[0001] Die Erfindung betrifft ein zweischaliges Dachsystem, insbesondere für flache und
flach geneigte Dächer bis 15° Neigung, bestehend aus einer tragenden Dachschale, einer
auf der Dachschale angeordneten Wärmedämmschicht, wobei zwischen der Dachschale und
der Wärmedämmschicht vorzugsweise eine dampfbremsende Windsperre angeordnet ist, einer
Dachabdichtung und einer oberhalb der Wärmedämmschicht angeordneten Dachoberschale,
wobei die Wärmedämmschicht über Profilelemente und eingesetzte Schrauben mit der Dachschale
verbunden ist.
[0002] Die hier in Rede stehenden zweischaligen Dachsysteme sind als Warmdach-Konstruktionen
ausgebildet und weisen als tragende Unterkonstruktion eine Dachschale auf. Diese Dachschale
kann aus Profilblechelementen bestehen. Es sind aber auch solche Dachschalen bekannt,
die aus armiertem Ortbeton, aus Beton, Porenbetonelementen, Bretterschalungen, Platten
aus Holzwerkstoffen oder ähnlichem bestehen. Auf der Dachschale liegt eine Wärmedämmschicht,
insbesondere aus Mineralwolledämmstoffen oder Polystyrol-Hartschaum-Dämmplatten auf,
wobei zwischen der Wärmedämmschicht und der Dachschale in der Regel eine dampfbremsende
Windsperre angeordnet ist. Diese dampfbremsende Windsperre ist insbesondere bei luftdurchlässigen
Dachschalen notwendig. Oberhalb der Wärmedämmschicht ist schließlich eine Abdichtung
in Form von Bitumenbahnen oder Kunststoff-Folien vorgesehen, welche von einer Dachoberschale
abgedeckt ist. Diese Dachoberschale kann aus Stahlblechelementen bestehen, die beispielsweise
verzinkt, aluminiert, beschichtet, verbleibt, verkupfert, verzinnt, verchromt und/oder
vernickelt sein können. Ferner finden auch Kupfer-, Titanzink-, Aluminium-Messing-,
Chromnickelstahl- und Bleibleche Verwendung. Die Befestigung der Dachoberschale erfolgt
in an sich bekannter Weise über Haften, die in der Regel an den Übergangsstellen benachbarter
Bleche in entsprechenden Ausnehmungen eingerastet sind und andererseits unmittelbar
in der Dachschale befestigt sind.
[0003] Die Wärmedämmschicht wird aufgrund der erforderlich werdenden Montage zusammen mit
der Dachabdichtung zunehmend mittels Schrauben auf der Dachschale befestigt. Hierbei
werden entsprechend der Breite der Bitumen- oder Kunststoffbahnen einzelne Schrauben
zusammen mit kleinen Druckplatten durch die Dämmschicht hindurch in die Dachschale
eingeschraubt oder in vorgebohrte Löcher eingeklemmt. Die Befestigungsschrauben können
mit Hilfe von Metall- oder Kunststoff-Dübeln in der Dachschale verankert werden. Darüber
hinaus ist es üblich, die Dämmschicht mittels aufgelegter Metallschienen an der Dachschale
zu befestigen, wobei die Metallschienen wiederum über Schrauben mit der Dachschale
verbunden werden. Diese Metallschienen haben sich insbesondere in Randbereichen mit
stärkerem Windsog bewährt.
[0004] Da derartige Dachsysteme zu Wartungszwecken begehbar sein müssen, werden trittfeste
Wärmedämmstoffe verwendet, wobei die dauerhaft erforderliche Mindest-Druckspannung
30 kN/m
2 beträgt. Um beim Begehen sowie bei Nachlassen der Druckfestigkeit der Dämmschicht
zu verhindern, daß die starr im Untergrund verankerten Schrauben die Dachabdichtung
durchstoßen, weisen die Schrauben Doppelgewinde auf, in denen ein Schraubenteller
hängenbleibt. Die zahlreichen Schrauben bilden zusammen mit den druckausgleichenden
Schraubentellern aus Metall wesentliche Wärmebrücken - in der Größenordnung von ca.
0,06 W/K -, die zu einer Abminderung des Wärmedurchgangswiderstands des Dachaufbaus
führen. Da sich an den Schraubenköpfen bzw. im Bereich der Schraubenteller und der
Schraubenspitzen regelmäßig Tauwasser bildet, müssen die Befestigungselemente gegen
Korrosion geschützt sein, da andernfalls die Standsicherheit des Dachaufbaus beeinträchtigt
werden könnte.
[0005] Die voranstehend genannten Bleche für die Dachoberschale können selbsttragend ausgebildet
sein. Diese profilierten Flachbleche, die gegebenenfalls mit flachen Sicken versehen
sind, werden über verschiedene Falz- oder Leistenausbildungen miteinander verbunden.
Bei den häufig verwendeten Falzverbindungen sind Blechscharre über die Haften auf
der tragenden Dachschale verankert. Die Haften sind hierbei Blechabschnitte oder Strangpreßprofile,
die starr oder mit verschiebbaren Elementen auf der tragenden Dachschale befestigt
werden und die zusammen mit den einzelnen Blechscharren eingefalzt werden. Die Zahl
der Haften pro Meter und der jeweilige Abstand zueinander hängt vom Werkstoff, der
Breite der Scharre und beispielsweise der Windsogbeanspruchungen der Dachkonstruktion
ab.
[0006] Voranstehend beschriebene Dachkonstruktionen weisen zumindest zwei wesentliche Nachteile
auf. Zum einen werden durch die große Anzahl massiver Haften aus Metall entsprechend
große Wärmebrücken gebildet, die die Wirkung der Dämmschicht um bis zu 25% abmindern
können. Da die Haften bei der Verlegung des Dämmstoffs, insbesondere von Dämmfilzen
häufig nicht sorgfältig in den Dämmstoff eingepackt werden, sondern mehr oder weniger
frei stehen, sammelt sich auf ihnen Tauwasser, das in die Dämmschicht eindringen und
diese in ungünstigen Fällen durchfeuchten kann. Dadurch bedingte Korrosionsschäden
können unter Umständen die Standsicherheit des Dachaufbaus negativ beeinträchtigen.
Darüber hinaus vermindert auch eine nur partielle Durchfeuchtung die Dämmwirkung der
Dämmstoffschicht. Bei der Verwendung von kompressiblen Dämmfilzen zwischen der Dachschale
und der Dachoberschale ist die Dachkonstruktion nicht unbedingt begehbar. Es besteht
dann die Gefahr einer Überlastung der Falze benachbarter Bleche mit bleibenden Deformationen,
wobei diese Deformationen die Gefahr eines Öffnens der Falzverbindungen mit sich bringen.
Der letzte Nachteil derartiger Dachkonstruktionen läßt sich durch die Verwendung von
trittfesten Dämmstoffen wesentlich mindern. Die Verwendung von Haften für die Verbindung
zwischen der Dachschale und der Dachoberschale hat aber in jedem Fall den Nachteil,
daß eine homogene und durchgehende Dämmstoffschicht in der Regel aufgrund der auf
den Baustellen herrschenden Bedingungen nicht erzielbar ist. In der Regel unterbleibt
auf den Baustellen das erforderliche fugendichte Anschließen der Mineralwolledämmschichtplatten
an die Haften. Bei der Verwendung von Polystyrol-Hartschaum besteht demgegenüber das
Problem der Expansion dieses Materials.
