[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bleichsystem aus Wasserstoffperoxid-erzeugendem
Enzym und Übergangsmetallverbindung sowie die Verwendung dieses System als Bleichkomponente
in Wasch- und Reinigungsmitteln.
[0002] Enzymatische Bleichzusammensetzungen, die ein Wasserstoffperoxid-bildendes System
enthalten, sind aus dem Stand der Technik gut bekannt. Zum Beispiel werden solche
in den Patentanmeldungen in EP 553 608, EP 553 607, EP 538 228, EP 537 381 und DE
20 64 146 beschrieben.
[0003] Derartige enzymatische Bleichzusammensetzungen können beispielsweise in Waschmittelformulierungen
zum Waschen von Textilien eingesetzt werden, worin eine möglichst hohe Bleichwirkung
bei niedriger Temperatur erwünscht ist. In der Waschlauge katalysieren die Enzyme
die Reaktion zwischen dem gelösten Sauerstoff und dem Substrat.
[0004] Um eine gute Bleichwirkung bei niedrigen Temperaturen, z.B. zwischen 15 und 55 °C,
zu erreichen. wird üblicherweise ein Bleichaktivator eingesetzt. Einer der am häufigsten
eingesetzte Bleichaktivator ist Tetraacetylethylendiamin (TAED), das durch Reaktion
mit dem Wasserstoffperoxid Peressigsäure bildet, wobei die Peressigsäure das eigentliche
Bleichmittel ist.
[0005] Für die Verwendung von derartigen bleichmittelhaltigen, enzymatischen Tensidzusammensetzungen
ist es jedoch wichtig, daß sie im wesentlichen keine Katalase enthalten, da Katalase
die Zersetzung des durch das Enzym gebildeten Wasserstoffperoxid katalysiert. Daher
sollte die Oxidase und auch andere Enzyme im System sorgfältig gereinigt werden, was
die Kosten für die Enzyme erheblich erhöht.
[0006] Aus ökonomischen Erwägungen werden Oxidasen in möglichst geringen Konzentrationen
eingesetzt. Niedrige Oxidase- bzw. Peroxidasekonzentrationen führen jedoch auch zu
einer geringeren Wasserstoffperoxidbildung und daher zu einer geringen Bleichleistung.
[0007] Bleichkatalysatoren in Form von Übergangsmetallkomplexen, beispielsweise von Mangan
(Mn) und/oder Eisen (Fe) sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden beispielsweise
in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 458 397, EP 0 458 398, EP 0 544 519 und
EP 0 549 272 beschrieben. In Kombination mit Wasserstoffperoxid bilden sie ein sehr
starkes Oxidationssystem.
[0008] Diese Übergangsmetallkomplexe haben jedoch den Nachteil, daß sie nicht nur die bleichbaren
Anschmutzungen sondern auch den Farbstoff zerstören, der sich auf der Faser befindet.
In einigen Fällen kann es auch zur Zerstörung der Faser, zu sogenanntem Lochfraß,
kommen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Katalysatorsystem zu entwickeln,
das bei tiefer Temperatur ohne externe Zugabe von Sauerstoffträgern wirksam ist und
mit bleichbaren Anschmutzungen, die sich auf der Faser oder in der Waschflotte befinden,
reagiert und so zur Zerstörung der Anschmutzungen führt. Auch sollte das Bleichsystem
zwar mit freien, in der Waschflotte befindlichen Farbstoffmolekülen reagieren, die
Farbe auf dem Textil sollte jedoch erhalten bleiben, d.h. eine Reaktion mit auf dem
Textil befindlicher Farbe oder mit der Textilfaser sollte vermieden werden.
[0010] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß ein Bleichsystem aus Wasserstoffperoxid-erzeugendem
Enzym und Übergangsmetallverbindung dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Luftsauerstoff
und geeignetem Enzymsubstrat Wasserstoffperoxyd-erzeugendes Enzym kovalent an die
Übergangsmetallverbindung gebunden ist.
[0011] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß die Verwendung des
Bleichsystems als Bleichkomponente in Wasch- und Reinigungsmitteln und zur Inhibierung
der Farbübertragung bei der Anwendung derartiger Mittel. Noch ein weiterer Gegenstand
betrifft die Verwendung des Bleichsystems in Desinfektionsmitteln.
