[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken von Materialbahnrollen, die aus
Streifen gewickelt werden, die aus einer in Längsrichtung geschnittenen Materialbahn
entstehen. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Herstellen und Verpacken
von Materialbahnrollen mit einer Schneidstation zum Längsschneiden einer Materialbahn
in mehrere Streifen und mit einem Wikkelbett zur Aufnahme eines Stapels von nebeneinander
angeordneten Materialbahnrollen.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus WO 95/13980 A1 bekannt.
[0003] DE 195 35 746 A1 zeigt das Verpacken einer einzelnen Materialbahnrolle in einer Verpackungsvorrichtung,
bei der eine Verpackungsbahn schraubenlinienförmig um den Umfang der Materialbahnrolle
herumgeführt wird. Hierzu gibt ein Verpackungsbahnspender die Verpackungsbahn unter
einem spitzen Winkel zur Umfangsrichtung der Materialbahnrolle aus, während er parallel
zur Achsrichtung der Materialbahnrolle verfahren wird.
[0004] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Papierbahn als Beispiel für eine Materialbahn
beschrieben. Sie ist jedoch auch bei anderen Materialbahnen anwendbar, beispielsweise
bei Folien aus Kunststoff oder Metall oder bei Kartonbahnen.
[0005] In einem der letzten Herstellungsschritte wird eine Papierbahn zu einer verkehrsfähigen
Wickelrolle aufgewikkelt und dann verpackt. In der Regel ist es hierbei erforderlich,
die fertige Papierbahn noch auf eine gewisse Breite zu schneiden. Papierbahnen werden
in größeren Breiten bis zu etwa 10 m hergestellt. Die Verbraucher, beispielsweise
Druckereien, benötigen jedoch nur Breiten bis derzeit maximal 3,8 m. In den meisten
Fällen haben die Rollen eine noch kleinere Breite bis hinab zu etwa 0,8 m. Dementsprechend
durchläuft die Papierbahn, die hierzu von einer Mutterrolle mit der angegebenen großen
Breite abgewickelt wird, zunächst eine Längsschneideinrichtung, die Teilbahnen erzeugt,
die dann zu den einzelnen Wickelrollen aufgewickelt werden. Der Durchmesser der Rollen
liegt im Bereich von 1 bis 2,5 m.
[0006] Wenn die Materialbahnrollen fertig gewickelt sind, müssen sie noch verpackt werden.
Hierzu werden sie üblicherweise aus der Wickelstation ausgestoßen, einer Verpackungsstation
zugeführt und dort mit einer Verpakkungsbahn umhüllt. Sobald die Rollen ausgestoßen
worden sind, kann die Wickelstation wieder für die Aufnahme von neuen Materialbahnrollen
vorbereitet werden, d.h. es können Wickelhülsen eingelegt werden, auf die die Materialbahnstreifen
aufgewickelt werden.
[0007] Aufgrund der notwendigen Rüstzeiten reicht üblicherweise eine einzelne Wickelstation
für das Herstellen der Materialbahnrollen nicht aus. Andererseits stellen zwei Wickelstationen
eine zu große Kapazität dar. Die Wikkelstationen sind also nicht immer vollständig
ausgelastet.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Materialbahnrollen kostengünstig zu
verpacken.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß der Umfang der in Form eines Stapels nebeneinander liegenden Materialbahnrollen
in der gleichen Position wie beim Wickeln von einer schraubenlinienförmig um den Stapel
herum geführten Verpackungsbahn umhüllt wird, wobei die Verpackungsbahn jeweils an
Positionen durchtrennt wird, die Stirnseiten der Materialbahnrollen entsprechen und
die Verpackungsbahn über die Stirnseiten des Stapels hinausgeführt wird.
[0010] Bei dieser Ausgestaltung erzielt man zwei Vorteile. Zum einen kann die Wickelstation
verwendet werden, um die Umfangsverpackung der Materialbahnrollen herzustellen. Die
Materialbahnrollen müssen nicht nur beim Wickeln gedreht werden, sondern auch beim
Anlegen der Verpakkungsbahn, die beim Drehen der Materialbahnrollen auf den Umfang
gezogen wird. Da dieser Rotationsantrieb für die Materialbahnrollen vom Wickeln her
ohnehin zur Verfügung steht, kann man ihn auch zur Ausbildung der Umfangsverpackung
verwenden. Darüber hinaus ergibt sich aber ein weiterer Vorteil durch die spezielle
Führung der Verpackungsbahn. Dadurch, daß die Verpackungsbahn schraubenlinienförmig
um den Stapel herum geführt wird, kommt man mit einer einzigen Verpackungsbahnbreite
aus, unabhängig von der Breite, d.h. der axialen Länge, des Stapels. Dies gilt auch
dann, wenn die Summe der Breiten der Materialbahnrollen stark variiert und wesentlich
größer ist als die Breite der Verpackungsbahn. Bei einem größeren Stapel dauert das
Verpacken lediglich ein wenig länger, weil die Schraubenlinie länger ist. Der Vorgang
an sich bleibt aber der gleiche. Damit man die Materialbahnrollen dennoch einzeln
handhaben kann, ist es lediglich notwendig, die Verpackungsbahn an den Stirnseiten
der Materialbahnrollen zu durchtrennen. Wenn man akzeptiert, daß mehrere Materialbahnrollen,
beispielsweise zwei, in einer gemeinsamen Verpackung zusammengefaßt werden, dann muß
man nicht bei allen Stirnseiten der Materialbahnrollen eine Trennung vornehmen, sondern
nur dort, wo man Materialbahnrollengruppen voneinander trennen möchte. Wenn man den
Umfang der Materialbahnrollen verpackt hat und die Materialbahnrollen einzeln oder
gruppenweise vorliegen, dann kann man sie aus der Wickelstation ausstoßen und sie
zu einer Stirnseitenverpackung transportieren. Bei diesem Transport ist dann aber
bereits der Umfang der Materialbahnrollen geschützt, so daß man auch das Risiko einer
nachfolgenden Beschädigung auf dem Transportweg kleinhalten kann. In der Stirnseitenverpackungseinrichtung
werden nun noch Stirndeckel aufgebracht. Gegebenenfalls kann noch ein Randstreifen
verwendet werden, um die Kanten der Materialbahnrolle zu schützen und/oder die Stirndeckel
festzuhalten. Das Aufbringen der Stirndeckel wird dadurch stark vereinfacht, daß die
Umfangsverpackung praktisch mit den Stirnseiten der Materialbahnrollen abschließt.
