Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von Haftklebermaterial,
insbesondere zur Herstellung von selbstklebenden Etiketten, Haftfolienstreifen für
Hinweis-, Kennzeichnungs- oder Dekorationszwecke, sowie ein Verfahren und eine Anlage
zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässigen Verpackungsmaterials, bei dem (der)
auf ein bahnförmiges Grundmaterial eine feuchtigkeitsundurchlässige Barriereschicht
in einem freifallenden Vorhang aufgetragen wird.
Stand der Technik
[0002] Bei der Herstellung von selbstklebenden Papier- oder Folienstreifen zum Dekorieren
oder Kennzeichnen von Gegenständen werden bekannterweise Dispersionshaftklebstoffe
in einer mit Wasser gebildeten Dispersion auf ein bahnförmiges Trennmaterial aufgetragen,
das anschließend mit einem bedruckten oder zu bedruckenden Deckmaterial bzw. einer
Deckfolie kaschiert wird. Als Haftklebstoffe werden bevorzugt Acrylate in einer wässrigen
Lösung aufgetragen, die bei der späteren Anwendung beim Abziehen des Trennmaterials,
z. B. silikonisierten Papier oder Folie, an der Deckfolie haftend bleiben und so deren
Ankleben an Gegenständen ermöglichen.
[0003] Zur Herstellung von feuchtigkeitsundurchlässigen Verpackungsmaterialien ist es bekannt,
auf ein bahnförmiges Grundrnaterial eine feuchtigkeits- und dampfundurchlässige Barriereschicht
aufzutragen. Als Grundmaterial wird eine Papier- oder Kartonbahn oder ein Kunststoffilm
aus PVC (Polyvinylchlorid), PE (Polyethylen), PP (Polypropylen), OPP (orientiertes
Polypropylen) etc. verwendet. Für die Barriereschicht wird bevorzugt eine PVDC (Polyvinylidenchlorid)
enthaltende Dispersion aufgetragen, der zusätzlich Pigmente beigefügt sein können.
Wird die Barriereschicht auf einen Kunststoffilm als Grundmaterial aufgebracht, so
ist es erforderlich, vorher einen Haftvermittler auf das Grundmaterial aufzutragen.
[0004] Zum Auftragen der Dispersionshaftklebstoffe oder der Barriereschicht auf das Bahnmaterial
werden bekannterweise Auftragwalzen eingesetzt, die jedoch nur in der Lage sind, die
gewünschten Auftragsmengen mit der geforderten gleichmäßigen Beschichtung bei Bahngeschwindigkeiten
bis ca. 500 m/min aufzutragen.
[0005] Als Curtain-Coater bezeichnete Vorrichtungen, bei denen Beschichtungsmaterial mittels
einer oberhalb der Bahn angeordneten und sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden
Schlitzdüse in einem freifallenden Vorhang auf die Bahn aufgetragen wird, sind aus
anderen technischen Gebieten bekannt:
[0006] So beschreibt die US-A 3,867,901 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
fotografischer Materialien wie fotografische Filme oder Papiere, bei denen eine flüssige
fotografische Beschichtungszusammensetzung in einem freifallenden Vorhang auf eine
Bahn aufgetragen wird. Weitere Curtain-Coater zur Herstellung fotografischer Materialien
sind in der US-Patentschrift 4,830,887 und in der EP 0440279 A1 beschrieben.
[0007] Aus der EP 0517223 A1 und der JP 09021099 A ist die Verwendung eines Curtain-Coaters
zum Auftragen einer Pigment-Streichfarbe auf einer Papierbahn bekannt, um die Qualität
von Druckpapieren zu verbessern. Die in der JP 09021099 dargestellte Schlitzdüse weist
an jeder Seite unmittelbar neben dem Austrittsspalt jeweils sich senkrecht nach unten
bis über die Bahn hinaus erstreckende Führungselemente auf.
[0008] Die Verwendung eines Curtain-Coaters zum Auftragen von geschmolzenen Kunststoff-Zusammensetzungen
ist aus der US-A 3,3462,290 und der GB-A1,160,190 bekannt. Bei der GB-A1,160,190 wird
die gescholzene Kunststoff-Zusammensetzung als Barriereschicht in einem freifallenden
Vorhang aufgetragen, um unter anderem Verpackungsmaterialien herzustellen.
[0009] Weiterhin ist aus der GB-A1,099,127 ein Spannrahmen (englisch: stenter machine) zur
Veredelung von Textilbahnen bekannt, bei dem unmittelbar vor dem Trocknen Streichpasten,
Schaummassen oder Kleber in einem Film auf die Textilbahn aufgetragen werden, der
aus einer oberhalb der Bahn angeordneten Gießrinne fließt.
Darstellung der Erfindung
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung
von Haftklebermaterial oder eines feuchtigkeitsundurchlässigen Verpakkungsmaterials
bereitzustellen, das (die) den Auftrag eines Dispersionshaftklebstoffes oder einer
Barriereschicht in einer sehr gleichmäßigen Beschichtung und in einer Menge von bis
zu 100 g/m
2 bei einer Bahngeschwindigkeit von mehr als 500 m/min ermöglicht.
[0011] Diese Aufgabe wird bezüglich der Herstellung von Haftklebermaterial mit den Merkmalen
der Patentansprüche 1 und 7, bezüglich der Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässigen
Verpackungsmaterials mit den Merkmalen der Patenansprüche 2
und 8 gelöst.
[0012] Die abhängigen Patentansprüche enthalten bevorzugte, da besonders vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
[0013] Bei einer Fallhöhe zwischen 20 mm und 500 mm der Dispersion gemäß Patentanspruch
4 bildet sich ein Vorhang mit ausreichender Gleichmäßigkeit, der einen gleichmäßigen
Auftrag gewährleistet. Um die Fallhöhe in Abhängigkeit von der verwendeten Dispersion
und der gewünschten Auftragsmenge für einen störungsfreien und gleichmäßigen Auftrag
einstellen zu können, ist die Schlitzdüse nach Anspruch 10 höhenverstellbar gestaltet.