[0007] Aus der EP 0 685 612 B1 ist eine Unterkonstruktion für zweischalige Dachsysteme mit
einem Tragaufbau bekannt. Auf dem Tragaufbau ist eine Wärmedämmschicht angeordnet,
die über Distanzprofile mit dem Tragaufbau verbunden ist. Die Distanzprofile sind
soweit in die Wärmedämmschicht eingelassen, daß sie eine ebene Befestigungsfläche
bilden, auf der die abdichtende Oberschale aufliegt und befestigt werden kann. Als
Distanzprofile werden längliche U-Profile verwendet, deren Stege die Befestigungsflächen
bilden, während die rechtwinklig abgebogenen Schenkel in die Wärmedämmschicht eingelassen
sind. Derartige Distanzprofile bestehen aus Metall und stellen zusammen mit den Befestigungsschrauben
der Dachoberschale Wärmebrücken dar, die die Wärmedämmung des Dachsystems negativ
beeinflussen.
[0008] Ein weiteres Dachsystem ist aus der DE 38 17 238 A1 bekannt. Bei diesem vorbekannten
Dachsystem wird eine Dämmschicht auf eine gewellte Tragschale aufgebracht. Die Dämmschicht
besteht aus Polystyrol-Hartschaumplatten, in deren Oberfläche Nuten eingeschnitten
sind. Durch die entsprechende Anordnung der Dämmplatten weisen die Nuten regelmäßige
Abstände auf. In die Nuten werden Holzleisten eingelegt, welche mittels Schrauben
an der gewellten Tragschale befestigt sind. Demzufolge durchgreifen die Schrauben
die Dämmplatten und stellen eine Wärmebrücke dar. Bei dem aus dieser Druckschrift
vorbekannten Dachsystem handelt es sich um ein einschaliges Dachsystem, das die Anordnung
einer Dachoberschale nicht vorsieht.
[0009] Weiterhin ist aus der SE 408 567 ein Dachaufbau mit einer auf der Tragschicht aufliegenden
Dämmschicht, insbesondere aus Styropor-Hartschaumplatten bekannt. In der Oberfläche
dieser Dämmplatten sind in regelmäßigen Abständen Nuten eingefräßt, in die längliche
Versteifungskomponenten in Form von stabförmigen Leisten eingelegt sind. Die Leisten
sind mittels Schrauben mit der Tragschicht verbunden, so daß auch in diesem Fall die
Schrauben die Dämmschicht durchdringen und eine Wärmebrücke darstellen. Insbesondere
sind nach diesem Stand der Technik Holzleisten vorgesehen, da diese Druckschrift von
einer Verleimung derselben spricht.
[0010] Aus der DE 196 47 934 A1 ist ferner ein Befestigungselement für eine Warmdachkonstruktion,
insbesondere aus profilierten Dachelementen, vorzugsweise aus Blech bekannt, wobei
die profilierten Dachelemente auf ein Tragwerk mit einer harten Wärmedämmschicht aufgesetzt
sind. Das Befestigungselement besteht aus einem relativ kleinen, im wesentlichen der
Druckverteilung dienenden Blechstück mit einer zentralen Vertiefung für die Versenkung
des Kopfes der Verbindungsschraube mit dem Tragwerk. Die haftenähnliche Halterung
für die Dachoberschale, nämlich die profilierten Dachelemente ist entweder mit einer
zentralen Schraube fixiert oder mit einem Dachelement verschweißt, vernietet bzw.
durch partielles Ausstanzen aus dem Dachelement gebildet. Die Wärmedämmschicht muß
insoweit nachgiebig ausgebildet sein, daß die Dachelemente mit dem Tragwerk verbunden
werden können.
[0011] Ferner offenbart die DE 37 05 523 A1 ein Dach mit Dachtragekonstruktion, bei dem
die Tragfähigkeit der Wärmedämmschicht dauerhaft sichergestellt sein soll. Nach dieser
Druckschrift ist vorgesehen, Befestigungsschrauben in eine Kunststoffhülse einzusetzen,
die so dünnwandig und randlich scharf ausgebildet ist, daß sie mit geringem Kraftaufwand
in den Dämmstoff durchstanzend eingebracht werden kann. Weiterhin soll die Kunststoffhülse
den Druckteller tragen, so daß der Schraubenkopf nicht gegen die Dachabdichtung drückt
und diese perforiert. Ein wesentlicher Nachteil dieser Lösung ist, daß die Kunststoffhülse
mit der eingesetzten Befestigungsschraube Belüftungskanäle in die Wärmedämmschicht
einstanzt, durch die die Warmluft aus dem Rauminneren hindurchströmen kann. Auf der
anderen Seite besteht auch die Gefahr, daß Kaltluft bis in den Bereich der tragenden
Dachschalen gelangen kann. Beide Effekte führen zu bauphysikalischen Nachteilen.
[0012] Schließlich ist aus der DE 80 31 706 U1 ein Distanzprofil für Dacheindeckungen aus
einem thermoplastischen Kunststoff bekannt, der sich mit einer Dachhaut aus thermoplastischer
Folie verschweißen oder verkleben läßt. Die Distanzprofile, welche innen hohl ausgebildet
sind, werden auf die Dachschale aufgesetzt und mit dieser durch Metallschrauben oder
Metallnägel verbunden. Die Höhe der Distanzprofile entspricht hierbei der Materialstärke
der beiden an jeweils einem Distanzprofil anschließenden Wärmedämmplatten. Zwei seitlich
abstehende Arme der Distanzprofile liegen auf den benachbarten Wärmedämmplatten auf
und bilden den Verschweißbereich zwischen den Distanzprofilen und der Folie. Diese
Distanzproflle haben somit die Aufgabe, eine Verbindung der Folie mit den Wärmedämmplatten
zu vermeiden, da eine derartige Verbindung nur in technisch aufwendiger Weise dann
hergestellt werden kann, wenn bereits die Wärmedämmplatten entsprechend auf ein Verschweißen
mit einer thermoplastischen Folie produktionstechnisch vorbereitet sind. Im übrigen
stellen die Distanzprofile aber Leitungskanäle zwischen benachbarten Wärmedämmplatten
dar, durch welche entweder warme Luft aus dem Rauminneren abgeführt oder kalte Luft
in das Rauminnere eingeführt werden kann. Die verwendeten Schrauben und/oder Nägel
führen zum entsprechenden Temperaturaustausch zwischen dem Rauminneren und der Umgebung.
[0013] Der gesamte Stand der Technik weist somit als Nachteil die Verwendung von metallischen
Profilen auf. Aufgrund der hohen Temperaturunterschiede unterhalb der Dachabdichtung,
nämlich der Dachoberschale kommt es regelmäßig zur Tauwasserbildung. Die Tauwassermengen
sind um so größer, je größer der freie Raum unter der Dachabdichtung ist bzw. je leichter
der Luftaustausch zwischen der Umgebung und dem Raum zwischen Dachschale und Dachoberschale
ist. Durch die in die Oberfläche des Dämmstoffs eingelassenen Metallprofile bzw. durch
die Verbindungselemente zwischen der Dachschale und der Dachoberschale kann sich Tauwasser
in Ausnehmungen sammeln und sowohl den Dämmstoff angreifen als auch Korrosionsschäden
an den Profilschienen bzw. Befestigungselementen hervorrufen, welche Korrosionsschäden
die Begehbarkeit des Dachsystems ausschließen können.
[0014] Ausgehend von dem detailliert dargestellten Stand der Technik ist es daher Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein zweischaliges Dachsystem zu schaffen, das bei Vermeidung
von Wärmebrücken eine gute Wärmedämmung ermöglicht, wobei ein einfacher und kostengünstiger
Aufbau eines begehbaren Dachsystems gewährleistet ist.
