[0001] Die Erfindung betrifft eine Trockenpartie einer Maschine zur Herstellung und/oder
Bearbeitung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Trockenpartien der hier angesprochenen Art sind bekannt (DE-OS 195 40 003.8, DE 3
203 571 A1, 296 17 881 U1). Eine bekannte Trockenpartie, wie in DE-OS 195 40 003.8
beschrieben, umfaßt einen heizbaren Trockenzylinder, über den eine Materialbahn und
ein poröses Stützband geführt werden. Durch das vorgespannte Stützband wird die Materialbahn
auf den Umfang des Trockenzylinders gepreßt. Dem Trockenzylinder ist eine Überdruckhaube
zugeordnet, die einen Teilumfang des Trockenzylinders mit einem unter Druck stehenden
gasförmigen Medium beaufschlagt. Der Gasdruck liegt unmittelbar an der dem Trockenzylinder
abgewandten Seite der Materialbahn an. Dadurch wird der Trocknungskontakt zwischen
Materialbahn und Oberfläche des Trockenzylinders verbessert. Es hat sich als besonders
nachteilig herausgestellt, daß der Austrag der als Dampf aus der Materialbahn austretenden
Flüssigkeit durch das Stützband behindert wird, so daß nur relativ kleine Trocknungsraten
realisiert werden können.
[0003] In der deutschen Offenlegungsschrift 32 03 571 A1 wird eine Trocknungseinrichtung
für eine Papierbahn beschrieben, die einen beheizten Trockenzylinder umfasst, dem
eine Trockenhaube zugeordnet ist. Die Papierbahn wird gemeinsam mit einem gasdurchlässigen
Sieb und einem flüssigkeitsdichten Metallband über einen Teilumfang des Trockenzylinders
geführt. Das Sieb ist zwischen der Papierbahn und dem Metallband angeordnet. Außerdem
ist ein Hilfssieb vorgesehen, daß die Überführung der Papierbahn in eine -in Bahnlaufrichtung
gesehen- vor den Trockenzylinder und der Trockenhaube angeordnete Luftableitungskammer
unterstützt. Das Hilfssieb wird nicht über den Trockenzylinder geführt, hat also keinen
direkten Einfluss auf den Trocknungsvorgang. In einem Ausführungsbeispiel in dem Dokument
ist eine Trocknungseinrichtung angegeben, in der anstelle eines Trockenzylinders ein
bewegliches beheizbares Metallband vorgesehen ist. Während das Metallband im Bereich
einer Trockenzone eine lineare Bewegungsbahn durchläuft, ist die zu trocknende Bahn
zwischen dem Metallband und einem Sieb angeordnet, wobei auf der der Bahn abgewandten
Seite des Siebes ein flüssigkeitsdichtes Metallband anliegt. Ein zweites, zwischen
dem Metallband und der Bahn angeordnetes Sieb ist nicht vorgesehen. Das Hilfssieb
dient jedoch lediglich dazu, die Bahn in einen Luftleitableitungsraum zu führen und
durchläuft nicht die Trocknungszone.
[0004] Aus einem weiteren deutschen Gebrauchsmuster (296 17 881 U1) geht eine Trockenpartie
mit mehreren Zylindern hervor, über die eine Materialbahn mäanderförmig geführt ist,
wobei die Zylinder -in Laufrichtung der Materialbahn gesehen- abwechselnd beheizt
und gekühlt werden. Die Materialbahn ist zwischen einem Metallband und einem Transportband
angeordnet und wird gemeinsam mit diesen über die Zylinder geführt, wobei die Anordnung
der Bänder so gewählt ist, dass bei der Überführung über einen beheizten Zylinder,
das Materialband am Umfang des beheizten Zylinders anliegt und das Transportband außen
liegend geführt ist. Hinweise auf ein zweites Transportband sind dem Dokument (296
17 881 U1) nicht zu entnehmen. Dem beheizten Zylinder ist eine sich über einen Teilumfang
des Zylinders erstreckende Kühleinrichtung zugeordnet, die dazu dient, Heißluft auf
die Oberfläche des außen liegenden Transportbandes aufzubringen, um die dort vorhandene
Feuchtigkeit aufzunehmen. Nachteilig an den genannten Ausführungsbeispielen ist, dass
das erste Stützband wegen seiner feinen Struktur während des Betriebes gerne auf den
Trockenzylinder anklebt. Das erwähnte Hilfssieb ist nicht über den Trockenzylinder
geführt und kann somit auch kein Ankleben des ersten Stützbands auf den Trockenzylinder
verhindern.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Trockenpartie der eingangs genannten Art
zu schaffen, die diesen Nachteil nicht aufweist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Trockenpartie vorgeschlagen, die die in Anspruch
1 genannten Merkmale aufweist.
[0007] Dadurch, daß die Temperatur des flüssigen oder gasförmigen Mediums geringer ist als
die Temperatur an der Außenseite des von der Materialbahn und dem Stützband umschlungenen
Teilumfangs des Trockenzylinders, kann ein hoher Flüssigkeitsaustrag aus der Materialbahn
erreicht werden. Das Stützband und die am Stützband anliegende Seite der Materialbahn
werden von dem vorzugsweise flüssigen Medium gekühlt, so daß sich ein Temperaturgefälle
vom beheizten Trockenzylinder in Richtung des Stützbandes einstellt. Dadurch wird
sowohl der Wärmefluß gesteigert als auch die Austragrichtung der teilweise als Dampf
aus der Materialbahn austretenden Flüssigkeit eingestellt. Die Flüssigkeit tritt also
bevorzugt auf der an dem Stützband anliegenden Seite aus der Materialbahn aus. Durch
die Kühlung des Stützbandes mittels des Mediums schlägt sich die Flüssigkeit unmittelbar
nach Austritt aus der Materialbahn als Kondensat in dem Stützband nieder und wird
von diesem aufgenommen. Durch das Kühlen des Stützbandes und der Materialbahn wird
eine hohe Entwässerungsleistung erreicht, so daß die Trockenleistung der Trockenpartie
bei gleichbleibender Baulänge erhöht werden kann.
[0008] Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein weiteres, zweites Stützband
außen um den Trockenzylinder herumgeführt wird. Das zweite Stützband wird also derart
geführt, daß das erste Stützband zwischen Materialbahn und zweitem Stützband angeordnet
ist. Dadurch, daß das zweite Stützband unmittelbar mit dem unter Druck stehenden Medium
gekühlt wird, ist dessen Temperatur geringer als die des ersten Stützbandes, so daß
die als Dampf aus der Materialbahn austretende Flüssigkeit sich im zweiten Stützband
als Kondensat niederschlägt. Der aus der Materialbahn austretende Dampf durchdringt
zunächst also das poröse erste Stützband und wird von dem zweiten Stützband aufgenommen,
so daß die Rückbefeuchtung der Materialbahn gering gehalten werden kann. Es ist selbstverständlich
auch möglich, mehr als zwei Stützbänder, beispielsweise drei Stützbänder, außen um
den Trockenzylinder zu führen, die von dem gasförmigen Medium gekühlt werden. Vorteilhaft
ist, daß das zweite Stützband eine gröbere Struktur aufweist als das erste Stützband.
Die Stützbänder weisen üblicherweise einen gewebeartigen Aufbau auf. Das Gewebe kann
miteinander verflochtene Fäden, beispielsweise aus mehreren Einzelfäden bestehenden
Fäden, aufweisen. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff
"Struktur" der Gewebeaufbau verstanden, das heißt, ein Stützband mit einer groben
Struktur weist größere Zwischenräume zwischen den verflochtenen Fäden auf, als ein
Stützband mit einer feineren Struktur, dessen Fäden dichter miteinander verflochten
sind. Das erste Stützband, an dem die Materialbahn anliegt, weist also eine feinere
Struktur auf als das zweite Stützband, so daß Markierungen der Materialbahn sicher
vermieden werden können.
[0009] Das mediumundurchlässige Dichtband ist zwar nicht Gegenstand der Erfindung, die Beschreibung
desselben dient aber dem besseren Verständnis der Erfindung. Unter dem mediumundurchlässigen
Dichtband, welches außen um den Trockenzylinder herumgeführt wird, soll im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung ein fluid- und/oder gasundurchlässiges Band verstanden
werden. Zwischen dem Dichtband und der Materialbahn ist mindestens ein Stützband angeordnet,
das zur Aufnahme der aus der Materialbahn austretenden Flüssigkeit dient. Durch die
Undurchlässigkeit des Dichtbandes kann der außen am Diehtband anliegende Mediendruck
definiert auf das Stützband übertragen werden, ohne daß dabei das Medium mit der Materialbahn
in Verbindung steht. Dadurch wird die Materialbahn auf den Umfang des Trockenzylinders
gepreßt, was zu einem erhöhten Wärmetransport vom Trockenzylinder auf die Materialbahn
führt und somit die Austragsrate der in der Materialbahn gebundenen Flüssigkeit erhöht.
Außerdem wird durch den Mediendruck die Materialbahn verdichtet und somit deren Bahneigenschaften
deutlich verbessert. Der Druck des vorzugsweise flüssigen Mediums, insbesondere Wasser,
liegt in einem Bereich von 0,001 bar bis 12 bar absolut. Der Mediendruck wird vorzugsweise
in Abhängigkeit der gewünschten Heizleistung und/oder der Materialbahnsorte eingestellt
und kann gegebenenfalls auch höher als 12 bar liegen.
[0010] Weiterhin wird eine Ausführungsform der Trockenpartie bevorzugt, bei der das erste
Stützband, das zweite Stützband und/oder das Dichtband zwischen dem Ablaufbereich,
in dem die Bänder/das Band von dem Trockenzylinder ablaufen, und dem Auflaufbereich,
in dem die Bänder/das Band auf dem Trockenzylinder auflaufen, außerhalb des Druckraums
der Überdruckhaube geführt werden/wird. Damit kann eine gute Zugänglichkeit zu Führungseinrichtungen,
beispielsweise Leitwalzen, über die die Bänder geführt werden, sichergestellt werden.
Außerdem kann der Aufbau der Überdruckhaube vereinfacht werden.
[0011] Schließlich wird ein Ausführungsbeispiel der Trockenpartie bevorzugt, bei dem die
Dichtungen, beispielsweise Dichtleisten, mittels derer der Druckraum der Überdruckhaube
gegenüber der Umgebung abdichtbar ist, berührungslos oder berührend mit Walzen zusammenwirken,
die gegen mindestens ein Dichtband/Stützband oder die Materialbahn gedrückt werden
oder zu diesen einen nur kleinen Abstand aufweisen. Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, daß mindestens eine Dichtung unmittelbar mit der Oberfläche einer
Walze zusammenwirkt. Die Abdichtung erfolgt also in einem Umfangsbereich der Walze,
in dem weder die Materialbahn noch ein Stützband oder Dichtband aufliegen. Dadurch
kann bei einer berührenden Abdichtung, also wenn die Dichtung an der Oberfläche der
Walze anliegt, ein Verschleiß der Bänder und Dichtungen beziehungsweise eine Beschädigung
der Materialbahn vermieden beziehungsweise klein gehalten werden.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht eines Teils eines ersten Ausführungsbeispiels einer
Trockenpartie;
- Figuren 2 und 3
- jeweils eine schematische Ansicht eines Teils eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Trockenpartie;
- Figur 4
- einen Ausschnitt aus einem vierten Ausführungsbeispiels der Trockenpartie;
- Figur 5
- zeigt eine Prinzipskizze eines fünften Ausführungsbeispiels einer als Überdruckhaube
ausgebildeten Anpreßeinrichtung;
- Figuren 6 und 7
- jeweils eine schematische Ansicht der Stirnseite einer weiteren Ausführungsform der
Trockenpartie und
- Figuren 8 bis 12
- jeweils einen Ausschnitt einer Ausführungsvariante der Trockenpartie in Seitenansicht.
[0014] Die in den Figuren 1 bis 3 und 5 bis 7 dargestellten und in der Beschreibung erläuterten
Trockenpartien gehören nicht zur Erfindung. Sie werden lediglich wegen des besseren
Verständnisses des hier angesprochenen technischen Gebiets beschrieben.
[0015] Die im folgenden beschriebene Trockenpartie ist allgemein im Zusammenhang mit einer
Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung einer Materialbahn einsetzbar, beispielsweise
in einer Streichmaschine. Rein beispielhaft wird davon ausgegangen, daß es sich hier
um eine Trockenpartie einer Papierherstellungsmaschine handelt.