[0012] Überraschenderweise wurde festgestellt, daß mit dem erfindungsgemäßen Bleichsystem
bei niedrigen Waschtemperaturen, insbesondere zwischen 15 und 55 °C, sehr gute Bleichleistungen
erhalten werden. Das Bleichsystem bildet kontinuierlich H
2O
2 und erbringt somit eine gleichmäßige Bleichleistung, ohne daß es zu Faserschädigungen
kommt. Es reagiert zwar mit den bleichbaren Anschmutzungen auf der Faser und in der
Waschflotte und auch mit freien, in der Waschflotte befindlichen Farbstoffmolekülen,
aber nicht mit auf dem Textil befindlichen Textilfarbstoffen.
[0013] Bei höheren Temperaturen ist das System aufgrund der thermischen Enzymlabilität im
wesentlichen nicht aktiv. Aufgrund der hohen Löslichkeit des erfindungsgemäßen enzymatischen
Systems können Ablagerungen auf den Fasern minimiert werden. Ablagerungen des an das
Enzym gebundenen Metallkomplexes auf einem Wäschestück wurden nicht festgestellt.
[0014] Die erfindungsgemäß in an das Enzym gebundener Form eingesetzten Übergangsmetallverbindungen
sind vorzugsweise Kupfer-, Mangan-, Eisen-, Cobalt-, Ruthenium- und/oder Molybdän-Verbindungen,
da mit diesen Verbindungen die Bleichreaktion besonders gut und innerhalb bestimmter
Grenzen kontrollierbar ist.
[0015] Beispiele für derartige Bleichkatalysatorverbindungen sind Mangan-Komplexe, wie sie
in den US-amerikanischen Patenten US 5,246,621 und US 5,244,594 beschrieben sind.
Bevorzugte Beispiele dieser Komplexe sind Mn
IV2(µ-O)
3(1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)
2-(PF
6)
2, Mn
III2(µ-O)
1(µ-OAc)
2(1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)
2-(ClO
4)
2, Mn
IV4(µ-O)
6(1,4,7-Triazacyclononan)
4-(ClO
4)
2, Mn
IIIMn
IV4(µ-O)
1(µ-OAc)
2(1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)
2-(ClO
4)
3 und deren Gemische. Andere Beispiele für Übergangsmetallverbindungen sind in der
europäischen Patentanmeldung EP 0 549 272 beschrieben.
[0016] Weitere geeignete Verbindungen enthalten als Liganden 1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan,
2-Methyl-1,4,7-triazacyclononan, 2-Methyl-1,4,7-triazacyclononan, 1,2,4,7-Tetramethyl-1,4,7-triazacyclononan
und deren Gemische.
[0017] Weitere geeignete Übergangsmetallverbindungen sind in den US-amerikanischen Patenten
US 4,246612 und US 5,227,084 beschrieben.
[0018] Im US-amerikanischen Patent US 5,194,416 werden mononukleare Mangan(IV)-Komplexe
offenbart, wie Mn(1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)(OCH
3)
3-(PF
6).
[0019] Ferner sind wasserlösliche Mangan(II)-, -(III)-, und (IV)-Komplexe geeignet, worin
der Ligand eine Carboxylat-Polyhydroxy-Verbindung mit mindestens drei aufeinanderfolgenden
C-OH-Gruppen ist, wie Verbindungen mit Sorbitol, Iditol, Dulsitol, Mannitol, Xylithol,
Arabitol, Adonitol, meso-Erythritol, meso-lnositol, Lactose und deren Gemischen als
Liganden.
[0020] Ein geeigneter Übergangsmetallkomplex mit Mn, Co, Fe oder Cu als Übergangsmetalle
und einem nicht-(makro)-cyclischen Liganden wird im US-amerikanischen Patent US 5,114,611
beschrieben. Der Ligand hat die allgemeine Formel:

worin R
1, R
2, R
3 und R
4 ausgewählt sein können aus H, substituierten Alkyl- und Arylgruppen, so daß jedes
R
1-N=C-R
2 und R
3-C=N-R
4 einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring bildet. Dieser Ring kann substituiert sein.
B ist eine brückenbildende Gruppe aus O, S, CR
5R
6, NR
7 und C = O, worin R
5, R
6 und R
7 H, substituierte oder unsubstituierte Alkyl- oder Arylgruppen sein können. Bevorzugte
Liganden sind Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol, Pyrazol und Triazol-Ringe.