[0015] Die Lösung dieser Aufgabenstellung sieht vor, daß zwischen der Dachoberschale und
der Dachschale verbaute Befestigungselemente für die Wärmedämmschicht und/oder die
Dachoberschale derart ausgebildet sind, daß Wärmebrücken und/oder Wärmeleitungen durch
Befestigungselemente aus überwiegend druckfesten und gering wärmeleitenden Kunststoffen
zumindest wesentlich reduziert, insbesondere unterbrochen sind.
[0016] Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, daß zwischen der Dachoberschale und der Dachschale
nur solche Befestigungselemente, beispielsweise Profilschienen, Haften und Schraubelemente
Verwendung finden, bei den Wärmebrücken unterbrochen werden. Beispielsweise besteht
die Möglichkeit, die Haften auf die Profilelemente aufzusetzen und die Profilelemente
über Schrauben mit der Dachschale zu verbinden, wobei der Wärmefluß zwischen der Dachoberschale
und der Dachschale beispielsweise durch Verwendung von Haften aus Kunststoff und/oder
Profilelementen aus Kunststoff und/oder Befestigungsschrauben aus Kunststoff unterbrochen
ist.
[0017] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist daher vorgesehen, daß die Dachoberschale
über Haften, vorzugsweise in L-förmiger Profilierung, mit den Profilelementen verbunden
ist, welche Haften zumindest teilweise aus einem zähharten und druckresistenten Kunststoff,
insbesondere aus Polyamid bestehen.
[0018] Ferner bestehen die Profilelemente aus einem sich in einem schmalen, weit über den
in einem Dachsystem möglichen Temperaturbereich thermoplastisch verhaltenden Kunststoff,
insbesondere aus Polyamid oder dessen Varietäten.
[0019] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Kunststoff faserverstärkt auszubilden,
insbesondere durch die Verwendung von Kurzfasern, vorzugsweise aus Glas, Aramid, Kohlenstoff,
Zellulose und/oder Viskose.
[0020] Um die Stabilität der verwendeten Befestigungselemente zu erhöhen, können diese einen
Metallkern aufweisen, der mit Kunststoff ummantelt ist. Auch in diesem Falle wird
eine wesentliche Reduzierung von Wärmebrücken ermöglicht, wobei gleichzeitig die Begehbarkeit
des Dachsystems durch die Verwendung von einen Metallkern aufweisenden Haften verbessert
ist.
[0021] Die Fasern der faserverstärkten Kunststoffe sind insbesondere spritzfähig oder in
Form von Vliesen, Geweben, Rohvings bzw. Kombinationen davon vorgesehen.
[0022] Vorzugsweise sind die Profilelemente im Querschnitt T-, Z- oder U-förmig ausgebildet,
um eine gute Verbindung mit der zu befestigenden Wärmedämmschicht zu ermöglichen.
Hierzu ist es vorteilhaft, daß die Profilelemente auf der Wärmedämmschicht aufliegen
bzw. in entsprechende Ausnehmungen, die zuvor eingefräst sind, eingesetzt werden.
Ein Verschieben der Wärmedämmschichtplatten wird bei dieser Ausgestaltung im wesentlichen
verhindert. Die Profilelemente sind hierbei formschlüssig mit den Wärmedämmschichtplatten
verbunden, in dem die Wärmedämmschicht in ihrer der Dachoberschale zugewandten Oberfläche
Ausnehmungen aufweist, deren Konturen mit den Außenkonturen der Profilelemente übereinstimmen.
[0023] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Profilelemente
aus einem Polyolefinelastomer, nachträglich gummierten Gewebebändern und/oder Gummibändern
bzw. Gummiprofilen mit Glas-, Stahl-, Reyon- und/oder Polyamidfasern bestehen. Derartige
Profilelemente sind ausreichend steif und können somit druckausgleichend, insbesondere
mit solchen Dämmstoffen zusammenwirken, die bei erhöhten Belastungen, beispielsweise
ein Begehen des Dachsystemes Festigkeitsverluste aufgrund von Feuchteinwirkung erleiden.
Bei druckfesten Dämmstoffen wird die Verankerung vielmehr durch den Windsog belastet,
d.h. die Profile müssen vor allem ausreichend zugfest sein, was auch durch die Verwendung
der voranstehend genannten Profilelemente ermöglicht ist.
[0024] Die bandartigen Profilelemente sind vorzugsweise im Bereich zumindest einer Oberfläche
gerippt ausgebildet, wobei die rippenartige Ausbildung der Oberfläche der Verstärkung
des Profilelementes dient. Gleichzeitig dienen die durch die rippenartige Ausgestaltung
entstehenden Vertiefung dem Sammeln des ausfallenden Tauwassers.
[0025] Die Rippung der Profilelemente verläuft hierbei parallel zur Längserstreckung dergleichen,
so daß insbesondere eine größere Stabilität der Profilelemente um eine Biegeachse
rechtwinklig zur Längserstreckung und parallel zur Längserstreckungsebene der Profilelemente
verläuft.
[0026] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Profilelemente
mehrere, insbesondere im gleichen Abstand zueinander angeordnete Bohrungen zur Aufnahme
der Schrauben mit Schraubenköpfen und gegebenenfalls durchausgleichenden Tellern aufweisen,
wobei die Bohrungen sich zu einem Ende hin erweitern, um die Schraubenköpfe versenkt
aufzunehmen. Derartig ausgebildete Profilelemente sind fabrikmäßig für die schnelle
Montage vorbereitet, wobei die Anordnung der Bohrungen in gleichen Abständen zueinander
dazu führt, daß eine große Schwächung der mit den Schrauben durchdrungenen Dämmstoffplatten
nicht verursacht wird. Darüber hinaus ist vorgesehen, daß die Bohrungen derart ausgebildet
sind, daß sie die Schraubenköpfe versenkt aufnehmen, so daß über die Oberfläche der
Profilelemente überstehende Bauteile vermieden werden. Hierdurch werden sowohl eventuell
aufliegende Dachabdichtungsfolien als auch die eventuell aufliegende Dachoberschale
bzw. zusätzlich aufgebrachte Wärmedämmelemente vor Beschädigungen geschützt.
[0027] Um auch im Bereich der Schraubenköpfe die Bildung von Wärmebrücken zu vermeiden,
ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die Schraubenköpfe der
Schrauben zumindest teilweise kunststoffummantelt ausgebildet sind. Die Kunststoffummantelung
hat ferner den Vorteil, daß scharfkantige Bereiche vermieden werden können, so daß
entsprechend ummantelte Schraubenköpfe eine geringere Beschädigungsgefahr für die
weiterhin verwendeten Baumaterialien, wie beispielsweise Abdichtungsfolien darstellen.
[0028] Zur Befestigung der Haften sind in den Profilelementen Bohrungen, insbesondere Ösen
mit einem Innengewinde vorgesehen. Die Haften können hierdurch in einfacher Weise
mittels einer üblichen Schraube aus Metall oder Kunststoff an den Profilelementen
verschraubt werden. Die Verschraubung einer jeden Hafte mit nur einer Schraube ermöglicht
es darüber hinaus, die Hafte in eine vorgesehene Position relativ zum Profilelement
zu verdrehen, um eine entsprechende Ausrichtung der Hafte relativ zur Dachoberschale
einzustellen. Alternativ kann vorgesehen sein, daß in dem Profilelement zumindest
ein, vorzugsweise mehrere Langlöcher zur Befestigung der Hafte angeordnet sind. Hierdurch
läßt sich nicht nur eine Drehbarkeit der anzubringenden Haften, sondern auch eine
Verschiebbarkeit der Haften entlang des Profilelementes ermöglichen.
