[0001] Die Erfindung betrifft eine Schwenkvorrichtung mit Ausleger zum Verschwenken eines
Arbeitsorgans zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung. Eine solche Vorrichtung
wird zum Beispiel zum Einschwenken einer am Ausleger befestigten Stichlochstopfkanone
aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung vor dem Stichloch eines Hochofens,
sowie zum anschließenden Anpressen der Stopfkanone an das Stichloch eingesetzt.
[0002] Eine klassische Schwenkvorrichtung für eine Stichlochstopfkanone umfaßt in bekannter
Weise eine feststehende Tragstruktur und einen Ausleger, der mit einem seiner beiden
Enden drehbar in dieser Tragstruktur gelagert ist. Zum Schwenken des Auslegers werden
meistens Hydrozylinder eingesetzt. Der Schwenkbereich einer solchen Schwenkvorrichtung
soll im Regelfall möglichst groß sein, um die Stopfkanone möglichst weit aus dem Bereich
der Abstichrinne ausschwenken zu können. Weiterhin ist festzustellen, daß moderne
Stopfkanonen mit immer höheren Stopfdrücken arbeiten. Folglich muß auch die Schwenkvorrichtung,
welche die Stopfkanone gegen das Stichloch pressen soll, für immer größere Anpreßkräfte
ausgelegt werden.
[0003] In der US-A-3,765,663 sind zwei verschiedene Ausführungen einer Schwenkvorrichtung
für eine Stichlochstopfkanone beschrieben. In der ersten Ausführung ist ein Hydrozylinder
zwischen einem feststehenden Hebelarm an der Tragstruktur des Auslegers und dem hinteren
Ende des Auslegers angeordnet. Der Schwenkwinkel wird bei dieser Vorrichtung auf ungefähr
90° begrenzt um eine genügend große Anpreßkraft am Stichloch erzielen zu können. Soll
der Schwenkbereich über 90° erweitert werden, so schlägt die US-A-3,765,663 vor, ein
Hebelsystem zwischen Hydrozylinder und Tragstruktur anzuordnen. Dieses Hebelsystem
besteht aus einem U-förmigen Bügel, der mit einem Ende an der Tragstruktur gelenkig
befestigt ist und mit dem anderen Ende durch eine Verbindungsstange gelenkig mit dem
Ausleger verbunden ist. Der Hydrozylinder ist zwischen Tragstruktur und Bügel angeordnet.
[0004] Um den Schwenkwinkel über 90° zu erweitern, wurden ebenfalls Schwenkvorrichtungen
mit mehreren Hydrozylindern vorgeschlagen. Aus der DE-A-2035697 ist zum Beispiel eine
Schwenkvorrichtung für eine Stichlochstopfkanone bekannt, die einen Hauptzylinder
zum Erzeugen einer Schwenkbewegung und einen kleineren Hilfszylinder zum Überwinden
des Totpunktes des Hauptzylinders aufweist. Der Hauptzylinder ist zwischen einem ersten
Hebelarm am hinteren Ende des Auslegers und einem ersten feststehenden Hebel, der
weit aus der Tragstruktur des Auslegers hervorsteht, angeordnet. Der Hilfszylinder
ist zwischen dem hinteren Ende des Auslegers und einem zweiten feststehenden Hebel
an der Tragstruktur angeordnet. Der Hilfszylinder schwenkt den Ausleger über den Totpunkt
des Hauptzylinders. Eine hydraulische Schaltung ändert die Hubrichtung des doppeltwirkenden
Hauptzylinders beim Überschreiten des Totpunktes.
