[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Gefriertrocknungsprozesses,
- bei dem eingefrorenes, in einer evakuierten Kammer auf temperierbaren Stellflächen
befindliches Produkt zunächst einer Haupttrocknung und anschließend einer Nachtrocknung
unterworfen wird,
- bei dem während der Haupttrocknung laufend die Temperatur des im zu trocknenden Produkt
eingeschlossenen Eises gemessen wird und
- bei dem beim Übergang von der Haupttrocknung zur Nachtrocknung der Kammerdruck und/oder
die Stellflächentemperatur verändert werden.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist, zum Beispiel, aus der DE-C-1 038 988 bekannt.
[0003] Die Gefriertrocknung ist ein Verfahren zur Entfernung des Wassers aus einem wasserhaltigen
eingefrorenen Produkt, z.B. aus Pharmaka und Lebensmitteln. Das Verfahren wird im
allgemeinen bei einem Luftdruck ausgeführt, der klein ist gegen den Wasserdampfdruck
bei der gewählten Temperatur des Eises: Z.B. entspricht eine Eistemperatur von -20°
C einem Wasserdampfdruck (im Gleichgewicht) von 1,03 mbar. Damit der Wasserdampf von
der Eisoberfläche in die Trockenkammer strömen kann, muß der Wasserdampfdruck in der
Trockenkammer deutlich kleiner sein als 1,03 mbar. also z.B. 0,4 mbar. Zweckmäßig
ist es deshalb, einen gegenüber diesem Druckwert kleinen Druck, z.B. 0,05 mbar, zu
wählen. Die Gefriertrocknung findet üblicherweise in einer Kammer statt, in der sich
temperierbare Stellflächen befinden und an die eine Evakuierungseinrichtung, z.B.
ein mit einer Vakuumpumpe kombinierter Eiskondensator, angeschlossen ist.
[0004] Kennzeichnend für den Ablauf des Trocknungsprozesses sind im wesentlichen zwei Trocknungsphasen.
Solange sich noch kristallisiertes (gefrorenes) Wasser in dem Produkt befindet, nennt
man diesen Trockenabschnitt die Haupt- oder Sublimationstrocknung. Schließt man in
dieser Phase der Trocknung die Absperrvorrichtung zwischen der Kammer und der Evakuierungseinrichtung
für eine kurze Zeit (wenige Sekunden), stellt sich in der Kammer der Gleichsgewichtswasserdampfdruck
ein, der der herrschenden Eistemperatur entspricht. Aus dem Druckanstieg kann direkt
auf die Eistemperatur geschlossen werden. Dieses Verfahren zur Messung der Eistemperatur
ist unter dem Begriff barometrische Temperaturmessung bekannt und in der DE-PS 10
38 988 beschrieben.
[0005] Solange noch festes Eis im Produkt vorhanden ist, d.h., während der Haupttrocknung,
darf die Temperatur des Produktes bestimmte, meist weit unter 0° C gelegene Werte
nicht überschreiten, um eine Beeinträchtigung der Qualität und/oder der Eigenschaften
des Produktes zu vermeiden. Mit fortschreitender Trocknung werden die im Produkt vorhandenen
Eiskerne immer kleiner. Im Bereich trockener Randzonen sind bereits höhere Temperaturen
zulässig.
[0006] Liegt kein Wasser in Form von Eis mehr vor, ist das restliche Wasser am Trockenprodukt
absorbiert oder auch mehr oder weniger fest gebunden. Die Entfernung dieses Wassers
findet während der Nach- oder Desorptionstrocknung statt. Die in dieser Phase desorbierbare
Wassermenge hängt von der Temperatur des Produkts, der Art der Wasserbindung und der
jeweils noch vorhandenen Wassermenge ab.Die Nachtrocknung wird durch eine weitere
Änderung der den Ablauf des Trocknungsprozesses bestimmenden physikalischen Bedingungen
eingeleitet.
