[0001] Die Erfindung betrifft eine Metallschicht mit offener Porosität.
[0002] Bekannt sind aus Gewebe und Vlies bestehende poröse Metallschichten der eingangs
genannten Art, die insbesondere als Filter eingesetzt werden.
[0003] Bei Filtern sind kleine Schichtdicken anzustreben, um unerwünschte Strömungswiderstände
zu minimieren. Es gibt ca. 100 µm dünne, aus Gewebe bestehende metallische Filter,
die dann allerdings nachteilhaft verhältnismäßig große Poren aufweisen. Auch müssen
zur Herstellung entsprechend dünne und daher teure Drähte verwendet werden. Die hieraus
hergestellten Gewebe sind folglich ebenfalls entsprechend teuer.
[0004] Wird ein metallisches Vlies eingesetzt, so können zwar kleine Porengrößen im Mikrometerbereich
erzielt werden. Dann beträgt die Vliesdicke jedoch wenigstens einen halben Millimeter.
Die Schichtdicken der vorgenannten Vliese können ferner nicht sehr genau gefertigt
werden. Verhältnismäßig große Toleranzen müssen hingenommen werden.
[0005] Alternativ zum Metall werden u. a. Keramiken und Kunststoffe als Filtermaterialien
verwendet. Keramische Filter sind jedoch ebenfalls relativ dick, und es tritt ein
entsprechend großer Strömungswiderstand auf. Auch ist die Duktilität nicht gewährleistet.
Für viele Einsatzzwecke stellt des weiteren die Sprödigkeit des keramischen Werkstoffs
einen Nachteil dar.
[0006] Wird Kunststoff als Filtermaterial eingesetzt, so sind keine erhöhten Betriebstemperaturen
möglich. Für einige Anwendungszwecke stellt Kunststoff kein geeignetes Filtermaterial
dar, da dieser nicht den Anforderungen entsprechend sterilisiert werden kann, die
z. B. im medizinischen oder im Lebensmittelbereich erforderlich sind. Die Wiedereinsetzbarkeit
des Filters ist in diesen Fällen nicht möglich.
[0007] Aus EP 570 889 67 ist ein Verfahren zur Herstellung einer porösen Schicht auf einer
Metalloberfläche bekannt, bei dem eine Mischung aus Binder, metallischem Pulver und
hartlötendem Füller aus Metallpulver mit spezifischer Korngröße als Suspension auf
die Metalloberfläche aufgebracht wird. Diese wird anschließend aufgeheizt und gesintert.
[0008] In DE-A 2 323 878 wird ein Verfahren zur Beschichtung einer Metallsubstanz beschrieben.
Dabei wird zunächst eine Bindemittellösung mit leicht- und schwerflüchtigen Bestandteilen
auf das Metallsubstrat aufgebracht. Anschließend wir Metallpulver auf diese Schicht
aufgebracht. Zunächst werden die leichtflüchtigen Komponenten verdampft. Anschließend
werden durch Erwärmung auch die schwerflüchtigen Komponenten verdampft. Eine weitere
Erwärmung führt zu der Bildung einer mit dem Metallsubstrat verbundenen porösen Metallschicht.
[0009] Aus US-A 3 855 638 ist eine chrirurgische metallische Prothese mit einer porösen
metallischen Schicht bekannt. Die den Zwischenraum bildenden Poren sind dabei größer
als 20 µm, aber vorteilhaft maximal 50 µm groß. Die Schichtdicke variiert von 100
µm bis 1000 µm. Für die Herstellung wird eine wäßrige Aufschlämmung, enthaltend Metallpulver
und Binder, auf die metallische Prothese aufgebracht, erwärmt, um das Wasser zu entfernen,
und anschließend gesintert, wobei der organische Binder ausgetrieben wird.
[0010] Ebenfalls bekannt ist aus FR-A 2 520 265 ein Verfahren zur Herstellung eines teilchengebundenen
Wärmerohrdochts auf Innenwänden eines Wärmerohres. Dabei werden die Teilchen, z. B.
rostfreie Stahlmikrokugeln von +325 bis -100 mesh (44 - 149 µm) Durchmesser in einer
geeigneten Bindemittellösung suspendiert und auf die Wärmerohrwand aufgestrichen.