[0014] Ein Naßauftrag der Dispersion zwischen 5 g/m
2 und 100 g/m
2 läßt sich in einem erfindungsgemäßen Verfahren mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
besonders gleichmäßig auftragen. Besonders vorteilhaft hat sich ein Bereich zwischen
20 g/m
2 und 50 g/m
2 gezeigt.
[0015] Besonders beim Auftragen von wässrigen Dispersionen ist es vorteilhaft, die Breite
des freifallenden Vorhangs geringer als die Breite der Materialbahn zu gestalten (Patentanspruch
13). Ein schmalerer Vorhang bewirkt einen beschichtungsfreien Rand und vermindert
somit die Gefahr, daß Wasser in die Ränder eindringt und diese sich in einem nachfolgenden
Trockner wellen oder Beschichtungsmasse auf die Rückseite gelangt und nachfolgende
Maschinenteile verschmutzt. Bei der Haftkleberbeschichtung ist ein beschichtungsfreier
Rand aus verfahrenstechnischen Gründen notwendig.
[0016] Patentanspruch 12 enthält eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung eines Abstützelementes.
[0017] Die Patentansprüche 15 und 16 enthalten Ausgestaltungen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit Führungselementen, die eine Einschnürung des freifallenden Vorhangs an den Rändern
verhindern. Die Zufuhr einer Hilfsflüssigkeit verhindert eine zu große Reibung zwischen
dem Vorhang und einem am Rand angeordneten Führungselement, aus der eine unterschiedliche
Fließgeschwindigkeit des Vorhangs an den Rändern resultieren würde, die zu einem Abreißen
des Vorhangs führen könnte (Patentanspruch 16).
[0018] Ein Trennelement nach Patentanspruch 16 ermöglicht es auf einfache Weise, verschiedene
Beschichtungsbreiten einzustellen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0019] Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten
Ausführungsbeispiels.
- Figur 1
- zeigt die Seitenansicht einer Auftragsvorrichtung nach der Erfindung.
- Figur 2
- zeigt einen Schnitt quer zur Bahnlaufrichtung durch eine Düse mit Führungselementen
für die Vorhangränder.
- Figur 3
- zeigt schematisch eine Anlage zur Herstellung von Haftklebermaterial unter Verwendung
einer erfindungsgemäßen Auftragvorrichtung.
- Figur 4
- zeigt schematisch eine Anlage zur Herstellung von einem feuchtigkeitsundurchlässigen
Verpackungsmaterial.
- Figur 5
- zeigt das Anlagenschema der Entlüftung der Dispersion.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung dient zum Auftragen eines Dispersionshaftklebstoffes
(z. B. eines Acrylats) in wässriger Lösung auf eine silikonisierte Papierbahn 1. Aufgrund
ihrer vorteilhaften Eigenschaften läßt sich die Vorrichtung nach der Erfindung auch
zum Auftragen von anderen Dispersionen (z. B. Acryllacke) auf Papier, Kunststoffolien
oder dünne Metallbänder einsetzen.
[0021] Im Gestell der Auftragsvorrichtung ist in einer gewissen Höhe eine Umlenkwalze 2
gelagert, von der die von unten zugeführte Bahn 1 in einen horizontalen (wie im Ausführungsbeispiel)
oder spitzwinklig gegen die Horizontale geneigten Verlauf umgelenkt wird. Im Bereich
oberhalb der Umlenkwalze 2 und somit oberhalb der Bahn 1 ist im Gestell eine sich
quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende Schlitzdüse 3 aufgehängt. Unterhalb der Schlitzdüse
3 wird die Bahn 1 über ihre gesamte Breite an ihrer Unterseite von einem Abstützelement
gestützt geführt, das einen exakt definierten Bahnlauf beim Auftragen gewährleistet.
Bei den Anlagen nach den Figuren 1 und 3 dient die Umlenkwalze 2 zugleich als Abstützelement.
[0022] Die Schlitzdüse 3 ist an eine nicht dargestellte Zufuhr für Dispersion angeschlossen
und weist an ihrer Unterseite eine schlitzförmige Öffnung auf, aus der die Dispersion
austritt und einen freifallenden Vorhang bildet, der bis auf die Bahnoberfläche fällt.
Die Breite des Schlitzes der Düse 3 ist bevorzugt geringer als die Breite der Bahn
1, damit nach dem Auftragen von Dispersion freie Bahnränder verbleiben. Die Schlitzdüse
3 ist höhenverstellbar zwischen zwei senkrechten Profilen 4 aufgehängt, um den Abstand
des Auslaßschlitzes von der Bahn 1 und somit die Fallhöhe der Dispersion einstellen
zu können. Die Ständer 4 mit der Schlitzdüse 3 sind horizontal in und gegen Bahnlaufrichtung
beweglich in zwei seitlichen Schienen 5 gelagert, die sich gegen die Bahnlaufrichtung
(in Figur 1 nach links) bis in einen Bereich vor der Umlenkwalze 2 erstrecken. Die
Schlitzdüse 3 kann so bis in den Bereich vor der Scheitellinie der Umlenkwalze 2 bewegt
werden. Ihr Austrittsschlitz steht dann oberhalb einer Auffangwanne 6, die unmittelbar
vor der Umlenkwalze 2 angeordnet ist.
[0023] In Bahnlaufrichtung folgen mit einem Abstand von weniger als 1 m von der Schlitzdüse
3 bevorzugt zusätzliche Abstützelemente, von denen die horizontal verlaufende Bahn
1 an ihrer Unterseite abgestützt wird. Bei der Anlage nach Figur 3 unterstützen drei
eine Walzenbahn bildende Walze 7,8,9 die Bahn 1. Bevorzugt werden zur Abstützung der
Bahn sowohl unterhalb der Schlitzdüse 3 als auch dahinter feststehende Elemente verwendet,
von denen die Dispersion bei einem Bahnriß nicht abgeschleudert wird. So werden Verschmutzungen
der Anlage bei einem Bahnriß vermieden.
