[0001] Die Erfindung bezieht sich auf den Aufbau von Sicherheitselementen für Dokumente
und Vorrichtungen zur Prüfung von Dokumenten mit derartigen Sicherheitselementen sowie
Verfahren zur Anwendung.
[0002] Bisher werden Dokumente mit beugungsoptisch wirksamen Sicherheitselementen mit aufwendiger
optischer Prüftechnik kontrolliert. Ein Test beispielsweise von Dokumenten mit beugungsoptisch
wirksamen Sicherheitselementen bzw. mit sogenannten OVD's (optical variable device)
ist innerhalb einer Dokumentenbearbeitungsmaschine nicht möglich, da diese mit hohen
Geschwindigkeiten arbeitet.
[0003] Die DE 27 47 156 beschreibt ein Verfahren und ein Prüfgerät zur Echtheitsprüfung
holographisch abgesicherter Identitätskarten. Das OVD wird reproduziert und anschließend
einer Sichtkontrolle unterzogen. Für eine schnelle, effiziente, personenunabhängige
Prüfung ist dieses Verfahren nicht geeignet.
[0004] In der EP 0 042 946 wird eine Vorrichtung zur Erzeugung von Abtastmustern beschrieben,
die mittels Laser, Spiegel- und Linsensystem sowie einem Photodetektor geprüft werden.
Der ökonomische Aufwand ist auch in diesem Fall sehr hoch. Er würde noch weiter steigen,
wenn das Prüfgut unsortiert kontrolliert werden soll. Um ein Vorsortierung zu vermeiden,
wäre eine mehrfache Anordnung des Echtheitsprüfsystems bzw. eine mehrmalige Prüfung
notwendig.
[0005] In der EP 0 092 691 A1 wird eine Vorrichtung zur Detektion von Sicherheitsstreifen
in Banknoten beschrieben. Mit Hilfe zweier Durchlichtmeßkanäle im Infrarotbereich
bei Wellenlängen von etwa 5 mm werden die materialspezifischen Absorptionsbanden eines
Kunststoffsicherheitsstreifens gemessen. Eine Echtheits- oder Qualitätsprüfung von
beugungsoptisch wirksamen Sicherheitselementen, die metallisch reflektieren, wie beispielsweise
Reflexhologramme oder Kinegramme, ist in besagter EP nicht beschrieben, wäre auch
mit der benannten Vorrichtung nicht möglich.
[0006] Aus der GB 21 60 644 A ist bekannt, mittels Line-Scan-Kamera eine Auflichtprüfung
von Banknoten, und aus der CH-PS 652 355 ist bekannt, Karten mit speziellem Schichtaufbau
im Auf- bzw. Durchlicht-Verfahren zu prüfen. In beiden Fällen handelt es sich um eine
Prüfung, bei der erhaltene Bildinformationen mit Originalen verglichen werden. Problematisch
und damit von großem Nachteil sind die in beiden Verfahren auftretenden Reflexionen
und Gebrauchsspuren.
[0007] Eine automatische Echtheitsprüfung von Hologramminformationen wird in DE-OS 38 11
905 beschrieben. Die in der DE-OS beschriebene Anordnung sieht fiir die Durchlichthologrammprüfung
vor, Sender und Empfänger direkt einander gegenüberliegend anzuordnen, um die Hologramminformationen
analysieren zu können. Diese gegenüberliegende Anordnung von Sender und Empfänger
hat ein meßtechnisch nachteiliges Übersteuern und gegebenenfalls sogar eine Beschädigung
der Aufnahmeelemente durch direkten Lichteinfall in den Zwischenräumen zwischen den
aufeinanderfolgenden Banknoten zur Folge. Bei der Prüfung von gebrauchten Banknoten
machen vorhandene Knitterfalten wegen zufälliger Reflexionen eine Prüfung praktisch
unmöglich.
[0008] Nach den oben beschriebenen bekannten Verfahren ist eine exakte Positionierung der
Prüfobjekte erforderlich, und sämtliche Vorrichtungen eignen sich nicht fiir schnellaufende
Bearbeitungsmaschinen.
[0009] In der DE 196 04 856 A1 wird vorgeschlagen, die Zustands-, Qualitäts- bzw. Passerkontrolle
von optischen Sicherheitsmerkmalen in Form von metallisch reflektierenden Schichten
wie Kinegrammen, Hologrammen und dergleichen auf Wertpapieren, insbesondere Banknoten,
so vorzunehmen, daß ein metallisch reflektierendes Sicherheitsmerkmal des Wertpapiers
in an sich bekannter Weise im Durchlicht mittels mindestens einer elektronischen Kamera,
bevorzugt einer CCD-Line-Scan-Kamera, abgetastet wird und die dabei ermittelten Ist-Werte
mittels an sich bekannter Bildauswertemethoden mit Soll-Werten verglichen werden,
um Banknoten mit fehlerhaften Sicherheitsmerkmalen zu kennzeichnen bzw. gebrauchte
Scheine in einer Sortieranlage auszuscheiden. Die Vorrichtung, wie sie in der DE 196
04 856 A1 beschrieben ist, ist gekennzeichnet durch eine an sich bekannte Transporteinrichtung
zur Bewegung der Wertpapiere in dem Bereich der elektronischen Kamera, eine Infrarot-Strahlenquelle
auf der der Kamera abgewandten Seite des zu prüfenden Wertpapiers und daß die optische
Achse der Kamera rnit der optischen Achse der Beleuchtungseinrichtung einen von 180°
abweichenden Winkel einschließt und die Transporteinrichtung bevorzugt von Transportriemen
gebildet ist, die quer zur Transportrichtung voneinander beabstandet sind. Auch diese
Vorrichtung bzw. Verfahrensweise weist den Nachteil auf, daß insbesondere gebrauchte
Banknoten mit Knitterfalten oder auch Banknoten, die eine beschädigte oder an ihrer
Oberfläche verunreinigte Kinegrammfolie aufweisen, nicht als echte Banknoten erkannt
werden. Darüber hinaus ist beschriebenes Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung
zwar automatisiert, aber fiir die im Verkehr befindlichen schnellaufenden Banknotenmaschinen
mit einem Durchlauf von 1.200 Stück pro Minute nicht geeignet.
[0010] Beugungsoptisch wirksame Sicherheitsmerkmale bzw. OVD's auf Wertpapieren wie z B.
auf den deutschen 100- und 200-DM-Banknoten, werden derzeit manuell bzw. visuell auf
Beschädigungen, Passergenauigkeit, exakte Randausprägung usw. geprüft. Die Prüfung
erfolgt visuell sowohl bei der Banknotenproduktion als auch bei der gegebenenfalls
erforderlichen Aussortierung von aus dem Umlauf rückfließenden Banknoten. Diese Verfahrensweise
ist zeitaufwendig und kostenintensiv.
[0011] In der DE 195 42 995 A1 wird unter anderem ein Verfahren zur Echtheitsprüfung eines
Datenträgers durch Abgleich der verschiedenen zur Verfügung stehenden Daten beschrieben.
[0012] Gemäß dieser Patentschrift sind folgende Möglichkeiten gegeben:
- Vergleich des Standardbildes des Hologramms mit dem der Speichereinheit,
- Vergleich der Hologrammdaten des Hologramms mit den Daten in einem definierten Bereich
des Datenträgers und/oder denen einer Speichereinheit,
- Vergleich der Hologrammdaten mit den Daten, die über eine Eingabeeinheit zur Verfügung
stehen,
- Vergleich des individuellen Bildes des Hologramms mit Daten der Eingabeeinheit der
Speichereinheit und/oder den Daten des definierten Bereichs.
[0013] Auch dieses Verfahren ist zeitaufwendig und kostenintensiv. Die Prüfung erfolgt auf
dem optischen Wege durch Abgleich über Bilderkennung mit Lesegerät und ist somit für
schnellaufende Bearbeitungs- bzw. Prüfmaschinen nicht geeignet.
