Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem elektromagnetisch betätigbarem Ventil, insbesondere
einem Ventil für Bennstoffeinspritzaniagen von Brennkraftmaschinen, nach der Gattung
des Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits Brennstoffeinspritzventile bekannt, die elektromagnetisch betätigbar
sind und demzufolge einen Magnetkreis besitzen, der wenigstens eine Magnetspule, einen
Kern, einen Anker und einen Außenpol umfaßt. Ein solches Brennstoffeinspritzventil
ist beispielsweise aus der DE-195 03 821 A1 bekannt.
[0003] Bei dem Ventil gemäß der DE-195 03 821 A1 sind der Kern und ein Anschlußteil eines
Ventilrohres über eine magnetische Drosselstelle direkt miteinander verbunden. Dabei
ist es vorteilhaft, das gesamte Ventilrohr einteilig auszubilden, so daß es sich über
die gesamte Länge des Ventils erstreckt. Ein Vorteil der Drosselstelle, die z. B.nur
etwa 0,2 mm stark ist, liegt in der sicheren Dichtheit des Ventils, so daß auf O-Ringe
verzichtet werden kann, welche bei der Dichtheitsmessung und der Ventilreinigung problematisch
sind. Bei Hochdruckventilen mit Maximaldrücken beispielsweise im Bereich von etwa
10 bis 12 MPa (100 bis 120 bar) tritt an der relativ dünnwandigen Drosselstelle 10
allerdings ein Festigkeitsproblem auf.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße elektromagnetisch betätigbare Ventil mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß es die herstellungstechnischen, magnetkreisspezifischen
und Dichtheitsproblematik betreffenden Vorteile der Konstruktion des Ventilrohres
mit dünnwandiger Drosselstelle ausnutzt und gleichzeitig die Festigkeitsprobleme beim
Stand der Technik vermieden werden.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen elektromagnetisch betätigbaren Ventils
möglich.
[0006] Besonders vorteilhaft ist es, das ringförmige Einsatzstück entweder aus elektrisch
nicht leitfähigem Material herzustellen oder an zumindest einer Stelle unterbrochen
auszubilden und elektrisch isoliert zu befestigen. Durch diese Maßnahme kann verhindert
werden, daß in dem ringförmigen Einsatzstück, welches notwendigerweise zumindest teilweise
innerhalb des Einflußbereiches des magnetischen Feldes der Magnetspule liegt, während
eines sich ändernden magnetischen Feldes Wirbelströme entstehen, die sich negativ
auf die Schaltzeiten (Anzugszeit und Schließzeit) des Ventils auswirken.
[0007] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des ringförmigen Einsatzstücks besteht
in seinem Aufbau aus zwei konzentrischen Ringen, die gegeneinander elektrisch isoliert
sind und jeweils mindestens einen Schlitz aufweisen, so daß für das Einsatzstück auch
elektrisch leitfähiges Material, wie beispielsweise ein austenitisches Metall, mit
guten Festigkeitseigenschaften bzw. Formstabilitätseigenschaften verwendet werden
kann. Dabei sind die beiden Ringe vorzugsweise derart angeordnet, daß ihre Schlitze
um 180° zueinander versetzt positioniert sind, um die mechanische Stabilität der Konstruktion
zu verbessern bzw. zu erhalten.
[0008] Weiter ist es vorteilhaft, einen Spalt zwischen der Drosselstelle und dem ringförmigen
Einsatzstück mit Klebstoff aufzufüllen. Dies erlaubt größere zulässige Toleranzen
an den entsprechenden Durchmessern der einzelnen Bauteile sowie zugleich eine kostengünstigere
Fertigung.
