[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mehrphasenauflagesystem mit Einwegverpackung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Für bestimmte Erkrankungen der Haut, wie etwa bei der Wundpflege aber auch für kosmetische
Anwendungszwecke werden kombinierte Feucht- und Trockenphasensysteme benötigt. Bei
derartigen Systemen ist zum einen eine feuchte Kompresse oder untere Auflage vorhanden,
deren Zweck darin besteht, in unmittelbaren Kontakt zur Haut zu treten und zum anderen
eine weitere trockene Kompresse oder obere Auflage vorgesehen, die ihre Verwendung
darin findet, daß sie die bereits auf die Haut auf-gebrachte feuchte Auflage oberhalb
abdeckt. Derartige Mehrphasen- oder genauer gesagt Zweiphasensysteme stellen an ihre
jeweilige Verpackung hohe Anforderungen: Zum einen muß die Sterilität der Auflagen,
vor allem im medizinischen Anwendungsbereich sichergestellt sein und darüber hinaus
darf der feucht vorliegende Teil der Auflage auch bis zu seiner Verwendung nicht austrocknen.
[0003] Für dieses Problem stehen nach dem derzeitigen Stand der Technik Darreichungsformen
zur Verfügung, die den feuchten Teil in einer dichten Folie, etwa aluminiumbeschichtetem
Papier, an den Ränder verschweißt aufbewahren, wie dies etwa bei den Salbenkompressen
der Firma Medikom GmbH der Fall ist. Der trockene Teil der Auflage kann in einer gleichfalls
am Rande verschweißten, für sterile Verpackung geeigneten Papierhülle bevorratet werden.
Derartiges Systeme existieren am Markt etwa von der Firma Beiersdorf AG, Hamburg unter
der eingetragenen Marke Cutisoft. Will man nun auf der Basis dieses Standes der Technik
eine Zweiphasenkompresse anlegen, so muß man zunächst die Verpackung mit der feuchten
Auflage öffnen, die Kompresse entnehmen und auf die fragliche Hautpartie auflegen.
Sodann muß die Packung mit dem trockenen Bestandteil geöffnet werden, worauf dieser
entnommen werden und oberhalb der bereits aufgelegten Feuchtkompresse aufgelegt wird.
Hiernach kann die gesamte Auflage dann etwa mittels Pflaster befestigt werden. Diese
Vorgehensweise nach dem Stand der Technik ist recht umständlich, da der Anwender der
Auflagen stets zwei verschiedene, jeweils einzeln verpackte Systeme verwenden muß.
Es muß sichergestellt sein, daß beide Systeme sowohl in den richtigen, zueinander
passenden Größen vorhanden als auch in der richtigen Abfolge eingesetzt werden. Darüber
hinaus wird auf diese Weise auch ein unnötig hoher Verpackungsaufwand betrieben.
[0004] Die US-A 5,111,934 offenbart eine Verpackung, die zwei übereinanderliegende Verpackungskammern
aufweist. Diese sind durch eine doppelte Trennwand voneinander getrennt. Insbesondere
können die beiden Verpackungskammern voneinander separiert werden, wobei sie luftdicht
verschlossen bleiben. Beide Kammern sind durch eine Handbewegung gleichzeitig schnell
und einfach zu öffnen. Dies hat zum Nachteil, dass eine bestimmte Reihenfolge der
Entnahme des Inhalts der beiden Kammern nicht zwangsweise vorgegeben ist. Dadurch
ist auch die Sterilität beider Kammern nicht mehr gewährleistet, wenn die Verpackung
geöffnet wurde.