[0014] Bekannt sind weiterhin Farben als Prüfmerkmal mit speziellen physikalischen Eigenschaften
zur Sicherung von Wertdokumenten und Banknoten. Dabei kann man zwischen Farben unterscheiden,
die visuell oder fühlbar ohne Hilfsmittel erkennbar sind und solche, die nur mit speziellen
Hilfsmitteln, abhängig von der jeweiligen physikalischen Eigenschaft der Farbe, z.
B. elektrische Leitfähigkeit oder Fluoreszenz, nachweisbar sind. Zur Gruppe der ohne
zusätzliche Hilfsmittel erkennbaren Farben gehören die Interferenzfarben. Diese sind
z. B. bei den DM-Banknoten der Serien ab 1996 (Ausgabe 1997) anzutreffen. Hierbei
wird bei der Änderung des Betrachtungswinkels ein Farbwechsel beobachtet. Durch diesen
Kippeffekt ist eine schnelle und unkomplizierte manuelle Einzelprüfung von Banknoten
möglich. Farben, die floureszierende oder magnetische Eigenschaften aufweisen oder
eine bestimmte elektrische Leitfähigkeit besitzen, können nur mit entsprechenden Hilfsmitteln
detektiert werden. Bisherige Prüfvorrichtungen besitzen aber eine relativ geringe
Auflösung, so daß entsprechende Sicherheitsmerkmale große Dimensionen aufweisen müssen,
um eine gute Erkennbarkeit zu gewährleisten.
[0015] Bei der Prüfung von Druckfarben mit unterschiedlichen Leitfähigkeiten hat es sich
als nachteilig erwiesen, daß die unterschiedlichen Leitfähigkeiten mit verschiedenen
Prüfvorrichtungen im gleichen Prüfvorgang nacheinander oder in zwei Prüfvorgängen
bei entsprechender Software-Gestaltung von der gleichen Prüfvorrichtung geprüft werden
müssen.
[0016] Außerdem ist die Meßgenauigkeit bei geringer Leitfähigkeit des Prüffeldes gering.
Eine Prüfung von elektrisch leitenden Druckfarben, die aufgrund ihrer Auftragsdicke
und Merkmalssubstraten auch eine unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit aufweisen,
ist mit den bekannten Prüfvorrichtungen wegen ihres geringen Auflösungsvermögens nicht
möglich.
[0017] Die EP-A-0 097 570 beinhaltet eine Vorrichtung zur Überprüfung des dielektrischen
Verhaltens von Objekten, insbesondere für Banknoten und Schecks. Da die darin enthaltenen
Kondensatoren gleichzeitig mit der Oszillatorfrequenz gespeist werden, kommt es zum
Übersprechen zwischen benachbarten Kondensatoren. Dadurch ist ein großer Abstand zwischen
den Kondensatorplatten erforderlich, so daß das Auflösungsvermögen gering ist. Es
kommt außerdem zu einer hohen Abstrahlung und damit Störbeeinflussung. Die Prüfgeschwindigkeit
ist bei dieser Vorrichtung relativ gering.
[0018] Die US-A 4,255,652 beinhaltet eine Vorrichtung zum Nachweis von Kennungsmerkmalen
an Dokumenten. Diese Vorrichtung ist zur Erkennung kleinerer elektrisch leitfähiger
Flächen weniger geeignet, da bedingt durch das Funktionsprinzip des Ladungstransports
die Signalstarke bei kleiner werdenden Flächen stark abnimmt. Ebenso ist keine gleichzeitige
Prüfung mehrerer Prüfstellen in Form von mehreren leitfähigen Flächen möglich. Die
geometrische Größe und Form der leitfähigen Flächen kann nicht bestimmt werden.
[0019] Die bekannten zu prüfenden Merkmale, Prüfzonen und -strukturen sowie die Prüfverfahren
und vorrichtungen für den Echtheitstest von Objekten, Wertpapieren, insbesondere Banknoten,
haben den hauptsächlichen Nachteil, der in ihrer Bekanntheit liegt. Und zwar in einer
Bekanntheit, die dem Fälscher ermöglicht, von der Kenntnis der Prüfverfahren und -vorrichtungen
und deren Funktionieren auf die zu prüfenden Merkmale, die Prüfzonen und -strukturen
zu schließen. Daraus ist eine völlig neue Aufgabenstellung für die Prüfung von Objekten,
Wertpapieren, insbesondere Banknoten, abzuleiten, deren Lösung sich in einem neuen
System der Anwendung von Prüfmerkmalen, Prüfverfahren und -vorrichtungen niederschlagen
muß, um das leichte Herausfinden von Informationscodes und deren Kopieren zu verhindern.
[0020] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen
und insbesondere den Aufbau von Sicherheitselementen für Dokumente mit weiteren Sicherheitselementen
zu komplettieren und Vorrichtungen zur Prüfung derartiger Sicherheitselemente und
ein neues Verfahren der Anwendung von Sicherheitselementen und Vorrichtungen vorzuschlagen,
die es dem Fälscher wesentlich erschweren wenn nicht sogar unmöglich machen, von dem
Funktionieren von Prüfverfahren und -vorrichtungen auf die zu prüfenden Sicherheitselemente
zu schließen, um dann Falsifikate herzustellen, die den Originalen so ähnlich sind,
daß sie von Prüfvorrichtungen nicht erfaßt werden.
[0021] Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, beugungsoptisch wirksame Sicherheitselemente
und -merkmale bzw. OVD's vorzuschlagen, die in Kombination mit elektrisch leitenden
Druckfarben schnell, personenunabhängig und mit geringem Aufwand präzise zu prüfen
sind. Die dazugehörigen Vorrichtungen zur Merkmalsprüfung sollen sowohl in schnellaufenden
Dokumentenbearbeitungsmaschinen als auch in Handprüfgeräten Anwendung finden. Desweiteren
ist es Aufgabe der Erfindung, mehrere der erfindungsgemäßen Vorrichtungen so zu gestalten,
daß sie eine definierte Anzahl mehrerer auf einem Dokument vorhandener Sicherheitselemente
bzw. -merkmale prüfen, wobei die Anzahl der zu prüfenden Sicherheitselemente zwischen
den Vorrichtungen unterschiedlich ist. Diese Aufgabenstellung verfolgt das Ziel, unterschiedliche
Prüfkriterien entsprechend dem möglichen Kostenaufwand und der prüfbaren Sicherheitselemente
zu erreichen.
[0022] Die Aufgabenstellung wird durch die nachfolgende Erfindungsbeschreibung gelöst.
[0023] Der Aufbau von Sicherheitselementen für zu prüfende Dokumente sieht ein neues, nicht
vordergründig auf die visuelle Betrachtung, sondern auf Prüfverfahren ausgerichtetes
Design vor. Dieses Design - nachfolgend als fünktionelles Design bezeichnet - ist
die Kombination von elektrisch leitenden und isolierenden Strukturen von gleicher
oder unterschiedlicher Größe, in gleichen oder unterschiedlichen Ebenen zueinander,
mit gleichen oder unterschiedlichen Leitfähigkeiten und wird hergestellt aus metallisierten
Strukturen und/oder leitfähigen Tinten oder Druckfarben. In seiner Vielgestaltigkeit
und unterschiedlichen Zusammensetzung erhält das funktionelle Design in allen unterscheidbaren
Sicherheitselementen Kodierfunktion und ist damit verschlüsselt prüfflähig. Das fünktionelle
Design kann gemäß der Erfindung ein beugungsoptisch wirksames Sicherheitselement sein
oder aus elektrisch leitenden Farben oder Tinten bestehen. Ist es als beugungsoptisch
wirksames Sicherheitselement ausgebildet, kann es mit dem optisch, also visuell wahrnehmbaren
Design übereinstimmen und es sogar in seinem optischen Design unterstützen. Weiterhin
ist es möglich, zur Aufwertung der Brillianz die demetallisierten bzw. nichtmetallisierten
Zonen zu besputtern.