[0011] Vorzugsweise wird die Verpackungsbahn mit ihrem Anfang und ihrem Ende vollständig
über die Stirnseiten des Stapels hinausgeführt und dort parallel zu den Stirnseiten
durchtrennt. Bei der schraubenlinienförmigen Führung der Verpackungsbahn besteht an
und für sich die Gefahr, daß die Verpackung nicht überall den gleichen Außendurchmesser
aufweist. Dies kann später zu Störungen beim Transport führen, wenn die Materialbahnrollen
auf ihrem Umfang gerollt werden sollen. Wenn man hingegen die Verpackungsbahn über
die äußeren Stirnseiten herausführt und den dort entstehenden, mindestens dreieckförmigen
Zipfel abtrennt, dann entsteht dieses Problem nicht. Es ist dann auch nicht notwendig,
diesen Zipfel oder Überstand auf die Stirnseite der Materialbahnrolle einzuschlagen,
was gegebenenfalls eine Kaminstapelung erschweren würde.
[0012] Vorzugsweise wird die auf dem Umfang des Stapels befindliche Verpackungsbahn durchtrennt.
Dies hat den Vorteil, daß die Position, an der getrennt werden muß, bezogen auf die
Verpackungsbahn nicht mehr geändert wird. Es sind also keine komplizierteren Steuerungsvorgänge
mehr erforderlich. Die Position, an der getrennt wird, ist dort angeordnet, wo zwei
Materialbahnrollen einander benachbart sind. Dort ist üblicherweise ein Spalt von
wenigen Millimeter Breite vorgesehen, in dem eine Schneideinrichtung eintauchen kann,
ohne die Materialbahnrolle zu beschädigen.
[0013] Besonders einfach wird das Durchtrennen dann, wenn die Verpackungsbahn nach dem Fertigstellen
der Umfangsverpackung durchtrennt wird. Man entkoppelt also die einzelnen Verpackungsschritte.
Zuerst wird die Umfangsumhüllung des gesamten Stapels fertiggestellt. Hierbei werden
die einzelnen Lagen der Verpackungsbahn, die einander überlappen, miteinander verklebt.
Wenn die "Hülse" fertiggestellt ist, kann in einem weiteren Schritt dafür gesorgt
werden, daß die einzelnen Materialbahnrollen wieder vereinzelt werden.
[0014] In einer alternativen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Verpackungsbahn
beim Zulaufen getrennt wird, wobei die Vorschubgeschwindigkeit der Verpakkungsbahn
und ihre Bewegung parallel zu der Rotationsachse des Stapels so aufeinander abgestimmt
sind, daß eine Trennlinie gebildet wird, die parallel zu den Stirnflächen der Materialbahnrollen
verläuft. Diese Vorgehensweise hört sich zwar relativ kompliziert an. Sie ist es aber
nicht. Aufgrund der Tatsache, daß die Verpackungsbahn schraubenlinienförmig um den
Umfang des Stapels geführt wird, muß man die Vorschubgeschwindigkeit eines Verpackungsbahnspenders
parallel zu der Rotationsachse des Stapels ohnehin so auf die Umfangsgeschwindigkeit
des Stapels abstimmen, daß jeder Flächenbereich der Verpackungsbahn im Grunde in Umfangsrichtung
auf den Stapel aufläuft. Würde man zusätzliche Komponenten in Axialrichtung haben,
würden sich Falten ergeben. Man kann nun diese Steuerung so ausnutzen, daß man, bezogen
auf die Verpackungsbahn zwar schräge Schnitte oder Trennlinien erzeugt, diese Trennlinien
aber - bezogen auf die Materialbahnrollen - parallel zu den Stirnflächen liegen.
[0015] Vorzugsweise durchläuft hierbei die Verpackungsbahn die gleiche Schneideinrichtung
wie die Materialbahn. Man erreicht hierbei auf einfache Art und Weise, daß die Verpackungsbahn
einer jeden Materialbahnrolle dann die gleiche axiale Länge wie die Materialbahnrolle
selbst aufweist. Damit können störende Überstände genauso vermieden werden wie unbedeckte
Umfangsabschnitte von Materialbahnrollen.
