[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftansauganlage für den Dieselmotor in einem Lastkraftwagen.
[0002] Ein Teil einer Luftansauganlage, ein Rohluftansaugkasten, ist aus der DE 39 42 595
A1 bekannt, bei dem die Rohluftansaugung im seitlichen Bereich des Ansaugkastens erfolgt
und der Ansaugkasten im Inneren Luftleiteinrichtungen und einen Resonatordämpfer enthält.
[0003] Aus der DE 38 42 248 A1 ist ein kompakter Motorluftreiniger bekannt, in den zwei
Venturidüsen eingebaut sind.
[0004] Aus der DE 40 31 886 A1 ist die Anordnung und schematisch die Ausführung einer Venturidüse
im Lufteinlaßbereich einer Verbrennungskraftmaschine bekannt.
[0005] Aus der DE 29 30 668 A1 schließlich ist die prinzipielle Wirkungsweise eines Ringspaltresonators
(Fig. 1) dargestellt und eine Ausführung eines Ringspaltresonators (Fig. 2) bekannt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine platzsparende Luftansauganlage darzustellen, die
als Teilgeräuschquelle eines Fahrzeuggeräusches so abgestimmt sein muß, daß das Fahrzeug
den heutigen strengen Geräuschvorschriften entspricht. Außerdem soll die Luftansauganlage
für einen vielseitigen Einsatzbereich geeignet sein.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 und die der
Unteransprüche gelöst.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Anordnung, Venturidüse als Teil der Ansaugleitung zwischen
Luftfilter und Dieselmotor und Ringspaltresonator im Luftfilter, wird die pulsierende
Ansaugluft bereits so erheblich gedämpft, daß im Innenraum des Rohluftansaugkastens
keine weiteren Maßnahmen zur Reduzierung des Mündungsschalles, der an der Rohlufteintrittsöffnung
austritt und den Außenschallpegel des Fahrzeuges beeinflussen kann, nötig ist.
[0009] Im Wirkverbund mit Venturidüse und Ringspaltresonator weist der Rohluftansaugkasten
erfindungsgemäß eine zur Fahrerhausrückwand hin gewandte Teilfläche auf, die genoppt
und teilweise perforiert, oder nur perforiert ist und über die ein Teil der Rohluft
angesaugt wird.
[0010] Diese Teilfläche sorgt für den Schwingungsabbau sowohl der noch pulsierenden Ansaugluft
dadurch, daß ein Teil der Rohluft über die perforierte Fläche angesaugt wird, als
auch durch den Abbau von Wandflächenschwingungen des Rohluftansaugkastens durch die
genoppte, perforierte Struktur. Die perforierte Fläche glättet die noch vorhandene
Pulsation der Ansaugluft, die Struktur, ob genoppt oder perforiert oder beides, dämpft
Wandschwingungen. Die Perforation in der genoppten Fläche wird in bekannter Weise
durch Abtragen (z. B. Abfräsen) eines Teiles der Noppenkegel erreicht. Es kann entweder
ein Teil der genoppten Fläche oder die ganze genoppte Fläche perforiert werden, je
nach Größe und Luftbedarf des installierten Dieselmotors.
[0011] In den Rohluftansaugkasten ist für entsprechende Einsatzfälle durch die Ansaugöffnung
ein Zyklonabscheider einbaubar. In diesem Fall ist die Teilfläche des Rohluftansaugkastens
nur genoppt.
[0012] Die Wasserabscheidung aus der Ansaugluft erfolgt im Zwischenstück zwischen Rohluftansaugkasten
und Luftfilter.
[0013] Ein Rohluftansaugkasten hinter dem Fahrerhaus anzuordnen ist problematisch, da die
pulsierende Ansaugluft die großflächigen Wände des Ansaugkastens zum Schwingen bringt
und diese Wandschwingungen sich auf dem Luftschallweg auf die Fahrerhausrückwand übertragen,
die ihrerseits dann im Fahrerhaus ein unangenehmes Geräusch erzeugt.
[0014] Mit der Erfindung ist dieses Problem minimiert.
[0015] Eine Venturidüse direkt als Teil einer Ansaugleitung zu verwenden, ist eine preiswerte
und effektive Geräuschmaßnahme. Bisher werden Venturidüsen zur Luftmengenmessung für
Benzinmotoren und als Dämpfungsmaßnahme in oder vor Luftfiltergehäusen, im letzteren
Fall als Ansaugschnorchel, eingesetzt.