[0029] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß das Profilelement aus
einem, in Längsrichtung flexiblen Kunststoff besteht, welcher ein Aufrollen des Profilelementes
ermöglicht. Der Transport derartiger Profilelemente, insbesondere auf der Baustelle,
wird hierdurch wesentlich vereinfacht, da nicht ein langes Profilelemente, sondern
eine Rolle zu transportieren ist, die erst an Ort und Stelle ausgerollt wird, um ein
Profilelement bestimmter Länge abzulängen.
[0030] Vorzugsweise weist das Profilelement zumindest eine, vorzugsweise mittig angeordnete,
in Längsrichtung verlaufende Profilierung auf In dieser Profilierung sind Bohrungen
zur Aufnahme der Befestigungselemente angeordnet. Bei der Montage des erfindungsgemäßen
Dachsystems werden in die Wärmedämmschicht entsprechende Ausnehmungen eingefräst,
die mit der Form und der Kontur dieser Profilierung übereinstimmen, so daß die Profilierung
in die entsprechenden Einfräsungen in der Dämmstoffschicht eingesetzt werden kann.
[0031] Vorzugsweise weist die Profilierung eine Tiefe auf, die ausreicht, daß die Köpfe
der Befestigungselemente unterhalb der, durch die beidseitig neben der Profilierung
angeordneten Oberflächenabschnitte des Profilelementes bestimmten Ebenen liegen. Auch
diese Ausgestaltung vermeidet einen Kontakt zwischen den Befestigungselementen, insbesondere
den Schraubenköpfen und der oberhalb der Wärmedämmschicht angeordneten Folien.
[0032] Die Profilierung erstreckt sich über die gesamte Länge des Profilelementes. Alternativ
kann vorgesehen sein, daß die Profilierung abschnittsweise im Profilelement angeordnet
ist.
[0033] Um eine möglichst vollständige Wärmedämmschicht zu erzielen ist vorgesehen, daß die
Profilierung mit einem Dämmstoffstreifen ausfüllbar ist. Denkbar ist hierbei aber
auch das Ausfüllen der Profilierung nach der Montage des Profilelementes durch einen
Montageschaum. Wesentlich ist hierbei lediglich, daß die Profilierung nach der Montage
des Dachsystems nicht als Leitungsystem für Konvektionssströme genutzt werden kann.
[0034] Im Bereich der Bohrungen zur Aufnahme der Befestigungselemente sind an der Unterseite
des leistenförmigen Profilelementes Schäfte angeordnet, die in die Wärmedämmschicht
eindrückbar sind. Diese Schäfte können beispielsweise auch der als zentrale Führungsrinne
ausgebildeten Profilierung angeordnet sein. Jeder Schaft weist vorzugsweise einen
Deckel auf, der nach Einsetzen und Befestigen des Befestigungselementes in den Schaft
einsetzbar ist, wobei der Deckel vorzugsweise an das Profilelement angespritzt ist.
Die Schäfte ermöglichen es, daß die Befestigungselemente in einem wärmeren Bereich
des Dämmstoffs liegen. Durch Verwendung einer Schraube aus legiertem Stahl mit einer
Wärmeleitfähigkeit von ca. 15 W/mK kann der Wärmebrückeneffekt dieser Schraube durch
das Anordnen in dem wärmeren Bereich des Dämmstoffs abgemindert werden. Nach dem Einsetzen
der Schraube wird der Schaft durch einen Deckel verschlossen. Der Deckel kann aber
auch als Ortschaum oder Stopfen, insbesondere aus Weichschaum ausgebildet sein. Wesentlich
ist lediglich, daß eine Wärmebrücke zwischen der Schraube aus Metall und einer eventuell
zu verwendenden Hafte aus Metall, die auf das Profilelement aus Kunststoff aufgesetzt
ist, verhindert wird.
[0035] Jeder Schaft ist in eine Bohrung des Profilelementes einsetzbar, welche Bohrung insbesondere
eine umlaufende Einfräsung aufweist. In diese Bohrung wird der Schaft mit Hilfe einer
Schraube kraftschlüssig eingezogen. Derartige Schaft-Schrauben-Kombinationen können
leichter magaziniert und damit schneller gesetzt werden. Der Schaft weist erfindungsgemäß
ein Innengewinde, Haltewarzen oder ringförmige Verengungen auf, die zum Festhalten
des Deckels oder eines anderen Verschlußelementes geeignet sind.
[0036] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß auf der Oberfläche
des Profilelementes ein Gewebestreifen, insbesondere aus Synthesefasern zur Bildung
eines Klettverschlusses angeordnet ist, wobei das Gegenstück des Klettverschlusses
auf der Unterseite einer Dachabdichtungsbahn oder -folie befestigt ist. Diese Ausgestaltung
ermöglicht eine schnelle Montage der Dachabdichtungsfolie, wobei fehlerhaft verlegte
Dachabdichtungsfolien während der Montage sehr leicht abgelöst und erneut verlegt
werden können.
[0037] Alternativ kann vorgesehen sein, daß auf der Oberfläche des Profilelementes eine
schweißbare oder klebefähige Abdichtungsbahn oder -folie angeordnet ist, auf die die
Dachabdichtungsbahn oder -folie aufgelegt wird, bevor durch eine Temperatureinwirkung
eine Verbindung, nämlich ein Verschweißen der beiden Elemente erzielt wird. Selbstverständlich
kann hierzu auch ein doppelseitiges Klebeband Verwendung finden.
[0038] Der Metallkern oder ein faserverstärkter Kunststoffkern kann insbesondere mit einer
Ummantelung aus Polyurethan-Schaum oder Polyisocyanurat-Hartschaum umgeben sein. Vorzugsweise
weist die Ummantelung eine Rohdichte von ca. 40 bis 150 kg/m
3, vorzugsweise 70 bis 100 kg/m
3 auf. Diese Profilelemente bzw. Haften ein wesentlich höheres Trägheitsmoment bei
Biegebeanspruchungen sowie eine höhere Steifigkeit. Hierbei hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, die Ummantelung mit einer Materialstärke von 1 bis 20 mm, vorzugsweise 2
bis 5 mm auszubilden. Die Materialstärke der Ummantelung kann auch in ein und demselben
Profilelement variieren. Vorzugsweise ist die Ummantelung auf der der Wärmedämmschicht
zugewandten Fläche mit geringerer Materialstärke ausgebildet, als auf der gegenüberliegenden,
der Dachoberschale zugewandten Fläche. Im Vordergrund steht hierbei das Versenken
des Schraubenkopfes innerhalb der Ummantelung mit der größeren Materialstärke. Hierzu
wird die Materialstärke der Ummantelung auf der der Dachoberschale zugewandten Fläche
des Profilelementes so groß gewählt, daß ein Schraubenkopf eines Befestigungselementes
darin vollständig versenkbar ist.
[0039] Als bevorzugtes Metall hat sich ein Aluminiumstrangprofil für den Metallkern erwiesen.
Die Ummantelung besteht vorzugsweise aus einem elastischen Schaum, beispielsweise
Chloropren (Zellgummi). Alternativ kann die Ummantelung aus einer Hartgummierung,
beispielsweise aus Natur-, Buna- oder Nitrillhartgummi oder Weichgummierung auf der
Basis von Natur-, Buna-, Chloropren-, Butyl-, Äthylen-, Propylen-, Terpolymer- und/oder
Fluorkautschuk bestehen.