[0024] Bevorzugt bestehen die feststehenden Abstützelemente - wie in Figur 4 dargestellt
- aus einem feststehenden Hohlkörper 37, dessen der Bahn 1 zugewandte Wand 38 aus
einem luftdurchlässigen Material gefertigt ist. Der Hohlkörper 37 ist an einer Zufuhr
für Druckluft angeschlossen, die durch die poröse Wand 38 austritt und so zwischen
der Bahn 1 und der Wand 38 ein Luftpolster bildet, auf dem die Bahn 1 reibungsfrei
gleitet. Als besonders geeignetes Material zur Herstellung der porösen Wand 38 hat
sich ein poröser Duroplast-Aluminium-Verbundwerkstoff mit einer Porengröße von weniger
als 500 µm gezeigt. Die Porengröße beträgt bevorzugt zwischen 10 µm und 100 µm. Bei
dieser Gestaltung sind die Druckluftverluste sehr gering, und die Bahn 1 gleitet auf
einem Luftpolster von weniger als 1 mm Dicke. Ein feststehendes Abstützelement mit
einer porösen Begrenzungswand 38 hat den weiteren Vorteil, daß es sich selbsttätig
reinigt. Durch die austretende Druckluft wird Auftreffen der Dispersion von der etwas
gekrümmt gestalteten oder schräg gestellten Oberfläche abgeleitet ohne haften zu bleiben.
[0025] Bevorzugt ist die Begrenzungswand 38 so gestaltet, daß eine mehr oder weniger konvex
gekrümmte Führungsfläche gebildet wird, wobei die Krümmungsachse quer zur Bahnlaufrichtung
verläuft. So wird bevorzugt auch die Unterstützungswalze 2 als feststehender Zylinder
ausgebildet, dessen Mantelfläche im von der Bahn 1 umgeschlungenen Bereich aus zylinderschalenförmigen
Segmenten aufgebaut ist, die aus dem porösen Material gefertigt sind. Die Bahn 1 läßt
sich so an allen Positionen, an denen auf sie eingewirkt wird, sehr ruhig führen.
[0026] Hinter der Schlitzdüse 3 in ihrer in Figur 1 dargestellten Arbeitsposition ist im
Bereich des Bahnstützungselements (Walzen 7, 8, 9, Elemente 38 ) in jedem Randbereich
der Bahn 1 ein Element zum Absaugen von Dispersion angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
ist innen an jeder Schiene 5 eine quer über den Randbereich und in der Höhe positionierbare
Saugdüse 10 gelagert, die an eine Saugleitung zum Absaugen von Dispersion angeschlossen
ist. Damit der vertikale Abstand zur Bahn 1 exakt eingestellt werden kann, befindet
sich die Saugdüse 10 - wie in Figur 3 dargestellt - genau oberhalb der Stützwalze
8.
[0027] Im Anschluß an die letzte Unterstützungswalze 9 wird die Bahn 1 zu einer weiteren
Stützwalze 11 geführt, die als Gegenwalze für einen gegen die Oberseite der Bahn 1
und von dieser weg bewegbaren Schaber 12 dient. Der Schaber 12 erstreckt sich quer
über die Bahnbreite. Er ist an einem sich über die Arbeitsbreite erstreckenden, schwenkbar
gelagerten Halter 13 befestigt. Der Halter 13 ist an jeder Längsseite der Vorrichtung
in einem am Gestell der Vorrichtung befestigten Support 14 gelagert. Die Schwenkbewegung
des Schabers 12 gegen die Bahn 1 und von dieser weg wird mittels einer Kolben-Zylinder-Einheit
37 bewirkt, die einerseits am Support 14, andererseits am Halter 13 befestigt ist.
Zur Entfernung der vom Schaber 12 abgeschabten Dispersion ist in Bahnlaufrichtung
vor ihm eine Absaugvorrichtung angeordnet. Bevorzugt ist die Absaugvorrichtung ebenfalls
an den Supports 14 aufgehängt und enthält eine rückwärtige Stauwand 15, die mit dem
Schaber 12 eine gegen die Bahn 1 offene Saugkammer bildet, aus der die überschüssige
Dispersion abgesaugt wird.
[0028] Da der freifallende Vorgang 39 dazu neigt, sich aufgrund der Oberflächenspannung
an seinen Rändern einzuschnüren, sind an beiden Enden des Schlitzes 40 der Schlitzdüse
3 sich nach unten bis in die Nähe der Bahn 1 erstreckende Führungselemente 41 angeordnet,
die einer Einschnürung der Ränder entgegenwirken. Eine bevorzugte Ausführungsform
einer Düse 3 mit Führungselementen 41 ist in Figur 2 dargestellt: An jeder der beiden
Seiten der Schlitzdüse 3 ist unmittelbar neben dem Austrittsspalt 40 jeweils ein Führungselement
41 befestigt, das an seiner dem Vorhang 39 zugewandten Innenseite 42 flächig ausgebildet
ist. Von der Düse 3 zur Bahn 1 hin verläuft die Innenfläche 42 in einem Winkel zwischen
0° und 10° zur Vorhangmitte 39 geneigt.
[0029] Die Unterkante jedes Führungselementes 41, die den Abschluß der Innenfläche 42 bildet,
ist bevorzugt als Abrißkante 47 ausgebildet, damit der Rand des Vorhangs 39 das Führungselement
41 in einer definierten Strömung ohne unerwünschte Umlenkung nach außen verläßt.