[0016] Ringspaltresonatoren sind allgemein bekannt, werden aber selten eingesetzt. In bestimmten
Frequenzbereichen, abhängig von der geometrischen Auslegung, haben sie eine gute Wirkung.
[0017] Aus der DE 29 30 668 A1 ist die Auslegung und eine Ausführung eines Ringspaltresonators
für schnellaufende Kleinmotoren, die in Kettensägen, Rasenmähern und ähnlichem eingebaut
sind, bekannt.
[0018] Der erfindungsgemäße Ringspaltresonator ist am Luftfiltergehäuse angebaut und es
wird dieser angebaute Raum als Resonanzraum genutzt. Der Ringspaltresonator ist reinluftseitig
angeordnet und hat einen radialen Luftausgangsstutzen, der 360° (Winkel) verstellbar
ist. Damit ist mit der anschließenden Venturirohrleitung ein Ausgleich von Montagetoleranzen,
allgemein sogar ein vielseitiger Einsatz möglich. Der Rohlufteingang des Luftfilters
ist mit einem Adapterstück und über einen Gummibalg mit der Austrittsöffnung des Rohluftansaugkastens
verbunden. Der Luftfilter mit Adapterstück ist rahmenfest, der Rohluftansaugkasten
mit Gummibalg ist fahrerhausfest.
[0019] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht und Lage der Luftansauganlage,
- Fig. 2
- die Ansicht II aus Fig. 1 und
- Fig. 3
- Ringspaltresonator, Teilschnitt.
[0021] Fig. 1 zeigt die Einbauanordnung der Luftansauganlage 10 in der Seitenansicht. Der
Rohluftansaugkasten 11 hat eine zur Fahrerhausrückwand 14 hin zugewandte Seite 16,
die aus einer glatten Fläche und aus einer Teilfläche 15 besteht, die eine genoppte
Fläche 15' und eine perforierte Fläche 15" (siehe auch Fig. 2) haben kann. Über die
perforierte Fläche 15" wird ein Teil der Rohluft, bis etwa 10% der gesamten Rohluft,
angesaugt. Die Größe der perforierten Fläche 15" ist abhängig von der im Fahrzeug
eingebauten Größe des Dieselmotors 20 und kann auch die gesamte Teilfläche 15 sein.
Die Perforation wird durch z. B. mechanisches Abtragen (Fräsen) des oberen Teiles
der Noppenkegel erreicht. Die Ansaugöffnung 13 ist seitlich des Ansaugkastens und
weist ein Schutzgitter 13' auf. Der Rohluftansaugkasten 11 ist an der Fahrerhausrückwand
14 befestigt. In Strömungsrichtung der Luft folgt nach dem Rohluftansaugkasten 11
das Filtergehäuse 12 und die als Leitung ausgebildete Venturidüse 19. Durch die Öffnung
13 ist ein Zyklonabscheider einbringbar. Die Teilfläche 15 ist im Fall "mit Zyklonabscheider"
ganz geschlossen, also eine genoppte Fläche 15'.
[0022] Fig. 2 zeigt die Ansicht II aus Fig. 1. Ein Teil der Rohluft tritt durch die perforierte
Fläche 15" in den Rohluftansaugkasten. Dadurch wird die vorhandene Pulsation der Ansaugluft
geglättet. Die genoppte Fläche 15' und die perforierte Fläche 15" wirken auch durch
ihre Struktur schwingungdämpfend. Das Filtergehäuse 12 und das Adapterstück 22 sind
jeweils am Fahrzeugrahmen gelagert und über einen Gummibalg 23 mit dem Rohluftansaugkasten
11 verbunden. In dem Filtergehäuse 12 ist die Filterpatrone 21. Der Ringspaltresonator
17, 18 mit seinem Gehäuse 12' und dem radial angeordneten Rohrstutzen 33 ist an das
Luftfiltergehäuse angebaut. Die Spaltweite d des Ringspaltresonators ist einstellbar
und abhängig von der Baugröße des Dieselmotors 20 und dem Frequenzband (kleiner Bereich),
das gedämpft werden soll. Mit dem Luftaustrittsstutzen 33 ist die als Leitung 19 ausgebildete
Venturidüse 19 verbunden, die einen Teil der Leitungsführung zum Dieselmotor 20 hin
bildet.