Das Bindemittel wird bei 400 °C unter vermindertem Druck verdampft. Anschließend wird
die so erhaltene Grünschicht bei 1250 ± 50 °C für 2 Stunden gesintert.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung einer temperaturbeständigen, sterilisierbaren,
einfach und reproduzierbar herzustellenden Metallschicht mit durchgehender Porosität,
die duktil, mechanisch stabil und elastisch ist und bei der - sofern sie als Filter
eingesetzt wird - geringe Strömungsdruckverluste auftreten. Ferner sollen Mikrofiltrationsaufgaben
mit der Metallschicht wahrgenommen werden können.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine maximal 500 µm dicke Metallschicht, mit
anderen Worten durch eine Metallfolie gelöst, die einen effektiven Porendurchmesser
aufweist, der bis zu einem Zwölftel, vorzugsweise bis zu einem Fünfzehntel der Schichtdicke
der Metallschicht beträgt. Als Poren sind hier die Kanäle zu verstehen, die die durch
die Schicht hindurchgehende offene Porosität erzeugen. Gelegentliche "Hohlräume" aufgrund
von Inhomogenitäten stellen keine Poren im Sinne des Anspruchs dar.
[0013] Die vorgenannten Hohlräume aufgrund von Inhomogenitäten spielen erfahrungsgemäß keine
Rolle, wenn die Schichtdicke einer erfindungsgemäß aus Partikeln bzw. aus Pulver hergestellten
porösen Schicht wenigstens dreimal größer als der mittlere Partikeldurchmesser ist.
Wird die anspruchsgemäße Schicht aus Partikeln oder Pulvern erfindungsgemäß hergestellt,
so beträgt der effektive Porendurchmesser insbesondere bis zu einem Viertel, vorzugsweise
bis zu einem Fünftel des mittleren Partikel- bzw. Pulverkörnerdurchmessers des eingesetzten
Pulvers.
[0014] Liegt beispielsweise eine 500 µm dicken Metallschicht vor, so beträgt die effektive
Größe der Poren, die die durchgehende (offene) Porosität bewirken, bis zu 500/12 mm,
also bis zu ca. 40 µm. Anders ausgedrückt bedeutet dies, daß Substanzen kleiner als
ca. 40 µm sein müssen, um die Metallschicht passieren zu können.
[0015] Wurde eine Metallschicht aus Pulvern der Größe 50 µm erfindungsgemäß hergestellt,
so sollte die Schichtdicke wenigstens dreimal so dick wie der Pulverdurchmesser, also
wenigstens 150 µm betragen, um auf Inhomogenitäten des Materials zurückzuführende
Hohlraumprobleme zuverlässig zu vermeiden. Der effektive Porendurchmesser der Schicht
beträgt dann regelmäßig bis zu 50/4 µm (3*50/12 µm), vorzugsweise bis zu 50/5 µm (3*50/15
µm).
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung beträgt die Schichtdicke der Metallfolie
maximal 100 µm, vorzugsweise nicht mehr als 50 µm. Die effektive Porengröße im vorgenannten
Sinne beträgt in allen Fällen maximal 1/12 der Schichtdicke.
[0017] Das Metall erlaubt erhöhte Temperaturen, verhält sich duktil, mechanisch stabil und
ist elastisch. Darüber hinaus ist das Material problemlos sterilisierbar. Die Schichtdicke
der Schicht bzw. Folie kann im Vergleich zu einem Vlies oder einem Gewebe in engen
Toleranzgrenzen hergestellt werden. Auch ist die Herstellung insbesondere im Vergleich
zu einem Gewebe kostengünstig.
[0018] Die Schicht besteht aus Metallen, die sinterfähig sind. Metalle, die diese Eigenschaft
im Sinne des Anspruchs aufweisen, bilden während eines Sinterungsprozesses Sinterbrücken
zwischen einzelnen metallischen Pulverkörnern. Stahl, Edelstahl, Bronze und Nickel
bilden Sinterbrücken im vorgenannten Sinne. Diese lassen sich besser als Reaktivmetalle
wie Aluminium und Titan sintern.