Ggf. können die Ringe mit Substituenten wie Alkyl, Aryl, Alkoxy, Halogen und Nitro
substituiert sein. Ein besonders bevorzugter Ligand ist 2,2'-Bispyridylamin. Von den
in der US 5,114,611 beschriebenen Übergangsmetallkomplexen sind Co-, Cu-, Mn-, Fe-Bispyridylmethan-
und Bispyridylamin-Komplexe bevorzugt. Ganz besonders bevorzugte Komplexe sind Co(2,2'-Bispyridylamin)Cl
2, Di(isothiocyanato)bispyridylamin-Cobalt(II), Tris-dipyridylamin-Cobalt(II)-perchlorat,
Co(2,2-Bispyridylamin)
2O
2ClO
4, Bis-(2,2'-bispyridylamin) Kupfer(II)-perchlorat, Tris(di-2-pyridylamin)-Eisen(II)-perchlorat
und deren Gemische.
[0021] Weitere Beispiele sind Mn-Glyconat, Mn(CF
3SO
3)
2, Co(NH
3)
5Cl
3 und zweikernige Mn-Komplexe mit Tetra-N-zähnigen und Bi-N-zähnigen Liganden, wie
N
4Mn
III(µ-O)
2Mn
IV4)
+ und [Bipy
2Mn
III(µ-O)
2Mn
IVBipy
2]-(ClO
4)
3
[0022] Andere Bleichkatalysatoren sind beispielsweise in den europäischen Patentanmeldungen
EP 0 408 131 (Katalysatoren auf Basis von Cobalt-Komplexen), EP 0 384 503 und EP 0
306 089 (Metall- Porphyrin-Katalysatoren), im US-Patent US 4,728,455 (Mangan-Katalysator
mit mehrzähnigem Liganden), dem US-Patent US 4,711,748 und. der europäischen Patentanmeldung
EP 0 224 952 (Mangan absorbiert auf Alumiosilikat), im US-Patent US 4,601,845 (Alumosilikat-Träger
mit Mangan und Zink- oder Magnesiumsalz), US-Patent US 4,626,373 (Mangan/Ligand Katalysator),
US-Patent US 4,119,557 (Eisenkomplex-Katalysator), dem deutschen Patent DE 20 54 019
(Cobalt-Chelat-Katalysator), dem kanadischen Patent CA 866 191 (übergangsmetallhaltige
Salze), dem US-Patent US 4,430,243 (Chelatkomplexe mit Mangankationen und nichtkatalytischen
Metall-Kationen) und dem US-Patent US 4,728,455 (Mangan-Gluconat-Katalysatoren) beschrieben.
[0023] Als weitere Übergangsmetallverbindungen haben sich solche Komplexverbindungen als
geeignet erwiesen, die als Liganden eine makrocyclische organische Verbindung der
Formel (II) aufweisen

worin
t eine ganze Zahl 2 oder 3, s eine ganze Zahl von 3 bis 4 und u Null oder 1 ist, R
8, R
9 und R
10 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe H; Alkyl, Aryl, substituiertes
Alkyl oder Aryl.
[0024] Die voranstehend genannten Liganden können durch bekannte Verfahren hergestellt werden,
wie sie beispielsweise von K. Wieghardt et al, Inorganic Chemistry 1982, 21, S. 3086
ff. beschrieben werden.
[0025] Ein Beispiel eines bevorzugten Liganden ist 1,2-bis-(4,7-Dimethyl-1,4,7-triaza-1-cyclononyl)ethan,
([EB(Me
3TACN)
2]).
[0026] Die voranstehend genannten Liganden können wie von K. Wieghardt et al in Inorganic
Chemistry, 1985, 24, S. 1230 ff. und J Chem Soc, Chem Comm. 1987, S. 886, oder durch
einfache Abänderungen dieser Synthese hergestellt werden.
[0027] Die Liganden können auch in Form ihrer Säuresalze, wie der HCl- oder H
2SO
4-Salze, beispielsweise als 1,4,7-Me
3TACN-Hydrochlorid. Ggf. können die Eisen- und/oder Mangan-lonen separat oder in einem
einzelnen Produkt zusammen dem Liganden zugegeben werden.
[0028] Die Eisen- oder Mangan-lonen können als wasserlösliches Salz wie als Eisen- oder
Mangannitrat, -chlorid, -sulfat oder -acetat, oder als Koordinationsverbindung, wie
als Manganacetylacetonat vorliegen. Vorzugsweise werden solche Eisen- und/oder Manganverbindungen
eingesetzt, aus denen der Übergangsmetallkomplex schnell gebildet werden kann.