[0016] Auch ist bevorzugt, wenn benachbarte Verpackungsbahnabschnitte auf beiden Seiten
der Trennlinie zumindest im Bereich der vorlaufenden Seitenkante der Verpackungsbahn
zusammengehalten werden. Das anfängliche Aufführen der Verpackungsbahn auf den Umfang
des Stapels ist relativ einfach. Probleme ergeben sich auch dann nicht, wenn die Verpackungsbahn
ohne Trennlinie um den Umfang des Stapels geführt wird. Wenn man allerdings Trennlinien
erzeugt, dann entstehen relativ spitze dreieckförmige Zipfel am Anfang eines jeden
Verpackungsbahnabschnitts, der eine Materialbahnrolle umhüllt. Die Handhabung dieses
"Zipfels" erfordert einige Überlegungen. Im einfachsten Fall wird eine Handhabung
dadurch ermöglicht, daß man die beiden einander benachbarten Abschnitte der Verpackungsbahn
zumindest an der Spitze dieses Zipfels, d.h. an der dem Stapel benachbarten Seitenkante
der Verpackungsbahn zusammenhält. Dieses Zusammenhalten kann beispielsweise dadurch
erfolgen, daß man die Verpackungsbahn dort auf eine kurze Strecke gar nicht durchtrennt.
Das Zusammenhalten kann auch dadurch bewirkt werden, daß die Trennlinie insgesamt
nur durch eine Perforation gebildet wird. Schließlich kann man auch einen Klebestreifen
verwenden, so daß das Ende der einen Verpackungsbahn den Anfang der nächsten Verpackungsbahn
sozusagen mitzieht. Das kurze Verbindungsstück zwischen benachbarten Verpackungsbahnabschnitten
schadet nichts. Es wird spätestens beim Ausstoßen der Materialbahnrollen aus der Wickelstation
abgerissen.
[0017] Die Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß ein Verpackungsbahnspender parallel zur Achse des Stapels verfahrbar ist und eine
Verpackungsbahn unter einem vorbestimmten Winkel zur Umfangsrichtung des Stapels ausgibt,
wobei der Verpackungsbahnspender die Verpackungsbahn über die Stirnseiten des Stapels
hinausführt und daß eine Trenneinrichtung vorgesehen ist, die die Verpackungsbahn
parallel zu den Stirnseiten der Materialbahnrolle durchtrennt.
[0018] Mit dieser Vorrichtung läßt sich das oben geschilderte Verfahren durchführen. Dadurch,
daß der Verpackungsbahnspender die Verpackungsbahn unter einem vorbestimmten Winkel
zur Umfangsrichtung des Stapels ausgibt und er seitlich verfahrbar ist, wird die schraubenlinienförmige
Führung der Verpackungsbahn erreicht. Man muß hierzu lediglich die Materialbahnrollen,
genauer gesagt den Stapel, im Wickelbett drehen. Man nutzt also das Wickelbett doppelt
aus und vermeidet dadurch Leerstände. Zusätzlich kommt man mit einer relativ preisgünstigen
Lösung für die Verpackungsbahn aus. Es muß lediglich eine Verpackungsbahngröße vorrätig
gehalten werden unabhängig von der axialen Erstreckung der zu verpakkenden Materialbahnrollen-Stapel.
[0019] Vorzugsweise ist der Verpackungsbahnspender an einer Traverse oberhalb des Wickelbetts
angeordnet. Diese Ausgestaltung hat mehrere Vorteile. Zum einen ist eine derartige
Traverse in den meisten Fällen ohnehin vorhanden, weil bei Wickelstationen, bei denen
die Materialbahnrollen in einem Wickelbett gewickelt werden, in der Regel eine Andruckwalze
erforderlich ist, um zu Beginn eines Wickelvorganges den nötigen Anpreßdruck und damit
die erforderliche Wickelhärte zu erzeugen. Diese Traverse wird allerdings nur zu Beginn
des Wikkelns verwendet. Wenn man nun die Materialbahnrollen im Wickelbett verpackt,
kann man die Traverse, die an und für sich keine Aufgabe hätte, zur Führung des Verpakkungsbahnspenders
verwenden. Andererseits hat die Anordnung des Verpackungsbahnspenders oberhalb der
zu verpackenden Materialbahnrollen den Vorteil, daß der Anfang der Verpackungsbahn
aufgrund der Schwerkraft herunter hängt und somit relativ leicht an den Umfang des
Materialbahnrollen-Stapels geführt werden kann.
[0020] Vorzugsweise ist die Trenneinrichtung ebenfalls an der Traverse angeordnet. Die Traverse
erfüllt damit eine dritte Funktion.
[0021] Die Trenneinrichtung weist vorzugsweise ein Kreismesser auf, das im wesentlichen
radial in Richtung auf den Stapel zu bewegbar ist. Das Kreismesser "rollt" mit seiner
scharfen Kante auf den Umfang der verpackten Materialbahnrollen ab. Hierbei durchtrennt
es die Verpakkungsbahn. Es ist hierbei nicht notwendig, daß das Kreismesser mit einem
Schnitt gleich alle Lage der Verpackungsbahn durchtrennt. Man kann auch beim Durchtrennen
der Verpackungsbahn mehrere Umdrehungen durchführen, bis das Messer durch alle Lagen
hindurch gedrungen ist. Die Position des Kreismessers muß hierbei im wesentlichen
übereinstimmen mit der Position der Messer der Schneidstation. Dies läßt sich gegebenenfalls
automatisieren, beispielsweise durch eine gemeinsame Steuereinrichtung, die die Positionen
der Messer in der Schneidstation und der Kreismesser in der Trenneinrichtung festlegt.
[0022] Vorzugsweise trägt die Traverse eine Belastungsrolle, die beim Verpacken einen Nip
mit dem Stapel bildet, durch den die Verpackungsbahn läuft. Die Belastungsrolle ist,
wie oben ausgeführt, in vielen Wickeleinrichtungen ohnehin vorhanden. Man kann sie
nun zusätzlich dazu verwenden, die Verpackungsbahn an den Umfang der Materialbahnrolle
anzudrücken.