[0023] Die Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt des Filtergehäuses 12 und das daran angebaute
Gehäuse 12', in dem der Ringspaltresonator 17, 18 angeordnet ist. Der Anschluß 33
für die weitergehende Leitungsführung zum Dieselmotor 20 ist mit dem angebauten Gehäuse
12' drehbar. Damit ist der Einsatz des Ringspaltresonators 17, 18 vielseitig und es
können Montagetoleranzen ausgeglichen werden. Der Ringspalt d ist über das Rohr 17
auf die Baugröße des Dieselmotors 20 und auf das zu dämpfende Frequenzband einstellbar.
1. Luftansauganlage für einen Dieselmotor in einem Lastkraftwagen, mit einem Rohluftansaugkasten,
der eine seitliche Ansaugöffnung hat und hinter dem Fahrerhaus angeordnet ist, mit
einem Luftfilter und Verbindungsleitungen bis hin zum Dieselmotor, wobei der Rohluftansaugkasten
(11) auf der der Fahrerhausrückwand (14) zugewandten Seite (16) eine Teilfläche (15)
aufweist, die aus einer genoppten Fläche (15') und einer perforierten Fläche (15'')
oder nur aus einer perforierten Fläche (15") besteht, über die ein Teil der Rohluft
angesaugt wird, mit einem Luftfiltergehäuse (12), das einen Ringspaltresonator (17,
18) auf der Reinluftseite beinhaltet und der einen äußeren Leitungsanschluß (33) hat,
der um 360° (Winkel) drehbar ist und mit einem anschließenden Teil der Reinluftleitung
(19), das in Richtung Dieselmotor (20) als Venturidüse (19) ausgebildet ist, verbunden
ist.
2. Luftansauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Öffnung (13) in der Seitenwand des Rohluftansaugkastens (11) ein Zyklonabscheider
einbringbar ist, wobei dann die Teilfläche (15) nur genoppt (15') ist.
3. Luftansauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genoppte Fläche (15') der Teilfläche (15) soweit perforiert (15") ist, daß ein
Anteil der Rohluft von etwa bis 10% über diese perforierte Fläche (15") angesaugt
werden kann.
1. Air intake system for a diesel engine in a truck, with a raw-air intake box having
an intake orifice at one side and arranged behind the cab, with an air filter and
connection lines extending as far as the diesel engine, the raw-air intake box (11
) having a subface (15) on the side (16) facing the cab rear wall (14), which subface
(15) is composed of a knobbed face (15') and a perforated face (15") or of a perforated
face (15") only, through which face (15) a portion of the raw air is taken in, with
an air-filter housing (12) containing a ring-gap resonator (17, 18) arranged on the
clean-air side and having an external line connection (33) which can be rotated by
360° (angle) and is connected to an adjacent part of the clean-air line (19), which
adjacent part is, in the direction of the diesel engine (20), designed as a Venturi
nozzle (19).
2. Air intake system according to Claim 1, characterised in that a cyclone separator can be inserted through the orifice (13) in the side wall of
the raw-air intake box (11 ), the subface (15) then being knobbed (15') only.
3. Air intake system according to Claim 1, characterised in that the knobbed face (15') of the subface (15) is perforated (15") to such an extent
that up to 10 % of the raw-air portion can be taken in through this perforated face
(15").
1. Circuit d'admission d'air pour un moteur Diesel dans un poids lourd, avec un carter
d'admission d'air atmosphérique possédant une ouverture d'admission latérale et disposé
derrière la cabine, avec un filtre à air et des conduites de raccordement jusqu'au
moteur Diesel, auquel cas le carter d'admission d'air atmosphérique (11) présente
sur le côté (16) orienté vers la paroi arrière de la cabine (14) une surface partielle
(15) se composant d'une surface pastillée (15') et d'une surface perforée (15") ou
uniquement d'une surface perforée (15") par laquelle une partie de l'air atmosphérique
est admise, avec un carter de filtre à air (12) contenant sur le côté d'air filtré
un résonateur annulaire d'air d'admission (17, 18) composé d'un raccordement de conduites
extérieures pivotables sur 360° (angle) et relié à une pièce de raccordement du conduit
d'air filtré (19) formée en tant que tube venturi (19) dans le sens du moteur Diesel
(20).
2. Circuit d'admission d'air selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il est possible de monter un séparateur cyclone par l'ouverture (13) réalisée dans
la paroi latérale du carter d'admission d'air atmosphérique (11), auquel cas la surface
partielle (15) est uniquement pastillée (15').
3. Circuit d'admission d'air selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la surface pastillée (15') de la surface partielle présente une perforation (15")
de telle importance qu'une partie de l'air atmosphérique pouvant atteindre environ
10 % puisse être admise à travers cette surface perforée (15").