[0030] Oberhalb des Austrittsspalts 40 weist jedes Führungselement 41 eine Durchgangsbohrung
auf, die als Zuführleitung 43 zur Zuführung einer Hilfsflüssigkeit auf die Innenfläche
42 dient. Als Hilfsflüssigkeit wird eine die Oberflächenspannung reduzierende Flüssigkeit,
beispielsweise Wasser, Wasser mit einem Netzmittel oder einem mit Wasser verdünnte
Dispersion verwendet.
[0031] Innen mündet die Zuführleitung 43 in den oberen Teil eines oberhalb des Austrittsspalts
40 senkrecht nach unten verlaufend angeordneten Zuführkanals 44 von ca. 20 mm Länge,
dessen Austrittsöffnung sich in Höhe des Austrittsspalts 40 der Düse 3 unmittelbar
neben diesem befindet. Der Zuführkanal 44 wird konstruktiv einfach so realisiert,
daß in die Innenfläche 42 des Führungselementes 41 im Bereich der Schlitzdüse 3 eine
bis zur Bohrung 43 reichende senkrechte Linksnut eingearbeitet wird, die beim Befestigen
des Führungselementes 41 an der Seitenwand der Düse 3 von dieser abgedichtet wird.
[0032] Wichtig ist, daß die dem Führungselement 41 oben zugeführte und an der Innenfläche
42 herabfließende Hilfsflüssigkeit beim in Kontakt treten mit dem Rand des Vorhangs
39 - im Beispiel beim Verlassen des Zuführkanales 44 in Höhe des Austrittspattes 40
- eine im wesentlichen senkrecht nach unten gerichtete Strömung aufweist, deren Geschwindigkeit
zumindest so groß ist, wie die Austrittsgeschwindigkeit der Dispersion aus der Düse
3. Dies gewährleistet, daß keine die Stabilität des Vorhanges 39 beeinträchtigende
Verzögerung der Vorhangränder an den Führungselementen 41 gegenüber der Fallgeschwindigkeit
des Vorhanges 39 im mittleren Bereich auftritt. Die Innenflächen 42 sind so gestaltet,
daß sie von der Hilfsflüssigkeit gut benetzbar sind.
[0033] So wirken auf den Vorhang 39 an seinen Rändern spreizende Querkräfte ein, ohne daß
seine Stabilität durch Verzögerung der Fallgeschwindigkeit oder durch Querströmungen
an den Rändern beeinflußt wird.
[0034] Im Bereich jeden Vorhangrandes ist zwischen der Unterseite des Führungselementes
41 und der Bahn 1 jeweils ein Trennelement 45 angeordnet, das sich von außen nach
innen bis in den Bereich der Bahn 1 erstreckt. Jedes Trennelement 45 ist quer zur
Bahnlaufrichtung verschiebbar gelagert, damit verschiedene Beschichtungsbreiten eingestellt
werden können. Bevorzugt erfolgt die Querverstellung jedes Trennelementes 45 automatisiert
mittels eines Stellmotors derart, daß jedes Trennelement 45 zumindest 500 mm verstellbar
ist, um auch stark differierende Beschichtungsbreiten einstellen zu können.
[0035] Jedes Trennelement 45 weist eine obere Auffangfläche 46 auf, die bevorzugt nach außen
geneigt verläuft, damit die auftreffende Dispersion nach außen abläuft. In Richtung
nach innen, also zur Vorhangmitte hin, läuft die Auffangfläche 46 nach oben gekrümmt
in einer scharfen Trennkannte 48 aus, die nach Art einer Klinge den Vorhang 39 an
der gewünschten Stelle durchtrennt.
[0036] In Figur 3 ist das Anlagenschema für eine kontinuierliche Herstellung von Haftklebermaterial
dargestellt:
[0037] Als Trennmaterial wird eine Papierbahn 1 von einer in einer Abrollvorrichtung 16
aufgehängten Wickelrolle 17 abgezogen und zunächst einem Auftragwerk 18 für Silikon
zugeführt. Im Ausführungsbeispiel ist das Auftragwerk 18 ein bekanntes Walzenauftragwerk,
an dieser Stelle kann auch eine Schlitzdüse eingesetzt werden, aus der das Silikon
in einem freifallenden Vorhang auf die Bahn 1 aufgetragen wird. Im Anschluß an das
Auftragwerk 18 folgt ein Trockner 19 zur Vernetzung des Silikons, alternativ kann
auch eine Vorrichtung zur Bestrahlung mit UV-Strahlung verwendet werden. Im Anschluß
an den Trockner 19 folgt eine Vorrichtung zum Auftragen eines Dispersionshaftklebstoffes,
wie sie vorstehend unter Figur 1 näher beschrieben wurde. Nachdem der Dispersionshaftklebstoff
aufgetragen wurde, wird die Bahn einem weiteren Trockner 20 zugeführt, mit dem der
Klebstoff getrocknet wird. Im Anschluß an den Trockner folgt eine Kaschierstation
21, in der die Bahn 1 auf ihrer mit Haftklebstoff versehenen Seite mit einem Deckmaterial
oder einer Deckfolie 22 kaschiert wird. Das Deckmaterial bzw. die Deckfolie 22 wird
dazu kontinuierlich von einer in einer Abrollvorrichtung 23 eingehängten Wickelrolle
24 abgezogen. Die kaschierte Bahn 25 wird anschließend in einer Aufwickelvorrichtung
26 zu einer Wickelrolle 27 aufgewickelt.
[0038] In Figur 4 ist das Schema einer Anlage für die kontinulierliche Herstellung von flüssigkeitsdichtem
Verpackungsmaterial dargestellt. Bei dieser Anlage ist die Düse 3 mit ihren Nebenaggregaten
10, 12 unterhalb der Trockner 19, 20 möglichst nahe am Boden angeordnet. Die Anordnung
der Düse 3 mit den Nebenaggregaten 10,12 im Flurbereich hat zum einen den Vorteil,
daß eine einfachere Wartung (Reinigung, Einstellungen) durch das Bedienungspersonal
möglich ist, und zum anderen ist es im Flurbereich unterhalb der Trockner 19,20 erheblich
kühler. Wegen dieser Vorteile kann auch bei der Anlage nach Figur 3 die Düse 3 mit
ihren Nebenaggregaten 10,12 unterhalb der Trockner 19,20 angeordnet werden.