[0023] In einer alternativen Ausgestaltung ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Verpackungsbahn
zumindest abschnittsweise den gleichen Bahnverlauf wie die Materialbahn aufweist.
Damit kann man beispielsweise die Spannungsverhältnisse in den äußeren Lagen der Materialbahnrollen
und in der Verpackungsbahn aneinander angleichen, so daß keine Schäden durch unterschiedliche
Spannungsverhältnisse entstehen. Darüber hinaus kann man Führungseinrichtungen, die
für die Führung der Materialbahn bzw. der Streifen notwendig sind, doppelt verwenden.
[0024] Auch ist von Vorteil, wenn die Trenneinrichtung durch die Schneidstation gebildet
wird. Man erreicht auf diese Weise ohne zusätzliche Maßnahmen, daß die Umfangsumhüllung
der einzelnen Materialbahn trotz der Verwendung einer schraubenlinienförmigen Verpackung
genau die gleiche Breite aufweist wie die Materialbahnrollen selbst, d.h. die Breite
der Streifen.
[0025] Hierbei ist von Vorteil, wenn die Schneidstation einen Sensor aufweist, der das Durchlaufen
der vorlaufenden Seitenkante der Verpackungsbahn ermittelt. Mit Hilfe des Sensors
kann man dann Maßnahmen treffen, um die Verpackungsbahn im Bereich des vorlaufenden
Endes wieder zu verbinden, oder man kann Maßnahmen treffen, um sie dort überhaupt
nicht durchzuschneiden. Wenn beispielsweise die Schneidstation mit Obermessern und
Untermessern arbeitet, dann kann man die Ober- und Untermesser erst zusammenfahren,
nachdem die Verpackungsbahn durchgelaufen ist. Die beiden Verpackungsbahnabschnitte
bleiben dann auf eine Länge von wenigen Zentimetern noch miteinander verbunden, was
aber nicht weiter erheblich ist, weil diese Verbindung abreißt, wenn die Materialbahnrollen
aus dem Wickelbett ausgestoßen werden.
[0026] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Wickeln und Verpacken von Materialbahnrollen in Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine alternative Ausgestaltung einer derartigen Vorrichtung und
- Fig. 3
- eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 2.
[0027] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 1 weist zwei Tragwalzen 2, 3 auf, die zusammen
ein Wickelbett 4 bilden, in dem eine Materialbahnrolle 5, im vorliegenden Fall eine
Papierrolle angeordnet ist. Genauer gesagt befinden sich im Wickelbett 4, wie aus
Fig. 3 ersichtlich ist, eine Reihe von Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C axial hinter-
oder nebeneinander, d.h. ihre Stirnseiten, von denen Fig. 1 eine Draufsicht zeigt,
sind einander parallel und benachbart und sie haben die gleiche oder parallele Rotationsachsen.
[0028] Auf die Materialbahnrolle 5 ist eine Materialbahn 6 aufgewickelt, die in mehrere
parallele Streifen geschnitten worden ist. Die entsprechende Schneideinrichtung ist
in Fig. 1 nicht näher dargestellt. Die Materialbahn 6 ist abgeschlagen worden und
zwar mit Hilfe eines Trennmessers 7, das schematisch dargestellt ist. Die Materialbahn
6 steht in Bereitschaft für den Beginn einer neuen Wickelrolle und wird dort durch
eine Klemmeinrichtung 26 gehalten.
[0029] Beim Wickeln der Materialbahnrolle 5 erfolgt der Antrieb der Materialbahnrolle 5
durch die beiden angetriebenen Tragwalzen 2, 3.
[0030] Oberhalb des Wickelbetts 4 auf der anderen Seite der Materialbahnrolle 5 ist eine
Traverse 8 angeordnet, die auch als "Belastungstraverse" bezeichnet wird. Die Traverse
8 trägt an ihrer Unterseite eine Andruckrolle 9. Die Traverse 8 ist in nicht näher
dargestellter Weise höhenveränderlich. Zu Beginn des Wickelvorganges preßt sie die
sich bildende Materialbahnrolle 5 in das Wikkelbett 4, um zu Beginn des Wickelns eine
höhere Wikkelhärte zu erzielen.
[0031] An der Traverse 8 ist ein Verpackungsbahnspender 10 angeordnet, der an der Traverse
8 parallel zur Rotationsachse der Materialbahnrolle 5 verschiebbar ist. Der Verpackungsbahnspender
trägt eine Verpackungsbahnrolle 11, beispielsweise eine Packpapierrolle mit einem
maximalen Durchmesser von 1.500 mm und einer Breite von 500 mm.
[0032] Die Verpackungsbahnrolle 11 gibt eine Verpackungsbahn 12 aus, die beispielsweise
aus Packpapier gebildet ist. Die Verpackungsbahn 12 wird über mehrere Umlenk- oder
Führungsrollen 13, 14 in einen Klemmrollenspalt 15 geführt und gelangt von dort in
den Nip zwischen der Andruckrolle 9 und der Materialbahnrolle 5.
[0033] Zwischen dem Klemmrollenspalt 15 und der Materialbahnrolle 5 ist eine Klebstoffauftragseinrichtung
16 vorgesehen. Dieser folgt eine Abschlageinrichtung 17.