[0007] Aus der genannten DE-PS 10 38 988 ist ein Verfahren der eingangs erwähnten Art bekannt.
Zur Bestimmung des Übergangs von der Haupttrocknung zur Nachtrocknung werden Messungen
durchgeführt, die auf die Mittel zurückgreifen, die auch der Messung der Eistemperatur
dienen. Dazu werden die Absperrzeiten, die bei der Messung der Eistemperatur nur wenige
Sekunden betragen, wesentlich verlängert, und zwar auf zwei Minuten und mehr. Wenn
sich nach Absperrzeiten dieser Größenordnung eine nahezu konstante Differenz zwischen
dem Betriebsdruck und dem Sättigungsdampfdruck einstellt, dann kann davon ausgegangen
werden, daß das feste Eis aus dem Gut vollständig entfernt worden ist, die Haupttrocknung
also beendet ist. Die Stellflächcntemperatur und der Druck können auf diejenigen Werte
eingestellt werden, bei denen die Nachtrocknung stattfinden soll.
[0008] Nachteilig an dem beschriebenen Verfahren ist die erhebliche Verlängerung der Absperrzeit.
Ist die Haupttrocknung noch nicht beendet, dann besteht die Gefahr, daß eine Verlängerung
der Absperrzeit zu einer nicht mehr zulässigen Temperaturerhöhung des eishaltigen
Gutes und damit zu seiner Zerstörung führt.In modernen Gefriertrocknungsanlagen für
die Pharma-Industrie erreicht der Wert einer Charge bereits die Millionen-DM-Grenze.
Gefährdungen des Produktes müssen deshalb unbedingt vermieden werden.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Steuerung
eines Gefriertrocknungsprozesses der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem
der Nachteil längerer Absperrzeiten zwischen Kammer und Evakuierungseinrichtung nicht
mehr in Kauf genommen werden muß.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die den Übergang von der Haupttrocknung
zur Nachtrocknung kennzeichnenden Änderungen des Druckes und/oder der Stellflächentemperatur
in Abhängigkeit von einem Absinken der Eistempcratur vorgenommen werden. Dieses Verfahren
nutzt die Erscheinung aus, daß die während der Durchführung der Haupttrocknung gemessenen
Eistemperatur-Werte während des Übergangs von Haupttrocknung zu Nachtrocknung kleiner
werden.Diese offensichtlich nur scheinbare Änderung der Eistemperatur ist zwar geringfügig,
kann jedoch mit Hilfe moderner Rechner exakt festgestellt werden. Da zur erfindungsgemäßen
Steuerung des Gefriertrocknungsprozesses nur noch Messungen der Eistemperatur durchgeführt
werden, welche lediglich kurze Absperrzeiten benötigen, besteht die Gefahr des Antauens
des Produktes nicht mehr.
[0011] Während der Haupttrocknung werden die im Produkt vorhandenen Eiskerne immer kleiner.
Häufig besteht nach der Ausbildung trockener Randzonen die Möglichkeit, bereits während
der Haupttrocknung die Temperatur der Stellflächen zu erhöhen, ohne die Qualität des
Produktes zu gefährden. Auch Änderungen der Trocknungsbedingungen dieser Art können
erfindungsgemäß in Abhängigkeit von Änderungen der Eistemperatur vorgenommen werden.
[0012] Die während der Haupttrocknung gemessenen Werte der Eistemperatur ändern sich nur
wenig. Es ist deshalb im Rahmen der Erfindung zweckmäßig, die Eistemperatur-Messwerte
jeweils mit den vorhergegangenen Messwerten zu mitteln und zur Feststellung einer
bestimmten Änderung der Eistemperatur laufend den höchsten der ermittelten Eistemperatur-Mittclwerte
mit den jeweils aktuellen Werten der Eistemperatur zu vergleichen. Änderungen der
Eistemperatur um beispielsweise 1,2 oder 3°C können nach diesem Verfahren eindeutig
bestimmt werden.