[0039] Bei der Anlage nach Figur 4 wird ein bahnförmiges Grundmaterial aus Papier, Karton
oder einem Kunststoff (PVC, PE, PP, OPP etc.) von einer in der Abrollvorrichtung 16
eingehängten Wickelrolle 17 abgezogen und zunächst dem Auftragwerk 18 zugeführt. Dort
wird ein Haftvermittler (Primer) aufgetragen, der anschließend im Trockner 19 getrocknet
wird. Bei Verwendung einer Kunststoffolie ist das Auftragen eines Haftvermittlers
erforderlich. Es werden auch Grundmaterialien für Verpackungsmaterialien verwendet,
die keinen Auftrag eines Haftvermittlers erfordern. Dann erübrigt sich das Auftragwerk
18 und der Trockner 19.
[0040] Im Anschluß an den Trockner 19 wird die Bahn nach unten umgelenkt und zu einer Vorrichtung
geführt, die eine flüssigkeits- und dampfdichte Barriereschicht aufträgt. Wie vorstehend
bei der Anlage nach Figur 3 beschrieben, enthält die Vorrichtung eine Schlitzdüse
3 als Auftragelement, aus dem das Barrierematerial in einem freien Vorhang nach unter
auf die Bahn 1 fällt. Für die Barriereschicht wird bevorzugt eine PVDC (Polyvinylidenchlorid)
enthaltende Dispersion in wässriger Lösung mit einer Viskosität zwischen 20 und 80
mPas, vorzugsweise zwischen 40 und 50 mPas, aufgetragen. Das Material für die Barriereschicht
kann zusätzlich Pigmente enthalten. In Figur 4 sind die bevorzugt eingesetzten feststehenden
Abstützelemente dargestellt, auf denen die Bahn 1 auf einem Luftpolster während des
Auftrages gleitet.
[0041] Die Barriereschicht wird anschließend in dem Trockner 20 getrocknet. Zum Abschluß
wird die Bahn 1 in der Aufwickelvorrichtung 26 zu einer Wickelrolle 27 aufgewickelt.
[0042] Vor dem Start der Anlage wird zunächst die Schlitzdüse 3 in ihrer vertikalen Position
so eingestellt, daß die Fallhöhe des aus ihr austretenden Vorhangs zwischen 20 mm
und 500 mm beträgt. Die Schlitzdüse 3 wird in eine Position vor der Scheitellinie
der Umlenkwalze 2 (in Figur 1 nach links) bewegt, so daß sich ihr Austrittsschlitz
oberhalb der Wanne 6 befindet. Anschließend wird Dispersion aus dem Vorratsbehälter
8 in die Schlitzdüse 3 zugeführt. Es bildet sich ein Vorhang, der in die Wanne 6 fällt.
[0043] Die Materialbahn 1 wird von der Wickeirolle 17 abgezogen und durch das Auftragwerk
18 geführt, wo je nach Anwendungsfall zunächst ein abstoßendes Material, im Beispiel
Silikon, oder ein Haftvermittler aufgetragen wird. Wenn die Materialbahn 1 auf Arbeitsgeschwindigkeit
beschleunigt ist und der beschichtete Bahnanfang den Trockner 18 verlassen hat, wird
die Schlitzdüse 3 in Bahnlaufrichtung in ihre Arbeitsposition oberhalb der Umlenkwalze
2 bewegt. Der aus der Düse 3 austretende Dispersionsvorhang trifft dabei auf die Materialbahn
1. Die Saugdüsen 10 für die Randabsaugung an jeder Seite sind positioniert und eingeschaltet,
um den Mehrauftrag an den Bahnrändern abzusaugen. Der Schaber 12 ist in seiner Arbeitsposition
an der Oberseite der Bahn 1 nach unten geschwenkt und schabt den am Auftragsanfang
entstandenen Wulst an Dispersion ab. Wenn die Dispersion in der Aufprallzone von der
laufenden Bahn 1 auf die gewünschte Schichtdicke gestreckt ist, wird der Schaber 12
in eine Ruheposition nach oben geschwenkt. Die Dispersionszufuhr zur Düse 3 ist so
eingestellt, daß sich eine Menge von 5 g/m
2 - 100 g/m
2, bevorzugt 20 g/m
2 - 50 g/m
2, als Naßauftrag auf die Bahn 1 aufgetragen wird. Die aufgetragene Dispersion wird
anschließend in dem Trockner 20 getrocknet.
[0044] Bei der Anlage nach Figur 3 zur Herstellung eines Haftklebermaterials wird die Bahn
1 nach dem Trockner 20 der Kaschierstation 21 zugeführt. Dort wird die mit Dispersionshaftklebstoff
versehene Seite mit einer von der Materialbahn 24 abgezogenen Deckfolie 22 kaschiert.
Die kaschierte Bahn 25 wird anschließend in der Aufrollvorrichtung 26 zu einer Wickelrolle
27 aufgewickelt.
[0045] Bei der in Figur 4 dargestellten Anlage zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässigen
Verpackungsmateriales wird die mit einer Barriereschicht versehene Bahn 1 direkt nach
dem Trocknen im Trockner 20 der Aufrollvorrichtung 26 zugeführt und dort zu einer
Wickelrolle 27 aufgewickelt. Auch bei der Herstellung von Verpakkungsmaterial kann
es zur Verbesserung der Materialeigenschaften erforderlich sein, die Barriereschicht
zum Abschluß, z.B.mit einer PE-Schicht, zu kaschieren. In diesem Fall erfolgt das
Kaschieren auf die vorstehend bei der Anlage nach Figur 3 beschriebenen Weise.