[0024] Der Einsatz von Hologrammen und anderen beugungsoptisch wirksamen Sicherheitselementen
zur Sicherung von Urkunden und anderen Wertpapieren sowie Banknoten gegen Fälschungen
ist gegenwärtig immer häufiger anzutreffen. Derartige Dokumente sind z.B. die DM-Banknoten
der Serie 1996, die neben dem elektrisch leitenden Sicherheitsstreifen ein beugungsoptisch
wirksames Sicherheitselement in Form eines Kinegramms besitzen.
[0025] Elektrisch leitende Druckfarben sind ebenfalls bekannt. Diese Farben werden in den
verschiedensten Druckbildern, insbesondere auf Banknoten in Strukturen innerhalb eines
Prüfmerkmals untergebracht und lassen mit bekannten Prüfvorrichtungen infolge ihrer
geringen Auflösung keine Unterscheidung bzw. Erkennung der Strukturen zu. Dies erhöht
die Fälschungssicherheit der Dokumente. So können z.B. die Banknotennumerierung oder
weitere grafische Einzelheiten aus diesen Farben bestehen. Erfindungsgemäße Strukturen
in Prüfzonen bzw. Druckbildern aus elektrisch leitender Farbe haben neben an sich
bekannten, mehr oder weniger vollflächigen Druckflächen mindestens ein prüfbares balken-,
gitter-, bogen- und/oder kreisförmiges Sicherheitselement mit einer Strichbreite ≤
5 mm. Diese Sicherheitselemente stellen gleichzeitig eine Kodierung von Informationen
dar, die mittels erfindungsgemäßer Vorrichtungen erkannt und ausgewertet werden. Zur
Erweiterung der beschriebenen Kodierung und zur Erhöhung der Prüfsicherheit werden
effindungsgemäß elektrisch leitende Farben mit unterschiedlichen Leitfähigkeiten und
Farbtönen verwendet, die z. B. in unterschiedlicher Farbdicke aufgetragen werden,
um so aus der unterschiedlichen Leitfähigkeit verschiedene Kodierungen zu erhalten.
Die Farben mit ihren unterschiedlichen Leitfähigkeiten - wie beschrieben durch Verschiedenheit
der Farben und/oder unterschiedliche Farbdicken - dienen der Kodierung und erhöhen
damit die Fälschungssicherheit. Darüber hinaus werden die aus der unterschiedlichen
Leitfähigkeit der Farben resultierenden Kodierungen als weiterer Sicherheitsstandard
kombiniert mit beugungsoptisch wirksamen Sicherheitselementen. Unter Nutzung der kapazitiven
Kopplung wird zur Echtheitsprüfung von Dokumenten mit beugungsoptisch wirksamen Sicherheitsschichten
die elektrische Leitfähigkeit diskontinuierlicher Metallisierungsschichten oder partieller
metallischer Schichten oder Zonen metallischer Schichten in unterschiedlichen Ebenen
ausgewertet. Die erhaltenen Signale dieser Auswertung werden mit den Kodiersignalen
der Farbauswertung verknüpft und zu einem einheitlichen Prüfsignal der Auswerteelektronik
zugeführt.
[0026] Die Vorrichtung zur Prüfung beschriebener erfindungsgemäßer Prüfmerkmale weist einen
kapazitiv arbeitenden Scanner auf. Dieser Scanner besteht aus einer Vielzahl nebeneinanderliegender
Sendeelektroden und einer parallel zu dieser Aneinanderreihung liegenden Empfangselektrode.
Dieser Scanner mit geringen Elektrodenflächen hat gegenüber Sensoren mit großflächigen
Elektroden den Vorteil, daß sich eine geringere kapazitive Kopplung zwischen den einzelnen
Elektroden ergibt. Der Scanner ist in einer Dokumentenbearbeitungsmaschine so angeordnet,
daß die in üblichen Dokumentenbearbeitungsmaschinen vorhandenen optischen oder mechanischen
Sensoren die erfindungsgemäße Prüfvorrichtung aktivieren. Zur Verminderung von Detektions-
und Meßfehlern wird vorzugsweise ein Sensorträger verwendet, der alle Sensoren zur
Prüfung aufnimmt. Die Abstände zwischen den Sensoren werden minimiert. Diese Minimierung
der Abstände zwischen den Sensoren ist zur Verminderung der Lageänderung der zu prüfenden
Objekte, z. B. Banknoten erforderlich, da während des Banknotendurchlaufs durch die
Maschine durch den Banknotenzustand, den Abnutzungsgrad der Maschine sowie durch Umgebungsbedingungen,
insbesondere Temperatur und Luftfeuchtigkeit sich die Lage der Banknote ändern. Durch
ungünstigen Banknoteneinzug ändert sich der Banknotenabstand zueinander. Schräger
Banknotendurchlauf kann sich auch durch Abnutzung von Transportrollen und Lagern ergeben,
das bedeutet auch, daß sich eine gerade eingezogene Banknote während des Transports
verdreht. Diese ungewünschte Lageänderung hat zur Folge, daß der definierte Zeitablauf
gestört wird und somit falsche Abweisungen entstehen. Je kleiner die Prüfzonen sind,
um so problematischer ist ihre Detektierung. Infolge der geringen Leitfähigkeitsunterschiede
zwischen isolierendem Träger und beispielsweise den elektrisch leitfähigen Farben
weist erfindungsgemäße Vorrichtung eine Andruckvorrichtung auf. Diese Andruckvorrichtung
ist erforderlich, da der Abstand zwischen Sende- und Empfangselektroden sehr klein
ist und somit die Wahrscheinlichkeit, daß eine ebene Prüfzone der Banknote den Sensor
überstreicht klein ist. Die Andruckvorrichtung muß aber einen sehr geringen Widerstand
für die Banknote darstellen. Vorzugsweise besteht eine Andruckvorrichtung aus einer
Folie, welche abschnittsweise regelmäßig in Segmente eingeteilt ist. Alternativ dazu
eignen sich ebenfalls Bürsten unter der Beachtung, daß der Widerstand für die Banknote
gering ist, da auch stark geknitterte Banknoten akzeptiert werden. Diese Andruckvorrichtung
führt das Dokument parallel zum Scanner bzw. drückt vorzugsweise das zu prüfende Dokument
auf den Scanner, Weiterhin werden die Achsen der Transportrollen mittels Schleifkontakten
mit Masse verbunden. Durch diese zusätzlichen Abschirmungen und die Andruckvorrichtung
werden wiederholbare Prüfvorraussetzungen für einen gleichmäßigen Banknotenabstand
bzw. - kontakt garantiert und die Funktionsweise des Sensors wesentlich verbessert.
Die Ansteuerung der einzelnen Sendeelektroden mit elektrischer Energie erfolgt zeitversetzt
mittels einer Ansteuerelektronik mit einer Umschaltfrequenz im kHz-Bereich und darüber
hinaus. Die Ansteuerelektronik enthält als Hauptbestandteile neben der Stromversorgung
einen Multiplexer, einen Oszillator zur Bereitstellung der Energie für die Sendeelektroden
und einen Oszillator zur Ansteuerung des Multiplexers.
[0027] Die Energie der jeweils angesteuerten Sendeelektrode wird im Falle elektrischer Leitfähigkeit
zwischen dieser Sende- und der Empfangselektrode kapazitiv überkoppelt. Der Signalverlauf
an der Empfangselektrode wird in ein entsprechendes Signalbild umgewandelt. Das Signalbild
ist abhängig von der Struktur der elektrisch leitenden Schicht des Sicherheitselements.