Zeichnung
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines Brennstoffeinspritzventils mit einem erfindungsgemäßen
ringförmigen Einsatzstück in einer geschnittenen Darstellung,
- Fig. 2
- vergrößert den Ausschnitt II von Fig. 1 im Bereich der Drosselstelle,
- Fig. 3
- ausschnittweise ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß konstruierten
Einspritzventils in einer geschnittenen Darstellung und
- Fig. 4
- einen Schnitt durch das Einspritzventil entlang der Linie IV-IV in Fig. 3.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] Das in Fig. 1 beispielhaft als erstes Ausführungsbeispiel dargestellte elektromagnetisch
betätigbare Ventil in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen
von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen von einer
Magnetspule 1 zumindest teilweise umgebenen, als sogenannten Innenpol eines Magnetkreises
dienenden, rohrförmigen, weitgehend hohlzylindrischen Kern 2. Ein Spulenkörper 3 nimmt
eine Bewicklung der Magnetspule 1 auf und ermöglicht in Verbindung mit dem Kern 2
und einem ringförmigen, nichtmagnetischen, von der Magnetspule 1 teilweise umgebenen
Zwischenstück 4 mit einem L-förmigen Querschnitt einen besonders kompakten und kurzen
Aufbau des Einspritzventils im Bereich der Magnetspule 1. Das Zwischenstück 4 ragt
dabei mit einem Schenkel in axialer Richtung in eine Stufe des Kerns 2 und mit dem
anderen Schenkel radial entlang einer in der Zeichnung unten liegenden Stirnfläche
des Spulenkörpers 3.
[0011] In dem Kern 2 ist eine durchgängige Längsöffnung 5 vorgesehen, die sich entlang einer
Ventillängsachse 6 erstreckt. Konzentrisch zur Ventillängsachse 6 kann vorzugsweise
eine in Fig. 1 nicht gezeigte zusätzliche dünnwandige, rohrförmige Hülse verlaufen,
die die innere Längsöffnung 5 des Kerns 2 durchragt und unmittelbar an der Wandung
der Längsöffnung 5 anliegt. Diese Hülse besitzt eine Abdichtfunktion zum Kern 2 hin,
indem sie in Richtung der Ventillängsachse 6 bzw. in stromabwärtiger Richtung eine
Kapselung des Kerns 2 bildet und dadurch einen Kontakt von Brennstoff mit dem Kern
2 verhindert.
[0012] Der Kern 2 ist nicht wie bei konventionellen früheren Einspritzventilen als ein Bauteil
ausgeführt, das mit einem unteren Kernende 7 auch wirklich abschließt, sondern verläuft
auch weiter in stromabwärtiger Richtung, so daß ein stromabwärts des Spulenkörpers
3 angeordnetes rohrförmiges Anschlußteil, das im weiteren Verlauf der Beschreibung
als Anschlußteil 8 bezeichnet ist, als sogenannter Außenpol einteilig mit dem Kern
2 ausgebildet ist, wobei das Gesamtbauteil als Ventilrohr 9 bezeichnet wird. Als Übergang
vom Kern 2 zum Anschlußteil 8 besitzt das Ventilrohr 9 eine ebenfalls rohrförmige,
jedoch eine wesentlich dünnere Wandung als die Wandungsstärken von Kern 2 und Anschlußteil
8 aufweisende magnetische Drosselstelle 10. Diese magnetische Drosselstelle 10 geht
aus dem unteren Kernende 7 konzentrisch zu der Ventillängsachse 6 des Kerns 2 und
des Anschlußteils 8 hervor.
[0013] Anstelle der einteiligen Ausbildung des Ventilrohres 9 kann die Drosselstelle 10
auch nur einteilig entweder mit dem unteren Kernende 7 oder dem Anschlußteil 8 ausgebildet
sein.
[0014] In dem Anschlußteil 8 verläuft eine Längsbohrung 11, die konzentrisch zu der Ventillängsachse
6 ausgebildet ist. In der Längsbohrung 11 ist eine zum Beispiel rohrförmige Ventilnadel
12 angeordnet, die an ihrem stromabwärtigen Ende 13 mit einem kugelförmigen Ventilschließkörper
14, an dessen Umfang mehrere Abflachungen 15 zum Vorbeiströmen des Brennstoffs vorgesehen
sind, beispielsweise durch Schweißen verbunden ist.
