[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überführen eines Einfädelstreifens oder
einer Materialbahn innerhalb einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung der
Materialbahn, von einem Übernahmebereich in einen Übergabebereich entlang eines Bahnlaufweges
sowie ein Verfahren zum Überführen eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 42.
[0002] Vorrichtungen und Verfahren der hier angesprochenen Art sind bekannt (DE 40 37 661
C1). Diese werden innerhalb einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung einer
Materialbahn eingesetzt und dienen der Überführung der Materialbahn beziehungsweise
eines von dieser abgetrennten Streifens, der auch als Einfädelstreifen bezeichnet
wird, von einem Übernahmebereich in einen Übergabebereich. Bei Inbetriebnahme der
Maschine oder nach einem Bahnabriß wird der Einfädelstreifen oder die Materialbahn
mit deren gesamten Breite entlang eines durch Führungs- und/oder Behandlungseinrichtungen
vorgegebenen Bahnlaufweges geführt. Dieser Vorgang wird auch als Einfädeln bezeichnet.
Die bekannte Vorrichtung umfaßt eine Seilführung mit zwei Seilen, die am Anfang der
Seilführung in einer sogenannten Seilschere zueinander konvergieren. In die in einem
Übernahmebereich angeordnete Seilschere wird der Einfädelstreifen/die Materialbahn
geleitet und zwischen den Seilen klemmend gehalten. Der Einfädelstreifen/die Materialbahn
wird gemeinsam mit den Seilen entlang des Bahnlaufweges in einen Übergabebereich geführt,
in dem der Einfädelstreifen/die Materialbahn an eine nachfolgende Einrichtung der
Maschine übergeben wird. Die Überführung wird bei reduzierter oder voller Maschinengeschwindigkeit
durchgeführt, die bis zu 2.000 m/min und darüber betragen kann, wobei die zur Überführung
verwendeten Seile oft eine noch höhere Geschwindigkeit als die Maschinengeschwindigkeit
aufweisen. Es hat sich als nachteilig herausgestellt, daß der Einfädelstreifen/die
Materialbahn in vielen Fällen nicht sicher von den Seilen gehalten werden kann und
während der Überführung verloren geht, so daß der Überführungsvorgang häufig mehrmals
wiederholt werden muß, bis eine erfolgreiche Überführung des Einfädelstreifens/der
Materialbahn vom Übernahme- in den Übergabebereich abgeschlossen ist. Nach dem Überführen
kommt es dennoch immer wieder zu weiteren Bahnabrissen, weil der Einfädelstreifen/die
Materialbahn, während diese/dieser in Längsrichtung gespannt wird, pendelt und in
die Seile zurücklaufen kann, wo sie zerstört wird. Durch die mehrmaligen Anläufe,
bis eine erfolgreiche Überführung abgeschlossen ist, werden die Ausfallzeiten der
Maschine erhöht und somit deren Produktivität herabgesetzt.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen,
bei denen eine sichere Überführung eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn
auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten gewährleistet werden kann.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, die die in Anspruch
1 genannten Merkmale aufweist. Dadurch, daß mindestens eine Aufnahmeeinrichtung, die
zur Überführung des Einfädelstreifens/der Materialbahn vom Übernahmebereich zum Übergabebereich
im wesentlichen entlang des Bahnlaufweges mit einer Geschwindigkeit verlagerbar ist,
die kleiner, insbesondere deutlich kleiner, ist, als die Laufgeschwindigkeit, mit
der der Einfädelstreifens/die Materialbahn während des Überführvorgangs durch die
Maschine geführt ist, kann eine hohe Funktionssicherheit gewährleistet werden. Im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff "Bahnlaufweg" die
Wegstrecke verstanden, die durch den Herstellungs- und/oder Bearbeitungsprozeß der
Materialbahn beziehungsweise durch Führungs- und/oder Behandlungseinrichtungen vorgegeben
ist. Der Einfädelstreifen/die Materialbahn wird beispielsweise über Walzen, durch
Walzenpressen, über Geräteflächen, über/durch Behandlungseinrichtungen, über/durch
Meßgeräte und/oder auf Bändern geführt, deren Anordnung innerhalb der Maschine den
Bahnlaufweg bestimmen beziehungsweise festlegen. Die Aufnahmeeinrichtung wird mit
einer geringeren Geschwindigkeit entlang des Bahnlaufweges verlagert, als der Einfädelstreifen/die
Materialbahn, dessen/deren Geschwindigkeit der Maschinengeschwindigkeit während des
Überführungsvorganges entspricht. Der Einfädelstreifen/die Materialbahn wird mit Hilfe
der Aufnahmeeinrichtung an der Stelle, an der sich die Aufnahmeeinrichtung in diesem
Moment innerhalb der Maschine befindet, aus dem Bahnlaufweg, beispielsweise seitlich,
herausgeführt. Dadurch ist ein Auflaufen der Materialbahn auf die Aufnahmeeinrichtung,
deren Verlagerungsgeschwindigkeit geringer, vorzugsweise erheblich geringer ist, als
die Laufgeschwindigkeit des Einfädelstreifens/der Materialbahn, ausgeschlossen. Ein
Einfädeln des Streifens/der Bahn ist somit auch bei sehr hohen Maschinengeschwindigkeiten
möglich, da die Überführungsgeschwindigkeit, das heißt, die Verlagerungsgeschwindigkeit
der Aufnahmeeinrichtung unabhängig von der Laufgeschwindigkeit der Materialbahn variierbar
ist.
[0005] Es wird ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung bevorzugt, bei dem die
Aufnahmeeinrichtung in Richtung des Bahnlaufweges und entgegengesetzt verlagerbar
ist. Dadurch kann eine offene Führung der Aufnahmeeinrichtung realisiert werden, das
heißt, die Aufnahmeeinrichtung muß nicht im Kreis geführt werden, um vom Übergabebereich
zum Übernahmebereich verlagert zu werden, sondern kann entgegen dem Bahnlaufweg in
die Übernahmeposition zurückgeführt werden. Vorzugsweise ist die Verlagerungsgeschwindigkeit
und -richtung der Aufnahmeeinrichtung zwischen zwei Überführungsvorgängen variierbar.
[0006] Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Verlagerungsgeschwindigkeit
während eines Überführungsvorganges variierbar, vorzugsweise einstellbar ist. Der
Einfädelstreifen/die Materialbahn kann also -in Richtung des Bahnlaufweges gesehen-
abschnittsweise mit unterschiedlicher Geschwindigkeit geführt werden. Dadurch ist
eine relativ schnelle und besonders sichere Überführung möglich, da beispielsweise
im Bereich einer Behandlungs- oder Führungseinrichtung, über/durch die der Einfädelstreifen/die
Materialbahn geführt beziehungsweise eingefädelt wird, die ohnehin verhältnismäßig
geringe Verlagerungsgeschwindigkeit weiter reduziert werden kann.
[0007] Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, das sich
dadurch auszeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung im Bereich oder außerhalb des Bahnlaufweges
verlagert beziehungsweise geführt wird. Der Transportweg der Aufnahmeeinrichtung kann
beispielsweise an die Anordnung des von der Materialbahn abgetrennten Einfädelstreifens
angepaßt werden, der entweder an einem Rand der Materialbahn oder in einem zwischen
den Bahnrändern liegenden Materialbahnabschnitt abgetrennt wird. Weiterhin ist eine
Führung der Aufnahmeeinrichtung beispielsweise in der Mitte des Bahnlaufweges möglich.
Wird die Materialbahn mit ihrer gesamten Breite vom Übernahmebereich in den Übergabebereich
überführt, so kann auch hier die Aufnahmeeinrichtung im Bereich oder außerhalb des
Bahnlaufweges verlagert werden. Bei einer Führung der Aufnahmeeinrichtung außerhalb
des Bahnlaufweges ist diese derart ausgestaltet, daß deren Wirkungsbereich sich in
den Bahnlaufweg zumindest bis in den Bereich erstreckt, in dem der Einfädelstreifen/die
Materialbahn geführt werden soll.
[0008] Der Aufnahmeeinrichtung ist eine Führung zugeordnet, die mindestens ein Führungselement
aufweist. Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das mindestens
eine Führungselement als Seil, Band, Kette oder dergleichen ausgebildet ist. Derartige
Führungselemente können stationär, das heißt unbeweglich angeordnet werden, so daß
die Aufnahmeeinrichtung entlang des durch die Führungselemente vorgegebenen Führungsweges,
beispielsweise auf den Führungselementen, verfahrbar ist, während die Führungselemente
sich im Stillstand befinden. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel sind die beziehungsweise
ist das Führungselement mittels eines Antriebs antreibbar, so daß die an dem Führungselement
befestigte Aufnahmeeinrichtung entlang des durch das(die) Führungselement(e) vorgegebenen
Führungsweges verfahren werden kann. Denkbar ist auch, daß die Aufnahmeeinrichtung
gegenüber dem verlagerbaren Führungselement eine Relativbewegung durchführen kann.
[0009] Nach einer weiteren Ausführungsvariante ist das mindestens eine Führungselement von
einer Rolle, vorzugsweise Profilrolle, gebildet. Die Aufnahmeeinrichtung kann also
mit Hilfe von entlang des Bahnlaufweges angeordneten Rollen, von denen vorzugsweise
zumindest ein Teil mittels eines Antriebs antreibbar ist, verlagert werden.
[0010] Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, das sich
dadurch auszeichnet, daß der Führungsweg der Führung länger ist als der Bahnlaufweg.
Der Führungsweg erstreckt sich also nicht nur vom Übernahmebereich in den Übergabebereich
beziehungsweise umgekehrt, sondern auch darüber hinaus, so daß die Aufnahmeeinrichtung
aus dem Bereich des Bahnlaufweges herausgeführt werden kann. Dadurch ist es möglich,
die Aufnahmeeinrichtung während des laufenden Betriebs der Maschine zur Herstellung
und/oder Bearbeitung der Materialbahn in eine Position zu verlagern, die nicht unmittelbar
an den Bahnlaufweg, entlang dessen die Materialbahn während des Produktionsprozesses
geführt wird, angrenzt. Dadurch kann sichergestellt werden, daß die Aufnahmeeinrichtung
den Herstellungs- und/oder Bearbeitungsprozeß nicht beeinflußt beziehungsweise stört.
[0011] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung ist das Führungselement
zu einer endlosen Schlaufe verbunden, das heißt, das Führungselement erstreckt sich
vom Übernahmebereich im wesentlichen entlang des Bahnlaufweges zum Übergabebereich
und von diesem zurück zum Übernahmebereich. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
wird unter dem Begriff "erstrecken" sowohl eine Führung als auch eine Anordnung des
Führungselementes verstanden. Das Führungselement ist also verlagerbar oder stationär
innerhalb der Maschine angeordnet. Dadurch ist es beispielsweise möglich, daß die
Aufnahmeeinrichtung nach einem Überführungsvorgang in der gleichen Richtung weiterverlagert
beziehungsweise -geführt wird, beispielsweise bis zum Übernahmebereich. Die Aufnahmeeinrichtung
kann also stets in der gleichen Richtung verlagert werden.
[0012] Bevorzugt wird weiterhin ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, das
sich dadurch auszeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung mindestens einen wenigstens
eine Aufnahmeöffnung aufweisenden Aufnahmekopf umfaßt. Bei der Übernahme des Einfädelstreifens/der
Materialbahn wird dieser/diese in die Aufnahmeöffnung mit geeigneten Mitteln geführt.
Dem Aufnahmekopf ist vorzugsweise eine Weiterbehandlungseinrichtung nachgeordnet.
Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung werden unter den Begriff "Weiterbehandlungseinrichtungen"
Einrichtungen verstanden, in denen der während des Überführungsvorgangs aus dem Bahnlaufweg
herausgeführte Teil des Einfädelstreifens/der Materialbahn zerkleinert, verbrannt,
aufgelöst und/oder weitergeführt und in Behältern, Körben, Sieben, Netzen aufgefangen
wird, unter Zuhilfenahme beispielsweise von Feuer, mindestens eines gasförmigen oder
flüssigen Mediums, mechanischer Zerhacker oder Wasserstrahlzerhacker, Wasserschleier.
Eine Weiterbehandlungseinrichtung kann also beispielsweise von einer Zerkleinerungs-,
Verbrennungs-, Auflösungseinrichtung, Auffangvorrichtung, Entsorgungs- und/oder Recyclinganlage
gebildet werden.
[0013] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird der in die Aufnahmeöffnung des Aufnahmekopfes
geleitete Teil des Einfädelstreifens/der Materialbahn unmittelbar zur Weiterbehandlungseinrichtung,
beispielsweise seitlich aus der Maschine, herausgeführt und aufgefangen oder direkt
auf den Boden, auf dem die Maschine steht, geworfen. Die Kosten für eine derartige
Überführungsvorrichtung sind relativ gering.
[0014] Bevorzugt wird weiterhin ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, das
sich dadurch auszeichnet, daß die Aufnahmeöffnung mit einem Schlauch verbunden ist,
durch den der Einfädelstreifen/die Materialbahn während eines Überführvorgangs aus
dem Bahnlaufweg abgeführt wird. Mit Hilfe des vorzugsweise aus einem flexiblen Material
bestehenden Schlauchs kann der aus dem Bahnlaufweg herausgeführte Teil des Einfädelstreifens/der
Materialbahn beispielsweise seitlich aus der Maschine herausgeführt und einer Weiterbehandlungseinrichtung
zugeführt werden.
[0015] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß der vorzugsweise
flexible Schlauch, Kanal oder dergleichen, mit dem die Aufnahmeöffnung verbunden ist,
zumindest abschnittsweise mit einer Gas- oder Fluidströmung beaufschlagbar ist. Die
Strömung dient dazu, den aus dem Bahnlaufweg herausgeführten Teil des/der sich mit
einer höheren Geschwindigkeit als die Aufnahmeeinrichtung bewegenden Einfädelstreifens/Materialbahn
zu führen. Dabei kann der Einfädelstreifen/die Materialbahn beispielsweise bereits
(chemisch) aufgelöst werden. Durch Beeinflussung der Strömung kann der Längszug insbesondere
des Teils des Einfädelstreifens/der Materialbahn, der bereits vom Übernahmebereich
entlang des Bahnlaufweges bis zur Aufnahmeeinrichtung beziehungsweise unmittelbar
bis an die Aufnahmeöffnung des Aufnahmekopfes überführt worden ist, eingestellt werden.