[0034] In Umfangsrichtung hinter der Andruckrolle 9 ist ein Kreismesser 18 am Stößel 19
einer Kolben-Zylinder-Einrichtung 20 angeordnet. Es kann in Richtung des Doppelpfeiles
21 verstellt werden, so daß es sich praktisch radial auf die Materialbahnrolle 5 zu
bewegt oder von ihr weg.
[0035] Die Verpackungsbahn 12 wird hierbei so ausgegeben, daß ihre Seitenkante 22 mit der
Umfangsrichtung 23 der Materialbahnrolle 5 einen spitzen Winkel einschließt (Fig.
3) wenn nun der Verpackungsbahnspender während der Rotation der Materialbahnrolle
in Richtung eines Pfeiles 24 parallel zur Rotationsachse der Materialbahnrolle 5 bewegt
wird, dann entsteht eine schraubenlinienförmige Verpackung. Für eine Einzelrolle ist
eine derartige Verpackung aus DE 195 35 746 C2 bekannt.
[0036] Die Vorrichtung 1 arbeitet nun wie folgt:
[0037] Wenn die einzelnen Materialbahnrolle 5 nahezu fertig gewickelt sind, wird die Wickelgeschwindigkeit
auf Null zurückgefahren. Mit Hilfe des Trennmessers 7 wird die Materialbahn 6 zwischen
einer nicht näher dargestellten Mutter- oder Jumborolle und der Materialbahnrolle
5 durchtrennt. Das vordere Ende der durchtrennten Materialbahn 6 wird mit Hilfe der
Klemmeinrichtung 26 festgehalten, so daß die Materialbahn 6 für die Produktion des
nächsten Rollenwurfs bereits an der richtigen Stelle steht. Das hintere Ende der Materialbahn
6, das noch auf die Materialbahnrolle 5 aufgezogen wird, erhält einen Klebstoffauftrag
27. Die Tragwalzen werden wieder in Drehung versetzt. Die Klebstelle passiert die
beiden Nips zwischen der Materialbahnrolle 5 und den beiden Tragwalzen 2, 3, wodurch
eine sogenannte Endblattverklebung hergestellt wird. Der eigentliche Rollenherstellungsprozeß
ist jetzt abgeschlossen.
[0038] Der Verpackungsbahnspender 10 wird in eine äußerste seitliche Position verfahren.
Dies kann bereits während des Wickelns erfolgen. Aus dieser Position heraus beginnt
er, einen ca. 500 mm breiten Verpackungsbahnstreifen 12, beispielsweise einen Packpapierstreifen
zu spenden. Dieser Streifen erhält auf seiner Unterseite einen Klebstoffauftrag in
der Klebstoffauftragseinrichtung 16. Die Materialbahnrollen 5 drehen sich nach wie
vor. Die Verpackungsbahn 12 wird vorgeschoben und erreicht den Nip zwischen der Andruckrolle
9 und den Materialbahnrollen 5, so daß sie an dem Umfang der äußersten Materialbahnrolle
anhaftet.
[0039] Hierbei schließt die Längskante 22 der Verpackungsbahn 12 den besagten spitzen Winkel
mit der Umfangsrichtung 23 der Materialbahnrollen ein. Während die Tragwalzen 2, 3
weiter drehen, fährt der Verpackungsbahnspender 10 nun langsam in die seine Ausgangsposition
gegenüberliegende Endposition, so daß der Verpackungsbahnstreifen schraubenlinienförmig
um alle in axialer Richtung nebeneinander liegenden Einzelrollen herumgeführt wird.
Die Vorschubgeschwindigkeit des Verpackungsbahnspenders 10 ist dabei so gewählt, daß
die benachbarten Wickellagen des Verpackungsbahnstreifens sich etwa um die halbe Breite
dieses Streifens überlappen. Es wird also eine zweilagige Verpackung erzeugt. Die
Verpackungsbahn 12 wird hierbei laufend derart mit einem Klebstoff versehen, daß die
benachbarten Streifen miteinander verklebt werden. Die unterste Lage der Verpackungsbahn
wird mit dem Umfang der Materialbahnrollen verklebt.
[0040] Wenn auf diese Weise alle Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C (Fig. 3) eines "Wurfs" mit
einer zusammenhängenden Hülle versehen worden sind, wird der Packpapierstreifen mit
Hilfe der Abschlageinrichtung 17 abgeschlagen. Das vordere Ende der Verpackungsbahn
12 wird mit Hilfe des Klemmrollenpaares 15 gehalten.
[0041] Als nächstes treten die Kreismesser 18 in Aktion. Sie werden mit Hilfe der Kolben-Zylinder-Einrichtung
20 auf den Umfang der Materialbahnrollen 5 abgesenkt. Da sie an der Stelle positioniert
sind, wo benachbarte Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C voneinander getrennt sind, wird
die Hülle genau zwischen den einzelnen Materialbahnrollen durchgeschnitten. Die vorher
durch die Umhüllung verbundenen Einzelrollen werden also wieder vereinzelt, besitzen
jetzt aber eine Umfangsverpackung, die sich über die gesamte axiale Länge der Materialbahnrollen
5A, 5B, 5C erstreckt.
[0042] Da die benachbarten Materialbahnrollen im Wickelbett 4 üblicherweise einen kleinen
Abstand im Bereich von wenigen Millimetern bis etwa ein Zentimeter aufweisen, ergibt
sich zwar ein kleiner Überstand der Verpackungsbahn 12. Dieser ist jedoch unkritisch.
