Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Aus der DE-OS 33 14 899 ist bereits ein elektromagnetisch betätigbares Brennstoffeinspritzventil
bekannt, bei welchem zur elektromagnetischen Betätigung ein Anker mit einer elektrisch
erregbaren Magnetspule zusammenwirkt und der Hub des Ankers über eine Ventilnadel
auf einen Ventilschließkörper übertragen wird. Der Ventilschließkörper wirkt mit einer
Ventilsitzfläche zur Ausbildung eines Dichtsitzes zusammen. Die Ventilnadel wird durch
eine erste Rückstellfeder in Abspritzrichtung beaufschlagt, so daß der Ventilschließkörper
bei nicht erregter Magnetspule auf der Ventilsitzfläche in dichtender Anlage gehalten
wird. Der Anker ist mit der Ventilnadel nicht fest verbunden, sondern wird durch eine
zweite entgegen der Abspritzrichtung und in Hubrichtung des Ankers wirkende Rückstellfeder
an einem Mitnehmerstück der Ventilnadel in Anlage gehalten. Bei der Hubbewegung des
Ankers wird die Ventilnadel daher über das Mitnehmerstück von dem Anker mitgenommen,
so daß der Ventilschließkörper von der Ventilsitzfläche zum Öffnen des Brennstoffeinspritzventils
abhebt. Nachdem der Anker an der vorgesehenen Anschlagsfläche nach Beendigung der
Hubbewegung anschlägt, kann sich die Ventilnadel noch geringfügig gegen die erste
Rückstellfeder weiterbewegen, indem das Mitnehmerstück von dem Anker abhebt. Dabei
wird die Bewegungsrichtung der Ventilnadel durch die erste Rückstellfeder umgekehrt.
Der Anker prallt von der Anschlagsfläche geringfügig zurück, wobei seine Bewegungsrichtung
durch die zweite Rückstellfeder umgekehrt wird. Die Ventilnadel und der Anker treffen
dann mit gegengleich gerichteten Bewegungsrichtungen aufeinander, und die kinetische
Energie des Zwei-Massen- und Zwei-Federn-Systems wird dissipiert. Ein Prellen der
Ventilnadel und des Ankers wird durch die kinematische Trennung des Ankers und der
Ventilnadel daher gegenüber einem üblichen Brennstoffeinspritzventil mit fest verbundenem
Anker und Ventilnadel deutlich reduziert. Dadurch kann die Zumeßgenauigkeit des Brennstoffeinspritzventils
verbessert werden.
[0002] Beim Schließen des aus der DE-OS 33 14 899 bekannten Brennstoffeinspritzventils hebt
der Anker von dem Mitnehmerstück der Ventilnadel ebenfalls ab, wenn die Ventilnadel
durch Anschlagen des Ventilschließkörpers an der Ventilsitzfläche schlagartig abgebremst
wird. Der Anker bewegt sich dann gegen die zweite Rückstellfeder, die den Anker entgegen
der Schließrichtung zurückführt, bis der Anker an dem Mitnehmerstück der Ventilnadel
wieder bündig anliegt. Auch in Schließrichtung wird daher ein Prellen des Brennstoffeinspritzventils
deutlich vermindert.
[0003] Bei dem aus der DE-OS 33 14 899 bekannten Brennstoffeinspritzventil besteht jedoch
der Nachteil, daß der Anker an der Ventilnadel bzw. an dem Mitnehmerstück der Ventilnadel
in nicht befriedigender Weise geführt ist. Die Führung ist dadurch realisiert, daß
das Mitnehmerstück der Ventilnadel in eine entsprechende Bohrung des Ankers eingesetzt
ist. Aufgrund der Ungenauigkeit der Führung ist die vorbeschriebene Entprellung des
Brennstoffeinspritzventils daher nur beschränkt wirksam. Auch die Strömungsverbindung
für den Brennstoff im Bereich des topfförmig ausgebildeten Ankers ist in nicht befriedigender
Weise gelöst. Im peripheren Bereich des Bodens des topfförmig ausgebildeten Ankers
sind Durchgangsöffnungen für den Brennstoff vorgesehen. Die Durchgangsöffnungen sind
so angeordnet, daß sich ein relativ hoher Strömungswiderstand für den Brennstoff mit
der Gefahr einer unerwünschten Turbulenzbildung ergibt.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß die Reibung zwischen dem Anker und der Ventilnadel
deutlich reduziert ist. Gleichzeitig wird eine exakte Führung der Ventilnadel an dem
Anker bzw. umgekehrt des Ankers an der Ventilnadel erzielt. Durch die zwei erfindungsgemäßen
Gleitlager zwischen dem Anker und der Ventilnadel wird die Kinematik des Zwei-Massen-
und Zwei-Federn-Systems erheblich verbessert, wodurch ein Brennstoffeinspritzventil
mit besonders geringer Prellung entsteht. Gleichzeitig wird eine besonders kostengünstige
Lösung erzielt, da die Kugeln der Gleitlager als Massenprodukt besonders günstig herstellbar
sind. Die Kugeln sind aus hartem Lagerstahl herstellbar, die in das weiche, ferromagnetische
Metall des Ankers in fertigungstechnisch einfacher Weise einpressbar sind. Durch die
genaue Fertigbarkeit des Kugeldurchmessers der Kugeln wird eine präzise Führung der
Ventilnadel an oder in dem Anker erzielt.
[0005] Der Anker weist eine Stufenbohrung auf, in welche die Kugeln der beiden vorgesehenen
Gleitlager jeweils endseitig einsetzbar sind.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0007] Entsprechend einer bevorzugten Ausführung ermöglicht ein zwischen zwei die Kugeln
der Gleitlager aufnehmenden Erweiterungen der Stufenbohrung des Ankers vorgesehener
Durchgang die zentrale Durchströmung des Brennstoffs durch den Anker, so daß die Strömungsdurchführung
für den Brennstoff in besonders einfacher Weise gelöst ist, ohne daß in oder an dem
Anker zusätzliche Bohrungen, Nuten oder Abflachungen vorzusehen sind. Gleichzeitig
ergibt sich eine besonders effektive Schmierung der Kugeln der Gleitlager durch den
Brennstoff.