[0005] Aus der US-A-4,544,143 ist eine Schwenkvorrichtung für eine Stichlochstopfkanone
bekannt, die zwei gleich große Hydrozylinder aufweist. Der erste Hydrozylinder ist
zwischen einem Festpunkt an einer Tragstruktur des Auslegers und einem Schwenkrahmen
angeordnet. Dieser Schwenkrahmen ist schwenkbar in der Tragstruktur gelagert, wobei
seine Schwenkachse koaxial zur Schwenkachse des Auslegers ist. Der zweite Hydrozylinder
ist zwischen dem Schwenkrahmen und dem hinteren Ende des Auslegers angeordnet. Die
beiden Hydrozylinder fahren entweder gleichzeitig oder in einer bestimmten Reihenfolge
aus und ein. Sie tragen beide ihren Anteil zum Abdecken des Schwenkbereichs des Auslegers
bei. In Arbeitsstellung muß der erste Hydrozylinder das Kraftmoment, das der zweite
Hydrozylinder beim Anpressen der Stopfkanone an das Stichloch auf den Schwenkrahmen
ausübt, in die Tragstruktur einleiten. Hierbei stehen den beiden Hydrozylindern ungefähr
gleich große Hebelarme zur Verfügung, so daß beide Hydrozylinder gleich stark ausgelegt
sind. Es ist ebenfalls anzumerken, daß der Hebelarm der, in Arbeitsposition, dem zweiten
Hydrozylinder zum Übertragen einer Kraft auf den Ausleger zu Verfügung steht, durch
die Stellung des Schwenkrahmens nicht beeinflußt wird.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Kraftübertragung in der aus der US-A-4,544,143
bekannte Schwenkvorrichtung zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schwenkvorrichtung nach Anspruch 1
gelöst. Eine solche Schwenkvorrichtung umfaßt, wie die Vorrichtung aus der US-A-4,544,143:
einen Ausleger zum Tragen eines Arbeitsorgans; eine Tragstruktur in welcher der Ausleger
mit einem Ende um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist; einen ersten Hubantrieb,
im Regelfall ein Hydrozylinder, zum Verschwenken des Auslegers zwischen seiner Ruhestellung
und seiner Arbeitsstellung, wobei der Hubantrieb mittels eines ersten Drehgelenks
mit dem Ausleger verbunden ist; einen Schwenkarm, der mit einem Ende um eine Schwenkachse
schwenkbar in der Tragstruktur gelagert ist, wobei der Hubantrieb mittels eines zweiten
Drehgelenks mit dem freien Ende des Schwenkarms verbunden ist; sowie einen Stellantrieb,
zum Verschwenken des Schwenkarms relativ zur Tragstruktur. Erfindungsgemäß liegt die
Schwenkachse des Schwenkarms nicht - wie in der US-A-4,544,143 beschrieben - koaxial
zur Schwenkachse des Auslegers, sondern in einem gewissen Abstand zur derselben. In
anderen Worten, der Schwenkarm ist exzentrisch zum Ausleger gelagert. Durch diese
exzentrische Lagerung des Schwenkarms, läßt sich zum Beispiel der Hebelarm erhöhen,
mit dem der Hubantrieb seine Kraft auf den Ausleger überträgt. Weiterhin läßt sich
durch ein entsprechendes Verschwenken des exzentrisch gelagerten Schwenkarms, der
Stellantrieb des Schwenkarms in Arbeitsstellung des Auslegers weitgehend kraftlos
schalten. in anderen Worten, der Schwenkarm ist in eine Position einschwenkbar, in
welcher der Hubantrieb, beim Übertragen einer Kraft auf den Ausleger, kein Kraftmoment
auf den Stellantrieb ausübt. Beim Einschwenken des Auslegers aus seiner Ruhestellung
in seine Arbeitsstellung werden der Hydrozylinder des Auslegers und der Stellantrieb
des Schwenkarms entweder gleichzeitig oder nacheinander betätigt. Wie der zwischen
Tragstruktur und Schwenkrahmen angeordnete Hydrozylinder in der US-A-4,544,143, trägt
auch der Stellantrieb des Schwenkarms seinen Anteil zum Abdecken des Schwenkbereichs
des Auslegers bei. Im Vergleich zu der Schwenkvorrichtung aus der US-A-4,544,143,
kann eine erfindungsgemäße Schwenkvorrichtung jedoch kompakter und billiger gebaut
werden, wobei weder der Schwenkbereich, noch die vom Ausleger auf das Arbeitsorgan
übertragene Anpreßkraft reduziert werden müssen.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Schwenkarm durch seinen Stellantrieb
in eine Arbeitsstellung schwenkbar, in welcher das zweite Drehgelenk des Hubantriebs,
in Arbeitsstellung des Auslegers, in unmittelbarer Nachbarschaft einer Ebene liegt,
welche die Schwenkachse des Schwenkarms und das Zentrum des ersten Drehgelenks des
Hubantriebs enthält. In dieser Stellung muß der Schwenkarm beim Betätigen des Hubantriebs
kein, bzw. lediglich ein kleines Kraftmoment aufnehmen, so daß der Stellantrieb keine,
bzw. lediglich eine kleine Kraft aufbringen muß, um den Schwenkarm in seiner Arbeitsstellung
zu halten. Der Stellantrieb des Schwenkarms kann also wesentlich schwächer als der
Hubantrieb des Auslegers ausgelegt sein.
in einer alternativen Ausgestaltung ist der Schwenkarm durch seinen Stellantrieb in
eine Arbeitsstellung schwenkbar, in welcher das zweite Drehgelenk des Hubantriebs,
in Arbeitsstellung des Auslegers, jenseits einer Ebene liegt, welche die Schwenkachse
des Schwenkarms und das Zentrum des ersten Drehgelenks des Hubantriebs enthält. In
anderen Worten, das zweite Drehgelenk des Hubantriebs wird über die Stellung hinaus
geschwenkt, in welcher der Schwenkarm beim Betätigen des Hubantriebs momentfrei ist.
Hierbei ändert sich die Wirkrichtung des Kraftmomentes das auf den Schwenkarm ausgeübt
wird. In dieser Ausgestaltung der Schwenkvorrichtung weist die Tragstruktur vorteilhaft
ein Widerlager auf, an dem der Schwenkarm in Arbeitsstellung anliegt. Dieses Widerlager
nimmt das Kraftmoment auf, das beim Betätigen des Hubantriebs in den Schwenkarm eingeleitet
wird, so daß der Stellantrieb voll entlastet ist. Alternativ kann der Stellantrieb
jedoch auch einen eingebauten Endanschlag aufweisen, der die Arbeitsstellung des Schwenkarms
festlegt.
