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EP 0 976 459 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.12.2004 Patentblatt 2004/49 |
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Anmeldetag: 17.07.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B05D 7/14 |
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Oberflächenbeschichteter Formkörper, insbesondere lackierte Kraftfahrzeugkarosserie
Coated shaped body, especially painted bodywork of a motor vehicle
Objets façonnés revêtus et plus particulièrement carrosserie peinte de véhicules automobiles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
31.07.1998 DE 19834490
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.02.2000 Patentblatt 2000/05 |
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Patentinhaber: AUDI AG |
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85045 Ingolstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Haldenwanger, Hans-Günther,Prof. Dr.
85055 Ingolstadt (DE)
- Walther, Ulrich, Dr.
85055 Ingolstadt (DE)
- Brandes, Bert
85139 Wettstetten (DE)
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Vertreter: Geissler, Manfred |
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Audi AG,
Abteilung I/EK-P 85045 Ingolstadt 85045 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 448 849 US-A- 4 187 407
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GB-A- 1 499 820
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen oberflächenbeschichteten Formkörper, insbesondere
eine lackierte Kraftfahrzeugkarosserie, bestehend aus miteinander verbundenen, vorgeformten
Platinen, wobei eine Klebernaht in der Weise angeordnet ist, dass sie eine an der
Verbindungsstelle vorliegende Mulde überbrückt und dass die Klebernaht von Oberflächenbeschichtungen
überdeckt ist.
[0002] Der Bericht "Strahltechnik setzt im Karosseriebau neue Maßstäbe" in VDI-Nachrichten,
Nr. 40 vom 02.10.1992, Seite 32, erläutert den Einsatz der Laserschweißtechnik mit
Zusatzdraht bei Mercedes-Benz zur Herstellung einer Schweißnaht zwischen hinterem
Kotflügel und Dach der S-Klasse. Die besondere Problematik besteht dabei darin, daß
eine ansonsten übliche Blende zum Überdecken einer solchen Schweißnaht dort nicht
vorgesehen ist, so daß für das Auge des Kunden der verschweißte Übergang von Kotflügel
und Dach nicht sichtbar sein darf. Ein ansonsten übliches Lichtbogenschweißen hätte
hier eine aufwendige und zeitintensive Nacharbeit erforderlich gemacht. Durch den
Einsatz der Laserschweißtechnologie ist dies augenscheinlich nicht notwendig geworden.
[0003] Die britische Patentschrift GB-A 1 499 820 beschreibt einen oberflächenbeschichtenden
Formkörper, insbesondere eine lackierte Kraftfahrzeugkarosserie, bestehend aus miteinander
verbundenen, vorgeformten Platinen, wobei eine Klebemaht, eventuell auf Urethan-Basis,
in der Weise angeordnet ist, dass sie eine an der Verbindungsstelle vorliegende Mulde
überbrückt, wobei die Klebemaht von Oberflächenbeschichtungen überdeckt ist.
[0004] Vergleichbare Formkörper sind auch in der GB-A 1 448 849 und in der US-A 4 187 407
beschrieben.
[0005] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer auf diese Weise
optisch ansprechend gestalteten Verbindungsstelle die Haftfähigkeit des Klebers an
der Verbindungsstelle zu verbessern.
[0006] Dies gelingt erfindungsgemäß, indem bei einem gattungsgemäßen Formkörper die Verbindungsstelle
entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 ausgestaltet ist.
[0007] Die Erfindung ist nachstehend anhand zweier Ausführungsbeispiele mit zugehöriger
Zeichnung (Figuren 1 und 2) beschrieben.
[0008] Eine in Figur 1 gezeigte erfindungsgemäße Verbindungsstelle 1 entsteht dadurch, daß
zwei tiefgezogene Blechplatinen 2, 3 (auch andere Materialien neben Stahlblech sind
denkbar, z. B. Kunststoff) miteinander zugewandten, abgewinkelten, eine Mulde zwischen
sich bildenden Stegen 4, 5 über eine Schweißstelle 6 miteinander verbunden sind. Die
Blechplatinen 2, 3 können dabei verzinkt oder unverzinkt sein, bezüglich der Schweißstelle
6 können alle nur denkbaren Schweißverfahren (Widerstandspunktschweißen, Elektronenstrahlschweißen,
Laserstrahlschweißen usw.), statt dessen aber auch Löten, Nieten, Durchsetzfügen usw.,
zur Anwendung kommen. Selbstverständlich können die Blechplatinen 2, 3 im Bereich
der Verbindungsstelle 1 verschiedene Formen annehmen, wie auch der Übergang von der
einen zur anderen Blechplatine 2, 3 unterschiedlich sein kann.
[0009] Eine Fahrzeugkarosserie beispielsweise ist ständig dynamischen Kräften ausgesetzt.