[0016] Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, das
sich dadurch auszeichnet, daß mindestens eine Unterdruckquelle vorgesehen ist, mit
deren Hilfe die Aufnahmeöffnung am Aufnahmekopf mit einem vorzugsweise variierbaren
Unterdruck beaufschlagbar ist. Die Unterdruckquelle kann beispielsweise der Aufnahmeeinrichtung
zugeordnet oder direkt in den Aufnahmekopf integriert werden, so daß ein kompakter
Aufbau der Aufnahmeeinrichtung realisierbar ist. Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante
wird als Unterdruckquelle ein Gebläse eingesetzt, das gleichzeitig dazu genutzt werden
kann, den Einfädelstreifen/die Materialbahn zu zerkleinern, zum Beispiel mittels entsprechend
ausgebildeter Gebläseflügel.
[0017] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung ist vorgesehen,
daß die Unterdruckquelle von einem Injektor gebildet wird. Dieser kann sowohl unmittelbar
an der Aufnahmeeinrichtung angeordnet oder in diese integriert werden, oder er ist
innerhalb der Maschine ortsfest angeordnet und steht über einen Schlauch oder ein
Kanalsystem mit der Aufnahmeöffnung des Aufnahmekopfes in Strömungsverbindung. Der
Injektor kann mittels einer Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, und/oder einer Gasströmung,
beispielsweise Luft oder Wasserdampf, betrieben werden.
[0018] Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, eine den Einfädelstreifen/die
Materialbahn erfassende Transportvorrichtung einzusetzen, die im Bereich des Aufnahmekopfes
angeordnet ist. Die Transportvorrichtung kann beispielsweise als Zugpresse ausgebildet
werden, deren Walzen gummiert sind oder Bürsten aufweisen oder als Häkselwalzen ausgebildet
sind. Es ist weiterhin möglich, einen Zerreißventilator und/oder einen an sich bekannten
Reißwolf als Transporteinrichtung einzusetzen, die den Einfädelstreifen/die Materialbahn
zerkleinern. Weitere Ausführungsbeispiele der Transportvorrichtung sind mindestens
ein auch als Fibron-Band bezeichnetes Vakuumband, an dem beziehungsweise auf dem der
Einfädelstreifen/die Materialbahn mittels eines Unterdrucks gehalten wird, mindestens
eine sogenannte Coandaschaufel, mindestens eine besaugte Trommel, über deren Umfang
der Einfädelstreifen/die Materialbahn bereichsweise geführt und mittels eines Unterdrucks
gehalten wird, und/oder eine Drallvorrichtung. Die Ausgestaltung der Transportvorrichtung
ist praktisch beliebig. Wichtig ist, daß der Einfädelstreifen/die Materialbahn erfaßt,
das heißt gehalten und/oder geführt werden kann.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsvariante ist zwischen den beiden beziehungsweise zwischen
jeweils zwei Aufnahmeeinrichtungen eine Überführhilfe vorgesehen, die den Einfädelstreifen/die
Materialbahn von der ersten Aufnahmeeinrichtung übernimmt und ihn/sie an die zweite
Aufnahmeeinrichtung übergibt. Die zum Beispiel ein Fibron-Band umfassende Überführhilfe
überbrückt also den dazwischenliegenden Bereich der in einem Abstand zueinander angeordneten
Aufnahmeeinrichtungen.
[0020] Die bei einer bevorzugten Ausführungsvariante vorgesehenen mindestens zwei Aufnahmeeinrichtungen
können gleich oder unterschiedlich ausgebildet werden. Beispielsweise können die Aufnahmeeinrichtungen
unterschiedliche Antriebe und/oder Aufnahmeköpfe aufweisen. Weiterhin ist es möglich,
daß den Aufnahmeeinrichtungen eine gemeinsame Führung oder aber jeweils eine separate
Führung, die einen unterschiedlichen oder gleichen Aufbau aufweisen, zugeordnet ist.
[0021] Des weiteren wird ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung bevorzugt,
bei dem mindestens ein Sensor vorgesehen ist, mittels dessen der Druck in dem mit
dem Aufnahmekopf verbundenen Schlauch, Kanal oder dergleichen ermittelt werden kann.
Bei einer Druckänderung im Schlauch, beispielsweise durch Verstopfen des Schlauchs,
kann der Überführungsvorgang unterbrochen oder abgebrochen und/oder der Unterdruck
im Schlauch erhöht werden, um die Verstopfung abzusaugen. Durch die Überwachung des
Drucks kann die Funktionssicherheit der Überführungseinrichtung verbessert werden.
[0022] Weitere Ausführungsformen der Vorrichtung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
[0023] Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren gelöst, das die in Anspruch 42 genannten
Merkmale aufweist. Dadurch, daß der Einfädelstreifen/die Materialbahn mit einer Geschwindigkeit
vom Übernahmebereich in den Übergabebereich entlang des Bahnlaufweges überführt wird,
die geringer, vorzugsweise bedeutend geringer, ist, als die Geschwindigkeit, mit der
der Einfädelstreifen/die Materialbahn während des Überführungsvorgangs durch die Maschine
geführt wird, weist die Überführungsvorrichtung eine hohe Funktionssicherheit auf.
Zur Durchführung des Verfahrens kann eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 41 verwendet werden. Die Laufgeschwindigkeit des Einfädelstreifens/der
Materialbahn entspricht der Maschinengeschwindigkeit. Um den Einfädelstreifen/die
Materialbahn zumindest abschnittsweise mit einer geringeren Geschwindigkeit als die
Laufgeschwindigkeit der Bahn entlang des Bahnlaufweges überführen zu können und gleichzeitig
den Längszug des Einfädelstreifens/der Materialbahn auf einem gewünschten Wert zu
halten, wird vorzugsweise der noch nicht überführte Teil des Einfädelstreifens/der
Materialbahn aus dem Bahnlaufweg wegbeziehungsweise umgeleitet. Das Verfahren zeichnet
sich durch eine hohe Funktionssicherheit aus.
[0024] Weitere Ausführungsformen des Verfahrens ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
[0025] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1 bis 4
- jeweils eine Prinzipskizze eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Überführungsvorrichtung;
- Figur 5
- eine schematische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Aufnahmekopfes;
- Figur 6
- eine Prinzipskizze eines zweiten Ausführungsbeispiels der Überführungsvorrichtung;
- Figur 7
- eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Ablagestation;
- Figur 8
- eine Draufsicht auf die Ablagestation gemäß Figur 7;
- Figur 9
- einen Teil eines Ausführungsbeispiels einer Führung;
- Figuren 10 und 11
- jeweils einen Teil der Führung gemäß Figur 9 im Querschnitt;
- Figur 12
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel des Aufnahmekopfes;
- Figuren 13 und 14
- jeweils eine Seitenansicht des Aufnahmekopfes gemäß Figur 12;
- Figur 15
- eine Vorderansicht des Aufnahmekopfes gemäß den Figuren 13 und 14;
- Figur 16
- einen Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmeeinrichtung im
Bereich eines Aufnahmekopfes;
- Figur 17
- einen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels einer Schlauchbefestigung;
- Figur 18
- eine Prinzipskizze einer Spannvorrichtung für ein Führungselement und
- Figur 19
- eine schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Ablagestation.
[0026] Die im folgenden beschriebene Vorrichtung ist allgemein zum Überführen eines Einfädelstreifens
oder einer Materialbahn innerhalb einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung
der Materialbahn einsetzbar. Die Materialbahn, zum Beispiel Papier-, Karton-, Textilbahn,
Kunststoff-Folie, Flies, Non-Woven, wird in der Maschine hergestellt und/oder bearbeitet.
Rein beispielhaft wird im folgenden davon ausgegangen, daß es sich hier um eine Papiermaschine
handelt, in der eine Papierbahn hergestellt und/oder bearbeitet wird. Unter "Bearbeitung"
wird im Zusammenhang mit einer Papierbahn beispielsweise eine Veredelung, Beschichtung,
ein Bedrucken, Streichen oder dergleichen verstanden.
[0027] Figuren 1 bis 4 zeigen jeweils eine schematische Prinzipskizze eines Ausführungsbeispiels
einer Vorrichtung 1, die innerhalb einer Papiermaschine angeordnet ist und zum Überführen
einer im folgenden allgemein als Materialbahn 3 bezeichneten Papierbahn von einem
Übernahmebereich 5 in einen Übergabebereich 7 entlang eines Bahnlaufweges dient. Im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter "Bahnlaufweg" die durch Führungs-
und/oder Behandlungseinrichtungen, beispielsweise Walzen oder Geräteflächen, vorgegebene
Laufstrecke der Materialbahn 3 verstanden. Die Figuren 1 bis 4 zeigen eine Abfolge
von Funktionsschritten der Überführungsvorrichtung 1. In dem zwischen dem Übernahmebereich
5 und dem Übergabebereich 7 liegenden Teil der Maschine ist eine Bearbeitungsstation
9 angeordnet, die bei diesem Ausführungsbeispiel eine Streichmaschine ist. Der Bearbeitungsstation
9 ist -in Laufrichtung (Pfeil 11) der Materialbahn 3 gesehen- eine zweireihige Trockengruppe
13 vorgeordnet und eine einreihige Trockengruppe 15 nachgeordnet. Die von dem letzten.
Trockenzylinder 17 der Trockengruppe 13, der im Übernahmebereich 5 angeordnet ist,
ablaufende Materialbahn 3 wird über Bahnleitwalzen 19 umgelenkt und durch eine Preßeinrichtung
21 hindurchgeführt, die mehrere, hier insgesamt zwei Preßwalzen aufweist. Nach dem
Durchlaufen der Preßeinrichtung 21 wird die Materialbahn 3 über weitere Bahnleitwalzen
einem Veredelungsaggregat 23 zugeführt, in dem ein Streichmedium auf die Materialbahn
aufgetragen wird. Anschließend wird die Materialbahn 3 an einem Infrarottrockner 25
vorbeigeführt und durch einen zweiteiligen Lufttrockner 27 hindurchgeführt. Nach dem
Lufttrockner 27 wird die Materialbahn 3 über Bahnleitwalzen 29 und 31 umgelenkt und
auf den ersten Trockenzylinder 33 der Trockengruppe 15 aufgeführt. Von dem Trokkenzylinder
33 gelangt die Materialbahn 3 in den nachfolgenden Teil der Maschine. Die Materialbahn
3 wird innerhalb der Bearbeitungsstation 9 beziehungsweise zwischen deren Bahnleitwalzen,
Trocknungs- und Beschichtungseinrichtungen in einem freien Zug geführt, das heißt
die Materialbahn 3 wird nicht von einem Transportband gestützt.
[0028] Bei Inbetriebnahme der Maschine oder nach einem Bahnabriß wird die Materialbahn 3
oder ein von dieser abgetrennter, auch als Einfädelstreifen bezeichneter Streifen
durch die gesamte Maschine oder einen Teil der Maschine entlang des Bahnlaufweges
hindurchgeführt. Dieser Vorgang wird auch als Einfädeln bezeichnet. Hierfür ist im
Bereich der Bearbeitungsstation 9 die Überführungsvorrichtung 1 vorgesehen, die im
folgenden näher beschrieben wird.
[0029] Die Überführungsvorrichtung 1 umfaßt hier eine lediglich ein Führungselement 35 aufweisende
Führung 37, die zum Führen einer Aufnahmeeinrichtung entlang des Bahnlaufweges dient.
Das Führungselement 35 ist bei diesem Ausführungsbeispiel von einem Seil 39 gebildet,
das zu einer endlosen Schlaufe verbunden ist. Alternativ kann das Führungselement
35 auch von mindestens einer Kette oder mindestens einem Band gebildet werden. Bei
einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel sind mindestens zwei Führungselemente
vorgesehen, beispielsweise zwei Seile oder ein Seil und eine Kette, die parallel oder
zumindest im wesentlichen parallel in einem Abstand voneinander geführt werden. Die
Seile bestehen zum Beispiel aus Metall oder einem vorzugsweise hochfesten und hitzebeständigen
Kunststoff, zum Beispiel Kevlar. Die geschlossene Seilschlaufe wird bereichsweise
über Umlenkrollen 41 und entlang des Bahnlaufweges, zum Beispiel über lose Seilscheiben,
die auf den Leitwalzenzapfen sitzen, über die gleichen Bahnleitwalzen durch die Trockner
25, 27, das Veredelungsaggregat 23 und die Preßeinrichtung 21 geführt, über die beziehungsweise
durch die auch die Materialbahn 3 geführt wird. Das Seil 39 ist mittels eines Antriebs
43 wahlweise in Richtung des Bahnlaufweges und in entgegengesetzter Richtung mit unterschiedlichen,
vorzugsweise einstellbaren Geschwindigkeiten verlagerbar. Der Antrieb 43 umfaßt hier
eine Rolle, über die das Seil 39 geführt ist, wobei die Rolle mit einem Drehmoment
beaufschlagbar ist. Mit Hilfe des Antriebs 43 kann das mindestens eine Seil 39 aus
dem Stillstand heraus in beide Richtunger mit gewünschter Beschleunigung auf eine
vorgegebene Geschwindigkeit, zum Beispiel 5 m/sec, bewegt werden.