[0008] Die die Kugeln der Gleitlager aufnehmenden Erweiterungen der Stufenbohrung des Ankers
können nach Einsetzen der Kugeln durch eine vorzugsweise ringförmig ausgebildete Verstemmung
so verschlossen werden, daß die Kugeln aus den Erweiterungen nicht entweichen können.
Die Verstemmung läßt sich fertigungstechnisch besonders einfach und kostengünstig
realisieren, da der Anker vorzugsweise aus einem ferromagnetischen Weicheisen gefertigt
wird und daher relativ einfach zu bearbeiten ist.
[0009] Wenn der Durchmesser der Kugeln der Gleitlager mit dem Durchmesser der zumindest
in diesem Bereich zylinderförmig ausgebildeten Ventilnadel im wesentlichen übereinstimmt,
ergibt sich der Vorteil, daß die Kugeln die Ventilnadel dicht aneinander anschließend
umschließen, so daß sich die Kugeln berühren. Der Innendurchmesser der Gleitlager
ist dann durch den Durchmesser der Kugeln exakt festgelegt, wobei Ungenauigkeiten
bei der Fertigung der Bohrung durch den Anker ausgeglichen werden.
[0010] Wenn die Ventilnadel für den Anschlag der Kugeln des Gleitlagers eine Verdickung
mit einem sich stetig verjüngenden Übergangsabschnitt aufweist, dessen Krümmungsradius
mit dem Radius der Kugeln im wesentlichen übereinstimmt, hat dies den Vorteil, daß
die Kugeln an der Verdickung relativ weich anschlagen.
Zeichnung
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
in einer geschnittenen Darstellung;
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt des Ankers, der Ventilnadel und der Rückstellfedern
entsprechend dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel in einer teilweise geschnittenen
Darstellung;
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linien III-III in Fig. 2; und
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils in
einer geschnittenen Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Das in der Fig. 1 beispielsweise dargestellte elektromagnetisch betätigbare Ventil
in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden,
fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen von einer Magnetspule 1 zumindest teilweise
umgebenen, als Innenpol eines Magnetkreises dienenden, rohrförmigen, weitgehend hohlzylindrischen
Kern 2. Das Brennstoffeinspritzventil eignet sich besonders zum direkten Einspritzen
von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine. Ein beispielsweise gestufter
Spulenkörper 3 nimmt eine Bewicklung der Magnetspule 1 auf und ermöglicht in Verbindung
mit dem Kern 2 und einem ringförmigen, nichtmagnetischen, von der Magnetspule 1 teilweise
umgebenen Zwischenstück 4 mit einem L-förmigen Querschnitt einen besonders kompakten
und kurzen Aufbau des Einspritzventils im Bereich der Magnetspule 1. Das Zwischenstück
4 ragt dabei mit einem Schenkel in axialer Richtung in eine Stufe 5 des Spulenkörpers
3 und mit dem anderen Schenkel radial entlang einer in der Zeichnung unten liegenden
Stirnfläche des Spulenkörpers 3.
[0013] In dem Kern 2 ist eine durchgängige Längsöffnung 7 vorgesehen, die sich entlang einer
Ventillängsachse 8 erstreckt. Konzentrisch zur Ventillängsachse 8 verläuft ebenso
eine dünnwandige, rohrförmige Hülse 10, die die innere Längsöffnung 7 des Kerns 2
durchragt und in stromabwärtiger Richtung mindestens bis zu einer unteren Stirnfläche
11 des Kerns 2 eingebracht ist. Die Hülse 10 liegt unmittelbar an der Wandung der
Längsöffnung 7 an oder hat gegenüber dieser ein Spiel und besitzt eine Abdichtfunktion
zum Kern 2 hin. Mit der nichtmagnetischen, z. B. aus rostbeständigem austenitischem
CrNi-Stahl, kurz V2A-Stahl, bestehenden Hülse 10 ist ein ringscheibenförmiges ferritisches
Polteil 13 fest und dicht verbunden, das an der unteren Stirnfläche 11 des Kerns 2
anliegt und den Kern 2 in stromabwärtiger Richtung begrenzt. Die Hülse 10 und das
Polteil 13, das z. B. als Preßteil ausgebildet und mittels Schweißen oder Löten mit
der Hülse 10 verbunden ist, bilden in Richtung der Ventillängsachse 8 bzw. in stromabwärtiger
Richtung eine Kapselung des Kerns 2, die einen Kontakt von Brennstoff am Kern 2 wirksam
verhindert. Dabei ragt die Hülse 10 beispielsweise mit ihrem stromabwärtigen Ende
bis zu einem Absatz 17 einer inneren Durchlaßöffnung 12 des Polteils 13 und ist beispielsweise
mit diesem Absatz 17 verbunden. Zusammen mit dem ebenfalls fest und dicht z. B. durch
Schweißen oder Hartlöten beispielsweise mit dem in axialer Richtung verlaufenden Schenkel
des Polteils 13 verbundenen Zwischenstück 4 sorgt diese Kapselung auch dafür, daß
die Magnetspule 1 in mit Brennstoff durchströmten Zustand vollständig trocken bleibt
und nicht mit Brennstoff benetzt wird.