[0015] Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 12 und damit zum Öffnen des Einspritzventils
entgegen der Federkraft einer Rückstellfeder 16 bzw. zum Schließen des Einspritzventils
dient der elektromagnetische Kreis mit der Magnetspule 1, dem Kern 2 und einem Anker
17. Der Anker 17 ist mit dem dem Ventilschließkörper 14 abgewandten Ende der Ventilnadel
12 durch eine Schweißnaht verbunden und auf den Kern 2 ausgerichtet. In das stromabwärts
liegende, dem Kern 2 abgewandte Ende des Anschlußteils 8 ist in der Längsbohrung 11
ein zylinderförmiger Ventilsitzkörper 18, der einen festen Ventilsitz aufweist, durch
Schweißen dicht montiert.
[0016] Zur Führung des Ventilschließkörpers 14 während der Axialbewegung der Ventilnadel
12 mit dem Anker 17 entlang der Ventillängsachse 6 dient eine Führungsöffnung 19 im
Ventilsitzkörper 18. Der kugelförmige Ventilschließköper 14 wirkt mit dem sich in
Strömungsrichtung kegelstumpfförmig verjüngenden Ventilsitz des Ventilsitzkörpers
18 zusammen. An seiner dem Ventilschließkörper 14 abgewandten Stirnseite ist der Ventilsitzkörper
18 mit einer beispielsweise topfförmig ausgebildeten Spritzlochscheibe 20 fest verbunden.
Die topfförmige Spritzlochscheibe 20 besitzt wenigstens eine z. B. durch Erodieren
oder Stanzen ausgeformte Abspritzöffnung 21. Für eine exakte Führung des mit der Ventilnadel
12 verbundenen Ankers 17 während der Axialbewegung werden in anderen bekannten Ausrührungsformen
von Einspritzventilen unmagnetische Zwischenteile benutzt,die anstelle der Drosselstelle
10 vorgesehen sind und für eine magnetische Trennung von Kern 2 und Anschlußteil 8
sorgen. Diese unmagnetischen Zwischenteile werden äußerst exakt und hochgenau zum
Beispiel auf Präzisionsdrehmaschinen hergestellt, um ein kleines Führungsspiel zu
erzielen. Da bei dem in Figur 1 gezeigten Einspritzventil aufgrund der einteiligen
Konstruktion des Ventilrohres 9 nun kein solches Zwischenteil nötig ist, ist es sinnvoll,
am äußeren Umfang des Ankers 17 wenigstens eine Führungsfläche 22 (Figur 2), die zum
Beispiel durch Drehen hergestellt ist, vorzusehen. Die wenigstens eine Führungsfläche
22 kann beispielsweise als ein umlaufender durchgehender Führungsring oder als mehrere
am Umfang mit einem Abstand zueinander ausgebildete Führungsflächen ausgebildet sein.
[0017] Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 18 mit der topfförmigen Spritzlochscheibe
20 bestimmt die Größe des Hubs der Ventilnadel 12. Dabei ist die eine Endstellung
der Ventilnadel 12 bei nicht erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers
14 am Ventilsitz des Ventilsitzkörpers 18 festgelegt, während sich die andere Endstellung
der Ventilnadel 12 bei erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ankers 17 am unteren
Kernende 7 ergibt.
[0018] Die in Fig. 1 gezeigte Anordnung des Anschlußteils 8 mit dem Ventilsitzkörper 18
und des aus dem Anker 17, der Ventilnadel 12 und dem Ventilschließkörper 14 beweglichen
Ventilteils stellt nur eine mögliche Ausbildungsvariante der dem Magnetkreis stromabwärts
folgenden Ventilbaugruppe dar. In den folgenden Figuren wird auf diesen Ventilbereich
verzichtet, wobei betont werden soll, daß die unterschiedlichsten Ventilbaugruppen
zusammen mit der erfindungsgemäßen Konstruktion des Einspritzventils im Bereich der
Drosselstelle 10 kombiniert werden können. Neben dem oben beschriebenen kugelförmigen
Ventilschließkörper 14 und dem Einsatz von Spritzlochscheiben 20 sind auch nach außen
öffnende Einspritzventile denkbar.