[0030] Unterhalb des Übergabebereichs 7 ist eine Ablagestation 45 für einen Schlauch 47
vorgesehen, der an seinem freien Ende mit einer Aufnahmeeinrichtung 46 und an seinem
anderen -in den Figuren 1 bis 4 nicht dargestellten- Ende mit einer Weiterbehandlungseinrichtung
verbunden ist, beispielsweise einem Auffangbehälter für die Materialbahn oder einer
Entsorgungs- und/oder Recyclinganlage. Die Aufnahmeeinrichtung 46 weist eine mit dem
Schlauch 47 verbundene Aufnahmeöffnung auf. Der Schlauch 47 kann zum Beispiel einen
rechteckigen oder runden Querschnitt aufweisen und aus einem flexiblen Material bestehen.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel wird der Schlauch von einem flexiblen, beispielsweise
aus Polyurethan (PU) bestehenden Spiralrohr gebildet. Der Schlauch 47 kann lösbar
mit dem mindestens einen Seil 39 verbunden werden; zum Beispiel kann er mit geeigneten
-nicht dargestellten- Mitteln daran angeklemmt werden.
[0031] Auf die Funktion der mit dem Schlauch 47 verbundenen Aufnahmeeinrichtung 46 wird
im folgenden anhand der Erläuterung eines Überführungsvorganges näher eingegangen.
Bei Inbetriebnahme der Maschine oder nach einem Bahnabriß wird die Materialbahn 3,
nachdem sie von dem letzten Trockenzylinder 17 der Trockengruppe 13 abgelaufen ist,
nach unten aus der Maschine herausgeführt und bei diesem Ausführungsbeispiel in einen
Auffangbehälter 49, einem sogenannten Pulper, aufgefangen. Mit Hilfe einer nicht dargestellten
Schneideinrichtung wird ein Einfädelstreifen von der Materialbahn 3, beispielsweise
in deren Randbereich, abgetrennt, der zunächst gemeinsam mit der Restbahn in den Auffangbehälter
49 abläuft. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß der Einfädelstreifen
von der Materialbahn 3 in einem -in Laufrichtung (Pfeil 11) der Materialbahn 3 gesehen-
dem Übernahmebereich 5 vorgeordneten Teil der Maschine abgetrennt und die Restbahn
weggeleitet wird, so daß nur der Einfädelstreifen über den Trockenzylinder 17 in den
Auffangbehälter 49 geführt wird. Das Seil 39 wird mittels des Antriebs 43 in Richtung
eines Pfeils 51 verlagert. Dabei wird der an dem Seil 39 befestigte Schlauch 47 von
der Ablagestation 45 nachgeführt. Die mit dem Schlauch 47 verbundene Aufnahmeeinrichtung
46 wird nun aus der in Figur 1 dargestellten Ruheposition entlang des Bahnlaufweges
in den Übernahmebereich 5 in eine Übernahmeposition verlagert (Figur 2). Die Übernahmeposition
der Aufnahmeeinrichtung 46 befindet sich hier unterhalb des Trokkenzylinders 17, von
dem die Materialbahn abläuft und in den Auffangbehälter 49 geführt wird. Bei einem
anderen Ausführungsbeispiel kann die Übernahmeposition auch oberhalb des Trockenzylinders
17 liegen. Anschließend, also nachdem die Aufnahmeeinrichtung 46 die Übernahmeposition
erreicht hat, wird zumindest der zu überführende Teil der Materialbahn 3, also der
Einfädelstreifen, mit Hilfe einer nicht dargestellten Schneideinrichtung quer zur
Bahnlaufrichtung über die gesamte Breite von dem in dem Pulper ablaufenden Streifen
abgetrennt und der neue Anfang des Einfädelstreifens in die Aufnahmeöffnung der Aufnahmeeinrichtung
46 geleitet, beispielsweise mittels einer Luftströmung, einem Saugband (Fibron-Band),
einem Coanda-Blech oder sonstigen Leiteinrichtungen. Von dort wird der Einfädelstreifen
durch den gesamten Schlauch 47 zu einer Weiterbehandlungseinrichtung geführt.
[0032] Die Übernahme des Einfädelstreifens kann beispielsweise dann erfolgen, wenn die Aufnahmeeinrichtung
46 sich im Stillstand befindet oder während diese von dem Seil 39 verlagert wird.
Nach der Übernahme des Einfädelstreifens wird das Seil 39 in Richtung eines Pfeils
53 verlagert, also in Richtung des Bahnlaufweges. Dabei erfolgt eine Mitnahme des
Schlauchs 47 und der Aufnahmeeinrichtung 46, wodurch der Einfädelstreifen überführt
wird. Die Verlagerungsgeschwindigkeit der Aufnahmeeinrichtung 46 von dem Übernahmebereich
5 in den Übergabebereich 7 ist variierbar und wird derart gewählt, daß der Einfädelstreifen
sicher entlang des Bahnlaufweges geführt wird. Dadurch, daß der Einfädelstreifen vom
Übernahmebereich zur Aufnahmeeinrichtung 46 und von dieser durch den Schlauch 47 aus
dem Bahnlaufweg herausgeführt wird, kann eine Überführungsgeschwindigkeit der Aufnahmeeinrichtung
46 realisiert werden, die kleiner, vorzugsweise bedeutend kleiner, ist, als die durch
die Maschine vorgegebene Geschwindigkeit des Einfädelstreifens. Der Teil des mit Maschinengeschwindigkeit
laufenden Einfädelstreifens, der von der Aufnahmeeinrichtung 46 wegbeziehungsweise
umgelenkt wird, wird also nicht in den Übergabebereich 7 überführt. Es ist also möglich,
daß die Materialbahn beispielsweise mit 2.000 m/min durch die Materialbahnherstellungs-
und/oder Bearbeitungsmaschine geführt wird, während die Überführungsgeschwindigkeit
des Einfädelstreifens zum Beispiel nur 300 m/min beträgt. Da die Aufnahmeeinrichtung
46 den Einfädelstreifen aufnimmt und den aus dem Bahnlaufweg herausgeführten Teil
des Einfädelstreifens durch den Schlauch 47 abführt, ist eine langsame Überführung
des Einfädelstreifens vom Übernahme- in den Übergabebereich möglich, ohne daß während
des Überführungsvorgangs die Maschinengeschwindigkeit reduziert werden muß. Durch
das Abführen des über die Aufnahmeeinrichtung in den Schlauch 47 geleiteten Teils
des Einfädelstreifens, der eben nicht zum Übernahmebereich geführt wird, wird ein
Auflaufen des Einfädelstreifens auf die Aufnahmeeinrichtung 46 aufgrund der Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen Laufgeschwindigkeit der Materialbahn und Überführungsgeschwindigkeit der
Aufnahmeeinrichtung vermieden. Hierdurch kann trotz langsamer Überführungsgeschwindigkeit
bei gleichzeitig hoher Maschinengeschwindigkeit der Längszug des Streifens auf einem
gewünschten Wert gehalten werden.
[0033] In der in Figur 3 dargestellten Position der Aufnahmeeinrichtung 46 ist der Einfädelstreifen
bereits bis an die der Preßeinrichtung 21 nachgeordnete Bahnleitwalze überführt. Es
wird deutlich, daß die Aufnahmeeinrichtung 46 derart geführt wird, daß der Einfädelstreifen
sowohl über die Bahnleitwalzen als auch durch einen Spalt zwischen zwei Walzen geführt
beziehungsweise hindurchgefädelt werden kann. In der Darstellung gemäß Figur 4 ist
die Aufnahmeeinrichtung 46 bereits bis in ihre Übergabeposition verfahren, in der
der Einfädelstreifen an den ersten Trockenzylinder 33 der Trockengruppe 15 übergeben
wird. Die Übergabe des Einfädelstreifens an den Trockenzylinder 33 erfolgt bei diesem
Ausführungsbeispiel dadurch, daß der Einfädelstreifen in den zwischen dem Trockenzylinder
33 und einem darüber geführten Transportband 55 gebildeten Nip geführt wird. Der Teil
des Einfädelstreifens, der bereits von der Aufnahmevorrichtung erfaßt und durch den
Schlauch aus der Maschine herausgeführt wurde, reißt ab und der mit Maschinengeschwindigkeit
bereits eingefädelte Teil des Einfädelstreifens, der noch nicht von der Aufnahmeeinrichtung
erfaßt ist, wird gemeinsam mit dem Transportband 55 über den Trockenzylinder 33 in
den nachfolgenden Teil der Papiermaschine geführt. Somit ist der Überführungsvorgang
abgeschlossen, so daß die Aufnahmeeinrichtung 46 in die in Figur 1 dargestellte Parkposition
verlagert werden kann, in der sie in einem solchen Abstand zum Bahnlaufweg angeordnet
ist, daß eine Störung des Produktionsprozesses und vorzugsweise eine Verunreinigung
der Aufnahmeeinrichtung 46 vermieden werden. Schließlich wird der eingefädelte Streifen
allmählich verbreitert, bis die Materialbahn mit ihrer gesamten Breite durch die Maschine
geführt ist.
[0034] Es wird deutlich, daß der Einfädelstreifen erst dann vollständig überführt beziehungsweise
in die Bearbeitungsstation 9 eingefädelt ist, wenn die Aufnahmeeinrichtung 46 die
in Figur 4 dargestellte Position erreicht hat. Der von der Aufnahmeeinrichtung 46
während eines Überführungsvorgangs aus der Maschine, zumindest aber aus dem Bahnlaufweg
herausgeführte Teil des Einfädelstreifens wird also nicht überführt, so daß für diesen
Teil die Bezeichnung "Einfädelstreifen" im eigentlichen Sinne nicht mehr zutreffend
ist. Die Überführungsvorrichtung 1 zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Funktionssicherheit
auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten während des Überführens aus.
[0035] Durch die anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebene Überführungsvorrichtung 1 kann
der Einfädelstreifen mit einer Geschwindigkeit vom Übernahmebereich 5 in den Übergabebereich
7 überführt werden, die wesentlich kleiner ist, als die Maschinengeschwindigkeit,
also die Laufgeschwindigkeit der durch die Herstellungs- und/oder Bearbeitungsmaschine
geführten Materialbahn. Durch die sichere Führung des Einfädelstreifens mittels der
Aufnahmeeinrichtung 46 kann ein Abriß des Einfädelstreifens während des Überführungsvorganges
praktisch ausgeschlossen werden, so daß die durch das Überführen des Einfädelstreifens
verursachten Ausfallszeiten der Maschine ge-genüber bekannten Maschinen, bei denen
der Einfädelstreifen mittels einer eingangs beschriebenen Seilführung überführt wird,
verringert werden können. Ein weiterer Vorteil der Überführungsvorrichtung 1 gegenüber
der bekannten Seilführung ist, daß die Unfallgefahr für sich im Bereich der Maschine
aufhaltende Personen herabgesetzt ist. Bei der bekannten Seilführung besteht insbesondere
bei hohen Verlagerungs-/Maschinengeschwindigkeiten die Gefahr, daß die Seile von den
Führungseinrichtungen springen oder aber infolge Materialermüdung oder -beschädigung
abreißen.
[0036] Aus dem oben Gesagten wird ohne weiteres deutlich, daß die Überführungsvorrichtung
1 auch zum Überführen einer vollständigen Materialbahn, beispielsweise Toilettenpapier,
mit ihrer gesamten Breite eingesetzt werden kann und deren Verwendung nicht nur auf
die Überführung eines Einfädelstreifens beschränkt ist.
[0037] Zur Übernahme des von der Aufnahmeeinrichtung 46 überführten Einfädelstreifens und
dessen Weiterführung an einen -in Laufrichtung (Pfeil 11) der Materialbahn 3 gesehen-
nachgeordneten Teil der Maschine ist bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel eine
-in den Figuren nicht dargestellte-Übernahmeeinrichtung vorgesehen, die beispielsweise
eine Seilführung, mindestens ein Saugband (Fibron-Band), eine weitere Aufnahmeeinrichtung
46, eine Walzenpresse und/oder einen Aufrollapparat umfaßt. Des weiteren kann im Übernahmebereich
5 ein in den Figuren nicht dargestelltes Transportmittel vorgesehen sein, das den/die
von einem dem Übernahmebereich 5 vorgeordneten Teil der Maschine ankommenden Einfädelstreifen/Materialbahn
an die Aufnahmeeinrichtung 46 übergibt. Der Aufbau und die Funktion des Transportmittels
und der Übernahmeeinrichtung können identisch sein und zum Beispiel jeweils von einem
Saugband gebildet werden.
[0038] Figur 5 zeigt einen Teil eines Ausführungsbeispiels der Überführungsvorrichtung 1
gemäß den Figuren 1 bis 4, nämlich eine mit einem Schlauch 47 verbundene Aufnahmeeinrichtung
46, die über eine Bahnleitwalze 57 geführt wird. Der Aufnahmeeinrichtung 46 sind mehrere,
hier insgesamt zwei parallel und in einem Abstand zueinander geführte Führungselemente
35 zugeordnet, die von Seilen 39 und 39' gebildet sind und zum Führen und Transportieren
der Aufnahmeeinrichtung 46 und des Schlauchs 47 dienen. Die Aufnahmeeinrichtung 46
umfaßt bei diesem Ausführungsbeispiel einen Aufnahmekopf 59, der eine Aufnahmeöffnung
61 aufweist, in die ein von einer Materialbahn in dessen Randbereich abgetrennter
Einfädelstreifen 62 geführt wird. Der Aufnahmekopf 59 kann einstückig mit dem Schlauch
47 ausgebildet oder mit diesem verbunden werden. Der Schlauch 47 weist einen kreisförmigen
Querschnitt auf und ist mit den Führungselementen 35 fest verbunden. Diese sind im
Bereich der Bahnleitwalze 57, vorzugsweise auf deren Führerseite, auf einem Randabschnitt
63 der Bahnleitwalze 57, geführt, der außerhalb des Bahnlaufweges liegt. Der Bahnlaufweg
befindet sich links von einer gedachten, gestrichelt dargestellten ersten Ebene E1
und grenzt unmittelbar an diese an. Der Aufnahmekopf 59 der Aufnahmeeinrichtung 46
weist einen S-förmigen Verlauf auf und ragt in den Bahnlaufweg hinein, in dem der
Einfädelstreifen 62 geführt ist. Der Schlauch 47 ist mit mindestens einer nicht dargestellten
Unterdruckquelle verbunden, mittels derer die Aufnahmeöffnung 61 des Aufnahmekopfes
59 mit einem Unterdruck beaufschlagt werden kann. Bei der Besaugung des Schlauchs
47 wird Umgebungsluft in die Aufnahmeöffnung 61 eingesaugt. Die dadurch erzeugte Strömung
kann das Einfädeln des Einfädelstreifens in die Aufnahmeöffnung 61 zumindest unterstützten.