[0013] Die Messung der Eistemperatur selbst erfolgt zweckmäßig nach der eingangs erwähnten
barometrischen Temperaturmessung, d.h., daß aus dem Anstieg des Kammerdruckes, der
nach einer Trennung der Kammer von ihrer Evakuierungseinrichtung eintritt, die Eistemperatur
abgeleitet wird. Um entsprechend dem allgemeinen Ziel der vorliegenden Erfindung diese
Absperrzeiten möglichst kurz zu halten, wird vorgeschlagen, folgendermaßen vorzugehen:
Nach der Absperrung der Kammer von ihrer Evakuierungseinrichtung wird der ansteigende
Kammerdruck laufend 10 bis einige 100 mal pro Sekunde gemessen. Diese Messwerte werden
einem Rechner zugeführt. Die in den ersten Sekunden gemessenen Werte des Druckanstiegs
ergeben eine ansteigende, etwa S-förmige Kurve, d.h., eine Kurve mit einem Wendepunkt.
Mit Hilfe des Rechners wird diese Kurve laufend differenziert, also die zeitliche
Änderung des Druckes (dp/dt) überwacht. Es hat sich herausgestellt, daß die für eine
ausreichend genaue Feststellung der Eistemperatur notwendige Messung des Druckanstiegs
abgebrochen werden kann, wenn die Druckanstiegskurve ihren Wendepunkt erreicht hat,
d.h., wenn die erste Ableitung dieser Kurve ihr Maximum erreicht. Zu diesem Zeitpunkt
kann deshalb bereits die Absperrzeit beendet und die Verbindung zwischen Kammer und
Evakuierungseinrichtung wieder hergestellt werden; damit ist eine Überschreitung der
Eistemperatur ausgeschlossen.
[0014] Die laufende, kurzzeitige und relativ genaue Feststellung der Eistemperatur erlaubt
es, sehr früh über die Messgenauigkeit hinaus gehende Schwankungen der Eistemperatur
festzustellen. Sind Schwankungen des Kammerdruckes oder der Stellflächentemperatur
ausgeschlossen, dann deuten Schwankungen der Eistemperatur auf eine inhomogene Eisstruktur
hin. Wärmeleitung und Wasserdampftransport sind unterschiedlich in Zonen mit sehr
kleinen oder zusammengewachsenen großen Kristallen. Dieses gilt auch für während der
Haupttrocknung kollabierte Produkte, da dann in einigen Zonen Wasser statt Eis vorhanden
ist. Schwankungen der Eistemperatur können deshalb auf Fehler beim Einfrieren des
Produkts oder auf zu hohe Stellfächen-Temperaturen hinweisen.
[0015] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
mit den Merkmalen gemäß Anspruch 8.
[0016] Weitere Vorteile der Erfindung sollen anhand der Figuren 1 bis 3 erläutert werden.
Es zeigen
- Figur 1
- schematisch eine Einrichtung zur Durchführung eines Gefriertrocknungsprozesses,
- Figur 2
- ein Diagramm, das den Ablauf eines Gefriertrocknungsprozesses erkennen läßt und
- Figur 3
- ein weiteres Diagramm zur Erläuterung der Feststellung der Eistemperatur
[0017] Die in Figur 1 dargestellte Gefriertrocknungs-Einrichtung umfaßt die Kammer 1 mit
ihren Stellflächen 2 und den daran angeschlossenen Kondensator 3 mit seinen Kondensationsflächen
4. Auf den Stellflächen 2 befinden sich Behälter (Fläschchen 5) mit gefrierzutrocknendem
Produkt. Die Stellflächen 2 sind temperierbar. Sie sind Bestandteil eines Temperierkreislaufs
6 mit Förderpumpe 7 und Kältemaschine 8. Während der Heizphase wird die Kältemaschine
abgeschaltet und das Kühl-/Heiz-Medium elektrisch geheizt (Heizung 9).. Eine dem Verschluß
der Fläschchen 5 innerhalb der Kammer 1 und nach der Durchführung der Trocknung dienende
Apparatur ist generell mit 10 bezeichnet.
