| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 992 261 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.04.2003 Patentblatt 2003/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.09.1999 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A63B 23/02 |
|
| (54) |
Gerät zum Trainieren der Körpermuskulatur
Apparatus for exercising the body muscles
Appareil d'exercice pour l'entraînement des muscles
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
06.10.1998 DE 19845943
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
12.04.2000 Patentblatt 2000/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Rinner, Franko |
|
41540 Dormagen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Rinner, Franko
41540 Dormagen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Paul, Dieter-Alfred, Dipl.-Ing. et al |
|
Paul & Albrecht,
Patentanwaltssozietät,
Hellersbergstrasse 18 41460 Neuss 41460 Neuss (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 609 061 US-A- 5 419 750
|
DE-U- 9 211 486
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Trainieren der Körpermuskulatur
mit einem Gestell, einer ein Kopfende und ein Fußende aufweisenden Liegefläche für
eine trainierende Person und wenigstens einem oberhalb der Liegefläche vorgesehenen
und am Gestell gehaltenen Druckelement, das unter Aufwendung der Druckkraft entgegen
der vorgebbaren Widerstandskraft einer mit dem Druckelement gekoppelten Widerstandseinrichtung
anhebbar ist, wobei sich das Druckelement quer über die Liegefläche erstreckt und
derart angeordnet ist, daß es auf dem Rumpf einer auf der Liegefläche ruhenden Person
positionierbar ist und durch Rumpfbewegungen im wesentlichen senkrecht zur Liegefläche
angehoben werden kann.
[0002] Geräte zum Trainieren der Körpermuskulatur der vorgenannten Art - auch Kraftmaschinen
genannt - sind bekannt und werden zum gezielten Training bzw. Aufbau bestimmter Muskelgruppen
verwendet. Das Prinzip dieser Geräte besteht übereinstimmend darin, daß die trainierende
Person zur Stärkung einer bestimmten Muskelgruppe eine Trainingsbewegung ausführt,
der beispielsweise über Gewichte, die während dieser Bewegung angehoben werden müssen,
oder auch Pneumatik- bzw. Hydraulikzylinder ein Widerstand entgegengesetzt wird. Mit
diesen Geräten läßt sich insbesondere die Bein- und Armmuskulatur sowie die Brust-
und Rückenmuskulatur sehr effektiv trainieren.
[0003] Aus der DE 86 09 061 U1 ist ein Trainingsgerät bekannt, welches ein direktes Training
der zentralen Körpermuskulatur ermöglicht. Dieses Trainingsgerät besitzt eine Liegefläche
für eine trainierende Person, und oberhalb dieser Liegefläche ist ein Druckelement
vorgesehen, das sich quer über die Liegefläche erstreckt und derart angeordnet ist,
daß es auf dem Rumpf einer auf der Liegefläche ruhenden Person positionierbar ist.
Zum Trainieren der Körpermuskulatur kann das Druckelement entgegen der Rückstellkraft
eines Federelements angehoben werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Trainingsgerät der eingangs genannten Art insbesondere
dahingehend zu optimieren, daß die Trainingsbewegungen exakt ausgeführt werden können.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils
von Anspruch 1 gelöst. Vorzugsweise ist dazu das Druckelement an einem Schwenkarm
gehalten, der in einer im wesentlichen vertikalen und sich in Längsrichtung der Liegefläche
erstrekkenden Ebene verschwenkbar beispielsweise am Gestell gehalten ist. Der Schwenkarm
ist dabei in seiner Grundstellung im entgegengesetzten Uhrzeigersinn aus der Vertikalen
herausgeschwenkt, so daß er aus der Grundstellung noch angehoben werden kann. Die
Schwenkbewegung hat gegenüber einer reinen Hubbewegung den Vorteil, daß sie besser
der ausgeführten Trainingsbewegung entspricht. Dadurch, daß seitlich von der Liegefläche
Führungen vorgesehen sind, wird sichergestellt, daß das Druckelement exakt die vorgeschriebene
Bahn einhält und somit die Trainingsübungen korrekt ausgeführt werden. Zweckmäßigerweise
ist dabei das Halteelement, an dem das Druckelement vorgesehen ist, höhenverstellbar,
so daß die Ausgangslage des Druckelements genau eingestellt werden kann. In vorteilhafter
Weise ist das Druckelement dabei an dem wenigstens einen Halteelement aus der Betriebslage,
in der es sich über die Liegefläche erstreckt, seitlich nach oben wegschwenkbar, so
daß die trainierende Person sich bequem hinlegen bzw. aufstehen kann. Bei einer solchen
schwenkbaren Anordnung des Druckelements ist es erforderlich, daß das Druckelement
zumindest in der Betriebslage arretierbar ist.