Eine der Empfangselektrode nachfolgende Auswerteelektronik vergleicht das Signalbild
des Prüflings mit entsprechenden Referenzsignalen. Die Auswerteelektronik besteht
im Wesentlichen aus einer Stromversorgung, einem Verstärker, einem Demodulator, einem
Komparator, einem Mikroprozessor mit Speicher sowie Filtern zur Unterdrückung von
Fremd- und Störsignalen. In dem Speicher sind neben der Software für den Mikroprozessor
Referenzsignalbilder gespeichert, die abhängig von den zu prüfenden Merkmalen mit
dem abgetasteten Signalbild des Prüfdokuments verglichen werden. Da der Scanner über
die gesamte Breite des Dokuments hinausgeht, wird jedes elektrisch leitende Merkmal
mit erfindungsgemäßer Vorrichtung erfaßt. Der Vergleich mit den Referenzsignalbildern
liefert ein klassifizierendes Signal zur Weiterverarbeitung. Dementsprechend könnte
beispielsweise ein als Falsifikat erkanntes Dokument aussortiert werden, indem die
Prüfeinrichtung gestoppt oder der Banknotentransportweg umgeleitet wird. Um Störeinflüsse
zu verringern, wird der Sensorträger kompakt mit einer Platine verbunden, welche die
Ansteuer- und die Auswerteelektronik trägt.
[0028] Die gesamte Prüfeinrichtung befindet sich innerhalb von Dokumentenbearbeitungsmaschinen,
so daß der Platzbedarf relativ klein gehalten wird. Die Sende- und Empfangselektroden
werden über- oder unterhalb der Dokumente in Dokumentenbearbeitungsmaschinen so angeordnet,
daß ein sicheres Abtasten gewährleistet ist. Dies geschieht z. B. mit Hilfe von Bändern
oder im Bereich von Umlenkeinrichtungen, so daß das Dokument beim Transport an die
Sende- und Empfangselektroden gedrückt wird. Bei Farbdrucken mit geringen Leitfähigkeitsunterschieden
finden Andruckrollen oder die oben beschriebene Andruckvorrichtung Verwendung, deren
Achsen zusätzlich mit Masse verbunden sind.
[0029] In Abwandlung der Elektrodenanordnung liegt es im Bereich der Erfindung, eine langgestreckte
Sendeelektrode parallel zu einer Aneinanderreihung einer Vielzahl nebeneinanderliegender
Empfangselektroden anzuordnen. In diesem Fall werden die empfangenen Signale mittels
Multiplexer verarbeitet. Die weitere Auswerteelektronik entspricht der bereits beschriebenen.
[0030] Eine weitere Ausgestaltung der Sende- und Empfangselektroden ist dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vielzahl von Sende- und Empfangselektroden nebeneinander und/oder in Reihe
angeordnet sind. Sowohl die Ansteuerung als auch der Empfang der Signale werden nach
dem Multiplex- bzw. Demultiplexverfahren verarbeitet.
[0031] Zum Einsatz in Handgeräten enthalten diese analog entsprechende Vorrichtungen zum
Transport des Dokuments oder des Scanners, deren Funktion den Transportvorrichtungen
in Kopierern, optischen Bildeinzugsscannern oder Faxgeräten gleicht.
[0032] In Abwandlung dazu ist eine Vorrichtung vorgesehen, die mittels Anschlagelementen
die Position von kapazitiv arbeitendem Scanner erfindungsgemäßer Prüfvorrichtung zum
Dokument definiert.
[0033] Zur zielgerichteten Prüfung einer definierten Anzahl von Sicherheitsmerkmalen eines
Dokuments weist die Vorrichtung eine unterschiedliche Anzahl von nebeneinanderliegenden
Sende- bzw. Empfangselektroden auf. Je größer die dadurch erreichte Auflösung ist,
desto mehr Sicherheitselemente und Kodierungen mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad bei
der Fälschung lassen sich prüfen. Dadurch lassen sich einfache Handgeräte, z.B. fiir
den alltaglichen Gebrauch, bei denen die Präsenz von Sicherheitsmerkmalen, z.B. ein
einfacher Sicherheitsfaden geprüft werden, einfach, leicht handhabbar und kostengünstig
herstellen. Vorrichtungen mit höherer Auflösung gestatten die Prüfung von zusätzlichen
Sicherheitsmerkmalen, ohne jedoch alle Sicherheitsmerkmale erkennen zu können. Dies
wird durch eine einfache Mikroprozessor-Software realisiert, die nur auf bestimmte
Sicherheitsmerkmale sensibilisiert und nicht öffentlich ist. Eine höhere Auflösung
mit entspechend gestalteter Software für den Mikrocontroller läßt die Prüfung aller
Sicherheitsmerkmale zu. Dieser hohe Prüfaufwand wird z.B. bei den Herstellern solcher
Sicherheitsmerkmale und bei Anwendern mit sehr hohem Sicherheitsstandard angewandt,
um bestmögliche Prüfresultate zu erhalten. Dadurch lassen sich auch unterschiedliche
Leitfähigkeiten zuverlässig erkennen.
[0034] Zu dem Gesamtsystem der Verwendung beschriebener Merkmale und Vorrichtungen für die
Prüfung von Objekten, Dokumenten, insbesondere Banknoten, kommt erfindungsgemäß auch
in Betracht, eine Imageerkennung und eine Zustandskontrolle der Banknoten durchzuführen.
Mittels der elektrisch leitenden Prüfmerkmale ist eine Imageerkennung über die Kodierung
möglich, und zwar eine selbständige oder als Hilfmittel unterstützende Kodierung für
Sortierzwecke, eine Kodierung für Wertstufen-Bestimmung und eine Kodierung für Echtheitsbestimmung.
Bei einer selbständigen Kodierung ist kein weiteres Prüfmerkmal vorhanden und es muß
das elektrisch leitende Merkmal eindeutig identifizierbar sein, z. B. die Position
auf der Banknote, damit die falsche Rückweisrate minimiert wird. Bei einer als Hilfsmittel
unterstützenden Kodierung sind weitere Merkmale vorhanden, die Kodierung dient dann
als Referenzmittel fiir den Fall, daß eine falsche Rückweisung erkannt wurde. Eine
Zustandskontrolle wird mit Hilfe erfindungsgemäßer Prüfvorrichtung durchgeführt und
zwar in der Gestalt, daß die Leitfähigkeit eines Prüfmerkmals Rückschlüsse auf den
Zustand der Banknote zuläßt, weil eine stark strapazierte Banknote erfahrungsgemäß
auch zu einer Abnutzung der elektrisch leitenden Druckfarben führt und sich somit
die elektrische Leitfähigkeit verändert. Die einzelnen Abnutzungsgrade werden mittels
Software klassifiziert. Somit können definiert Banknoten mit einem bestimmten Abnutzungsgrad
aussortiert werden. Dieser Abnutzungsgrad äußert sich z. B. durch ein teilweise beschadigtes
OVD, eine eingerissene Banknote und ein dadurch beschädigtes Sicherheitsmerkmal oder
eine übermäßig stark geknickte Banknote, bei der es zum Bruch innerhalb eines Sicherheitsmerkmals
gekommen ist. Es ergeben sich demzufolge vielseitige Kombinationsmöglichkeiten zwischen
Echtheitsprüfung, Image-Erkennung und Zustandskontrolle. Neben der optischen Gestaltung
von Prüfzonen auf einem zu prüfenden Objekt werden - wie oben näher beschrieben -
die erfindungsgemäßen Sicherheitsstrukturen mit Kodierungen versehen, die in einem
mathematischen Bezug zueinander - beispielsweise als Summenbildung - einen Hauptkode
ergeben, der wiederum mit einem Signal bzw. Kode aus der gleichlaufenden Echtheitsprüfung
eines metallischen Sicherheitsfadens und/oder einer ebenfalls gleichlaufenden Prüfung
eines OVD's die Echtheit, den Zustand oder die Sorte einer bestimmten Banknote bestimmt.
[0035] Die Merkmale der Erfindung gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden in nachfolgend näher erläutert.
[0036] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- schematische Darstellung eines Dokuments mit elektrisch leitendem Farbdruck und OVD,
- Fig. 2
- Blockschaltbild einer Prüfvorrichtung,
- Fig. 3-5
- schematische Darstellung verschiedenartiger Scanner,
- Fig. 6 - 8
- schematische Darstellungen von Scannern und einem strukturierten Sicherheitsmerkmal.