[0040] Jede Hafte weist an ihrem auf der Profilleiste angeordneten Schenkel zumindest eine
Materialverdickung, insbesondere in Form einer Sicke auf, die sich im wesentlichen
parallel zum zweiten, im wesentlichen rechtwinklig zur Profilleiste erstreckenden
Schenkel erstreckt und über den Kopf eines Befestigungselementes hinausragt. Diese
Materialverdickung dient dem Schutz der aufgebrachten Abdichtungsfolie, die ansonsten
durch den Schraubenkopf beim Begehen des Dachsystems beschädigt werden könnte.
[0041] Eine einfache Ausgestaltung der Haften liegt dann vor, wenn die Haften auf den Profilelementen
aufvulkanisiert sind. Hierdurch kann bereits werkseitig ein Befestigungselement geschaffen
werden, das nach dem Auslegen der Wärmedämmschicht montiert wird und gleichzeitig
die Halterungen für die Dachoberschale aufweist.
[0042] Die Haften sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung drehbar auf den Profilelementen
befestigt. Diese Ausgestaltung ermöglicht das Ausrichten der Haften in Abhängigkeit
der Verlegerichtung der einzelnen Dachoberschalenelemente, so daß die Haften nach
ihrer Ausrichtung fixierbar und mit der Dachoberschale verbindbar sind.
[0043] Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Haften
zweiteilig ausgebildet sind und eine Druckplatte mit daran befestigter Hülse aufweisen,
welche Hülse einen Bolzen des oberen Teils der Hafte aufnimmt. Die Haften bestehen
somit aus einer Druckplatte mit aufgeschweißter Hülse, die beispielsweise durch ein
Langloch geführt wird. Der obere Teil der Hafte weist einen Bolzen auf, der in die
Hülse schraubbar ist. Ist die Hafte in dem Langloch angeordnet, so ist sie verschiebbar
mit dem Profilelement verbunden, so daß die Position der Hafte an die Dachoberschale,
beispielsweise an die Breite einer Scharre angepaßt werden kann. Der untere Teil der
Hafte besteht vorzugsweise aus Kunststoff, beispielsweise Polyamid, duroplastischem
Kunststoff oder verstärkten Elastomeren, in die die Hülse eingearbeitet ist.
[0044] Die beiden Teile der Haften können schwenkbeweglich miteinander scharniert sein,
so daß die Hafte klappbar ist. Die beiden Teile der Hafte sind in dem sie verbindenden
Scharnier festsetzbar. In Verbindung mit aufrollbaren Profilelementen können die Haften
derart ausgerichtet sein, daß sie werkseitig bereits mit den Profilelementen verbunden
sind, die Aufrollbarkeit der Profilelemente aber nicht beeinträchtigen. Baustellenseitig
werden die Profilelemente dann ausgerollt und die Haften aufgestellt, bevor die Haften
in ihrer aufgestellten Position festgesetzt werden.
[0045] Sind die Haften unabhängig von den Profilelementen zu verbauen, so hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, die Haften mit den Befestigungselementen der Profilelemente
an denselben zu befestigen, welche die Profilleisten mit der Dachschale verbinden.
Es ist dann ein geringerer Arbeitsaufwand hinsichtlich der Verschraubung der Profilelemente
und der Haften vorgegeben.
[0046] Die Haften weisen zur Verstärkung im Bereich des Übergangs ihrer rechtwinklig zueinander
angeordneten Schenkel ein im Seitenschnitt kreisbogenabschnittförmiges Kunststoffelement
auf.
[0047] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hafte eine Druckausgleichsplatte,
insbesondere aus Kunststoff aufweist, die auf der Oberfläche der Profilleiste aufliegt.
Hierdurch wird der Druck der auflastenden Dachoberschale auf einen größeren Flächenbereich
der Profilleiste verteilt.
[0048] Weiterhin ist vorgesehen, daß die Hafte an ihrer der Profilleiste zugewandten Unterseite
einen Vorsprung aufweist, der in eine korrespondierende Ausnehmung in der Profilleiste
einsteckbar ist. Durch diese Ausgestaltung wird die Hafte bereits vor ihrer Verschraubung
formschlüssig mit dem Profilelement verbunden. Zum Verschrauben der Hafte an dem Profilelement
bzw. der Dachschale hat es sich als vorteilhaft erwiesen, an dem Vorsprung zumindest
eine plattenförmige Zunge anzuformen, die gegebenenfalls bereits die entsprechende
Bohrung zur Aufnahme einer Schraube aufweist. Hierdurch ist es möglich, daß nicht
die gesamte Hafte im Bereich des in der Ausnehmung des Profilelementes aufgenommenen
Vorsprungs durchbohrt werden muß. Die Befestigungsschraube für die Hafte wird auch
in diesem Fall in einen tieferen und damit wärmeren Bereich des Dämmstoffelementes
verlegt.
[0049] Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß das Profilelement
als Lochblech ausgebildet ist. Ein derartiges Lochblech hat den Vorteil, daß eine
individuellere Befestigung der Haften an dem Profilelement ohne zusätzliche Bohrarbeiten
möglich ist.
[0050] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Dachsystems dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines Abschnitts eines Dachsytems in perspektivischer Ansicht;
- Figur 2
- den Abschnitt des zweischaligen Dachsystems gemäß Figur 1 in teilweise geschnitten
dargestellter Seitenansicht;
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsform eines Abschnitts eines zweischaligen Dachsystems in perspektivischer
Ansicht;
- Figur 4
- eine dritte Ausführungsform eines Abschnitts eines zweischaligen Dachsystems in perspektivischer
Ansicht;
- Figur 5
- eine vierte Ausführungsform eines Abschnitts eines zweischaligen Dachsystems in perspektivischer
Ansichth;
- Figur 6
- ein Profilelement für ein zweischaliges Dachsystem gemäß den Figuren 1 bis 5 in einer
geschnitten dargestellten Seitenansicht und
- Figur 7
- eine zweite Ausführungsform eines Profilelementes für ein zweischaliges Dachsystem
gemäß den Figuren 1 bis 5 in einer geschnitten dargestellten Seitenansicht.
[0051] Ein in der Figur 1 dargestellter Abschnitt 1 eines zweischaligen Dachsystems weist
eine Wärmedämmschicht 2 aus mehreren Steinwolledämmplatten auf. Die Wärmedämmschicht
2 ist auf einer in der Figur 2 dargestellten Dachschale 3 aus einer Vielzahl nebeneinander
angeordneten und im Querschnitt trapezförmig ausgebildeten Profilen angeordnet. Zwischen
der Wärmedämmschicht 2 und der Dachschale 3 ist eine dampfbremsende Windsperre 4 angeordnet,
die beispielsweise aus einer Abdichtungsfolie besteht.
[0052] Die Wärmedämmschicht 2 ist mit der Dachschale 3 verbunden, nämlich verschraubt. Hierzu
sind auf der Oberfläche 5 der Wärmedämmachicht 2 mehrere Profilelemente 6 aufgelegt,
die beispielsweise gemäß Figur 2 im Querschnitt U-förmig ausgebildet sind, wobei die
beiden freien Schenkel der Profilelemente 6 in entsprechende zuvor eingefräste Ausnehmungen
7 in der Oberfläche 5 der Wärmedämmschicht 2 eingereifen. Die Profilelemente 6 sind
über eine Vielzahl von Schrauben 8 mit der Dachschale 3 verbunden, wobei die Schrauben
8 eine Bohrung 9 in dem Profilelement 6 und die Wärmedämmschicht 2 durchgreifen. Die
Bohrung 9 ist vertieft in dem Profilelement 6 angeordnet, wobei jedes Profilelement
eine Vielzahl von Bohrungen 9 aufweist, die in gleichmäßigem Abstand zueinander über
die Länge des Profilelementes 6 verteilt angeordnet sind.
