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(11) |
EP 0 984 477 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2005 Patentblatt 2005/13 |
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Anmeldetag: 13.08.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01H 71/32 |
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Verfahren zur Herstellung eines Jochs eines Magnetauslösers und Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens
Method for producing a yoke for a magnetic trip device and device for carrying out
said method
Procédé de fabrication d'une culasse pour déclencheur magnétique et dispositif pour
executer ce procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
31.08.1998 DE 19839637
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.03.2000 Patentblatt 2000/10 |
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Patentinhaber: ABB Schweiz AG |
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5400 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Girardin,Dominique
2900 Porrentruy (CH)
- Schneider, Gerhard
78176 Blumberg (DE)
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Vertreter: ABB Patent Attorneys |
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c/o ABB Schweiz AG
Brown Boveri Strasse 6 5400 Baden 5400 Baden (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 786 789 DE-A- 19 512 604 US-A- 4 305 056
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DE-A- 3 531 051 DE-U- 8 801 399 US-A- 5 140 272
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Verfahren zur Herstellung eines zwei
feststehende Bleche enthaltenden Jochs eines vorzugsweise in einem Fehlerstrom-Schutzschalter
(Fl-Schalter) einsetzbaren Magnetauslösers nach dem Oberbegriff von Patentanspruch
1. Ein solches Joch dient der Führung eines konstanten magnetischen Dauerflusses von
einem Dauermagneten zu einem beweglichen Anker des Magnetauslösers. Wird der magnetische
Dauerfluss durch ein von einer Auslösespule abgegebenes und etwa auf einen Fehlerstrom
zurückzuführendes Signal geschwächt, so wird der von einer vorgespannten Feder belastete
Anker vom Joch abgehoben und löst dann ein Kraftübertragungsglied aus. Bei einem Fl-Schalter
wirkt das Kraftübertragungsglied auf ein Schaltschloss, welches ein Öffnen der Kontaktanordnung
des Fl-Schalters bewirkt.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Erfindung nimmt auf einen Stand der Technik Bezug, wie er in EP 0786 789 A1 beschrieben
ist. Ein in diesem Stand der Technik angebenes Joch für einen in einen Fl-Schalter
eingebauten Magnetauslöser weist im wesentlichen zwei feststehend angeordnete Jochbleche
auf, welche mittels stegförmig ausgebildeter Verbindungspunkte zusammengefügt sind,
und zwischen denen sich als magnetisch schlecht leitendes Diaphragma ein ca. 20 bis
100 m dicker Luftspalt befindet. Der Luftspalt trennt die beiden Jochbleche unter
Bildung eines magnetischen Widerstandes vorgegebener Grösse und verhindert so, dass
der von einem Dauermagneten in den magnetischen Kreis eingespeiste magnetische Dauerfluss
kurzgeschlossen wird.
[0003] Für die Funktionssicherheit des Magnetauslösers ist es entscheidend, dass seine Ausschaltleistung
in einem vorgegebenen schmalen Bereich mit einer Schwankungsbreite von typischerweise
10 bis 20 % liegt. Die Ausschaltleistung hängt ab von den Abmessungen des Luftspaltes
und dem Verhältnis von Jochblechzu Luftspaltfläche. Daher ist die Einhaltung einer
Dickentoleranz des Luftspaltes innerhalb des vorgenannten Schwankungsbereichs notwendig.
Bei einem für einen Magnetauslöser typischen Luftspalt mit einer mittleren Dicke von
ca. 40 µm entspricht dies einer Dicken- bzw. Abstandstolerenz von ca. ± 4 µm. Die
verwendeten Jochbleche weisen einen aufgebogenen Schenkel und eine verhältnismässig
unregelmässige Aussenkontur auf. Ihre Geradheits- und Dickentoleranz liegt praktisch
eine Grössenordnung über der geforderten Toleranz des Luftspaltes, so dass eine vorgängige
kostenintensive Bearbeitung der Jochbleche im Bereich des Luftspaltes, beispielsweise
durch Läppen, und die Verwendung von Abstandshaltem erforderlich erscheinen.