[0016] Figur 1 zeigt schematisch einen Teil einer Ausführungsform einer Trockenpartie 1
in Seitenansicht, nämlich einen Trockenzylinder 3, über den ein erstes Stützband 5
und zweites Stützband 7 gemeinsam mit einer Materialbahn 9 geführt werden. Die Stützbänder
5, 7 werden auch als Trockensiebe oder Filze bezeichnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
liegt die Materialbahn 9 unmittelbar auf der Oberfläche des Trockenzylinders 3 auf.
Die porösen, also gas- und flüssigkeitsdurchlässigen Stützbänder 5, 7 werden gemeinsam
über Leitwalzen 11, 13, 15, 17, 19 und 21 derart geführt, daß das erste Stützband
5 an der Materialbahn 9 und das zweite Stützband 7 außen am ersten Stützband 5 anliegen.
Die Stützbänder 5, 7 werden vorgespannt, so daß die Materialbahn auf den Umfang des
Trockenzylinders 3 gepreßt wird, was zu einer Erhöhung des Trocknungskontakts führt.
Es ist möglich, die Stützbänder unterschiedlich vorzuspannen, so daß beispielsweise
das zweite Stützband 7 eine geringere Vorspannung (Bandzug) aufweist, als das erste
Stützband 5. Zur Vermeidung von unzulässig groben Markierungen auf der Materialbahn
9 durch das an der Materialbahn 9 anliegende erste Stützband 5, weist das Stützband
5 eine feine Struktur auf. Unter "feiner Struktur" wird ein kleiner Abstand der Poren
oder Fäden des Stützbandes verstanden. Das zweite Stützband 7 weist vorzugsweise eine
grobe, zumindest aber eine gröbere Struktur auf, als das erste Stützband 5, worauf
im folgenden noch näher eingegangen wird. Um die Berührungsfläche zwischen der beheizten
Oberfläche des Trockenzylinders 3 und der Materialbahn 9 zu vergrößern, weisen die
im Auflaufbereich 23 angeordnete Leitwalze 11 und die im Ablaufbereich 25 angeordnete
Leitwalze 21 einen relativ geringen Abstand zueinander auf. Die Leitwalzen 11, 21
bilden mit dem Trockenzylinder 3 jeweils einen Nip, durch den die Stützbänder 5, 7
und die Materialbahn 9 hindurchgeführt werden.
[0017] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter einem "Stützband" auch
ein Band verstanden, das nicht der Abstützung oder Anpressung der Materialbahn, sondern
beispielsweise lediglich der Aufnahme einer Flüssigkeit dient. Die Vorspannung eines
nicht der Abstützung der Materialbahn dienenden Stützbandes kann sehr klein gewählt,
vorzugsweise eingestellt werden.
[0018] Um den Trocknungskontakt der Materialbahn 9 mit der Oberfläche des Trockenzylinders
3 zu verbessern, ist eine Überdruckhaube 27 vorgesehen, die sich vorzugsweise über
die gesamte Länge des Trockenzylinders 3 erstreckt. Die Überdruckhaube 27 weist hier
ein ringförmiges Gehäuse 28 auf, das einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein kann.
Wie aus Figur 1 ersichtlich, sind die Leitwalzen 11 bis 21, über die die Stützbänder
5, 7 geführt werden, im Innern der Überdruckhaube 27 angeordnet. Die Überdruckhaube
27 ist zur Begrenzung eines Druckraumes 29 an ihren Stirnseiten mittels nicht dargestellter
Abdeckungen verschlossen. Die seitlichen Abdeckungen sind wahlweise gegen den Umfang,
die Stirnseiten und/oder an Lagerzapfen des Trockenzylinders und der Leitwalzen durch
geeignete Vorrichtungen berührungslos oder berührend gedichtet. Der Druckraum 29 ist
in dem Bereich, in dem das ringförmige Gehäuse 28 der Überdruckhaube 27 eine Öffnung
31 aufweist, durch die die Materialbahn 9 in das Innere der Überdruckhaube 27 in den
Druckraum 29 geführt wird, mittels hier als Dichtleisten ausgebildeter Dichtungen
33 und den mit dem Trockenzylinder einen Nip bildenden Leitwalzen 11, 21 gegenüber
der Umgebung abgedichtet. Die Leitwalzen 11, 21 können als Preßwalzen, beispielsweise
Schuhpressen, ausgebildet und an den Trockenzylinder 3 angepreßt werden. Die Kraftübertragung
zwischen den beiden drucklosen Enden des durch den Überdruck im Druckraum 29 belasteten
Gehäuses 28 der Überdruckhaube 27 wird vorzugsweise durch eine mechanische Verbindung
32 hergestellt.
[0019] Die Dichtungen 33 wirken mit einem Umfangsbereich der Leitwalzen 11, 21 zusammen,
über den die Stützbänder 5, 7 geführt werden. Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
liegen die Dichtungen 33 an dem über die Leitwalzen 11, 21 geführten Stützband 7 an,
um einen Druckverlust aus dem Druckraum 29 weitestgehend zu verhindern. Alternativ
ist es möglich, daß die Dichtungen 33 einen kleinen Abstand zu den Leitwalzen 11,
21 beziehungsweise zu dem außen geführten Stützband 7 aufweisen. Bei Beaufschlagung
des Druckraums 29 mit einem unter Druck stehenden gasförmigen Medium können anstelle
der Dichtungen 33 auch sogenannte Luftmesser verwendet werden, mittels derer ebenfalls
eine berührungslose Abdichtung des Druckraums 29 realisierbar ist.
[0020] Im folgenden wird davon ausgegangen, daß der Druckraum 29 mit einem unter Druck stehenden
gasförmigen Medium beaufschlagt wird. Selbstverständlich ist es auch möglich, eine
unter Druck stehende Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, in den Druckraum 29 einzubringen.
Die Erzeugung eines Druckes im Druckraum 29 mit Hilfe einer Flüssigkeit ist besonders
vorteilhaft, weil mit einer Flüssigkeit im Vergleich zu einem gasförmigen Medium ein
höherer Druck bei einer geringeren Strömung, insbesondere mit einer geringeren Menge
des Druckmediums, realisierbar ist. Der Überdruck, unter dem das in den Druckraum
29 eingebrachte flüssige oder gasförmige Medium steht, liegt in einem Bereich von
0,001 bar bis 12 bar absolut. Der Flüssigkeits-/Gasdruck im Druckraum 29 wird vorzugsweise
in Abhängigkeit der Materialbahnsorte und/oder der gewünschten Heizleistung des Trockenzylinders
beziehungsweise der Trockenpartie eingestellt. Es ist auch möglich, den Mediumdruck
während des Trocknungsprozesses zu variieren.
[0021] Im Innern der Überdruckhaube 27 sind mehrere, hier insgesamt sechs Zuführungen 35
angeordnet, aus denen -wie mit Pfeilen angedeutet- ein unter Druck stehendes, flüssiges
oder gasförmiges Medium, beispielsweise Luft, in den Druckraum 29 geblasen werden
kann. Die Temperatur des im folgenden kurz als Gas bezeichneten gasförmigen Mediums
liegt beispielsweise in einem Bereich von 40°C bis 80°C. Die Temperatur des Gases
ist grundsätzlich geringer als die Temperatur an der Außenseite des von der Materialbahn
9 und den Stützbändern 5, 7 umschlungenen Teilumfangs des Trockenzylinders 3 und kann
demnach auch beispielsweise 20°C oder 100°C betragen. Der Druck und die Temperatur
des in den Druckraum 29 eingeblasenen Gases ist beliebig variierbar, vorzugsweise
einstellbar, beispielsweise in Abhängigkeit der Temperatur des Trockenzylinders 3.
Der innenbeheizte Trockenzylinder 3 weist eine Temperatur auf, die vorzugsweise in
einem Bereich von 140°C bis 190°C liegt. Die Aufheizung des Trockenzylinders 3 kann
mit Dampf, Öl, Wasser, einer Infraroteinrichtung, Verbrennungsgasen oder dergleichen
erfolgen. Unabhängig von der Aufheizung des Trockenzylinders 3 kann die Wärmeeinbringung
an die Außenseite des Trockenzylinders 3, also an der Zylinderoberfläche, definiert
eingestellt werden. Es ist daher möglich, den Trockenzylinder 3 über dessen Umfang
oder über dessen Länge so zu beheizen, daß die Außenseite des Trockenzylinders 3 unterschiedliche
Temperaturen aufweist.
[0022] Durch das unter Druck stehende Gas wird die Materialbahn 9 auf den Umfang des Trockenzylinders
3 gepreßt, so daß der Trocknungskontakt und somit der Wärmetransport sowohl vom Trockenzylinder
3 auf die Materialbahn 9 als auch innerhalb der Materialbahn 9 erhöht wird. Das Gas
dient weiterhin dazu, sowohl die Stützbänder 5, 7 als auch die Materialbahn 9 auf
der dem Trockenzylinder 3 abgewandten Seite zu kühlen. Dadurch stellt sich ein Temperaturgefälle
vom beheizten Trockenzylinder 3 in Richtung der Stützbänder 5, 7 ein. Hierdurch wird
sowohl die bevorzugte Austragsrichtung der teilweise als Dampf und teilweise als Flüssigkeit
aus der Materialbahn 9 austretenden Flüssigkeit eingestellt, gegebenenfalls auch der
Wärmefluß gesteigert. Nach dem Austritt des Dampfes aus der Materialbahn 9 schlägt
dieser sich unmittelbar als Kondensat in den Stützbändern 5, 7 nieder und wird von
diesen aufgenommen. Die Temperatur des außen geführten, zweiten Stützbandes 7 ist
zumindest bereichsweise geringer als die Temperatur des an der Materialbahn 9 anliegenden,
ersten Stützbandes 5. Die aus der Materialbahn 9 austretende Flüssigkeit schlägt sich
daher größtenteils beziehungsweise vollständig in dem außenliegenden zweiten Stützband
7 nieder, das -wie bereits beschrieben- eine gröbere Struktur aufweist als das an
der Materialbahn 9 anliegende erste Stützband 5.
[0023] Im Druckraum 29 der Überdruckhaube 27 ist ein Entlastungszone 37 vorgesehen, die
mehrere, hier insgesamt drei Druckzonen 39, 40, 41 aufweist. Die Entlastungszone 37
dient dazu, einen zu großen und/oder zu schnellen Druckabfall am Austritt der Materialbahn
9 aus dem Druckraum 29, der zur Zerstörung der Materialbahn 9 durch Delamination führen
kann, zu verhindern. Weiterhin kann der Druckabfall beim Austritt aus dem Druckraum
29 gezielt eingestellt werden. Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
werden die Druckzonen 39, 40, 41 jeweils von einer mit mindestens einem Strömungskanal
versehenen Kammer 43 gebildet. Der Druck fällt in Laufrichtung der Materialbahn 9
von einer Druckzone zur anderen ab, das heißt in der Druckzone 39 liegt ein geringerer
Druck an als im Druckraum 29 und ein größerer Druck als in der nachfolgenden Druckzone
40. Der Druck in den Druckzonen 39, 40, 41 wird -wie mit Pfeilen 45 angedeutet- definiert
über die in den Kammern 43 vorgesehenen Öffnungen eingestellt. Zum Austragen der in
den Stützbändern 5 und 7 kondensierten Flüssigkeit steht die gegenüber dem Druckraum
29 mittels Dichtungen 33' und 33" abgedichtete Druckzone 41 über eine in das Gehäuse
28 der Überdruckhaube 27 eingebrachte Durchgangsöffnung 47 mit der Umgebung in Strömungsverbindung.
[0024] Die Stützbänder 5, 7 durchlaufen gemeinsam mit der auf dem Trockenzylinder 3 aufliegenden
Materialbahn 9 die Druckzonen 39, 40 und 41. Nach dem Ablaufen der Materialbahn 9
vom Trockenzylinder 3 wird diese über eine Umlenkwalze 48 zu einem nachfolgenden Teil
der Papierherstellungsmaschine geführt, während die Stützbänder 5, 7 über die im Inneren
der Überdruckhaube angeordneten Leitwalzen zum Auflaufbereich geführt werden. Dabei
durchlaufen die Stützbänder die Druckzone 41, in der das Gas durch die Stützbänder
hindurchgeleitet wird. Hierdurch wird die von den Stützbändern 5, 7 aufgenommene Flüssigkeit
ausgeblasen und diese somit getrocknet. Ebenso kann die Trocknung das/der Stützbänder
beispielsweise durch Vakuumsauger (Rohrsauger) erfolgen. Die Flüssigkeit wird in einem
außerhalb der Überdruckhaube 27 angeordneten Behälter 49 aufgefangen und von dort
gemeinsam mit der Flüssigkeit abgeführt.