[0014] Die Hülse 10 dient auch als Brennstoffzufuhrkanal, wobei sie zusammen mit einem oberen
metallenen (z. B. ferritischen), die Hülse 10 weitgehend umgebenden Gehäuseteil 14
einen Brennstoffeinlaßstutzen bildet. In dem Gehäuseteil 14 ist eine Durchgangsöffnung
15 vorgesehen, die beispielsweise den gleichen Durchmesser aufweist wie die Längsöffnung
7 des Kerns 2. Die das Gehäuseteil 14, den Kern 2 und das Polteil 13 in den jeweiligen
Öffnungen 7, 12 und 15 durchragende Hülse 10 ist neben der festen Verbindung mit dem
Polteil 13 auch dicht und fest mit dem Gehäuseteil 14 z. B. durch Schweißen oder Bördeln
am oberen Ende 16 der Hülse 10 verbunden. Das Gehäuseteil 14 bildet das zulaufseitige
Ende des Brennstoffeinspritzventils und umhüllt die Hülse 10, den Kern 2 und die Magnetspule
1 zumindest teilweise in axialer und radialer Richtung und erstreckt sich beispielsweise
in axialer Richtung stromabwärts gesehen noch über die Magnetspule 1 hinaus. An das
obere Gehäuseteil 14 schließt sich ein unteres Gehäuseteil 18 an, das z. B. ein axial
bewegliches Ventilteil bestehend aus einem Anker 19 und einer Ventilnadel 20 bzw.
einen Ventilsitzträger 21 umschließt bzw. aufnimmt. Die beiden Gehäuseteile 14 und
18 sind im Bereich des unteren Endes 23 des oberen Gehäuseteils 14 z. B. mit einer
umlaufenden Schweißnaht fest miteinander verbunden.
[0015] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind das untere Gehäuseteil 18
und der weitgehend rohrförmige Ventilsitzträger 21 durch Verschrauben fest miteinander
verbunden; Schweißen, Bördeln oder Löten stellen aber ebenso mögliche Fügeverfahren
dar. Die Abdichtung zwischen dem Gehäuseteil 18 und dem Ventilsitzträger 21 erfolgt
z. B. mittels eines Dichtrings 22. Der Ventilsitzträger 21 besitzt über seine gesamte
axiale Ausdehnung eine innere Durchgangsöffnung 24, die konzentrisch zu der Ventillängsachse
8 verläuft. Mit seinem unteren Ende 25, das auch zugleich den stromabwärtigen Abschluß
des gesamten Brennstoffeinspritzventils darstellt, umgibt der Ventilsitzträger 21
einen in der Durchgangsöffnung 24 eingepaßten Ventilsitzkörper 26. In der Durchgangsöffnung
24 ist die z. B. stangenförmige, einen kreisförmigen Querschnitt aufweisende Ventilnadel
20 angeordnet, die an ihrem stromabwärtigen Ende einen Ventilschließkörper 28 aufweist.
Dieser sich konisch verjüngende Ventilschließkörper 28 wirkt in bekannter Weise mit
einer im Ventilsitzkörper 26 vorgesehenen, sich in Strömungsrichtung z. B. kegelstumpfförmig
verjüngenden Ventilsitzfläche 29 zusammen, die in axialer Richtung stromabwärts einer
im Ventilsitzkörper 26 befindlichen Führungsöffnung 30 ausgebildet ist. Stromabwärts
der Ventilsitzfläche 29 ist bzw. sind im Ventilsitzkörper 26 wenigstens eine, z. B.
aber auch zwei oder vier Austrittsöffnungen 32 für den Brennstoff eingebracht. In
der Führungsöffnung 30 bzw. in der Ventilnadel 20 sind nicht dargestellte Strömungsbereiche
(Vertiefungen, Nuten oder ähnliches) vorgesehen, die einen ungehinderten Brennstofffluß
von der Durchgangsöffnung 24 bis zu der Ventilsitzfläche 29 gewährleisten.
[0016] Die in Fig. 1 gezeigte Anordnung des unteren Gehäuseteils 18, des Ventilsitzträgers
21 und des beweglichen Ventilteils (Anker 19, Ventilnadel 20) stellt nur eine mögliche
Ausbildungsvariante der dem Magnetkreis stromabwärts folgenden Ventilbaugruppe dar.
Auch kugelförmige Ventilschließkörper 28 bzw. Spritzlochscheiben sind in solchen Ventilbaugruppen
denkbar. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ventilschließkörper 28 mit der
Ventilnadel 20 einteilig ausgebildet. Der Ventilschließkörper 28 kann jedoch auch
als separates Bauteil ausgebildet und mit der Ventilnadel 20 z. B. durch Schweißen,
Löten oder dergleichen verbunden sein.
[0017] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 20 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer im Inneren der Hülse 10 angeordneten ersten Rückstellfeder 33 bzw. Schließen
des Einspritzventils dient der elektromagnetische Kreis mit der Magnetspule 1, dem
Kern 2, dem Polteil 13 und dem Anker 19. Der Anker 19 steht mit dem dem Ventilschließkörper
28 abgewandten Ende der Ventilnadel 20 nur in Hubrichtung, d. h. in Richtung auf den
Kern 2, formschlüssig in Verbindung und ist in der Gegenrichtung, d. h. in Richtung
auf den Ventilschließkörper 28, gegen eine zweite Rückstellfeder 50 frei beweglich.
Die zweite Rückstellfeder 50 hält den Anker 19 in der Ruhestellung des Brennstoffeinspritzventils
in Anlage an einer Verdickung 51 der Ventilnadel 20. Die Verdickung 51 ist an dem
dem Ventilschließkörper 28 gegenüberliegenden Ende der Ventilnadel 20 ausgebildet.
An einer Stirnfläche 52 der Verdickung 51 greift die erste Rückstellfeder 33 an. Zur
Führung der Ventilnadel 20 während ihrer Axialbewegung entlang der Ventillängsachse
8 dient die Führungsöffnung 30 des Ventilsitzkörpers 26. Der Anker 19 wird während
seiner Axialbewegung in dem genau gefertigten, nichtmagnetischen Zwischenstück 4 geführt.
Wie auf der linken Seite der Fig. 1 gezeigt, kann alternativ zur beschriebenen separaten
Ausführung von Polteil 13 und unterem Gehäuseteil 18 auch eine einteilige Version
vorgesehen werden, bei der sich vom Polteil 13 ausgehend ein umlaufender, schmaler
Steg 35 in axialer Richtung als Übergang zum Gehäuseteil 18 erstreckt und alle Abschnitte
zusammen (Polteil 13, hülsenförmiger Steg 35, unteres Gehäuseteil 18) ein einteiliges,
ferritisches Bauteil bilden. Entsprechend dient dann die innere Begrenzungsfläche
des Stegs 35 als Führung des Ankers 19.
