[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorhangaufhängevorrichtung, die eine an einer
Gebäudewand oder -decke zu befestigende Führungsschiene mit einem sich in Längsrichtung
erstreckenden Kanal umfasst. In diesem Kanal sind mehrere Gleiter gleitverschieblich
geführt, wobei die Gleiter jeweils einen Kopf und einen Fuss aufweisen, der Kopf in
eine Öffnung des Kanals eingerastet ist und der Fuss zur Befestigung des Vorhangs
dient.
[0002] Solche Vorhangaufhängevorrichtungen sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt.
Die EP 0 619 971 beschreibt einen Gleiter zum Aufhängen eines Vorhangs an einer Führungsschiene,
der einen Kopfteil, einen Verbindungsteil sowie einen unteren Teil umfasst. Der Kopfteil
weist einen Schlitz auf, durch dessen Zusammenpressen der Kopf so verkleinert wird,
dass er in die Führungsschienen eingebracht werden kann.
[0003] Die EP 0 601 663 beschreibt eine Kombination bestehend aus einer Vorhangschiene und
einem Gleiter, wobei der Gleiter einen Schlitz aufweist und in die Schiene mittels
elastischer Deformation, d.h. durch Zusammenpressen des Kopfes, eingerastet werden
kann.
[0004] Zum Einbringen der Gleiter in die Führungsschiene der im Stand der Technik beschriebenen
Vorhangaufhängevorrichtungen müssen im Fall eines stabil in der Schiene sitzenden
Gleiters grosse Kräfte aufgewandt werden, um den Durchmesser des Kopfes so zu verkleinern,
dass er in die Schiene eingerastet werden kann. Ist der Kopf weniger stabil und lässt
sich somit leichter in die Schiene einrasten, so bedeutet dies, dass sich der Gleiter
je nach Schwere des Vorhangs aus der Schiene lösen kann. Dies ist umso mehr möglich,
wenn die Öffnung der Führungsschiene, wie im Stand der Technik beschrieben, nach unten,
d.h. bodenwärts gerichtet ist.
Ein weiterer Nachteil der bisher beschriebenen Systeme liegt darin, dass die Gleiter
zwar an jeder beliebigen Stelle in die Führungsschiene eingebracht, jedoch nur an
einer vorbestimmten, speziell zum Lösen der Gleiter konstruierten Stelle der Führungsschiene
wieder entfernt werden können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zuvor beschriebenen Nachteile zu beseitigen
und darüberhinaus eine einfache, d.h. ohne Werkzeuge zu montierende Vorhangaufhängevorrichtung
zur Verfügung zu stellen. Die erfindungsgemässe Vorhangaufhängevorrichtung ermöglicht
ausserdem ein extrem leichtes Verschieben der Vorhänge, eine universelle Montage an
Decken und Wänden, rasches Einfahren der Gleiter in die Führungsschiene und ein Ein-
und Ausrasten der Gleiter entlang der Führungsschiene.
[0006] Mit der vorliegenden Erfindung werden die zuvorgenannten Nachteile der im Stand der
Technik beschriebenen Vorhangaufhängevorrichtungen beseitigt, indem die Öffnung des
Kanals in einer Seitenwand der Führungsschiene angeordnet ist. Das Gewicht des am
Gleiter befestigten Vorhangs ruht daher nicht wie bei den im Stand der Technik beschriebenen
Vorrichtungen allein auf dem Kopf des Gleiters, sondern aufgrund seiner seitlichen
Anordnung auf dem Kanalboden der Führungsschiene.
[0007] Ein weiterer, grosser Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt in dem leichten, ohne
jegliche Zuhilfenahme von Werkzeugen möglichen Einrasten des Kopfes in den Kanal der
Führungsschiene, was durch eine mittig angeordnete, horizontale Ausnehmung des Gleiters
ermöglicht wird.
[0008] Die spezielle, im weiteren beschriebene Konstruktion des Gleiters und der Führungsschiene
ermöglicht darüberhinaus auch ein Ausrasten, d.h. Entfernen des Gleiters an jeder
beliebigen Stelle der Führungsschiene. Das bisher notwendige, umständliche Hinziehen
und Zusammenstauchen des Vorhangs an einem Ende der Schiene ist durch die vorliegenden
Erfindung nicht mehr notwendig.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1: eine Ansicht einer Vorhangaufhängevorrichtung mit einer Führungsschiene und
mehreren Gleitern;
Figur 2: eine Ansicht eines Gleiters;
Figur 3: eine Frontansicht des Gleiters gemäss Figur 1;
Figur 4: die Rückseite des Gleiters nach Figur 1;
Figur 5: eine Ansicht einer an einer Gebäudewand befestigten Führungsschiene;
Figuren 6a bis d: einzelne Phasen beim Ausrasten eines Gleiters aus der Führungsschiene.