[0005] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Mehrphasenauflagesystem mit
Verpackung anzugeben, welches dem Verwender eine leichtere und übersichtlichere Handhabung
gestattet und zugleich einen geringeren Verpackungsaufwand gegenüber dem Stand der
Technik erlaubt. Weiterhin sollte die Sterilität der darin verpackten Gegenstände
sichergestellt sein.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Mehrphasenauflagesystem mit Einwegverpackung gemäß des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die trockene, wie auch die feuchte Auflage kann dabei aus Gittertüll oder aus Vliesstoffgaze
ausgeführt sein. Man bezeichnet die trockene Auflage auch als Trockenmullkompresse
oder einfacher als Trockenkompresse und die feuchte Auflage als Feuchtkompresse, beide
zusammen werden in ihrer medizinischen Verwendung auch als Wundkompresse oder Wundauflage
bezeichnet.
[0008] Aufgrund der erfindungsgemäßen Doppelpackung hat der Anwender immer einerseits die
notwendigen Auflagen für eine Behandlung und andererseits muß er sich um die zueinander-passenden
Größen der Auflagen nicht kümmern.
[0009] Vorzugsweise wird die trockene Auflage größer oder zumindest gleich groß wie die
feuchte Auflage gewählt ist. Hierdurch ist dann gewährleistet, daß die trockene Auflage
immer imstande ist, die feuchte Auflage vollständig abzudecken und so evtl. zusätzlich
verwendete Befestigungsmittel, vorzugsweise Pflaster, mit der feuchten Auflage nicht
in Berührung kommen.
[0010] Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die feuchte Auflage mit einem medizinischen Wirkstoff, vorzugsweise einer Salbe
versehen ist.
[0011] Dabei kann als Wirkstoff etwa Echipanthenol® in einer Konzentration von 2 - 4 g/cm
2, vorzugsweise von 2,8 g/cm
2 Verwendung finden.
[0012] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung einer ausreichenden Luft- und Feuchtigkeitsdichtigkeit die Innenseiten
mindestens eine Schicht, z. B. der ersten und zweiten Schicht, mit Kunststoffbeschichtet
sind. Vorzugsweise kann hierzu jedoch auch eine Aluminiumbeschichtung benutzt werden.
Darüber hinaus sind natürlich auch alle anderen Beschichtungen oder Vorrichtungen
denkbar, die die erforderliche Dichtigkeit herzustellen in der Lage sind.
[0013] Die feuchte Auflage selbst kann zusätzlich zu den Schichten der Verpackung, die sie
umhüllen, noch mit einem weiteren Stück Schutzmaterial, z. B. mit einem Blatt Folie,
sowohl zur einen, wie auch zur anderen Seite bedeckt werden. Dies hilft ein Verschmieren
an den Innenseiten der sie einhüllenden Schichten zu vermeiden. Hierzu sind vorzugsweise
Materialstücke aus Pergament oder Kunststoffolie vorzusehen
[0014] Der Falz kann etwa an den Ecken (falls solche vorhanden sind) oder auch ganz umlaufend
gelassen werden. Dies erleichtert das Aufreißen der Verpackung und somit das Öffnen
der Innenräume mit den Auflagen ganz erheblich. Im Falle eines Falzes an den Ecken
fällt das Aufziehen dadurch besonders leicht, daß eine solche Vorrichtung zum diagonalen
vollständigen Abziehen anleitet, was dem Verwender einfach von der Hand geht. Eine
einfach zu handhabende Öffnungsmethode ermöglicht es dem Verwender, die jeweilige
Auflage unter Wahrung ihrer Sterilität, d.h. ohne Berührung mit den Händen mit der
Packung auf die jeweilige Körperpartie, vorzugsweise eine Wunde zu legen. Anschließend
kann die so geöffnete Restpackung leicht von der jeweiligen Auflage, (sowohl der feuchten,
wie auch der trockenen) wieder abgezogen werden.
[0015] Das System gemäß der Erfindung zwingt dem Verwender somit eine bestimmte, medizinisch
sinnvolle Reihenfolge bei der Öffnung der verschiedenen Innenräume auf. Zuerst muß
er die feuchte Auflage verwenden und dann erst die trockene, was gleichfalls der Sterilität
zweckdienlich ist, die für den Fall eines Öffnens in der falschen Reihenfolge durch
die danach zwangsläufig auftretenden Handhabungsprobleme regelmäßig gefährdet ist.