[0009] Der Schwenkarm und sein Stellantrieb sind vorteilhaft derart ausgelegt, daß beim
Einschwenken des Schwenkarms in seine Arbeitsstellung, der Abstand zwischen Schwenkachse
des Auslegers und einer Geraden, welche die Zentren der beiden Drehgelenke des Hubantriebs
verbindet, zunimmt. Hierdurch vergrößert sich der Hebelarm mit dem die Kraft des Hubantriebs
auf den schwenkbaren Ausleger übertragen wird. Da die Anpreßkraft, die durch die Schwenkvorrichtung
auf ein Arbeitsorgan übertragen wird, proportional zum Kraftmoment ist, das der Hubantrieb
auf den Ausleger überträgt, nimmt diese Anpreßkraft folglich proportional zum vorerwähnten
Hebelarm zu. In anderen Worten, mit einem kompakten Hubantrieb können in der vorgeschlagenen
Schwenkvorrichtung sehr große Anpreßkräfte erzeugt werden.
[0010] Der Stellantrieb ist vorzugsweise ein zweiter Hubantrieb, im Regelfall ein Hydrozylinder,
der einerseits mit einem Festpunkt der Tragstruktur und andererseits mit dem Schwenkarm
gelenkig verbunden ist. Dieser zweite Hubantrieb kann hierbei wesentlich kleiner als
der erste Hubantrieb ausgelegt sein (d.h. einen wesentlich kleineren Durchmesser aufweisen).
Hierdurch wird nicht nur eine kompaktere und billigere Ausführung der Schwenkvorrichtung
ermöglicht, sondern auch der Ölverbrauch der Schwenkvorrichtung gesenkt. Es bleibt
anzumerken, daß der Stellantrieb des Schwenkarms ggf. auch ein Drehantrieb, wie zum
Beispiel ein elektrischer oder hydraulischer Schwenkmotor sein kann.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist der Schwenkarm
eine Ruhestellung auf, in welcher das zweite Drehgelenk des Hubantriebs derart angeordnet
ist, daß in Ruhestellung des Auslegers, der erste Hubantrieb im wesentlichen parallel
zum Ausleger liegt. Hierdurch wird eine Schwenkvorrichtung erzielt, die in Ruhestellung
besonders kompakt ist und daher wenig Platz zum Aufstellen benötigt.
[0012] Es bleibt schlußendlich anzumerken, daß die Erfindung besonders vorteilhaft auf die
Schwenkvorrichtung einer Stichlochstopfmaschine anwendbar ist.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der beiliegenden Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf eine Stichlochstopfmaschine mit einer erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung,
in Ruhestellung vor dem Hochofen;
- Figur 2:
- die gleiche Ansicht wie in Figur 1, wobei die Schwenkvorrichtung schematisch dargestellt
ist;
- Figur 3:
- eine Draufsicht auf die Stichlochstopfmaschine der Figur ,1 in einer Zwischenstellung;
- Figur 4:
- die gleiche Ansicht wie in Figur 3, wobei die Schwenkvorrichtung schematisch dargestellt
ist;
- Figur 5:
- eine Draufsicht auf die Stichlochstopfmaschine der Figur 1, in einer Arbeitsstellung
am Stichloch;
- Figur 6:
- die gleiche Ansicht wie in Figur 5, wobei die Schwenkvorrichtung schematisch dargestellt
ist;
- Figur 7:
- die gleiche Ansicht wie in Figur 6, mit einer konstruktiven Abwandlung der Schwenkvorrichtung.
[0014] In Figur 1 sieht man eine erfindungsgemäße Stichlochstopfmaschine 10 in einer Ruhestellung
vor einem, durch einen Kreisbogen angedeuteten, Hochofen12. Diese Stichlochstopfmaschine
10 besteht im wesentlichen aus einer erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung 14 und einer
bekannten Stichlochstopfkanone 16. Letztere wird hier weiter nicht beschrieben.
[0015] Die Schwenkvorrichtung 14 umfaßt einen Aufstellsockel, der eine Tragstruktur 18 für
einen Ausleger 20 ausbildet. Anstatt auf dem Boden aufgestellt zu sein, kann diese
Tragstruktur 18 selbstverständlich auch aufgehängt sein. Der Ausleger 20 ist mit einem
Ende in dieser Tragstruktur 18 schwenkbar gelagert. In Figur 1 wird die Lage der Schwenkachse
des Auslegers 20 in der Tragstruktur 18 durch das Bezugszeichen 22 gezeigt. Sie ist
meistens relativ zur Vertikalen leicht zum Hochofen 12 hin geneigt. An dem freien
Ende des Auslegers 20 ist die Stichlochstopfkanone 16 schwenkbar aufgehängt. Die Lage
der Schwenkachse der Stichlochstopfkanone 16 in dem Ausleger 20 wird durch das Bezugszeichen
24 gezeigt. In bekannter Weise ist eine Steuerstange 26 gelenkig mit der Tragstruktur
18 und dem hinteren Ende der Stichlochstopfkanone 16 verbunden. Sie erlaubt es, die
Ausrichtung der Stichlochstopfkanone 16 in Abhängigkeit des Schwenkwinkels des Auslegers
20 festzulegen.