[0004] Bei der Herstellung des vorbekannten Jochs werden die beiden Jochbleche üblicherweise
jeweils in eine von zwei vertikal übereinander angeordneten und gegeneinander verschiebbaren
Klemmbacken fixiert. Die Bleche werden sodann nach Zwischenlage von Abstandshaltem
unter Bildung des Luftspaltes gegeneinander geführt und durch Anbringen von Verbindungspunkte
in einem Laserschweissverfahren fixiert. Die Abstandshalter werden entfernt. Der zwischen
den beiden Jochblechen liegende magnetische Widerstand vorgebener Grösse ist dann
durch die Luftschicht zwischen den Jochblechen und die geometrischen Abmessungen der
als Schweissstellen ausgebildeten Verbindungspunkte bestimmt.
[0005] Die Verwendung der Abstandshalter erschwert und verlangsamt den Herstellprozess ganz
wesentlich. Zudem bedarf es nachfolgend zusätzlicher Reinigungs- und Bearbeitungsschritte,
welche den Herstellprozess zusätzlich verlangsamen und verteuern.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem in einfacher und kostengünstiger
Weise Joche hoher Präzision gefertigt werden können, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens anzugeben.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren erfasst mit der Messung der Kapazität des durch die
beiden Jochbleche und den dazwischenliegenden Luftspalt gebildeten Kondensators indirekt
auch die Dicke des Luftspaltes. Wegen der Analogie von elektrischem und magnetischem
Feld wird damit auch der von der Dicke des Luftspaltes abhängige und für die Auslöseleistung
des das Joch enthaltenden Magnetauslösers ausschlaggebende magnetische Fluss erfasst.
Durch Verändern des Luftspaltvolumens infolge Verschiebens der Jochbleche senkrecht
zueinander werden so bei der Kapazitätsmessung mit hoher Genauigkeit Angaben über
den mittleren Jochblechabstand und damit auch über die Grösse des magnetischen Flusses
gewonnen, welche eine äusserst präzise Herstellung des Jochs ermöglichen.
[0008] Die beim erfindungsgemässe Verfahren verwendete Kapazitätsmessung berücksichtigt
die unruhige Oberflächentopographie der Jochbleche und liefert so ein direktes Abbild
der magnetischen Kopplung zwischen den Jochblechen. Sie ist unempfindlich gegen äussere
Störeinflüsse, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Verschmutzung, Alterung
und/oder EMV-Störungen, weist eine hohe Auflösung (<1nm) und ein eindeutiges Signal-Antwort-Verhalten
auf und kann wegen kurzer Einschwingzeiten (ca. 200 µs) sehr rasch ausgeführt werden.
[0009] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich durch
hohe Flexibilität und Taktzeiten im Sekundenbereich, beispielsweise 4 s, aus. Dies
ist vor allem eine Folge der raschen Durchführbarkeit der Kapazitätsmessung und der
guten Verwendbarkeit der ermittelten Kapazität zur Bildung einer Stellgrösse in einem
Regelkreis, dessen Regelgrösse die Dicke des Luftspalts bzw. der mittlere Abstand
der Jochbleche ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0010] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung und die damit erzielbaren weiteren
Vorteile werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen
Figuren 1 und 2 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemässen Verfahrens in verschiedener Positionen A bis O, und
Fig.3 ein Flussdiagramm, in dem der zeitliche Ablauf des erfindungsgemässen Verfahrens
unter Bezugnahme auf die Positionen A bis O dargestellt ist.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0011] In allen Zeichnungen beziehen sich gleiche Bezugszeichen auf gleichwirkende Teile.
Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Vorrichtung weist zwei vertikal übereinander
angeordnete Klemmbacken 1 und 2 auf, von denen die untere Klemmbacke 1 feststehend
und die obere Klemmbacke 2 in vertikaler Richtung (Doppelpfeil) verschieblich angeordnet
ist. Hierbei kann der Weg, den die Klemmbacke 2 während eines Bewegungsvorgangs in
vertikaler Richtung zurückgelegt hat, mit Hilfe eines nicht dargestellten Wegaufnahmesensors
erfasst werden.