[0029] In einer anderen Ausführungsform kann der Bleichkatalysator auch in Form von 1-,
2- oder vierkernigen Mangan- oder Eisenkomplexen vorliegen. Bevorzugte einkernige
Komplexe haben die allgemeine Formel (IV):
[L Mn X
p]
zY
q (IV)
worin Mn Mangan in der Oxidationsstufe II, III oder IV ist, X jeweils einen Koordinations-Liganden
darstellt, der unabhängig ausgewählt sein kann aus UR", worin R" ein C
1- bis C
20-Rest ist, der ausgewählt ist aus der Gruppe von Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, Benzyl und
deren Kombinationen, wobei diese ggf. substituiert sein können, oder mindestens 2
R"-Reste miteinander verbunden sein können, um so ein Brückenglied zwischen den beiden
Sauerstoffatomen zu bilden, die mit dem Mangan, Cl
-, Br
-, J
-, F
-, NCS
-, N
3-, J
3-, NH" OH-, O
22-, HOO, H
2O, SH, CN
-, OCN
-, SO
42-, R
18COO
-, R
18SO
42-, RSO
3- und R
18CO
-, worin R
18 ausgewählt ist Wasserstoff, Alkyl, Aryl, substituiertem Alkyl und substituiertem
Aryl und R
19COO, worin R
19 ausgewählt ist aus Alkyl, substituiertem Alkyl und substituiertem Aryl, p ist eine
ganze Zahl von 1 bis 3, Z bedeutet die Ladung des Komplexes und ist eine ganze Zahl,
die positiv, Null oder negativ sein kann, Y ist ein einwertiges oder mehrwertiges
Gegenion, das zur Ladungsneutralität führt, wobei die Tip dieses Gegenions von der
Ladung Z des Komplexes abhängt, q = Z/[Ladung Y],
und L ist ein Ligand, der Formel (1), wie sie oben definiert wurde.
[0030] Diese einkernigen Komplexe werden außerdem in den europäischen Patentanmeldungen
EP 0 544 519 und EP 0 549 272 beschrieben.
[0031] Bevorzugte mehrkernige Komplexe weisen die im folgenden wiedergegebenen Formeln V
oder VI auf

worin Mn jeweils unabhängig voneinander die Oxidationsstufe III oder IV aufweisen
und L, X, Y, z und q die in den Formel I bis III genannten Bedeutungen haben.
[0032] Besonders bevorzugte zweikernige Mangankomplexe sind solche, worin X jeweils unabhängig
ausgewählt ist aus CH
3COO
-, O
22- und O
2- und besonders bevorzugt solche, worin das Mangan in der Oxidationstufe IV vorliegt
und X O
2- bedeutet. Beispiele für derartige Liganden sind:
i) [Mn
iv 2 (µ-O)
3 (1,4,7-Me
3TACN)
2] (PF
6)
2
ii) (Mn
iv 2 (µ-O)
3 (1,2,4,7-Me
4TACN)
2] (PF
6)
2
iii) [Mn
iii 2 (µ-OAc)
2 (µ-O) (1,4,7-Me
3TACN)
2] (PF
6)
2
iv) [Mn
iii 2(µ-O) (µ-OAc)
2 (1,2,4,7-Me
4TACN)
2] (PF
6)
2
v) [Mn
iv 2 (µ-O)
2 (µ-O
2) (1,4,7-Me
3TACN)
2] (PF
6)
2
vi) [Mn
ivMn
iii (µ-O)
2 (µ-OAc) (EB-(Me
3TACN)
2)] (PF
6)
2
und beliebige weitere Komplexe mit anderen Gegenionen als SO
42-, ClO
4-, etc.
[0033] Andere zweikernige Komplexe diesen Typs, ihre Herstellung und Verwendung wird im
Einzelnen in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 458 397 und EP 0 458 398 beschrieben.
[0034] Ein Beispiel für einen vierkernigen Komplex ist:
[Mn
IV 4 (µ-O)
6 (TACN)
4] (ClO
4)
4
[0035] Als weitere Übergangsmetallverbindungen sind die sogenannten Salen-Komplexe mit der
folgenden Formel (VII) geeignet

in der
- U
- für Mangan, Eisen, Cobalt, Ruthenium oder Molybdän steht,
- R20
- für einen Alkylen-, Alkenylen-, Phenylen- oder Cycloalkylenrest steht, welcher zusätzlich
zum Substituenten X gegebenfalls alkyl- und/oder arylsubstituiert sein kann, mit insgesamt
1 bis 12 C-Atomen, wobei innerhalb R20 der kürzeste Abstand zwischen den mit UM komplexierenden N-Atomen 1 bis 5 C-Atome
beträgt,
- X
- für -H, -OR23, -NO2, -F, -Cl, -Br oder -J steht,
- R21, R22 und R23
- unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen stehen,
- Y1 und Y2
- unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen elektronenverschiebenden Substituenten
stehen,
- Z1 und Z2
- unabhängig voneinander für Wasserstoff, -CO2M, -SO3M oder-NO2 stehen,
- M
- für Wasserstoff oder ein Alkalimetall wie Lithium, Natrium oder Kalium steht und
- A
- für einen ladungsausgleichenden Anionliganden steht.
