung ohne Behinderung der Fräsreinigung bewältigt werden können. Je nach den
örtlichen Gegebenheiten und dem Verschmutzungs- und Ablagerungsgrad wird dabei der
Reinigungsvorgang in mehreren Schritten mit stufenweise im Durchmesser vergrößerten
Fräsern durchgeführt und es läßt sich stets für eine sowohl rohr- als auch werkzeugschonende
Arbeitsweise sorgen.
[0007] Zum Durchführen des Verfahrens können verschiedene an sich bekannte Einrichtungen
und Vorrichtungen Verwendung finden, die neben dem Zu- und Ableiten des Spülwassers
den Antrieb der biegsamen Welle für den Werkzeugantrieb und einen Seilzug mit Seilwinde
für den Längsvorschub des Reinigungswerkzeuges ermöglichen. Dabei ist es besonders
vorteilhaft, wenn als Reinigungswerkzeug ein an sich bekannter, zur Antriebsachse
durch den Wellenanschluß rotationssymmetrischer Fräskopf vorgesehen ist, der auf seiner
hinteren Stirnseite den Wellenanschluß und auf seiner vorderen Stirnseite eine Anhängeöse
aufweist, wobei der Fräskopf aus einem Rotationskörper als Fräskörper mit einer zur
Anhängeöse hin bogenförmig abfallenden Erzeugenden besteht, aus dem mantelseitig,
vorzugsweise entlang von Schraubenlinien verlaufende, Schneiden bildende Messerteile
herausgearbeitet sind. Dieser Fräskopf läßt sich mit wenigen Handgriffen einerends
an einen den Längsvorschub mit sich bringenden Seilzug und andernends an einer Schraubenfeder
oder einer anderen biegsamen Welle für den Drehantrieb anschließen und erlaubt wegen
seiner konvexen Grundform das Abarbeiten unterschiedlich dicker Ablagerungen während
des Längsvorschubes, welche konvexe Grundform zusätzlich ein ordnungsgemäßes Abarbeiten
der Ablagerungen im Bereich von Rohrkrümmungen u. dgl. ermöglicht. Die zur Rotationsachse
schräg verlaufenden, vorzugsweise schraubenlinienförmig sich erstreckenden Schneiden,
bringen neben der erforderlichen hohen Abtragswirkung auch einen Abfördereffekt für
das abgearbeitete Material mit sich, der zusammen mit dem Spülwasser für einen einwandreien,
problemlosen Abtransport des Abtrages sorgt. Der Fräskörper selbst ist rationell herstellbar
und ergibt einen besonders widerstandsfähigen und schneidkräftigen Fräser mit langer
Standzeit.
[0008] Da der Fräser während des Längsvorschubes einer Drehbewegung unterliegt und das den
Längsvorschub aufbringende Zugseil zur Verhinderung von Ein-oder Ausdreherscheinungen
ohne eine Verdrehung bleiben soll, ist vorteilhafterweise dem Fräskopf zum Anhängen
an ein Zugseil eine einerseits an der Anhängeöse des Fräskopfes, anderseits am Zugseil
anschließbare Drehkupplung zugeordnet, die um eine in Zugrichtung verlaufende Drehachse
zueinander relatiwerdrehbar gelagerte Kupplungsteile aufweist. Diese gegeneinander
verdrehbaren Kupplungsteile verhindern die Übertragung der Drehbewegung des Fräskopfes
auf das Zugseil und erlaubt eine einwandfreie Zugförderung des drehenden Fräskopfes.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und
zwar zeigen
Fig. 1 das Reinigen einer Rohrleitung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren im Schema
und die
Fig. 2 und 3 ein Reinigungswerkzeug zur Durchführung dieses Verfahrens in Seitenansicht
bzw. Stirnansicht.
