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(11) |
EP 0 976 462 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.05.2005 Patentblatt 2005/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.07.1999 |
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Verfahren und Walzanlage zum Herstellen eines beliebigen Dickenprofils über die Breite
eines bandförmigen Walzgutes
Method and rolling installation for the manufacture of any thickness profile across
the width of a strip-shaped rolling stock
Procédé et installation de laminage pour la fabrication d'un profil d'epaisseur quelconque
à travers la largeur d'un produit laminé en forme de bande
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
17.07.1998 DE 19831882
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.02.2000 Patentblatt 2000/05 |
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Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Kopp, Reiner, Prof. Dr. Ing.
52075 Aachen (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/19394 DE-A- 4 027 043
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DE-A- 3 622 926 US-A- 4 578 979
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 202 (M-405), 20. August 1985 (1985-08-20)
& JP 60 064702 A (HITACHI DENSEN KK), 13. April 1985 (1985-04-13)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 067 (M-366), 27. März 1985 (1985-03-27) &
JP 59 199104 A (SUMITOMO KINZOKU KOGYO KK), 12. November 1984 (1984-11-12)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft nach Anspruch 1 ein Verfahren und nach Anspruch 7 eine Walzanlage
zum Herstellen von über die Breite ein beliebiges Dickenprofil aufweisenden bandförmigem
Walzgut durch Längswalzen eines Ausgangsmaterials, insbesondere eines Metallbandes
oder einer Platine (siehe z.B. DE-A 3 622 926).
[0002] Die Forderung, vor allem der Automobilindustrie, nach leichten, hochbelastbaren Bauteilen
führte zur Entwicklung von halbzeugähnlichen Vorprodukten mit Querschnitten, die örtlich
so weit wie möglich der Belastung des gewünschten Bauteils angepaßt sind. Diese "Taylored
Blanks" genannten Vorprodukte werden vornehmlich durch Verschweißen von Blechen unterschiedlicher
Dicke und/oder Breite und Festigkeit hergestellt.
[0003] Zur Vermeidung des Aufwandes des Verschweißens ist es bekanntgeworden, das dem Belastungsfall
angepaßte Querschnittsprofil (Dickenprofil) durch Längswalzen von Band mit schneller
periodischer Veränderung des Walzspaltes zu erzeugen. Bei diesem mit dem Begriff "flexibles
Walzen" bezeichneten Verfahren wird das Walzgut durch Querteilen in "Taylored Blanks"
aufgeteilt. Hierbei hat sich allerdings als sehr nachteilig gezeigt, daß die Länge
des bei Dickenänderungen entstehenden Übergangsprofils von der Anstellgeschwindigkeit
und der Steifigkeit des Walzwerkes sowie von der Walzgeschwindigkeit abhängig ist.
Bedingt durch die allenfalls möglichen, begrenzten Anstellgeschwindigkeiten und Steifigkeiten
lassen sich kurze Übergangsstücke daher nur dann erreichen, wenn extrem langsam gewalzt
wird.
[0004] Unter dem Begriff "Profilwalzen" sind schließlich Walzverfahren zur Herstellung von
Halbzeug mit unterschiedlicher Dicke über die Walzgutbreite seit langem bekannt. Dabei
wird mit entsprechend kalibrierten Walzen in mehreren Walzvorgängen (Stichen) der
gewünschte Querschnitt erzeugt. Diese Art der Herstellung ist aber beschränkt auf
Walzgut mit kleinem Breiten-/Dickenverhältnis. Es ist wenig flexibel, da für jeden
Querschnitt fast immer entsprechend kalibrierte Walzensätze benötigt werden.