[0019] Die Magnetspule 1 ist von wenigstens einem, beispielsweise als Bügel ausgebildeten
und als ferromagnetisches Element dienenden Leitelement 23 umgeben, das die Magnetspule
1 in Umfangsrichtung wenigstens teilweise umgibt, sowie mit seinem einen Ende an dem
Kern 2 und seinem anderen Ende an dem Anschlußteil 8 anliegt und mit diesen zum Beispiel
durch Schweißen, Löten bzw. Kleben verbindbar ist.
[0020] Das Einspritzventil ist weitgehend mit einer Kunststoffumspritzung 24 umschlossen,
die sich vom Kern 2 ausgehend in axialer Richtung über die Magnetspule 1 und das wenigstens
eine Leitelement 23 bis zum Anschlußteil 8 erstreckt, wobei das wenigstens eine Leitelement
23 vollständig axial und in Umfangsrichtung überdeckt ist. Zu dieser Kunststoffumspritzung
24 gehört ferner auch ein beispielsweise mitangespritzter elektrischer Anschlußstecker
25, in dem auch die Kontaktelemente 26 zur elektrischen Kontaktierung der Magnetspule
1 vorgesehen sind.
[0021] In Fig. 2 ist der Ausschnitt II aus dem in Fig. 1 gezeigten Einspritzventil im Bereich
der magnetischen Drosselstelle 10 vergrößert dargestellt. Das untere Kernende 7 des
Kerns 2 weist eine stromabwärtige Stirnfläche 27 auf, die als Anschlagfläche für den
Anker 17 mit seiner stromaufwärtigen Stirnfläche 28 dient. Bei geschlossenem Ventil,
d.h. beim Anliegen des Ventilschließkörpers 14 am Ventilsitz des Ventilsitzkörpers
18 liegt zwischen den beiden Stirnflächen 27 und 28 ein Luftspalt 29 vor. Gewöhnlich
kann man davon ausgehen, daß ein Magnetkreis um so besser ist, je weniger Streufluß
den Luftspalt umgeht.
[0022] Das im vorliegenden Ausführungsbeispiel verwendete Ventilrohr 9 ist also, wie oben
beschrieben, einteilig ausgebildet und besitzt eine direkte magnetisch leitende Verbindung
zwischen dem Kern 2 und dem Anschlußteil 8 über die magnetische Drosselstelle 10.
Um den den Luftspalt 29 umgehenden Streufluß dennoch möglichst klein zu halten, ist
die magnetische Drosselstelle 10 mit einer sehr geringen Wandstärke ausgebildet. Die
zum Beispiel in axialer Richtung 2 mm lange magnetische Drosselstelle 10 weist eine
Wandstärke von beispielsweise nur etwa 0,2 mm auf. Damit ist ungefähr ein minimaler
Grenzwert erreicht, bei dem noch eine ausreichende Stabilität des Ventilrohrs 9 bei
in Benzineinspritzventilen für die Saugrohreinspritzung üblichen niedrigen Maximaldrücken
gewährleistet ist. Bei Erregung der Magnetspule 1 geht also der Magnetfluß im magnetischen
Kreis auch direkt über die sehr schmale magnetische Drosselstelle 10. Dabei wird in
sehr kurzer Zeit, nämlich nur in einem Bruchteil der eigentlichen Schaltzeit des Ventils,
die Sättigungsflußdichte erreicht. Die in Sättigung stehende und eine Permeabilität
von rund 1 aufweisende magnetische Drosselstelle 10 wirkt somit auch wirklich als
Drosselstelle.