[0036] Zu den bevorzugten Verbindungen gemäß Formel (VII) gehören solche, in denen R
20 eine Methylengruppe, 1,2-Ethylengruppe, 1,3-Propylengruppe, in Position 2 hydroxy-
oder nitrosubstituierte 1,3-Propylengruppe, 1,2-Cylcloalkylengruppe mit 4 bis 6 C-Atomen,
insbesondere eine 1,2-Cyclohexylengruppe, oder eine o-Phenylengruppe ist.
[0037] Zu den elektronenverschiebenden Substitutenten Y
1 und Y
2 in Formel (VII) gehören die Hydroxygruppe, Alkoxygruppen mit 1 bis 4 C-Atomen, Aryloxgruppen,
die Nitrogruppe, Halogene wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, die Aminogruppe, welche
auch mono- oder dialkyliert oder -aryliert sein kann, lineare oder verzweigtkettige
Alkylgruppen mit 1 bis 4 C-Atomen, Cycloalkylgruppen mit 3 bis 6 C-Atomen, lineare
oder verzweigtkettige Alkenylgruppen mit 2 bis 5 C-Atomen, und Arylgruppen, welche
ihrerseits die vorgenannten Substituenten tragen können. Vorzugsweise weisen die Alkenylgruppen,
welche 1 oder 2 C-C-Doppelbindungen enthalten können, mindestens eine Doppelbindung
in Konjugation zum Benzolring auf. Zu den bevorzugten Alkenylsubstituenten gehören
die Allyl- und die Vinylgruppe. Vorzugsweise stehen die Substituenten Y
1 und Y
2 in 5-Stellung. Zu den bevorzugt verwendeten Verbindungen gemäß Formel (VII) gehören
solche, bei denen Y
1 und Y
2 identisch sind.
[0038] Zu den Alkylresten mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere R
1, R
2 und R
3, gehören insbesondere die Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl-, n-Butyl-, sec-Butyl-,
iso-Butyl- und tert-Butyl-Gruppe.
[0039] Der ladungsausgleichende Anionligand A in den Verbindungen der Formel (VII) kann
ein- oder mehrwertig sein, wobei er im letzteren Fall entsprechend mehrere Übergangsmetall-Atome
mit den genannten organischen Liganden neutralisieren kann. Vorzugsweise handelt es
sich um ein Halogenid, insbesondere Chlorid, ein Hydroxid, Hexafluorophosphat, Perchlorat
oder um das Anion einer Carbonsäure, wie Formiat, Acetat, Benzoat oder Citrat.
[0040] Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen gemäß Formel (VII) können nach im Prizip
bekannten Verfahren durch die Reaktion von Salicylaldehyd oder entsprechenden Ketonen
(wenn R
21 und/oder R
22 ungleich Wasserstoff), welche gegebenenfalls die oben definierten Substituenten Y
1, Y
2, Z
1 und/oder Z
2 trägt, mit Diaminen H
2N-R
20-NH
2 und der Umsetzung des so erhältlichen Salen-Liganden mit Übergangsmetallsalzen hergestellt
werden, wie dies zum Beispiel in der europäischen Patentanmeldung EP 0 630 694 oder
von B. B. De, B. B. Lohraj, S. Sivaram und P. K. Dhal in Macromolecules
27 (1994), 1291-1296 beschrieben worden ist.
[0041] Die enzymatische Basis für das erfindungsgemäße enzymatische Wasserstoffperoxid-bildende
System kann aus verschiedenen derartigen Systemen ausgewählt werden, wie sie bereits
aus dem Stand der Technik bekannt sind. Beispielsweise können eine Amin-Oxidase und
ein Amin, eine Aminosäure-Oxidase und eine Aminosäure, Cholesterol-Oxidase und Cholesterolharnsäure-U-Oxidase
und Harnsäure oder Xanthin-Oxidase und Xanthin eingesetzt werden.
[0042] Bevorzugt sind jedoch Kombinationen einer C
1-C
4-Alkanol-Oxidase, Glucose-Oxidase, Cholin-Oxidase und einen entsprechenden Alkanol,
wobei Ethanol-Oxidase und Ethanol sowie Glucoseoxidasen, die im Alkalischen aktiv
sind, besonders bevorzugt sind. Bevorzugte Ethanol-Oxidasen sind solche, die aus einem
Katalase-negativen Stamm von Hansenula Polymorpha (siehe beispielsweise EP 0 244 920),
isoliert werden.