[0005] Durch die DE-A-36 22 926 ist es zur Herstellung eines profilierten Walzproduktes
bekanntgeworden, durch in Walzrichtung in einer Reihe aufeinanderfolgende Umfangsarbeitswalzen
mit stetig breiter werdenden Profilringen bzw. Walzenvorsprüngen das Walzgut mit einer
Rille bzw. einer Nut zu versehen. Durch die Verbreiterung der Konturen der Profilringe
bzw. Walzenvorsprünge wird die Rille bzw. Nut sukzessive verbreitert und komplementär
zur Endkontur geformt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Walzanlage der eingangs
genannten Art zu schaffen, mit denen sich die genannten Nachteile vermeiden und beliebige
Profilierungen ohne zusätzlichen Aufwand variabel und flexibel herstellen lassen.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Ausgangsmaterial
mit mehreren in Walzrichtung aufeinanderfolgend in Querrichtung versetzt angeordneten,
über die Walzgutbreite verschieden tief in das Ausgangsmaterial eindringenden -Drückwalzen
in Breitenrichtung verformt wird. Die erfindungsgemäß in Walzrichtung versetzt hintereinander
angeordneten, nahezu nur in Breitenrichtung verformend auf das Ausgangsmaterial einwirkenden
Walzen ermöglichen eine entsprechend der gewünschten Profilierung örtlich gezielte
Verformung, wobei die Eindringtiefe von der jeweiligen Anstellung der einzelnen schmalen
Walzen bzw. Rollen abhängt. Hierbei ist es gleich, ob es sich bei dem Ausgangsmaterial
um Eisenwerkstoffe oder NE-Metalle sowie um eine Warmoder Kaltverformung handelt und
bei einer Kaltverformung das Ausgangsmaterial ein Warm- oder Kaltband ist.
[0008] Nach einem Vorschlag der Erfindung kann das Ausgangsmaterial im Einwegbetrieb oder
reversierend verformt werden, wobei eine Ausgestaltung vorsieht, daß das Ausgangsmaterial
unter den Walzen hin- und herbewegt wird. Die jeweilige Betriebsweise richtet sich
hierbei nach der vorzunehmenden Profilierung und/oder dem erforderlichen sowie mit
einem Stich möglichen Grad der Verformung.
[0009] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß Drückwalzen mit einer
hinsichtlich ihrer Auslegung von
- Rollenradius
- Arbeitswinkel
- Glättungswinkel
- Arbeitsradius
- Kontaktlänge
zum Verformen des Ausgangsmaterials in Breitenrichtung bestimmten Geometrie eingesetzt
werden. Die Konturgebung der für die Profilierung wirksamen Mantelfläche der Drückwalzen
unterstützt den Materialfluß gezielt in Breitenrichtung, ohne wesentliche Längung
des zu profilierenden Walzgutes.
[0010] Wenn das mittels der Drückwalzen profilierte Walzgut einem abschließenden Glättstich
unterzogen wird, lässt sich eine aufgrund der zum Einsatz kommenden einzelnen Drückwalzen
auftretende Stufung beseitigen und damit die gewünschte Endqualität der Profilierung
erreichen.
[0011] Gemäß einem Vorschlag der Erfindung ist es aber auch möglich, daß mit den Drückwalzen
eine Modifikation der Stufung der in Breitenrichtung profilierten Walzgut-Oberfläche
vorgenommen wird. Diese somit gezielte bzw. bewusst beibehaltene Stufung lässt sich
zur Erhöhung der Steifigkeit des Walzgutes in Längsrichtung benutzen. Da bereits geringe
"Steghöhen" einen hohen Versteifungseffekt haben, kann durch die Anpassung der Drückwalzengeometrie,
der Eindringtiefe und des Abstandes der Drückwalzen voneinander gewissermaßen eine
Steifigkeit eingestellt werden.
[0012] Bei einer Walzanlage, insbesondere zum Durchführen des Verfahrens beim Herstellen
von über die Breite ein beliebiges Dickenprofil aufweisenden bandförmigen Walzgut
durch Längswalzen eines Ausgangsmaterials, sind erfindungsgemäß einer das Walzgut
aufnehmenden Stützauflage obere, in Walzrichtung aufeinanderfolgend in Querrichtung
versetzt angeordnete, unterschiedlich angestellte Drückwalzen zugeordnet. Die Stützauflage,
bei der es sich um einen hin- und herbeweglichen Tisch, alternativ um eine einen großen
Durchmesser aufweisende Unterwalze handeln kann, übt keine Verformungskräfte auf das
Ausgangsmaterial aus und dient dem Grunde nach ausschließlich als Tragelement für
das Walzgut und Gegenhalter für die Drückwalzen. Diese können vorteilhaft als Vollwalzen
ausgebildet sein.