[0012] Eine Dreipunktauflage 3 ist vor der Inbetriebnahme der Vorrichtung (Position A) leer
und wird zu Beginn des Herstellverfahrens mit einem Jochblech 4 beladen (Position
B). Mittels eines als Stift ausgebildeten Positionierelementes 5 wird das Jochblech
4 mit Kraft gegen die Dreipunktauflage 3 gedrückt (Position C), und unter Beibehaltung
des Drucks in der unteren Klemmbacke 1 fixiert und ausgerichtet (Position D). Das
Positionierelement 5 wird dann weggefahren (Position E) und die Herstellvorrichtung
sodann mit einem zweiten Jochblech 6 beladen (Position F). Dieses Jochblech wird mit
dem Positionierelement 5 mit Kraft gegen das auf der Dreipunktauflage 3 abgestützte
Jochblech 4 gedrückt (Position G) und unter Beibehaltung des Drucks in der oberen
Klemmbacke 2 fixiert (Position H). Durch nachfolgendes zwei- oder gegebenenfalls auch
mehrfaches impulsartiges Drücken des Jochblechs 6 mit dem Positionierelement 5 wird
eine besonders vorteilhafte Ausrichtung des Jochblechs 6 und zugleich eine Nullung
des mittleren Abstandes zwischen den beiden Jochblechen 4 und 6 erreicht (Position
I).
[0013] Nach dem Entfernen des Positionierelementes 5 werden sodann von oben bzw. unten je
zwei Signalanschlüsse S
1, S
3 bzw. S
2, S
4 eines in Fig.3 angedeuteten Kapazitätsmessgerätes 7 an die Jochbleche 4 und 6 geführt
(Position J). Die zwei Signalanschlüsse S
1 und S
2 dienen der Zuführung eines messwerterzeugenden Signals an die Jochbleche 4 und 6,
wohingegen die beiden Signalanschlüsse S
3 und S
4 der Aufnahme eines messwertproportionalen Signals von den Jochblechen 4 und 6 dienen.
Die der Aufnahme des messwertproportionalen Signals dienenden Signalanschlüsse S
3 und S
4 wirken auf einen Fig.3 entnehmbaren Regler 8 eines Regelkreises 9.
[0014] Die obere Klemmbacke 2 wird nun unter Bildung eines Luftspaltes 10 zwischen den beiden
Jochblechen 4 und 6 nach oben gefahren (Position K). Während des Fahrens wird periodisch
die Kapazität des durch die Jochbleche 4, 6 und des dazwischenliegenden Luftspaltes
10 gebildeten Kondensators in Abhängigkeit vom Jochblechabstand periodisch gemessen.
Aus Fig.3 ist ersichtlich, dass die gemessene Kapazität C
ist in jeder Messperiode im Regelkreis 9 mit einem vorgebenen zwischen einer oberen Grenze
C
Sollmax und einer unteren Grenze C
Sollmin liegenden Kapazitätssollwert verglichen wird. Stimmt C
ist mit diesem Sollwert nicht überein, so wird an eine nicht dargestellte Vorrichtung
zum Ändern des Abstandes der beiden Klemmbacken 1, 2 ein als Stellgrösse wirkendes
Signal y abgegeben, durch welches die Klemmbacke 2 weitergeführt und so der Abstand
zwischen den beiden Jochblechen 4, 6 verändert wird (vgl. Fig.3: Abstandskorrektur
y). Stimmen schliesslich gemessene Kapazität und Sollwert überein, so wird die Kapazitätsmessung
beendet und der beim Sollwert vorhandene Jochblechabstand zunächst konstant gehalten.
[0015] Die Signalanschlüsse des Kapazitätsmessgerätes werden nun weggefahren (Position L).
Es wird sodann durch Verschieben der Klemmbacke 2 eine Abstandskorrektur y
Schrumpfung vorgenommen (Position M und Fig.3). Bei dieser Korrektur wird durch Veränderung des
zunächst konstant gehaltenen Jochblechabstands (Position L) um einen vorgegebenen
Korrekturwert ein definierter Montagewert des Jochblechabstandes erreicht. Ist dieser
Montagewert eingestellt, so können die beiden Jochbleche 4, 6 durch Anbringen von
Verbindungspunkten 11 (Position O) fixiert werden. Der Korrekturwert y
Schrumpf ist derart bestimmt, dass sich beim Anbringen der Verbindungspunkte 11 ein angestrebter
mittlerer Jochblechabstand einstellt.