[0025] Figur 2 zeigt schematisch einen Teil einer weiteren Ausführungsform der Trockenpartie
1 in Seitenansicht, nämlich eine einreihige Trockengruppe, die mehrere, hier insgesamt
drei Trockenzylinder 3a, 3b und 3c sowie zwei Bahnleitwalzen 51 und 53 umfaßt. Teile,
die mit denen in Figur 1 übereinstimmen, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen,
so daß insofern auf die Beschreibung zu Figur 1 verwiesen wird. Im folgenden soll
lediglich auf die Unterschiede näher eingegangen werden. Die Überdruckhaube 27 weist
ein mehrteiliges Gehäuse 28 auf, das ein erstes Gehäuseteil 28a und zweites Gehäuseteil
28b umfaßt, die die Trockenzylinder 3a, 3b , 3c und die Bahnleitwalzen 51 und 53 im
wesentlichen umgeben. Der Druckraum 29 der Überdruckhaube 27 wird sowohl durch die
Leitwalzen 11 und 21 als auch durch Dichtungen 33 gegenüber der Umgebung abgedichtet.
Die Leitwalze 11 bildet mit dem ersten Trockenzylinder 3a einen Nip oder ist zu diesem
in einem geringen Abstand angeordnet und die Leitwalze 21 bildet mit dem Trockenzylinder
3c einen Nip oder ist zu diesem in einem kleinen Abstand angeordnet. Durch den jeweiligen
Nip beziehungsweise Spalt zwischen Walze und Trockenzylinder werden die Materialbahn
9 und die Stützbänder 5, 7 geführt. Die an dem zweiten Gehäuseteil 28b angebrachten
Dichtleisten 33 wirken berührungslos oder berührend unmittelbar mit der Außenseite,
das heißt einem Umfangsbereich der Trockenzylinder 3a, 3c zusammen, der weder von
einem der Stützbänder 5, 7 noch der Materialbahn 9 umschlungen ist. Die an dem ersten
Gehäuseteil 28a angebrachten Dichtleisten 33 wirken mit dem von den Stützbändern 5,
7 umschlungenen Umfangsbereich der Leitwalzen 11 und 21 berührend oder berührungslos
zusammen.
[0026] Wie aus Figur 2 ersichtlich, werden die Stützbänder 5, 7 gemeinsam mit der Materialbahn
9 mäanderförmig über die Trockenzylinder 3a, 3b, 3c und die Bahnleitwalzen 51, 53
geführt. Dadurch, daß die Überdruckhaube 27 und die Stützbänder 5, 7 mehreren Trockenzylindern
zugeordnet werden, kann der Aufbau der Trockenpartie vereinfacht werden.
[0027] Figur 3 zeigt schematisch eine Prinzipskizze eines dritten Ausführungsbeispiels einer
Trockenpartie 1. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß insofern
auf die Beschreibung zu Figur 2 verwiesen wird. Die Abdichtung des Druckraums 29 gegenüber
der Umgebung erfolgt hier im Bereich der Materialbahn 9 durch zwei Walzenanordnungen,
die jeweils zwei Walzen 55 und 57 umfassen. Zwischen den in einem Abstand zueinander
angeordneten Walzen 55, 57 ist entweder ein kleiner Zwischenraum vorgesehen oder sind
vorzugsweise als Preßwalzen ausgebildet, das heißt, die Walzen 55, 57 liegen an ihrem
Umfang entlang einer Klemmdruck-Kontaktlinie aneinander an und bilden einen Preßnip,
durch den die Materialbahn 9 geführt wird. Alternativ ist es möglich, daß eine oder
beide Walzen 55, 57 als sogenannte Schuhpressen ausgebildet werden. Die Abdichtung
des Druckraums 29 zwischen dem Gehäuse 28 und den Walzen 55, 57 erfolgt mittels Dichtleisten
33, die unmittelbar mit der Oberfläche der Walzen 55 und 57 zusammenwirken.
[0028] Die im Auflaufbereich 23, in dem die Materialbahn 9 auf den ersten Trockenzylinder
3a aufläuft, und im Ablaufbereich 25, in dem die Materialbahn 9 von dem letzten Trockenzylinder
3c abläuft, angeordneten Leitwalzen 11 beziehungsweise 21 sind hier in einem Abstand
zu den Trockenzylindern 3a, 3c angeordnet und dienen nicht der Abdichtung des Druckraums
29, sondern lediglich zur Führung der Stützbänder 5, 7.
[0029] Figur 4 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer Ausführungsform einer Trockenpartie,
nämlich einen Überdruckkasten 27 in Seitenansicht. Teile, die mit denen in Figur 1
übereinstimmen, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß insofern auf die
Beschreibung zu Figur 1 verwiesen wird. Die Materialbahn 9 wird gemeinsam mit den
Stützbänder 5, 7 und einem außenliegenden, gasundurchlässigen Dichtband 59 um den
Trockenzylinder 3 geführt. Das Dichtband 59 liegt an dem zweiten Stützband 7 an, so
daß die Stützbänder 5, 7 und die Materialbahn 9 nicht in direktem Kontakt mit dem
auf der gegenüberliegenden Seite des Dichtbandes 59 im Druckraum 29 der Überdruckhaube
27 befindlichen Medium stehen. Durch das beispielsweise aus mindestens einem Metall,
zum Beispiel Stahl, bestehende Dichtband 59 kann der an diesem außen anliegende Gasdruck
definiert auf das zweite Stützband 7 übertragen werden, so daß die Anpressung der
Materialbahn 9 auf den Umfang des Trockenzylinders 3 erhöht wird. Die auf die Materialbahn
9 wirkende Anpreßkraft, die ohne das Dichtband 59 lediglich durch die Vorspannung
der Stützbänder 5, 7 bewirkt wird, kann also durch das unter Druck stehende Gas vergrößert
werden. Durch eine Steigerung des Drucks des Mediums im Druckraum 29, bei diesem Ausführungsbeispiel
also des Gasdrucks, können derart hohe Anpreßkräfte über das Dichtband 59 und die
Stützbänder 5, 7 auf die Materialbahn 9 aufgebracht werden, wie sie ansonsten -wenn
überhaupt- nur mit einer hohen Vorspannung der Stützbänder 5, 7 erreicht werden können.
Mit Hilfe des unter einem Druck stehenden Mediums können sogar noch höhere Anpreßkräfte
erzeugt werden, als sie mit einer Vorspannung der Stützbänder, deren maximale Längsspannung
relativ klein und durch die Eigenschaften des Stützbandmaterials begrenzt ist, erreicht
werden können. Durch die hohen Anpreßkräfte können die Eigenschaften der Materialbahn
deutlich verbessert werden, insbesondere tritt bei hohen Anpreßkräften eine Verdichtung
der Materialbahn ein. Durch das Dichtband 59 kann also ein hoher Druck beziehungsweise
eine hohe Pressung auf die Materialbahn 9 aufgebracht werden, was beispielsweise bei
der Herstellung von Verpackungspapieren von Vorteil ist. Das Material, aus dem das
Dichtband 59 besteht, weißt vorzugsweise eine gute Wärmeleitfähigkeit auf.
[0030] Vom Umfang des Trockenzylinders 3 und dem über den Trockenzylinder 3 geführten Dichtband
59 wird ein Raum begrenzt, innerhalb dessen die Materialbahn 9 und -bei dem in Figur
4 dargestellten Ausführungsbeispiel- die Stützbänder 5, 7 während ihres Umlaufs über
den Trockenzylinder 3 angeordnet sind. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante
ist vorgesehen, daß dieser Raum mit Hilfe einer in Figur 4 nicht dargestellten Dichtung
gegenüber der hier lediglich einen Druckraum 29 umfassenden Überdruckhaube 27 abgedichtet
ist. Durch die vollständige Abdichtung des Raumes -von oben durch das Dichtband, von
unten durch den Trockenzylinder und an den Seiten durch die Dichtung- gegenüber der
Überdruckhaube, wird ein Eindringen des vorzugsweise flüssigen oder aber gasförmigen,
der Kühlung des Dichtbandes 59 dienenden Mediums und somit eine Befeuchtung der Materialbahn
verhindert. Vorzugsweise ist bei allen Ausführungsbeispielen der Trockenpartie, bei
der ein derartiges Dichtband 59 verwendet wird, dieser vom Umfang des Trockenzylinder
und dem Dichtband selber begrenzte Raum an den Seiten mittels einer Dichtung gegenüber
der Überdruckhaube beziehungsweise deren Druckraum/Druckräumen abgedichtet. Die Ausgestaltung
der Dichtung kann beliebig gewählt werden.
[0031] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Dichtband 59 von dem
unter Druck stehenden Medium gekühlt, wodurch wiederum das an dem Dichtband 59 anliegende
zweite Stützbandes 7 gekühlt wird. Dadurch stellt sich ein Temperaturgefälle im beheizten
Trockenzylinder 3 in Richtung des Dichtbandes 59 ein, was wiederum zu einem erhöhten
Wärmetransport vom Trockenzylinder 3 zur Materialbahn 9 führt. Die teilweise als Dampf
aus der Materialbahn 9 austretende Flüssigkeit durchdringt das poröse erste Stützband
5 und schlägt sich vorzugsweise als Kondensat in dem gegenüber dem ersten Stützband
5 kühleren zweiten Stützband 7 nieder und wird von diesem aufgenommen.
[0032] Wie oben bereits beschrieben, setzt sich die Anpreßkraft, die die Materialbahn 9
auf den Umfang des Trockenzylinders 3 preßt, aus den durch die Vorspannung der Stützbänder
5, 7 und den durch das unter Druck stehende gasförmige Medium erzeugten Kräften zusammen.
Die Größe der durch die Vorspannung der Stützbänder und den Gasdruck erzeugten Kräfte
beziehungsweise deren Anteil an der Anpreßkraft kann beliebig gewählt, vorzugsweise
eingestellt werden, beispielsweise in Abhängigkeit der an die herzustellende Materialbahn
gestellten Anforderungen.
[0033] Wie aus Figur 4 ersichtlich, werden die Stützbänder 5, 7 und das Dichtband 59 über
Leitwalzen 11 bis 19, 61 und 21 geführt, die außerhalb der Überdruckhaube 27 angeordnet
sind. Dadurch kann eine gute Zugänglichkeit zu den Führungseinrichtungen der Bänder,
hier also den Leitwalzen, sichergestellt werden. Außerdem kann der Aufbau der Überdruckhaube
27 vereinfacht werden.
[0034] Bei dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel werden das Dichtband 59, die
Stützbänder 5, 7 und die Materialbahn 9 durch den Nip im Ablaufbereich 25 zwischen
der Leitwalze 21 und dem Trockenzylinder 3 aus dem Druckraum 29 herausgeführt. Die
Materialbahn 9 wird über eine Umlenkwalze 48 weiter zu einem nachfolgenden Bereich
der Papierherstellungsmaschine geführt. Das Dichtband 59 wird direkt von der Leitwalze
21 an die Leitwalze 19 geführt, während die Stützbänder 5, 7 zunächst zur Leitwalze
61 und von dieser zur Leitwalze 19 geführt werden. In dem Bereich zwischen den Leitwalzen
21 und 19 ist eine Blaseinrichtung 63 angeordnet, die die Stützbänder 5, 7 mit einem
gasförmigen Medium beaufschlagt, wodurch die von den Stützbändern 5, 7 während des
Umlaufs um den Trockenzylinder 3 aufgenommene Flüssigkeit ausgeblasen wird. Die Flüssigkeit
wird in einem Behälter 49 aufgefangen, der auf der der Blaseinrichtung 63 gegenüberliegenden
Materialbahnseite angeordnet ist. Anschließend werden die Stützbänder 5, 7 und das
Dichtband 59 im Bereich der Leitwalze 19 zusammengeführt und gemeinsam über die Leitwalzen
17, 15, 13 und 11 an den Trockenzylinder 3 geführt.
[0035] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das eine feine Struktur
aufweisende erste Stützband 5 und das gegenüber dem ersten Stützband 5 eine gröbere
Struktur aufweisende zweite Stützband 7 miteinander zu einem Stützband verbunden,
beispielsweise verklebt oder verwebt, sind. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
sind die Stützbänder 5, 7 und das Dichtband 59 miteinander verbunden und bilden ein
einzelnes Stütz-/Dichtband. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen,
daß lediglich das zweite Stützband 7 und das Dichtband 59 miteinander verbunden sind.