[0013] Eine alternative Ausführung der Erfindung sieht mehrteilige, aus einem Grundkörper
und einem Profilring bestehende Drückwalzen vor. Die Mehrteiligkeit bietet gegenüber
Vollwalzen den Vorteil des wiederholt einzusetzenden Grundkörpers (Achse, Welle),
auf den in der Walzen-Werkstatt ein verschlissener Profil- bzw. Drückring einfach
gegen einen neuen ausgetauscht werden kann. Wenn der Profilring vorteilhaft axial
verschiebbar auf dem Grundkörper angeordnet ist, läßt sich der Ort der Einwirkung
auf das Ausgangsmaterial zu dessen Verformung in Breitenrichtung gezielt verlagern.
Gleiches gilt natürlich für axial verschiebbar gelagerte Vollwalzen.
[0014] Nach einer Ausführung der Erfindung lässt sich die Stützauflage über ihre Breite
mit einer unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit ausbilden. Dies kann durch voneinander
abweichende Rauhigkeiten bzw. eine unterschiedliche oder bereichsweise Schmierung
zum Ziele einer erleichterten Verformung in Breitenrichtung geschehen.
[0015] Zur Erleichterung der Verformung können auch den Drückwalzen zugeordnete Heizeinrichtungen
beitragen. Hierzu lässt sich z.B. vor jeder Drückwalze ein Laser oder eine Induktionsheizung
vorsehen.
[0016] Es empfiehlt sich, daß der Profilwalzeneinheit ein Glättgerüst nachgeschaltet ist,
so daß sich durch einen Glättstich eine von den Drückwalzen erzeugte Stufenstruktur
beseitigen lässt.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der
Erfindung näher erläutert sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- in der Draufsicht eine Walzeinheit zum Herstellen eines über die Breite profilierten
Walzgutes mit einem nachgeschalteten Glättgerüst, schematisch dargestellt;
- Fig. 2
- als Einzelheit der Fig. 1 die Seitenansicht der Profil-Walzeinheit;
- Fig. 3
- die Profil-Walzeinheit gemäß Fig. 2 in der Vorder- bzw. Längsansicht;
- Fig. 4
- als Einzelheit eine Platine als Ausgangsmaterial für das zu profilierende Walzgut
und - darunter gezeigt - ein Beispiel für ein daraus gewalztes Querprofil;
- Fig. 5
- als Einzelheit eine symmetrische Teilansicht einer Drückwalze;
- Fig. 6
- schematisch die in Walzrichtung versetzt angeordneten und unterschiedlich tief angestellten
Drückwalzen des hier abweichend von Fig. 1 auf einem hin- und herbeweglichen Tisch
aufliegenden Ausgangsmaterials und - darunter gezeichnet - als Einzelheit die damit
erreichte, in Stufenstruktur vorliegende Profilierung;
- Fig. 7
- in schematischer Darstellung eine zwischen einer Ablauf- und einer Wickelhaspel angeodnete
Profil-Walzeinheit mit einer einzeln gezeigten mehrteiligen Drückwalze; und
- Fig. 8
- eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung mit verschiedenen zur Erhöhung der Steifigkeit
bewußt vorgenommenen Profilierungen des Walzgutes.
[0018] Zum Herstellen eines über die Breite ein beliebiges Dickenprofil aufweisenden bandförmigem
Walzgutes aus einem Ausgangsmaterial, wie eine in Fig. 4 gezeigte Platine 1 oder ein
in den Fig. 1 und 7 gezeigtes Metallband 2, zu einem profilierten Fertigprodukt 3,
z.B. das in Fig. 4 unterhalb der Ausgangsplatine 1 mit einer Rille 4 erzeugte Querprofil,
wird das gewünschte Dickenprofil über die Walzgutbreite b
0 (vgl. Fig. 1) eingestellt. Hierzu sind für einen Längswalzvorgang mehrere Drückwalzen
5 einer außerdem eine Stützauflage in Form einer einen großen Durchmesser aufweisenden
Unterwalze 6 (Fig. 1 bis 3 sowie 7) oder eines in Walzrichtung 7 (vgl. den Pfeil in
Fig. 1) hin- und herbeweglichen, in Fig. 6 schematisch angedeuteten Tisches 8 umfassenden
Walzeinheit 9 bzw. 10 in Walzrichtung 7 versetzt angeordnet und über die Walzgutbreite
unterschiedlich tief angestellt. Die Verformung des bandförmigen Walzgutes (Platine
1 bzw. Metallband 2) mittels der Drückwalzen 5 geschieht ohne wesentliche Längung
nahezu nur in Breitenrichtung 11 (vgl. in Fig. 6 den bzw. in Fig. 4 die Pfeile), wozu
die in Fig. 5 für eine einzelne Drückwalze 5 gezeigte Geometrie mit den bestimmenden
Größen Rollenradius r
R, Arbeitswinkel α, Glättungswinkel β, Arbeitsradius ρ und Kontaktlänge I
B beiträgt.