[0018] Zwischen Kammer 1 und Kondensator 3 befindet sich das Ventil 11, das mit Hilfe des
Antriebs 12 betätigt wird. Dem Kondensator 3 nachgeordnet ist der Vakuumpumpsatz 14.
[0019] Zur Steuerung des Ablaufs des Gefriertrocknungsprozesses sind Steuermittel vorgesehen.
Einer zentralen Steuerung 16 werden laufend Informationen über den Druck in der Kammer
1 und über die Temperatur der Stellflächen 2 zugeführt. Dazu dienen Druck- und Temperatur-Sensoren
17, 18. Nur ein Temperatur-Sensor 18 im Temperierkreislauf 6 ist dargestellt. Zweckmäßiger
ist es, wenn der Austritt jeder der Stellflächen 2 mit einem Temperatursensor ausgerüstet
ist.
[0020] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel steht die Steuerung 16 mit dem Vakuumpumpsatz
14, dem Kältemittelverdampfer 8 und dem Antrieb 12 des Ventils 11 in Verbindung. Die
Drucksteuerung in der Kammer 1 erfolgt durch Zu- und Abschalten des Vakuumpumpsatzes
14 oder durch gesteuerten Einlass von Inertgas. Die Stellflächentemperatur wird mit
Hilfe der Kältemaschine 8 bzw. der Heizung 9 eingestellt. Mit Hilfe der Steuerung
16 wird auch das Absperrventil 11 betätigt, um in an sich bekannter Weise die Eistemperatur
zu messen.
[0021] Der Steuerung 16 zugeordnet ist der Rechner 21, dem ebenfalls die vom Drucksensor
17 gelieferten Signale zugeführt werden. Im Rechner 21 wird - wie weiter vorne beschrieben
- die zeitliche Änderung des Druckes (dp/dt) nach einer Absperrung des Ventils 11
laufend überwacht. Unmittelbar nach dem Überschreiten des Maximums dieses Wertes erhält
die Steuerung 16 das Signal, die Absperrzeit zu beenden.
[0022] Das Diagramm nach Figur 2 läßt den zeitlichen Ablauf eines Beispieles für einen Gefriertrocknungsprozess
erkennen. In y-Richtung sind Stellflächen-Temperatur-Werte und Druck-Werte angegeben.
Die gestrichelte Kurve 23 gibt den Verlauf des Kammerdruckes wieder. Die punktierte
Linie 24 zeigt den Verlauf der Stellflächentemperatur. Die ausgezogene Linie 25 läßt
die laufend gemessenen Eistemperatur-Werte erkennen. Schließlich gibt die strichpunktierte
Linie 26 eine mittlere Produkt-Temperatur an.
[0023] Ein Gefriertrocknungsprozess der dargestellten Art beginnt mit dem Einbringen des
gefrorenen Produktes in die Kammer 1. Danach werden die Kammer evakuiert und die Stellflächen
auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt. Es stellt sich ein thermodynamisches Gleichgewicht
ein, bei dem die Haupttrocknung stattfindet. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
dauert die Haupttrocknung ca. 48 Stunden. In dieser Zeit wird der Steuerdruck (Kurve
23) auf einem bestimmten Druck gehalten. Die Stellplatten-Temperatur (Kurve 24) wird
ebenfalls auf bestimmte Werte eingestellt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
erfolgt nach 24 Stunden bereits eine Erhöhung der Stellflächentemperatur. Nach dem
Absinken der Eistemperatur wird die Drucksteuerung abgeschaltet. Die Stellfächentemperatur
wird weiterhin erhöht. In dieser Phase der Nachtrocknung können Steuerung 16 und Rechner
21 dazu verwendet werden, die Restfeuchte zu ermitteln. Dieses geschieht zweckmäßig
nach einem Verfahren, wie es in der Internationalen Patentanmeldung WO 96/25654 beschrieben
ist. Bei diesem Verfahren wird die Restfeuchte aus Messungen der Desorptionsrate DR
gewonnen.