[0018] In eine konzentrisch zu der Ventillängsachse 8 verlaufende innere Strömungsbohrung
37 der Hülse 10, die der Zufuhr des Brennstoffs in Richtung der Ventilsitzfläche 29
dient, ist eine Einstellhülse 38 eingeschoben, eingepreßt oder eingeschraubt. Die
Einstellhülse 38 dient zur Einstellung der Federvorspannung der an der Einstellhülse
38 anliegenden ersten Rückstellfeder 33, die sich wiederum mit ihrer gegenüberliegenden
Seite an der stromaufwärtigen Stirnfläche 52 der Verdickung 51 der Ventilnadel 20
abstützt. In die Strömungsbohrung 37 der Hülse 10 ragt zulaufseitig ein Brennstoffilter
42 hinein, der für die Herausfiltrierung solcher Brennstoffbestandteile sorgt, die
aufgrund ihrer Größe im Einspritzventil Verstopfungen oder Beschädigungen verursachen
könnten. Der Brennstoffilter 42 ist z. B. durch Einpressen im Gehäuseteil 14 fixiert.
[0019] Der Hub der Ventilnadel 20 wird durch den Ventilsitzkörper 26 und das Polteil 13
vorgegeben. Eine statische Endstellung der Ventilnadel 20 ist bei nicht erregter Magnetspule
1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 28 an der Ventilsitzfläche 29 des Ventilsitzkörpers
26 festgelegt, während sich die andere statische Endstellung der Ventilnadel 20 bei
erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ankers 19 an dem Polteil 13 ergibt. Die
Oberflächen der Bauteile in diesen Anschlagbereichen sind beispielsweise verchromt.
[0020] Die elektrische Kontaktierung der Magnetspule 1 und damit deren Erregung erfolgt
über Kontaktelemente 43, die auch außerhalb des eigentlichen Spulenkörpers 3 aus Kunststoff
noch mit einer Kunststoffumspritzung 45 versehen sind. Die Kunststoffumspritzung kann
sich auch über weitere Bauteile (z. B. Gehäuseteile 14 und 18) des Brennstoffeinspritzventils
erstrecken. Aus der Kunststoffumspritzung 45 heraus verläuft ein elektrisches Anschlußkabel
44, über das die Bestromung der Magnetspule 1 erfolgt.
[0021] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Kerns 2 zeigt die Fig. 1. Hierzu ist der
Kern 2 zwar rohrförmig, allerdings nicht mit konstantem Außendurchmesser ausgeführt.
Nur im Bereich der Kunststoffumspritzung 45 besitzt der Kern 2 über seine gesamte
axiale Erstreckung einen konstanten Außendurchmesser. Außerhalb der Kunststoffumspritzung
45 ist der Kern 2 mit einem radial nach außen weisenden Kragen 46 ausgestaltet, der
sich teilweise deckelartig über die Magnetspule 1 erstreckt. Die Kunststoffumspritzung
45 ragt somit durch eine Nut im Kragen 46. Der Kern 2 besteht vorzugsweise aus einem
Wirbelströme vermindernden Material, z. B. einem Pulververbundwerkstoff.
[0022] Die zweite Rückstellfeder 50 erstreckt sich in einem zylindrischen Stufenabschnitt
53 der als Stufenbohrung ausgebildeten Durchgangsöffnung 24 des Ventilsitzträgers
21 und stützt sich an ihrem stromabwärtigen Ende an einer Stufe 54 der als Stufenbohrung
ausgebildeten Durchgangsöffnung 24 des Ventilsitzträger 21 ab. An ihrem stromaufwärtigen
Ende beaufschlagt die zweite Rückstellfeder 50 eine stromabwärtige Stirnfläche 55
des Ankers 19. Der Anker 19 ist mit der Ventilnadel 20 über ein stromaufwärtiges Gleitlager
56 und ein stromabwärtiges Gleitlager 57 verbunden.
[0023] Die Funktionsweise des in Fig. 1 dargestellten Brennstoffeinspritzventils ist folgendermaßen:
[0024] Bei Erregung der Magnetspule 1 wird der Anker 19 in Richtung auf den Kern 2 gezogen,
bis der Anker 19 an dem Polteil 13 anschlägt. Die Ventilnadel 20 und der mit der Ventilnadel
20 verbundene, bzw. im dargestellten Ausführungsbeispiel mit der Ventilnadel 20 einteilig
ausgebildete Ventilschließkörper 28 wird dabei ebenfalls in die durch den Pfeil 58
gekennzeichnete Hubrichtung beschleunigt. Die Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers
56 liegen dabei an der Verdickung 51 der Ventilnadel 20 formschlüssig an, so daß die
Ventilnadel 20 und somit auch der Ventilschließkörper 28 von der Hubbewegung des Ankers
19 mitgenommen werden. Im Ruhezustand besteht zwischen dem Anker 19 und dem Polteil
13 ein den Ventilhub vorgebender, geringfügiger, aus Fig. 1 nicht erkennbarer Spalt.
Sobald der Anker 19 durch das Magnetfeld so weit in der Hubrichtung 58 angehoben ist,
daß dieser an dem Polteil 13 anschlägt, wird dieser abrupt abgebremst und prallt geringfügig
von dem Polteil 13 entgegen der Hubrichtung 58 zurück. Die Ventilnadel 20 und der
mit der Ventilnadel 20 verbundene Ventilschließkörper 28 hingegen, bewegen sich aufgrund
ihrer trägen Masse zunächst weiterhin in der Hubrichtung 58 gegen die erste Rückstellfeder
33. Dies wird dadurch ermöglicht, daß der Anker 19 nur in der Hubrichtung 58 an der
Ventilnadel 20 formschlüssig angreift. Die Verdickung 51 der Ventilnadel 20 kann daher
von den im dargestellten Ausführungsbeispiel die Anschlagfläche bildenden Kugeln 59
des stromaufwärtigen Gleitlagers 56 abheben, wobei die Kugeln der beiden Gleitlager
56 und 57 auf der Mantelfläche der zylinderförmig ausgebildeten Ventilnadel 20 gleiten.