Unelastische Lackschichten können den Schwingungen und Wärmedehnungen auf Dauer nicht
widerstehen, sie würden platzen oder reißen. Zu dünne Schichten würden nur unzureichenden
Schutz vor Korrosion gewähren. Um den Anforderungen an Elastizität und Schutz genügen
zu können, werden in einem mehrstufigen Verfahren vier bzw. fünf Schichten aufgetragen,
nämlich eine Zink-Phosphatschicht, eine Kataphorese-Grundierung, ein elastischer Steinschlagfüller,
ein Decklack und danach ein Klarlack.
[0010] Nach der Zink-Phophatierung und Aufbringen und Trocknen der Kataphorese-Grundierung
7 wird in geeigneter Weise auf die Mulde eine diese ausfüllende Klebernaht 8 aufgebracht.
Dabei hat sich in praktischen Versuchen ein 2K-Polyurethan-Kleber (Pliogrip) bewährt.
Ist die Klebernaht 8 zumindest tastfest, so kann damit begonnen werden, weitere Oberflächenbeschichtungen,
also am Beispiel einer Kraftfahrzeugkarosserie einen elastischen Steinschlagfüller
9 und Deck- bzw. Klarlack 10 aufzubringen. Es versteht sich, daß Art und Aufbau der
die Klebernaht 8 abdeckenden Oberflächenbeschichtungen variieren können, je nach dem
welcher Art der oberflächenbeschichtete Blechformkörper, bei dem die Erfindung zur
Anwendung gelangt, ist.
[0011] Die Klebernaht 8 bildet eine Egalisierungsschicht und sorgt auch dafür, daß die Festigkeit
der Verbindung über die Qualität der Schweißstelle 6 hinaus eine Optimierung erfährt.
Die Klebernaht 8 bzw. der dafür verwendete Werkstoff kann bei Raumtemperatur aushärten
(polymerisieren) oder in sinnvoller Weise im Verlauf des Einbrenn-/Trocknungsprozesses
der nach ihm aufgebrachten Oberflächenbeschichtungen (Steinschlagfüller 9, Deck- bzw.
Klarlack 10). Im noch nicht ausgehärtenten Zustand kann sie auch geglättet werden.
[0012] Ein wesentlicher Vorteil, die Klebernaht 8 auf die Kataphorese-Grundierung 7 aufzubringen
ist darin zu sehen, daß der Kleberwerkstoff damit einen homogenen Untergrund vorfindet
und daß die Grundierung in gewisser Weise auch eine Haftvermittler-Funktion erfüllt.
1. Oberflächenbeschichteter Formkörper, insbesondere lackierte Kraftfahrzeugkarosserie,
bestehend aus miteinander verbundenen, vorgeformten Platinen (2,3), wobei eine Klebernaht
(8) in der Weise angeordnet ist, dass sie eine an der Verbindungsstelle (1, 11) vorliegende
Mulde überbrückt und dass die Klebernaht (8) von Oberflächenbeschichtungen (7, 9,
10) überdeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebernaht (8) auf eine zuvor aufgetragene Grundierung (7) aufgebracht wird und
dass die Klebernaht (8) aus einem 2K-Polyurethankleber besteht.
2. Formkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung eine Kataphorese-Grundierung (7) ist und dass als weitere Oberflächenbeschichtungen
ein elastischer Steinschlagfüller (9) und ein Deck- bzw. Klarlack (10) die Klebemaht
(8) abdecken.
1. Surface-coated shape, in particular painted motor vehicle body, comprising interconnected
preshaped plates (2, 3), and a glue seam (8) is arranged in such a manner that it
bridges a trough present at the connecting point (1, 11), and the glue seam (8) is
covered by surface coatings (7, 9, 10), characterised in that the glue seam (8) is applied to a previously applied base (7), and the glue seam
(8) is composed of a 2K-polyurethane glue.
2. Shape according to Claim 1, characterised in that the base is a cataphoresis base (7) and an elastic chip filler (9) and a covering
or clear paint (10) covers the glue seam (8).
1. Corps façonné à surface revêtue, notamment carrosserie laquée de véhicules automobiles
comprenant des panneaux préformés (2, 3) reliés l'un à l'autre, un cordon d'adhésif
(8) occupant une position telle qu'elle coiffe un renfoncement situé dans la zone
de liaison (1, 11), et que ledit cordon d'adhésif (8) est recouvert par des revêtements
de surface (7, 9, 10), caractérisé par le fait que le cordon d'adhésif (8) est déposé sur un apprêt (7) préalablement implanté, et par le fait que ledit cordon d'adhésif (8) consiste en un adhésif polyuréthanne à deux composants.
2. Corps façonné selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'apprêt est un apprêt cataphorique (7), et par le fait qu'une garniture élastique (9) de protection contre les impacts et une peinture couvrante
ou un vernis transparent (10) recouvrent le cordon d'adhésif (8) en tant que revêtements
de surface complémentaires.