[0010] Das Abwasserentsorgungssystem E eines Gebäudes G weist eine Rohrleitung 1 auf, die
einen nach oben in einen Lüftungsschacht L ausmündenden und nach unten in einen Horizontalstrang
H übergehenden Fallstrang F umfaßt. Um eine solche Rohrleitung 1 wirkungsvoll und
ohne Rückstau- und Beschädigungsgefahr reinigen zu können, werden die Rohrablagerungen
A durch einen Fräsvorgang mit einem von unten nach oben gerichteten Längsvorschub
V abgearbeitet, wobei ein als Reinigungswerkzeug dienender Fräser 2 in Vorschubrichtung
mittels einer Seilzugvorrichtung 3 gezogen und von der in Vorschubrichtung hinteren
Seite her über eine Antriebseinrichtung 4 mittels einer Schraubenfeder 5 drehend angetrieben
wird.
[0011] Dazu wird die Rohrleitung 1 oben im Bereich des Lüftungsschachtes L und unten im
Bereich eines Revisionsschachtes R des Horizontalstranges H geöffnet und die zu reinigende
Rohrstrecke zugänglich gemacht. Dann wird in nicht weiter dargestellter Weise über
ein am Dach aufgestelltes Antriebsaggregat eine Schraubenfeder von oben durch den
Lüftungsschacht L in die Rohrleitung 1 eingeführt und drehend bis in den Bereich des
Revisionsschachtes R vorgetrieben, worauf das obere Ende der Schraubenfeder vom Antriebsaggregat
abgekoppelt und mit dem Zugseil 6 der Seilzugvorrichtung 3 verbunden wird, so daß
sich mit der Schraubenfeder das Zugseil von oben nach unten durch die Rohrleitung
1 bis zum Revisionsschacht R einziehen läßt. Nun kann die eigentliche Reinigung beginnen:
[0012] Die Schraubenfeder 5 wird an die Antriebseinrichtung 4, die für einen drehzahlgeregelten
Fräsantrieb sorgt, angekuppelt und mit dem Fräser 2 bestückt, der seinerseits unter
Zwischenschaltung einer Drehkupplung 7 am Zugseil 6 angehängt wird. Das Zugseil 6
ist über einen entsprechend verstellbaren Galgen 8 der Seilzugvorrichtung 3 geführt
und kann mittels einer zugehörenden Motorwinde 9 mit steuerbarer Einzugsgeschwindigkeit
eingezogen werden. Gleichzeitig mit dem Aufwinden des Zugseils 6, das für den Längsvorschub
V des Fräsers 2 der Rohrleitung 1 entlang sorgt, wird der Fräser 2 über die Antriebseinrichtung
4 und die Schraubenfeder 5 in Drehung versetzt, so daß es zu einer Fräsreinigung kommt.
Außerdem wird über eine obere Wasserzuführung 10 Spülwasser W von oben in die Rohrleitung
1 einströmen gelassen und unten hinter dem Fräser 2 mittels eines in der Antriebseinrichtung
4 integrierten Pumpenaggregates ein in den Horizontalstrang H eingeführter Düsenkörper
11 druckbeaufschlagt und in Abströmrichtung S Spülwasser W in die Rohrleitung 1 eingespritzt,
um den Abtrag ausbringen zu können.
[0013] Der Fräser 2 fräst nun auf seinem gegensinnig zur Abströmrichtung S verlaufenden
Weg durch die Rohrleitung 1 die Ablagerungen A kleinstückig ab, welcher Abtrag K sofort
in Richtung des bereits gereinigten Rohrstranges weggespült wird und sich daher keinerlei
Verstopfungs- und Störungsgefahr ergibt. Die Drehkupplung 7 zwischen Fräser 2 und
Seilzug 6, die zwei relativ zueinander verdrehbare Kupplungsteile 12 aufweist, verhindert
eine Übertragung der Drehbewegung vom Fräser 2 auf das Zugseil 6, was ein Aufdrehen
des Seiles verhindert. Durch entsprechend dosierte Drehzahlen des Fräsers 2 einerseits
und auf diese Drehzahlen abgestimmte Vorschubgeschwindigkeiten, die sich durch die
Zugbewegung der Motorwinde 9 einstellen lassen, anderseits können die Fräsarbeiten
optimal an die jeweiligen Ablagerungen A und Richtungsänderungen der Rohrleitung 1
angepaßt werden, was eine wirkungsvolle Reinigung gewährleistet.