Ferner dient die Strömung auch zur Straffung des Einfädelstreifens, also zur Einstellung
des Bahnlängszugs, sowie zur Unterstützung des Transports des Einfädelstreifens durch
den Schlauch 47.
[0039] In der Darstellung gemäß Figur 5 läuft der Einfädelstreifen 62 in die Aufnahmeöffnung
61 des Aufnahmekopfes 59, das heißt er wird eingesaugt, und wird über den Schlauch
47 beispielsweise einer Weiterbehandlungseinrichtung zugeführt. Durch eine Verlagerung
der Führungselemente 35 in Richtung des Doppelpfeils 53 wird der von dem Aufnahmekopf
59 geführte Einfädelstreifen 62 entlang des Bahnlaufweges, bei diesem Ausführungsbeispiel
parallel zum Bahnlaufweg, geführt. Dadurch, daß der Einfädelstreifen 62 über den Aufnahmekopf
59 und den Schlauch 47 aus dem Bahnlaufweg herausgeführt, hier abgesaugt, wird, ist
es möglich, daß die Aufnahmeeinrichtung 46 während des Überführungsvorganges vom Übernahme-
in den Übergabebereich mit einer Ge-schwindigkeit verlagert wird, die vorzugsweise
deutlich geringer ist, als die Laufgeschwindigkeit der Materialbahn selbst. Dadurch
ist eine sichere Führung des Einfädelstreifens 62 auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten
möglich. Die durch die Unterdruckquelle erzeugte Gasströmung innerhalb des Schlauchs
47 dient -wie beschrieben- dazu, den Einfädelstreifen 62 in Längsrichtung zu straffen.
Der an der Aufnahmeöffnung 61 des Aufnahmekopfes 59 wirkende Unterdruck ist vorzugsweise
einstellbar, um die Straffung des Einfädelstreifens zu steuern. Dieser kann insbesondere
auch zur Unterstützung der Übernahme des Einfädelstreifens 62, der -wie oben beschrieben-
im Übernahmebereich 5 in die Aufnahmeöffnung 61 geleitet wird, eingesetzt werden.
[0040] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist ein Aufnahmekopf vorgesehen, der eine Unterdruckquelle
umfaßt, beispielsweise ein Gebläse. Die Unterdruckquelle ist vorzugsweise im Aufnahmekopf
integriert, so daß eine kompakte Bauweise der Überführungsvorrichtung, insbesondere
der Aufnahmeeinrichtung möglich ist. Durch die Anordnung der Unterdruckquelle im Aufnahmekopf
oder in dessen Bereich ist es auch möglich, auf den Schlauch 47 zur Abführung des
aus der Maschine geleiteten Teils des Einfädelstreifens zu verzichten. Ein derartiger
Ansaugkopf führt den Einfädelstreifen 62 beispielsweise seitlich aus der Maschine
heraus, wo dieser zum Beispiel auf den Boden der Maschine geworfen wird. Bei einer
vorteilhaften Ausführungsvariante der Aufnahmeeinrichtung ist ein als Zerkleinerungseinrichtung
ausgebildetes Gebläse vorgesehen, das zum Beispiel als Ventilator mit speziell ausgestalteten
Flügeln ausgebildet ist. Hierdurch kann der Einfädelstreifen unmittelbar nach Einführen
in die Aufnahmeöffnung 61 des Aufnahmekopfes 59 in kleine Teile getrennt, gerissen
und/oder zerstückelt werden. Die Materialbahnstücke werden anschließend durch den
Schlauch 47 aus der Maschine geführt. Es ist aber auch möglich, daß der Aufnahmekopf
59 nicht mit einem Schlauch verbunden ist, so daß die Materialbahnstücke nach dem
Zerkleinern lediglich seitlich aus der Maschine ausgeblasen werden.
[0041] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel wird dem Aufnahmekopf 59 ein Auffangbehälter
zugeordnet, der beispielsweise mittels der Führungselemente 35 gemeinsam mit dem Aufnahmekopf
entlang des Bahnlaufweges geführt wird. Dadurch kann, je nach Ausgestaltung des Gebläses,
der Einfädelstreifen in einem Stück oder in vielen kleinen Stücken aufgefangen werden.
Des weiteren ist es möglich, eine Verbrennungseinrichtung in den Aufnahmekopf 59 zu
integrieren oder diesem -in Transportrichtung des Einfädelstreifens gesehen- nachzuordnen,
so daß der bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel seitlich aus dem Bahnlaufweg
herausgeführte Einfädelstreifen unmittelbar verbrannt werden kann. Die Asche kann
beispielsweise seitlich aus der Maschine unmittelbar ausgebracht oder aufgefangen
werden. Es ist aber auch möglich, die Asche durch einen mit der Aufnahmeeinrichtung
46 verbundenen Kanal, Schlauch oder dergleichen aus der Maschine auszubringen. Bevorzugt
wird ein Ausführungsbeispiel, bei dem im Aufnahmekopf ein an sich bekannter Reißwolf
angeordnet ist, der zur Zerkleinerung des Einfädelstreifens dient.
[0042] Anstelle oder zusätzlich zu der anhand der Figur 5 beschriebenen Besaugung der Aufnahmeöffnung
61 kann der Aufnahmekopf eine den Einfädelstreifen erfassende Transportvorrichtung
aufweisen, wodurch die Führung des Einfädelstreifens verbessert werden kann. Mit Hilfe
der Transporteinrichtung, die beispielsweise als Zugpresse, Vakuumband, Coandaschaufel,
besaugte Trommel oder als Drallvorrichtung ausgebildet ist, kann der Einfädelstreifen
erfaßt und in den Aufnahmekopf gezogen werden. Dadurch ist in vorteilhafter Weise
eine Spannung des Einfädelstreifens in Längsrichtung während des Überführvorganges
definiert möglich.
[0043] Figur 6 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung
1. Teile, die mit denen in den Figuren 1 bis 4 übereinstimmen, sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen, so daß insofern auf die Beschreibung zu den Figuren 1 bis 4 verwiesen wird.
Im folgenden soll lediglich auf die Unterschiede näher eingegangen werden. Die Überführungsvorrichtung
1 umfaßt hier ein Führungselement 35, beispielsweise ein Seil, ein Band oder eine
Kette, dessen Enden nicht miteinander verbunden sind. Das eine Ende des Führungselements
35 ist in einer Wickelstation 65, die unterhalb des Übernahmebereichs 5, zum Beispiel
im Keller der Maschine, angeordnet ist, auf eine antreibbare Walze 66 teilweise aufgewickelt.
Das Führungselement 35 wird vom Übernahmebereich 5 entlang des Bahnlaufweges, zum
Beispiel über lose Seilscheiben, die auf den Leitwalzenzapfen sitzen, bis in den Übergabebereich
7 und weiter zur Ablagestation 45 geführt, in der das andere freie Ende des Führungselements
35 ebenfalls auf eine antreibbare Walze 66' aufgewickelt wird. In dem zwischen dem
Übernahmebereich 5 und dem Übergabebereich 7 liegenden Teil der Maschine kann die
Materialbahn 3 bearbeitet, beispielsweise veredelt werden. Es ist also eine in Figur
1 beschriebene Bearbeitungsstation 9 anordenbar.
[0044] An dem Führungselement 35 ist eine Aufnahmeeinrichtung 46 gehalten beziehungsweise
befestigt, die durch eine Drehung der mittels eines mit einem Symbol angedeuteten
Antriebs 68 antreibbaren Walzen 66, 66' im Uhrzeigersinn aus ihrer in Figur 6 dargestellten
Ruhe- oder Parkposition unterhalb des Übergabebereichs 7 entlang des Bahnlaufweges
über die losen Seilscheiben der Bahnleitwalzen 67 zum Übernahmebereich 5 geführt werden
kann. Die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 66, 66' ist variierbar. Nachdem die Aufnahmeeinrichtung
46 die Materialbahn 3 oder einen davon abgetrennten Einfädelstreifen im Übernahmebereich
5 übernommen hat, wird durch Rotation der Walzen 66, 66' entgegen dem Uhrzeigersinn
das Führungselement 35 mitsamt der Aufnahmeeinrichtung 46 entlang des Bahnlaufweges
in Richtung des Übergabebereich 7 geführt und an den ersten -gestrichelt angedeuteten-
Trockenzylinder 33 einer nachfolgenden Trockengruppe 15 übergeben. Besonders vorteilhaft
bei der in Figur 6 dargestellten Überführungsvorrichtung 1 ist, daß diese einen relativ
einfachen und platzsparenden Aufbau aufweist. Die Aufnahmeeinrichtung 46 kann mit
einem mit einem Unterdruck beaufschlagbaren Kanal, Schlauch oder dergleichen verbunden
werden, durch den hindurch der Einfädelstreifen oder die Materialbahn abgeführt wird.
Der Schlauch ist an dem Führungselement 35 befestigt und weist vorzugsweise eine Länge
auf, die größer ist, als der Bahnlaufweg. Ferner ist es möglich, daß der von der Aufnahmeeinrichtung
46 geführte Einfädelstreifen aus der Maschine, beispielsweise seitlich, herausgeführt
und weiterbehandelt, beispielsweise zerkleinert, verbrannt, aufgelöst oder in Behältern,
Körben, Sieben, Netzen oder dergleichen aufgefangen und gesammelt wird. Besonders
vorteilhaft ist, daß das Führungselement 35 nicht zu einer geschlossenen Schlaufe
verbunden ist, so daß ein Austausch des Führungselements 35 einfach durchgeführt werden
kann.
[0045] Bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist es selbstverständlich möglich,
daß die Aufnahmeeinrichtung an zwei Führungselementen, vorzugsweise Seile, angebracht
ist, an denen zum Beispiel auch ein Schlauch zum Abführen des Einfädelstreifens befestigt
werden kann. Die beiden Seile können bei einer bevorzugten Ausführungsform gemeinsam
auf die Walzen 66, 66' aufgewickelt werden. Die Walzen 66, 66' können auch bei diesem
Ausführungsbeispiel aus dem Stillstand auf eine gewünschte Geschwindigkeit beschleunigt
werden, wobei die Drehrichtung variierbar ist. Um die Spannung eines flexiblen Führungselements,
hier eines Seils einstellen zu können, ist mindestens eine Spannvorrichtung (Figur
18) vorgesehen, mit deren Hilfe die Länge des Führungselements veränderbar ist. Beispielsweise
werden die Walzen 66, 66' gegeneinander verdreht.
[0046] Figur 7 zeigt schematisch eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer Ablagestation
45, die beispielsweise in der Überführungsvorrichtung 1 gemäß den Figuren 1 bis 4
eingesetzt werden kann. Die Ablagestation 45 ist ortsfest innerhalb der Maschine zur
Herstellung/Bearbeitung einer Materialbahn angeordnet, beispielsweise im Keller der
Maschine, und umfaßt eine antreibbare Trommel 70, auf die ein Schlauch 47 aufgewickelt
werden kann. Um den Schlauch 47 in gewünschter Weise auf die Trommel 70 aufzuwickeln,
sind über den Umfang der Trommel 70 verteilt nebeneinander angeordnete Walzen 72 vorgesehen,
die die Länge der Trommel 70 besitzen und dort an dem Bereich der Trommel im Schlauch
47 anliegen, wo sich der Schlauch 47 auf der Trommel aufgewickelt hat. Der auf die
Trommel aufzuwickelnde beziehungsweise abgewickelte Teil des Schlauchs 47 wird zwischen
zwei stationär angeordneten Profilrollen 74 und 74' hindurchgeführt. Auf die Funktion
der Profilrollen 74, 74' wird anhand der Figuren 8 bis 10 näher eingegangen.
[0047] Um den Schlauch 47 auf die Trommel 70 aufzuwickeln, wird diese im Uhrzeigersinn gedreht.
Beim Abwickeln des Schlauchs 47 von der Trommel 70 wird dieser entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht, so daß der Schlauch 47 durch den Spalt zwischen den Profilrollen 74, 74'
geführt wird. In Figur 7 ist mit gestrichelter Linie eine Antriebsrolle 76 angedeutet,
die gegen den Umfang der Trommel 70 gedrückt wird und mittels derer ein Drehmoment
auf die Trommel 70 aufgebracht werden kann.
[0048] Figur 8 zeigt schematisch eine Draufsicht auf die Ablagestation 45 gemäß Figur 7.
Es ist ersichtlich, daß die Trommel 70 am Außenumfang ein Profil 78 aufweist, das
an die Kontur des Schlauchs 47 angepaßt ist. Durch das Profil 78 und eine Verlagerung
der Trommel 70 in Richtung ihrer Längsachse kann sichergestellt werden, daß beim Aufwickeln
des Schlauchs 47 dieser in gewünschter Weise auf die Trommel aufgewickelt wird, nämlich
ohne ein Überlappen oder Aufeinanderliegen der Schlauchschlaufen. Es wird deutlich,
daß die Position, an der der Schlauch 47 in den Spalt zwischen den Profilrollen 74,
74' geführt wird, während des gesamten Wickelvorgangs unverändert bleibt. Der Außenumfang
der Antriebsrolle 76 ist an das Außenprofil der Trommel 70 angepaßt und greift in
dieses ein. Damit bewirkt die Rolle 76 auch gleichzeitig die axiale Verschiebung der
Trommel 70. Der durch den Schlauch 47 geführte Einfädelstreifen gelangt über den auf
die Trommel 70 aufgewickelten Schlauch 47 und durch dessen freies Ende in Richtung
eines Pfeils 81 zu einer Weiterbehandlungseinrichtung, beispielsweise einer Recyclinganlage
oder in einen Auffangbehälter, in dem der Einfädelstreifen gesammelt wird. Die Walzen
72 sind in der Figur 8 nicht dargestellt.