[0043] Wenn man die Verpackungsbahn 12, was anzustreben ist, am Anfang und am Ende so geführt
hat, daß sie die Materialbahnrollen 5 auch am Anfang und am Ende des Stapels vollständig
abdecken, dann kann man auch dort entsprechende Messer 18 vorsehen, um den dann überstehenden
dreieckförmigen Zipfel abzuschneiden. Dieses Schneiden kann gleichzeitig mit dem Vereinzeln
der einzelnen Rollen erfolgen.
[0044] Natürlich ist es auch möglich, die Messer 18 an der Traverse 8 zu verfahren und die
Rollen nach und nach zu trennen.
[0045] Wenn die einzelnen Rollen wieder getrennt sind, werden die Tragwalzen 2, 3 angehalten
und die umfangsverpackten Einzelrollen werden auf an sich bekannte und nicht näher
dargestellte Weise ausgestoßen.
[0046] In einer nachgeschalteten separaten Station werden diese Einzelrollen dann noch mit
Stirndeckeln und Kantenschutz versehen.
[0047] Für die Herstellung eines neuen "Wurfs" werden die Tragwalzen 2, 3 erneut in Drehung
versetzt und das vordere Ende der Materialbahn 6 wird über die erste Tragwalze 2 hinweg
in das Wickelbett 4 geschoben. Eine neue, in herkömmlicher Weise vorgeleimte Hülse
25 wird in das Wickelbett gelegt. Sobald die Klebestelle mit der Bahn 6 in Berührung
kommt, nimmt die Hülse die Bahn mit und ein neuer Rollenproduktionsprozeß beginnt.
[0048] Fig. 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung, bei der gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen worden sind. Gestrichelt dargestellt ist der Lauf der Materialbahn 6, die
zusätzlich noch über eine Breitstreckwalze 27 geführt ist.
[0049] Die Verpackungsbahnrolle 11 ist diesmal nicht auf einer Belastungstraverse oberhalb
der Materialbahnrolle 5 angeordnet, sondern befindet sich unterhalb des Zuführpfades
für die Materialbahn 6. Die Materialbahn 6 ist über mehrere Rollen 13, 14 geführt
und durchläuft auch eine Schneidstation 28 mit Obermesser 29 und Untermesser 30. Unmittelbar
hinter der Schneidstation 28 ist ein Sensor 31 angeordnet, der ermittelt, ob sich
gerade eine Bahn zwischen Obermesser 29 und Untermesser 30 befindet.
[0050] Es ist ersichtlich, daß auch die Verpackungsbahn 12 den gleichen Weg wie die Materialbahn
6 durch die Schneidstation 28 zurücklegt. Es ist allerdings nicht erforderlich, daß
die Verpackungsbahn 12 auch über die Breitstreckwalze 27 geführt wird.
[0051] Aus Fig. 3 ergibt sich nun die Funktionsweise dieser Vorrichtung. Dargestellt ist
ein "Wurf" mit drei Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C. Diese werden gewickelt aus Materialbahnstreifen
6A, 6B, 6C, die mit Hilfe von vier Schneideinrichtungen 28 auf die gewünschte Breite
geschnitten werden. Jede Schneideinrichtung 28 erzeugt eine Schnittlinie 32.
[0052] Die Verpackungsbahn 12 wird nun nicht parallel zu den Streifen 6A, 6B, 6C geführt,
sondern unter dem spitzen Winkel, den ihre vorlaufende Seitenkante 22 mit der Umfangsrichtung
23 einnimmt. Wie gesagt, wird die Verpakkungsbahnrolle 11 beim Wickeln parallel zur
Rotationsachse der Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C verfahren.
[0053] Bei diesem Verfahren kommt die Verpackungsbahn 12 auch in einen Bereich, wo sie die
Schneidstation 28 durchläuft. Dementsprechend erhält die Verpackungsbahn 12 eine Schnittlinie
33, die unter dem gleichen Winkel α zur Seitenkante 22 verläuft, wie die Umfangsrichtung
23. Damit ergibt sich eine Trennlinie innerhalb der Verpackungsbahn 12, die so verläuft,
daß die Verpakkungsbahn 12 mit der Stirnseite der zu verpackenden Materialbahnrolle
(hier: 5B) abschließt.
[0054] Bei diesem Schnitt entsteht allerdings eine Spitze 34, deren Handhabung etwas schwierig
ist.
[0055] Um das Entstehen dieser Spitze 34 zu entschärfen, kann man den Sensor 31 so auf die
Schneidstation 28 einwirken lassen, daß Obermesser 29 und Untermesser 30 beispielsweise
erst dann zusammenfahren, wenn die Kante 22 den Sensor 31 passiert hat. Die Schnittlinie
33 ist dann zwar am Anfang unterbrochen. Der verbleibende zusammenhängende Bereich
erstreckt sich jedoch nur über wenige Zentimeter. Er reicht aus, um die Spitze 34
an die Materialbahnrolle 5B zu führen, ist aber noch so schwach dimensioniert, daß
diese Verbindung spätestens dann abreißt, wenn die Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C aus
dem Wickelbett 4 ausgestoßen werden.
[0056] Andere Möglichkeiten sind ebenfalls denkbar. Man kann beispielsweise die gesamte
Schnittlinie 33 nur perforieren, so daß die Verpackung ebenfalls dort reißt, wenn
die Materialbahnrollen 5A, 5B, 5C ausgestoßen werden. Oder man kann nach dem Durchlaufen
der Schneidstation 28 einen Klebestreifen aufbringen, um die beiden Teile der Verpackungsbahn
12 wieder miteinander zu verbinden.
[0057] Im übrigen ist der Verfahrensablauf gleich wie bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung.