Aus allem wird deutlich, daß auch mehr als drei Bänder, beispielsweise vier Bänder,
oder zwei Bänder, beispielsweise ein Stützband und ein Dichtband, eingesetzt werden
können, mit denen die Funktionen der Stützbänder 5, 7 und/oder und des Dichtbandes
59 realisiert werden können.
[0036] Bei den anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebenen Ausführungsbeispielen liegt die
Materialbahn 9 unmittelbar auf der Außenseite beziehungsweise Oberfläche des Trockenzylinders
auf. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß zwischen der Materialbahn
9 und dem Trockenzylinder 3 ein Siebband geführt wird. Durch das Siebband kann die
Haftung der feuchten Materialbahn 9 am Trockenzylinder verringert werden, so daß diese
relativ leicht vom Trockenzylinder 3 gelöst werden kann.
[0037] Es wird ohne weiteres deutlich, daß die anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebenen
Ausführungsbeispielen der Überdruckhaube auch innerhalb einer Veredelungsmaschine,
beispielsweise Streichmaschine, eingesetzt werden kann. Zur Kühlung eines Bandes ist
bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante eine Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser,
vorgesehen, die unter einem Druck von vorzugsweise 0,001 bar absolut bis 12 bar absolut
steht und in den Druckraum 29 eingebracht wird.
[0038] Zusammenfassend ist festzuhalten, daß durch die Kühlung der/des gemeinsam mit der
Materialbahn 9 über den Trockenzylinder 3 geführten Bänder/Band und/oder der Materialbahn
9 mittels des unter Druck stehenden, vorzugsweise flüssigen oder aber gasförmigen
Mediums die Trocknungsleistung einer Trockenpartie erhöht werden kann. Besonders vorteilhaft
ist, daß bestehende Trockenpartien relativ einfach mit den Stützbändern 5, 7 und/oder
dem Dichtband 59 nachrüstbar sind.
[0039] Im folgenden werden anhand der Figuren 5 bis 7 weitere Ausführungsbeispiele einer
Überdruckhaube näher erläutert, und zwar zeigt Figur 5 eine schematisierte Darstellung
eines Trockenzylinders 101 in Stirnansicht. Über einen Umfangsbereich des Trokkenzylinders
101 wird bei diesem Ausführungsbeispiel lediglich ein beispielsweise als Sieb ausgebildetes
Stützband 103 gemeinsam mit einer Materialbahn 9, beispielsweise einer Papierbahn,
geführt. Um die Berührungsfläche zwischen der geheizten Oberfläche des Trockenzylinders
und der zu trocknenden Materialbahn zu vergrößern, sind im Zufuhr- beziehungsweise
Auflaufbereich und im Ablaufbereich des Trockenzylinders Umlenkwalzen 107 vorgesehen,
deren Drehrichtung von der Laufrichtung der Materialbahn abhängt und hier durch Pfeile
angedeutet ist.
[0040] Die Materialbahn 9 wird zur Verbesserung des Wärmeübergangs vom Trockenzylinder 101
auf die Materialbahn durch eine vorgegebene Stützbandspannung eingestellt. Um den
Trocknungskontakt mit der Oberfläche des Trockenzylinders 101 zu verbessern, ist hier
eine als Überdruckhaube 111 ausgebildete Anpreßeinrichtung vorgesehen, die sich vorzugsweise
über die gesamte Länge des Trockenzylinders 101 erstreckt.
[0041] Die Überdruckhaube 111 weist mehrere Innenwände 113 und 115 auf, die sich vorzugsweise
über die gesamte Länge der Überdruckhaube erstrecken und die mehrere, hier drei Überdruckkammern
117, 119, 121 abgrenzen. In den Überdruckkammern wird auf geeignete Weise, beispielsweise
durch die Zufuhr eines gasförmigen Mediums, beispielsweise Luft, oder vorzugsweise
flüssigen Mediums, vorzugsweise Wasser, ein Druckniveau eingestellt, aufgrund dessen
das Stützband 103 und damit die Materialbahn 9 gegen die Oberfläche des Trockenzylinders
101 angepreßt wird, so daß sich ein verbesserter Wärmeübergang ergibt. Die Druckniveaus
p
1, p
2, p
3 in den Überdruckkammern 117, 119 und 121 können auf gewünschte Werte eingestellt
werden, um ein optimales Trocknungsverhalten der Materialbahn zu gewährleisten. Dabei
können die Druckniveaus beispielsweise nach der Ungleichung p
1 < p
2 > p
3 eingestellt werden oder nach der Ungleichung p
1 > p
2 > p
3.
[0042] Zusätzlich kann eine Unterteilung der Überdruckkammern in Längsrichtung, also über
die Breite der Materialbahn 9 vorgenommen werden, um quer zur Laufrichtung der Materialbahn
verschiedene Druckwerte einstellen zu können.
[0043] Die an die Oberfläche des Trockenzylinders 101 angrenzenden Längskanten des Gehäuses
123 der Überdruckhaube 111 sind, ebenso wie die der Umfangsfläche des Trockenzylinders
101 zugewandten Längskanten der Zwischenwände 113 und 115, mit Dichtleisten 125 versehen,
die einen Druckverlust aus den Überdruckkammern weitgehend verhindern. Statt der Dichtleisten
125 können auch sogenannte Luftmesser verwendet werden, wodurch eine berührungslose
Abdichtung der Überdruckkammern realisierbar ist. Das Gehäuse 123 ist überdies an
der Stirnseite und an der gegenüberliegenden Rückseite mit Dichtleisten 127 versehen,
die hier gestrichelt angedeutet sind.
[0044] Es ist möglich, die Druckverhältnisse der Überdruckhaube 111 durch das Dichtverhalten
der Dichtleisten 125 und 127 einzustellen. Beispielsweise kann ein sanfter Druckübergang
in den Überdruckkammern 117, 119 und 121 dadurch erzielt werden, daß die an den Innenwänden
113 und 115 vorgesehenen Dichtleisten 125 einen Mediumübergang und damit einen Druckausgleich
ermöglichen. Ebenso kann bei Eintritt und bei Austritt der Materialbahn 9 in und aus
der Überdruckhaube ein Druckausgleich gewünscht sein, um auch hier einen sanften Druckübergang
zu gewährleisten.
[0045] Es ist schließlich auch möglich, die an der Stirn- und Rückseite des Gehäuses 123
vorgesehene Dichtleiste 127 so auszubilden, daß auch hier ein Druckausgleich möglich
ist, um einen sanften Druckübergang zu erreichen. Dadurch wird der Rand der Materialbahn
9 mit einem geringeren Anpreßdruck gegen den Trockenzylinder 101 gepreßt, was einer
Übertrocknung der Bahnränder entgegenwirkt.
[0046] Figur 6 zeigt stark schematisiert die Stirnseite eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Trockenpartie 110, die mehrere nebeneinanderliegende Trokkenzylinder 101 aufweist.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedem einzelnen Trokkenzylinder
eine als Überdruckhaube 111 ausgebildete Anpreßeinrichtung zugeordnet. Die Überdruckhauben
weisen jeweils drei Überdruckkammern 117, 119 und 121 auf. Die Kammern werden über
Leitungen 129 mit einem unter Druck stehenden gasförmigen oder flüssigen Medium beaufschlagt,
wobei über eine erste Anschlußleitung 131 das Druckmedium mit einem Druckniveau p
1 zugeführt wird, mit dem jeweils die Überdruckkammern 117 beaufschlagt werden. Die
mittlere Überdruckkammer 119 der Überdruckhauben 111 wird über eine zweite Anschlußleitung
133 mit einem Druckniveau p
2 beaufschlagt. Schließlich wird den Überdruckkammern 121 der Überdruckhauben 111 über
eine dritte Anschlußleitung 135 ein Druckniveau p
3 zugeführt.
[0047] Nach allem wird deutlich, daß in allen Überdruckhauben gleiche Druckniveaufolgen
p
1, p
2 und p
3 zugeführt werden, so daß überall die gleichen Anpreßkräfte wirken.
[0048] Bei der hier dargestellten Trockenpartie 119 werden das Stützband 103 und die Materialbahn
9 mäanderförmig über Trockenzylinder 101 geleitet, zwischen denen jeweils Umlenkwalzen
107 angeordnet sind. Zwischen je zwei Trockenzylindern ist hier noch jeweils ein externer
Saugkasten 137 angeordnet, mit dessen Hilfe das von der Materialbahn mitgerissene
Medium abgesaugt wird, insbesondere aber eine Führung der Materialbahn sichergestellt
wird.
[0049] Figur 7 zeigt in schematischer Stirnansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Trockenpartie 110, von der hier rein beispielhaft vier Trockenzylinder 101 dargestellt
sind. Zwischen je zwei Trokkenzylindern sind wiederum Umlenkwalzen 107 vorgesehen,
so daß das Stützband 103 und die Materialbahn 9 mäanderförmig über die Trockenzylinder
101 geführt werden können. Durch die Zugkraft des Stützbandes 103 wird die Materialbahn
9 gegen die geheizte Oberfläche der Trockenzylinder angepreßt. Zusätzlich sind auch
hier wiederum als Überdruckhauben 111 ausgebildete Anpreßeinrichtungen für jeden Trockenzylinder
vorgesehen. Die Überdruckhauben weisen hier jedoch jeweils vier Überdruckkammern 117,
119, 119' und 121 auf, die jeweils über separate Druckleitungen 139 mit einem unter
Überdruck stehenden, vorzugsweise flüssigen Medium versorgt werden.
[0050] Durch die Kennzeichnung der Druckniveaus p
1, p
2... p
8, ... in den verschiedenen Überdruckkammern wird in Figur 7 angedeutet, daß alle Überdruckkammern
sämtlicher Überdruckhauben 111 ein eigenes, von den anderen Überdruckkammern unabhängiges
Druckniveau aufweisen können. Bei einer derartigen Ausgestaltung der Trockenpartie
110 ist es also möglich, entlang der Laufrichtung der Materialbahn 9 unterschiedliche
Anpreßkräfte ein- und damit ein individuelles Trockenverhalten sicherzustellen.
[0051] Auch bei der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform der Trockenpartie 110 sind
zwischen je zwei Trockenzylindern 101 Saugkästen 137 vorgesehen. Die Saugkästen 137
sind mit einer geeigneten Unterdruckquelle, beispielsweise mit einer Vakuumpumpe,
verbunden, die hier nicht näher dargestellt ist. Die Abluft der Saugkästen beziehungsweise
der Vakuumpumpe kann durch nachgeschaltete Aggregate getrocknet und eventuell erhitzt
und anschließend den Überdruckkammern zugeführt werden.
[0052] Aus alledem wird deutlich, daß die Anpreßkräfte sehr variabel eingestellt werden
können. Es hat sich auch gezeigt, daß bereits mit einem sehr geringen Überdruck von
beispielsweise 0,05 bar eine zusätzliche Anpreßdruckbeaufschlagung erzielt wird, die
etwa einer Verdoppelung der heute maximal üblichen Siebdruckkräfte entspricht. Das
heißt also, die Anpreßkräfte können mit einer als Überdruckhaube ausgebildeten Anpreßeinrichtung
sehr effektiv gesteigert werden.
[0053] Aus den Erläuterungen zu den Figuren 1 bis 7 ist ersichtlich, daß die Anpreßkräfte
nicht nur über den Umfang der Trockenzylinder, sondern auch über deren Länge auf die
gewünschten Werte einstellbar sind. Damit kann der Wärmeübergang innerhalb der Trockenpartie
individuell eingestellt werden. Es ist außerdem möglich, daß durch die Einstellung
eines Differenzdruckanstiegs am Einlauf in die Trokkenpartie ein beispielsweise auf
mitgerissener Luft beruhendes Luftkissen abzuquetschen und auch dadurch die Trocknungseigenschaften
durch einen verbesserten Wärmeübergang positiv zu beeinflussen. Dieser besondere Vorteil
kann also ohne zusätzliche Maßnahmen erreicht werden.