[0019] Durch die Anordnung von mehreren dieser Drückwalzen 5 in Längs- bzw. Walzrichtung
7 versetzt über die Walzgutbreite und unterschiedlich tief angestellt, wie in Fig.
6 schematisch gezeigt, wird im Einweg- oder Reversierbetrieb das Ausgangsmaterial
1 bzw. 2 gemäß der Schemazeichnung nach Fig. 6 stufenförmig, mit einer beliebigen
Dickenverteilung in Breitenrichtung 11 verformt. Aus einer Platine 1 oder einem Metallband
2 mit der Breite b
0 (Ausgangsabmessung) wird z.B. ein Querprofil der Breite b
1 (vgl. Fig. 1) mit einer Rille 4 (vgl. Fig. 4) in der Mitte. Durch die im Durchmesser
große Unterwalze 6 oder den Tisch 8 wird eine großflächige Abstützung bei der Verformung
des Ausgangsmaterials (Platine 1, Metallband 2) erreicht. Zur Erleichterung der Verformung
in Breitenrichtung 11 können Unterwalze 6 oder Tisch 8 über ihre Breite von unterschiedlicher
Oberflächenbeschaffenheit oder unterschiedlich geschmiert sein. Die Wirkung der Drückwalzen
5 zur Verformung des Ausgangsmaterials bzw. Walzgutes in Breitenrichtung 11 kann weiterhin
dadurch begünstigt werden, daß vor den Drückwalzen 5 je eine Heizung 12 angeordnet
wird, wie in Fig. 6 sehr schematisch angedeutet. Ein der Walzeinheit 9 (bzw Walzeinheit
10) in Walzrichtung 7 nachgeschaltetes, für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 schematisch
eingezeichnetes Glättgerüst 13 beseitigt durch einen Glättstich die Stufenstruktur
(vgl. Fig. 6), die in der vorgeschalteten Profilierwalzanlage bzw. Walzeinheit 9 oder
10 aufgrund der in das Walzgut verschieden tief eindringenden Drückwalzen 5 entsteht.
[0020] Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführung einer Profilwalzanlage bzw. Walzeinheit 10
verläuft der Walzvorgang nur in einer Richtung, d.h. der gemäß Walzrichtungspfeil
7. Das zu profilierende Metallband 2 läuft dort von einer Ablaufhaspel 14 ab und wird
nach dem Profilieren durch die Drückwalzen 105 - von denen hier nur eine dargestellt
ist - von einer Wickelhaspel 15 wieder zu einem Bund aufgewickelt. Die Drückwalzen
105 sind gegenüber den Vollwalzen der vorbeschriebenen Drückwalzen 5 mehrteilig ausgebildet
und bestehen aus einem Grundkörper 16 und einem darauf aufgezogenen Profil- bzw. Drückring
17, der mit der in Fig. 5 gezeigten Geometrie versehen ist und axial verschiebbar
sein kann.
[0021] Beim Einsatz von mehreren in Querrichtung angeordneten Drückwalzen 5 bzw. 105, die
in Walzrichtung 7 versetzt sind und unterschiedlich tief in das Walzgut eindringen,
wird unabhängig von der Art des Ausgangsmaterials (Platine 1, Metallband 2) oder dessen
Werkstoff eine beliebige Dickenverteilung über die Breite und damit eine gewünschte
Profilierung durch Verformung des bandförmigen Walzgutes in Breitenrichtung erreicht.
Wenn diese Profilierung nicht durch ein Glättgerüst beseitigt, sondern bewußt zur
Erhöhung der Steifigkeit des Walzgutes in Längsrichtung benutzt wird, können mittels
Modifikation der in Fig. 8 beispielsweise gezeigten Steghöhen 18a, 18b, 18c die gewünschten
Steifigkeiten quasi eingestellt werden.