[0023] Durch die wenigstens eine am Anker 17 angeformte Führungsfläche 22, die sich über
den eigentlichen Außendurchmesser des Ankers radial nach außen erstreckt, ergibt sich
außerhalb der Führungsfläche 22 ein Radialluftspalt 30 zwischen der magnetischen Drosselstelle
10 bzw. dem Anschlußteil 8 und dem Anker 17. Dieser Radialluftspalt 30 sollte so schmal
wie möglich ausgebildet sein, da der magnetische Fluß über die Luft radial in den
Anker 17 tritt. Der magnetische Gesamtfluß im Einspritzventil nimmt bei dieser Anordnung
im Vergleich zu Einspritzventilen mit unmagnetischem Zwischenteil um den Betrag des
Magnetflusses über die Drosselstelle 10 zu. Die übrigen leitenden Querschnitte des
Kerns 2 und des Leitelements 23 sind dementsprechend angepaßt bzw. minirnal vergrößert.
[0024] Durch die oben beschriebene einteilige Konstruktion des Ventilrohres 9 kann eine
kostengünstigere Fertigung und eine sicherere Dichtheit des Einspritzventils erreicht
werden, wobei die Qualität des Magnetkreises im Vergleich zu Konstruktionen mit unmagnetischem
Zwischenteil nicht herabgesetzt wird. Um nun diese Vorteile auch für Hochdruckventile
mit Maximaldrücken beispielsweise im Bereich von etwa 10 bis 12 MPa (100 bis 120 bar)
auszunutzen, muß die Tragfähigkeit der Drosselstelle 10 dementsprechend erhöht werden.
Eine Ausbildung der Drosselstelle mit größerer Wandstärke kommt nicht in Betracht,
da dies sich negativ auf den Magnetkreis auswirken würde.
[0025] Die Lösung für dieses Problem wird nun im folgenden anhand des in Fig. 2 dargestellten
Ausschnitts II von Fig. 1, der den Bereich der Drosselstelle 10 vergrößert zeigt,
beschrieben. Die erfindungsgemäße Konstruktion des Ventils beinhaltet als weiteres
Bauteil ein ringförmiges Einsatzstück 31, das radial außen an der Drosselstelle 10
angeordnet ist und sich axial entlang der gesamten Drosselstelle 10 und teilweise
entlang des unteren Kernendes 7 erstreckt.
[0026] Das Einsatzstück 31 ist in einer entsprechenden Aussparung des Zwischenstückes 4
eingesetzt und über eine Verbindungsschicht 32 fest mit der Drosselstelle 10 und dem
unteren Kernende 7 verbunden. Als Verbindungsschicht 32 wird vorzugsweise eine Klebstoffschicht
verwendet, da diese sowohl eine elektrische Isolierung bildet als auch Unebenheiten
in dem Spalt zwischen Einsatzstück 31 und Drosselstelle 10 bzw. Kernende 7 ausgleichen
kann.
[0027] Entsprechend einer ersten erfindungsgemäßen Alternative wird das ringförmige Einsatzstück
31 nicht aus einem Metallring gebildet, der zwar gute Stabilitäts- und Festigkeitseigenschaften
aufweisen würde, aber andererseits die Erzeugung von Wirbelströmen während eines sich
ändernden magnetischen Feldes bewirken würde, die sich negativ auf die Schaltzeiten
(Anzugszeit und Schließzeit) des Ventils auswirken, da der Metallring 31 notwendigerweise
zumindest teilweise innerhalb des Einflußbereiches des magnetischen Feldes der Magnetspule
1 liegt. Bei Ausbildung des Einsatzstücks 31 als geschlossener Metallring kommt es
daher zu einem verzögerten Magnetkraftaufbau beim Einschalten und einem verzögerten
Magnetkraftabbau beim Ausschalten. Aus diesem Grunde sollte das Einsatzstück 31 aus
einem elektrisch nicht leitfähigem Material oder als ein an zumindest einer Stelle
unterbrochen ausgebildetes und elektrisch isoliert befestigtes Einsatzstück 31 ausgebildet
sein. Als Material für ein einstückiges Einsatzstück 31 eignet sich z. B. ein Kunststoffmaterial,
das ggf. durch Karbonfasern oder dergleichen verstärkt ist, oder auch ein keramisches
Material.