Eine solchermaßen vorgesehene Vorrichtung ist erfahrungsgemäß weitaus besser, als
ein schriftlicher Hinweis auf der Packung, der, sei es aus Nachlässigkeit, sei es
aus Sprachunkenntnis nur selten gelesen wird
[0016] Nach Auflegen der feuchten und des trockenen Auflage genügt ein ausreichend großes
Pflaster bzw. einige längere Pflasterstreifen, um die obere Auflage auf der Haut zu
fixieren.
[0017] Die Herstellung des Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung ist gleichfalls denkbar
einfach. Die folgenden Schritte geben dabei einen möglichen Herstellungsweg wieder
[0018] Auf einem Vließband wird das Material für die feuchte Auflage, vorzugsweise ein Gazestreifen
aus Vliesstoffgaze herangeführt und mit einem Wirkstoff, vorzugsweise Echipanthenol®,
in einer Konzentration von 2,8 g/cm
2 gleichmäßig bestrichen. Dabei erfolgt das Auftragen dieser Salbe vorzugsweise mittels
der Spritztechnik, wobei die Salbe die für diese Technik erforderliche Viskosität
aufweist. Das bandförmige Material der Auflage ist dabei zweckmäßigerweise zwischen
7 und 8 cm, vorzugsweise 7,5 cm breit
[0019] Nun wird das fein und gleichmäßig bestrichene Auflagematerial mit einem Blatt Pergament
von unten bzw. oben bedeckt. Hiernach werden sie einer Schneidevorrichtung zugeführt,
wo die in einer vorgegebenen Breite (vorzugsweise 7,5 cm) mit einer ersten und zweiten
Schicht beidseitig beschichtete Salbenkompresse (feuchte Auflage) in ebenso lange
(gleichfalls vorzugsweise 7,5 cm) Einzelkompressen geschnitten wird
[0020] Hiernach wird nun auf dem gleichen Band tangential eine erste und eine zweite bahnförmige
Schicht als untere bzw. obere Abdeckschicht der nun mit Pergament beidseitig belegten
feuchten Auflage zugeführt
[0021] Dann wird eine auf entsprechende Abmessungen zugeschnittene trockene Auflage, vorzugsweise
eine mehrlagige, etwa eine 4- oder auch eine 6-lagige Trockenmullkompresse in etwa
mittig auf der bis dahin oberen Abdeckschicht plaziert.
[0022] Das Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung kann grundsätzlich in jeder Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung jedwede geometrische Form aufweisen, d.h. es kann insbesondere
rechteckig, vorzugsweise quadratisch, aber etwa auch rund oder oval ausgebildet sein.
Auch sind geometrische Abmessungen denkbar, die der Form bestimmter Hautpartien (etwa
der Nase) angepaßt sind.
[0023] Nun wir eine dritte Schicht als weitere Außenwand, vorzugsweise aus bereits bedrucktem
Papier zugefuhrt und mit dem unteren Teil des so gebildeten Sandwiches verbunden,
vorzugsweise verschweißt oder verklebt. Vorzugsweise soll dabei diametral an den geeigneten
Stellen eine Lasche zum Abziehen vorgesehen sein
[0024] Ein wesentlicher Vorteil des Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung nach der vorliegenden
Erfindung liegt darin, daß bei diesem Zweikammersystem sowohl eine feuchte, wie auch
eine trockene Kompresse unmittelbar zur Verfügung stehen. Durch einfaches Abziehen
der Schichten ist es möglich, unter Einhaltung der Sterilität beider Kompressen (der
feuchten, wie der trockenen) diese sauber auf der betreffenden Hautpartie anzuordnen
und danach zu fixieren. Das System kann dabei sowohl für größere, wie auch für kleinere
Hautpartien Verwendung finden. Es muß nur in den entsprechenden gebräuchlichen Maßen
hergestellt werden Es können sowohl akut auftretende, wie auch chronisch verlaufende
Hauterkrankungen hiermit behandelt werden. Der Wirkstoff kann individuell auf die
jeweiligen Bedürfnisse angepaßt werden Nicht nur salbenartig vorliegende Wirkstoffe
sind dabei denkbar, sondern auch flüssige oder in pulverisierter Form verfügbare.