[0058] Fig. 3 gibt andererseits auch den schematischen Ablauf des Wickelns wieder, wie er
bei der Vorrichtung nach Fig. 1 erfolgt. Der einzige Unterschied ist die Führung der
Verpackungsbahnrolle 11, die in Fig. 1 oberhalb der Materialbahnrolle 5 an der Traverse
8 erfolgt und in Fig. 2 woanders.
1. Verfahren zum Verpacken von Materialbahnrollen (5), die aus Streifen (6A, 6B, 6C)
gewickelt werden, die aus einer in Längsrichtung geschnittenen Materialbahn (6) entstehen,
wobei der Umfang der in Form eines Stapels (5A, 5B, 5C) nebeneinander liegenden Materialbahnrollen
in der gleichen Position wie beim Wickeln von einer schraubenlinienförmig um den Stapel
herum geführten Verpackungsbahn (12) umhüllt wird, wobei die Verpackungsbahn (12)
jeweils an Positionen durchtrennt wird, die Stirnseiten der Materialbahnrollen (5)
entsprechen und die Verpackungsbahn (12) über die Stirnseiten des Stapels (5A, 5B,
5C) hinausgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (12) mit ihrem Anfang und ihrem Ende vollständig über die Stirnseiten
des Stapels (5A, 5B, 5C) hinausgeführt und dort parallel zu den Stirnseiten durchtrennt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn3. Verfahren nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Umfang des Stapels (5A, 5B, 5C) befindliche Verpackungsbahn (12) durchtrennt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (12) nach dem Fertigstellen der Umfangsverpackung durchtrennt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (12) beim Zulaufen getrennt wird, wobei die Vorschubgeschwindigkeit
der Verpackungsbahn (12) und ihre Bewegung parallel zu der Rotationsachse des Stapels
(5A, 5B, 5C) so aufeinander abgestimmt sind, daß eine Trennlinie (33) gebildet wird,
die parallel zu den Stirnflächen der Materialbahnrollen (5) verläuft.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (12) die gleiche Schneideinrichtung (28) wie die Materialbahn
(6) durchläuft.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Verpackungsbahnabschnitte auf beiden Seiten der Trennlinie (33) zumindest
im Bereich der vorlaufenden Seitenkante der Verpakkungsbahn (12) zusammengehalten
werden.
8. Vorrichtung zum Herstellen und Verpacken von Materialbahnrollen (5) mit einer Schneidstation
(28) zum Längsschneiden einer Materialbahn (6) in mehrere Streifen und mit einem Wickelbett
(4) zur Aufnahme eines Stapels (5A, 5B, 5C) von nebeneinander angeordneten Materialbahnrollen
(5), dadurch gekennzeichnet, daß ein Verpackungsbahnspender (10) parallel zur Achse des Stapels (5A, 5B, 5C) verfahrbar
ist und eine Verpackungsbahn (12) unter einem vorbestimmten Winkel (α) zur Umfangsrichtung
des Stapels (5A, 5B, 5C) ausgibt, wobei der Verpakkungsbahnspender (10) die Verpackungsbahn
(12) über die Stirnseiten des Stapels (5A, 5B, 5C) hinausführt, und daß eine Trenneinrichtung
(18, 28) vorgesehen ist, die die Verpackungsbahn (12) parallel zu den Stirnseiten
der Materialbahnrolle (5, 5A, 5B, 5c) durchtrennt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verpackungsbahnspender (10) an einer Traverse (8) oberhalb des Wickelbetts (4)
angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (18) ebenfalls an der Traverse angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (18) ein Kreismesser aufweist, das im wesentlichen radial in
Richtung auf den Stapel (5) zu bewegbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (8) eine Belastungsrolle (9) trägt, die beim Verpacken einen Nip mit
dem Stapel (5) bildet, durch den die Verpackungsbahn (12) läuft.
13. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (12) zumindest abschnittsweise den gleichen Bahnverlauf wie die
Materialbahn (6) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (28) durch die Schneidstation gebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstation einen Sensor (31) aufweist, der das Durchlaufen der vorlaufenden
Seitenkante (22) der Verpackungsbahn (12) ermittelt.
1. Method of packaging rolls of web material (5) wound from strips (6A, 6B, 6C) produced
from a material web (6) cut in the longitudinal direction, in which the circumference
of the rolls of web material situated alongside one another in the form of a stack
(5A, 5B, 5C) in the same position as during winding is wrapped in a packaging web
(12) guided helically around the stack, the packaging web (12) being cut at positions
corresponding to end faces of the rolls of web material (5) and the packaging web
(12) being guided beyond the end faces of the stack (5A, 5B, 5C).
2. Method according to claim 1, characterised in that the packaging web (12) is guided completely beyond the end faces of the stack (5A,
5B, 5C) at its beginning and at its end, where it is cut parallel to the end faces.
3. Method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the packaging web (12) situated on the circumference of the stack (5A, 5B, 5C) is
cut.
4. Method according to claim 3, characterised in that the packaging web (12) is cut once the circumferential packaging has been completed.
5. Method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the packaging web (12) is separated during feeding, the rate of advance of the packaging
web (12) and its movement parallel to the axis of rotation of the stack (5A, 5B, 5C)
being adapted to one another so as to form a separating line (33) extending parallel
to the end faces of the rolls of web material (5).
6. Method according to claim 5, characterised in that the packaging web (12) passes through the same cutting device (28) as the material
web (6).
7. Method according to claim 5 or claim 6, characterised in that adjacent packaging web sections are held together on both sides of the separating
line (33) at least in the region of the leading side edge of the packaging web (12).