1. Verfahren zum Herstellen von über die Breite ein beliebiges Dickenprofil aufweisenden
bandförmigem Walzgut durch Längswalzen eines Ausgangsmaterials, insbesondere eines
Metallbandes (2) oder einer Platine (1),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangsmaterial mit mehreren in Walzrichtung (7) aufeinanderfolgend in Querrichtung
versetzt angeordneten, über die Walzgutbreite verschieden tief in das Ausgangsmaterial
(1; 2) eindringenden Drückwalzen (5; 105) in Breitenrichtung (11) verformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangsmaterial (1; 2) im Einwegbetrieb oder reversierend verformt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangsmaterial (1; 2) unter den Walzen (5; 105) hin- und herbewegt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß Drückwalzen (5; 105) mit einer hinsichtlich ihrer Auslegung von
- Rollenradius rR
- Arbeitswinkel α
- Glättungswinkel β
- Arbeitsradius ρ
- Kontaktlänge IB
zum Verformen des Ausgangsmaterials in Breitenrichtung (11) bestimmten Geometrie
eingesetzt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das profilierte Walzgut einem abschließenden Glättstich unterzogen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit den Drückwalzen eine Modifikation der Stufung der in Breitenrichtung profilierten
Walzgut-Oberfläche vorgenommen wird.
7. Walzanlage zum Herstellen von über die Breite ein beliebiges Dickenprofil aufweisenden
bandförmigem Walzgut durch Längswalzen eines Ausgangsmaterials (1; 2), insbesondere
eines Metallbandes (2) oder einer Platine (1), insbesondere zum Durchführen des Verfahrens
nach Anspruch 1, umfassend mindestens eine Walzeinheit (9; 10), die profilgebende,
anstellbare Walzen aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer das Walzgut (1; 2) aufnehmenden Stützauflage (6; 8) obere, in Walzrichtung
(7) aufeinanderfolgend in Querrichtung versetzt angeordnete, unterschiedlich angestellte
Drückwalzen (6; 105) zugeordnet sind.
8. Walzanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drückwalzen (5) als Vollwalzen ausgebildet sind.
9. Walzanlage nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch
mehrteilige, aus einem Grundkörper (16) und einem Profilring (17) bestehende Drückwalzen
(105).
10. Walzanlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Profilring (17) axial verschiebbar ist.
11. Walzanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
gekennzeichnet durch
eine einen großen Durchmesser aufweisende Unterwalze (6) als Stützauflage.
12. Walzanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangsmaterial (1; 2) auf einem hin- und herbeweglichen Tisch (8) abgestützt
ist.
13. Walzanlage nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützauflage (6; 8) über ihre Breite mit einer unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit
ausgebildet ist.
14. Walzanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Drückwalzen (5; 105) Heizeinrichtungen (12) zugeordnet sind.
15. Walzanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Profilwalzeinheit (9; 10) ein Glättgrüst (13) nachgeschaltet ist.
1. Method of producing strip-shaped rolled stock, which has a desired thickness profile
over the width, by longitudinal rolling of the starting material, particularly a metal
strip (2) or a plate (1), characterised in that the starting material is shaped in width direction (11) by several pressure rolls
(5; 105) arranged to be offset in succession in transverse direction and penetrating
over the rolled stock width into the starting material (1; 2) to different depths.
2. Method according to claim 1, characterised in that the starting material (1; 2) is shaped in single travel operation or in reversing
manner.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the starting material (1; 2) is moved back and forth under the rolls (5; 105).
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that pressure rolls (5; 105) with a specific geometry, with respect to their design, of
rotting radius rR, working angle α, smoothing angle β, working radius ρ and contact length IB are used for shaping the starting material in width direction (11).
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the profiled rolled stock is subjected to a concluding smoothing pass.
6. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that a modification of the stepping of the rolled stock surface profiled in width direction
is undertaken by the pressure rolls.
7. Rolling mill for producing strip-shaped rolled stock, which has a desired thickness
profile over the width, by longitudinal rolling of a starting material (1, 2), particularly
of a metal strip (2) or a plate (1), particularly for carrying out the method according
to claim 1, comprising at least one rolling unit (9; 10) which has profile-imparting,
adjustable rolls, characterised in that upper pressure rolls (6; 105) which in rolling direction (7) are arranged to be offset
in succession in transverse direction and which are differently adjusted are associated
with a support (6; 8) receiving the stock (1; 2) to be rolled.