[0014] Wie in Fig. 2 und 3 angedeutet, ist als Fräser 2 ein Fräskopf 13 mit einem in Richtung
des Längsvorschubes V im wesentlichen konvex geformten Fräskörper 14 vorgesehen, wobei
an der in Vorschubrichtung vorderen Stirnseite 15 eine Anhängeöse 16 zum Anschließen
des Zugseils 6 bzw. der Drehkupplung 7 und auf der hinteren Stirnseite 17 ein Wellenanschluß
18 zum Ankuppeln der Schraubenfeder 5 angeordnet sind. Der Fräskörper 14 besteht aus
einem Rotationskörper mit einer zur Anhängeöse 16 hin bogenförmige abfallenden Erzeugenden
Z, die um die Antriebsachse D durch die Anhängeöse 16 und den Wellenanschluß 18 rotiert,
aus welchem Rotationskörper mantelseitig Messerteile 19 herausgearbeitet sind, die
entlang von Schraubenlinien verlaufende Schneiden 20 bilden. Durch diesen Fräskopf
13 kommt es zu einem wirkungsvollen kleinstückigen Abfräsen der Ablagerungen A innerhalb
der Rohrleitung 1, wobei der Fräskopf auf Grund der vorwärtsgerichteten konvexen Form
problemlos unterschiedlich starke Ablagerungen abarbeitet und ohne Beeinträchtigung
der Fräsbearbeitung Richtungsänderungen der Rohrleitung 1 nachfolgen kann.
[0015] Das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren, das ein Abarbeiten der Rohrablagerungen
durch einen gegensinnig zur Abströmrichtung verlaufenden Fräsvorgang mit sich bringt,
gewährleistet ein rationelles, leitungs- und werkzeugschonendes und an die jeweiligen
Gegebenheiten bestens anpaßbares Reinigen unterschiedlichster Rohrleitungen.
1. Verfahren zum Reinigen einer Rohrleitung (1) mit Fallstrang, nach dem ein über eine
biegsame Welle, insbesondere Schraubenfeder (5), drehend antreibbares Reinigungswerkzeug
(2) zum Abtragen von Rohrablagerungen (A) einem in Rohrleitungsrichtung verlaufenden
Längsvorschub (V) unterworfen wird, während gleichzeitig zum Abtransport des Abtrages
unterhalb des Abtragbereiches Spülwasser (W) in die Rohrleitung (I) mit Überdruck
in Abströmrichtung eingespritzt wird, wobei die Rohrablagerungen (A) mit einem zur
Abströmrichtung gegensinnigen Längsvorschub (V) abgetragen werden, wozu das unterhalb
des Fallstranges in die Rohrleitung (I) eingeführte Reinigungswerkzeug (2) von der
in Vorschubrichtung vorderen Seite gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß auch oberhalb des Abtragbereiches Spülwasser (W) in die Rohrleitung (1) einströmen
gelassen und das als Fräser ausgebildete Reinigungswerkzeug (2) von der in Vorschubrichtung
(V) hinteren Seite drehend angetrieben wird.
2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem einen Wellenanschluß
aufweisenden Reinigungswerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß als Reinigungswerkzeug ein an sich bekannter, zur Antriebsachse (D) durch den Wellenanschluß
(18) rotationssymmetrischer Fräskopf (13) vorgesehen ist, der auf seiner hinteren
Stirnseite (17) den Wellenanschluß (18) und auf seiner vorderen Stirnseite (15) eine
Anhängeöse (16) aufweist, wobei der Fräskopf (13) aus einem Rotationskörper als Fräskörper
(14) mit einer zur Anhängeöse (16) hin bogenförmig abfallenden Erzeugenden (Z) besteht,
aus dem mantelseitig, vorzugsweise entlang von Schraubenlinien verlaufende Schneiden
(20) bildende Messerteile (19) herausgearbeitet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fräskopf (13) zum Anhängen an ein Zugseil (6) eine einerseits an der Anhängeöse
(16) des Fräskopfes (13) anderseits am Zugseil (6) anschließbare Drehkupplung (7)
zugeordnet ist, die um eine in Zugrichtung verlaufende Drehachse zueinander relativverdrehbar
gelagerte Kupplungsteile (12) aufweist.