8. Device for producing and packaging rolls of web material (5), comprising a cutting
station (28) for cutting a material web (6) longitudinally into a plurality of strips
and a winding bed (4) for receiving a stack (5A, 5B, 5C) of rolls of web material
(5) arranged alongside one another, characterised in that a packaging web dispenser (10) can be moved parallel to the axis of the stack (5A,
5B, 5C) and delivers a packaging web (12) at a predetermined angle (α) relative to
the circumferential direction of the stack (5A, 5B, 5C), the packaging web dispenser
(10) guiding the packaging web (12) beyond the end faces of the stack (5A, 5B, 5C),
and that a separating device (18, 28) is provided and cuts the packaging web (12)
parallel to the end faces of the roll of web material (5, 5A, 5B, 5C).
9. Device according to claim 8, characterised in that the packaging web dispenser (10) is arranged on a cross bar (8) above the winding
bed (4).
10. Device according to claim 9, characterised in that the separating device (18) is also arranged on the cross bar.
11. Device according to claim 9 or claim 10, characterised in that the separating device (18) has a circular knife movable substantially radially in
the direction of the stack (5).
12. Device according to one of claims 9 to 11, characterised in that the cross bar (8) has a tension roller (9) which forms a nip together with the stack
(5) during packaging through which the packaging web (12) runs.
13. Device according to claim 8, characterised in that the packaging web (12) follows the same course as the material web (6) at least in
sections.
14. Device according to claim 13, characterised in that the separating device (28) is formed by the cutting station.
15. Device according to claim 14, characterised in that the cutting station has a sensor (31) which detects the passage of the leading side
edge (22) of the packaging web (12).
1. Procédé pour le conditionnement de rouleaux de feuillard de matière (5) enroulés à
partir de bandes (6A, 6B, 6C) qui se forment à partir d'un feuillard de matière (6)
coupé en direction longitudinale, dans lequel la périphérie des rouleaux de feuillard
de matière posés les uns contre les autres sous forme d'un empilement (5A, 5B, 5C)
est enveloppée, dans la même position que lors de l'enroulement, par un feuillard
de conditionnement (12) guidé en forme de ligne hélicoïdale autour de l'empilement,
le feuillard de conditionnement (12) étant coupé dans des positions respectives qui
correspondent à des faces frontales des rouleaux de feuillard de matière (5) et le
feuillard de conditionnement (12) est mené au-delà des faces frontales de l'empilement
(5A, 5B, 5C).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on mène le feuillard de conditionnement (12) par son début et par sa fin complètement
au-delà des faces frontales de l'empilement (5A, 5B, 5C) et y est coupé parallèlement
aux faces frontales.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'on coupe le feuillard de conditionnement (12) situé sur la périphérie de l'empilement
(5A, 5B, 5C).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on coupe le feuillard de conditionnement (12) après avoir fini le conditionnement
périphérique.
5. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'on coupe le feuillard de conditionnement (12) lors de l'amenée, la vitesse d'avance
du feuillard de conditionnement (12) et son mouvement parallèlement à l'axe de rotation
de l'empilement (5A, 5B, 5C) étant ajustés l'un à l'autre de telle sorte qu'il se
forme une ligne de séparation (33) qui s'étend parallèlement aux faces frontales des
rouleaux de feuillard de matière (5).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le feuillard de conditionnement (12) traverse le même dispositif de coupe (28) que
le feuillard de matière (6).
7. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 5 et 6, caractérisé en ce que des tronçons de feuillard de conditionnement voisins sont maintenus ensemble sur
les deux côtés de la ligne de séparation (33) du moins dans la zone de l'arête latérale
antérieure du feuillard de conditionnement (12).
8. Dispositif pour la production et le conditionnement de rouleaux de feuillard de matière
(5), comportant une station de coupe (28) pour la coupe longitudinale d'un feuillard
de matière (6) en plusieurs bandes et comportant un lit d'enroulement (4) pour recevoir
un empilement (5A, 5B, 5C) de rouleaux de feuillard de matière (5) agencés les uns
à côté des autres, caractérisé en ce qu'un distributeur de feuillard de conditionnement (10) est mobile parallèlement à l'axe
de l'empilement (5A, 5B, 5C) et distribue un feuillard de conditionnement (12) sous
un angle prédéterminé (□) par rapport à la direction périphérique de l'empilement
(5A, 5B, 5C), le distributeur (10) menant le feuillard de conditionnement (12) au-delà
des faces frontales de l'empilement (5A, 5B, 5C), et en ce qu'il est prévu un dispositif de séparation (18, 28) qui coupe le feuillard de conditionnement
(12) parallèlement aux faces frontales du rouleau de feuillard de matière (5, 5A,
5B, 5C).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le distributeur de feuillard de conditionnement (10) est agencé sur une traverse
(8) au-dessus du lit d'enroulement (4).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de séparation (18) est également agencé sur la traverse.
11. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 9 et 10, caractérisé en ce que le dispositif de séparation (18) comprend un couteau circulaire qui est mobile sensiblement
radialement en direction de l'empilement (5).
12. Dispositif selon l'une quelconques des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que la traverse (8) porte un cylindre de lestage (9) qui forme une emprise avec l'empilement
(5) lors du conditionnement, à travers laquelle passe le feuillard de conditionnement
(12).
13. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le feuillard de conditionnement (12) présente au moins localement le même parcours
que le feuillard de matière (6).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif de séparation (28) est formé par la station de coupe.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que la station de coupe comprend un détecteur (31) qui détecte le passage de l'arête
latérale antérieure (22) du feuillard de conditionnement (12).