[0016] Ein Hydrozylinder 28, der in Figur 1 unmittelbar längs dem Ausleger 20 liegt, ermöglicht
das Verschwenken des Auslegers 20 um dessen Schwenkachse 22. Ein Ende dieses Hydrozylinders
28, in der gezeigten Ausführung handelt es sich um sein Kolbenende 30, ist mittels
eines ersten Drehgelenks 32 mit dem vorderen Ende des Auslegers 20 verbunden. Hierzu
weist der Ausleger 20 vorteilhaft eine seitliche Auskragung 34 auf, an der das erste
Drehgelenk 32 befestigt ist (siehe ebenfalls Figur 2). Das zweite Ende des Hydrozylinder
28, in
[0017] der gezeigten Ausführung handelt es sich um den Zylinderfuß, ist über ein zweites
Drehgelenk 36 mit einem Schwenkarm 38 verbunden. Letzterer ist schwenkbar an einem
Festpunkt der Tragstruktur 18 gelagert. Die Lage der Schwenkachse des Schwenkarms
38 in der Tragstruktur 18 wird in den Figuren durch das Bezugszeichen 40 gezeigt.
Es ist ein wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß die Schwenkachse 40 des
Schwenkarms 38 in einem gewissen Abstand zur Schwenkachse 22 des Auslegers 20 liegt.
In anderen Worten, Tragstruktur 18, Ausleger 20, Schwenkarm 38 und Hydrozylinder 28
bilden kinematisch ein viergliedriges Getriebe (18, 20, 38, 28) mit vier Drehgelenken
(22, 32, 36, 40) aus.
[0018] Ein zweiter wesentlich kleinerer Hydrozylinder 42 ist einerseits gelenkig mit einem
Festpunkt 46 an der Tragstruktur 18 und andererseits gelenkig mit dem Schwenkarm 38
verbunden. Dieser Hydrozylinder 42 ermöglicht ein Verschwenken des Schwenkarms 38
relativ zur Tragstruktur 18, wobei sich im vorbeschriebenen Getriebe (18, 20, 38,
28), die relative Stellung des Hydrozylinders 28 zum Ausleger 20, und somit auch der
Hebelarm des Hydrozylinders 28 relativ zur Schwenkachse 22 des Auslegers 20, verändert.
[0019] In Figur 1 und 2 weisen beide Hydrozylinder 28 und 42 ihre minimale Länge auf, d.h.
ihre Kolbenstangen sind eingezogen. Man stellt fest, daß die Schwenkvorrichtung 14
in dieser Stellung äußerst kompakt ist, und im Vergleich zu bekannten Maschinen wenig
Platz bedarf. Anderseits sind in dieser Stellung die Voraussetzungen für eine Kraftmomentübertragung
vom Hydrozylinder 28 auf den Ausleger 20 jedoch äußerst ungünstig. In der Tat ist
der Hebelarm X1 für diese Kraftübertragung, d.h. die Distanz zwischen der Schwenkachse
22 des Auslegers 20 und der Geraden 48, welche die Zentren der beiden Drehgelenke
32 und 36 des Hydrozylinders 28 verbindet, relativ klein.
[0020] In den Figuren 3 und 4 ist die Stichlochstopfmaschine 10 in einer Zwischenstellung
zwischen Ruhestellung und Arbeitsstellung gezeigt. Durch einen Vergleich der Figur
4 mit der Figur 2 stellt man fest, daß inzwischen lediglich die Kolbenstange des Hydrozylinders
42 ausgefahren wurde. Dabei wurde der Schwenkarm 38, in Richtung des Pfeils 50, um
seine Schwenkachse 40 aus seiner Ruhestellung in eine sogenannte Arbeitsstellung geschwenkt.
Durch diese Schwenkbewegung des Schwenkarms 38 wurde der Ausleger 20 aus seiner Ruhestellung,
in der er in Figur 1 und 2 gezeigt ist, in die Zwischenstellung, in der er in Figur
3 und 4 gezeigt ist, geschwenkt. In anderen Worten, der kleine Hydrozylinder 42 hat
den Schwenkarm 20 um einen Winkel von zirka 40° um seine Schwenkachse 22 geschwenkt.
In Figur 4 stellt man weiterhin fest, daß durch das Einschwenken des Schwenkarms 38
in seine Arbeitsstellung, der Hebelarm X2, der in der Stellung der Figur 4 für eine
Kraftmomentübertragung vom Hydrozylinder 28 auf den Ausleger 20 zu berücksichtigen
ist, wesentlich größer als der entsprechende Hebelarm X1 in Figur 2 ist.