[0006] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Druckelement in
dem zwischen dem Kopfende und dem Fußende gelegenen Mittelbereich der Liegefläche
derart angeordnet ist, daß es auf dem Hüftbereich einer auf der Liegefläche ruhenden
Person positionierbar ist. Diese spezielle Ausgestaltung ist für eine Trainingsform
vorgesehen, bei der die trainierende Person, welche auf der Liegefläche mit angewinkelten
Beinen ruht, durch Anheben des Beckenbereichs das Druckelement entgegen der durch
die Widerstandseinrichtung entgegengesetzten Kraft anhebt und gegebenenfalls nach
einem Halten in der angehobenen Position wieder absenkt. Bei einer geeigneten Anzahl
von Wiederholungen dieser Übung lassen sich die Gesäßmuskulatur (gluteus maximus,
gluteus minimus, gluteus medius) sowie die innere und äußere Bauchmuskulatur (externus
und internus abdomines) mit hoher Effizienz trainieren. Dabei ist vorzugsweise das
Druckelement im wesentlichen senkrecht zur Liegefläche bewegbar, wobei es beispielsweise
am Gestell geführt sein kann.
[0007] Gemäß einer weiteren Ausbildung dieser Ausführungsform sind Anschlagmittel vorgesehen,
die den Bewegungsweg des Druckelements in Richtung der Liegefläche begrenzen und so
gewährleisten, daß ein vorgebbarer Minimalabstand zwischen Druckelement und Liegefläche
nicht unterschritten wird. Durch die Anschlagmittel kann somit die untere Endlage
des Druckelements in der Weise vorgegeben werden, daß das Druckelement auf dem Hüftbereich
der trainierenden Person zum Liegen kommt, hierbei jedoch keine oder nur eine geringe
Druckkraft auf die Person auswirkt.
[0008] Alternativ oder zusätzlich zu dem dem Hüftbereich einer trainierende Person zugeordneten
Druckelement ist in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß ein Druckelement
im Bereich der Kopfhälfte der Liegefläche derart angeordnet ist, daß es auf dem Brustbereich
einer auf der Liegefläche ruhenden Person positionierbar ist. Diese Ausführungsform
ist in erster Linie zum Trainieren der oberen Bauchmuskulatur (rectus abdomines, transversus
abdomines) vorgesehen. Hierzu wird das Druckelement auf dem Brustbereich einer trainierenden
Person, die mit angewinkelten Beinen auf der Liegefläche liegt, positioniert und kann
durch Anheben des Kopf-, Schulter- und Brustbereiches entgegen der durch die Widerstandseinrichtung
entgegengesetzten Kraft angehoben werden. Auch bei dieser Ausführungsform können Anschlagmittel
vorgesehen sein, um den Bewegungsweg des Druckelements in Richtung der Liegefläche
zu begrenzen, und ist das Druckelement seitlich nach oben wegschwenkbar vorgesehen,
so daß der Einstieg und Ausstieg einer trainierenden Person erleichtert wird.
[0009] Das Druckelement ist zweckmäßigerweise an dem Schwenkarm höhenverstellbar gehalten
und mittels geeigneter Arretiermittel in unterschiedlichen Stellungen fixierbar. Hierdurch
kann die Ausgangslage des Druckelements in einfacher Weise an die Stärke des Brustkorbs
einer trainierenden Person angepaßt werden.
[0010] Vorteilhafterweise ist gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung das wenigstens
eine Druckelement an dem Halteelement bzw. dem Schwenkarm um eine quer zur Liegefläche
verlaufende Achse schwenkbar gehalten. Hierdurch wird erreicht, daß sich das Druckelement,
das an seiner zur Liegefläche weisenden Seite insbesondere mit einer Polsterung versehen
sein kann, jeweils optimal an Körper der trainierenden Person anlegen kann.