[0046] In Figur 5 ist schematisch die Vorrichtung zum Entlüften der Dispersion vor der Zuführung
in die Düse 3 dargestellt:
[0047] Die Dispersion wird der Düse 3 aus einem Vorratsbehälter 28 zugeführt, wobei die
der Düse 3 zugeführte Menge über eine Dosierpumpe 29 gesteuert wird. Falls erforderlich,
wird die Dispersion auf ihrem Weg zur Düse 3 mittels eines Filters 30 gefiltert. Zum
Entfernen von Luftblasen aus der Dispersion ist der Vorratsbehälter 28 an einen in
sich geschlossenen, von der Zuführleitung zur Schlitzdüse 3 unabhängigen Entlüftungskreislauf
angeschlossen. Dies ermöglicht es, die Zuführmenge in die Schlitzdüse 3 von der die
Abgabemenge der Düse 3 und somit die Auftragsmenge auf die Bahn 1 abhängt, mittels
der Dosierpumpe 29 unbeeinflußt von der Entlüftung zu steuern.
[0048] Aus dem Vorratsbehälter 28 wird permanent ein Anteil der Dispersion mittels einer
Pumpe 31 abgezogen und einem Entlüftungsbehälter 32 zugeführt. Um den gewünschten
Entlüftungsgrad zu erreichen, ist der Entlüftungsbehälter 32 über eine Leitung 33
an eine Vakuumpumpe angeschlossen. Falls erforderlich, ist in die Rückführleitung
34 von der Entlüftungsvorrichtung in den Vorratsbehälter 28 ein Vorfilter 35 angeordnet.
Die Zuführung von neuer Dispersion in den Vorratsbehälter 28 erfolgt mittels einer
Zuführleitung 36.
1. Verfahren zur Herstellung von Haftklebermaterial mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Auftragen eines abstoßenden Materials, insbesondere Silikon, auf ein bahnförmiges
Trennmaterial, insbesondere auf eine Papierbahn (1),
b) Vernetzen des abstoßenden Materials auf dem Trennmaterial durch Trocknen oder durch
Bestrahlen,
c) Auftragen eines Dispersionsklebstoffes in einer mit Wasser gebildeten Dispersion
mittels einer oberhalb der Bahn (1) angeordneten und sich quer zur Bahnlaufrichtung
erstreckenden Schlitzdüse (3) in einem freifallenden Vorhang (39) auf die Bahn (1).
d) Trocknen des Dispersionshaftklebstoffes,
e) Kaschieren mit einem Deckmaterial.
2. Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässigen Verpackungsmaterials,
bei dem auf ein bahnförmiges Grundmaterial eine feuchtigkeitsundurchlässige Barriereschicht
in einem freifallenden Vorhang (39) aufgetragen wird, wobei die Barriereschicht
a) auf das bahnförmige Grundmaterial mittels einer oberhalb der Bahn (1) angeordneten
und sich quer zur Bandlaufrichtung erstreckenden Schlitzdüse (3) und
b) in einer mit Wasser gebildeten, insbesondere PVDC (Polyvinylidenchlorid) enthaltenden,
Dispersion mit einer Viskosität von 20 mPas bis 80 mPas, vorzugsweise 40 mPas bis
50 mPas, aufgetragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei als Grundmaterial ein Kunststoffilm verwendet wird,
auf den vor dem Auftragen der Barriereschicht ein Haftvermittler aufgetragen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Fallhöhe der Dispersion zwischen
20 mm und 500 mm beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Naßauftrag der Dispersion 5
g/m2 - 100 g/m2, bevorzugt 20 g/m2 - 50 g/m2 beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Breite des freifallenden Vorhangs
(39) geringer ist als die Breite der Materialbahn (1).
7. Anlage zur Herstellung von Haftklebermaterial mit folgenden, in Bahnlaufrichtung hintereinander
angeordneten Komponenten:
a) Eine Auftragsvorrichtung (18) zum Auftragen eines abstoßenden Materials, insbesondere
Silikon, auf ein bahnförmiges Trennmaterial, insbesondere auf eine Papierbahn (1).
b) ein Trockner (19) oder eine UV-Vorrichtung zur Vernetzung des abstoßenden Materials,
c) eine Vorrichtung zum Auftragen eines Dispersionshaftklebstoffes in einer mit Wasser
gebildeten Dispersion, die eine oberhalb der Bahn (1) angeordnete, sich quer zur Bahnlaufrichtung
erstreckende Schlitzdüse (3) enthält, aus der die Dispersion in einen freifallenden
Vorhang (39) auf die Bahn (1) aufgetragen wird.,
d) ein Trockner (20 zum Trocknen des Dispersionhaftklebstoffes,
e) ein Kaschierwerk (21) zum Kaschieren der Bahn (1) mit einem Deckmaterial (22).
8. Anlage zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässigen Verpackungsmaterials mit
folgenden Komponenten:
a) Eine Auftragsvorrichtung (18) zum Auftragen eines Haftvermittlers auf ein bahnförmiges
Grundmaterial (1), insbesondere auf einen Kunststoffilm,
b) ein Trockner (19) zur Trocknung des Haftvermittlers,
c) eine Vorrichtung zum Auftragen einer Barriereschicht in einer mit Wasser gebildeten
Dispersion, die eine oberhalb der Bahn (1) angeordnete, sich quer zur Bahnlaufrichtung
erstreckende Schlitzdüse (3) enthält, aus der die Dispersion in einem freifallenden
Vorhang (39) auf die Bahn (1) aufgetragen wird,
d) ein Trockner (20) zum Trocknen der Barriereschicht.