[0054] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 5 bis 7 ist es ohne weiteres möglich,
daß die Temperatur des unter einem Druck stehenden, vorzugsweise flüssigen, Mediums,
das in die Überdruckkammern 117, 119, 119' und 121 eingebracht wird, geringer ist
als die Temperatur an der Außenseite des von der Materialbahn und dem mindestens einen
Stützband umschlungenen Teilumfangs des Trockenzylinders 101. Dadurch stellt sich
ein Temperaturgefälle vom beheizten Trockenzylinder 101 in Richtung des Stützbandes
hin ein, wodurch sowohl der Wärmefluß gesteigert werden kann, als auch die Austragrichtung
der aus der Materialbahn austretenden Flüssigkeit. Des weiteren ist es möglich, daß
in die Überdruckkammern 117, 119, 119' und 121 unterschiedliche Druckmedien eingebracht
werden, wobei die Temperatur des flüssigen oder gasförmigen Mediums von einer Überdruckkammer
zur nächsten unterschiedlich sein kann. Dadurch kann an einem Trockenzylinder ein
unterschiedlicher Wärmefluß über dessen Umfang eingestellt werden.
[0055] Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante der anhand der Figuren 5 bis 7 erläuterten
Ausführungsbeispiele der Trockenpartie ist vorgesehen, daß die Materialbahn 9 gemeinsam
mit mindestens zwei Stützbändern und/oder einen mediumundurchlässigen Dichtband 9
über einen Umfangsbereich eines oder mehrerer Trockenzylinder 101 geführt ist. Die
Stützbänder können unterschiedliche Strukturen (grob/fein) aufweisen. Des weiteren
können die Stützbänder miteinander und/oder dem Dichtband, oder eines der Stützbänder
mit dem Dichtband verbunden sein.
[0056] Aus allem wird ohne weiteres deutlich, daß auch bei einer anhand der Figuren 1 bis
4 beschriebenen Überdruckhaube 27 mit geeigneten Mitteln der Druckraum 29 -in Umfangsrichtung
und/oder in Längserstreckung des Trockenzylinders gesehen- in mindestens zwei Überdruckkammern
unterteilbar ist, so daß sich die gleiche Vorteile wie bei der anhand der Figuren
5 bis 7 beschriebenen Überdruckhaube 111 einstellen.
[0057] Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß die Temperatur des in den Druckraum
29 beziehungsweise in die Überdruckkammern 117, 119, 119' und/oder 121 eingebrachten
Mediums geringer ist als die an der Außenseite des Trockenzylinders, und daß das Medium
unter einem Druck steht, der vorzugsweise in einem Bereich von 0,001 bar bis 12 bar
liegt. Besonders bevorzugt wird ein flüssiges Druckmedium, insbesondere Wasser, da
mit einer Flüssigkeit -im Vergleich zu einem Gas- ein höherer Druck mit einer geringeren
Strömung realisierbar ist. Durch die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Vorteilen
können auch die Kosten der Trockenpartie reduziert werden.
[0058] Das oben beschriebene Dichtband 59 kann aus einem beliebigen, vorzugsweise eine gute
Wärmeleitfähigkeit aufweisenden Material bestehen. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform
besteht das Dichtband aus mindestens einem Metall, zum Beispiel Stahl, der unter anderem
neben einer guten Wärmeleitfähigkeit auch gute Festigkeitseigenschaften aufweist.
[0059] Im folgenden werden anhand der Figuren 8 bis 12 weitere Ausführungsvarianten der
Trockenpartie näher erläutert. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen,
so daß insofern auf die Beschreibung der vorangegangenen Figuren 1 bis 7 verwiesen
wird. Den Trockenzylindern der Trockenpartie sind rein beispielhaft jeweils eine einen
Druckraum 29 umfassende Überdruckhaube 27 zugeordnet. Des weiteren ist bei allen Ausführungsbeispielen
die Materialbahn 9 gemeinsam mit ersten und zweiten Stützbändern 5, 7 sowie einem
Dichtband 59 über einen Umfangsbereich der Trockenzylinder geführt. Selbstverständlich
sind auch andere, oben beschriebene Führungsvarianten möglich, beispielsweise daß
die Materialbahn 9 mittels lediglich einem einzigen Stützband an den Umfang des Trockenzylinders
gepreßt wird.
[0060] Figur 8 zeigt eine modifizierte Ausführungsform der in Figur 4 dargestellten Trockenpartie
1. Im folgenden wird lediglich auf die Unterschiede näher eingegangen. Bei dem in
Figur 8 dargestellten Ausführungsbeispiel, das gegenüber dem in Figur 4 dargestellten
um 180° gedreht ist, sind Saugwalzen 65a und 65b vorgesehen, die in einem relativ
geringen Abstand zueinander angeordnet sind und mit dem Trockenzylinder 3 jeweils
einen Nip bilden. Der Aufbau und die konstruktive Ausgestaltung der hier angesprochenen
Saugwalzen ist an sich bekannt, so daß diese nicht näher beschrieben werden. Durch
den von den Saugwalzen gebildeten Nip werden die Stützbänder 5, 7 und die Materialbahn
9 gemeinsam hindurchgeführt. Den Saugwalzen 65a, 65b sind mit einem Unterdruck beaufschlagbare
Saugkästen 67a und 67b zugeordnet, die innerhalb der geschlossenen Schlaufe der Stützbänder
5, 7 angeordnet und hier im wesentlichen identisch aufgebaut sind. Der im Zwischenraum
zwischen der Saugwalze 65a und der Leitwalze 13 angeordnete Saugkasten 67a weist einen
ersten, geraden Wandabschnitt 69 und einen an die Krümmung der Saugwalze angepaßten
zweiten Wandabschnitt 70 auf, die besaugt werden können. Im Bereich des ersten Wandabschnitts
69, über den lediglich die Stützbänder 5, 7 geführt werden, wird die von einem vorgeordneten
Teil der Maschine herangeführte Materialbahn an das erste Stützband 5 angesaugt und
gemeinsam mit den Stützbändern über die Saugwalze 65a in den Nip zwischen dieser und
dem Trockenzylinder 3 geführt.
[0061] Der Saugwalze 65a ist -in Laufrichtung der Materialbahn gesehen- eine mit dem Trockenzylinder
3 einen Nip bildende Leitwalze 11 nachgeordnet, über die das im Bereich der Leitwalze
13 von den Stützbändern 5, 7 getrennte Dichtband 59 geführt ist. In dem Nip zwischen
der Leitwalze 11 und dem Trockenzylinder 3 werden das Dichtband 59 mit den Stützbändern
5, 7 und der Materialbahn 9 zusammengeführt, also bevor die Materialbahn und die Bänder
in den Druckraum 29 der Überdruckhaube 27 geführt werden. Nachdem die Materialbahn
9 und die Bänder über einen Umfangsbereich des Trockenzylinders 3, an diesem anliegend,
an eine einen Nip mit dem Trockenzylinder bildende Leitwalze 21 geführt sind, wird
das an dem zweiten Stützband 7 anliegende Dichtband 59 von diesem getrennt und über
Leitwalzen 19, 17, 15 zur Leitwalze 13 zurückgeführt. Die am Außenumfang des Trockenzylinders
3 anliegende Materialbahn und die Stützbänder 5, 7 werden weiter bis zum Ablaufbereich
25 geführt, wo sie dann vom Trockenzylinder 3 abgehoben und von der Saugwalze 65b
umgelenkt werden. Die Materialbahn und die Stützbänder 5, 7 werden gemeinsam über
einen ersten, geraden Wandabschnitt 69 des Saugkastens 67b geführt, der zumindest
abschnittsweise mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist, um die Materialbahn an dem
ersten Stützband zu halten. An der dem Saugkasten 67b nachgeordneten Leitwalze 61
wird die Materialbahn vom ersten Stützband 5 getrennt und an eine nachfolgende, nicht
dargestellte Einrichtung der Maschine weitergeführt (Pfeil 71), während die Stützbänder
5, 7 über die Leitwalze 61 an die Leitwalze 19 geführt werden, über die auch das Dichtband
59 geführt ist. Von der Leitwalze 19 gelangen die Stützbänder 5, 7 sowie das am zweiten
Stützband 7 anliegende Dichtband 59 über die Leitwalzen 17 und 15 zur Leitwalze 13.
In dem Bereich zwischen den Leitwalzen 61 und 19 werden die beiden Stützbänder 5,
7 mit einem gasförmigen Medium beaufschlagt, so daß die aus der Materialbahn ausgetretene
und von den Stützbändern aufgenommene Flüssigkeit hier ausgeblasen oder -bei einem
anderen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel- abgesaugt wird.
[0062] Mit Hilfe der im Übergabebereich, in dem die Materialbahn von einem dem Trockenzylinder
3 vorgeordneten Teil der Maschine an die Stützbänder 5, 7 überführt und zum Auflaufbereich
23 transportiert wird, vorgesehenen Führungseinrichtung (Saugkasten, -walze) und den
im Ablaufbereich 25 sowie dem sich daran anschließenden Übernahmebereich, in dem die
Materialbahn an einem nachgeordneten Teil der Maschine weitergeführt wird, vorgesehenen
Führungseinrichtung (Saugkasten, -walze) kann eine gute Haftung der Materialbahn an
den Stützbändern 5, 7 und somit eine sichere Führung gewährleistet werden. Durch die
gute Haftung der Materialbahn an den Stützbändern wird ferner die Schrumpfung der
Materialbahn während des Trocknungsprozesses, die zu einem unerwünschten Materialbahnquerprofil
führen kann, behindert. Durch die Verwendung der mit einem Unterdruck beaufschlagbaren
Einrichtungen im Übergabe- und Übernahmebereich beziehungsweise Auflaufbereich 23
und Ablaufbereich 25 des Trockenzylinders 3, kann auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten
eine sichere Führung der Materialbahn 3, insbesondere auch von einer dem Trockenzylinder
3 vorgeordneten Einrichtung an diesen sichergestellt werden. Anstelle der Saugkästen
67a, 67b können die Saugwalzen 65a, 65b auch durch zumindest einen ihrer in Figur
8 nicht dargestellten Lagerzapfen von außen besaugt werden.
[0063] Bei dem in Figur 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ferner ein an sich bekannter
Schaber 73 vorgesehen, der in dem Zwischenraum zwischen den Saugwalzen 65a und 65b
angeordnet ist und der mit der Mantelfläche des Trockenzylinders 3 zusammenwirkt.
Der Schaber 73 verhindert bei einer Inbetriebnahme der Maschine oder bei einem Abriß
der Materialbahn ein wiederholtes Einziehen der Materialbahn in den Nip zwischen der
Saugwalze 65a und dem Trockenzylinder 3. Das Gehäuse 28 der dem Trockenzylinder 3
zugeordneten Überdruckhaube 27 weist bei diesem Ausführungsbeispiel an seinen beiden
Enden jeweils eine Dichtleiste 33 auf, die an das außen um den Trockenzylinder 3 herumgeführte
Dichtband 59 angedrückt werden kann oder berührungslos mit diesem zusammenwirkt. Wie
oben bereits beschrieben, dienen die Dichtleisten 33 zur Abdichtung des Druckraums
29 der Überdruckhaube 27.
[0064] Figur 9 zeigt einen Teil eines weiteren Ausführungsbeispiels der Trockenpartie 1,
die eine, hier insgesamt vier Trockenzylinder 3 aufweisende Trokkengruppe 75 umfaßt.
Der -in Laufrichtung der Materialbahn 9 gesehen- erste und dritte Trockenzylinder
3 bilden eine erste, untere Trocknungseinheit 77 und sind unterhalb des zweiten und
vierten Trockenzylinders 3, die eine zweite, obere Trocknungseinheit 77' bilden, in
einem Abstand zu diesen angeordnet. Jedem der Trockenzylinder 3 ist hier eine Überdruckhaube
27 zugeordnet, die rein beispielhaft den gleichen Aufbau wie die anhand von Figur
8 beschriebene Überdruckhaube aufweisen. Der untenliegenden und der obenliegenden
Trocknungseinheit 77 beziehungsweise 77' sind jeweils ein erstes Stützband 5, ein
zweites Stützband 7 und ein Dichtband 59 beziehungsweise 5', 7' und 59' zugeordnet.
Jedem der Trockenzylinder 3 ist im Auflaufbereich 23 eine Saugwalze 65a zugeordnet,
die von einem -in Laufrichtung der Materialbahn gesehen- vorgeordneten Saugkasten
67a mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist. Im Ablaufbereich 25 der Trockenzylinder
3 ist jeweils eine Saugwalze 65b vorgesehen, wobei hier beispielsweise die dem ersten,
zweiten und dritten Trockenzylinder zugeordneten Saugwalzen 65b durch mindestens einen
ihrer Lagerzapfen und die dem vierten Trockenzylinder zugeordnete Saugwalze 65b mit
Hilfe eines Saugkastens 67b besaugbar ist. Ebenso sind geänderte Arten der Besaugung
möglich.