[0019] Die anspruchsgemäße Metallschicht kann durch das aus dem keramischen Bereich bekannte
Foliengießen hergestellt werden. Hierfür wird zunächst ein Gießschlicker, mit anderen
Worten eine Suspension bereitgestellt. Der Schlicker weist Metallpulver auf. Der mittlere
Durchmesser des Metallpulvers ist kleiner als ein Drittel der herzustellenden Schichtdicke
zu wählen.
[0020] Das genannte Verhältnis von Metallpulver zur Schichtdicke stellt sicher, daß die
Schicht aus mehreren Lagen Pulverkörnern besteht. So werden durch die Schicht hindurchgehende
"Löcher" vermieden, die erheblich größer als die gewünschte effektive Porengröße sind.
Je mehr Lagen Pulver möglich sind, desto zuverlässiger treten keine "hindurchgehenden
Löcher" auf.
[0021] Nachteilhaft nimmt mit der Anzahl der Pulverlagen der Strömungswiderstand zu. Nach
derzeitigem Kenntnisstand sollte eine Metallschicht daher bevorzugt aus 5 bis 10 Pulverlagen
aufgebaut sein.
[0022] Der Schlicker besteht neben dem Pulver aus einem Lösungsmittel, Dispergator, Binder
und erforderlichenfalls aus einer Substanz zur Anpassung der Viskosität des Schlickers
an eine eingesetzte Gieß- oder Sprühvorrichtung.
[0023] Je dünner beispielsweise der Ausgußschlitz bei einer verwendeten Gießvorrichtung
ist, desto dünnflüssiger muß der Schlicker sein. Diese Anpassung erfolgt im Bedarfsfall
durch die Substanz zur Anpassung der Viskosität.
[0024] Als Lösungsmittel eignet sich insbesondere Isopropanol, aber auch Toluol, Wasser
etc.. Als Dispergator kann Phtalsäurebis-(2 ethylhexylester) eingesetzt werden. Als
Binder eignet sich beispielsweise Polyvinylbutyral. Als Substanz zur Anpassung der
Viskosität an apparative Gegebenheiten kann Fischöl verwendet werden.
[0025] Bei der Auswahl des Schlickers ist darauf zu achten, daß die nachfolgende Sinterung
möglichst wenig behindert wird. Kohlenstoff, Sauerstoff oder Stickstoff dürfen im
Sinterprodukt daher in nicht zu hohen Konzentrationen auftreten. Oxid-, Carbid-, Nitridbildungen
sind während der Sinterung zu vermeiden. Der Schlicker sollte also aus Substanzen
bestehen, die zwecks Einhaltung der vorgenannten Anforderungen thermisch leicht zersetzbar
sind.
[0026] Soll eine freitragende Schicht hergestellt werden, so enthält der Schlicker vorzugsweise
noch ein Trennmittel wie Polyethylenglykol. Das Trennmittel bewirkt, daß eine getrocknete,
aus dem Schlicker hergestellte Schicht von einem Träger ausreichend komplikationslos
gelöst werden kann.
[0027] Der Schlicker wird auf einen Träger schichtförmig aufgetragen. Als Träger eignet
sich z. B. eine Kunststoff- oder Metallfolie.
[0028] Der Schlicker wird getrocknet und vom Träger abgezogen, bzw. abgelöst, falls eine
freitragende Metallschicht hergestellt werden soll. Anschließend wird dieser Grünling
gesintert.
[0029] Alternativ kann die anspruchsgemäße, poröse Metallfolie mittels des aus DE 41 20
706 bekannten Spray-Verfahrens aus der Suspension, also aus dem Schlicker hergestellt
werden.
[0030] Die Schicht kann in einem vorteilhaften weiteren Verfahrensschritt durch Walzen kalibriert
werden. Auf diese Weise wurde beispielsweise eine 117 µm dicke Folie auf exakt 100
µm Dicke gewalzt. Die Metallschicht kann so hinsichtlich ihrer Dicke reproduzierbar
hergestellt werden.
[0031] Alternativ läßt sich mittels Walzens die Porengröße definiert verkleinern. Es kann
so eine definierte Porengröße reproduzierbar hergestellt werden. Der Strömungswiderstand
bzw. die Durchflußrate ist folglich bei der verfahrensgemäß herstellten Schicht kalibrierbar.