1. A method of cleaning a pipe (1) comprising a downpipe section, wherein a cleaning
tool (2) for removing deposits (A) on the pipe and drivable in rotation via a flexible
shaft, more particularly a helical spring (5), is subjected to a longitudinal forward
movement in the direction of the pipe and simultaneously rinsing water (W) at excess
pressure is injected in the outflow direction under the removal region in order to
remove the material, wherein the deposits (A) are removed with longitudinal forward
motion (V) in the opposite direction to the outflow, to which end the cleaning tool
(2) introduced into the pipe under the downpipe portion is pulled from the front in
the direction of advance, characterised in that rinsing water (W) is introduced into the pipe (1) above the removal region also and
the cleaning tool (2), in the form of a milling cutter, is driven in rotation from
the rear in the direction of advance (V).
2. A device for working the method according to claim 1, comprising a cleaning tool having
a shaft connection, characterised in that the cleaning tool is a known milling head (13) symmetrical in rotation to the drive
axis (D) through the shaft connection (18), the milling head having the shaft connection
(18) at its rear end (17) and an attachment lug (16) at its front end (15), wherein
the milling head (13) comprises a rotational milling member (14) having a generatrix
(Z) descending in an arc towards the lug (16), blade parts (19) which form cutting
edges (20) being worked out of the surface of the lug, preferably along helical lines.
3. A device according to claim 2, characterised in that for the purpose of attachment to a traction cable (6), the milling head (13) is associated
with a rotary coupling (7) connectable at one end to the traction cable (6) and at
the other end to the attachment lug (16) of the milling head (13), the rotary coupling
having parts (12) mounted rotatably relative to one another around an axis extending
in the traction direction.
1. Procédé de nettoyage d'une canalisation (1) comportant une partie verticale, selon
lequel un outil de nettoyage (2), susceptible d'être entraîné en rotation par l'intermédiaire
d'un arbre flexible, en particulier un ressort hélicoïdal (5), outil de nettoyage
conçu pour enlever des dépôts sur tubes (A), est soumis à un avancement longitudinal
(V) se faisant dans la direction de la canalisation, tandis que, simultanément au
transport d'évacuation des déchets enlevés, au-dessous de la zone d'enlèvement, de
l'eau de rinçage (W) est injectée avec une surpression dans la canalisation (1), dans
la direction de l'écoulement d'évacuation, les dépôts sur tubes (A) étant enlevés
en procédant à un avancement longitudinal (V) effectué en sens inverse de la direction
de l'écoulement d'évacuation, ce pourquoi l'outil de nettoyage (2), introduit dans
la canalisation (1) au-dessous de la partie verticale, est tiré depuis le côté avant
dans la direction de l'avancement, caractérisé par le fait que, également au-dessus de la zone d'enlèvement, un écoulement d'eau de rinçage (W)
est introduit dans la canalisation (1) et l'outil de nettoyage (2), réalisé sous la
forme d'une fraise, est entraîné en rotation, depuis le côté arrière, dans la direction
d'avancement (V) .
2. Dispositif de mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, avec un outil de
nettoyage présentant un raccordement d'arbre, caractérisé par le fait qu'est prévu comme outil de nettoyage une tête de fraisage (13) connue en soi, configurée
selon une symétrie de rotation par rapport à l'axe d'entraînement (D) passant par
le raccordement d'arbre (18), tête de fraisage qui sur sa face frontale arrière (17)
présente le raccordement d'arbre (18) et sur sa face frontale avant (15) présente
un oeillet d'accrochage (16), la tête de fraisage (13) étant constituée d'un corps
de rotation réalisé sous forme de corps de fraise (14) avec une génératrice (Z) descendant
en forme d'arc vers l'oeillet d'accrochage (16), d'où sont façonnées des parties de
lame (19) situées côté enveloppe, formant des tranchants (20) s'étendant de préférence
le long d'hélicoïdes.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que, à la tête de fraisage (13) est associé, pour assurer l'accrochage à un câble de
traction (6), un accouplement de rotation (7) pouvant être raccordé, d'une part, à
l'oeillet d'accrochage (16) de la tête de fraise (13) et, d'autre part, au câble de
traction (6), accouplement de rotation présentant des parties d'accouplement (12)
montées de façon à permettre une rotation relative, les unes par rapport aux autres,
autour d'un axe de rotation s'étendant le long de la traction.