9. Anlage nach Anspruch 8, wobei im Anschluß an den Trockner (20) zum Trocknen der Barriereschicht
ein Kaschierwerk zum Kaschieren der Bahn (1) mit einer Kunststoffolie angeordnet ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Schlitzdüse (3) zur Einstellung
der Fallhöhe höhenverstellbar ist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei die Bahn (1) im Bereich der Schlitzdüse
(3) von zumindest einem Abstützelement an ihrer Unterseite gestützt geführt wird.
12. Anlage nach Anspruch 11, wobei als Abstützelement ein feststehender Hohlkörper (37)
verwendet wird, dessen der Bahn (1) zugewandte Wand (38) aus einem luftdurchlässigen
Material gefertigt ist und der an einer Druckluftzufuhr angeschlossen ist.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 7 bis 12, wobei die Breite des Schlitzes der Schlitzdüse
(3) geringer ist als die Breite der Bahn (1).
14. Anlage nach einem der Ansprüche 7 bis 13, wobei an jeder der beiden Seiten der Schlitzdüse
(3) unmittelbar neben dem Austrittsspalt (40) jeweils ein sich senkrecht nach unten
bis in die Nähe der Bahn (1) erstreckendes Führungselement (41) angeordnet ist, die
einer Einschnürung der Ränder des freifallenden Vorhangs (39) entgegenwirken.
15. Anlage nach Anspruch 14, wobei an der Innenfläche (42) der Führungselemente (41) oben
eine Hilfsflüssigkeit über einen Zuführkanal (44) zugeführt wird, der oberhalb des
Austrittsspaltes (40) der Schlitzdüse (3) senkrecht nach unten verlaufend angeordnet
ist und in den eine Zuführleitung (43) für die Hilfsflüssigkeit mündet.
16. Anlage nach Anspruch 14 oder 15, wobei unterhalb jedes Führungselementes (41) ein
Trennelement (45) zur Abtrennung des Vorhangrandes vor dem Aufprall auf die Bahn (1)
angeordnet ist, wobei die Trennelemente (45) jeweils quer zur Bahnlaufrichtung verstellbar
sind.
1. Method for producing contact adhesive material, having the following method steps:
a) applying a repellent material, in particular silicone, to a strip-like release
material, in particular to a paper web (1),
b) crosslinking the repellent material on the release material by means of drying
or by means of irradiation,
c) applying an adhesive dispersion to the web (1) in a free-falling curtain (39) in
a dispersion formed with water, by means of a slot nozzle (3) arranged above the web
(1) and extending transversely with respect to the web running direction,
d) drying the contact adhesive dispersion,
e) laminating with a covering material.
2. Method of producing a moisture-impermeable packaging material, in which a moisture-impermeable
barrier layer is applied to a strip-like base material in a free-falling curtain (39),
the barrier layer being applied
a) to the strip-like base material by means of a slot nozzle (3) arranged above the
web (1) and extending transversely with respect to the web running direction and
b) in a dispersion formed with water, in particular containing PVDC (polyvinylidene
chloride) and having a viscosity of 20 mPas to 80 mPas, preferably 40 mPas to 50 mPas.
3. Method according to Claim 2, the base material used being a plastic film, to which
an adhesion promoter is applied before the application of the barrier layer.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, the fall height of the dispersion being
between 20 mm and 500 mm.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, the wet application of the dispersion being
5 g/m2 - 100 g/m2, preferably 20 g/m2 - 50 g/m2.
6. Method according to one of Claims 1 to 4, the width of the free falling curtain (39)
being less than the width of the material strip (1).
7. A plant for producing contact adhesive material, having the following components arranged
one after another in the web running direction:
a) an applicator (18) for applying a repellent material, in particular silicone, to
a strip-like release material, in particular to a paper web (1),
b) a drier (19) or a UV device for crosslinking the repellent material,
c) a device for applying a contact adhesive dispersion in a dispersion formed with
water, the said device containing a slot nozzle (3) which is arranged above the web
(1), extends transversely with respect to the web running direction and from which
the dispersion is applied to the web (1) in a free-falling curtain (39),
d) a dryer (20) for drying the contact adhesive dispersion,
e) a laminating unit (21) for laminating the web (1) with a covering material (22).
8. Plant for producing a moisture-impermeable packaging material, having the following
components:
a) an applicator (18) for applying an adhesion promoter to a strip-like base material
(1), in particular to a plastic film,
b) a dryer (19) for drying the adhesion promoter,
c) a device for applying a barrier layer in a dispersion formed with water, the said
device containing a slot nozzle (3) which is arranged above the web (1), extends transversely
with respect to the web running direction and from which the dispersion is applied
to the web (1) in a free-falling curtain (39),
d) a dryer (20) for drying the barrier layer.
9. Plant according to Claim 8, a laminating unit for laminating the web (1) with a plastic
film being arranged after the dryer (20) for drying the barrier layer.
10. Plant according to one of Claims 7 to 9, the slot nozzle (3) being adjustable vertically
in order to set the fall height.
11. Plant according to one of Claims 7 to 10, the web (1) in the area of the slot nozzle
(3) being guided and supported on its underside by at least one supporting element.
12. Plant according to Claim 11, the supporting element used being a stationary hollow
body (37), whose wall (38) facing the web (1) is produced from an air-permeable material
and to which a supply of compressed air is connected.
13. Plant according to one of Claims 7 to 12, the width of the slot in the slot nozzle
(3) being less than the width of the web (1).
14. Plant according to one of Claims 7 to 13, there being arranged on either of the two
sides of the slot nozzle (3), directly beside the outlet gap (40), in each case a
guide element (41) that extends vertically downwards until close to the web (1), which
counteract the contraction of the edges of the free-falling curtain (39).
15. Plant according to Claim 14, an auxiliary liquid being supplied to the inner surface
(42) of the guide elements (41) at the top via a feed channel (44), which is arranged
above the outlet gap (40) of the slot nozzle (3), running vertically downwards, and
into which a feed line (43) for the auxiliary liquid opens.