[0065] Die Führung der Stützbänder 5, 7 und 5', 7' sind derart gewählt, daß die Materialbahn
9 in der Überführungsstrecke zwischen zwei Trockenzylinder 3 der Trockengruppe 75
zwischen dem ersten Stützband 5 der Trocknungseinheit 77 und dem ersten Stützband
5' der Trocknungseinheit 77 geführt ist, und zwar beispielsweise in dem Bereich des
geraden Abschnitts des dem zweiten Trockenzylinder 3 zugeordneten Saugkastens 67a,
über den die Stützbänder 5', 7' und das Dichtband 59' der obenliegenden Trocknungseinheit
77' geführt und die Stützbänder 5, 7 der untenliegenden Trocknungseinheit 77 vorbeigeführt
werden.
[0066] Zwischen der dem ersten Trockenzylinder zugeordneten Saugwalze 65b und der in Bahnlaufrichtung
nachfolgenden, dem zweiten Trockenzylinder zugeordneten Führungseinrichtung, hier
dem Saugkasten 67a, ist die Bahnführung geschlossen. Im Zusammenhang mit der hier
vorliegenden Erfindung wird unter einer "geschlossenen" Bahnführung verstanden, daß
die Materialbahn 9 von einer Führungseinrichtung (Walze, Saugkasten oder dergleichen)
an die nachfolgende Führungseinrichtung transportiert wird, ohne daß die Materialbahn
9 einem freien Zug oder das mindestens eine Stützband, an dem die Materialbahn anliegt,
eine freie Laufstrecke durchläuft. Wie aus Figur 9 ersichtlich, ist die Bahnführung
innerhalb der gesamten Trockengruppe 75 geschlossen. Bei einer in den Figuren nicht
dargestellten Ausführungsvariante ist vorgesehen, daß die Verbindung zwischen den
Führungseinrichtungen der einzelnen Trokkenzylinder beziehungsweise der Trocknungseinheiten
beliebig gelöst oder geschlossen werden kann. Dadurch ist eine Schonung der Bänder
beim Anfahren, das heißt bei Inbetriebnahme der Maschine und bei Störfällen, möglich.
Dazu sind beispielsweise die in Figur 9 mit "B" bezeichneten Umlenk-/Leitwalzen in
geeigneter Weise verlagerbar ausgebildet.
[0067] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der in Figur 9 dargestellten Trockengruppe
75 umfaßt diese nur eine oder mehr als zwei Trocknungseinheiten, die aneinandergereiht
werden. Die Trockenzylinder der Trockengruppe sind auf einer gedachten, vorzugsweise
horizontal verlaufenden Ebene angeordnet. Dadurch ist es möglich, daß alle Stütz-
und Dichtbänder der Trockengruppe oberhalb oder unterhalb des Trockenzylinders geführt
werden. Den Trockenzylindern der Trockengruppe 75 sind vorzugsweise nur ein Satz der
Bänder (Stützband/-bänder, Dichtband) zugeordnet.
[0068] Besonders vorteilhaft bei dem in Figur 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist, daß
es durch die hier gewählte Führung der Stützbänder 5, 7, 5', 7' sowie der Dichtbänder
59, 59' möglich ist, daß das in den Stützbändern angesammelte Wasser nach jedem Trockenzylinder
3 durch eine Blaseinrichtung 63 ausgeblasen werden kann, die vorzugsweise -wie dargestellt-
am Schaber 73 des gegenüberliegenden Trockenzylinders der anderen Trocknungseinheit
befestigt sein kann. Hierzu wird das Dichtband zunächst von den Stützbändern getrennt,
durchläuft eine freie Laufstrecke und wird dann unmittelbar auf den nächsten Trockenzylinder
der gleichen Trocknungseinheit aufgelegt.
[0069] Die Schaber 73 sind im Zwischenraum zwischen den Saugwalzen 65a, 65b angeordnet.
Um bei Störfällen ein unerwünschtes Einziehen einer beschädigten oder abgerissenen
Materialbahn in den Trockenzylinder zu vermeiden, sind hier weitere, im Bereich der
Schaber 73 angeordnete Blaseinrichtungen 63 vorgesehen. Die Luftstrahlen, die aus
diesen zusätzlichen Blaseinrichtungen austreten, sind mit einem "L" gekennzeichnet.
Bei Aktivierung der zusätzlichen Blaseinrichtung 63 (Luftstrahlen L) wird die Materialbahn
-größtenteils zwischen den ersten Stützbändern 5, 5'- bis zu einem mit "A" gekennzeichneten
Bereich der Trockengruppe 75 geführt, der in der Nähe des Auf- und Ablaufbereichs
des vierten Trockenzylinders 3 liegt. Im Bereich "A" wird die Materialbahn nach unten
aus der Trockenpartie 1 abgeführt.
[0070] Die der Trockenpartie 1 vorgeordnete Presse 81 umfaßt Walzen 83 und 84, zwischen
denen ein geschlossener Nip gebildet ist. Ferner sind Preßfilze 85, 86 vorgesehen,
zwischen denen die Materialbahn 9 durch den Preßnip geführt ist. Aufgrund der doppelbefilzten
Presse kann eine sichere Führung der Materialbahn auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten
realisiert werden. Der Presse 81 ist ein Saugkasten 87 nachgeordnet, der abschnittsweise
dem dem ersten Trockenzylinder 3 der Trockengruppe 75 zugeordneten Saugkasten 67a
gegenüberliegt. Wie aus Figur 9 ersichtlich, wird der Preßfilz 85 nach dem Beginn
des Saugkastens 87 über eine Umlenkwalze 88 nach unten abgeführt, während der obere
Preßfilz 86 und die Materialbahn 9 über einen geraden, mit einem Unterdruck beaufschlagbaren
Abschnitt des Saugkastens 87 geführt werden. Die Materialbahn wird in dem Bereich,
in dem sich die Saugkästen 87 und 67a überdecken, von letzterem angesaugt, so daß
diese an den über den Saugkasten 67a geführten Stützbändern 5, 7 haftet. Aus allem
wird deutlich, daß die Überführung der Materialbahn von der Presse 81 an den ersten
Trockenzylinder 3 mit Hilfe der Saugkästen 87, 67a besonders sicher und störungsfrei
durchgeführt werden kann.
[0071] In Figur 9 ist innerhalb einer gestrichelter Kreislinie ein Ausschnitt einer weiteren
Ausführungsform der Trockenpartie im vergrößerten Maßstab dargestellt, nämlich den
Übergabebereich zwischen der Presse 81 und dem ersten Trockenzylinder der Trokkengruppe
75. Das Dichtband 59 wird hier über eine zusätzliche Umlenkrolle 90 an die Leitwalze
11 geführt, bevor die Stützbänder 5, 7 mit der an dem Preßfilz 86 anliegenden Materialbahn
9 im Bereich der Saugkästen 87, 67a zusammengeführt werden.
[0072] Der in Figur 9 dargestellten Trockenpartie 1 ist -in Laufrichtung der Materialbahn
gesehen- eine konventionelle, einreihige Trockengruppe 89 in geschlossener Bahnführung
nachgeordnet, die hier mehrere Trockenzylinder umfaßt, über die die Materialbahn 9
gemeinsam mit einem auch als Transportband bezeichneten Stützband mäanderförmig geführt
wird. Die Materialbahn wird nach dem Ablaufen vom letzten Trockenzylinders 3 der Trockengruppe
75 über den geraden Abschnitt des Saugkastens 67b an den ersten Trockenzylinder 91
der Trockengruppe 89 geführt. Die Bahnführung zwischen dem Saugkasten 67b und dem
Trockenzylinder 91 ist geschlossen. Bei einem weiteren -in den Figuren nicht dargestellten-
Ausführungsbeispiel ist der Trockenpartie 1 eine in den Figuren nicht dargestellte
konventionelle, zweireihige Trockengruppe nachgeordnet, wobei auch hier eine geschlossene
Anbindung der Trockengruppe an die Trockenpartie 1 zur sicheren Überführung der Materialbahn
möglich ist.
[0073] Um die Rückbefeuchtung der Materialbahn 9 durch die nach dem Ablaufen vom letzten
Trockenzylinder der Trockengruppe 75 mit Wasser gefüllten Stützbänder 5', 7' zu reduzieren,
kann vor dem Überführen der Materialbahn vom letzten Trockenzylinder 3 der Trockengruppe
75 an den ersten Trockenzylinder 91 der Trockengruppe 89 das eine feinere Struktur
aufweisende erste Stützband 5' vom gröberen, zweiten Stützband 7' so getrennt werden,
daß nur das erste Stützband 5' zum Überführen der Materialbahn 9 verwendet wird. Das
zweite Stützband 5' kann beispielsweise über eine weitere, in Figur 9 nicht dargestellte
Leitwalze vor der Blas- oder Absaugvorrichtung 63 wieder mit dem Stützband 7' zusammengeführt
und gemeinsam mit diesem getrocknet werden.
[0074] Figur 10 zeigt einen Teil eines weiteren Ausführungsbeispiels der in Figur 9 dargestellten
Trokkengruppe 75. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß insofern
zur Beschreibung auf die vorangegangenen Figuren verwiesen wird. Bei dem in Figur
10 dargestellten Ausführungsbeispiel sind gerade Überführungsstrecken zwischen der
unteren Trocknungseinheit 77 und der oberen Trocknungseinheit 77' vermieden, was durch
einen geringeren Abstand der Trockenzylinder der Trocknungseinheiten 77, 77' zueinander
möglich ist. Die im Ablaufbereich des ersten Trockenzylinders vorgesehene Saugwalze
65b, über die die Stützbänder 5, 7 und die Materialbahn 9 gemeinsam geführt werden,
bildet mit der im Auflaufbereich des zweiten Trockenzylinders vorgesehenen Saugwalze
65a, über die die Stützbänder 5', 7' der Trocknungseinheit 77' geführt werden, einen
geschlossenen Nip. Die Materialbahn wird hier also ohne die Hilfe eines Saugkastens
von der Trocknungseinheit 77 an die Trocknungseinheit 77' überführt. Ferner ist aus
Figur 10 ersichtlich, daß die im Ablaufbereich des zweiten Trockenzylinders vorgesehene
Saugwalze 65b und die im Auflaufbereich des dritten Trockenzylinders vorgesehene Saugwalze
65a ebenfalls einen geschlossenen Nip bilden. Bei einer vorteilhaften Ausführung ist
vorgesehen, daß mindestens eine der aneinander anliegenden Saugwalzen 65a und 65b
verlagerbar, vorzugsweise schwenkbar, ist, so daß die Verbindung zwischen den beiden
Saugwalzen, also der Nip, geöffnet oder geschlossen werden kann. Hierdurch ist eine
Schonung der Stützbänder bei Inbetriebnahme der Maschine oder bei Störfällen möglich.
[0075] Figur 11 zeigt eine Ausführungsvariante der Kopplung zwischen einer der Trockenpartie
1 -in Laufrichtung der Materialbahn gesehen- vorgeordneten Presse 81, die sich von
der in Figur 9 im wesentlichen nur dadurch unterscheidet, daß lediglich ein Preßfilz
86 durch den geschlossenen Nip zwischen den Walzen 83, 84 geführt ist. Der Preßfilz
86 wird zunächst über eine Saugwalze 94 geführt, an der die Materialbahn 9 an den
Preßfilz 86 angesaugt wird. Eine der Presse 81 nachgeordnete Umlenkwalze 95, über
die der Preßfilz 86 geführt ist, ist rein beispielhaft in Richtung eines Pfeils 96
verlagerbar und an den Umfang einer Saugwalze 97, über die die Stützbänder 5 und 7
geführt werden, andrückbar. Bei der in Figur 11 dargestellten Ausführungsform kann
der Nip zwischen der beweglichen Umlenkwalze 95 und der Saugwalze 97 geschlossen werden,
so daß eine geschlossene Bahnführung mit einer sicheren Übergabe der Materialbahn
von der Presse 81 an die Stützbänder 5, 7 der Trockenpartie realisierbar ist. Ebenso
ist eine Überführung mit anderen bekannten, entsprechend ausgestalteten Einrichtungen
möglich, bevor der Nip geschlossen ist. Selbstverständlich ist es beispielsweise während
des laufenden Betriebs der Maschine auch möglich, daß hier eine -wie in Figur 11 dargestellt-
offene Bahnführung realisiert ist, so daß die Bänder und der Preßfilz geschont werden.
