[0001] Die Erfindung betrifft ein Tischtuch, das bei Gebrauch fest aufeiner Tischplatte
aufliegt.
[0002] Zum Festhalten von Tischtüchern sind Gewichte bekannt, die mittels Klammern am Rand
des Tischtuches befestigt werden und dieses so beschweren, daß es eine möglichst straffe
Form aufweist und es bei Nutzung im Außenbereich nicht von Windböen erfaßt und bewegt
wird. Die Gewichte sind meist als Figuren, Früchte etc. geformt und passen nicht immer
zum ästhetischen Charakter des jeweiligen Tischtuches.
[0003] Die Gewichte müssen nach Gebrauch des Tischtuches, mindestens zum Waschen des Tischtuches,
abgenommen und separat gelagert werden. Im Bedarfsfall müssen sie dann wieder aufgefünden
und neu befestigt werden, was einen gewissen Aufwand bedeutet. Außerdem ist eine erhebliche
Anzahl notwendig, um bei Windkräften eine wirklich ausreichende Beschwerung zu erhalten.
[0004] Darüber hinaus sind Klammern bekannt, mit denen ein Tischtuch im Bereich des Randes
der Tischplatte kraftschlüssig umklammert wird. Die Klammern sind allerdings optisch
noch auffälliger als Gewichte und stören den Gesamteindruck eines gedeckten Tisches.
Außerdem können sie bei Handbewegungen leicht ungewollt angestoßen werden, springen
dann ab, fallen herunter und verschmutzen eventuell. Als separate Teile müssen sie
ebenso wie die Gewichte extra gelagert werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tischtuch anzugeben, die auch ohne
separate Befestigungsmittel fest auf der Tischplatte aufliegt und dabei Wind- oder
anderen Kräften widersteht.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Tischtuch in dem Umfangsbereich,
der bei seinem Aufliegen auf der Tischplatte kurz unter der Tischkante zu liegen kommt,
am Tischtuch befestigte oder anbringbare Mittel zum Raffen aufweist.
[0007] Derartige Mittel können im einfachsten Fall Bänder oder Schnüre bzw. Kordeln sein,
die paarweise mit dem Tischtuch fest verbunden, also beispielsweise angenäht sind.
Bei Tischtüchern für quadratische oder rechteckige Tische erfolgt die Verbindung bevorzugt
im Bereich der Ecken des Tischtuches. Insbesondere für runde oder ovale Tische können
solche Bänder oder Schnüre auch in regelmäßigen Abständen entlang einer von dem Rand
des Tischtuches distanzierten Linie angebracht sein.
[0008] Die Bänder oder Schnüre können dabei auf der Ober- oder auch auf der Unterseite des
Tischtuches plaziert werden.
[0009] Jeweils zwei Bänder oder Schnüre werden miteinander verbunden, also verknotet oder
mittels Schleife miteinander verbunden, so daß das Tischtuch in diesem Bereich etwas
gerafft wird und sich insgesamt der Umfang des Bereiches, der sich unmittelbar unter
der Tischkante befindet, verkürzt, so daß das Tischtuch mit der Tischplatte verspannt
wird.
[0010] Die Erfindung kann auch so realisiert werden, daß in dem genannten Bereich des Tischtuches
paarweise Durchbrechungen vorhanden sind, durch die jeweils ein Band oder eine Schnur
durchgezogen werden kann.
[0011] Beide vorgenannten Maßnahmen können auch miteinander kombiniert werden, so daß die
Bänder, die beispielsweise aufder Außenseite des Tischtuches befestigt sind, auch
durch die Durchbrechungen nach innen gezogen und dort miteinander verbunden werden
können.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich durch eine weitere Variante,
bei der das Mittel zum Raffen ein mindestens abschnittsweise auf der Unterseite des
Tischtuches angebrachtes Spannband ist. In das Spannband kann ein Gummiband eingezogen
sein, so daß das Tischtuch nur um die Tischkante herum gelegt werden muß und dann
festliegt.