[0016] Die Verbindungspunkte 11 werden mittels einer Fügevorrichtung 12 randseitig an den
Jochblechen 4, 6 angebracht. Werden die Verbindungspunkte 11 in einem Schweissverfahren,
vorzugsweise in einem Laserschweissverfahren, angebracht, so sollte der zunächst konstant
gehaltene Jochblechabstand durch den Korrekturwert y
Schrumpf vergrössert werden, um so die beim Schweissen auftretende Abstandsverringerung infolge
Schrumpfung zu kompensieren (Position N). Es kann aber auch der zunächst konstant
gehaltene Jochblechabstand (Position L) als Montageabstand dienen. Der Kapazitätssollwert
ist dann derart zu bestimmen, dass sich der mittlere Jochblechabstand beim nachfolgenden
Anbringen der Verbindungspunkte 11 einstellt. Beim Anbringen der Verbindungspunkte
11 in einem Schweissverfahren sollte der Kapazitätssollwert kleiner sein als der Kapazitätswert
des Kondensators sein, da dann die beim Schweissen auftretende Schrumpfung berücksichtigt
ist.
[0017] Anstelle eines Kapazitätsmessgerätes 7 kann auch eine andere Vorrichtung zur Ermittlung
der Kapazität C
ist des von den Jochblechen 4, 6 und dem dazwischenliegenden Luftspalt 10 gebildeten
Kondensators verwendet werden. Mit Vorteil kann eine solche Vorrichtung einen mit
den Signalanschlüsse S
1, S
2, S
3, S
4 verbundenen Resonanzfrequenzmesser sowie einen dem Resonanzfrequenzmesser nachgeschalteten
Computer aufweisen. Der Resonanzfrequenzmesser misst dann die Resonanzfrequenz eines
die Kapazität C
ist und eine Induktivität vorbestimmter Grösse enthaltenden Schwingkreises. Der Computer
ermittelt dann aus der vom Resonanzfrequenzmesser gemessenen Resonanzfrequenz die
Kapazität C
ist, welche dann - wie zuvor beschrieben wurde - mit dem Kapazitätssollwert verglichen
wird.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1, 2
- Klemmbacken
- 3
- Dreipunktauflage
- 4, 6
- Jochbleche
- 5
- Positionierelement
- 7
- Kapazitätsmessgerät
- 8
- Regler
- 9
- Regelkreis
- 10
- Luftspalt
- 11
- Verbindungspunkte
- 12
- Fügevorrichtung
- Cist
- gemessene Kapazität
- (CSollmax - CSollmin)
- Kapazitätssollwert
- y
- Abstandskorrektur
- YSchrumpf
- Abstandskorrekturwert für Schrumpfung
1. Verfahren zur Herstellung eines zwei feststehende Bleche (4, 6) enthaltenden Jochs
eines vorzugsweise in einem Fehlerstrom-Schutzschalter einsetzbaren Magnetauslösers,
bei dem die beiden Jochbleche (4, 6) unter Bildung eines Luftspalts (10) mit einem
vorgegebenen Montageabstand zueinander gehalten und nach Anbringen von Verbindungspunkten
(11) mit einem die magnetischen Eigenschaften des Auslösers bestimmenden mittleren
Abstand zueinander fixiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Anbringen der Verbindungspunkte (11) Signalanschlüsse (S1, S2, S3, S4) einer Vorrichtung zur Ermittlung der Kapazität (Cist) eines von den Jochblechen (4, 6) und dem dazwischenliegenden Luftspalt (10) gebildeten
Kondensators an die Jochbleche (4, 6) geführt werden, dass die Kapazität (Cist) in Abhängigkeit vom Jochblechabstand (y) periodisch ermittelt wird, dass die ermittelte
Kapazität (Cist) in jeder Periode mit einem vorgegebenen Kapazitätssollwert (CSollmax - CSollmin) verglichen wird, und dass nach dem Erreichen des Sollwertes (CSollmax - CSollmin) das Ermitteln der Kapazität beendet und der beim Sollwert vorhandene Jochblechabstand
zumindest vorübergehend konstant gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Montageabstand eingestellt wird durch Veränderung des konstant gehaltenen Jochblechabstands
um einen vorgebenen Korrekturwert (ySchrumpf), wobei der Korrekturwert derart bestimmt ist, dass sich der mittlere Jochblechabstand
beim nachfolgenden Anbringen der Verbindungspunkte (11) einstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anbringen der Verbindungspunkte (11) in einem Schweissverfahren der konstante
Jochblechabstand durch den Korrekturwert (ySchrumpf) vergrössert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zunächst konstant gehaltene Jochblechabstand als Montageabstand dient und der
Kapazitätssollwert (CSollmax - CSollmin) zugleich derart bestimmt ist, dass sich der mittlere Jochblechabstand beim nachfolgenden