[0024] Bei diesem Verfahren wird die Desorptionsrate während der Nachtrockenphase in bestimmten
Zeitabständen (z., B. 10 min) gemessen, ein Rechner errechnet aus zwei oder mehreren
dieser Meßwerte die Zeit, zu der eine Desorptionsrate erreicht wäre (Desorptionsraten-Nullpunkt),
die die gewünschte Restfeuchte nur noch um einen tolerierbaren kleinen Betrag verändern
würde, und danach die jeweilige Restfeuchte vom Rechner durch zeitliche Integration
der Desorptionsraten vom Nullpunkt bis zum Meßzeitpunkt ermittelt wird.
[0025] Erfindungsgemäß werden die Änderungen des Kammerdruckes und der Stellflächentemperatur
in Abhängigkeit von einem Absinken der Eistemperatur vorgenommen Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel werden die die Nachtrocknung kennzeichnenden Werte des Druckes
und der Stellflächentemperatur dann vorgenommen, wenn sich die Eistemperatur gegenüber
einem höchsten Mittelwert um mehr als 2 bis 3°C geändert hat. Auch die Erhöhung der
Stellflächentemperatur während der Haupttrocknung kann in Abhängigkeit von Änderungen
der Eistemperatur vorgenommen werden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel geschieht
dieses, wenn sich die Eistemperatur gegenüber dem höchsten Mittelwert um mehr alsl°C
geändert hat.
[0026] Figur 3 ist ein Diagramm, in dem die ausgezogene Kurve 28 den Anstieg des Druckes
darstellt, der nach der Absperrung des Ventils zwischen Kammer 1 und Kondensator 3
erfolgt. Diese Kurve wird vom Rechner 21 laufend differenziert (gestrichelte Kurve
29 ). Dadurch ist es möglich, laufend die zeitliche Änderung des Kammerdruckes festzustellen.
Wie bereits beschrieben, kann die Messung abgebrochen werden, wenn die zeitliche Änderung
des Druckes ein Maximum überschreitet.
1. Verfahren zur Steuerung eines Gefriertrocknungsprozesses,
- bei dem eingefrorenes, in einer evakuierten Kammer auf temperierbaren Stellflächen
befindliches Produkt zunächst einer Haupttrocknung und anschließend einer Nachtrocknung
unterworfen wird,
- bei dem während der Haupttrocknung laufend die Temperatur des im zu trocknenden
Produkt eingeschlossenen Eises gemessen wird und
- bei dem beim Übergang von der Haupttrocknung zur Nachtrocknung der Kammerdruck und/oder
die Stellflächentemperatur verändert werden,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die den Übergang von der Haupttrocknung zur Nachtrocknung kennzeichnenden Änderungen
des Druckes und/oder der Stellflächentemperatur in Abhängigkeit von einem Absinken
der Eistemperatur vorgenommen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß auch während der Haupttrocknung
Kammerdruck und/oder Stellfächentemperatur verändert werden und daß Änderungen dieser
Art ebenfalls in Abhängigkeit von Änderungen der Eistemperatur vorgenommen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eistemperatur-Meßwerte
jeweils mit den vorhergegangenen Meßwerten gemittelt werden und daß zur Feststellung
einer bestimmten Änderung der Eistemperatur laufend der höchste der ermittelten Eistemperatur-Mittelwerte
mit den aktuellen Werten der Eistemperatur verglichen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung der
Eistemperatur laufend Messungen eines Druckanstiegs durchgeführt werden, welcher nach
einer Absperrung der Kammer von ihrer Evakuierungseinrichtung stattfindet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Absperrung der Kammer
von ihrer Evakuierungseinrichtung der Kammerdruck laufend gemessen und diese Meßwerte
einem Rechner zugeführt werden, daß der Rechner laufend die zeitliche Änderung des
Druckes (dp/dt) feststellt und daß die Druckanstiegsmessung beendet und gleichzeitig
die Verbindung zwischen Kammer und Evakuierungseinrichtung wieder hergestellt wird,
wenn die zeitliche Änderung des Druckes ein Maximum erreicht hat.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Übergang von der Haupttrocknung zur Nachtrocknung die noch im zu trocknenden Produkt
vorhandene Restfeuchte ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Restfeuchte aus Messungen