[0032] Die anspruchsgemäße Schicht kann als Filter, zu Schallschutzzwecken oder bei Flammenrückschlagsperren
eingesetzt werden.
[0033] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Schicht fest mit der Innenwand
eines Rohres verbunden. Das Rohr ist durchgehend porös, und kann beispielsweise als
Filter eingesetzt werden. Die effektive Porengröße im Rohr ist dann vorzugsweise größer
als die der metallischen Schicht, um zu geringen Strömungswiderständen zu gelangen.
Das Rohr fungiert dann also als Träger.
[0034] Zur Herstellung eines solchen Rohres mit poröser Innenschicht wird z. B. zunächst
eine Suspension (Schlicker) wie in DE 41 20 706 hergestellt. Diese Suspension wird
dosiert in ein rotierendes, je nach Anwendungszweck poröses Rohr eingespeist. Durch
Rotation des Rohres wird die Suspension gleichmäßig und schichtförmig auf der Innenwand
abgeschieden. Während des Rotationsvorgangs trocknet die Suspension. Ist die gewünschte
Schichtdicke erreicht, so wird die Zufuhr der Suspension gestoppt. Sobald der Trocknungsvorgang
beendet ist, wird die Rotation beendet. Anschließend wird das Rohr mit der getrockneten
Suspension, also mit dem Grünling gesintert.
[0035] In einer vorteilhaften Ausführungsform des vorgenannten Herstellungsverfahrens wird
im Falle eines porösen Rohres dieses von außen abgedichtet. So wird verhindert, daß
Suspension im Übermaß in die Poren des Rohres eindringen kann, wenn diese größer als
der Pulverdurchmesser sind.
[0036] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird die Suspension
mittels eines Röhrchens in das Rohr mit der offenen Porosität eingespeist. Das Röhrchen
wird definiert in dem Rohr bewegt. Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Verteilung
der Suspension im Rohr sichergestellt.
[0037] In einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens wird ein Sprühkopf in das Rohr
eingeführt. Der Sprühkopf oder das Rohr rotiert. Auf diese Weise werden die Innenwände
des Rohrs besprüht. Dieses Verfahren entspricht dem aus DE 41 20 706 bekannten Spray-Verfahren.
Es wird insbesondere bei Rohren mit einem Innendurchmesser von mehr als 50 mm eingesetzt.
[0038] In der Figur wird ausschnittsweise ein Rohrwand 2 mit offener Porosität im Querschnitt
gezeigt, auf der verfahrensgemäß eine Metallschicht 1 als Innenbeschichtung aufgebracht
worden ist. Die Innenbeschichtung ist in der aus der Figur ersichtlichen Weise maximal
500 µm dick.
[0039] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
[0040] Für die Herstellungsart "Foliengießen" wird ein Schlikker mit folgenden Bestandteilen
hergestellt:
[0041] Einwaage von 100 g Edelstahlpulver, mittlerer Pulverdurchmesser ≤ 16 µm
| 14,4 g |
Toluol |
26 Gew.-% |
| |
Isopropanol |
3 Gew.-% |
| |
Methylethylketon |
1 Gew.-% |
| |
| 0,56 g |
Polyvinylbutyral - 98 |
| 1,0 g |
Polyethylenglykol - 400 |
| 1,0 g |
Phtalsäurebis - (2 ethylhexylester) |
[0042] Die Einwaage wird 2-2,5 h gemischt, z.B. im Taumelmischer und dann unmittelbar auf
einer Foliengießbank ausgegossen auf Dicken von z.B. 60 µm, 120 µm oder dikker (erprobt
bis 400 µm).
[0043] Nach dem Trocknen (ca. 3 h) und Abziehen der Schicht folgt der Sinterprozeß. Hier
wurden Sinterungen bei 950° C für 1-3 Stunden in Vakuum (< 10
-2 mbar), Argon oder Argon + 4 Vol.-% Wasserstoff in einem Rohrofen durchgeführt. Das
Produkt ist eine flexible, poröse Metallfolie mit einer relativen Dichte zwischen
55 % und 69 %. Das Porenmaximum liegt bei dem genannten Pulver bei einem Durchmesser
von ca. 5-7 µm.