[0037] Die Fig. 1 zeigt ein Dokument mit einem elektrisch leitenden Farbdruck
1 und einem OVD
2. Die gezielte Kombination unterschiedlicher Sicherheitselemente ergibt eine zusätzliche
Kodierung. Dadurch wird die Prüfsicherheit erhöht. Die Fig. zeigt den schematischen
Aufbau eines elektrisch leitenden Farbdrucks
1, bei dem abwechselnd leitende streifenförmige Zonen
3 und isolierende streifenförmige Zonen
4 parallel zueinander angeordnet sind. Die in Draufsicht streifenförmigen Zonen
3, 4 verlaufen dabei parallel zur Dokumententransportrichtung. Das OVD
2 besteht aus einer Metallschicht
5, streifenförmigen, parallel zur Dokumententransportrichtung verlaufenden demetallisierten
Zonen
6 sowie einer senkrecht zur Dokumententransportrichtung verlaufenden demetallisierten
Zone
7. Weiterhin zeigt Fig. 1 die schematische Darstellung des Scanners
8 mit einer Vielzahl von Sendeelektroden
9 und einer Empfangselektrode
10.
[0038] Fig. 2 zeigt das Blockschaltbild erfindungsgemäßer Prüfvorrichtung, bestehend aus
einer Ansteuerelektronik, einem kapazitiv arbeitenden Scanner
8 und einer Auswerteelektronik. Die Ansteuerelektronik enthält im Wesentlichen neben
der Stromversorgung einen Demultiplexer
17, einen Oszillator
11 zur Bereitsteilung der Energie für die Sendeelektroden und einen Oszillator
12 zur Ansteuerung des Demultiplexers.
[0039] Die Auswerteelektronik besteht hauptsächlich aus einer Stromversorgung, einem Verstärker
13, einem Demodulator
14, einem Komparator
15, einem Mikroprozessor
16 mit Speicher sowie Filtern zur Unterdrückung von Fremd- und Störsignalen.
[0040] In einem Sensorträger eingegossen befinden sich die Sende- und Empfangselektroden.
Diese bilden über die gesamte Dokumenteneinzugsbreite einen kapazitiv arbeitenden
Scanner
8. Die streifenförmige Empfangselektrode verläuft quer zur Dokumenteneinzugsrichtung.
Die Sendeelektroden sind parallel zur Empfangselektrode angeordnet. Der Abstand einer
Sendeelektrode zur Empfangselektrode wird durch die dokumententypischen elektrisch
leitenden Prüfmerkmale bestimmt. Durch die Aneinanderreihung von mehreren Sendeelektroden
wird die Möglichkeit gegeben, in Längsachse des kapazitiv arbeitenden Scanners
8 mehrere elektrisch leitende Merkmale gleichzeitig zu erfassen. Die mit dieser Anordnung
erreichbare Auflösung hängt von der Zahl der verwendeten Sendeelektroden ab. In diesem
Ausführungsbeispiel liegt die Auflösung bei einem abtastbaren Punkt pro mm sowohl
in Längs- als auch in Querrichtung. Der Mindestabstand zwischen benachbarten Sendeelektroden
wird durch die störende kapazitive Kopplung untereinander begrenzt. Um dies zu verhindern
und störende Einflüsse benachbarter Sendeelektroden zu verringern, werden die Sendeelektroden
durch einen Multiplexer
17 nacheinander angesteuert. Durch die Anordnung der Sendeelektroden über die gesamte
Dokumenteneinzugsbreite erfolgt die Prüfung der Dokumente lageneutral. Das bedeutet,
daß eine Vorsortierung mehrerer Dokumente bei einer Dokumentenbearbeitungsmaschine
entfällt.
[0041] Fig. 3 zeigt die schematische Darstellung des Scanners
8 mit einer Vielzahl von Sendeelektroden
9 und einer Empfangselektrode
10. Die Ansteuerung und Auswertung erfolgt nach dem in Fig. 2 dargestellten Blockschaltbild.
[0042] Fig. 4 zeigt die schematische Darstellung einer Ausführungsform des kapazitiv arbeitenden
Scanners mit einer Sendeelektrode
18 und einer Vielzahl von Empfangselektroden
19. In Abwandlung zum Blockschaltbild nach Fig. 2 wird die Sendeelektrode
18 mittels Oszillator angesteuert. Die Signale der Empfangselektroden
19 werden mittels Multiplexer verarbeitet. Die weitere Auswerteelektronik, bestehend
aus Stromversorgung, einem Verstärker, einem Demodulator, einem Komparator, einem
Mikroprozessor mit Speicher sowie Filtern zur Unterdrückung von Fremd- und Störsignalen,
gleicht dem Blockschaltbild nach Fig. 2.
[0043] Fig. 5 zeigt die schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des kapazitiv
arbeitenden Scanners mit einer Vielzahl von Sendeelektroden
20 und einer Vielzahl von Empfangselektroden
21. Diese sind in einer Reihe abwechselnd angeordnet. Dementsprechend werden sowohl
die Ansteuersignale der Sendeelektroden
20 als auch die Auswertesignale der Empfangselektroden
21 mittels Multiplex- bzw. Demultiplexverfahren verarbeitet.
[0044] Die Fig. 6 bis 8 zeigen schematische Darstellungen von Scannern
33, 34, 35 und einem strukturierten Sicherheitsmerkmals
36. Die Struktur des Sicherheitsmerkmals
36 besteht aus einem ringförmigen Sicherheitselement
37, einem streifenförmigen Sicherheitselement
38 und zwei rechteckigen Sicherheitselementen
39, 40. Die Sicherheitselemente
37, 38, 39 bestehen aus elektrisch leitender Farbe, während das Sicherheitselement
40 optisch dem Sicherheitselement
39 gleicht, jedoch keine elektrische Leitfähigkeit besitzt. Dies erhöht die Prüfsicherheit,
da nicht visuell wahrnehmbar ist, welche Sicherheitsmerkmale sich auf einem Dokument
befinden. Einfache Handgeräte beinhalten einen Scanner
33 nach Fig. 6. Die Auflösung ist so gering, daß nur das streifenförmige Sicherheitselement
38 nachgewiesen werden kann. Derartige Handgeräte bieten sich für den alltäglichen Gebrauch
an, da sie einfach, leicht handhabbar und kostengünstig herstellbar sind.
[0045] Vorrichtungen mit höherer Auflösung nach Fig. 7 beinhalten einen Scanner
34 und gestatten neben der Prüfung eines streifenförmigen Sicherheitselements
38 die Prüfung von zusätzlichen Sicherheitselementen, in diesem Fall eines ringförmigen
Sicherheitselements
37. Die rechteckigen Sicherheitselemente
39, 40 werden nicht geprüft. Dies wird durch eine einfache Mikroprozessor-Software realisiert,
die nur auf bestimmte Sicherheitselemente sensibilisiert ist. Die rechteckförmigen
Sicherheitselemente
39, 40 liegen nicht im Speicher als Referenzsignalbilder vor.
[0046] Eine hohere Auflösung mit entsprechend gestalteter Software für den Mikrocontroller
zeigt Fig. 8. Diese läßt die Prüfung aller Sicherheitsmerkmale zu, d.h. auch die rechteckförmigen
Sicherheitselemente
39, 40.
[0047] Zur Erfüllung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabenstellung, nämlich ein neues
System der Anwendung von Prüfmerkmalen, Prüfverfahren und - vorrichtungen vorzuschlagen,
um der Bekanntheit bzw. dem schnellen Bekanntwerden des Funktionierens von Prüfverfahren
und Vorrichtungen entgegenzuwirken, wird nachfolgende Verwendung von Prüfmerkmalen,
Prüfzonen und -strukturen unter entsprechender Verfahrensanwendung und Einbeziehung
erfindungsgemäßer Vorrichtungen erläutert.