[0025] Durch die erste Rückstellfeder 33 wird die Bewegung der Ventilnadel 20 entgegen der
Hubrichtung 58 umgekehrt, während die nach dem Zurückprallen des Ankers 19 zunächst
gegen die Hubrichtung 58 verlaufende Bewegungsrichtung des Ankers 19 durch die zweite
Rückstellfeder 50 umgekehrt wird. Die Ventilnadel 20 mit dem Ventilschließkörper 28
und der Anker 19 bewegen sich nach der Bewegungsumkehr folglich wieder aufeinander
zu, wobei die träge Masse des Ankers 19, die träge Masse der Ventilnadel 20 und des
Ventilschließkörpers 28 sowie die Federkonstanten der beiden Rückstellfedern 33 und
50 vorzugsweise so ausgelegt sind, daß bei dem erneuten Zusammentreffen des Ankers
19 und der Ventilnadel 20 die Stoßenergie nahezu vollständig dissipiert. Das Prellen
des Brennstoffeinspritzventils ist durch die Trennung des Ankers 19 von der Ventilnadel
20 und die Ausbildung eines Zwei-Massen- und Zwei-Federn-Systems gegenüber einem konventionell
ausgebildeten Brennstoffeinspritzventil daher deutlich vermindert. Durch die erfindungsgemäßen
Gleitlager 56 und 57 wird ein von Reibungseinflüssen weitgehend ungestörter kinematischer
Bewegungsablauf gewährleistet. Gleichzeitig wird eine exakte Führung der Ventilnadel
20 über die Gleitlager 56 und 57 an dem Anker 19 erzielt.
[0026] Nach Beendigung der Bestromung der Magnetspule 1 werden der Anker 19 und die Ventilnadel
20 durch die erste Rückstellfeder 33 in Schließrichtung beschleunigt, bis der Ventilschließkörper
28 an der Ventilsitzfläche 29 des Ventilsitzkörpers 26 anschlägt. Das bei konventionellen
Brennstoffeinspritzventilen auftretende Prellen wird bei der erfindungsgemäßen Ausführung
dadurch vermindert, daß der Anker 19 in Schließrichtung gegen die zweite Rückstellfeder
50 durchschwingt. Die zweite Rückstellfeder 50 führt den Anker 19 dann in Hubrichtung
58 wieder soweit zurück, bis die Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers 56 an
der Verdickung 51 der Ventilnadel 20 anschlagen. Das Brennstoffeinspritzventil ist
somit für den nächsten Öffnungszyklus bereit. Da die Masse des Ankers 19 wesentlich
größer ist als die Masse der Ventilnadel 20 und des Ventilschließkörpers 28, wird
durch die kinematische Trennung der Bewegung des Ankers 19 und der Ventilnadel 20
eine wirkungsvolle Unterdrückung des Prellens des Brennstoffeinspritzventils erreicht.
Die erfindungsgemäßen Gleitlager 56 und 57 reduzieren wirkungsvoll die Gleitreibung
zwischen dem Anker 19 und der Ventilnadel 20, so daß der Anker 19 auf der Mantelfläche
der Ventilnadel 20 frei und ungestört gleiten kann. Dabei bleibt die Führung der Ventilnadel
20 an dem Anker 19 aufgrund der hohen Paßgenauigkeit der Gleitlager 56 und 57 erhalten.
[0027] Die beschriebene Relativbewegung des Ankers 19 gegenüber der Ventilnadel 20 ist in
Schließrichtung deutlich größer als in Öffnungsrichtung und kann in Öffnungsrichtung
aufgrund der geringen trägen Masse der Ventilnadel 20 vernachlässigbar sein.
[0028] In Fig. 2 sind der Anker 19, der stromaufwärtige Abschnitt der Ventilnadel 20, die
erste Rückstellfeder 33 sowie die zweite Rückstellfeder 50 zum besseren Verständnis
der Erfindung vergrößert dargestellt. Bereits beschriebene Elemente sind mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen.
[0029] In Fig. 2 ist nicht der Ruhezustand dargestellt, bei welchem der Anker 19 an der
Ventilnadel 20 formschlüssig angreift, indem die Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers
56 an der Verdickung 51 der Ventilnadel 20 durch die zweite Rückstellfeder 50 angedrückt
werden, sondern es ist ein Betriebszustand gezeigt, bei welchem der Anker 19 gegenüber
der Ventilnadel 20 verschoben ist. Dabei gleiten die Kugeln 59 des stromaufwärtigen
Gleitlagers 56 und die Kugeln 70 des stromabwärtigen Gleitlagers 57 auf der Mantelfläche
71 der zumindest im Bereich des Ankers 19 zylinderförmig ausgebildeten Ventilnadel
20.
[0030] Zur Aufnahme der Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers 56 und der Kugeln 70
des stromabwärtigen Gleitlagers 57 weist der Anker 19 im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Stufenbohrung 74 auf. Im Ausführungsbeispiel verbindet die Stufenbohrung 74 die
stromaufwärtige Stirnfläche 72 des Ankers 19 mit der stromabwärtigen Stirnfläche 55
des Ankers 19. An der stromaufwärtigen Stirnfläche 72 erweitert sich die Stufenbohrung
74 zu einer stromaufwärtigen Erweiterung 73, in welche die Kugeln 59 des stromaufwärtigen
Gleitlagers 56 eingepreßt sind. Entsprechend erweitert sich die Stufenbohrung 74 an
der stromabwärtigen Stirnfläche 55 zu einer stromabwärtigen Erweiterung 75, in welche
die Kugeln 70 des stromabwärtigen Gleitlagers 57 eingepreßt sind. Der Durchmesser
der ringförmigen Erweiterungen 73 und 75 beträgt die Summe aus zwei Kugeldurchmessern
d
K der Kugeln 59 bzw. 70 und des Durchmessers d
V der im Bereich des Ankers 19 zylinderförmig ausgebildeten Ventilnadel 20. Die Ventilnadel
20 wird daher durch die Kugeln 59 und 70 der beiden Gleitlager 56 und 57 an dem Anker
19 praktisch spielfrei geführt. Da sich die Kugeln 59 und 70 der Gleitlager 56 und
57 mit hoher Genauigkeit herstellen lassen, ergibt sich eine äußerst exakte Lagerführung
der Ventilnadel 20.