[0021] in den Figuren 5 und 6 ist die Stichlochstopfmaschine 10 in ihrer Arbeitsstellung
gezeigt. In dieser Arbeitsstellung soll die Stichlochstopfkanone 16 durch den Ausleger
20 fest gegen ein Stichloch 51 am Hochofen 12 gepreßt werden. Es ist besonders hervorzuheben,
daß in dieser Arbeitsstellung das zweite Drehgelenk 36 des Hydrozylinders 28 in unmittelbarere
Nachbarschaft einer Ebene 48" liegt, welche die Schwenkachse 40 des Schwenkarms 38
und das Zentrum des ersten Drehgelenks 32 des Hubantriebs 28 enthält. Hierdurch wird
gewährleistet, daß der Hydrozylinder 42 des Schwenkarms 38 im Idealfall keine, bzw.
in der Praxis nur eine kleine Komponente der Reaktionskraft aufzunehmen braucht, wenn
der Hydrozylinder 28 die an der Stopfkanone 16 benötigte Anpreßkraft erzeugt und sich
hierbei an der Tragstruktur 18 abstützt. In der Tat, falls die Zentren der zwei Drehgelenke
32 und 36 des Hydrozylinders 28 und die Schwenkachse 40 des Schwenkarms 38 alle genau
in der Ebene 48" liegen, wird die Reaktionskraft ausschließlich durch den Schwenkarm
38 über das Drehgelenk 40 unmittelbar in die Tragstruktur 18 eingeleitet. In anderen
Worten der Hydrozylinder 28 übt in dieser Stellung kein Drehmoment auf den Schwenkarm
38 aus, da die Wirklinie der Kraft genau durch die Schwenkachse 40 des Schwenkarms
38 führt. In der Praxis sind jedoch leichte Ausrichtungsfehler des Schwenkarms 38
und des Hydrozylinders 28 in der Arbeitsstellung des Auslegers 20 nicht zu vermeiden.
Solche Ausrichtungsfehler können zum Beispiel dadurch bedingt sein, daß der Schwenkwinkel
des Auslegers 20 aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung leicht ändern kann. Um
diesen Ausrichtungsfehlern Rechnung zu tragen, wird der Hydrozylinder 42 bevorzugt
derart ausgelegt, daß er ein Restmoment, das vom Hydrozylinder 28 beim Anpressen der
Stopfkanone 16 in den Schwenkarm 38 eingeleitet wird, ausgleichen kann. Um die Endstellung
des Schwenkarms 38 an unterschiedlich große Schwenkwinkel des Auslegers 20 anpassen
zu können, ist der Hub des Hydrozylinders 42 vorteilhaft verstellbar. Hierzu kann
der Hydrozylinder 42 zum Beispiel einen mechanisch einstellbaren Endanschlag aufweisen.
Ist der Schwenkwinkel des Auslegers 20 jedoch zu stark veränderlich, kann der daraus
resultierende Ausrichtungsfehler des Schwenkarms 38 durch einen Meßwertgeber erfaßt
werden, und zum Beispiel der Hub des Hydrozylinders 42 automatisch nachgeregelt werden,
bis der Ausrichtungsfehler beseitigt ist, d.h. die Zentren der zwei Drehgelenke 32
und 36 des Hydrozylinders 28 und die Schwenkachse 40 des Schwenkarms 38 in einer Ebene
48" liegen. Eine solche Regelung ist in Figur 6 schematisch angedeutet. Mit dem Bezugszeichen
52 ist ein Winkelgeber bezeichnet, der den Winkel zwischen Schwenkarm und Hydrozylinder
28 erfaßt und an einen Regler 54 weitergibt. Das Ausgangssignal 56 dieses Reglers
54 wird dann zum Beispiel für die Ansteuerung des Hydrozylinders 42 benutzt. Zwecks
Nachregelung des Hydrozylinders 42 muß der Hydrozylinder 28 ggf. kurzzeitig entlastet
werden.
[0022] In Figur 6 ist der Hebelarm X3, der in dieser Stellung für eine Kraftmomentübertragung
vom Hydrozylinder 28 auf den Ausleger 20 zu berücksichtigen ist, eingezeichnet. Man
beachte, daß dieser Hebelarm X3 im Vergleich zu bekannten Stichlochstopfmaschinen
relativ groß ist. Der Hydrozylinder 28 könnte folglich kleiner als üblich ausgelegt
werden ohne die Anpreßkraft zu reduzieren. Es ist besonders hervorzuheben, daß dieser
vergrößerte Hebelarm X3 für eine Kraftmomentübertragung vom Hydrozylinder 28 auf den
Ausleger 20, sich keineswegs negativ auf die Kompaktheit der Maschine in Ruhestellung
auswirkt.
[0023] Zur Funktionsweise der Maschine ist noch anzumerken, daß bei ihrem Einschwenken aus
der Ruhestellung in die Arbeitsstellung, im Normalfall zuerst der kleine Hydrozylinder
42 und anschließend erst der große Hydrozylinder 28 betätigt wird. Es ist jedoch ebenfalls
möglich beide Hydrozylinder 28, 42 gleichzeitig zu betätigen, bzw. den kleinen Hydrozylinder
42 erst vor dem Stichloch zu betätigen.