der Desorptionsrate gewonnen wird, indem die Desorptionsrate während der Nachtrockenphase
in bestimmten Zeitabständen (z.B. 10 min) gemessen wird, ein Rechner aus zwei oder
mehreren dieser Meßwerte die Zeit errechnet, zu der eine Desorptionsrate erreicht
wäre (Desorptionsraten-Nullpunkt), die die gewünschte Restfeuchte nur noch um einen
tolerierbaren kleinen Betrag verändern würde, und danach die jeweilige Restfeuchte
vom Rechner durch zeitliche Integration der Desorptionsraten vom Nullpunkt bis zum
Meßzeitpunkt ermittelt wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Steuerung eines Gefriertrocknungsprozesses,
nach den Ansprüchen 1 bis 7, mit einer evakuierten Kammer mit temperierbaren Stellflächen,
mit Mitteln zum Messen der Temperatur des im zu trocknenden Produkt eingeschlossenen
Eises und zum Verändern des Kammerdruckes und/oder der Stellflächentemperatur dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in an sich bekannter Weise mit einem Rechner (21)
ausgerüstet ist und daß eine Steuerung (16) vorgesehen ist, die in Abhängigkeit von
vom Rechner (21) gelieferten Werten den Druck in der Kammer (1) und/oder die Temperatur
der Stellflächen (2) verändert.
1. A method of controlling a freeze-drying process,
- in which the frozen product located in an evacuated chamber on temperature-controllable
surfaces is subjected firstly to main drying and then to secondary drying,
- in which the temperature of the ice trapped in the product to be dried is measured
continually during main drying and
- the chamber pressure and/or the surface temperature is/are changed during the transition
from main drying to secondary drying,
characterised in that,
- the changes in pressure and/or surface temperature characterising the transition
from main drying to secondary drying are performed as a function of a lowering of
the ice temperature.
2. A method according to claim 1, characterised in that chamber pressure and/or surface
temperature are also changed during main drying and in that changes of this type are
likewise performed as a function of changes in the ice temperature.
3. A method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the measured ice temperature
values are in each case averaged with the previous measured values and in that, to
establish a specific change in ice temperature, the highest of the mean ice temperature
values determined is continually compared with the current ice temperature values.
4. A method according to claim 1, 2 or 3, characterised in that, to determine the ice
temperature, measurements of a pressure increase are continually performed, which
pressure increase occurs after the chamber has been shut off from its evacuation means.
5. A method according to claim 4, characterised in that, after the chamber has been shut
off from its evacuation means, the chamber pressure is measured continually and these
measured values are supplied to a computer, in that the computer continually establishes
the change in pressure over time (dp/dt) and in that the pressure increase measurement
is completed and at the same time the connection between chamber and evacuation means
is re-established when the change in pressure over time has reached a maximum.
6. A method according to one of the preceding claims, characterised in that, after the
transition from main drying to secondary drying, the residual moisture still present
in the product to be dried is determined.
7. A method according to claim 6, characterised in that the residual moisture is obtained
from measurements of the desorption rate, by measuring the desorption rate during
the secondary drying phase at given intervals (e.g. 10 mins), a computer calculating
from two or more of these measured values the time at which a desorption rate would
be reached (desorption rate zero) which would change the desired residual moisture
only by a tolerable small amount, and then the respective residual moisture being
determined by the computer by integration over time of the desorption rates from zero
to the time of measurement.