[0049] Figur 9 zeigt einen Teil eines Ausführungsbeispiels einer Führung 37 für einen Schlauch
47, nämlich einen Umlenkbereich 82, in dem der Schlauch 47 rein beispielhaft um 180°
umgelenkt wird. Die Führung 37 umfaßt bei diesem Ausführungsbeispiel mehrere unterschiedliche
Führungselemente beziehungsweise -einrichtungen, nämlich Führungseinrichtungen 84
sowie mehrere schematisch dargestellte Profilrollen 74 und 74'. Wie aus Figur 9 ersichtlich,
sind die Profilrollen 74 und 74' derart beabstandet zueinander angeordnet, daß der
durch den zwischen den Führungsrollen gebildete Spalt geführte Schlauch 47 um 90°
umgelenkt wird. Dabei wird der Schlauch 47 nicht geknickt, wodurch ein Aufstauen eines
durch den Schlauch 47 geführten Einfädelstreifens sicher vermieden werden kann. Es
ist möglich, daß mindestens eine der Profilrollen 74 und 74' mittels eines Antriebs
antreibbar ist und an dem Schlauch 47 anliegt beziehungsweise an diesen angedrückt
ist. Dadurch kann der Schlauch 47 in Richtung des Doppelpfeils 88 verlagert werden.
Auf die Profilrollen 74, 74' wird nachfolgend anhand der Figur 10 noch näher eingegangen.
Weiterhin werden die Führungseinrichtungen 84 anhand der Figur 11 näher erläutert.
[0050] Figur 10 zeigt einen Querschnitt der Führungseinrichtung gemäß Figuren 7 bis 9. Es
ist ersichtlich, daß die Profilrollen 74, 74' an einer Halterung 90 drehbar angebracht
sind. In dem Zwischenraum zwischen den Profilrollen 74, 74' wird der Schlauch 47 hindurchgeführt.
Durch die im wesentlichen an die Außenkontur des Schlauchs 47 angepaßten Profilrollen
wird dieser definiert geführt. Eine Verlagerung des Schlauchs 47 ist ausschließlich
senkrecht zur Bildebene der Figur 10 möglich. Es ist möglich, daß mindestens eine
der Profilrollen antreibbar ausgebildet ist.
[0051] Figur 11 zeigt einen Querschnitt einer der in Figur 9 dargestellten Führungseinrichtungen
84. Diese umfaßt ein Führungsteil 92, das von einer Durchgangsöffnung 94 durchdrungen
wird. Die im wesentlichen kreisförmige Durchgangsöffnung 94 ist derart angeordnet,
daß die Oberseite 96 des Führungsteils 92 teilweise durchbrochen und eine Nut gebildet
wird. Die Breite der Nut ist geringer als der Durchmesser des Schlauchs 47. Dadurch
kann der Schlauch 47 sicher in der Durchgangsöffnung 94 gehalten werden und der Einfädelstreifen
kann ungehindert zum Schlauchaustritt gelangen.
[0052] Aus den Ausführungen zu den Figuren 9 bis 11 wird deutlich, daß der Schlauch 47 mittels
der Führungseinrichtungen 84, der Führungsrollen 86, 86' sowie der Profilrollen 74,
74' sicher geführt werden kann. Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung
1 ist vorgesehen, daß die einer Aufnahmeeinrichtung 46 zugeordnete Führung 37 ausschließlich
aus Führungseinrichtungen 84 und/oder Führungsrollen 86, 86' besteht, die im wesentlichen
entlang des Bahnlaufweges und darüber hinaus angeordnet sind. Hierbei kann auf zusätzliche
Führungselemente 35, beispielsweise Seile, Rohre, Zahnstangen, Ketten oder dergleichen
verzichtet werden.
[0053] Die Anordnung gemäß Figuren 7 bis 11 erlaubt eine Aufnahmeöffnung 61 am Ende eines
Schlauchs 47 vom Übergabebereich 7 zum Übernahmebereich 5 und beim Einfädelvorgang
wieder zurückzubewegen mittels Antriebs der Elemente 70/76/74 oder eventuell 86, ohne
Verwendung von Führungselementen 35.
[0054] Figur 12 zeigt eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel eines Aufnahmekopfes
59a, dessen Grundkörper sich aus in einem Abstand zueinander angeordneten Gliedern
A bis K zusammensetzt. Die Glieder A bis K sind durch jeweils zwei in den Randbereichen
98 und 100 des Aufnahmekopfes 59a angeordneten Gelenken 102 gelenkig verbunden. Durch
den Abstand, den die Glieder A bis K zueinander aufweisen, ist zwischen jeweils zwei
Gliedern ein Luftspalt S gebildet. Aufgrund der in Figur 12 dargestellten Anordnung
der Gelenke 102 ist der nach dem Rolladen-Prinzip aufgebaute Aufnahmekopf 59a quer
zur Laufrichtung (Pfeil 11) des Einfädelstreifens steif und in Laufrichtung beweglich.
[0055] Auf der dem Bahnlaufweg des Einfädelstreifens abgewandten Seite des Aufnahmekopfes
59a, also im Randbereich 100, ist an jedem der Glieder A bis K jeweils eine Öse 104
vorgesehen, durch die ein äußeres Seil 39' durchgefädelt ist. Ein inneres Seil 39,
das einen geringeren Abstand zur Maschinenmitte aufweist als das äußere Seil 39',
ist im Bereich des Aufnahmekopfes 59a unterbrochen. Das eine freie Ende des Seils
39 ist mittels einer am Glied B angebrachten Seilbefestigung 106 und das andere Ende
mittels einer am Glied H befestigten Seilbefestigung 106' vorzugsweise klemmend gehalten.
Die Seilbefestigungen 106, 106' sind derart angeordnet, daß die Achsen der Seile 39,
39' auch im Bereich des Aufnahmekopfes parallel zueinander verlaufen. Die beiden Seilbefestigungen
sowie der Aufnahmekopf nehmen die Zugkraft des Seils 39 auf, bilden also ein Zwischenstück
des Seils. Die in einem Abstand zueinander verlaufenden Seile 39, 39' sind außerhalb
des Bahnlaufweges geführt, zum Beispiel wie in Figur 5 dargestellt.
[0056] Die Glieder A bis I, die -in Laufrichtung der Bahn (Pfeil 11) gesehen- eine größere
Breite aufweisen als die Glieder J und K, ragen vorzugsweise bis in den Bahnlaufweg
hinein, also in die Laufebene des Einfädelstreifens. Der Aufnahmekopf 59a weist im
Randbereich 98 eine Aufnahmeöffnung 61 auf, an die sich ein schräg in Richtung des
Randbereichs 100 verlaufender Luftkanal 108 anschließt, der alle Glieder des Aufnahmekopfes
59a durchdringt. An das Glied K kann ein in Figur 12 nicht dargestellter Saugschlauch
angebracht werden, so daß der Luftkanal 108 in den mit einem vorzugsweise mit einem
Unterdruck beaufschlagbaren Saugschlauch mündet. Dieser ist vorzugsweise außerhalb
des Bahnlaufweges geführt. Ein in die Aufnahmeöffnung 61 geführter beziehungsweise
in diese eingesaugter Einfädelstreifen wird durch den Luftkanal 108 in den Schlauch
abgeführt. Durch die Spalte S zwischen den Gliedern A bis K des flexiblen Aufnahmekopfes
59a, also an deren Stoßstellen, wird bei Beaufschlagung der Aufnahmeöffnung 61 mit
einem Unterdruck Falschluft in den Luftkanal 108 eingesogen. Dadurch wird in vorteilhafter
Weise ein Anhaften/Ankleben des Einfädelstreifens an der Innenseite des Luftkanals
108 vermieden.
[0057] Aufgrund der gelenkig miteinander verbundenen Glieder ist der in Figur 12 darstellte
Aufnahmekopf 59a in Laufrichtung der Bahn flexibel, das heißt, der Aufnahmekopf kann
sich der Bahnführung der Seile, zum Beispiel über Walzen beziehungsweise Seilrollen,
anpassen. Quer zur Laufrichtung ist er zumindest so steif, daß er nicht durch- oder
herabhängt und einen im wesentlichen gleichen Lauf einnimmt, wie die Seile 39, 39'.
Um ein Durchhängen des Aufnahmekopfes aufgrund der gegenüber den Seilen exzentrischen
Anordnung seines Schwerpunktes zu verhindern, insbesondere im Bereich zwischen zwei
Abstützungen (Seilscheiben), kann beispielsweise die Längsspannung vor allem des inneren
Seils 39 erhöht werden. Weitere Möglichkeiten bestehen darin, vor allem das innere
Seil 39 durch eine oder mehrere Seilrollen zu unterstützen beziehungsweise anzuheben
und/oder das äußere Seil 39' mit mindestens einer Seilrolle herunter zu drücken.
[0058] In den neben dem Luftkanal 108 liegenden Bereichen der Glieder A bis I sind Bohrungen
110 eingebracht, die ausschließlich zur Gewichtsreduzierung des Aufnahmekopfes 59a
dienen. Ferner sind an der Innenwand des Luftkanals -in Figur 12 nicht dargestellte-
scharfe, in Strömungsrichtung (Pfeil 112) gerichtete Widerhaken vorgesehen, die ein
ungehindertes Durchführen des Einfädelstreifens in Richtung des Pfeils 112 durch den
Luftkanal ermöglichen, aber den Einfädelstreifen abreißen, sobald dieser entgegen
der Strömungsrichtung (Pfeil 112) aus dem Aufnahmekopf 59a herausgerissen wird. Dies
geschieht beispielsweise dann, wenn eine Einrichtung den Einfädelstreifen vom Aufnahmekopf
übernimmt, beispielsweise um diesen weiter durch die Produktionsanlage zu transportieren.
Mit Hilfe der Haken wird verhindert, daß der bereits in den Luftkanal und gegebenenfalls
in den Schlauch eingeführte Teil des Einfädelstreifens wieder herausgezogen wird.
[0059] Bei dem in Figur 12 dargestellten Ausführungsbeispiel der Aufnahmeeinrichtung, bei
dem die Aufnahmeöffnung 61 über den Schlauch und den Luftkanal 108 mit einem Unterdruck
versorgt wird, kann diese zusätzlich mit einer Preßlufteinrichtung ausgerüstet sein,
mit deren Hilfe Preßluft in den Luftkanal und/oder den Schlauch einbringbar ist. Dadurch
entsteht am Aufnahmekopf eine Injektorwirkung, die alleine oder in Verbindung mit
einer Unterdruckquelle am anderen Ende des Schlauchs die Strömung erzeugt, die zum
Einsaugen des Einfädelstreifens in die Aufnahmeöffnung erforderlich ist. Die Preßlufteinrichtung
wird vorzugsweise dann eingesetzt, wenn die Wegstrecke zwischen Übernahmebereich und
Übergabebereich und somit die Länge des Saugschlauchs groß ist. Die Preßlufteinrichtung
kann stationär angeordnet, das heißt fix im Bereich der Maschine oder innerhalb dieser
installiert oder beispielsweise am Aufnahmekopf angebracht oder in diesen integriert
werden.
[0060] Figur 13 zeigt eine Seitenansicht des Aufnahmekopfes 59a gemäß Figur 12. Es ist ersichtlich,
daß der Aufnahmekopf 59a größtenteils flach ausgebildet ist. Die gelenkig miteinander
verbundenen Glieder A bis I weisen einen im wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt
und die Glieder J, K einen pyramidenstumpfförmigen Querschnitt auf, wobei der Übergang
zwischen den Gliedern J, K stufenlos ist. An dem Glied K ist ein flexibler Schlauch
47 angebracht, in den eine Federstrahldrahtspirale 114 eingegossen ist. Die Durchgangsöffnung
116 des vorzugsweise besonders knicksicheren, flexiblen und elastischen Schlauchs
47 weist einen runden Querschnitt auf, wobei die Innenfläche der Durchgangsöffnung
116 glatt ist. Der den Aufnahmekopf 59a durchdringende Luftkanal 108 weist im Bereich
der Glieder A bis I einen im wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt auf, der sich
in den Gliedern J und K in Richtung des Schlauchs 47 auf dessen Querschnittsfläche
erweitert. Durch die relativ geringe Dicke des Aufnahmekopfes 59a in den in den Bahnlaufweg
hineinreichenden Bereich (Glieder A bis I) kann der Aufnahmekopf auch durch eine enge
Spalte zwischen zwei Einrichtungen, beispielsweise zwischen zwei Walzen, hindurchgeführt
werden. Dadurch, daß der Luftkanal, ausgehend von der Aufnahmeöffnung 61, in Richtung
des Schlauchs 47 einen sich erweiternden Querschnitt aufweist, weist die durch die
Beaufschlagung der Aufnahmeöffnung 61 erzeugte Strömung eine hohe Geschwindigkeit
auf, so daß eine besonders sichere Übernahme und Führung des Einfädelstreifens realisiert
werden kann.
[0061] Figur 14 zeigt eine Seitenansicht des in Figur 13 dargestellten Aufnahmekopfes 59a,
der über eine nicht dargestellte Seilrolle geführt ist. Der Aufnahmekopf 59a ist im
Bereich der gelenkig miteinander verbundenen Glieder A bis K, die im Umfang der Seilrolle
anliegen, gebogen. Der Radius der Krümmung der Glieder A bis K entspricht dem Radius
der Seilrolle. Wie aus Figur 14 ersichtlich, sind die Spalte zwischen zwei Gliedern
auf der Innenseite des Bogens praktisch geschlossen und auf der außenliegenden Seite
aufgeweitet, so daß in dieser Stellung des Aufnahmekopfes 59a die Umgebungsluft von
oben in die Spalte eingesogen wird und in den Luftkanal 108 eintritt.