Im einen Fall wird die feuchte Kompresse im Wirkstoff getränkt und dann schnellstmöglich
vor einer etwaigen Verdunstung eingeschweißt, im anderen Falle bedarf es einer auf
die Kompresse aufzutragenden Trägersubstanz, vorzugsweise wiederum einer Salbe oder
einer Flüssigkeit, auf der der pulverförmige Wirkstoff zu haften vermag. Darüber hinaus
sind jedoch auch kosmetische Verwendungen denkbar, wie etwa kosmetische Packungen
für bestimmte Hautpartien. Auch weitere sonstige Verwendungen für Mehrphasensysteme,
welche entsprechend verpackt werden können sind denkbar.
[0025] Durch das Verschweißen (Verbinden) kombinierter Feucht-/Trockensysteme in einer Pakkung
wird insbesondere die sterile Wundversorgung auch durch den Laien enorm erleichtert.
Sowohl die trockene als auch die feuchte Kammer sind dabei steril geschlossen (etwa
verschweißt) und werden durch vorzugsweise diagonalen Abriß der Deckhaut (Schicht)
freigelegt. Sodann kann zunächst die feuchte und dann die trockene Auflage problemlos
appliziert und anschließend, vorzugsweise mittels Pflastern fixiert werden
[0026] Bei einer derartigen Darreichungsform wird gegenüber dem bisherigen Stand der Technik
ein erhebliches an Material eingespart, nämlich jeweils 1 Schicht, da nur 3 Schichten
statt 2 x 2 Schichten verwendet werden. Dies vereinfacht damit auch die Herstellung,
wodurch weniger Energie verbraucht und damit die Umwelt geschont wird Die Zuordnung
der Auflagen ist zwangsläufig gegeben
[0027] Im folgenden werden nicht einschränkend zu verstehende Ausführungsbeispiele anhand
der Zeichnung besprochen In dieser zeigen.
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines möglichen Herstellungsverfahrens einer Ausführungsform
eines Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung nach der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Aufbaus einer weiteren Ausführungsform eines Mehrphasenauflagesystems
mit Verpackung nach der vorliegenden Erfindung in perspektivischer Darstellung, und
- Fig 3
- eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Ausführungsform eines Mehrphasenauflagesystems
mit Verpackung nach der vorliegenden Erfindung, die den Verwender zu einer bestimmten
Öffnungsreihenfolge zwingt, und zwar in Seitenansicht.
[0028] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines möglichen Herstellungsverfahrens
einer Ausführungsform eines Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung nach der vorliegenden
Erfindung. Einem Transportband
1 wird von einer ersten Rolle
2 eine erste Materialschicht (Schicht)
3 zugeführt. Auf diese Schicht
3 werden stückige Auflagen
4 aus einem ersten Auflagenspender
5 aufgebracht Diese Auflagen
4 werden mittels einer Salbenspritzvorrichtung
6 mit Salbe bespritzt. Es handelt sich damit nach diesem Verfahrensschritt somit nun
um die feuchten Auflagen
4 im Sinne der vorliegenden Erfindung Hinter dieser Station wird von einer zweiten
Rolle 7 eine bahnförmige zweite Schicht
11 dem Transportband
1 zugeführt, das nun oberhalb der feuchten Auflagen
4 zu liegen kommt. Hiernach werden die ersten und die zweite Schicht
3,
11 mittels einer ersten Verschweißvorrichtung
8 im Randbereich miteinander verschweißt, so daß sie nun die feuchte Auflage
4 umhüllen. Auch ein Verkleben im Randbereich ist möglich. Hiernach werden aus einem
zweiten Spender
9 weitere Auflagen
13, nämlich solche, die trocken verbleiben, also trockene Auflagen
13 im Sinne der vorliegenden Erfindung dem Transportband
1 so zugeführt, daß diese trockenen Auflagen
13 in etwa mittig oberhalb der feuchten Auflagen
4 und von diesen durch die zweite Schicht
11 getrennt zu liegen kommen. Sodann wird von einer dritten Rolle
10 eine weitere Schicht
14 zugeführt, die nun auch zusammen mit der zweiten Schicht
11 die hinzugefügte trockene Auflage
13 zu umschließen vermag. Diese dritte Schicht
14 wird alsdann mittels einer zweiten Verschweißvorrichtung
12 mit der zweiten Schicht
11 im Randbereich verschweißt, wodurch sich eine zweite Kammer oberhalb der ersten bildet,
die nun auch die trockene Auflage
13 beinhaltet. Hiernach muß das sich so bildende Endlosband von Verpackungen nur noch
geschnitten werden, um einzelne Stücke nach der vorliegenden Erfindung zu erhalten.