[0043] In einer bevorzugten Ausführungsform werden trägerfixierte Enzyme eingesetzt. Die
Enzyme können in bekannter Weise auf beliebigen Trägern fixiert vorliegen. Als Trägermaterialien
kommen beispielsweise Aktivkohle, Aluminiumoxid, titanaktiviertes Glas, synthetische
Harze, Silikagel, Gläser, Cellulose und Cellulosederivate, Stärkederivate, Holzspäne,
Siliciumdioxid oder organische Polymere, wie Polyurethane in Frage.
[0044] Erfindungsgemäß ist der Übergangsmetallkomplex über eine kovalente Verbindung an
das Enzym gebunden. Die kovalente Bindung erfolgt vorzugsweise über reaktive Gruppen,
die sich an der Oberfläche der Enzyme und an den Komplexliganden befinden. Reaktive
funktionelle Gruppen an den Enzymen sind beispielsweise α-und ε-Aminogruppen, Carboxy-,
Hydroxy- und Sulfhydryf-, Imidazol- und phenolische Gruppen, wobei Aminogruppen, Hydroxygruppen
und Sulfhydrylgruppen besonders geeignet sind. Sollten die eingesetzten Enzyme nicht
über derartige Gruppen verfügen, so ist es möglich, die Oberfläche in an sich bekannter
Weise durch Proteinengineering zu modifizieren, beispielsweise durch Austausch von
geeigneten Aminosäuren an der Oberfläche der Enzyme entsprechend funktionalisierte
Aminosäuren einzuführen, an die der Metallkomplex kovalent gebunden werden kann. Die
reaktiven Gruppen an den Enzymen werden direkt mit geeigneten reaktiven Gruppen am
Übergangsmetallkomplex verknüpft. Als reaktive Gruppen am Übergangsmetallkomplex sind
insbesondere OH-, NH
2-, COOH- und (-S-)-Gruppen geeignet, wobei NH
2- und COOH-Gruppen bevorzugt sind. Die Verknüpfung zwischen dem Enzym und dem Übergangsmetallkomplex
kann gemäß Verfahren durchgeführt werden, wie sie aus der Enzymtechnologie zur Immobilisierung
von Enzymen bekannt sind (vgl. Römpp, Biotechnologie, S. 388, Stichwort: Immobilisierung,
mit weiteren Literaturhinweisen; "industrielle Enzyme", Heinz Ruttloß, 1994, Behr's
Verlag; Industrial Enzymology, 2. Aufl., 1994, S. 269- 272, Godfrey & West. Gegebenenfalls
können das Enzym und der Metallkomplex in über einen Abstandshalter, einen sogenannten
Spacer, wie er auch bei der Enzymimmobilisierung eingesetzt wird, verbundener Form
verwendet werden.
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Bleichsystem aus
Oxidase und Metallverbindung eine Oberflächenladung auf, die in der Nähe der Metallverbindung
positiv ist. Durch eine derartige Ladungsverteilung kann die Dimerisierung über Metallverbindungen
vermieden werden. Hinzu kommt, daß dadurch die Bindung bzw. Anreicherung der bleichbaren
Anschmutzungen verbessert werden kann.
[0046] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die
Oberfläche des Enzyms in an sich bekannter Weise durch Protein-engineering modifiziert.
Dadurch ist es einerseits möglich, die Verbindung zu stabilisieren und somit die Dimerisierung
oder weitergehende Aggregierungen, zu verhindern und andererseits das Bleichen der
bleichbaren Anschmutzungen zu optimieren, insbesondere die Spezifität zu Schmutz unter
Berücksichtigung der Gewebeschonung zu optimieren.
[0047] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung des voranstehend
beschriebenen Bleichsystems als Bleichkomponente in Wasch- und Reinigungsmitteln,
insbesondere in Universalwaschmitteln für Textilien, und zur Inhibierung der Farbübertragung
bei der Textilwäsche.
[0048] Diese Wasch- oder Reinigungsmittel können als weitere Bestandteile alle in derartigen
Mitteln üblichen Komponenten enthalten, wie z.B. anionische, nichtionische, kationische
und amphotere Tenside, anorganische und organische Gerüstsubstanzen, Hilfsmittel wie
optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Salze.