Anbringen der Verbindungspunkte (11) einstellt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anbringen der Verbindungspunkte (11) in einem Schweissverfahren der Kapazitätssollwert
(CSollmax - CSollmin) kleiner ist als der Kapazitätswert des Kondensators, bei dem die Jochbleche (4,
6) den mittleren Abstand aufweisen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erreichen des konstanten Jochblechabstands und vor dem Anbringen der Verbindungspunkte
(11) die Signalanschlüsse (S1, S2, S3, S4) entfernt werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit je
zwei gegeneinander verschiebbaren Klemmbacken (1, 2) zur Aufnahme je eines der beiden
Jochbleche (4, 6) und mit einer die Verbindungspunkte (11) randseitig an den Jochblechen
(4, 6) anbringenden Fügevorrichtung (12), dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine Vorrichtung zur Ermittlung der Kapazität (Cist) eines von den Jochblechen (4, 6) und dem dazwischenliegenden Luftspalt (10) gebildeten
Kondensators vorgesehen ist mit an die Jochbleche (4, 6) führbaren Signalanschlüssen
(S) zur Zuführung eines messwerterzeugenden Signals und zur Aufnahme eines messwertproportionalen
Signals.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Ermittlung der Kapazität ein Kapazitätsmessgerät (7) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die der Aufnahme des messwertproportionalen Signals dienenden Signalanschlüsse auf
einen Regler (8) eines Regelkreises (9) wirken, der den vor dem Anbringen der Verbindungspunkte
(11) zunächst konstant gehaltenen Abstand der Jochbleche (4, 6) einstellt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Regler (9) Mittel zum Vergleich der periodisch ermittelten Kapazität (Cist) mit dem vorgegebenen Kapazitätssollwert (CSollmax - CSollmin) vorgesehen sind sowie Mittel zur Bildung eines Stellsignals (y) an eine Vorrichtung
zum Ändern des Abstandes der beiden Klemmbacken (1, 2).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Ermittlung der Kapazität (Cist) einen mit den Signalanschlüsse (S1, S2, S3, S4) verbundenen Resonanzfrequenzmesser zum Messen der Resonanzfrequenz eines die Kapazität
und eine Induktivität vorbestimmter Grösse enthaltenden Schwingkreises aufweist sowie
einen dem Resonanzfrequenzmesser nachgeschalteten Computer zum Errechnen der zu ermittelnden
Kapazität (Cist) aus der vom Resonanzfrequenzmesser gemessenen Resonanzfrequenz.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Lagerung (3) zur Auflage des in der unteren Klemmbacke (1) festsetzbaren
Jochblechs (4) sowie eine Positionierelement (5) zur Beaufschlagung jeweils eines
der beiden Jochbleche (4, 6) mit Haltekraft beim Festsetzen des Jochbleches (4, 6)
in der zugeordneten oberen (2) oder unteren Klemmbacke (1) vorgesehen sind.
1. A method for producing a yoke with two stationary laminations (4, 6) for a magnetic
tripping device that is preferably utilized in a residual current circuit breaker,
wherein the two yoke laminations (4, 6) are held apart from one another by a predetermined
installation spacing such that an air gap (10) is formed, and wherein the yoke laminations
are fixed relative to one another such that they are spaced apart by a mean spacing
that determines the magnetic properties of the tripping device after the connecting
points (11) are produced, characterized in that signal connections (S1, S2, S3, S4) of a device for determining the capacitance (Cist) of a capacitor formed by the yoke laminations (4, 6) and the air gap (10) situated
in between are installed on the yoke laminations (4, 6) before the connecting points
(11) are produced, in that the capacitance (Cist) in dependence on the yoke lamination spacing (y) is periodically determined, in that the determined capacitance (Cist) is compared with a predetermined nominal capacitance value (Csollmax-Csollmin) in each period, and in that the determination of the capacitance is completed after the nominal value (Csollmax-Csollmin) is reached and the yoke lamination spacing that corresponds to the nominal value
is at least temporarily maintained constant.