[0029] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus einer weiteren Ausführungsform
eines Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung nach der vorliegenden Erfindung in perspektivischer
Darstellung. Im Vordergrund ist zunächst eine erste Schicht
3 zu sehen, die mit der dahinter liegenden zweiten Zwischenschicht
11 und der noch dahinter liegenden weiteren dritten Schicht
14 über einen Randbereich
15 verschweißt wird. Falze
16 dienen der leichteren Öffnung dieses Mehrphasenauflagesystems. Die hier nicht abgebildete
feuchte Auflage kommt zwischen der ersten Schicht
3 und der zweiten Schicht (Zwischenschicht)
11 zu liegen, wohingegen die trockene Auflage
13 zwischen die Zwischenschicht
11 und die dritte Schicht
14 gebracht wird.
[0030] Fig 3 zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Ausführungsform eines
Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung nach der vorliegenden Erfindung, die den Verwender
zu einer bestimmten Öffnungsreihenfolge zwingt, und zwar in Seitenansicht. Hier ist
eine Zugvorrichtung
17 zu sehen, die es erlaubt, eine erste Schicht
3 von einer zweiten Schicht (Zwischenschicht)
11 zu lösen. In diesem Zustand kann die feuchte Auflage
4 entnommen werden und es ist auch nun erst möglich eine weitere, vorher durch die
noch geschlossene Schicht
3 verdeckte Zugvorrichtung
18 zu betätigen, die es schließlich erlaubt, nun auch die trockene Auflage
13 zu entnehmen. Hierdurch wird der Verwender des Mehrphasenauflagesystems mit Verpackung
nach der vorliegenden Erfindung zur Einhaltung der sachgerechten Öffungsreihenfolge:
erst fechte Auflage, dann trockene Auflage gezwungen, was die Handhabung des Systems
vereinfacht.
[0031] Die äußeren Schichten
3, 14 sind vorzugsweise aus Papier (das entsprechend für eine Sterilität behandelt bzw.
beschichtet ist), Alufolie, Kunststoffolie gefertigt. Für die mittlere Schicht
11 kommen z. B. Plastikfolie, Wachspapier, Alufolie und Glasfolie in Frage
[0032] Durch die Zwischenschicht
11 ist eine vollständige, insbesondere luft- und feuchtigkeitsdichte Trennung zwischen
den beiden Innenräumen erreicht Als trockene Auflage
13 kommen auch in Betracht Eine Mullbinde in Form eines Wickels oder eines kurzen, gefalteten
Stücks oder ein mehrfach gefalteter Lappen, z. B. ein größeres Stück Tüll, mehrfach
gefaltet.