[0010] Die Vorhangaufhängevorrichtung 1 der vorliegenden Erfindung besteht aus einer an
einer Gebäudewand oder -decke 13 befestigten Führungsschiene 2 sowie mehreren Gleitern
3 (Figur 1). Die Führungsschiene 2 weist zwei sich in Längsrichtung erstreckende,
seitlich geöffnete Kanäle 15 und 16 auf. Im Kanal 15 sind mehrere Gleiter 3 gleitverschieblich
geführt. Der Kanal 16 dient zur Befestigung der Führungsschiene 2 an wenigstens zwei
Trägern 12. Des weiteren ist die Führungsschiene 2 durch eine zur Vertikalen geneigte
Rückwand 17 gekennzeichnet, wie Figur 5 zeigt.
[0011] Der in Figur 2 dargestellte Gleiter 3 setzt sich zusammen aus einem Kopf 4, einem
Fuss 5, sowie zwei den Kopf und Fuss verbindenden Stegen 7. Der Kopf 4 weist zwei
übereinanderliegende Führungsnuten 10 und 11 auf, die jeweils in einen Rand der Führungsschiene
2 eingreifen (siehe auch Figur 6). Zur Verkleinerung weist der Kopf 4 eine mittig
angeordnete, sich horizontal erstreckende Ausnehmung 9 auf, auf deren unterer Begrenzung
wiederum etwa mittig ein Anschlagnocken 6 angeordnet ist (Figuren 2, 3 und 4).
[0012] In den Figuren 6a bis 6d ist der Vorgang des Lösens eines Gleiters 3 von der Führungsschiene
2 dargestellt.
[0013] Die Figur 6a zeigt den in der Führungsschiene 2 gleitverschieblich gelagerten Gleiter
3. Ein oberer Rand 2a greift in die obere Nut 10 und ein unterer Rand 2b in die untere
Nut 11 ein. Auch eine grosse, nach unten gerichtete Kraft in Richtung des Pfeils 18
vermag den Gleiter nicht aus dem Kanal 15 zu heben. Zum Lösen des Gleiters 3 wird
gemäss Figur 6b der Fuss 5 mit einem Finger 19 in Richtung des Pfeils 20 nach oben
gedrückt, worauf sich die untere Nut 11 aus dem unteren Rand 2b löst und der Gleiter,
wie in Figur 6c und d gezeigt, aus der Führungsschiene gelöst werden kann. Um eine
Überdehnung des Gleiters 3 bei diesem Vorgang zu verhindern, ist ein Anschlagnocken
6 mittig der unteren Begrenzung der Ausnehmung 15 angebracht, wie Figuren 6b und c
zeigen. Das Einrasten erfolgt analog dem Ausrasten, nur in umgekehrter Richtung der
Figur 6a bis d. Um den Kopf 4 in den Kanal 15 einzuführen, wird der Kopf 4 durch Verkleinern
der Ausnehmung 9 in den Kanal 15 der Führungsschiene 2 eingebracht. Das Verkleinern
geschieht durch Zusammendrücken oder -pressen der Ausnehmung 9, indem der Fuss 5,
der bezüglich des Kopfes 4 seitlich vorsteht, in Kopfrichtung gebogen wird.
[0014] Die Vorhangaufhängevorrichtung der vorliegenden Erfindung umfasst weiterhin Gleiter
3, die magnetisch miteinander verbindbar sind, woduch ein Auseinanderdriften zweier
an einer Vorrichtung befestigter Vorhänge verhindert wird.
1. Vorhangaufhängevorrichtung (1), mit einer an einer Gebäudewand oder -decke (13) zu
befestigenden Führungsschiene (2), die einen sich in Längsrichtung erstreckenden Kanal
(15) aufweist, in welchem mehrere Gleiter (3) gleitverschieblich geführt sind, welche
Gleiter (3) jeweils einen Kopf (4) und einen Fuss (5) aufweisen und der Kopf (4) in
den Kanal (15) eingerastet ist und der Fuss (5) zur Befestigung des Vorhanges dient,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (15) in einer Seitenwand der Führungsschiene
(2) angeordnet ist und dass zum Lösen des Gleiters (3) von der Führungsschiene (2)
der Kopf (4) mittels des Fusses (5) verkleinerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (4) zwei vertikal
übereinanderlegende Führungsnuten (10, 11) aufweist, in welche jeweils ein Rand der
Führungsschiene (2) eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (4) zu seiner
Verkleinerung etwa mittig eine sich horizontal erstreckend Ausnehmung (9) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der genannten Ausnehmung
(9) ein Anschlagnocken (6) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagnocken (6) etwa
mittig in der Ausnehmung (9) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf
(4) bezüglich des Fusses (5) seitlich vorsteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte
Kanal (15) der Führungsschiene in einer sich vertikal erstreckenden Seitenwand angeordnet
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene
(2) eine zur Vertikalen geneigte Rückwand (17) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene
(2) über dem genannten Kanal (15) einen weiteren seitlich offenen Kanal (16) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gleiter
(3) vorgesehen sind, die magnetisch lösbar miteinander verbindbar sind.