[0076] Figur 12 zeigt einen Ausschnitt aus einem besonders kostengünstig herstellbaren Ausführungsbeispiel
der Trockenpartie 1, bei dem die Materialbahn 9 direkt vom ersten Trockenzylinder
der Trockenpartie 1 beziehungsweise der Trockengruppe 75 auf den zweiten Trockenzylinder
3 übergeben wird. Führungseinrichtungen, beispielsweise Leitwalzen, Saugkasten oder
dergleichen, in dem Bereich zwischen zwei Trockenzylinder werden daher nicht benötigt.
Zwischen den beiden Trockenzylindern 3 kann -wie in Figur 12 dargestellt- ein kleiner
Abstand, also ein kurzer freier Zug bestehen oder aber die Trockenzylinder liegen
an ihrem Umfang unter einem vorzugsweise leichten Druck aneinander an. Die Anordnung
der übrigen Elemente und Einrichtungen einer Trockenpartie ist vorzugsweise unverändert.
Zum Überführen der Materialbahn 9 vom ersten Trockenzylinder 3 an den nächsten wird
ein Schaber 73 und gegebenenfalls noch eine in Figur 12 nicht dargestellte Blaseinrichtung
verwendet.
[0077] Allen anhand der Figuren beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß diese
auch in der Weise betrieben werden können, daß in direktem Kontakt mit der Materialbahn
beidseitig ein feines poröses Sieb, das vorzugsweise eine hohe Wärmeleitfähigkeit
aufweist, geführt wird. Aufgrund dieser zusätzlichen Siebe kann die Bahnführung vereinfacht
werden. Saugwalzen und Saugkästen können, wo sie nicht zum Aufführen der Materialbahn
auf eine nachfolgende Einrichtung benötigt werden, entfallen.
[0078] Bei dieser Ausführungsvariante muß die Bahnführung im Übergang von der der Trockenpartie
vorgeordneten Presse und im Übergang in den der Trockenpartie nachgeordneten Teil
der Maschine, beispielsweise an eine konventionelle, einreihige oder zweireihige Trockengruppe,
in geeigneter Weise modifiziert werden, so daß an diesen Stellen die zusätzlichen
Siebe an die Materialbahn angelegt beziehungsweise von dieser getrennt und vom Ablaufpunkt
zum Auflaufpunkt eines Zylinders zurückgeführt werden können.
[0079] Bei allen in den Figuren 1 bis 12 dargestellten Ausführungsbeispielen sind entsprechende
Bahnführungselemente, beispielsweise Sieb- oder Bandlaufregler, Spanneinrichtungen,
Konditioniereinrichtungen, Überführeinrichtungen oder zusätzliche Blasrohre und Schaber
vorausgesetzt, die an sich bekannt und daher nicht dargestellt sind.
[0080] Zusammenfassend ist festzuhalten, daß bei allen anhand der vorangegangenen Figuren
beschriebenen Ausführungsbeispielen der Trockenpartie 1 und der Trockengruppe 75 den
Trockenzylindern eine anhand der Figuren 1 bis 7 beschriebene Überdruckhaube zuordenbar
ist. Die konstruktive Ausgestaltung der Überdruckhaube ist vorzugsweise der Führung
der Materialbahn 9, wenn vorgesehen der Stützbänder 5, 7 und/oder des Dichtbands 59
angepaßt. Jedem der Trockenzylinder kann ein eigener Satz Bänder (Stützbänder, Dichtband
und dergleichen) zugeordnet sein oder aber die Bänder werden über mehrere Trokkenzylinder
geführt, wie zum Beispiel bei den in den Figuren 9 und 10 dargestellten Ausführungsbeispielen.
1. Trockenpartie einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung einer Materialbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mit mindestens einem heizbaren Trockenzylinder
(3;101), der auf einem Teil seines Umfangs von der Materialbahn (9), mindestens einem
Stützband (5;7;103;5';7') sowie einem aus Metall bestehenden Dichtband (59;59') umschlungen
ist, und einer den Trockenzylinder mit einem unter Druck stehenden flüssigen oder
gasförmigen Medium beaufschlagenden Überdruckhaube (27;111), wobei die Temperatur
des Mediums geringer ist als die Temperatur an der Außenseite des von der Materialbahn
(9), dem Stützband (5;7;103;5';7') sowie dem Dichtband (59;59') umschlungenen Teilumfangs
des Trockenzylinders (3;101), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiteres, zweites Stützband (7;7') um den Trockenzylinder (3;101)
geführt wird, das zwischen dem anderen, ersten Stützband (5;103;5') und dem Dichtband
(59;59') angeordnet ist, wobei das zweite Stützband (7;7') eine gröbere Struktur aufweist
als das erste Stützband (5;103;5').
2. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Stützband (5;103;5'), das zweite Stützband (7;7') und das Dichtband (59;59')
oder das erste Stützband (5;103;5') und das zweite Stützband (7;7') oder das zweite
Stützband (7;7') und das Dichtband (59;59') miteinander verbunden sind.
3. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (9) unmittelbar auf dem beheizten Trockenzylinder (3;101) aufliegt.
4. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Materialbahn (9) und Trockenzylinder (3;101) ein Band geführt ist.
5. Trockenpartie nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere Trockenzylinder (3a,3b,3c), denen eine Überdruckhaube (27) zugeordnet ist
und daß über die Trockenzylinder jeweils mindestens ein Band (Stützband (5;7), Dichtband
(59)), vorzugsweise ein und dasselbe Band (Stützband (5;7), Dichtband (59)) geführt
wird.
6. Trockenpartie nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere Trockenzylinder, von denen einige, vorzugsweise alle, mit einer Überdruckhaube
(27;111) versehen sind und daß über die Trockenzylinder jeweils mindestens ein Band
(5,7,59,103), vorzugsweise ein und dasselbe Band (5,7,59,103) geführt wird.
7. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Stützband (5;103;5'), das zweite Stützband (7;7') und/oder das Dichtband
(59;59') innerhalb der Überdruckhaube (27) geführt werden/wird.
8. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Stützband (5;103;5'), das zweite Stützband (7;7') und/oder das Dichtband
(59;59') zwischen dem Ablaufbereich (23), in dem die Bänder (5;7;59;103;5';7')/das
Band von dem Trockenzylinder (3;101) ablaufen, und dem Auflaufbereich (25), in dem
die Bänder/das Band auf den Trockenzylinder auflaufen, außerhalb des Druckraums (29;
Überdruckkammer (117;119;119';121)) der Überdruckhaube (27;111) geführt werden/wird.
9. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (29; Überdruckkammer (117;119;119';121)) der Überdruckhaube (27;111)
mittels Dichtungen (33,33') gegenüber dem Umgebung abdichtbar ist.
10. Trockenpartie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen (33,33') berührungslos oder berührend mit Walzen (Leitwalzen (11,21))
zusammenwirken, die gegen mindestens ein Band (5,7,59,5',7',59',103) und/oder die
Materialbahn (9) gedrückt werden oder einen geringen Abstand zu diesen aufweisen.
11. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Überdruckhaube (27;111) von den Stirnseiten mittels mit dem Umfang, den Stirnseiten
und/oder Lagerzapfen des Trockenzylinders (3) und der Walzen zusammenwirkenden Abdeckungen
berührungslos oder berührend abdichtbar ist.
12. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Walze (Leitwalze (11,21)) an den Trockenzylinder anpreßbar ist.
13. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Walze (Leitwalze (11,21)) in einem -vorzugsweise kleinen- Abstand
zum Trockenzylinder angeordnet ist.
14. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Dichtung (33,33') unmittelbar mit der Oberfläche einer Walze (55,57(Leitwalze
(11,21))) zusammenwirkt.
15. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (9) zwischen zwei in einem Abstand zueinander angeordneten oder
einen Nip bildenden Walzen (55,57) in den Druckraum (29) geführt wird.
16. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen zwei Walzen gebildete Preßnip von einer Schuhpresse gebildet wird.
17. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandzug einstellbar ist.
18. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Druckraum (29; Überdruckkammer (117;119;119';121)) eingebrachte flüssige
oder gasförmige Medium unter einem Druck steht, der im Bereich von 0,001 bar absolut
bis 12 bar absolut liegt.
19. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine die Anpreßung der Materialbahn (9) an den Trockenzylinder (101) unterstützende
Anpreßeinrichtung, die so ausgebildet ist, daß die Anpreßkräfte über Teilbereiche
des Umfangs und/oder der Breite des Trockenzylinders (101) verschieden groß sind.
20. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßeinrichtung als Überdruckhaube (111) ausgebildet ist, die Zonen aufweist,
die mit verschiedenen Druckwerten beaufschlagbar sind.
21. Trockenpartie nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Zonen so ausgebildet sind, daß in Laufrichtung und/oder quer zur Laufrichtung
der Materialbahn (9) verschiedene Anpreßkräfte realisierbar sind.
22. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Überdruckhaube (27;111) mit Druckluft, Trockenluft und/oder Dampf oder einer
Flüssigkeit, insbesondere Wasser, beaufschlagbar ist.
23. Trockenpartie nach einem der Ansprüche, 20-22 dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in den einzelnen Zonen variabel ist.
24. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in allen Überdruckhauben (111) die gleichen Druckverhältnisse gegeben sind.
25. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 20-23, dadurch gekennzeichnet, daß die Zonen mit verschiedenen Druckniveaus in einer Überdruckhaube (111) unabhängig
voneinander ansteuerbar sind.
26. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 20-23 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Überdruckhaube (111) mindestens zwei, vorzugsweise drei bis vier quer zur Laufrichtung
der Materialbahn (9) angeordnete Überdruckkammern aufweist, die gegeneinander und/oder
gegen die Umgebung abgedichtet sind.
27. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 9-26, 20-23 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen (Dichtleisten (125,127)) zwischen den Überdruckkammern und/oder zur
Umgebung einen -vorzugsweise einstellbaren- Luftaustritt ermöglichen, um einen sanften
Druckübergang einzustellen.
28. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 9-27, 20-23 oder 25-27, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtband (59;59') aus beliebigen Werkstoffen/Materialien bestehen kann, die
vorzugsweise eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen.
29. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 9-28, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtband (59;59') aus mindestens einem Metall, vorzugsweise Stahl, besteht.
30. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 9-29, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Umfang des Trockenzylinders und dem über den Trockenzylinder geführten Dichtband
(59;59') begrenzte Raum, innerhalb dessen die Materialbahn (9) und mindestens ein
Stützband (5;7;5';7') während ihres Umlaufs über den Trockenzylinder angeordnet sind,
mit Hilfe einer Dichtung gegenüber der mindestens einen Druckraum/eine Überdruckkammer
umfassenden Überdruckhaube (27;111) abgedichtet ist.
1. Drying section of a machine for producing and/or processing a material web, in particular
a paper or board web, comprising at least one heatable drying cylinder (3; 101) which,
over part of its circumference, is wrapped around by the material web (9), at least
one supporting band (5; 7; 103; 5'; 7') and a sealing band (59; 59') consisting of
metal, and comprising a positive pressure hood (27; 111) which applies a liquid or
gaseous medium under pressure to the drying cylinder, the temperature of the medium
being lower than the temperature on the outer side of the part-circumference of the
drying cylinder (3; 101) around which the material web (9), the supporting band (5;
7; 103; 5'; 7') and the sealing band (59; 59') wrap, characterized in that at least a further, second supporting band (7; 7') is led around the drying cylinder
(3; 101) and is arranged between the other, first supporting band (5; 103; 5') and
the sealing band (59; 59'), the second supporting band (7; 7') having a coarser structure
than the first supporting band (5; 103; 5') .
2. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the first supporting band (5; 103; 5'), the second supporting band (7; 7') and the
sealing band (59; 59'), or the first supporting band (5; 103; 5') and the second supporting
band (7; 7'), or the second supporting band (7; 7') and the sealing band (59; 59')
are connected to each other.
3. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the material web (9) rests directly on the heated drying cylinder (3; 101).
4. Drying section according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a band is led between material web (9) and drying cylinder (3; 101).
5. Drying section according to one or more of the preceding claims, characterized by a plurality of drying cylinders (3a, 3b, 3c) to which a positive pressure hood (27)
is assigned, and in that in each case at least one band (supporting band (5; 7), sealing
band (59)), preferably one and the same band (supporting band (5; 7), sealing band
(59)) is led over the drying cylinders.