[0028] Eine bevorzugte Ausgestaltung des ringförmigen Einsatzstücks 31 ist in den Figuren
3 und 4 dargestellt. Das Einsatzstück 31 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus
zwei konzentrischen Metallringen 33 und 34, die durch eine Klebstoffschicht 35 gegeneinander
elektrisch isoliert sind und jeweils einen Schlitz 36 bzw. 37 aufweisen. Auf diese
Art und Weise ergibt sich kein geschlossener elektrisch leitender Kreis in dem Einsatzstück
31 und es können sich deshalb bei einem sich ändernden magnetischen Feld keine Wirbelströme
in dem Einsatzstück 31 bilden. Um eine möglichst große Stabilität des Einsatzstückes
31 zu erreichen, sind die beiden Metallringe 33 und 34 derart angeordnet, daß ihre
Schlitze 36 um 37 um 180° zueinander versetzt sind, wie aus Figur 4 zu erkennen ist.
Vorzugsweise wird für die beiden Metallringe 33, 34 austenitisches Metall verwendet.
[0029] Bei der Fertigung werden zunächst die beiden Metallringe 33 und 34 vor der Montage
miteinander verklebt. Anschließend wird das komplette Einsatzstück 31 mit der Drosselstelle
10 verklebt. Die Klebung erfolgt vorteilhafterweise in zwei Schritten, so daß die
beiden Metallringe 33 und 34 auch eine axiale Unterstützung bewirken.
[0030] Die Anbindung des ringförmigen Einsatzstückes 31 an die Drosselstelle 10 mittels
Klebstoff 32 erlaubt zudem größere zulässige Toleranzen und Unebenheiten an den entsprechenden
Durchmessern der Drosselstelle 10 und des Einsatzstückes 31. Dies ermöglicht zugleich
eine kostengünstigere Fertigung des Einspritzventils.
[0031] Die erfindungsgemäße Konstruktion weist zwei wesentliche Vorteile auf. Zum einen
wird durch die Verwendung eines einteiligen oder zumindest in sich geschlossenen Ventilrohres
9 ein Einspritzventil mit sicherer Dichtheit geschaffen, und zum anderen wird durch
den die Stabilität der Anordnung erhöhenden Einsatz des ringförmigen Einsatzstückes
31 die Konstruktion auch für insbesondere direkt in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
einspritzende Hochdruckventile einsetzbar.
[0032] Wie Simulationsrechnungen gezeigt haben, ist die konkrete Werkstoffauswahl für die
Metallringe 33, 34 und den Klebstoff 32, 35 unproblematisch, d.h. es kann eine Vielzahl
von Werkstoffen eingesetzt werden.
1. Elektromagnetisch betätigbares Ventil, insbesondere Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, mit
einer Magnetspule (1),
einem zumindest teilweise von der Magnetspule (1) umgebenen Kern (2) mit einer
inneren Längsöffnung (5),
einem Anker (17),
einem durch den Anker (17) betätigbaren und mit einem festen Ventilsitz (18) zusammenwirkenden
Ventilschließkörper (14),
einem rohrförmigen, weitgehend stromabwärts des Kerns (2) angeordneten Anschlußteil
(8), das den Anker (17) zumindest teilweise radial umgibt, und
einer den Kern (2) und das Anschlußteil (8) miteinander verbindenden magnetischen
Drosselstelle (10),
dadurch gekennzeichnet,
daß ein ringförmiges Einsatzstück (31) vorgesehen ist, das die Drosselstelle (10) in
radialer Richtung abstützt.
2. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das ringförmige Einsatzstück (31) aus elektrisch nicht leitfähigem Material, insbesondere
einem Kunststoff besteht.
3. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das ringförmige Einsatzstück (31) an zumindest einer Stelle unterbrochen und elektrisch
isoliert befestigt ist.
4. Ventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einsatzstück (31) aus zwei konzentrischen Ringen (33, 34) gebildet ist, die gegeneinander
elektrisch isoliert sind und jeweils zumindest einen Schlitz (36, 37) aufweisen.