[0048] In den folgenden Beispielen soll die Anwendung der Erfindung dargestellt werden.
Zur breiten Anwendung der Erfindung macht es sich erforderlich, Gruppen von Prüfern
festzulegen, welche zielgerichtet bestimmte Kenntnisse eines Prüfsystems erhalten
und mittels vorgeschriebener Prüftechnik insbesondere Echtheitsprüfung aber auch Image-Erkennung
und eine Zustandsprüfung vornehmen.
[0049] Anhand der Gruppen A, B und C soll die Anwendung des Prüfsystems erläutert werden.
Gruppe A:
[0050] Bekannterweise werden durch die Staatsbanken Veröffentlichungen zu aktiven Sicherheitsmerkmalen
gemacht, so daß der Benutzer selbst nach einer Anleitung eine Prüfung durchführen
kann. Diese Veröffentlichungen beziehen sich sowohl auf Prüfmethoden, welche ohne,
und Prüfmethoden, welche mit Hilfsmitteln durchgeführt werden. Erfindungsgemäß kann
der Scannersensor in ein Handgerät eingebaut werden. Mittels dieses Handgeräts und
einer speziellen Software kann eine Prüfung der elektrischen Leitfähigkeit erfolgen.
[0051] Die Software ist so modifiziert, daß beim Durchziehen der Banknote über optische
Sensoren der Scanner aktiviert wird und anschließend die Durchlauflänge gemessen wird.
Die elektrische Leitfähigkeit des Farbdruckes muß dabei in einem definierten Wert
vorliegen. Mittels optischer Sensoren wird das Ende der Banknote ermittelt und der
Scannersensor deaktiviert. Somit kann die Position der elektrisch leitenden Prüfzone
auf dem Prüfobjekt festgestellt werden. Mittels Controller werden die Daten mit den
abgespeicherten Daten verglichen und ausgewertet.
Gruppe B:
[0052] Die Gruppe B verfügt über Maschinen zur Bearbeitung von Banknoten. Diese Maschinen
sind mit speziellen Sensoren ausgerüstet, um unterschiedliche Merkmale zu detektieren.
Gegenwärtig sind diese Maschinen mit Sensoren für den optischen Bereich und/oder den
Nachweis magnetischer Eigenschaften und/oder Prüfung mittels kapazitivem Sensor zur
Durchlauflängenmessung ausgestattet. Mit diesen kapazitiven Sensoren kann man das
Vorhandensein von elektrisch leitenden Merkmalen größer als 6 mm detektieren. Sie
gestatten keine Detektion mehrerer elektrisch leitender Prüfzonen in Durchlaufbreite.
Außerdem ist die Detektion unterschiedlicher elektrischer Leitfähigkeit in den Prüfzonen
nicht möglich. Strukturen innerhalb einer Prüfzone können ebenfalls nicht detektiert
werden. Mittels des beschriebenen Scannersensors sind aber diese Prüfungen möglich,
so daß diese Gruppe B eine höherwertige Prüfung durchführen kann. Mittels spezieller
funktionaler Druckbilder und der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Prüfen mit modifizierter
Software können die Maschinen die Prüfung absolvieren.
[0053] Die Software fiir die Gruppe B ist so ausgelegt, daß mittels optischer Sensoren der
Scannersensor aktiviert wird und anschließend das ringförmige Sicherheitselement 37
und das streifenförmige Sicherheitselement
38 eingelesen wird. Der Wert der Leitfähigkeit ist dabei festgelegt. Abweichungen über
oder unter 30 % werden abgewiesen.
[0054] Mit optischen Sensoren wird der Scannersensor deaktiviert und ausgewertet.
Gruppe C:
[0055] Die Software ist so ausgelegt, daß alle Prüfmerkmale erkannt werden. Mittels optischer
Sensoren wird der Scannersensor aktiviert. Es werden die Durchlauflänge und Durchlaufbreite
des strukturierten Sicherheitsmerkmals
36, das ringförmige Sicherheitselement
37, das streifenförmige Sicherheitsmerkmal
38, das rechteckige Sicherheitselement
39 sowie das rechteckige Sicherheitselement
40 als nichtleitendes Sicherheitselement erkannt. Die elektrische Leitfähigkeit wird
vorgegeben und Abweichungen größer und kleiner 30 % werden abgewiesen.
[0056] In Kombination mit anderen physikalischen Merkmalen erhöht die kombinierte Prüfung
den Sicherheitsstandard.
[0057] Im folgenden sollen die bisherigen Ausführungen zur Gruppe C weiter präzisiert werden:
[0058] Die Gruppe C verfügt über eine Softwarevollversion bzw. über eine Hardware, welche
am hochwertigsten ist, so daß alle vorgegebenen Strukturen und Abmaße des Prüffeldes
detektiert werden können.
[0059] Als zusätzliche Kodierung wird das rechteckige Prüfelement
39 als Merkmalsdruck unterschiedlicher physikalischer Größen ausgeführt.
[0060] Eine Möglichkeit besteht darin, das rechteckige Prüfelement
39 als Fluoreszenzmerkmal mit hoher Wertigkeit auszuführen. Dies bedeutet, daß dieses
Prüfelement mit einer Lichtquelle angeregt wird und nach dem Verlöschen der Lichtquelle
die Nachleuchtdauer (Remineszenz) ermittelt wird. Ein optischer Sensor aktiviert die
Prüfsensorik beim Passieren der Banknote. Die Prüfsensorik besteht aus einem optischen
Sensor und einem Scannersensor zur Detektion von elektrisch leitenden Prüffeldern.
Der optische Sensor beinhaltet eine Lichtquelle und einen Empfänger. Mit definierter
Zeit wird das Prüfobjekt bestrahlt. Anschließend wird am Empfänger die Nachleuchtdauer
der Merkmalsfarben gemessen. Diese Nachleuchtzeit ist eine Kodierung. Bei Präsenz
des optischen Merkmals wird der kapazitive Scannersensor aktiviert. Eine Einzelprüfung
ist ebenfalls möglich.
[0061] Eine andere Möglichkeit besteht darin, das rechteckige Prüfelement
39 als Fluoreszenzmerkmal mit unterschiedlichen Farbemissionen auszuführen. Das bedeutet,
daß der Merkmalsdruck mit Lichtfrequenz a bestrahlt wird und dabei Färbton a
+ emittiert wird. Bei Lichtquelle mit Frequenz b entsteht Farbton b
+. Ein optischer Sensor aktiviert die Prüfsensorik, welche aus einem optischen Sensor
und dem kapazitiven Scannersensor besteht. Der optische Sensor besteht aus zwei Lichtquellen
unterschiedlicher Frequenzen. Durch spezielle Filter wird erreicht, daß nur ein Empfänger
benötigt wird. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß eine Lichtquelle verwendet
wird, jedoch zwei getrennte Empfänger mit vorgeschalteten Filtern. Die optische Sensorik
aktiviert bei Präsenz des optischen Merkmals den kapazitiven Scannersensor. Eine Einzelprüfung
ist auch hierbei möglich.
[0062] Eine dritte Möglichkeit besteht darin, das rechteckige Prüfelement
39 als magnetischer Farbdruck auszuführen. Ein optischer Sensor aktiviert beim Passieren
der Banknote die Prüfsensorik, welche aus einem Magnetlesekopf und dem kapazitiven
Scannersensor besteht. Der Magnetlesekopf kann die Präsenz oder eine Kodierung detektieren.
Bei Vorhandensein des magnetischen Merkmals wird der Scannersensor aktiviert.
[0063] Eine vierte Möglichkeit besteht darin, das rechteckige Prüfelement
39 mit um 50 % geringerer Leitfähigkeit als das ringförmige Sicherheitselement
37 bzw. das streifenförmige Sicherheitseiement
38 auszuführen. Zum Detektieren ist eine spezielle Prüfsoftware erforderlich, welche
nur dieser Gruppe zugänglich ist. Bei weiterer Absenkung der Leitfähigkeit ist eine
statische Messung erforderlich, zu welcher eine spezielle Einzelnotenprüfeinrichtung
notwendig ist.