1. Mehrphasenauflagesystem mit Einwegverpackung, welche
• eine erste, eine Außenwand bildende Schicht (3), eine zweite, eine Trennschicht
bildende Schicht (11), und eine dritte, eine weitere Außenwand bildende Schicht (14)
aufweist,
• wobei sich zwischen der ersten Schicht (3) und der zweiten Schicht (11) eine feuchte
Auflage (4), sowie zwischen der zweiten Schicht (11) und dritten Schicht (14) eine
trockene Auflage (13) befindet,
• weiterhin alle jeweils unmittelbar benachbarten Schichten einen gemeinsamen Bereich
(15) aufweisen, wo sie miteinander verbunden, vorzugsweise verschweißt sind,
• und die Verpackung mindestens eine erste Zugvorrichtung, vorzugsweise eine Lasche
(17) oder einen Falz (16) am Rand, aufweist, die es erlaubt, die erste Schicht (3)
von der zweiten Schicht (11) zu trennen und so den durch diese Schichten (3, 11) gebildeten
Innenraum mit der feuchten Auflage (4) darin zu öffnen, und
• dass der von der ersten Schicht (3) und dritten Schicht (14) umhüllte Innenraum
luft- und feuchtigkeitsdicht, insbesondere steril ausgeführt ist, und
• dass die Verpackung mindestens eine zweite Zugvorrichtung (18) aufweist, wobei die
zweite Zugvorrichtung erlaubt, die zweite Schicht (11) von der dritten Schicht (14)
mittels der Zugvorrichtung (18) zu trennen und so den durch diese Schichten (11, 14)
gebildeten Innenraum mit der trockenen Auflage (13) darin zu öffnen.
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Zugvorrichtung (18) erst nach dem Trennen der ersten Schicht (3) von der
zweiten Schicht (11) zugänglich wird.
2. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die trockene Auflage (13) als Gittertüll ausgeführt ist.
3. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die feuchte Auflage (4) als Gittertüll ausgeführt ist.
4. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die trockene Auflage (13) größer oder zumindest gleich groß wie die feuchte Auflage
(4) ausgeführt ist.
5. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die feuchte Auflage (4) mit einem medizinischen Wirkstoff, vorzugsweise einer Salbe
versehen ist.
6. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Wirkstoff Echipanthenol® in einer Konzentration von 2 - 4 g/cm2, vorzugsweise von 2,8g/cm2 Verwendung findet.
7. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer ausreichenden Luft-und Feuchtigkeitsdichtigkeit die Innenseiten
der ersten (3) und zweiten (11) Schicht mit Kunststoff beschichtet sind.
8. Mehrphasenauflagesystem mit Verpackung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer ausreichenden Luft- und Feuchtigkeitsdichtigkeit die Innenseiten
der ersten (3) und zweiten (11) Schicht mit Aluminium beschichtet sind.
1. Multi-stage pad system with a one way packaging,
• having a first layer (3) forming an outer wall, a second layer (11) forming a separating
layer, and a third layer (14) forming a further outer wall,
• wherein between the first layer (3) and the second layer (11) a moist pad (4), as
well as between the second layer (11) and third layer (14) a dry pad (13) is located,
• furtheron all of the layers immediately adjacent in each case showing a common area
(15), in which they are connected, preferably sealed, to each other,
• and the packaging shows at least one first pulling device, preferably a tongue (17)
or a notch (16) on the edge, which makes it possible to separate the first layer (3)
from the second layer (11) by means of the pulling device and to thus open the inner
chamber formed by these layers (3, 11) with the moist pad (4) therein, and
• that the inner space enveloped by the first layer (3) and third layer (14) is made
air-tight and moisture-tight especially is sterile, and
• that the packaging has at least one second pulling device (18) which allows to separate
the second layer (11) from the third layer (14) by means of the pulling device (18)
and thus open the inner chamber formed by these layers (11, 14) with the dry pad (13)
therein,
characterised in that
the second pulling device (18) is only accessible after first separating the first
layer (3) from the second layer (11).
2. Multi-stage pad system with packaging according to claim 1, characterised by the fact that the dry pad (13) is made as lattice tulle.
3. Multi-stage pad system with packaging according to claim 1 or 2, characterised by the fact that the moist pad (4) is made as lattice tulle.