[0044] Für eine Herstellung mittels des aus DE 41 20 706 bekannten Spray-Verfahrens wird
zunächst die Spritzsuspension durch Mischung von Binderlösung und Pulver im Verhältnis
2 : 1 (Vol. Anteile) hergestellt. Als Binderlösung wurde eine 9%ige (Gew.-%) Schellack-Ethanollösung
verwendet und als Metallpulver ein gasverdüstes Edelstahlpulver 316 L mit einem Korndurchmesser
< 16 µm.
[0045] Nach ca. 8 h Homogenisierung im Taumelmischer kann die Suspension unmittelbar in
einer geeigneten Anlage verspritzt werden.
[0046] Das geschieht durch Aufspritzen von 50 - 200 µm dicken Schichten auf Polyethylen-Folien
(PE-HD 0,2 mm).
[0047] Nach Antrocknen (5-10 min) wird die gewünschte Folienform mit einem Stanz- oder Schneidewerkzeug
ausgeschnitten: hier Ø 93 mm mit Stanzwerkzeug. Nach 1-2 Stunden Trockenzeit (hier
2 h) wird die PE-Folie von der Grünfolie abgezogen. Die Sinterung wurde bei 950°C,
1 Stunde im Vakuum durchgeführt. Das Produkt hat eine relative Dichte von 63% und
ein Porenmaximum bei ca. 6 µm.
[0048] Für eine Innenbeschichtung von porösen Trägerrohren wurde als Pulverwerkstoff Edelstahl
316 L, Ø
Pulverkörner< 5 µm eingesetzt. Die Binderlösung ist eine 9%ige Schellacklösung (Schellack-Ethanol).
Die Spritzsuspension besteht aus einer Mischung aus Pulver und Binderlösung im Verhältnis
1 : 2.
[0049] Pulver und Binderlösung werden 8 Stunden im Taumelmischer homogenisiert. Zur Innenbeschichtung
wird das zu beschichtende Rohr (hier Ø
i = 15 mm, Länge = 400 mm) in Rotation versetzt (hier ca. 60 Umdrehungen/min) und über
einen mit konstanter Geschwindigkeit verfahrbaren Dosierkopf (Ø 3 mm) Suspension in
das Rohr eindosiert. Nach ca. 5 minütiger Trockenzeit wird das Rohr in den Sinterofen
eingesetzt und bei 950° C, 1 Stunde lang im Vakuum gesintert. Innenbeschichtungen
mit Porositäten zwischen 30 und 50% wurden so in einem Dickebereich zwischen 20 und
300 µm hergestellt.
1. Verfahren zur Herstellung einer gesinterten Metallschicht mit offener Porosität mit
den Schritten:
- eine Suspension, die Metallpulver, Dispergator sowie Substanzen zur Anpassung der
Viskosität aufweist, wird auf einen Träger schichtförmig aufgebracht,
- die Schichtdicke der auf den Träger aufgebrachten Suspension wird so gewählt, daß
die Schichtdicke der Metallschicht nach der Sinterung wenigstens dreimal so dick wie
der mittlere Pulverdurchmesser des Metallpulvers ist,
- die Suspension wird auf dem Träger getrocknet,
- die getrocknete Metallschicht wird vor der Sinterung vom Träger abgezogen,
- die Metallschicht wird gesintert.
2. Verfahren zur Herstellung einer Metallschicht mit offener Porosität auf der Innenwand
eines Rohres, welches eine durchgehende Porosität aufweist,
mit den Schritten:
- eine Suspension, die Metallpulver, Dispergator sowie Substanzen zur Anpassung der
Viskosität aufweist, wird auf die Innenwand eines Rohres schichtförmig aufgebracht,
- die Schichtdicke der auf die Innenwand des Rohres aufgebrachten Suspension wird
so gewählt, daß die Schichtdicke der Metallschicht nach der Sinterung wenigstens dreimal
so dick wie der mittlere Pulverdurchmesser des Metallpulvers ist,
- die Suspension wird getrocknet und anschließend gesintert.