[0024] In Figur 7 ist eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung
in Arbeitsstellung gezeigt. Vergleicht man die Figur 7 mit der Figur 6, so stellt
man fest, daß das zweite Drehgelenk 36 des Hubantriebs 28 jenseits der Ebene 48" liegt,
welche die Schwenkachse 40 des Schwenkarms 38 und das Zentrum des ersten Drehgelenks
32 des Hubantriebs 28 enthält. In dieser Stellung liegt der Schwenkarm 38 an einem
Widerlager 60 der Tragstruktur 18 an. Auch in dieser Ausführung der Schwenkvorrichtung
braucht der Stellantrieb 42, in Arbeitsstellung des Auslegers 20, beim Übertragen
des Kraftmomentes durch den Hydrozylinder 28 auf den Ausleger 20 keine Reaktionskräfte
aufzunehmen. Letztere werden in der Tat unmittelbar über das Drehlager 40, bzw. das
Widerlager 60 direkt in die Tragstruktur 18 eingeleitet. Alternativ könnte die Stellung
des Schwenkarms 38 nach Figur 7 auch durch eine interne Hubbegrenzung des Hydrozylinders
42, d.h. ohne zusätzliches Widerlager 60 an der Tragstruktur, festgelegt werden. In
diesem Fall müßte der Hydrozylinder 42, beim Übertragen des Kraftmomentes durch den
Hydrozylinder 28 auf den Ausleger 20, jedoch Zugkräfte aufnehmen.
[0025] In der beschriebenen Schwenkvorrichtung weisen die zwei Hydrozylinder 28, 42 in Ruhestellung
ihre minimale Länge auf. Das Einschwenken des Auslegers 20 aus seiner Ruhestellung
in seine Arbeitsstellung wird also durch ein Ausfahren ihrer Kolbenstangen bewirkt.
Es bleibt anzumerken, daß es leicht möglich ist die Schwenkvorrichtung derart umzubauen,
daß das Einschwenken des Auslegers 20 aus seiner Ruhestellung in seine Arbeitsstellung
durch ein Einziehen der Kolbenstangen der beiden Hydrozylinder bewirkt wird.
[0026] Betreffend den Ölverbrauch der Schwenkvorrichtung ist folgendes anzumerken. Für einen
vorgegebenen Schwenkwinkel des Auslegers 20 ist die Ölaufnahme des schwächeren Hydrozylinders
42 natürlich weitaus geringer als die Ölaufnahme des Hydrozylinders 28. Die Gesamtölaufnahme
für das Verschwenken des Auslegers 20 aus seiner Ruhestellung in seine Arbeitsstellung,
wird folglich durch die Schwenkleistung des Hydrozylinder 42 stark reduziert. Hieraus
ergibt sich, daß im Vergleich zu den bekannten Schwenkvorrichtungen, der Hydrozylinder
28, bei gleichem Schwenkwinkel und gleicher Gesamtölaufnahme der Schwenkvorrichtung,
einen größeren Durchmesser aufweisen kann. Im Vergleich zu den bekannten Schwenkvorrichtungen,
kann demnach die Anpreßkraft der Schwenkvorrichtung durch die Wahl eines stärkeren
Hydrozylinders 28 erhöht werden, ohne daß die Ölaufnahme der Schwenkvorrichtung deshalb
wesentlich ansteigen würde. Hierzu ist anzumerken, daß ein geringerer Ölverbrauch
nicht nur eine Kostenersparnis betreffend die Hydraulikanlage bedingt, sondern in
den meisten Fällen ebenfalls einen geringeren Energieverbrauch ermöglicht.
[0027] Schlußfolgernd ist festzustellen, daß die beschriebene Schwenkvorrichtung besonders
dann von Vorteil ist, wenn ein großer Schwenkwinkel und eine große Anpreßkraft gefragt
sind.