[0053] In den Figuren 1 bis 7 ist jeweils nur ein Profilelement 6 mit einer Schraube 8 dargestellt.
Es versteht sich von selbst, daß bei einem zweischaligen Dachsystem der hier in Rede
stehenden Ausgestaltung eine Vielzahl von Schrauben 8 und Profilelementen 6 notwendig
sind, um eine ausreichende Festigkeit eines begehbaren Dachsystems auch im Hinblick
auf bestehenden Windsog herzustellen.
[0054] Zur Befestigung einer nicht näher dargestellten Dachoberschale sind auf den Profilelementen
6 Haften 10 befestigt, die als L-förmige Profile ausgebildet sind. Die Haften 10 werden
mit den Schrauben 8 mit den Profilelementen 6 und der Dachschale 8 verbunden, wobei
die Haften 10, die Profilelement 6 und die Schrauben 8 derart ausgebildet sind, daß
Wärmebrücken und/oder Wärmeleitungen zwischen der nicht näher dargestellten Dachoberschale
und der gegebenenfalls aus Metallprofilen bestehenden Dachschale 3 wesentlich reduziert,
insbesondere unterbrochen sind. Hierzu ist vorgesehen, daß die Haften 10 und/oder
Profilelemente 6 und/oder Schrauben 3 zumindest überwiegend aus einem gering wärmeleitenden
Kunststoff bestehen, der darüberhinaus druckfest ausgebildet ist.
[0055] Zum Schutz von auf den Profilelementen 6 bzw. der Oberfläche 5 der Wärmedämmschicht
2 angeordneten Dämm- oder Abdichtungselementen ist vorgesehen, daß die Hafte 10 im
Bereich ihres, auf dem Profilelement 6 aufliegenden Schenkels 11 eine Einziehung 12
aufweist, in deren Bereich eine Bohrung für die Aufnahme der Schraube 8 angeordnet
ist. Die Einziehung 12 ist entsprechend der Bohrung 9 ausgebildet, so daß die Hafte
10 mit ihrem Schenkel 11 möglichst vollflächig auf der Oberfläche des Profilelementes
6 aufliegt.
[0056] Ferner ist vorgesehen, daß die Hafte 10 am freien Ende des Schenkels 11 eine quer
verlaufende Sicke 13 hat, deren Höhe größer ist als die Höhe des über die Oberfläche
des Profilelementes 6 hervorragenden Schraubenkopfes 14 der Schraube 8.
[0057] Die Hafte 10 besteht ebenfalls wie das Profilelement 6 aus einem zähharten und druckresistenten
Polyamid. Polyamid ist ein sich über den in einem Dachsystem möglichen Temperaturbereich
thermoplastisch verhaltender Kunststoff. Gegebenenfalls kann der Kunststoff faserverstärkt,
insbesondere mit Kurzfasern, vorzugsweise aus Glas, Aramid, Kohlenstoff, Zellulose
und/oder Viskose ausgebildet sein. Hierbei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die
Fasern derart auszubilden, daß sie spritzfähig sind. Alternativ zu der Faserverstärkung
können aber auch Vliese, Gewebe, Rovings bzw. Kombinationen daraus in das Polyamid
eingearbeitet sein.
[0058] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 1 ist das Profilelement im Bereich seiner Oberfläche
gerippt ausgebildet. Die Rippung des Profilelementes 6 verläuft parallel zur Längserstreckung
des Profilelementes 6 und dient der Verstärkung des Profilelementes 6. Die durch die
Rippung entstehenden Vertiefungen dienen darüber hinaus der Sammlung von möglicherweise
ausfallendem Tauwasser, welches über Vertiefungen der Rippung in einen randseitigen
Bereich des Dachsystems geführt werden kann.
[0059] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dachsystems ist in Figur 3 dargestellt.
[0060] Das Profilelement 6 weist in seinem Mittelbereich eine U-förmig ausgebildete Profilierung
15 auf, welche in eine entsprechende Ausnehmung der Wärmedämmschicht 2 eingesetzt
ist. Diese Profilierung 15 weist in ihrem Stegbereich die Bohrungen 9 für die Schrauben
8 auf, so daß die Schraubenköpfe 14 vollständig im Bereich der Profilierung 15 versenkt
angeordnet sind.
[0061] Die in der Figur 3 dargestellten Haften 10 sind im Querschnitt T-förmig ausgebildet,
wobei die auf der Oberfläche des Profilelementes 6 aufliegenden Schenkelabschnitte
11 der Hafte 10 eine auf den aufragenden Schenkel der Hafte 10 im Querschnitt kreisbogenabschnittförmige
Materialdickenzunahme aufweisen, wodurch die Standstabilität und damit Druckbelastbarkeit
der Hafte 10 aus Kunststoff wesentlich vergrößert wird. Eine derartige Hafte 10, wie
sie in Figur 3 dargestellt ist, kann auch mehrteilig ausgebildet sein, in dem die
beiden auf der Oberfläche des Profilelementes 6 aufliegenden Schenkelabschnitte 11
mit dem aufragenden Schenkel der Hafte 10 vernietet oder verklebt sind.
[0062] Die Befestigung der Hafte 10 am Profilelement 6 erfolgt ebenfalls durch Vernieten,
Verschrauben oder Verkleben, wobei sich die Verklebung der Schenkelabschnitte 11 mit
der Oberfläche des Profilelementes 6 als vorteilhaft erwiesen hat. Hier kann beispielsweise
sowohl an der Oberfläche des Profilelementes 6 als auch im Bereich der Schenkelabschnitte
11 der Hafte 10 ein bei Erwärmung wirksamer Kleber vorgesehen sein.
[0063] In Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform eines Abschnittes 1 des erfindungsgemäßen
Dachsystems dargestellt. Das bei dieser Ausführungsform vorgesehene Profilelement
6 weist ebenfalls eine Profilierung 15 auf, welche als Ausnehmung im Profilelement
6 ausgebildet ist, wobei die Ausnehmung der Profilierung 15 beim Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 4 im Querschnitt trapezförmig ausgebildet ist. Die Profilierung 15 bildet
eine zentrale Führungsrinne, die sich über die gesamte Länge de Profilelementes 6
erstreckt. Im Bereich der Profilierung 15 weist das Profilelement 6 eine Vielzahl
von im gleichmäßigen Abstand zueinander angeordneten Schäften 16 auf. Jeder Schaft
16 ist als kegelstumpfabschnittförmiges Element ausgebildet, das einen beidseitig
offenen Hohlraum begrenzt, welcher der Aufnahme der Schraube 8 dient. Jeder Schaft
16 weist eine Länge auf, die ungefähr mit zwei Dritteln der Materialstärke der Wärmedämmschicht
2 übereinstimmt, so daß die Schraube 8 in einem wärmeren Bereich der Wärmedämmschicht
2 angeordnet ist.
[0064] Der Schaft 16 ist an einer Platte 17 angeformt die in die Profilierung 15 einsetzbar
ist. Die Platte 17 kann abschnittsweise oder entsprechend der Länge des Profilelementes
6 ausgebildet sein.