5. Ventil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitze (36, 37) der Ringe (33, 34) etwa 180° versetzt zueinander angeordnet
sind.
6. Ventil nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringe (33, 34) durch eine Klebstoffschicht (35) gegeneinander elektrisch isoliert
sind.
7. Ventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringe (33, 34) aus austenitischem Metall sind.
8. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Drosselstelle (10) und dem Einsatzstück (31) ein Spalt ausgebildet ist,
der mit einer Klebstoffschicht (32) aufgefüllt ist.
1. Electromagnetically operable valve, in particular an injection valve for fuel injection
systems for internal combustion engines, having
a magnet coil (1),
a core (2) which is at least partially surrounded by the magnet coil (1) and has
an internal longitudinal opening (5),
an armature (17),
a valve closing body (14) which can be operated by the armature (17) and interact
with a fixed valve seat (18),
a tubular connecting part (8), which is arranged largely downstream of the core
(2) and at least partially radially surrounds the armature (17), and
a magnetic constriction point (10), which connects the core (2) and the connecting
part (8) to one another,
characterized
in that an annular insert piece (31) is provided, which supports the constriction point (10)
in the radial direction.
2. Valve according to Claim 1,
characterized
in that the annular insert piece (31) is composed of an electrically nonconductive material,
in particular a plastic.
3. Valve according to Claim 1,
characterized
in that the annular insert piece (31) is interrupted at at least one point and is attached
such that it is electrically isolated.
4. Valve according to Claim 3,
characterized
in that the insert piece (31) is formed from two concentric rings (33, 34), which are electrically
isolated from one another and each have at least one slot (36, 37).
5. Valve according to Claim 4,
characterized
in that the slots (36, 37) in the rings (33, 34) are arranged offset through approximately
180° with respect to one another.
6. Valve according to Claim 4 or 5,
characterized
in that the rings (33, 34) are electrically isolated from one another by means of an adhesive
layer (35).
7. Valve according to one of Claims 4 to 6,
characterized
in that the rings (33, 34) are composed of austenitic metal.
8. Valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that a gap is formed between the constriction point (10) and the insert piece (31), and
is filled with an adhesive layer (32).
1. Soupape à commande électromagnétique, notamment injecteur pour une installation d'injection
de carburant d'un moteur à combustion interne, comprenant une bobine électromagnétique
(1), un noyau (2) entouré au moins en partie par la bobine électromagnétique (1) et
ayant une ouverture longitudinale à l'intérieur (5), un induit (17), avec
un organe d'obturation de soupape (14) coopérant avec un siège à soupape fine (18)
et actionné par l'induit (17),
une pièce de branchement (8), tubulaire, installée très largement en aval du noyau
(2), entourant au moins en partie radialement l'induit (17) et un point d'étranglement
magnétique (10) reliant le noyau (2) et la pièce de branchement (8),
caractérisée par
un insert annulaire (31) soutenant le point d'étranglement (10) dans la direction
radiale.
2. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'insert annulaire (31) est en matière non-électroconductrice notamment en matière
plastique.
3. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'insert annulaire (31) est interrompu au moins à un endroit et est fixé de manière
à être isolé électriquement.
4. Soupape selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
l'insert (31) est formé de deux anneaux concentriques (33, 34), isolés électriquement
l'un par rapport à l'autre et ayant chaque fois au moins une fente (36, 37).
5. Soupape selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
les fentes (36, 37) des anneaux (33, 34) sont décalés sensiblement de 180° l'une par
rapport à l'autre.
6. Soupape selon les revendications 4 ou 5,
caractérisée en ce que
les anneaux (33, 34) sont isolés électriquement l'un par rapport à l'autre par une
couche de colle (35).
7. Soupape selon les revendications 4 à 6,
caractérisée en ce que
les anneaux (33, 34) sont en un métal austénitique.
8. Soupape selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par
un intervalle formé entre le point d'étranglement (10) et l'insert (31), cet intervalle
étant rempli d'une couche de colle (32).