1. Vorrichtung zum Verschwenken eines Arbeitsorgans (16) zwischen einer Ruhestellung
und einer Arbeitsstellung, umfassend:
einen Ausleger (20) zum Tragen des Arbeitsorgans (16);
eine Tragstruktur (18) in welcher der Ausleger mit einem Ende um eine Schwenkachse
(22) schwenkbar gelagert ist;
einen ersten Hubantrieb (28) zum Verschwenken des Auslegers (20) zwischen seiner Ruhestellung
und seiner Arbeitsstellung, wobei der Hubantrieb (28) mittels eines ersten Drehgelenks
(32) mit dem Ausleger (20) verbunden ist;
einen Schwenkarm (38), der mit einem Ende um eine Schwenkachse (40) schwenkbar in
der Tragstruktur (18) gelagert ist, wobei der Hubantrieb (28) mittels eines zweiten
Drehgelenks (36) mit dem freien Ende des Schwenkarms (38) verbunden ist; und
einen Stellantrieb (42) zum Schwenken des Schwenkarms (38) relativ zur Tragstruktur
(18);
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse (40) des Schwenkarms (38) in einem gewissen Abstand zur Schwenkachse
(22) des Auslegers (20) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (38) durch seinen Stellantrieb (42) in eine Arbeitsstellung schwenkbar
ist, in welcher das zweite Drehgelenk (36) des Hubantriebs (28), in Arbeitsstellung
des Auslegers (20), in unmittelbarere Nachbarschaft einer Ebene (48") liegt, der die
Schwenkachse (40) des Schwenkarms (38) und das Zentrum des ersten Drehgelenks (32)
des Hubantriebs (28) enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (38) durch seinen Stellantrieb (42) in eine Arbeitsstellung schwenkbar
ist, in welcher das zweite Drehgelenk (36) des Hubantriebs (28), in Arbeitsstellung
des Auslegers (20), jenseits einer Ebene (48") liegt, welche die Schwenkachse (40)
des Schwenkarms (38) und das Zentrum des ersten Drehgelenks (32) des Hubantriebs (28)
enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (38) in seiner Arbeitsstellung mechanisch blockiert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (38) in seiner Arbeitsstellung an einem Widerlager der Tragstruktur
anliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (42) einen Endanschlag aufweist der die Arbeitsstellung des
Schwenkarms (38) festlegt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einschwenken des Schwenkarms (38) in seine Arbeitsstellung, der Abstand
zwischen Schwenkachse (22) des Auslegers (20) und einer Geraden, welche die beiden
Drehgelenke (32, 36) des Hubantriebs (28) verbindet, zunimmt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (42) des Schwenkarms (38) ein zweiter Hubantrieb ist, der einerseits
mit einem Festpunkt der Tragstruktur (18) und andererseits mit dem Schwenkarm (38)
gelenkig verbunden ist, wobei dieser zweite Hubantrieb (42) wesentlich schwächer als
der erste Hubantrieb (28) ausgelegt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (42) des Schwenkarms (38) ein Rotationsantrieb ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (38) durch den Stellantrieb (42) des Schwenkarms (38) in eine
Ruhestellung schwenkbar ist, in welcher das zweite Drehgelenk (36) des Hubantriebs
(28) derart angeordnet ist, daß in Ruhestellung des Auslegers (20), der erste Hubantrieb
(28) im wesentlichen parallel zum Ausleger (20) liegt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hubantrieb (28) seitlich entlang des Auslegers (20) angeordnet ist,
wobei das erste Drehgelenk (32) des ersten Hubantriebs (28) seitlich am freien Ende
des Auslegers (20) befestigt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hubantrieb (28) ein Hydrozylinder ist.
13. Stichlochstopfmaschine umfassend eine Schwenkvorrichtung (12) nach einem der Ansprüche
1 bis 12.
1. Device for swivelling an operational element (16) between a home position and an operational
position, comprising:
a cantilever arm (20) for supporting the operational element (16);
a supporting structure (18) in which the cantilever arm has one end mounted in a swivelling
manner about a swivel axis (22);
a first linear drive (28) for swivelling the cantilever arm (20) between its home
position and its operational position, wherein the linear drive (28) is connected
by means of a first rotational joint (32) with the cantilever arm (20);
a swivel arm (38) which is mounted with one end in the supporting structure (18),
so as to be capable of swivelling about a swivel axis (40), wherein the linear drive
(28) is connected by means of a second rotational joint (36) to the free end of the
swivel arm (28); and
an actuator drive (42) for swivelling the swivel arm (38) relative to the supporting
structure (18);
characterised in that
the swivel axis (40) of the swivel arm (38) is located at a certain distance from
the swivel axis (22) of the cantilever arm (20).
2. Device according to Claim 1, characterised in that the swivel arm (38) is capable of being swivelled by its actuator drive (42) into
an operational position, wherein, in the operational position of the cantilever arm
(20), the second rotational joint (36) of the linear drive (28), is located in the
immediate proximity of a plane (48"), which contains the swivel axis (40) of the swivel
arm (38) and the centre of the first rotational joint (32) of the linear drive (28).
3. Device according to Claim 1, characterised in that the swivel arm (38) is capable of being swivelled by its actuator drive (42) into
an operational position, in which, in the operational position of the cantilever arm
(20), the second rotational joint (36) of the linear drive (28) is located on the
other side of a plane (48"), which contains the swivel axis (40) of the swivel arm
(38) and the centre of the first rotational joint (32) of the linear drive (28).
4. Device according to Claim 3, characterised in that the swivel arm (38) is mechanically locked in its operational position.
5. Device according to Claim 4, characterised in that the swivel arm (38) is, in its operational position, in contact with an abutment
of the supporting structure.
6. Device according to Claim 4, characterised in that the actuator drive (42) has a limit stop, which determines the operational position
of the swivel arm (38).