[0065] Bei dieser Ausgestaltung des Dachsystems können bevorzugt Schrauben 8 aus legiertem
Stahl mit einer Wärmeleitfähigkeit von ca. 15 W/mK verwendet werden, ohne daß die
Verwendung derartiger Schrauben 8 aus Metall einen großen Wärmebrückeneffekt innerhalb
des Dachsystems verursachen.
[0066] Der Hohlraum in dem Schaft 16 wird nach Einsetzen der Schraube 8 und darauf folgendem
Verschrauben mit der Dachschale 3 durch einen an der Platte 17 angespritzten, nicht
näher dargestellten Deckel verschlossen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Hohlraum
des Schaftes 16 zu gegebenem Zeitpunkt mit Ortschaum oder einem Stopfen aus vorkomprimiertem
Weichschaum auszufüllen.
[0067] Die in der Figur 4 dargestellte Hafte 10 ist als L-förmiges Profil ausgebildet und
weist an ihrer dem Profilelement 6 zugewandten Unterseite ihres Schenkels 11 eine
Druckplatte 18 auf, die in die Profilierung 15 des Profilelementes 6 eingesetzt ist.
Die Druckplatte 18 verbindet die Hafte 10 reibschlüssig mit dem Profilelement 6. Ergänzend
kann die Druckplatte 18 mit dem Profilelement 6 verklebt sein. Selbstverständlich
besteht auch die Möglichkeit die Hafte 10 unmittelbar auf der Oberfläche des Profilelementes
6 zu befestigen, wobei allerdings die Druckplatte 18 die Unterstützung der Hafte 10
auf dem Profilelement ermöglicht.
[0068] Die in Figur 5 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dachsystems entspricht
im wesentlichen der Ausführungsform gemäß Figur 3, bei der jedoch in Figur 5 eine
andere Hafte 10 verwendet ist. Die Hafte 10 besteht aus einem Metallwinkel mit einer
Druckausgleichsplatte 19 aus Kunststoff, welche Druckausgleichsplatte 19 den Schenkel
11 der Hafte 10 umfaßt und sich in die Profilierung 15 des Profilelementes 6 erstreckt.
An den in die Profilierung 15 des Profilelementes 6 eingreifenden Abschnitt der Druckausgleichsplatte
19 sind Befestigungszungen 20 angeformt, die in Längsrichtung des in die Profilierung
15 des Profilelementes 6 hereinragenden Abschnitts verlaufend angeordnet sind. Die
Befestigungszungen 20 dienen der Befestigung der Hafte 10 im Stegbereich des Profilelementes
6, wobei die Befestigungszungen 20 beispielsweise Bohrungen zur Aufnahme der Schraube
8 aufweisen können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Hafte 10 über die Befestigungszunge
20 mit solchen Schrauben zu befestigen, die lediglich die Befestigungszunge 20 und
einen Teil des Profilelementes 6 durchgreifen.
[0069] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 6 dargestellt. Figur 6 zeigt
das Profilelement in Seitenansicht, wobei das Profilelement neben einer Ausnehmung
21 trapezförmiger Ausgestaltung zwei benachbart angeordnete V-förmige Ausnehmungen
22 aufweist. Die Ausnehmungen 21 und 22 verlaufen in Längsrichtung des Profilelementes
6 und erstrecken sich über die gesamte Länge des Profilelementes 6.
[0070] Auf der Oberfläche des Profilelementes 6 ist ein Gewebe 23 aus Synthesefasern aufgeklebt
und/oder mechanisch befestigt. Das Gewebe 23 dient einerseits als Wärmedämmung, wenn
das Profilelement aus Metall besteht, so daß eine aufgebrachte Hafte bzw. eine aufgebrachte
Dachabdichtungsbahn oder -folie wärmetechnisch durch das Gewebe 23 von dem Profilelement
6 getrennt ist.
[0071] Andererseits kann das Gewebe 23 als ein Teil eines Klettverschlusses ausgebildet
sein. Es handelt sich insoweit um ein Hakengewebe, wobei das Gegenstück dieses Gewebes
23 zur Bildung eines Klettverschlusses auf der Unterseite der voranstehend erwähnten
Dachabdichtungsbahn oder -folie, die nicht näher dargestellt ist, angeordnet sein
kann.
[0072] Schließlich ist in Figur 7 eine weitere Ausgestaltung der Erfindung dahingehend dargestellt,
daß das Profilelement aus einem Metallkern 24 und einer Hartschaum-Ummantelung 25
besteht. Die Hartschaum-Ummantelung 25 ummantelt den aus einem Aluminiumstrangprofil
gebildeten Metallkern 24 vollständig und weist an ihrer auf der Wärmdämmschicht 2
aufliegenden Fläche 5 Auflageleisten 26 auf, die sich über die gesamte Länge des Profilelementes
6 erstrecken.
[0073] Im Mittelbereich des Profilelementes 6 sind die Bohrungen 9 angeordnet, welche sowohl
die Hartschaumummantelung 25, als auch den Metallkern 24 durchdringen und der Aufnahme
der Schrauben 8 dienen.
[0074] Neben der Hartschaumummantelung 25 können auch elastische Schäume, wie beispielsweise
Chloropren (Zellgummi) verwendet werden.
1. Zweischaliges Dachsystem, insbesondere für flache und flach geneigte Dächer bis 15°
Neigung, bestehend aus einer tragenden Dachschale, einer auf der Dachschale angeordneten
Wärmedämmschicht, wobei zwischen der Dachschale und der Wärmedämmschicht vorzugsweise
eine dampfbremsende Windsperre angeordnet ist, einer Dachabdichtung und einer oberhalb
der Wärmedämmschicht angeordneten Dachoberschale, wobei die Wärmedämmschicht über
Profilelemente und eingesetzte Schrauben mit der Dachschale verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Dachoberschale und der Dachschale (3) verbaute Befestigungselemente
für die Wärmedämmschicht (2) und/oder die Dachoberschale derart ausgebildet sind,
daß Wärmebrücken und/oder Wärmeleitungen durch Befestigungselemente aus überwiegend
druckfesten und gering wärmeleitenden Kunststoffen zumindest wesentlich reduziert,
insbesondere unterbrochen sind.
2. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dachoberschale über Haften (10), vorzugsweise in L-förmiger Profilierung,
mit den Profilelementen (6) verbunden ist, welche Haften (10) zumindest teilweise
aus einem zähharten und druckresistenten Kunststoff, insbesondere aus Polyamid bestehen.
3. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilelemente (6) aus einem sich in einem schmalen, weit über den in einem
Dachsystem möglichen Temperaturbereich thermoplastisch verhaltenden Kunststoff, insbesondere
aus Polyamid oder dessen Varietäten bestehen.
4. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2 und/oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoff faserverstärkt, insbesondere mit Kurzfasern, vorzugsweise aus Glas,
Aramid, Kohlenstoff, Zellulose und/oder Viskose ist.
5. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2 und/oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoff einen Metallkern (24) ummantelt.
6. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fasern spritzfähig sind oder in Form von Vliesen, Geweben, Rovings bzw. Kombinationen
davon vorliegen.
7. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilelemente (6) im Querschnitt T-, Z- oder U-förmig ausgebildet sind.
8. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilelemente (6) auf der Wärmedämmschicht (2) aufliegen.
9. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmedämmschicht (2) in ihrer der Dachoberschale zugewandten Oberfläche (5)
Ausnehmungen (7) aufweist, deren Konturen mit den Außenkonturen der Profilelemente
(6) übereinstimmen.
10. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilelemente (6) aus einem Polyolefinelastomer, nachträglich gummierten
Gewebebändern und/oder Gummibändern bzw. Gummiprofilen mit Glas-, Stahl-, Reyon- und/oder
Polyamidfasern bestehen.
11. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilelemente (6) im Bereich zumindest einer Oberfläche gerippt ausgebildet
sind.
12. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippung der Profilelemente (6) parallel zur Längserstreckung der Profilelemente
(6) verlaufen.
13. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilelemente (6) mehrere, insbesondere im gleichen Abstand zueinander angeordnete
Bohrungen (9) zur Aufnahme der Schrauben (8) mit Schraubenköpfen (14) und gegebenenfalls
druckausgleichenden Tellern aufweisen, wobei die Bohrungen (9) sich zu einem Ende
hin erweitern, um die Schraubenköpfe (14) versenkt aufzunehmen.
14. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubenköpfe (14) der Schrauben (8) zumindest teilweise kunststoffummantelt
ausgebildet sind.
15. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Profilelement (6) zumindest eine, vorzugsweise mehrere Bohrungen, insbesondere
Ösen mit einem Innengewinde zur Befestigung der Haften (10) angeordnet sind.
16. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Profilelement (6) zumindest ein, vorzugsweise mehrere Langlöcher zur Befestigung
der Haften (10) angeordnet sind.
17. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profilelement (6) aus einem in Längsrichtung flexiblen Kunststoff besteht,
welcher ein Aufrollen des Profilelementes (6) ermöglicht.
18. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profilelement (6) zumindest eine vorzugsweise mittige angeordnete in Längsrichtung
verlaufenden Profilierung (15) aufweist.
19. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen (9) zur Aufnahme der Befestigungselemente in der Profilierung (15)
angeordnet sind.
20. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (15) eine Tiefe aufweist, die ausreicht, daß die Köpfe (14) der
Befestigungselemente unterhalb der durch die beidseitig neben der Profilierung (15)
angeordneten Oberflächenabschnitte des Profilelementes (6) bestimmten Ebene liegen.
21. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Profilierung (15) über die gesamte Länge des Profilelementes (6) erstreckt.
22. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (15) abschnittsweise im Profilelement (6) angeordnet ist.
23. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (15) mit einer Platte (17), insbesondere einem Dämmstoffstreifen
ausfüllbar ist.
24. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Bohrungen (9) zur Aufnahme der Befestigungselemente Schäfte (16)
an der Unterseite des Profilelementes (6) angeordnet sind, die in die Wärmedämmschicht
(2) eindrückbar sind.
25. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schaft (16) einen Deckel aufweist, der nach Einsetzen und Befestigen des
Befestigungselementes in den Schaft (16) einsetzbar ist, wobei der Deckel vorzugsweise
an das Profilelement (6) angespritzt ist.
26. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel als Ortschaum oder Stopfen, insbesondere aus Weichschaum ausgebildet
ist.
27. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schaft (16) in eine Bohrung (9) des Profilelementes (6) einsetzbar ist,
welche Bohrung (9) insbesondere eine umlaufende Einfräsung aufweist.
28. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schaft (16) Arretierungselemente, wie Innengewinde, Haltewarzen oder ringförmige
Verengungen aufweist, mit denen der Deckel oder ein anderes Verschlußelement festlegbar
ist.
29. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Oberfläche des Profilelementes (6) ein Gewebestreifen (23), insbesondere
aus Synthesefasern zur Bildung eines Klettverschlusses angeordnet ist, wobei das Gegenstück
des Klettverschlusses auf der Unterseite einer Dachabdichtungsbahn oder -folie befestigt
ist.
30. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Oberfläche des Profilelementes (6) eine schweißbare oder klebfähige Abdichtungsbahn
oder -folie angeordnet ist.
31. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkern (24) oder ein faserverstärkter Kunststoffkern mit einer Ummantelung
(25) aus Polyurethan-Schaum oder Polyisocyanurat-Hartschaum umgeben ist.
32. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ummantelung (25) eine Rohdichte von ca. 40 bis 150 kg/m3, vorzugsweise 70 bis 100 kg/m3 aufweist.
33. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ummantelung (25) eine Materialstärke von 1 bis 20 mm, vorzugsweise 2 bis 5
mm hat.
34. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 33,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ummantelung (25) auf der der Wärmedämmschicht (2) zugewandten Fläche mit geringerer
Materialstärke ausgebildet ist, als auf der gegenüberliegenden, der Dachoberschale
zugewandten Fläche.
35. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 33,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialstärke der Ummantelung (25) auf der der Dachoberschale zugewandten
Fläche des Profilelementes (6) so groß gewählt ist, daß ein Schraubenkopf (14) eines
Befestigungselementes darin vollständig versenkbar ist.
36. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkern (24) als Aluminium-Strangprofil ausgebildet ist.
37. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ummantelung (25) aus einem elastischen Schaum, beispielsweise Chloropren (Zellgummi)
ausgebildet ist.
38. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ummantelung (25) aus einer Hartgummierung, beispielsweise aus Natur-, Buna-
oder Nitrillhartgummi, oder einer Weichgummierung, beispielsweise auf der Basis von
Natur-, Buna-, Chloropren-, Butyl-, Äthylen-, Propylen-, Terpolymer- und Fluorkautschuk
besteht.
39. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hafte (10) an ihrem auf den Profilelementen (6) angeordneten Schenkel (11)
zumindest eine Materialverdickung, insbesondere in Form einer Sicke (13) aufweist,
die sich im wesentlichen parallel zum zweiten, im wesentlichen rechtwinklig zum Profilelement
(6) erstreckenden Schenkel (11) erstreckt und über den Kopf (14) eines Befestigungselementes
hinausragt.
40. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haften (10) auf den Profilelementen (6) aufvulkanisiert sind.
41. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haften (10) drehbar auf den Profilelementen (6) befestigt sind.
42. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haften (10) zweiteilig ausgebildet sind und eine Druckplatte (18) mit daran
befestigter Hülse aufweisen, welche Hülse einen Bolzen des oberen Teils der Hafte
(10) aufnimmt.
43. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 42,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Teil der Hafte (10) mit der Druckplatte (18) aus Kunststoff und der
obere Teil der Hafte (10) aus Metall besteht.
44. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 42,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teile der Hafte (10) schwenkbeweglich miteinander scharniert sind.
45. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 44,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teile der Hafte (10) in dem sie verbindenden Scharnier festsetzbar
sind.
46. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haften (10) mit den Befestigungselementen der Profilelemente (6) an denselben
befestigt sind, welche die Profilelemente (6) mit der Dachschale (3) verbinden.
47. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haften (10) im Bereich des Übergangs ihrer rechtwinklig zueinander angeordneten
Schenkel ein im Seitenschnitt kreisbogenabschnittförmiges Kunststoffelement aufweisen.
48. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hafte (10) eine Druckausgleichsplatte (19), insbesondere aus Kunststoff aufweist,
die auf der Oberfläche des Profilelementes (6) aufliegt.
49. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hafte (10) an ihrer dem Profilelement (6) zugewandten Unterseite einen Vorsprung
aufweist, der in eine korrespondierende Profilierung (15) in dem Profilelement (6)
einsteckbar ist.
50. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 49,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Vorsprung zumindest eine plattenförmige Zunge (20) angeformt ist.
51. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profilelement (6) als Lochblech ausgebildet ist.
52. Zweischaliges Dachsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profilelement (6) als Streckmetall mit Ummantelung ausgebildet ist.