[0031] Die stromaufwärtige, an der stromaufwärtigen Stirnfläche 72 mündende Erweiterung
73 und die stromabwärtige, an der stromabwärtigen Stirnfläche 55 mündende Erweiterung
75 sind im Ausführungsbeispiel mittels eines Durchgangs 76 verbunden, der Teil der
Stufenbohrung 74 ist. Der Durchmesser des Durchgangs 76 ist dabei größer bemessen
als der Durchmesser d
V der Ventilnadel 20, so daß der Durchgang 76 von der Ventilnadel 20 nicht vollständig
ausgefüllt wird. Dadurch wird ein axialer Durchfluß des Brennstoffs durch die Stufenbohrung
74 des Ankers 19 ermöglicht. Der Brennstoff strömt dabei im Bereich der stromaufwärtigen
Erweiterung 73 an den umfänglich verteilten Kugeln 59 vorbei, durch den Durchgang
76 hindurch in die stromabwärtige Erweiterung 75 und dort an den ebenfalls umfänglich
verteilten Kugeln 70 vorbei. Für die Brennstoffströmung im Bereich des Ankers 19 sind
daher keine zusätzlichen Maßnahmen, wie zusätzliche Axialbohrungen, umfängliche Nuten
oder Abflachungen vorzusehen, wodurch die Fertigungskosten weiter gesenkt werden können.
[0032] Nach dem Einpressen der Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers 56 wird der Rand
an der stromaufwärtigen Stirnfläche 72 nahe der Erweiterung 73 durch eine durch das
Bezugszeichen 77 angedeutete Verstemmung verstemmt, so daß die Kugeln 59 aus der Erweiterung
73 nicht entweichen können. Vorzugsweise ist die Verstemmung 77 ringförmig ausgebildet.
In gleicher Weise wird der Rand der stromabwärtigen Erweiterung 75 durch eine ebenfalls
vorzugsweise ringförmig umlaufende, durch das Bezugszeichen 78 angedeutete Verstemmung
so verstemmt, daß die Kugeln 70 des stromabwärtigen Gleitlagers 57 aus der stromabwärtigen
Erweiterung 75 nicht entweichen können. Da der Anker 19 vorzugsweise aus einem ferromagnetischen
oder ferritischen Weichmetall gefertigt ist, das einfach zu bearbeiten ist, sind die
Verstemmungen 77 und 78 ohne größeren Fertigungsaufwand ausführbar. Die Kugeln 59
und 70 hingegen können aus einem gehärteten Lagerstahl ausgebildet sein und an ihrer
Lauffläche z. B. durch Verchromen zusätzlich beschichtet sein.
[0033] In dem in Fig. 1 dargestellten Ruhezustand liegen die Kugeln 59 des stromaufwärtigen
Gleitlagers 56 an einem sich in Richtung auf den Anker 19 stetig verjüngenden Übergangsabschnitt
79 der Verdickung 51 bündig an. Vorzugsweise weist der Übergangsabschnitt 79 einen
Krümmungsradius r auf, der die Hälfte des Kugeldurchmesser d
K der Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers 56 beträgt, d. h. der Radius der Kugeln
59 stimmt mit dem Krümmungsradius r des Übergangsabschnitts 79 im wesentlichen überein.
Dies hat den Vorteil, daß die Kugeln 59 an der Oberfläche des Übergangsabschnitts
79 in der Ruhestellung des Brennstoffeinspritzventils über einen größeren Bereich
bündig anliegen und nicht durch etwaige Kanten punktförmig belastet werden.
[0034] Der Durchgang 76 kann auch den gleichen Durchmesser wie die Erweiterungen 73 und
75 aufweisen, so daß die Bohrung des Ankers 19 ungestuft ausgebildet ist. Dies hat
den Vorteil einer Vereinfachung bei der Herstellung.
[0035] In Fig. 3 ist zum besseren Verständnis der Erfindung ein Schnitt entlang der Linie
III-III in Fig. 2 dargestellt. Bereits beschriebene Elemente sind mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen, um die Zuordnung zu erleichtern.
[0036] Aus Fig. 3 ist erkennbar, daß sich ein besonderer Vorteil ergibt, wenn der Durchmesser
d
K der Kugeln 59 des stromaufwärtigen Gleitlagers 56 aber auch der Kugeln 70 des stromabwärtigen
Gleitlagers 57 mit dem Durchmesser d
V der im Bereich des Ankers 19 zylinderförmig ausgebildeten Ventilnadel 20 übereinstimmt.
Dabei ist gewährleistet, daß die Kugeln 59 bzw. 70 den Ringraum der Erweiterung 73
bzw. 75 vollständig oder zumindest nahezu vollständig ausfüllen. Die Kugeln 59 sind
daher in dem Ringraum der Erweiterung 73 gleichmäßig verteilt und weitere Maßnahmen
zur Ausrichtung der Kugel 59 sind nicht erforderlich. Ferner ist aus Fig. 3 erkennbar,
daß zwischen den Kugeln 59 ausreichende Zwischenräume 80 verbleiben, die den Durchtritt
des Brennstoffs ermöglichen. Durch die Durchströmung des Gleitlagers 56 als auch des
Gleitlagers 57 mit dem Brennstoff ergibt sich zudem eine vorteilhafte Schmierung der
Gleitlager 56, 57.