3. Verfahren nach vorhergehendem Anspruch, bei dem das Rohr während der Auftragung und
Trocknung der Suspension rotiert.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 und 3, bei dem die Außenwand des
porösen Rohres durch ein Dichtmittel bis zur Trocknung der Suspension abgedichtet
ist.
5. Metallschicht mit offener Porosität erhältlich nach einem der Ansprüche 2 bis 4, und
mit einer Schichtdicke von maximal 500 µm, wobei der effektive Durchmesser der durchgehenden
Poren maximal ein Zwölftel der Schichtdicke beträgt, wobei die Metallschicht als Innenwand
eines Rohres mit einer durchgehenden Porosität ausgestaltet ist.
1. Method for producing a sintered metal layer with open porosity, with the following
steps:
- a suspension comprising metal powder, dispersant and substances for adjusting viscosity
is applied in the form of a layer to a substrate,
- the thickness of the layer of suspension applied to the substrate is chosen so that
the thickness of the metal layer after sintering is at least three times the mean
powder diameter of the metal powder,
- the suspension is dried on the substrate,
- the dried metal layer is stripped from the substrate prior to sintering,
- the metal layer is sintered.
2. Method for producing a metal layer with open porosity on the internal wall of a tube
which has through-going porosity, with the following steps:
- a suspension comprising metal powder, dispersant and substances for adjusting viscosity
is applied in the form of a layer to the internal wall of a tube,
- the thickness of the layer of suspension applied to the internal wall of the tube
is chosen so that the thickness of the metal layer after sintering is at least three
times the mean powder diameter of the metal powder,
- the suspension is dried and then sintered.
3. Method according to the preceding Claim wherein the tube rotates during application
and drying of the suspension.
4. Method according to either of the preceding Claims 2 and 3 wherein the external wall
of the porous tube is sealed with a sealing medium until the suspension is dried.
5. Metal layer with open porosity, obtained in accordance with any one of Claims 2 to
4, and with a maximum layer-thickness of 500 µm, wherein the effective diameter of
the through-going pores is not more than one twelfth of the layer-thickness, the metal
layer being formed as the internal wall of a tube with through-going porosity.
1. Procédé destiné à fabriquer une couche métallique frittée à porosité ouverte grâce
aux étapes suivantes :
- une suspension, qui présente une poudre métallique, un agent peptisant ainsi que
des substances destinées à adapter la viscosité, est déposée sous forme de couche
sur un support,
- l'épaisseur de couche de la suspension déposée sur le support est choisie de telle
manière que l'épaisseur de couche de la couche métallique, suite au frittage, représente
au moins le triple de l'épaisseur du diamètre de poudre intermédiaire de la poudre
métallique,
- la suspension est séchée sur le support,
- la couche métallique séchée est retirée du support avant le frittage,
- la couche métallique est frittée.
2. Procédé destiné à fabriquer une couche métallique à porosité ouverte sur la paroi
intérieure d'un tuyau, lequel présente une porosité continue, grâce aux étapes suivantes
:
- une suspension, qui présente une poudre métallique, un agent peptisant ainsi que
des substances destinées à adapter la viscosité, est déposée sous forme de couche
sur la paroi intérieure d'un tuyau,
- l'épaisseur de couche de la suspension déposée sur la paroi intérieure du tuyau
est choisie de telle manière que l'épaisseur de couche de la couche métallique, suite
au frittage, représente au moins le triple de l'épaisseur du diamètre de poudre intermédiaire
de la poudre métallique,
- la suspension est séchée, puis frittée.
3. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel le tuyau tourne pendant que
la suspension est appliquée puis séchée.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 et 3, dans lequel la paroi extérieure
du tuyau poreux est étanchée grâce à des moyens d'étanchéité jusqu'à ce que la suspension
sèche.
5. Couche métallique à porosité ouverte susceptible d'être obtenue selon l'une quelconque
des revendications 2 à 4, avec une épaisseur de couche maximale de 500 µm, moyennant
quoi le diamètre effectif des pores continus s'élève au maximum à un douzième de l'épaisseur
de couche, la couche métallique étant conçue comme une paroi intérieure d'un tuyau,
avec une porosité continue.