6. Drying section according to Claim 1, characterized by a plurality of drying cylinders, of which some, preferably all, are provided with
a positive pressure hood (27; 111), and in that in each case at least one band (5,
7, 59, 103), preferably one and the same band (5, 7, 59, 103) is led over the drying
cylinders.
7. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the first supporting band (5; 103; 5'), the second supporting band (7; 7') and/or
the sealing band (59; 59') is/are led within the positive pressure hood (27).
8. Drying section according to one of the preceding claims 1 to 3, characterized in that the first supporting band (5; 103; 5'), the second supporting band (7; 7') and/or
the sealing band (59; 59') is/are led between the run-out region (23), in which the
bands (5; 7; 59; 103; 5'; 7')/the band run off the drying cylinder (3; 101) and the
run-on region (25), in which the bands/the band run onto the drying cylinder, outside
the pressure chamber (29; positive pressure chamber (117; 119; 119'; 121)) of the
positive pressure hood (27; 111).
9. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the pressure chamber (29; positive pressure chamber (117; 119; 119'; 121)) of the
positive pressure hood (27; 111) can be sealed off with respect to the surroundings
by means of seals (33, 33').
10. Drying section according to Claim 9, characterized in that the seals (33, 33') interact with or without contact with rolls (guide rolls (11,
21)) which are pressed against at least one band (5, 7, 59, 5', 7', 59', 103) and/or
the material web (9) or are at a short distance from the latter.
11. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the positive pressure hood (27; 111) can be sealed off from the ends with or without
contact by means of covers interacting with the circumference, the ends and/or bearing
journals of the drying cylinder (3).
12. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that at least one roll (guide roll (11, 21)) can be pressed against the drying cylinder.
13. Drying section according to one of Claims 1 to 10, characterized in that at least one roll (guide roll (11, 21)) is arranged at a distance, preferably a short
distance, from the drying cylinder.
14. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that at least one seal (33, 33') interacts directly with the surface of a roll (55, 57
(guide roll (11, 21))).
15. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the material web (9) is led into the pressure chamber (29) between two rolls (55,
57) arranged at a distance from each other or forming a nip.
16. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the pressure nip formed between two rolls is formed by a shoe press.
17. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the band tension is adjustable.
18. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the liquid or gaseous medium introduced into the pressure chamber (29; positive pressure
chamber (117; 119; 119'; 121)) is under a pressure which lies in the range from 0.001
bar absolute to 12 bar absolute.
19. Drying section according to one of the preceding claims, characterized by a pressing device assisting the pressing of the material web (9) against the drying
cylinder (101), which is formed in such a way that the pressing forces over subregions
of the circumference and/or the width of the drying cylinder (101) are of different
magnitudes.
20. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the pressing device is formed as a positive pressure hood (111) which has zones to
which different pressure values can be applied.
21. Drying section according to Claim 20, characterized in that the zones are formed in such a way that different pressing forces can be implemented
in the running direction and/or transversely with respect to the running direction
of the material web (9).
22. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that compressed air, dry air and/or steam or a liquid, in particular water, can be applied
to the positive pressure hood (27; 111).
23. Drying section according to one of Claims 20-22, characterized in that the pressure in the individual zones is variable.
24. Drying section according to one of the preceding claims, characterized in that the same pressure conditions are provided in all the positive pressure hoods (111).
25. Drying section according to one of Claims 20-23, characterized in that the zones can be driven independently of one another with different pressure levels
in a positive pressure hood (111).
26. Drying section according to one of Claims 20-23 or 25, characterized in that the positive pressure hood (111) has at least two, preferably three to four, positive
pressure chambers arranged transversely with respect to the running direction of the
material web (9), which are sealed off with respect to one another and/or with respect
to the surroundings.
27. Drying section according to one of Claims 9-26, 20-23, 25 or 26, characterized in that the seals (sealing strips (125, 127)) permit an air outlet, preferably an adjustable
air outlet, between the positive pressure chambers and/or the surroundings, in order
to set a gentle pressure transition.
28. Drying section according to one of Claims 9-27, 20-23 or 25-27, characterized in that the sealing band (59; 59') can consist of any desired substances/materials which
preferably have a high thermal conductivity.
29. Drying section according to one of Claims 9-28, characterized in that the sealing band (59; 59') consists of at least one metal, preferably steel.
30. Drying section according to one of Claims 9-29, characterized in that the space bounded by the circumference of the drying cylinder and the sealing band
(59; 59') led over the drying cylinder and within which the material web (9) and at
least one supporting band (5; 7; 5', 7') are arranged as they run around over the
drying cylinder, is sealed off with the aid of a seal with respect to the positive
pressure hood (27; 111) comprising at least one pressure chamber/a positive pressure
chamber.
1. Section de séchage d'une machine de fabrication et/ou de traitement d'une nappe de
matériau, notamment d'une nappe de papier ou de carton, comprenant au moins un cylindre
de séchage chauffable (3; 101), qui est entouré sur une partie de sa circonférence
par la nappe de matériau (9), au moins une bande de support (5; 7; 103; 5'; 7') ainsi
qu'une bande d'étanchéité constituée de métal (59; 59'), et comprenant un capot de
surpression (27; 111) sollicitant le cylindre de séchage avec un fluide gazeux ou
liquide sous pression, la température du fluide étant inférieure à la température
du côté extérieur de la circonférence partielle du cylindre de séchage (3; 101) entourée
par la nappe de matériau (9), la bande de support (5; 7; 103; 5'; 7') ainsi que la
bande d'étanchéité (59; 59'), caractérisée en ce qu'au moins une deuxième bande de support supplémentaire (7; 7') est guidée autour du
cylindre de séchage (3; 101), laquelle est disposée entre l'autre, première bande
de support (5; 103; 5') et la bande d'étanchéité (59; 59'), la deuxième bande de support
(7; 7') présentant une structure plus grossière que la première bande de support (5;
103; 5').
2. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première bande de support (5; 103; 5'), la deuxième bande de support (7; 7') et
la bande d'étanchéité (59; 59') ou la première bande de support (5; 103; 5') et la
deuxième bande de support (7; 7') ou la deuxième bande de support (7; 7') et la bande
d'étanchéité (59; 59') sont connectées l'une à l'autre.
3. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la nappe de matériau (9) s'applique directement sur le cylindre de séchage chauffé
(3; 101).
4. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'une bande est guidée entre la nappe de matériau (9) et le cylindre de séchage (3;
101).
5. Section de séchage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée par plusieurs cylindres de séchage (3a, 3b, 3c), auxquels est associé un capot de surpression
(27) et en ce qu'à chaque fois au moins une bande (bande de support (5; 7), bande
d'étanchéité (59)), de préférence une même et unique bande (bande de support (5; 7),
bande d'étanchéité (59)) est guidée sur les cylindres de séchage.
6. Section de séchage selon la revendication 1, caractérisée par plusieurs cylindres de séchage, dont quelques-uns, de préférence tous, sont pourvus
d'un capot de surpression (27; 111) et en ce qu'à chaque fois au moins une bande (5,
7, 59, 103), de préférence une même et unique bande (5, 7, 59, 103) est guidée sur
les cylindres de séchage.
7. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première bande de support (5; 103; 5'), la deuxième bande de support (7; 7') et/ou
la bande d'étanchéité (59; 59') est/sont guidées à l'intérieur du capot de surpression
(27).
8. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 3, caractérisée en ce que la première bande de support (5; 103; 5'), la deuxième bande de support (7; 7') et/ou
la bande d'étanchéité (59; 59') est/sont guidées entre la région de sortie (23), dans
laquelle les bandes (5; 7; 59; 103; 5'; 7')/la bande sortent du cylindre de séchage
(3; 101), et la région d'entrée (25), dans laquelle les bandes/la bande entrent sur
le cylindre de séchage, en dehors de l'espace de pression (29; chambre de surpression
(117; 119; 119'; 121)) du capot de surpression (27; 111).
9. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'espace de pression (29; chambre de surpression (117; 119; 119'; 121)) du capot
de surpression (27; 111) peut être rendu étanche vis-à-vis de l'environnement au moyen
de joints d'étanchéité (33, 33').
10. Section de séchage selon la revendication 9, caractérisée en ce que les joints d'étanchéité (33, 33') coopèrent sans contact ou en contact avec les rouleaux
(rouleaux conducteurs (11, 21)), qui sont pressés contre au moins une bande (5, 7,
59, 5', 7', 59', 103) et/ou la nappe de matériau (9) ou qui présentent une faible
distance par rapport à celle-ci.
11. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capot de surpression (27; 111) peut être scellé sans contact ou avec contact par
ses côtés frontaux au moyen de recouvrements coopérant avec la circonférence, les
côtés frontaux et/ou des tourillons du cylindre de séchage (3) et les rouleaux.
12. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un rouleau (rouleau conducteur (11, 21)) peut être pressé contre le cylindre
de séchage.
13. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'au moins un rouleau (rouleau conducteur (11, 21)) est disposé à une distance - de
préférence petite - du cylindre de séchage.
14. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un joint d'étanchéité (33, 33') coopère directement avec la surface d'un
rouleau (55, 57 (rouleau conducteur (11, 21))).
15. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la nappe de matériau (9) est guidée dans l'espace de pression (29) entre deux rouleaux
(55, 57) espacés l'un de l'autre ou formant une ligne de contact.
16. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la ligne de contact formée entre deux rouleaux est formée par une presse à sabot.
17. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la traction de la bande est réglable.
18. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le fluide liquide ou gazeux introduit dans l'espace de pression (29; chambre de surpression
(117; 119; 119'; 121)) est à une pression qui est comprise dans la plage de 0,001
bar absolu à 12 bars absolus.
19. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par dispositif de pressage favorisant le pressage de la nappe de matériau (9) contre
le cylindre de séchage (101), lequel est réalisé de telle sorte que les forces de
pressage soient différentes sur des régions partielles de la circonférence et/ou de
la largeur du cylindre de séchage (101).
20. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de pressage est réalisé sous forme de capot de surpression (111), qui
présente des zones qui peuvent être sollicitées par des pressions de différentes valeurs.
21. Section de séchage selon la revendication 20, caractérisée en ce que les zones sont réalisées de telle sorte que dans la direction d'avance et/ou transversalement
à la direction d'avance de la nappe de matériau (9), différentes forces de pressage
peuvent être réalisées.
22. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capot de surpression (27; 111) peut être sollicité par de l'air sous pression,
de l'air de séchage et/ou de la vapeur ou un liquide, notamment de l'eau.
23. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 20 à 22, caractérisée en ce que la pression dans les zones individuelles est variable.
24. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans tous les capots de surpression (111), on a les mêmes conditions de pression.
25. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 20 à 23, caractérisée en ce que les zones de niveaux de pression différents peuvent être commandées indépendamment
les unes des autres dans un capot de surpression (111).
26. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 20 à 23 ou 25, caractérisée en ce que le capot de surpression (111) présente au moins deux, de préférence trois à quatre
chambres de surpression disposés transversalement à la direction d'avance de la nappe
de matériau (9), qui sont rendues étanches les unes par rapport aux autres et/ou par
rapport à l'environnement.
27. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 9 à 26, 20 à 23, 25 ou
26, caractérisée en ce que les joints d'étanchéité (nervures d'étanchéité (125, 127)) entre les chambres de
surpression et/ou par rapport à l'environnement permettent une sortie d'air de préférence
réglable, pour ajuster une transition de pression douce.
28. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 9 à 27, 20 à 23 ou 25
à 27, caractérisée en ce que la bande d'étanchéité (59; 59') peut se composer de matériaux/matières quelconques,
qui présentent de préférence une bonne conductivité thermique.
29. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 9 à 28, caractérisée en ce que la bande d'étanchéité (59; 59') se compose d'au moins un métal, de préférence d'acier.
30. Section de séchage selon l'une quelconque des revendications 9 à 29, caractérisée en ce que l'espace limité par la circonférence du cylindre de séchage et la bande d'étanchéité
(59; 59') guidée sur le cylindre de séchage, à l'intérieur duquel sont disposées la
nappe de matériau (9) et au moins une bande de support (5; 7; 5'; 7;), pendant sa
circulation autour du cylindre de séchage, est rendu étanche à l'aide d'un joint d'étanchéité
vis-à-vis du capot de surpression (27; 111) comprenant au moins un espace de pression/une
chambre de surpression.