2. The method according to Claim 1, characterized in that the installation spacing is adjusted by changing the constant yoke lamination spacing
by a predetermined correction value (ySchrumpf), wherein the correction value is defined in such a way that the mean yoke lamination
spacing is adjusted during the subsequent production of the connecting points (11).
3. The method according to Claim 2, characterized in that the constant yoke lamination spacing is increased by the correction value (ySchrumpf) during the production of the connecting points (11) by means of a welding method.
4. The method according to Claim 1, characterized in that the yoke lamination spacing that is initially maintained constant serves as the installation
spacing, and in that the nominal capacitance value (Csollmax-Csollmin) is simultaneously defined in such a way that the mean yoke lamination spacing is
adjusted during the subsequent production of the connecting points (11).
5. The method according to Claim 4, characterized in that the nominal capacitance value (Csollmax-Csollmin) is lower than the capacitance value of the capacitor, at which the yoke laminations
(4, 6) are spaced apart by the mean spacing, during the production of the connecting
points (11) by means of a welding method.
6. The method according to one of Claims 1-5, characterized in that the signal connections (S1, S2, S3, S4) are removed after the constant yoke lamination spacing is reached and before the
connecting points (11) are produced.
7. A device for carrying out the method according to one of Claims 1-6, with two clamping
jaws (1, 2) that can be displaced relative to one another and respectively serve for
receiving one of the two yoke laminations (4, 6), and with a joining device (12) for
producing the connecting points (11) on the edges of the yoke laminations (4, 6),
characterized in that a device for determining the capacitance (Cist) of a capacitor formed between the yoke laminations (4, 6) and the air gap (10) situated
in between is additionally provided and contains signal connections (S) that lead
to the yoke laminations (4, 6) and serve for supplying a signal that generates a measuring
value, as well as for picking up a signal that is proportional to the measuring value.
8. The device according to Claim 7, characterized in that the device for determining the capacitance consists of a capacitance meter (7).
9. The device according to Claim 7 or 8, characterized in that the signal connections for picking up a signal that is proportional to the measuring
value act upon a controller (8) of a control circuit (9) that adjusts the spacing
between the yoke laminations (4, 6) that is initially maintained constant before the
connecting points (11) are produced.
10. The device according to Claim 9, characterized in that the controller (9) comprises means for comparing the periodically determined capacitance
(Cist) with the predetermined nominal capacitance value (Csollmax-Csollmin), as well as means for generating an actuating signal (y) for a device for changing
the spacing between the two clamping jaws (1, 2).
11. The device according to Claim 10, characterized in that the device for determining the capacitance (Cist) comprises a resonant frequency meter that is connected to the signal connections
(S1, S2, S3, S4) and serves for measuring the resonant frequency of an oscillatory circuit with the
capacitance and an inductance of predetermined magnitude, as well as a computer that
is connected in series to the resonant frequency meter and serves for calculating
the capacitance (Cist) to be determined from the resonant frequency measured by the resonant frequency
meter.
12. The device according to one of Claims 7-11, characterized in that it is also provided with a support (3) for supporting the yoke lamination (4) to
be fixed in the lower clamping jaw (1), as well as a positioning element (5) for respectively
subjecting one of the two yoke laminations (4, 6) to a holding force in order to fix
the yoke lamination (4, 6) in the assigned upper (2) or lower clamping jaw (1).