[0049] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Wasch- oder Reinigungsmittel,
daß das Bleichsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7 enthält. Das Bleichsystem, bestehend
aus derivatisiertem Enzym und Enzymsubstrat, kann in den Mitteln in einer Menge von
0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, in Wasch- oder Reinigungsmitteln
enthalten sein.
1. Bleichsystem aus Wasserstoffperoxid-erzeugendem Enzym und Übergangsmetallverbindung,
dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Luftsauerstoff und geeignetem Enzymsubstrat Wasserstoffperoxyd-erzeugendes
Enzym kovalent an die Übergangsmetallverbindung gebunden ist.
2. Bleichsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsmetallverbindung als Liganden L eine makrocyclische organische Verbindung
der Formel (II) enthält,

worin
t eine ganze Zahl 2 oder 3, s eine ganze Zahl von 3 bis 4 und u Null oder 1 ist, R
8, R
9 und R
10 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe H; Alkyl, Aryl, substituiertes
Alkyl oder Aryl.
3. Bleichsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Übergangsmetallverbindungen Salen-Komplexe mit der folgenden Formel (VII) eingesetzt
werden

in der
U für Mangan, Eisen, Cobalt, Ruthenium oder Molybdän steht,
R20 für einen Alkylen-, Alkenylen-, Phenylen- oder Cycloalkylenrest steht, welcher
zusätzlich zum Substituenten X gegebenfalls alkyl- und/oder arylsubstituiert sein
kann, mit insgesamt 1 bis 12 C-Atomen, wobei innerhalb R20 der kürzeste Abstand zwischen den mit UM komplexierenden N-Atomen 1 bis 5 C-Atome
beträgt,
X für -H, -OR23, -NO2, -F, -Cl, -Br oder -J steht,
R21, R22 und R23 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen
stehen,
Y1 und Y2 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen elektronenverschiebenden Substituenten
stehen,
Z1 und Z2 unabhängig voneinander für Wasserstoff, -CO2M, -SO3M oder-NO2 stehen,
M für Wasserstoff oder ein Alkalimetall wie Lithium, Natrium oder Kalium steht und
A für einen ladungsausgleichenden Anionliganden steht.
4. Bleichsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsmetallverbindung aus Mangan- und Eisen-Komplexen ausgewählt ist.
5. Bleichsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Enzym auf einem Träger immobilisiert ist.
6. Bleichsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsmetallverbindung über reaktive Gruppen, die sich an der Oberfläche der
Enzyme befinden, insbesondere über α-und ε-Aminogruppen, Carboxy-, Hydroxy- und Sulfhydryl-,
Imidazol und phenolische Gruppen an das Enzym gebunden ist.
7. Bleichsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Enzyms in an sich bekannter Weise durch Protein-engineering modifiziert
ist.
8. Bleichsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Enzyms in der Nähe der Bindungsstelle der Übergangsmetallverbindung
eine positive Oberflächenladung aufweist.
9. Verwendung des Bleichsystems nach einem der Ansprüche 1 bis 8 als Bleichkomponente
in Wasch- und Reinigungsmitteln.
10. Verwendung des Bleichsystems nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in Wasch- und Reinigungsmitteln
zur Inhibierung der Farbübertragung.
11. Verwendung des Bleichsystems nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in Desinfektionsmitteln.
1. A bleaching system of an enzyme which produces hydrogen peroxide and a transition
metal compound, characterized in that an enzyme producing hydrogen peroxide from atmospheric oxygen and a suitable enzyme
substrate is covalently bound to the transition metal compound.
2. A bleaching system as claimed in claim 1,
characterized in that the transition metal compound contains as ligand L a macrocyclic organic compound
corresponding to formula (II):

in which t is an integer of 2 or 3, s is an integer of 3 or 4 and u is 0 or 1, R
8, R
9 and R
10 independently of one another are selected from the group consisting of H, alkyl,
aryl, substituted alkyl or aryl.
3. A bleaching system as claimed in claim 1,
characterized in that the transition metal compounds used are salen complexes corresponding to formula
(VII):

in which
U stands for manganese, iron, cobalt, ruthenium or molybdenum,
R20 is an alkylene, alkenylene, phenylene or cycloalkylene group which, in addition
to the substituent X, may optionally be alkyl- and/or aryl-substituted with a total
of 1 to 12 carbon atoms, the shortest distance between the N atoms complexing with
UM in R20 being 1 to 5 carbon atoms.