8. A device for performing a method of controlling a freeze-drying process, according
to claims 1 to 7, having an evacuated chamber with temperature-controllable surfaces,
having means for measuring the temperature of the ice trapped in the product to be
dried and for changing the chamber pressure and/or the surface temperature
characterised in that the device is equipped in a manner known per se with a computer
(21) and in that a control means (16) is provided which changes the pressure in the
chamber (1) and/or the temperature of the surfaces (2) as a function of values supplied
by the computer (21).
1. Procédé pour la commande d'un procédé de lyophilisation,
- dans lequel on soumet dans un premier temps du produit congelé se trouvant sur des
surfaces de rangement pouvant être tempérées dans une chambre mise sous vide à une
dessiccation principale et ensuite à une dessiccation subséquente,
- dans lequel on mesure en continu pendant la dessiccation principale la température
de la glace incluse dans le produit à soumettre à la dessiccation et
- dans lequel la pression de la chambre et/ou la température des surfaces de rangement
sont modifiées lors du passage de la dessiccation principale à la dessiccation subséquente,
caractérisé
- en ce que les modifications de la pression et/ou de la température des surfaces
de rangement caractérisant le passage de la dessiccation principale à la dessiccation
subséquente sont réalisées en fonction d'une chute de la température de la glace.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression de la chambre
et/ou la température des surfaces de rangement sont également modifiées pendant la
dessiccation principale et en ce que les modifications de ce type sont également réalisées
en fonction des modifications de la température de la glace.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les valeurs de mesure
de la température de la glace sont à chaque fois moyennées avec les valeurs de mesure
précédentes et en ce que les plus élevées des valeurs moyennes de la température de
la glace déterminées sont comparées avec les valeurs actuelles de la température de
la glace pour constater une certaine modification de la température de la glace.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'on réalise en continu
pour déterminer la température de la glace des mesures d'une élévation de la pression,
laquelle apparaît après une fermeture de la chambre par rapport à son dispositif de
mise sous vide.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'on mesure en continu après
la fermeture de la chambre par rapport à son dispositif de mise sous vide la pression
de la chambre et on introduit ces valeurs de mesure dans un ordinateur, en ce que
l'ordinateur détermine en continu la modification de la pression en fonction du temps
(dp/dt) et en ce que l'on achève la mesure de l'élévation de la pression et on prépare
à nouveau simultanément la liaison entre la chambre et le dispositif de mise sous
vide lorsque la modification de la pression en fonction du temps a atteint un maximum.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on détermine l'humidité résiduelle encore présente dans le
produit à soumettre à la dessiccation après le passage de la dessiccation principale
à la dessiccation subséquente.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on obtient l'humidité résiduelle
à partir de mesures de la vitesse de désorption, en ce que l'on mesure la vitesse
de désorption pendant la phase de dessiccation subséquente à certains intervalles
(par exemple 10 min), un ordinateur calcule à partir de deux ou de plusieurs de ces
valeurs de mesure le temps auquel on atteindrait une vitesse de désorption (point
zéro des vitesses de désorption) qui ne modifierait l'humidité résiduelle souhaitée
que d'une faible valeur tolérable, et l'humidité résiduelle correspondante est après
cela déterminée par l'ordinateur par une intégration sur le temps des vitesses de
désorption du point zéro jusqu'au point du temps de la mesure.
8. Dispositif pour la réalisation d'un procédé pour la commande d'un procédé de lyophilisation
selon les revendications 1 à 7,
présentant une chambre mise sous vide avec des surfaces de rangement pouvant être
tempérées,
présentant des moyens pour la mesure de la température de la glace incluse dans le
produit à soumettre à la dessiccation et pour la modification de la pression de la
chambre et/ou de la température des surfaces de rangement,
caractérisé en ce que le dispositif est équipé de manière connue d'un ordinateur
(21) et en ce qu'il est prévu une commande (16), laquelle modifie la pression dans
la chambre (1) et/ou la température des surfaces de rangement (2) en fonction des
valeurs délivrées par l'ordinateur (21).