8. Rolling mill according to claim 7, characterised in that the pressure rolls (5) are constructed as solid rolls.
9. Rolling mill according to claim 7, characterised by multi-part pressure rolls (105) consisting of a base body (16) and a profile ring
(17).
10. Rolling mill according to claim 9, characterised in that the profile ring (17) is axially displaceable.
11. Rolling mill according to one of claims 7 to 10, characterised by a lower roll (6), which has a large diameter, as support.
12. Rolling mill according to one of claims 7 to 10, characterised in that the starting material (1; 2) is supported on a table (8) movable back and forth.
13. Rolling mill according to claim 11 or 12, characterised in that the support surface (6; 8) is constructed over its width with a different surface
property.
14. Rolling mill according to one of claims 7 to 13, characterised in that heating devices (12) are associated with the pressure rolls (5; 105).
15. Rolling mill according to one of claims 7 to 14, characterised in that a smoothing stand (13) is arrange downstream of the profile rolling unit (9; 10).
1. Procédé de fabrication de produit laminé en forme de bande présentant un profil d'épaisseur
quelconque sur sa largeur, par laminage longitudinal d'un matériau de départ, en particulier
d'une bande métallique (2) ou d'une platine (1),
caractérisé en ce que
le matériau de départ est déformé en direction de la largeur (11) par plusieurs cylindres
de pression (5 ; 105) agencés en décalage en direction transversale sur la largeur
du produit laminé et successivement en direction de laminage (7), qui pénètrent à
différentes profondeurs dans le matériau de départ (1 ; 2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau de départ (1 ; 2) est déformé en fonctionnement à sens unique ou réversible.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le matériau de départ (1 ; 2) est déplacé en va-et-vient au-dessous des cylindres
(5 ; 105).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'on utilise des cylindres de pression (5 ; 105) présentant une géométrie déterminée
du point de vue de leur dimensionnement quant
- au rayon de cylindre rR
- à l'angle de travail α,
- à l'angle de lissage β,
- au rayon de travail ρ,
- à la longueur de contact IB,
pour déformer le matériau de départ en direction de la largeur (11).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le produit laminé profilé est soumis à une passe de lissage final.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on effectue au moyen des cylindres de pression une modification de l'étagement de
la surface du produit laminé profilé en direction de la largeur.
7. Installation de laminage pour la fabrication de produit laminé en forme de bande présentant
un profil d'épaisseur quelconque sur sa largeur, par laminage longitudinal d'un matériau
de départ, en particulier d'une bande métallique (2) ou d'une platine (1), en particulier
pour mettre en oeuvre le procédé selon la revendication 1, comprenant au moins une
unité de laminage (9 ; 10) qui présente des cylindres réglables de profilage,
caractérisée en ce que des cylindres de pression (5 ; 105) supérieurs à différents réglages, agencés successivement
en décalage en direction transversale sont associés à un support (6 ; 8) recevant
le produit laminé (1 ; 2).
8. Installation de laminage selon la revendication 7, caractérisée en ce que les cylindres de pression (5) sont réalisés sous forme de cylindres pleins.
9. Installation de laminage selon l'une des revendications 7, caractérisée par des cylindres de pression (105) en plusieurs parties, constitués par un corps de
base (16) et par un anneau profilé (17).
10. Installation de laminage selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'anneau profilé (17) est déplaçable axialement.
11. Installation de laminage selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisée par un cylindre inférieur (6) présentant un grand diamètre et servant de support.
12. Installation de laminage selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que le matériau de départ (1 ; 2) est soutenu sur une table (8) déplaçable en va-et-vient.
13. Installation de laminage selon l'une ou l'autre des revendications 11 et 12, caractérisée en ce que le support (6 ; 8) est réalisé avec une propriété de surface différente sur sa largeur.
14. Installation de laminage selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisée en ce que des dispositifs de chauffage (12) sont associés aux cylindres de pression (5 ; 105).
15. Installation de laminage selon l'une des revendications 7 à 14, caractérisée en ce qu'une cage de lissage (13) est montée en aval de l'unité de cylindre de profilage (9
; 10).