7. Device as claimed in any one of the Claims 1 to 6, characterised in that, when the swivel arm (38) is swivelled into its operational position, the distance
between the swivel axis (22) of the cantilever arm (20) and a straight line connecting
the two rotational joints (32, 36) of the linear drive (28) increases.
8. Device as claimed in any one of the Claims 1 to 7, characterised in that the actuator drive (42) of the swivel arm (38) is a second linear drive, which is
connected in a jointed manner on one side to a fixed point of the supporting structure
(18), and, on the other side, to the swivel arm (38), wherein this second linear drive
(42) is considerably weaker than the first linear drive (28).
9. Device as claimed in any one of the Claims 1 to 7, characterised in that the actuator drive (42) of the swivel arm (38) is a rotational drive.
10. Device as claimed in any one of the Claims 1 to 9, characterised in that the swivel arm (38) is capable of being swivelled by the actuator drive (42) of the
swivel arm (38) into a home position, in which the second rotational joint (36) of
the linear drive (28) is arranged in such a way that in the home position of the cantilever
arm (20) the first linear drive (28) is located essentially parallel to the cantilever
arm (20).
11. Device as claimed in any one of the Claims 1 to 10, characterised in that the first linear drive (28) is arranged laterally along the cantilever arm (20),
wherein the first rotational joint (32) of the first linear drive (28) is secured
laterally at the free end of the cantilever arm (20).
12. Device as claimed in any one of the Claims 1 to 11, characterised in that the first linear drive (28) is a hydraulic cylinder.
13. Tap hole plugging machine, comprising a swivel device (12) as claimed in any one of
the Claims 1 to 12.
1. Dispositif de pivotement d'un organe de travail (16) entre une position de repos et
une position de travail, comprenant :
un bras (20) destiné à porter l'organe de travail (16) ;
une structure-support (18) dans laquelle le bras est logé de façon à pouvoir pivoter
avec une extrémité autour d'un axe de pivotement (22) ;
une première commande de levage (28) destinée à faire pivoter le bras (20) entre sa
position de repos et sa position de travail, ladite commande de levage (28) étant
reliée au bras (20) au moyen d'une première articulation tournante (32) ;
un bras pivotant (38) qui est logé dans la structure-support (18) de façon à pouvoir
pivoter avec une extrémité autour d'un axe de pivotement (40), la commande de levage
(28) étant reliée à l'extrémité libre du bras pivotant (38) au moyen d'une deuxième
articulation tournante (36) ; et
une commande de réglage (42) destinée à faire pivoter le bras pivotant (38) par rapport
à la structure-support (18) ;
caractérisé en ce que l'axe de pivotement (40) du bras pivotant (38) est placé à une certaine distance
par rapport à l'axe de pivotement (22) du bras (20).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bras pivotant (38), grâce à sa commande de réglage (42), peut pivoter dans une
position de travail dans laquelle la deuxième articulation tournante (36) de la commande
de levage (28), en position de travail du bras (20), se trouve au voisinage direct
d'un plan (48") qui contient l'axe de pivotement (40) du bras pivotant (38) et le
centre de la première articulation tournante (32) de la commande de levage (28).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bras pivotant (38), grâce à sa commande de réglage (42), peut pivoter dans une
position de travail dans laquelle la deuxième articulation tournante (36) de la commande
de levage (28), en position de travail du bras (20), se trouve au-delà d'un plan (48")
lequel contient l'axe de pivotement (40) du bras pivotant (38) et le centre de la
première articulation tournante (32) de la commande de levage (28).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le bras pivotant (38) est mécaniquement bloqué dans sa position de travail.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le bras pivotant (38), dans sa position de travail, repose sur un contre-appui de
la structure-support.
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la commande de réglage (42) comprend une butée de fin de course qui détermine la
position de travail du bras pivotant (38).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la distance augmente entre l'axe de pivotement (22) du bras (20) et une droite reliant
les deux articulations tournantes (32, 36) de la commande de levage (28) lorsque le
bras pivotant (38) pivote dans sa position de travail.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la commande de réglage (42) du bras pivotant (38) est une deuxième commande de levage
qui est articulée d'une part sur un point d'ancrage de la structure-support (18) et
d'autre part sur le bras pivotant (38), cette deuxième commande de levage (42) étant
réalisée nettement plus faible que la première commande de levage (28).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la commande de réglage (42) du bras pivotant (38) est une commande rotative.
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que grâce à la commande de réglage (42) du bras pivotant (38), ledit bras pivotant (38)
peut pivoter dans une position de repos dans laquelle la deuxième articulation tournante
(36) de la commande de levage (28) est agencée de telle sorte qu'en position de repos
du bras (20), la première commande de levage (28) est essentiellement parallèle au
bras (20).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la première commande de levage (28) est agencée latéralement le long du bras (20),
la première articulation toumante (32) de la première commande de levage (28) étant
fixée latéralement à l'extrémité libre du bras (20).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la première commande de levage (28) est un cylindre hydraulique.
13. Machine à boucher le trou de coulée comprenant un dispositif de pivotement (12) selon
l'une des revendications 1 à 12.