16. Plant according to Claim 14 or 15, a dividing element (45) for dividing off the edge
of the curtain before it strikes the web (1) being arranged underneath each guide
element (41), the dividing elements (45) in each case being adjustable transversely
with respect to the web running direction.
1. Procédé de fabrication de matériau adhésif, comprenant les étapes de procédé suivantes
:
a) application d'un matériau répulsif, en particulier de la silicone, sur un matériau
de séparation en forme de bande, en particulier sur une bande de papier (1),
b) liaison du matériau répulsif sur le matériau de séparation par séchage ou irradiation,
c) application d'un adhésif dispersé dans une dispersion formée avec de l'eau au moyen
d'une buse à fente (3) disposée au-dessus de la bande (1) et s'étendant transversalement
à la direction d'avance de la bande en un rideau tombant librement (39) sur la bande
(1),
d) séchage de l'adhésif dispersé,
e) contre-collage avec un matériau de recouvrement.
2. Procédé de fabrication d'un matériau d'emballage imperméable à l'humidité, dans lequel
on applique sur un matériau de base en forme de bande une couche barrière imperméable
à l'humidité en un rideau tombant librement (39), la couche barrière
a) étant appliquée sur le matériau de base en forme de bande au moyen d'une buse à
fente (3) disposée au-dessus de la bande (1) et s'étendant transversalement à la direction
d'avance de la bande et
b) dans une dispersion formée avec de l'eau, en particulier contenant du PVDC (chlorure
de polyvinylidène), ayant une viscosité de 20 mPas à 80 mPas, de préférence de 40
mPas à 50 mPas.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel on utilise en tant que matériau de base
un film plastique sur lequel on applique un promoteur d'adhésion avant l'application
de la couche barrière.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel la hauteur de
chute de la dispersion est comprise entre 20 mm et 500 mm.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel l'application
humide de la dispersion est de 5 g/m2 - 100 g/m2, de préférence de 20 g/m2 - 50 g/m2.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel la largeur du
rideau tombant librement (39) est inférieure à la largeur de la bande de matériau
(1).
7. Installation de fabrication de matériau adhésif comprenant les composants suivants,
disposés les uns derrière les autres dans la direction d'avance de la bande :
a) un dispositif d'enduction (18) pour l'application d'un matériau répulsif, en particulier
de la silicone, sur un matériau de séparation en forme de bande, en particulier sur
une bande de papier (1),
b) un sécheur (19) ou un dispositif à UV pour la liaison du matériau répulsif,
c) un dispositif pour l'application d'un adhésif dispersé dans une dispersion formée
avec de l'eau, qui contient une buse à fente (3) disposée au-dessus de la bande (1),
s'étendant transversalement à la direction d'avance de la bande, et depuis laquelle
la dispersion est appliquée en un rideau tombant librement (39) sur la bande (1),
d) un sécheur (20) pour le séchage de l'adhésif dispersé,
e) un appareil de contre-collage (21) pour contre-coller la bande (1) avec un matériau
de recouvrement (22).
8. Installation de fabrication d'un matériau d'emballage imperméable à l'humidité, comprenant
les composants suivants :
a) un dispositif d'enduction (18) pour l'application d'un promoteur d'adhésion sur
un matériau de base (1) en forme de bande, en particulier sur un film plastique,
b) un sécheur (19) pour le séchage du promoteur d'adhésion,
c) un dispositif pour l'application d'une couche barrière dans une dispersion formée
avec de l'eau, qui contient une buse à fente (3) disposée au-dessus de la bande (1),
s'étendant transversalement à la direction d'avance de la bande, et depuis laquelle
la dispersion est appliquée en un rideau tombant librement (39) sur la bande (1),
d) un sécheur (20) pour sécher la couche barrière.
9. Installation selon la revendication 8, dans laquelle un appareil de contre-collage
pour le contre-collage de la bande (1) avec un film en plastique est disposé après
le sécheur (20) pour sécher la couche barrière.
10. Installation selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, dans laquelle la buse
à fente (3) peut être ajustée en hauteur pour l'ajustement de la hauteur de chute.
11. Installation selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, dans laquelle la bande
(1) est guidée de manière supportée au niveau de sa face inférieure dans la région
de la buse à fente (3) par au moins un élément de support.
12. Installation selon la revendication 11, dans laquelle l'élément de support utilisé
est un corps creux fixe (37) dont la paroi (38) tournée vers la bande (1) est fabriquée
en un matériau perméable à l'air et est raccordée à une alimentation en air sous pression.
13. Installation selon l'une quelconque des revendications 7 à 12, dans laquelle la largeur
de la fente de la buse à fente (3) est inférieure à la largeur de la bande (1).
14. Installation selon l'une quelconque des revendications 7 à 13, dans laquelle sur chacun
des deux côtés de la buse à fente (3) directement à côté de la fente de sortie (40)
est disposé à chaque fois un élément de guidage (41) s'étendant verticalement vers
le bas jusqu'à proximité de la bande (1), ces éléments de guidage agissant à l'encontre
d'un resserrement des bords du rideau tombant librement (39).
15. Installation selon la revendication 14, dans laquelle un liquide auxiliaire est acheminé
en haut à la surface intérieure (42) des éléments de guidage (41) par le biais d'un
canal d'alimentation (44) qui s'étend au-dessus de la fente de sortie (40) de la buse
à fente (3) verticalement vers le bas et qui débouche dans une conduite d'alimentation
(43) pour le liquide auxiliaire.
16. Installation selon la revendication 14 ou 15, dans laquelle en dessous de chaque élément
de guidage (41) est disposé un élément de séparation (45) pour la séparation du bord
du rideau avant le contact avec la bande (1), les éléments de séparation (45) étant
à chaque fois réglables transversalement à la direction d'avance de la bande.