[0062] Figur 15 zeigt eine Vorderansicht auf das Ausführungsbeispiel des Aufnahmekopfes
59b gemäß den Figuren 12 bis 14, bei dem der mit dem Aufnahmekopf 59b verbundene Schlauch
47 außerhalb des Bahnlaufweges und der die Aufnahmeöffnung 61 aufweisende Teil des
Aufnahmekopfes 59b in den Bahnlaufweg hineinragt, nämlich in den Zwischenraum 118
zwischen zwei Einrichtungen 120, 120' der Maschine, zum Beispiel Walzen, Trockner
oder dergleichen. Die rechteckförmige Querschnittsfläche der Aufnahmeöffnung 61 ist
deutlich kleiner als die kreisförmige Querschnittsfläche des Schlauchs 47. Bei diesem
Ausführungsbeispiel sind der Aufnahmekopf 59b und der Schlauch 47 zwischen zwei Führungselementen,
hier Seilen 39 und 39' angeordnet, die in einem Abstand und parallel zueinander verlaufen.
Der Schlauch und die Seile sind hier außerhalb des Bahnlaufwegs und unmittelbar neben
der Stuhlung 119 der Maschine geführt. Die Seile mit den dazwischen gehaltenen Schlauch
können als zwei endlose Seile (Doppelseile) oberhalb der Maschine zur Herstellung
und/oder Bearbeitung der Bahn oder durch den Keller der Maschine vom Übernahmebereich
in den Übergabebereich und wieder zurückgeführt werden.
[0063] Wie aus Figur 15 ersichtlich, sind der nur schematisch dargestellte Aufnahmekopf
59b, der Schlauch 47 und die Seile 39, 39' symmetrisch zu einer gedachten, mit gestrichelter
Linie dargestellten Ebene E2 angeordnet, in der die Längsmittelachsen der Seile, des
Schlauchs und des Aufnahmekopfes liegen.
[0064] Figur 16 zeigt einen Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmeeinrichtung
im Bereich eines Aufnahmekopfes 59c. Mit dem Aufnahmekopf ist ein Schlauch 47 verbunden,
der zwischen zwei identischen Klammern 122 und 124 einer Schlauchbefestigung 126 gehalten
ist. Die Klammern 122, 124 sind mittels Befestigungsmittel, hier Schrauben 125, lösbar
miteinander verbunden. Die Aufnahmeöffnung 61 des Aufnahmekopfes 59c und die Durchgangsöffnung
116 des Schlauchs 47 sind hier -in Laufrichtung der Bahn gesehen- im wesentlichen
fluchtend hintereinander angeordnet. Aufgrund dieser Ausgestaltung werden der Schlauch
und der Aufnahmekopf 59c, zumindest größtenteils, im Bahnlaufweg des Einfädelstreifens/der
Materialbahn geführt. Bei dem in Figur 16 dargestellten Ausführungsbeispiel werden
der Schlauch 47 und der Aufnahmekopf 59c von zwei Seilen 39, 39' gehalten, die neben
dem Aufnahmekopf 59c auf dessen der Maschinenmitte abgewandten Seite zwischen den
Klammern 122, 124 der Schlauchbefestigung 126 eingeklemmt sind. Die Seile 39, 39'
werden auch bei diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise außerhalb des Bahnlaufwegs
geführt.
[0065] Allen Ausführungsbeispielen, bei denen die Aufnahmeeinrichtung mindestens ein, vorzugsweise
zwei von Seilen gebildete Führungselemente umfaßt, ist gemeinsam, daß die Seile zumindest
im wesentlichen parallel zum Lauf der zu bearbeitenden Materialbahn geführt werden.
Durch Schrägstellung von Seilscheiben/-rollen, über die die Seile geführt werden,
können diese aus der parallelen Position herausgeführt werden, wobei die Seile, gegebenenfalls
mit daran angebrachten Schlauch, zueinander parallel geführt bleiben. Diese Seilführung
ist besonders vorteilhaft, wenn beispielsweise der Absaugschlauch und/oder die Aufnahmeeinrichtung
aufgrund ihrer Abmessungen nicht durch die Einrichtungen der Produktionsanlage, zum
Beispiel ein Spalt zwischen zwei Walzen, hindurchgeführt werden können. Nach einem
solchen Umfahren einer Produktionsvorrichtung können die Seile anschließend wieder
auf den zum Bahnlaufweg parallelen Führungsweg zurückgeführt werden.
[0066] Figur 17 zeigt einen Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Schlauchbefestigung
126', die von einer an sich bekannten Rohrschelle abgewandelt ist. Der Aufbau der
Schlauchbefestigung 126', insbesondere des Spannmittels 136, ist an sich bekannt,
so daß hier nur kurz darauf eingegangen wird. Die Schlauchbefestigung umfaßt zwei
dünnwandige Halbschalen 128 und 130, die an ihren Enden jeweils ein hakenförmiges
Klemmelement aufweisen. Das hakenförmige Klemmelement 132 der Halbschale 128 bildet
mit dem Klemmelement 132' der Halbschale 130 ein zangenförmiges Klemmittel 134 für
ein Führungselement, das hier von einem Seil 39 beziehungsweise 39' gebildet ist.
Der in Figur 17 nicht dargestellte Schlauch ist also aufgrund dieser Ausgestaltung
zwischen den Seilen 39, 39' angeordnet. Die obere Halbschale 130 ist in zwei Teile
geteilt, die durch ein ein Handbetätigungsmittel umfassendes Spannmittel 136 miteinander
verbunden sind. Bei einem Verspannen der Halbschalen 128, 130 miteinander, werden
die Seile 39, 39' in dem jeweiligen Klemmittel 134 und der Schlauch zwischen den an
seiner Außenkontur anliegenden Halbschalen eingeklemmt. Die Breite der Schlauchbefestigung
126' ist bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante gegenüber dem Durchmesser des
Schlauchs relativ gering.
[0067] Die Befestigung des anhand der vorangegangenen Figuren beschriebenen Schlauchs 47
an mindestens einem Seil, vorzugsweise an den Seilen 39, 39', kann in regelmäßigen
Abständen über eine definierte Länge des Schlauchs mit Hilfe der Schlauchbefestigung
126' oder einer anderen Ausführungsform der Schlauchbefestigung erfolgen. Die Schlauchbefestigung
kann beispielsweise auch derart gestaltet sein, daß dieselbe fest klemmend an dem
Schlauch und den Seilen, oder lose den Schlauch führend, aber fest klemmend an den
Seilen, oder fest klemmend am Schlauch und lose an den Seilen geführt angebracht ist.
Es ist aber auch möglich, daß die Schlauchbefestigung lose auf dem Schlauch und den
Seilen angebracht ist, wobei hier Abstandshalter auf die Seile aufgeschoben werden,
die jeweils den Abstand zwischen den Schlauchbefestigungen (Rohrschellen) bestimmen.
Die Abstandshalter können beispielsweise perlenschnurartig aufgesteckte Ringe, Schlauchstücke
und/oder Spiralfeder sein. Diese Abstandshalter können aber auch bei Schlauchbefestigungen,
die fest an die Seile angeklemmt sind, dazu dienen, den Außendurchmesser der Seile
zu "vergrößern", damit die Seile und die Schlauchbefestigungen ruhiger über die Seilrollen
laufen. Die Außenmaße der Abstandshalter und der Schlauchbefestigungen ist vorzugsweise
gleich und der Übergang zwischen diesen Teilen fließend, das heißt, ohne Kanten.
[0068] Figur 18 zeigt eine Prinzipskizze einer Spannvorrichtung 138 für mindestens ein Führungselement
35, das hier rein beispielhaft von einem Seil 39 gebildet ist. An dem Seil 39 ist
ein nicht dargestellter Schlauch 47 angebracht, der an einem Ende mit der Aufnahmeöffnung
einer nicht dargestellten Aufnahmeeinrichtung verbunden ist und dessen anderes Ende
beispielsweise mit einer nicht dargestellten Unterdruckquelle, zum Beispiel Gebläse,
verbunden ist. Die Spannvorrichtung 138 umfaßt ein hier T-förmiges Gestell 140, an
dem zwei Umlenkrollen 142 und 144 drehbar gehalten sind sowie ein Gewicht 146, das
zur Einstellung des Längszuges des Seils 39 dient. Des weiteren ist eine Umlenkrolle
147 an einem stationären Lager 148 drehbar gehalten. Das Seil 39 und der daran befestigte
Schlauch sind an einem Fixpunkt 150 gehalten und von diesem über die Umlenkrolle 142,
die stationäre Umlenkrolle 147 und die Umlenkrolle 144 geführt. Bei einer Verlagerung
des Seils 39 und des Schlauchs in Richtung des Doppelpfeils 152, beispielsweise um
einen Überführungsvorgang durchzuführen, wird das Gestell 140 in vertikaler Richtung
auf und ab bewegt. Durch die Gewichtskraft des am Gestell 140 angebrachten Gewichts
146 ist in einfacher und somit kostengünstiger Weise eine Einstellung des Zuges des
Seils 39 und des daran angebrachten Schlauchs möglich.
[0069] Die in Figur 18 dargestellte Spannvorrichtung 138 kann beispielsweise alternativ
zu der anhand der Figuren 1 bis 4, 6 und 7 erläuterten Ablagestation 45 eingesetzt
werden. Die Anzahl der Seilschlaufen der Spannvorrichtung 138, die durch die Anzahl
der Umlenkrollen bestimmt ist, ist variierbar. Selbstverständlich ist die Spannvorrichtung
138 auch zum Spannen von mehreren Führungselementen, insbesondere Seile, einsetzbar,
die gemeinsam über die Umlenkrollen geführt werden.
[0070] Figur 19 zeigt eine schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Ablagestation 45'. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so
daß insofern zur Beschreibung der vorangegangenen Figuren verwiesen wird. Das mit
gestrichelter Linie dargestellte, von mindestens einem Seil 39 gebildete Führungselement
35 wird im Bereich der Ablagestation 45' über Seilrollen 154, 156 sowie 158 geführt.
An dem mindestens einen Seil ist ein Schlauch 47 anbringbar, der an einem Fixpunkt
150 an einer Schlauchablage 160 befestigt ist. Die Verbindungsstellen zwischen dem
Schlauch 47 und dem Seil 39 sind mit Punkten 162 dargestellt. Bei einer Verlagerung
des Seils 39 in Richtung eines Pfeils 164 wird der Schlauch 47 mit der daran angebrachten
-in Figur 19 nicht dargestellten- Aufnahmeeinrichtung aus der Maschine herausgezogen
und immer mehr auf der Schlauchablage 160 abgelegt. Bei einer Verlagerung des Seils
39 in entgegengesetzter Richtung, also beim Einführen des Schlauchs in die Maschine,
wird dieser aus der Schlauchablage 160 herausgezogen.
[0071] Bei dem in Figur 19 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Seil rein beispielhaft
von der Seilrolle 154 parallel zur Schlauchablage 160 weitergeführt, während der Schlauch
abgelegt wird.
[0072] Aus der Beschreibung zu den Figuren 1 bis 19 ergibt sich das oben angesprochene Verfahren
ohne weiteres. Es besteht darin, den Einfädelstreifen/die Materialbahn mit einer Geschwindigkeit
vom Übernahmebereich 5 in den Übergabebereich 7 entlang des Bahnlaufweges zu überführen,
die geringer ist, als die Geschwindigkeit des Einfädelstreifens/der Materialbahn selbst.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Einfädelstreifen/die Materialbahn
während des Überführungsvorganges in Längsrichtung gespannt, beispielsweise unter
Zuhilfenahme einer Strömung, die zum Führen des Teils des Einfädelstreifens/der Materialbahn
dient, der nicht von einem Teil der Maschine an einen nachgeordneten Teil überführt,
sondern einer Weiterbehandlungseinrichtung zugeführt wird.
[0073] Bei den Ausführungsbeispielen, bei denen die Führungselemente von Seilen, Bändern
oder dergleichen gebildet sind, ist vorgesehen, daß das offene oder geschlossene Führungssystem
mit angeklemmtem Schlauch ständig durch eine langsame Hin- und Herbewegung, also durch
eine Oszillation der Führungselemente in und entgegen der Laufrichtung der Materialbahn
in Bewegung gehalten werden. Dadurch verteilen sich die auf die Führungselemente einwirkenden
Einflüsse, beispielsweise die Wärmestrahlung von den Heiz-/Trocknungseinrichtungen
oder von einer Beschichtungseinrichtung abspritzende Substanzen, über eine größere
Strecke der Führungselemente. Ferner können Ablagerungen auf den Seilen beim Lauf
der Führungselemente über die Seilrollen selbsttätig abplatzen, wodurch die Führungselemente
gereinigt werden.
[0074] Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, bei
dem der Aufnahmekopf und der mit diesem verbundene Schlauch gegenüber dem in die Aufnahmeöffnung
einlaufenden Einfädelstreifen derart ausgerichtet sind, daß der Einfädelstreifen seine
Laufrichtung zumindest im wesentlichen beibehält. Dadurch, daß der Einfädelstreifen
wenn überhaupt nur ein wenig umgelenkt wird, sind die auf den Streifen wirkenden Kräfte
relativ klein, so daß ein Abriß des Streifens praktisch ausgeschlossen werden kann.
Alternativ dazu ist es möglich, daß der Aufnahmekopf und/oder der Schlauch so ausgebildet
sind, daß der Einfädelstreifen im Aufnahmekopf und/oder im Schlauch derart umgelenkt
wird, daß er entgegen oder im wesentlichen entgegen der Laufrichtung der Materialbahn
aus der Maschine ausgebracht wird. Dies hat zwar eine Richtungsumkehr des Einfädelstreifens
zur Folge, kann aber nützlich sein, um den Aufnahmekopf schneller aus seiner Parkposition
(Figur 1) in den Übernahmebereich zu verlagern.
[0075] Bei einem in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung
ist vorgesehen, daß das Führungselement als Zahnstange, Schiene, Rohr oder dergleichen
ausgebildet ist. Die Aufnahmeeinrichtung ist auf einem derartigen, stationär angeordneten
Führungselement verfahrbar angeordnet beziehungsweise anordenbar. Bei einem von einem
Rohr gebildeten Führungselement ist es auch möglich, daß die Aufnahmeeinrichtung innerhalb
des Führungselements angeordnet beziehungsweise verfahrbar ist. Es ist aber auch möglich,
daß das Führungselement als Rolle ausgebildet ist. Die Aufnahmeeinrichtung kann also
mittels entlang des Bahnlaufweges angeordneten Rollen, die vorzugsweise zumindest
teilweise mittels eines Antriebs antreibbar sind, verlagert werden.