[0013] Ähnlich bequem ist eine Variante bei der das Tischtuch auf seiner Unterseite mit
einem an seinem Rand raffbaren Tuch verbunden ist. Das Tuch ist an seinem Rand mit
einem Saum zur Aufnahme eines Bandes oder Gummibandes versehen. Bevorzugt bleibt sein
Randbereich mit dem Tischtuch unverbunden, so daß der Rand des Tischtuches locker
über die Tischkante fallen kann und nicht mitgerafft wird. Das untere Tuch kann die
gesamte Tischfläche bedecken, es kann aber auch im Randbereich der Tischplatte vorgesehen,
d. h. in der Mitte entweder ausgeschnitten sein oder aus einzelnen Abschnitten entlang
der Tischkante bestehen.
[0014] Eine praktische Variante besteht darin, das untere, gespannte Tuch separat auszubilden
und mit Klettverschlüssen zu versehen, wobei das Tischtuch auf seiner Unterseite die
entsprechenden Gegenstücke dieser Klettverschlüsse trägt.
[0015] Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
- Fig.1
- eine perspektivische Darstellung einer Variante des Tischtuches,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf ein ausgebreitetes Tischtuch gemäß Fig. 1 und
- Fig.3
- eine Variante eines Tischtuches mit einem unteren Spanntuch.
[0016] Fig. 1 zeigt einen Tisch mit einer Tischplatte 1 und Tischbeinen 2, auf den ein Tischtuch
3 aufgelegt ist. Im Bereich der Tischecken sind an das Tischtuch 3 zwei Bänder 4 angenäht,
die nach dem Auflegen des Tischtuches 3 unter Bildung einer Schleife zusammengezogen
werden. Das Tischtuch 3 wird damit unterhalb der Tischplatte 1 etwas gerafft und liegt
somit fest und nur wenig in sich verrückbar auf dem Tisch.
[0017] Fig. 2 zeigt das ausgebreitete Tischtuch 3 in einer Draufsicht.
[0018] In Fig. 3 ist eine zweite Variante dargestellt. Das Tischtuch 3 ist auf seiner Unterseite
mit einem Spanntuch 5 verbunden, wobei dessen Rand mit dem Tischtuch 3 unverbunden
bleibt. An seinem Rand ist das Spanntuch 5 mit einem Saum 6 versehen, in das ein Gummiband
7 eingezogen ist. Das Spanntuch 5 kann fest mit dem Tischtuch 3 vernäht oder verklebt
sein. Die Verbindung kann aber auch, z. B. im Bereich der Tischkanten, durch Klettverschlüsse
hergestellt sein.
1. Tischtuch (3), das bei Gebrauch fest aufeiner Tischplatte (1) aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß es in dem Umfangsbereich, der beim Aufliegen des Tischtuches (3) auf der Tischplatte
(1) kurz unter der Tischkante zu liegen kommt, am Tischtuch (3) befestigte oder anbringbare
Mittel zum Raffen aufweist.
2. Tischtuch (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Raffen paarweise
in kurzem Abstand voneinander an dem Tischtuch (3) befestigte, miteinander unter Verkürzung
ihres Befestigungsabstandes verbindbare Bänder (4), Schnüre oder Kordeln sind.
3. Tischtuch (3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Raffen
paarweise in kurzem Abstand voneinander in das Tischtuch eingebrachte Durchbrechungen
mit jeweils einem einziehbaren Band, einer Schnur oder einer Kordel sind.
4. Tischtuch (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Raffen ein
mindestens abschnittsweise aufder Unterseite des Tischtuches angebrachtes Spannband
ist.
5. Tischtuch (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Raffen ein
auf der Unterseite des Tischtuches (3) mit diesem verbundenes oder verbindbares, an
seinem Rand raffbares Tuch (5) oder Abschnitte eines solchen Tuches ist.
6. Tischtuch (3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Tuch (5) oder die Abschnitte
des Tuches an ihrem Rand jeweils mit einem Saum (6) zur Aufnahme eines Bandes oder
Gummibandes (7) versehen sind.
7. Tischtuch (3) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Tuch (3) oder
die Abschnitte des Tuches einen mit dem Tischtuch (3) unverbundenen Randbereich aufweisen.
8. Tischtuch (3) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es mit
dem Tuch (5) oder den Abschnitten des Tuches mittels Klettverschlüssen verbindbar
ist.