[0064] Insbesondere zur Anwendung in den Gruppen B und C ist das gesamte Prüfsystem variierbar
und insbesondere bei der Prüfung des Euro in seinen Aufgabenstellungen national veränderbar.
Da das zu prüfende Sicherheitsmerkmal zum Beispiel beim Euro in allen Staaten das
gleiche ist, können aber national verschieden je nach Schwerpunkten sowohl das Prüfverfahren
als auch die Prüfvorrichtungen modifiziert und zeitlich nacheinander verändert werden.
[0065] Die Anwendung der Sicherheitselemente und Prüfvorrichtungen, wie sie oben beschrieben
wurde, wird wie folgt eingesetzt: Mittels der kodierten zielgerichteten Metallisierungen
kann eine Imageerkennung erfolgen. Diese Imageerkennung kann für unterschiedliche
Zwecke, insbesondere Sortierzwecke, Wertstufen- oder Echtheitsbestimmung genutzt werden.
Weiterer Vorteil der Prüfmethode ist die Zustandskontrolle. Die elektrische Leitfähigkeitsmessung
läßt Rückschlüsse auf den Zustand des Banknotenpapiers zu. Sehr stark verschlissenes
Papier wird die elektrische Leitfähigkeit sehr stark minimieren.
[0066] In der vorliegenden Erfindung wurde anhand konkreter Ausführungsbeispiele der Aufbau
von Sicherheitselementen und eine Vorrichtung zur Prüfung derartiger Elemente erläutert.
Es sei aber vermerkt, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die Einzelheiten der
Beschreibung in den Ausführungsbeispielen eingeschränkt ist, da im Rahmen der Patentansprüche
Änderungen und Abwandlungen beansprucht werden. Die gezielte Kombination beugungsoptisch
wirksamer Sicherheitselemente mit anderen elektrisch leitenden Merkmalen ergibt eine
weitere Kodierung. Gleichzeitig lassen sich weitere elektrisch leitende Prüfmerkmale,
wie z. B. ein elektrisch leitender Sicherheitsfaden mittels erfindungsgemäßer Prüfvorrichtung
klassifizieren.
1. Anwendung des Verfahrens zur Prüfung von Dokumenten unter Nutzung der kapazitiven
Kopplung zwischen Sender und Empfänger und Übertragung von Energie zwischen Sender
und Empfänger durch elektrisch leitende Sicherheitsmaterialien mittels eines kapazitiv
arbeitenden Scanners, der aus einer Vielzahl nebeneinanderliegender Sende- oder Empfangselektroden
und einer parallel zu dieser Aneinanderreihung liegenden Empfangs- oder Sendeelektrode
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zur Echtheitsprüfung von Dokumenten von mindestens einem beugungsoptisch wirksamen
Sicherheitselement mit einer zielgerichteten elektrischen Kodierung von Informationen
mittels balken-, gitter-, bogen- und/oder kreisförmig metallisierten Strukturen mit
steilen Kanten zu benachbarten nichtmetallisierten Strukturen, wobei die Strichbreite
der kleinsten prüfbaren metallisierten Strukturen kleiner oder gleich 5 mm ist,
die elektrische Leitfähigkeit bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet
wird.
2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Echtheitsprüfung von Dokumenten
von beugungsoptisch wirksamen Sicherheitsschichten mit diskontinuierlicher Metallisierungsschicht
oder partiell metallischen Schichten oder Zonen metallischer Schichten in unterschiedlichen
Ebenen
die elektrische Leitfähigkeit bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet
wird.
3. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Draufsicht eine Struktur aus elektrisch leitender Farbe die Form eines Mäanders
besitzt, deren elektrische Leitfähigkeit bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich
ausgewertet wird.
4. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß streifenförmige Strukturen aus elektrisch leitender Farbe parallel und isoliert zueinander
angeordnet sind, wobei in Draufsicht die streifenförmigen Zonen dabei parallel oder
senkrecht zur Dokumententransportrichtung verlaufen, deren elektrische Leitfähigkeiten
bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet werden.
5. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß verschiedene elektrisch leitende Farben innerhalb eines Sicherheitselements unterschiedliche
Leitfähigkeiten besitzen, die bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet
werden.
6. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Strukturen innerhalb eines Sicherheitsmerkmals unterschiedliche Farbdicken
besitzen, deren elektrische Leitfähigkeiten bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich
ausgewertet werden.
7. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite einer elektrisch leitenden Struktur mit konstanter elektrischer Leitfähigkeit
mit der Breite von mindestens zwei Elektroden korrespondiert, deren elektrische Leitfähigkeit
bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet wird.
8. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Leitfähigkeiten zweier Strukturen gleicher und/oder unterschiedlicher
elektrischer Leitfähigkeit mit einem Abstand von mindestens 0,1 mm bestimmt und mittels
Referenzsignalbildvergleich ausgewertet werden.
9. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitfähigkeit einer Struktur aus elektrisch leitenden Farbschichten
in unterschiedlichen Ebenen bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet
wird.
10. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitfähigkeit von Strukturen aus elektrisch leitender Farbe, die
innerhalb von Strukturen aus elektrisch leitender Farbe angeordnet sind, bestimmt
und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet wird.
11. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Leitfähigkeiten mindestens zweier Strukturen unterschiedlicher elektrischer
Leitfähigkeit separat bestimmt und mittels Referenzsignalbildvergleich ausgewertet
werden.
12. Anwendung des Verfahrens zur Prüfung von Dokumenten unter Nutzung der kapazitiven
Kopplung zwischen Sender und Empfänger und Übertragung von Energie zwischen Sender
und Empfänger durch elektrisch leitende Sicherheitsmaterialien mittels eines kapazitiv
arbeitenden Scanners, der aus einer Vielzahl nebeneinanderliegender Sende- oder Empfangselektroden
und einer parallel zu dieser Aneinanderreihung liegenden Empfangs- oder Sendeelektrode
besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß elektrisch leitende Strukturen in Größe, Form, Anzahl, Farbton, Beabstandung untereinander
und Leitfähigkeit so auf zu prüfenden Dokumenten geprüft werden, wobei
- mit einem als Handgerät ausgebildeten Scanner (33) mindestens eine der elektrisch leitenden Strukturen von einer Personengruppe A,
- mit einem mit einer auf die Erkennung von mindestens zwei der elektrisch leitenden
Strukturen ausgerichteten Software ausgerüsteter und in einer schnellaufenden Bearbeitungsmaschine
installierten Scanner (34) mindestens zwei der elektrisch leitenden Strukturen von einer kleineren definierten
Personengruppe B,
- mit einem mit einer auf die Erkennung von mindestens drei der elektrisch leitenden
Strukturen ausgerichteten Software ausgerüsteter und in einer schnellaufenden Bearbeitungsmaschine
installierten Scanner (35) mindestens drei der elektrisch leitfähigen Strukturen von einer sehr kleinen definierten
Personengruppe C geprüft werden und
daß die elektrisch leitfähigen Strukturen Kodierungen darstellen, die von der Personengruppe
A auch visuell, von der Personengruppe B visuell und über Dekodierung mittels Software
und von der Personengruppe C vorwiegend über den Gruppen A und B nicht zugängliche
Dekodierungen mittels Software wahrnehmbar sind.
1. The use of the procedure for the testing of documents using the capacitive coupling
between the transmitter and the receiver and the transmission of energy between the
transmitter and the receiver by electrically conductive safety materials by means
of a capacitively working scanner consisting of a number of adjacent transmitting
or receiving electrodes and a receiving or transmitting electrode arranged in parallel
to this side-by-side arrangement, in which for the counterfeit test of documents of at least one diffraction-optically effective
safety element with a specific electric coding of information by means of beam-shaped,
latticed, curved and/or circular metallized structures with steep edges to adjacent
non-metallized structures, where the line width of the smallest testable electrically
conductive structure is ≤ 5 mm, the electric conductivity is determined and evaluated
by means of a reference signal image comparison.