[0076] Die einzelnen Teile der Überführungsvorrichtung 1 sind bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel
derart ausgeführt, daß sie universell einsetzbar und auf jeder der beiden Seiten beziehungsweise
in jeder Laufrichtung der Herstellungs- und/oder Bearbeitungsmaschine, also sowohl
in Links- als auch in Rechtsmaschinen, anordenbar sind. Dies ist nicht nur vorteilhaft
für die Bevorratung der Teile, sondern auch für den Betrieb der Überführungsvorrichtung,
da die meisten in den oder im Bereich des Bahnlaufwegs eingesetzten Teile/Einrichtungen
auch Überkopf und um die Walzen, Rollen und dergleichen herumgeführt werden müssen.
Aus diesem Grund sind die Teile/Einrichtungen der Überführungsvorrichtung vorzugsweise
symmetrisch oder im wesentlichen symmetrisch ausgeführt. Dies gilt im besonderen für
den Aufnahme- oder Ansaugkopf, den Saugschlauch und die Schlauchbefestigung (Schlauch-/Rohrschellen).
[0077] Aus allem wird deutlich, daß die erfindungsgemäße Überführungsvorrichtung sowohl
zum Überführen eines von einer Materialbahn abgetrennten Einfädelstreifens als auch
einer Materialbahn mit ihrer gesamten Breite eingesetzt werden kann. Die Überführungsvorrichtung
kann sowohl in Maschinen, in der die Materialbahn kontinuierlich geführt wird (On-Line),
beispielsweise in einer Herstellungsmaschine, als auch in Maschinen, in denen Materialbahn
nicht kontinuierlich geführt wird (Off-Line), beispielsweise in einer Abrollstation,
die zum Abrollen einer zu einem Wickel aufgewickelten Materialbahn dient, eingesetzt
werden. Es wird deutlich, daß den oben beschriebenen Überführungsvorrichtungen, die
rein beispielhaft in dem Bereich zwischen zwei Trockengruppen angeordnet sind, auch
beispielsweise zum Überführen eines Einfädelstreifens/einer Materialbahn von einer
Abrollstation zu einer Wickelstation oder von einer Trockenpartie entlang des Bahnlaufweges
durch eine Bearbeitungsstation zu einer weiteren Bearbeitungsstation verwendet werden
können.
[0078] Mit Hilfe der Überführungsvorrichtung können auch Materialbahnen beziehungsweise
Einfädelstreifen mit einer relativ geringen Festigkeit sicher überführt werden. Die
Überführungsvorrichtung weist weiter den Vorteil auf, daß sie sowohl zur Überführung
von sehr schmalen als auch besonders breiten Einfädelstreifen/Materialbahnen einsetzbar
ist. Vorteilhaft ist weiterhin, daß bestehende Maschinen relativ einfach nachgerüstet
werden können. Schließlich ermöglicht die Überführungsvorrichtung eine Automatisierung
des Überführungsvorganges, so daß ein manueller Eingriff in den Überführungsvorgang,
beispielsweise zur Ausschußentfernung, nicht erforderlich ist.
[0079] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Überführungsvorrichtung, bei dem
mehrere hintereinandergeschaltete Aufnahmeeinrichtungen vorgesehen sind, werden diese
-vorzugsweise unabhängig von deren konstruktiven Ausgestaltung und Funktion- alle
an ein gemeinsames Absaugsystem angeschlossen. Ferner können alle Aufnahmeeinrichtungen
mit der gleichen Weiterbehandlungseinrichtung verbunden werden. Dabei werden die einzelnen
Aufnahmeeinrichtungen vorzugsweise entsprechend deren nacheinander stattfindenden
Betrieb zu- und abgeschaltet.
[0080] Die Steuerung der ganzen Überführungsvorrichtung erfolgt bei einer vorteilhaften
Ausführungsform automatisch beziehungsweise halbautomatisch, beispielsweise derart,
daß nach einem Bahnabriß in der Maschine der Aufnahmekopf selbsttätig oder durch ein
manuelles Signal in die Übernahmeposition verfahren wird und von dort alleine eine
definierte, optimale Position einnimmt. Durch eine weiteres Signal, beispielsweise
ausgelöst durch einen Bediener oder durch ein Teil einer Steuerungseinheit, wird die
Einführung des Streifens in die Aufnahmeöffnung des Aufnahmekopfes, beispielsweise
durch Aktivierung einer Besaugung, ausgelöst. Des weiteren erfolgt die Überführung
des Einfädelstreifens automatisch, wobei die Überführungsgeschwindigkeit manuell oder
durch die Steuerungseinheit variierbar ist.
1. Vorrichtung zum Überführen eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn innerhalb
einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung der Materialbahn, von einem Übernahmebereich
(5) in einen Übergabebereich (7) entlang eines Bahnlaufweges, gekennzeichnet durch mindestens eine das Einfädelstreifenende/Materialbahnende einziehende und aus dem
Bahnlaufweg herausführende Aufnahmeeinrichtung (46), die zur Überführung des Einfädelstreifens/der
Materialbahn vom Übernahmebereich (5) zum Übergabebereich (7) im wesentlichen entlang
des Bahnlaufweges mit einer Geschwindigkeit verlagerbar ist, die kleiner als die Laufgeschwindigkeit
ist, mit der der Einfädelstreifen/die Materialbahn während des Überführungsvorgangs
durch die Maschine geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (46) in Richtung des Bahnlaufweges und entgegengesetzt verlagerbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlagerungsgeschwindigkeit und Verlagerungsrichtung der Aufnahmeeinrichtung
(46) zwischen zwei Überführungsvorgängen variierbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlagerungsgeschwindigkeit während eines Überführungsvorganges variierbar, vorzugsweise
einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (46) im Bereich oder außerhalb des Bahnlaufweges verlagert
wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Aufnahmeeinrichtung (46) zugeordnete Führung (37) vorgesehen ist, die mindestens
ein Führungselement (35), vorzugsweise zwei Führungselemente, aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine, durch zumindest einen Teil der Maschine verlaufende Führungselement
(35) ein Seil (39:39'), ein Band, eine Kette oder dergleichen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (35) aus Metall oder einem vorzugsweise hochfesten und hitzebeständigen
Kunststoff, vorzugsweise Kevlar, besteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (35) als Rolle (Profilrolle (74,74') ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (35) mittels mindestens eines Antriebs (43) antreibbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsweg der Führung (37) länger als der Bahnlaufweg vom Übernahmebereich
in den Übergabebereich ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (35) zu einer endlosen Schlaufe verbindbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (46) mindestens einen wenigstens eine Aufnahmeöffnung (61)
aufweisenden Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) umfaßt.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung (61) mit einem, vorzugsweise aus einem flexiblen Material bestehenden
Schlauch (47) verbunden ist, durch den der Einfädelstreifen/die Materialbahn während
eines Überführungsvorgangs aus dem Bahnlaufweg abgeführt wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (47) zumindest abschnittsweise mit einer Gas- oder Fluidströmung beaufschlagbar
ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine mit dem Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) zusammenwirkende Unterdruckquelle,
mit deren Hilfe die Aufnahmeöffnung (61) mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) mindestens eine Unterdruckquelle umfaßt.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Unterdruckquelle ein Gebläse vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse als Zerkleinerungseinrichtung ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruckquelle von einem Injektor gebildet wird.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) und/oder der Schlauch (47) an wenigstens einem
Führungselement (35) gehalten sind/ist.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) und/oder der Schlauch (47) zwischen oder neben
mindestens zwei Führungselementen (35), insbesondere Seilen (39,39'), angeordnet sind,
die in einem Abstand und parallel zueinander verlaufen.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche der Aufnahmeöffnung (61) kleiner ist als die Querschnittsfläche
des Schlauchs (47).
24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung (61) einen rechteckförmigen Querschnitt und der Schlauch einen
kreisförmigen Querschnitt aufweist.
25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) flach ausgebildet ist.
26. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (59a) mehrere gelenkig miteinander verbundene Glieder (A bis K)
umfaßt, wobei die Gelenke (A bis I) so ausgerichtet sind, daß der Aufnahmekopf (59a)
quer zur Laufrichtung des Einfädelstreifens/der Materialbahn steif und in Laufrichtung
beweglich ist.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der die Aufnahmeöffnung (61) aufweisende Teil des Aufnahmekopfs (59;59a;59b;59c)
in den Bahnlaufweg hineinragt, und daß der Schlauch (47) außerhalb des Bahnlaufwegs
geführt ist.
28. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) eine Weiterbehandlungseinrichtung nachgeordnet
ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiterbehandlungseinrichtung als Zerkleinerungs-, Verbrennungs-, Auflösungseinrichtung,
Auffangvorrichtung, Entsorgungs- und/oder Recyclinganlage ausgebildet ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiterbehandlungseinrichtung am oder im Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c), im Innern
des Schlauchs (47) und/oder an dem dem Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) abgewandten Ende
des Schlauchs (47) angeordnet ist.
31. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine den Einfädelstreifen/die Materialbahn erfassende Transportvorrichtung, die im
Aufnahmekopf oder im Bereich des Aufnahmekopfes (59;59a;59b;59c) angeordnet ist.
32. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (46) nach einem Überführungsvorgang in Richtung des Bahnlaufweges
oder entgegengesetzt in eine Übernahmeposition verlagerbar ist.
33. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Aufnahmeeinrichtungen vorgesehen sind und daß eine Aufnahmeeinrichtung
während eines Überführungsvorganges bereits in die Übernahmeposition verlagerbar ist.
34. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Aufnahmeeinrichtungen vorgesehen sind und daß der Einfädelstreifen/die
Materialbahn während eines Überführungsvorganges von der -in Laufrichtung des Einfädelstreifens/der
Materialbahn gesehen- vorgeordneten Aufnahmeeinrichtung an die nachgeordnete Aufnahmeeinrichtung
übergeben wird.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Aufnahmeeinrichtungen eine Überführhilfe vorgesehen ist, die den Einfädelstreifen/die
Materialbahn von der ersten Aufnahmeeinrichtung übernimmt und ihn/sie an die zweite
Aufnahmeeinrichtung übergibt.
36. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Übergabebereich (7) eine Übernahmeeinrichtung vorgesehen ist, die den/die von
der Aufnahmeeinrichtung (46) überführte(n) Einfädelstreifen/Materialbahn übernimmt.
37. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Übernahmebereich (5) ein Transportmittel vorgesehen ist, das den/die von einem
dem Übernahmebereich (5) vorgeordneten Teil der Maschine ankommende(n) Einfädelstreifen/Materialbahn
an die Aufnahmeeinrichtung (46) übergibt.
38. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen Sensor, mittels dessen der Druck in den mit dem Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c)
verbundenen Schlauch (47), Kanal oder dergleichen ermittelbar ist.
39. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsmittelachsen des Führungselements (35), insbesondere Seils (39,39'), des
Schlauchs (47) und des Aufnahmekopfs (59;59a;59b;59c) in einer gedachten zweiten Ebene
(E2) liegen.
40. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (59;59a;59b;59c) und der Schlauch (47) so gegenüber dem/der in die
Aufnahmeöffnung einlaufenden Einfädelstreifen/Materialbahn ausgerichtet sind, daß
er/sie seine/ihre Laufrichtung zumindest im wesentlichen beibehält.
41. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfädelstreifen/die Materialbahn im Aufnahmekopf und/oder im Schlauch derart
umgelenkt wird, daß er/sie entgegen oder im wesentlichen entgegen der Laufrichtung
der Materialbahn aus der Maschine ausgebracht wird.
42. Verfahren zum Überführen eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn innerhalb
einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung der Materialbahn, von einem Übernahmebereich
(5) in einen Übergabebereich (7) im wesentlichen entlang eines Bahnlaufweges, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfädelstreifenende/Materialbahnende während des Überführungsvorgangs mit Hilfe
einer entlang des Bahnlaufweges verlagerbaren Aufnahmeeinrichtung aufgenommen und
während des Einfädelvorgangs aus dem Bahnlaufweg herausgeführt wird, wobei die Verlagerungsgeschwindigkeit
der Aufnahmeeinrichtung geringer ist als die Laufgeschwindigkeit, mit der der Einfädelstreifen/die
Materialbahn während des Überführungsvorgangs durch die Maschine geführt wird.
43. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß die Überführungsgeschwindigkeit, mit der der Einfädelstreifen/die Materialbahn vom
Übernahmebereich in den Übergabebereich überführt wird, variierbar, vorzugsweise einstellbar
ist.
44. Verfahren nach einem der Ansprüche 42 oder 43, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfädelstreifen/die Materialbahn zumindest teilweise mit Hilfe einer Strömung
aus dem Bahnlaufweg herausgeführt wird.
45. Verfahren nach einem der Ansprüche 42 bis 44, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfädelstreifen/die Materialbahn während des Überführungsvorgangs in Längsrichtung
gespannt wird.
1. Apparatus for conveying a threading strip or a material web, within a machine for
producing and/or processing the material web, from a receiving region (5) into a transfer
region (7) along a web-running path, characterized by at least one accommodating arrangement (46) which draws in the threading-strip end/material-web
end and guides the same out of the web-running path and can be displaced, in order
to convey the threading strip/material web from the receiving region (5) to the transfer
region (7), essentially along the web-running path, at a speed which is smaller than
the running speed at which the threading strip/the material web is guided through
the machine during the conveying operation.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the accommodating arrangement (46) can be displaced in the direction of the web-running
path and counter to this.
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that it is possible to vary the displacement speed and displacement direction of the accommodating
arrangement (46) between two conveying operations.
4. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it is possible to vary, preferably adjust, the displacement speed during a conveying
operation.
5. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating arrangement (46) is displaced in the region of the web-running
path, or outside the latter.
6. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that there is provided a guide (37) which is assigned to the accommodating arrangement
(46) and has at least one guide element (35), preferably two guide elements.
7. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the at least one guide element (35), which runs through at least part of the machine,
is a cable (39: 39'), a belt, a chain or the like.
8. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the guide element (35) consists of metal or a preferably high-strength and heat-resistant
plastic, preferably Kevlar.
9. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the guide element (35) is designed as a roller (profile roller) (74, 74').
10. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the guide element (35) can be driven by means of at least one drive (43).
11. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the guide path of the guide (37) is longer than the web-running path from the receiving
region into the transfer region.
12. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the guide element (35) can be connected to form an endless loop.
13. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the accommodating arrangement (46) comprises at least one accommodating head (59;
59a; 59b; 59c) having at least one accommodating opening (61).
14. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating opening (61) is connected to a tube (47) which preferably consists
of a flexible material and through which the threading strip/the material web is guided
away out of the web-running path during a conveying operation.
15. Apparatus according to Claim 14, characterized in that, at least in certain sections, the tube (47) is subjected to a gas or fluid flow.
16. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized by at least one negative-pressure source which interacts with the accommodating head
(59; 59a; 59b; 59c) and with the aid of which the accommodating opening (61) can be
subjected to a negative pressure.
17. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) comprises at least one negative-pressure
source.
18. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a blower is provided as negative-pressure source.
19. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the blower is designed as a comminuting arrangement.
20. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the negative-pressure source is formed by an injector.
21. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) and/or the tube (47) are/is retained on
at least one guide element (35).
22. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) and/or the tube (47) are/is arranged between,
or alongside, at least two guide elements (35), in particular cables (39, 39'), which
are spaced apart parallel to one another.
23. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the cross-sectional surface area of the accommodating opening (61) is smaller than
the cross-sectional surface area of the tube (47).
24. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating opening (61) has a rectangular cross section and the tube has a
circular cross section.
25. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) is of flat design.
26. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating head (59a) comprises a plurality of links (A to K) which are connected
to one another in an articulated manner, the articulations (A to I) being aligned
such that the accommodating head (59a) is rigid in the direction transverse to the
running direction of the threading strip/of the material web and is moveable in the
running direction.
27. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that at least that part of the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) which has the accommodating
opening (61) projects into the web-running path, and in that the tube (47) is guided outside the web-running path.
28. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a further-treatment arrangement is provided downstream of the accommodating head
(59; 59a; 59b; 59c).
29. Apparatus according to Claim 28, characterized in that the further-treatment arrangement is designed as a comminuting, burning, disintegrating
arrangement, intercepting apparatus, disposal installation and/or recycling installation.
30. Apparatus according to Claim 28 or 29, characterized in that the further-treatment arrangement is arranged on or in the accommodating head (59;
59a; 59b; 59c), in the interior of the tube (47) and/or at that end of the tube (47)
which is directed away from the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c).
31. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized by a transporting apparatus which grips the threading strip/material web and is arranged
in the accommodating head or in the region of the accommodating head (59; 59a; 59b;
59c).
32. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that, following a conveying operation, the accommodating arrangement (46) can be displaced
in the direction of the web-running path, or counter to this, into a receiving position.
33. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that at least two accommodating arrangements are provided, and in that an accommodating arrangement can be displaced into the receiving position during
a conveying operation.
34. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that at least two accommodating arrangements are provided, and in that the threading strip/the material web is transferred from the upstream accommodating
arrangement - as seen in the running direction of the threaded strip/of the material
web - to the downstream accommodating arrangement during a conveying operation.
35. Apparatus according to Claim 34, characterized in that provided between the accommodating arrangements is a conveying aid which receives
the threading strip/material web from the first accommodating arrangement and transfers
it to the second accommodating arrangement.
36. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a receiving arrangement is provided in the transfer region (7), said receiving arrangement
receiving the threading strip/material web conveyed by the accommodating arrangement
(46).
37. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a transporting means is provided in the receiving region (5), the threading strip/material
web arriving from a part of the machine which is provided upstream of the receiving
region (5) being transferred to the accommodating arrangement (46) by said transporting
means.
38. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized by at least one sensor by means of which it is possible to determine the pressure in
the tube (47), channel or the like connected to the accommodating head (59; 59a; 59b;
59c).
39. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal centre axes of the guide element (35), in particular cable (39,
39'), of the tube (47) and of the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) are located
in an imaginary second plane (E2).
40. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the accommodating head (59; 59a; 59b; 59c) and the tube (47) are aligned in relation
to the threaded strip/material web running into the accommodating opening, such that
said threading strip/material web at least essentially maintains its running direction.
41. Apparatus according to one of the preceding claims, Claims 1 to 39, characterized in that the threading strip/the material web is deflected in the accommodating head and/or
in the tube such that it is discharged from the machine counter, or essentially counter,
to the running direction of the material web.
42. Method of conveying a threading strip or a material web, within a machine for producing
and/or processing the material web, from a receiving region (5) into a transfer region
(7) essentially along a web-running path, characterized in that the threading-strip end/material-web end is accommodated, during the conveying operation,
with the aid of an accommodating arrangement, which can be displaced along the web-running
path, and is guided out of the web-running path during the threading operation, the
displacement speed of the accommodating arrangement being smaller than the running
speed at which the threading strip/material web is guided through the machine during
the conveying operation.
43. Method according to Claim 42, characterized in that it is possible to vary, preferably adjust, the conveying speed at which the threading
strip/the material web is conveyed from the receiving region into the transfer region.
44. Method according to either of Claims 42 and 43, characterized in that the threading strip/the material web is guided out of the web-running path at least
partially by the aid of a flow.
45. Method according to one of Claims 42 to 44, characterized in that the threading strip/the material web is tensioned in the longitudinal direction during
the conveying operation.
1. Dispositif pour le transport d'un ruban d'enfilage ou d'une bande de matériau à l'intérieur
d'une machine pour la fabrication et/ou le traitement de la bande de matériau, depuis
une zone de reprise (5) jusque dans une zone de remise (7) le long d'une trajectoire
de la bande, caractérisé par au moins un dispositif de réception (46) tirant l'extrémité du ruban d'enfilage/l'extrémité
de la bande de matériau et la menant hors de la trajectoire de la bande, qui peut
être déplacé essentiellement le long de la trajectoire de la bande, pour le transport
du ruban d'enfilage/de la bande de matériau depuis la zone de reprise (5) jusqu'à
la zone de remise (7), avec une vitesse qui est plus petite que la vitesse de défilement,
avec laquelle le ruban d'enfilage/la bande de matière est menée à travers la machine
pendant l'opération de transport.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réception (46) peut être déplacé dans le sens de la trajectoire
de la bande et en sens contraire.
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vitesse de déplacement et le sens de déplacement du dispositif de réception (46)
peuvent être modifiés entre deux opérations de transport.
4. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la vitesse de déplacement peut être modifiée, de préférence ajustée, pendant une
opération de transport.
5. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réception (46) est déplacé dans la région ou en dehors de la trajectoire
de la bande.
6. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un guidage (37) associé au dispositif de réception (46), qui présente
au moins un élément de guidage (35), de préférence deux éléments de guidage.
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le au moins un élément de guidage (35) passant à travers au moins une partie de la
machine est un câble (39; 39'), une bande, une chaîne ou analogue.
8. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de guidage (35) est constitué de métal ou d'une matière plastique de préférence
à haute résistance et résistant à la chaleur, de préférence en Kevlar.
9. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de guidage (35) a la forme d'une poulie (poulie profilée 74, 74').
10. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de guidage (35) peut être entraîné au moyen d'au moins un dispositif d'entraînement
(43).
11. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la course de guidage du guidage (37) est plus longue que la trajectoire de la bande
depuis la zone de reprise jusqu'à la zone de remise.
12. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de guidage (35) peut être assemblé en une boucle sans fin.
13. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réception (46) comprend au moins une tête de réception (59; 59a;
59b; 59c) présentant au moins une ouverture de réception (61).
14. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture de réception (61) est raccordée à un tuyau flexible (47), composé de
préférence d'une matière flexible, à travers lequel le ruban d'enfilage/la bande de
matériau est menée hors de la trajectoire de la bande pendant une opération de transport.
15. Dispositif suivant la revendication 14, caractérisé en ce que le tuyau flexible (47) peut, au moins par tronçons, être alimenté avec un courant
de gaz ou de fluide.
16. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par au moins une source de dépression coopérant avec la tête de réception (59; 59a; 59b;
59c), à l'aide de laquelle l'ouverture de réception (61) peut être soumise à une dépression.
17. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) comprend au moins une source de dépression.
18. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une soufflante comme source de dépression.
19. Dispositif suivant la revendication 18, caractérisé en ce que la soufflante a la forme d'un dispositif de fragmentation.
20. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la source de dépression est formée par un injecteur.
21. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) et/ou le tuyau flexible (47) sont/est maintenu(es)
sur au moins un élément de guidage (35).
22. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) et/ou le tuyau flexible (47) sont disposés
entre ou à côté d'au moins deux éléments de guidage (35), en particulier des câbles
(39, 39'), qui sont placés à distance et parallèlement l'un à l'autre.
23. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'aire de la section transversale de l'ouverture de réception (61) est plus petite
que l'aire de la section transversale du tuyau flexible (47).
24. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture de réception (61) présente une section transversale rectangulaire et
le tuyau flexible une section transversale circulaire.
25. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) est plate.
26. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de réception (59a) comprend plusieurs éléments (A à K) articulés les uns
aux autres, dans lequel les éléments articulés (A à I) sont alignés d'une façon telle
que la tête de réception (59a) soit rigide transversalement à la direction de défilement
du ruban d'enfilage/de la bande de matériau et soit mobile dans la direction de défilement.
27. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins la partie de la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) présentant l'ouverture
de réception (61) pénètre dans la trajectoire de la bande, et en ce que le tuyau flexible (47) est mené à l'extérieur de la trajectoire de la bande.
28. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de traitement ultérieur est disposé après la tête de réception (59;
59a; 59b; 59c).
29. Dispositif suivant la revendication 28, caractérisé en ce que le dispositif de traitement ultérieur est constitué par un dispositif de fragmentation,
de combustion, de dissolution, de captation, une installation d'évacuation et/ou de
recyclage.
30. Dispositif suivant la revendication 28 ou 29, caractérisé en ce que le dispositif de traitement ultérieur est disposé sur ou dans la tête de réception
(59; 59a; 59b; 59c), à l'intérieur du tuyau flexible (47) et/ou à l'extrémité du tuyau
flexible (47) située à l'opposé de la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c).
31. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif de transport tenant le ruban d'enfilage/la bande de matériau, qui est
disposé dans la tête de réception ou dans la région de la tête de réception (59; 59a;
59b; 59c).
32. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réception (46) peut, après une opération de transport, être déplacé
dans une position de reprise dans le sens de la trajectoire de la bande ou en sens
contraire.
33. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins deux dispositifs de réception et en ce qu'un dispositif de réception peut déjà être déplacé dans la position de reprise pendant
une opération de transport.
34. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins deux dispositifs de réception et en ce que le ruban d'enfilage/la bande de matériau est transféré(e), pendant une opération
de transport, d'un dispositif de réception précédent à un dispositif de réception
suivant - considérés dans le sens de défilement du ruban d'enfilage/de la bande de
matériau.
35. Dispositif suivant la revendication 34, caractérisé en ce qu'il est prévu, entre les dispositifs de réception, un accessoire de transport qui reprend
le ruban d'enfilage/la bande de matériau du premier dispositif de réception et le/la
transfère au second dispositif de réception.
36. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu, dans la zone de remise (7), un dispositif de reprise qui reprend le
ruban d'enfilage/la bande de matériau transporté(e) du dispositif de réception (46).
37. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu, dans la zone de reprise (5), un moyen de transport qui transfère le
ruban d'enfilage/la bande de matériau venant d'une partie de la machine précédant
la zone de reprise (5) au dispositif de réception (46).
38. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par au moins un capteur, au moyen duquel on peut déterminer la pression dans le tuyau
flexible (47), le canal ou analogue raccordé à la tête de réception (59; 59a; 59b;
59c).
39. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les axes centraux longitudinaux de l'élément de guidage (35), en particulier du câble
(39, 39'), du tuyau flexible (47) et de la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) se
trouvent dans un second plan virtuel (E2).
40. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de réception (59; 59a; 59b; 59c) et le tuyau flexible (47) sont alignés par
rapport au ruban d'enfilage/à la bande de matériau entrant dans l'ouverture de réception,
d'une manière telle qu'il/elle conserve au moins sensiblement son sens de défilement.
41. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 39, caractérisé en ce que le ruban d'enfilage/la bande de matériau est déviée dans la tête de réception et/ou
dans le tuyau flexible d'une manière telle qu'il/elle soit amené(e) hors de la machine
en sens contraire ou sensiblement en sens contraire au sens de défilement de la bande
de matériau.
42. Procédé pour le transport d'un ruban d'enfilage ou d'une bande de matériau à l'intérieur
d'une machine pour la fabrication et/ou le traitement de la bande de matériau, depuis
une zone de reprise (5) jusque dans une zone de remise (7) essentiellement le long
d'une trajectoire de la bande, caractérisé en ce que l'extrémité du ruban d'enfilage/l'extrémité de la bande de matériau est reprise pendant
l'opération de transport à l'aide d'un dispositif de réception pouvant être déplacé
le long de la trajectoire de la bande et est menée hors de la trajectoire de la bande
pendant l'opération d'enfilage, la vitesse de déplacement du dispositif de réception
étant plus petite que la vitesse de défilement, avec laquelle le ruban d'enfilage/la
bande de matière est menée à travers la machine pendant l'opération de transport.
43. Procédé suivant la revendication 42, caractérisé en ce que la vitesse de transport, avec laquelle le ruban d'enfilage/la bande de matériau est
transportée de la zone de reprise à la zone de remise, peut être modifiée, de préférence
ajustée.
44. Procédé suivant l'une des revendications 42 ou 43, caractérisé en ce que le ruban d'enfilage/la bande de matériau est menée hors de la trajectoire de la bande
au moins en partie à l'aide d'un courant de fluide.
45. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 42 à 44, caractérisé en ce que le ruban d'enfilage/la bande de matériau est tendu(e) en direction longitudinale
pendant l'opération de transport.