4. Multi-stage pad system with packaging according to claim 1, 2 or 3, characterised by the fact that the dry pad (13) is made larger than or at least as large as the moist
pad (4).
5. Multi-stage pad system with packaging according to claim 1, 2, 3 or 4, characterised by the fact that the moist pad (4) is provided with a medical active ingredient, preferably
an ointment.
6. Multi-stage pad system with packaging according to claim 5, characterised by the fact that as the active ingredient echipanthenol (registered trademark) is used
in a concentration of 2 - 4 g/cm2, preferably of 2.8 g/cm2.
7. Multi-stage pad system with packaging according to claim 1, 2, 3, 4, 5 or 6, characterised by the fact that for achieving an adequate air-tightness and moisture-tightness the
insides of the first layer (3) and second layer (11) are coated with plastic.
8. Multi-stage pad system with packaging according to claim 1, 2, 3, 4, 5 or 6, characterised by the fact that for achieving an adequate air-tightness and moisture-tightness the
insides of the first layer (3) and second layer (11) are coated with aluminium.
1. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage à jeter qui
• présente une première couche (3) formant une paroi extérieure, une deuxième couche
(11) formant une couche de séparation et une troisième couche (14) formant une autre
paroi extérieure,
• un pansement humide (4) étant situé entre la première couche (3) et la deuxième
couche (11), et un pansement sec (13) étant situé entre la deuxième couche (11) et
la troisième couche (14),
• en outre, toutes les couches respectivement directement voisines présentant une
zone commune (15), de préférence soudée, qui les relie l'une à l'autre,
• et l'emballage présentant au moins un premier dispositif à tirer, de préférence
une languette (17) ou un pli (16) sur le bord qui permet de séparer la première couche
(3) de la deuxième couche (11) au moyen du dispositif à tirer et d'ouvrir ainsi l'espace
intérieur formé par celles couches (3, 11), avec le pansement humide (4) là-dedans,
et
• l'espace intérieur enveloppé par la première couche (3) et par la troisième couche
(14) étant étanche à l'air et à l'humidité, en particulier étant réalisé de manière
stérile, et
• l'emballage présentant au moins un deuxième dispositif à tirer (18), ledit deuxième
dispositif à tirer permettant de séparer la deuxième couche (11) de la troisième couche
(14) au moyen du dispositif à tirer (18) et d'ouvrir ainsi l'espace intérieur formé
par celles couches (11, 14), avec le pansement sec (13) là-dedans,
caractérisé par le fait
que le deuxième dispositif à tirer (18) ne devient accessible qu'après avoir séparé la
première couche (3) de la deuxième couche (11).
2. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le pansement sec (13) est réalisé comme tulle en treillis.
3. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 1 ou
2, caractérisé par le fait que le pansement humide (4) est réalisé comme tulle en treillis.
4. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 1, 2
ou 3, caractérisé par le fait que le pansement sec (13) est plus grand ou au moins aussi grand que le pansement humide
(4).
5. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 1, 2,
3 ou 4, caractérisé par le fait que le pansement humide (4) est pourvu d'une matière active médicale, de préférence d'un
onguent.
6. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 5, caractérisé par le fait que la matière active utilisée est l'échipanthenol® en une concentration de 2 à 4 g/cm2, de préférence de 2,8 g/ cm2.
7. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 1, 2,
3, 4, 5 ou 6, caractérisé par le fait que, pour parvenir à une étanchéité suffisante à l'air et à l'humidité, les surfaces
intérieures de la première couche (3) et de la deuxième couche (11) sont revêtues
de matière synthétique.
8. Système de pansement à plusieurs phases avec emballage selon la revendication 1, 2,
3, 4, 5 ou 6, caractérisé par le fait que, pour parvenir à une étanchéité suffisante à l'air et à l'humidité, les surfaces
intérieures de la première couche (3) et de la deuxième couche (11) sont revêtues
d'aluminium.