2. The use of the procedure according to claim 1 in which, for the counterfeit test of documents, of diffraction-optically effective safety
layers with a discontinuous metallizing layer or partially metallic layers or zones
of metallic layers at different levels,
the electric conductivity is determined and evaluated by means of a reference signal
image comparison.
3. The use of the procedure according to one ore several of the above claims in which in top view a structure of an electrically conductive ink has the shape of a meander
the electric conductivity of which is determined and evaluated by means of a reference
signal image comparison.
4. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which strip-shaped structures of an electrically conductive ink are arranged in parallel
and isolated to each other, where in top view the strip-shaped zones run parallel
or vertically to the document transport direction, the electric conductivities of
which are determined and evaluated by means of a reference signal image comparison.
5. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which different electrically conductive inks within a safety element have different conductivities
which are determined and evaluated by means of a reference signal image comparison.
6. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which at least two structures within a safety feature have different ink thicknesses the
electric conductivities of which are determined and evaluated by means of a reference
signal image comparison.
7. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which the width of an electrically conductive structure with a constant electric conductivity
corresponds to the width of at least two electrodes the electric conductivity of which
is determined and evaluated by means of a reference signal image comparison.
8. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which the electric conductivities of two structures having the same and/or a different
electric conductivity with a distance of at least 0.1 mm are determined and evaluated
by means of a reference signal image comparison.
9. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which the electric conductivity of a structure of electrically conductive ink layers at
different levels is determined and evaluated by means of a reference signal image
comparison.
10. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which the electric conductivity of structures of an electrically conductive ink which are
arranged within structures of an electrically conductive ink is determined and evaluated
by means of a reference signal image comparison.
11. The use of the procedure according to one or several of the above claims in which the electric conductivities of at least two structures of different electric conductivity
are separately determined and evaluated by means of a reference signal image comparison.
12. The use of the procedure for the testing of documents using the capacitive coupling
between the transmitter and the receiver and the transmission of energy between the
transmitter and the receiver by electrically conductive safety materials by means
of a capacitively working scanner consisting of a number of adjacent transmitting
or receiving electrodes and a receiving or transmitting electrode arranged in parallel
to this side-by-side arrangement,
in which the electrically conductive structures are tested in size, shape, number, tint, spacing
to each other and conductivity on documents to be tested in this way, where
- at least one of the electrically conductive structures is tested by a scanner (33) designed as a manual device by a group of persons A,
- at least two of the electrically conductive structures are tested by a small defined
group of persons B by a scanner (34) equipped with a software designed to detect at least two of the electrically conductive
structures, installed in a high-speed handling machine,
- at least three of the electrically conductive structures are tested by a very small
group of persons C by a scanner equipped with a software designed to detect at least
three of the electrically conductive structures, installed in a high-speed handling
machine (35) and the electrically conductive structures represent codings which are visually perceptible
by group A, visually and via decoding by means of the software by group B and by the
group of persons C mainly by decodings by means of the software not accessible to
group A and B.
1. Application du procédé de contrôle en utilisant le couplage capacitif entre un émetteur
et un récepteur et la transmission de l'énergie entre l'émetteur et le récepteur par
des matières de sécurité conductrices électriques à l'aide de lecteurs (scanners)
à fonctionnement capacitif, comprenant un grand nombre d'électrodes d'émission ou
de réception, juxtaposées, et une électrode d'émission ou de réception, parallèle
à cette rangée,
caractérisée en ce que
pour contrôler l'authenticité de documents avec au moins un élément de sécurité agissant
par diffraction optique et ayant un codage électrique dirigé pour des informations,
le long de structures en barres, en réseaux, en courbes et/ou en cercles, avec des
arêtes pentues vers les structures voisines non métallisées,
la largeur de trait de la plus petite structure métallisée, susceptible d'être contrôlée
est inférieure ou égale à 5 mm et
la conductivité électrique est définie et traitée par une comparaison avec un signal
de référence.
2. Application du procédé selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
pour contrôler l'authenticité de documents de couches de sécurité agissant par diffraction
optique, avec une couche métallisée discontinue ou des couches métalliques partielles
ou des zones de couches métalliques dans des plans différents, on détermine la conductivité
électrique et on exploite par une comparaison avec l'image d'un signal de référence.
3. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
en vue de dessus, une structure d'une couleur conductrice électrique possède la forme
d'un méandre dont on détermine la conductibilité électrique et on l'exploite par la
comparaison à l'image d'un signal de référence.
4. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les structures en forme de bandes de couleur, conductrices électriques sont parallèles
et isolées et en vue de dessus les zones en forme de bandes sont parallèles ou perpendiculaires
à la direction de transport du document et leur conductivité électrique est définie
et utilisée pour comparer l'image du signal de référence.
5. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
plusieurs couleurs conductrices électriques, différentes, possèdent, à l'intérieur
d'un élément de sécurité, des conductivités différentes exploitées de manière précise
ou par comparaison avec l'image du signal de référence.
6. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
au moins deux structures à l'intérieur d'une caractéristique de sécurité ont des épaisseurs
de couleurs différentes dont on détermine la conductivité électrique et on l'exploite
par comparaison avec l'image du signal de référence.
7. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la largeur d'une structure conductrice électrique avec conductivité électrique constante
correspond à la largeur d'au moins deux électrodes dont on détermine la conductivité
électrique et on l'exploite par comparaison avec l'image du signal de référence.
8. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
l'on détermine la conductivité électrique de deux structures de conductivité identique
et/ou différente avec une distance d'au moins 0,1 mm et on traite par comparaison
avec l'image d'un signal de référence.
9. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
on détermine la conductivité électrique d'une structure formée de couches de couleur
conductrices électriques dans des plans différents et on exploite par comparaison
avec l'image du signal de référence.
10. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
on détermine la conductivité électrique de structures de couleur à conduction électrique
différente, prévues à l'intérieur de structures de couleur à conductivité électrique,
on détermine et on traite par comparaison avec l'image du signal de référence.
11. Application du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
on détermine séparément la conductivité électrique d'au moins deux structures à conductivité
électrique différente et on exploite par comparaison avec l'image du signal de référence.
12. Application du procédé de contrôle de documents en utilisant le couplage capacitif
entre l'émetteur et le récepteur et la transmission d'énergie entre l'émetteur et
le récepteur par l'intermédiaire de matières de sécurité, conductrices électriques
à l'aide d'un lecteur (scanner) à fonctionnement capacitif, composé d'un grand nombre
d'électrodes d'émission et de réception juxtaposées et d'une électrode de réception
ou d'émission, parallèle à cette rangée,
caractérisée en ce que pour contrôler les documents on vérifie la taille, la forme, le nombre, la couleur,
la distance réciproque et la conductivité des structures conductrices électriques
et
- à l'aide d'un lecteur (33) en forme d'appareil manuel, on vérifie au moins une des
structures conductrices électriques d'un groupe de personnes (A),
- à l'aide d'un lecteur (scanner) (34) équipé d'un programme dirigé sur la reconnaissance
d'au moins deux structures conductrices électriques et installé dans une machine de
traitement rapide, on vérifie au moins deux des structures électriques conductrices
d'un plus petit groupe défini de personnes (B),
- à l'aide d'un lecteur (scanner) (35) équipé d'un programme dirigé sur la reconnaissance
d'au moins trois structures conductrices électriques et installé dans une machine
de traitement rapide, on vérifie au moins trois structures conductrices électriques
d'un très petit groupe défini de personnes (C) et
- les structures conductrices électriques représentent des codages perceptibles par
le groupe de personnes (A) également de manière visuelle, par le groupe de personnes
(B) de manière visuelle et par décodage avec un programme et par le groupe de personnes
(C), de préférence par des décodages avec programme, non accessibles aux groupes (A)
et (B).