1. Procédé pour la fabrication d'une culasse contenant deux tôles (4, 6) fixes d'un déclencheur
magnétique pouvant être utilisé de préférence dans un interrupteur de protection à
courant de défaut, dans lequel les deux tôles de culasse (4, 6) sont maintenues l'une
par rapport à l'autre en formant un entrefer (10) avec un espacement de montage prédéfini
et sont fixées l'une par rapport à l'autre après le placement de points de liaison
(11) avec un espacement moyen déterminant les propriétés magnétiques du déclencheur,
caractérisé en ce que, avant le placement des points de liaison (11), des branchements de signal (S1, S2, S3, S4) d'un dispositif pour le calcul de la capacité (Cist) d'un condensateur formé par les tôles de culasse (4, 6) et l'entrefer (10) intercalé
sont guidés sur les tôles de culasse (4, 6), en ce que la capacité (Cist) est calculée de façon périodique en fonction de l'espacement des tôles de culasse
(y), en ce que la capacité (Cist) calculée est comparée lors de chaque période avec une valeur théorique de capacité
(CSollmax - CSollmin) prédéfinie, et en ce que, après avoir atteint la valeur théorique (CSollmax - CSollmin), le calcul de la capacité est terminé et l'espacement des tôles de culasse présent
avec la valeur théorique est maintenu au moins provisoirement constant.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espacement de montage est réglé par la variation de l'espacement des tôles de culasse
maintenu constant d'une valeur de correction (ySchrumpf) prédéfinie, la valeur de correction étant déterminée de telle sorte que l'espacement
moyen des tôles de culasse s'établit lors du placement ultérieur des points de liaison
(11).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, lors du placement des points de liaison (11) dans un procédé de soudage, l'espacement
constant des tôles de culasse est agrandi par la valeur de correction (ySchrumpf).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espacement des tôles de culasse maintenu d'abord constant sert d'espacement de
montage et la valeur théorique de capacité (CSollmax - CSollmin) est déterminé en même temps de telle sorte que l'espacement moyen des tôles de culasse
s'établit lors du placement ultérieur des points de liaison (11).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, lors du placement des points de liaison (11) dans un procédé de soudage, la valeur
théorique de capacité (CSollmax - CSollmin) est inférieure à la valeur de capacité du condensateur, dans lequel les tôles de
culasse (4, 6) présentent l'espacement moyen.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les branchements de signaux (S1, S2, S3, S4) sont enlevés après avoir atteint l'espacement constant des tôles de culasse et avant
de placer les points de liaison (11).
7. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 6 avec respectivement deux mâchoires de serrage (1, 2) pouvant être déplacées
l'une par rapport à l'autre pour le logement de respectivement l'une des deux tôles
de culasse (4, 6) et avec un dispositif d'assemblage (12) plaçant des points de liaison
(12) côté bordure sur les tôles de culasse (4, 6), caractérisé en ce qu'il est prévu en supplément un dispositif pour le calcul de la capacité (Cist) d'un condensateur formé par les tôles de culasse (4, 6) et l'entrefer (10) intercalé
avec des branchements de signal (S) pouvant être guidés sur les tôles de culasse (4,
6) pour l'alimentation d'un signal générant la valeur de mesure et pour la réception
d'un signal proportionnel à la valeur de mesure.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif pour le calcul de la capacité est un appareil de mesure de capacité
(7).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que les branchements de signal servant au logement du signal proportionnel à la valeur
mesurée agissent sur un régulateur (8) d'un circuit régulateur (9) qui règle l'espacement
des tôles de culasse (4, 6) qui est maintenu d'abord constant avant le placement des
points de liaison (11).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que dans le régulateur (9) sont prévus des moyens pour la comparaison de la capacité
(Cist) calculée périodiquement avec la valeur théorique de capacité (CSollmax - CSollmin) prédéfinie ainsi que des moyens pour la formation d'un signal de réglage (y) destiné
à un dispositif pour la variation de l'espacement des deux mâchoires de serrage (1,
2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif pour le calcul de la capacité (Cist) présente un mesureur de fréquence de résonance relié aux branchements de signal
(S1, S2, S3, S4) pour le mesurage de la fréquence de résonance d'un circuit oscillant contenant la
capacité et une inductance de grandeur prédéfinie ainsi qu'un ordinateur placé en
aval du mesureur de fréquence de résonance pour le calcul de la capacité (Cist) à déterminer à partir de la fréquence de résonance mesurée par le mesureur de fréquence
de résonance.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce qu'il est prévu également un logement (3) pour le support de la tôle de culasse (4) pouvant
être fixée dans la mâchoire de serrage (1) inférieure et un élément de positionnement
(5) pour l'alimentation de respectivement l'une des deux tôles de culasse (4, 6) avec
la force de retenue lors de la fixation de la tôle de culasse (4, 6) dans la mâchoire
de serrage (1) supérieure (2) ou inférieure attribuée.