[0037] Die relativ harten Kugeln 59 bzw. 70 werden in die relativ ungenau gefertigte Bohrung
des Ankers 19 eingepreßt. Der Innendurchmesser der Gleitlager 56 bzw. 57 wird ausschließlich
durch die Kugeldurchmesser d
K festgelegt, wenn die Kugeln eng aneinander liegen. Der Innendurchmesser d
V des aus den sechs Kugeln 59 bzw. 70 gebildeten Gleitlagers 56 bzw. 57 entspricht
genau dem Durchmesser d
K der einzelnen Kugeln 59 bzw. 70. Der Innendurchmesser d
V der Gleitlager 56 und 57 hängt daher im wesentlichen von der Fertigungstoleranz der
Kugeldurchmesser d
K ab. Da die Fertigungstoleranz der Kugeln d
K wesentlich enger ist als die Fertigungstoleranz des Durchmessers der Bohrung des
Ankers 19, in welche die Kugeln 59 bzw. 70 eingepreßt werden, ergibt sich insgesamt
eine hohe Führungsgenauigkeit der erfindungsgemäßen Gleitlager 56 und 57.
[0038] Fig. 4 zeigt ein im wesentlichen mit dem in Fig. 1 dargestellten und bereits beschriebenen
Ausführungsbeispiel übereinstimmendes, erweitertes Ausführungsbeispiel. Die Erweiterung
besteht darin, daß die Ventilnadel 20 in in dem Ventilsitzträger 21 angeordnete zusätzliche
Kugeln 90 eines weiteren Gleitlagers 91 gelagert ist. Dadurch wird die Ventilnadel
20 mittels des Gleitlagers 91 in dem Ventilsitzträger 21 gerührt. Der Anker 19 ist
im Vergleich zu dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem etwas geringeren
Durchmesser ausgebildet, so daß dessen Mantelfläche im Gegensatz zu dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel nicht in dem Zwischenstück 4 geführt ist. Die stromaufwärtige
Führung des aus der Ventilnadel 20 und dem Anker 19 bestehenden Bauteils erfolgt vielmehr
in dem zusätzlichen Gleitlager 91.
[0039] Die Durchgangsöffnung 24 weist bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
stromabwärts des Gleitlagers 91 eine Verjüngung 92 auf. Stromaufwärts der Kugeln 90
des Gleitlagers 91 ist eine z. B. durch Verstemmen nach Einsetzen der Kugeln 90 herstellbare
Verjüngung 93 vorgesehen. Die Verjüngungen 92 und 93 bewirken eine axiale Fixierung
der Kugeln 90 des Gleitlagers 91 in der Durchgangsöffnung 24.
[0040] Der Anschlag des Ankers 19 an der Ventilnadel 20 muß nicht notwendigerweise mittels
der Kugeln 59 erfolgen. Es kann z. B. auch ein Vorsprung des Ankers 19 an der Verdickung
51 oder einem anderen Abschnitt der Ventilnadel 20 anschlagen, um die Ventilnadel
20 in Hubrichtung 58 formschlüssig mitzuführen. Ferner können die Gleitlager 56 und
57 auch als separates Fertigbauteil ausgebildet sein und an dem Anker 19 z. B. durch
Verschweißungen angebracht sein.
1. Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine,
mit einer Magnetspule (1), einem durch die Magnetspule (1) in eine Hubrichtung (58)
gegen eine erste Rückstellfeder (33) beaufschlagbaren Anker (19) und einer mit einem
Ventilschließkörper (28) in Verbindung stehenden Ventilnadel (20), wobei der Anker
(19) in der Hubrichtung (58) an der Ventilnadel (20) formschlüssig angreift und in
der Gegenrichtung unabhängig von der Ventilnadel (20) gegen eine zweite Rückstellfeder
(50) frei beweglich ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (19) mittels zweier jeweils an einem Ende des Ankers (19) angeordneter,
mehrere Kugeln (59, 70) aufweisender Gleitlager (56, 57) an der Ventilnadel (20) gelagert
ist, wobei die Ventilnadel (20) und die Kugeln (59, 70) jedes Gleitlagers (56, 57)
in eine Bohrung des Ankers (19) eingesetzt sind und die Bohrung des Ankers (19) als
Stufenbohrung (74) ausgebildet ist und die Kugeln (59, 70) der'Gleitlager (56, 57)
jeweils in endseitig angeordnete Erweiterungen (73, 75) der Stufenbohrung (74) eingesetzt
sind.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufenbohrung (74) zwischen den Erweiterungen (73, 75) einen Durchgang (76) ausweist,
der durch die Ventilnadel (20) nicht vollständig ausgefüllt ist.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Erweiterungen (73, 75) der Stufenbohrung (74) durch nach dem Einsetzen der Kugeln
(59, 70) der Gleitlager (56, 57) ausgeformte Verstemmungen (77, 78) so verschlossen
sind, daß die Kugeln (59, 70) der Gleitlager (56, 57) aus den Erweiterungen (73, 75)
der Stufenbohrung (74) nicht entweichen können.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstemmungen (77, 78) die Erweiterungen (73, 75) jeweils an einer endseitigen
Stirnfläche (72, 55) des Ankers (19) ringförmig umschließen.
5. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser (dK) der Kugeln (59, 70) der Gleitlager (56, 57) mit dem Durchmesser (dV) der im Bereich des Ankers (19) zylinderförmig ausgebildeten Ventilnadel (20) im
wesentlichen übereinstimmt.
6. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilnadel (20) an einem dem Ventilschließkörper (28) gegenüberliegenden Ende
eine Verdickung (51) aufweist, an welcher der Anker (19) oder ein Gleitlager (56)
durch die zweite Rückstellfeder (50) in Anlage gehalten wird.
7. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verdickung (51) einen sich stetig verjüngenden Übergangsabschnitt (79) aufweist,
an welchem die Kugeln (59) eines der Gleitlager (56) anschlagen und der einen mit
dem Radius (dK/2) der Kugeln (59) dieses Gleitlagers (56) im wesentlichen übereinstimmenden Krümmungsradius
(r) hat.