X represents -H, -OR23, -NO2, -F, -Cl, -Br or -I,
R21, R22 and R23 independently of one another represent hydrogen or an alkyl group containing 1
to 4 carbon atoms,
Y1 and Y2 independently of one another represent hydrogen or an electron-shifting substituent,
Z1 and Z2 independently of one another represent hydrogen, -CO2M, -SO3M or -NO2,
M is hydrogen or an alkali metal, such as lithium, sodium or potassium, and
A is a charge-equalizing anion ligand.
4. A bleaching system as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that the transition metal compound is selected from manganese and iron complexes.
5. A bleaching system as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the enzyme is fixed to a support.
6. A bleaching system as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the transition metal compound is bound to the enzyme via reactive groups present
at the surface of the enzymes, more particularly via α- and ε-amino groups, carboxy,
hydroxy and sulfhydryl, imidazole and phenolic groups.
7. A bleaching system as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that the surface of the enzyme is modified in known manner by protein engineering.
8. A bleaching system as claimed in claim 7, characterized in that the surface of the enzyme has a positive surface charge at the place where the transition
metal compound is bound to the enzyme.
9. The use of the bleaching system claimed in any of claims 1 to 8 as a bleaching component
in detergents.
10. The use of the bleaching system claimed in any of claims 1 to 8 in detergents for
inhibiting dye transfer.
11. The use of the bleaching system claimed in any of claims 1 to 8 in disinfectants.
1. Système de blanchiment à base d'enzyme producteur de peroxyde d'hydrogène et d'un
composé métallique de transition,
caractérisé en ce qu'
un enzyme producteur de peroxyde d'hydrogène à partir de l'oxygène atmosphérique et
d'un substrat d'enzyme approprié, est lié d'une manière covalente au composé métallique
de transition.
2. Système de blanchiment selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le composé métallique de transition contient comme ligand L un composé organique macrocyclique
de formule II

dans laquelle t est le nombre entier 2 ou 3, s est un nombre allant de 3 à 4 et est
égal à zéro ou 1, R
8, R
9 et R
10, respectivement, indépendamment les uns des autres, sont choisis dans le groupe de
H, alkyle, aryle, alkyle ou aryle substitué.
3. Système de blanchiment selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
comme composés métalliques de transition on met en oeuvre des complexes de Salène
ayant la formule suivante VII

dans laquelle
- U représente du manganèse, du fer, du cobalt, du ruthénium ou du molybdène,
- R20 représente un reste alkylène, alkényléne, phénylène ou cycloalkylène, qui peut être
en supplément éventuellement alkyl-et/ou aryl-substitué vers le substituant X, avec
au total de 1 à 12 atomes de carbone, à l'intérieur de R20 l'intervalle le plus court entre les atomes de N qui se complexent avec UM, s'élève
à 1 à 5 atomes de carbone,
- X représente -H, -OR23, -NO2, -F, -Cl, -Br ou -I,
- R21, R22 et R23 indépendamment l'un de l'autre, représentent de l'hydrogène, ou un reste alkyle ayant
de 1 à 4 atomes de carbone,
- Y1 et Y2 indépendamment l'un de l'autre, représentent de l'hydrogène ou un substituant qui
repousse les électrons,
- Z1 et Z2 indépendamment l'un de l'autre, représentent de l'hydrogène, -CO2M, -SO3M ou -NO2,
- M représente de l'hydrogène ou un métal alcalin comme le lithium, le sodium ou le
potassium et
- A représente un ligand d'anion qui assure l'équilibre de la charge.
4. Système de blanchiment selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le composé métallique de transition est choisi parmi les complexes du manganèse et
les complexes du fer.
5. Système de blanchiment selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
l'enzyme est immobilisé sur un support.
6. Système de blanchiment selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le composé métallique de transition est lié à l'enzyme par l'intermédiaire de groupes
réactifs qui se trouvent à la surface de l'enzyme, en particulier par des groupes
α- et ε-amino, carboxy, hydroxy et sulfhydryle, imidazol et phénoliques.
7. Système de blanchiment selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la surface de l'enzyme est modifiée d'une manière connue en soi, par le génie des
protéines.
8. Système de blanchiment selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la surface de l'enzyme possède à proximité de l'endroit de liaison du composé métallique
de transition, une charge positive de surface.
9. Utilisation du système de blanchiment selon l'une des revendications 1 à 8, comme
composant de blanchiment dans des produits de lavage et de nettoyage.
10. Utilisation du système de blanchiment selon l'une des revendications 1 à 8, dans des
produits de lavage et de nettoyage, en vue de l'inhibition du transfert de couleur.
11. Utilisation du système de blanchissement selon l'une des revendications 1 à 8, dans
des produits de désinfection.