8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilnadel (20) von einem Ventilsitzträger (21) umgeben ist und in den Ventilsitzträger
(21) mehrere Kugeln (90) eines weiteren Gleitlagers (91) zur Lagerung der Ventilnadel
(20) in dem Ventilsitzträger (21) eingesetzt sind.
1. Fuel injection valve for fuel injection systems of internal combustion engines, in
particular for the direct injection of fuel into a combustion space of an internal
combustion engine, with a magnet coil (1), with an armature (19) capable of being
acted upon in a lifting direction (58) by the magnet coil (1) counter to a first return
spring (33), and with a valve needle (20) connected to a valve-closing body (28),
the armature (19) engaging positively on the valve needle (20) in the lifting direction
(58) and, in the opposite direction, being freely moveable, independently of the valve
needle (20), counter to a second return spring (50), characterized in that the armature (19) is mounted on the valve needle (20) by means of two plain bearings
(56, 57) arranged in each case at one end of the armature (19) and having a plurality
of balls (59, 70), the valve needle (20) and the balls (59, 70) of each plain bearing
(56, 57) being inserted into a bore of the armature (19), and the bore of the armature
(19) being designed as a stepped bore (74), and the balls (59, 70) of the plain bearings
(56, 57) being inserted in each case into widenings (73, 75) of the stepped bore (74)
which are arranged on the end faces.
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the stepped bore (74) has, between the widenings (73, 75), a passage (76) which is
not filled completely by the valve needle (20).
3. Fuel injection valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the widenings (73, 75) of the stepped bore (74) are closed by means of caulkings
(77, 78) formed after the insertion of the balls (59, 70) of the plain bearings (56,
57), in such a way that the balls (59, 70) of the plain bearings (56, 57) cannot escape
from the widenings (73, 75) of the stepped bore (74).
4. Fuel injection valve according to Claim 3, characterized in that the caulkings (77, 78) annularly surround the widenings (73, 75) in each case on
an end face (72, 55) of the armature (19).
5. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the diameter (dK) of the balls (59, 70) of the plain bearings (56, 57) is essentially identical to
the diameter (dV) of the valve needle (20) designed cylindrically in the region of the armature (19).
6. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the valve needle (20) has, at an end located opposite the valve-closing body (28),
a thickening (51), at which the armature (19) or a plain bearing (56) is held in bearing
contact by the second return spring (50).
7. Fuel injection valve according to Claim 6, characterized in that the thickening (51) has a continuously narrowing transitional portion (79), against
which the balls (59) of one of the plain bearings (56) butt and which has a radius
of curvature (r) essentially identical to the radius (dK/2) of the balls (59) of this plain bearing (56).
8. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the valve needle (20) is surrounded by a valve-seat carrier (21), and a plurality
of balls (90) of a further plain bearing (91) for mounting the valve needle (20) in
the valve-seat carrier (21) are inserted into the valve-seat carrier (21).
1. Injecteur de carburant pour un système d'injection de carburant d'un moteur à combustion
interne, notamment pour l'injection directe de carburant dans la chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, comprenant une bobine électromagnétique (1), un
induit (19) sollicité par la bobine électromagnétique (1) dans une direction de soulèvement
(58) contre l'action d'un premier ressort de rappel (33) ainsi qu'une aiguille d'injecteur
(30) reliée à un organe d'obturation de soupape (28), l'induit (19) agissant par une
liaison par la forme dans le sens du soulèvement (58) sur l'aiguille d'injecteur (20)
alors que dans la direction opposée il est mobile librement contre l'action d'un second
ressort de rappel (50) indépendamment de l'aiguille (20),
caractérisé en ce que
l'induit (19) est monté sur l'aiguille d'injecteur (20) par l'intermédiaire de deux
paliers de glissement (56, 57) prévus à chaque extrémité de l'induit (19) et ayant
plusieurs billes (59, 70),
l'aiguille d'injecteur (20) et les billes (59, 70) de chaque palier lisse (56, 57)
étant placées dans un perçage de l'induit (19) et le perçage de l'induit (19) est
un perçage étagé (74), les billes (59, 70) des paliers lisses (56, 57) étant placées
chaque fois dans des élargissements (73, 75) aux extrémités du perçage étagé (74).
2. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le perçage étagé (74) présente un passage (76) entre les élargissements (73, 75),
ce passage n'étant pas complètement occupé par l'aiguille d'injecteur (20).
3. Injecteur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les élargissements (73, 75) du perçage étagé (74) sont fermés par des matages (77,
78) formés après la mise en place des billes (59, 70) des paliers lisses (56, 57),
pour que les billes (59, 70) des paliers lisses (56, 57) ne puissent s'échapper des
élargissements (73, 75) du perçage étagé (74).
4. Injecteur selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les matages (77, 78) entourent de façon annulaire les élargissements (73, 75) chaque
fois au niveau d'une surface frontale d'extrémité (72, 55) de l'induit (19).
5. Injecteur selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le diamètre (dK) des billes (59, 70) des paliers lisses (56, 57) correspond pratiquement au diamètre
(dV) de l'aiguille d'injecteur (20) de forme cylindrique dans la zone de l'induit (19).
6. Injecteur selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'aiguille d'injecteur (20) comporte une partie renforcée (51) à l'extrémité opposée
à celle de l'organe d'obturation de soupape (28), et l'induit (19) ou un palier lisse
(56) sont maintenus en appui contre ce renforcement par le second ressort de rappel
(50).
7. Injecteur selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le renforcement (51) présente un segment de transition (79) qui diminue de façon continue
et contre lequel butent les billes (59) de l'un des paliers lisses (56), et qui présente
un rayon de courbure (r) qui correspond pratiquement au rayon (dK/2) des billes (59) de ce palier lisse (56).
8. Injecteur selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
l'aiguille d'injecteur (20) est entourée par un support formant siège de soupape (21)
et le support formant siège (21) comporte plusieurs billes (90) d'un autre palier
lisse (91) pour le montage de l'aiguille (20) dans le support de siège de soupape
(21).