[0011] Um eine optimale Trainingshaltung während der Durchführung der Übungen zu gewährleisten,
kann die Neigung der Liegefläche im Bereich des Kopfendes verstellbar sein, so daß
der Oberkörper in eine geneigte Lage gebracht werden kann. Alternativ oder zusätzlich
kann im Bereich des Fußendes der Liegefläche ein Fußauflageelement mit einer zur Liegefläche
geneigten Aufstellfläche vorgesehen sein. Dabei ist die Neigung der Fußaufstellfläche
vorzugsweise veränderbar und das Fußauflageelement parallel zur Liegefläche verstellbar,
um eine optimale Anpassung der Geräts an die Körpergröße der trainierenden Person
vornehmen zu können.
[0012] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
sowie die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf
die beiliegende Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt
- Figur 1
- eine Ausführungsform eines Geräts zum Trainieren der Körpermuskulatur gemäß der Erfindung
in Vorderansicht,
- Figur 2
- das Gerät aus Figur 1 in Seitenansicht,
- Figur 3
- das Gerät aus Figur 1 in Draufsicht und
- Figur 4 bis 6
- Darstellungen von verschiedenen Übungsformen, die mit dem Gerät gemäß Figur 1 durchgeführt
werden können.
[0013] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Trainingsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt,
das in erster Linie zum Trainieren der Bauch- und Gesäßmuskulatur bestimmt ist. Das
Gerät besitzt ein Gestell 1, an dem eine Bank 2 mit einer eine Liegefläche 3 für eine
trainierende Person E ausgebildet ist. Die Bank 2 ist so ausgebildet, daß das Kopfende
3a der Liegefläche 3 in der Neigung verstellbar ist, wozu das Kopfende 3a an der Bank
2 um eine horizontale, sich quer zur Liegefläche 3 erstreckende Achse verschwenkbar
angeordnet ist. Im Bereich des Fußendes 3b der Liegefläche 3 ist ein Fußauflageelement
5 mit einer zur Liegefläche 3 geneigten Aufstellfläche 5a vorgesehen. Das Fußauflageelement
5 ist in Längsrichtung der Liegefläche 3 verstellbar angeordnet (Peil A) und kann
in unterschiedlichen Stellungen arretiert werden. Des weiteren ist die Neigung der
Aufstellfläche 5a einstellbar. Im übrigen ist die Liegefläche 3 im wesentlichen horizontal
angeordnet, sie kann jedoch auch leicht geneigt sein, wobei dann das Kopfende 3a tiefer
als das Fußende 3b liegt.
[0014] In dem zwischen dem Kopfende 3a und dem Fußende 3b gelegenen Mittelbereich der Liegefläche
3 sind auf einer Seite des Gestells 1 zwei Führungsstangen 6 vorgesehen, die in vertikaler
Richtung bewegbar am Gestell 1 geführt sind und auf dem Boden oder einer sonstigen
ortsfesten Fläche aufstehen, wodurch eine untere Endlage definiert wird. Die Führungsstangen
6 tragen im Bereich ihres oberen Endes ein Druckelement 7, das sich quer über die
Liegefläche 3 erstreckt, und das untere Ende der Führungsstangen 6 ist mit einer Widerstandseinrichtung
koppelbar, die einer Hebebewegung der Führungsstangen 6 einen einstellbaren Widerstand
entgegensetzt. In der dargestellten Ausführungsform sind in einfacher Weise am unteren
Ende der Führungsstangen 6 Gewichte 8 anbringbar, die den gewünschten Widerstand erzeugen.
Andere Widerstandseinrichtungen wie beispielsweise Pneumatikzylinder können aber auch
eingesetzt werden.
[0015] Wie insbesondere in Figur 2 angedeutet ist, ist das Druckelement 7 an den Führungsstangen
6 höhenverstellbar gehalten und kann mittels geeigneter Arretiermittel in unterschiedlichen
Stellungen fixiert werden. Außerdem kann das Druckelement 7 gegenüber den Führungsstangen
6 aus seiner horizontalen Betriebslage, in der es sich über die Liegefläche 3 erstreckt
und arretierbar ist, um eine sich etwa in Längsrichtung der Liegefläche 3 erstreckende
Achse seitlich nach oben weggeschwenkt werden, wie dies in Figur 2 angedeutet ist.
[0016] Zwischen den Führungsstangen 6 und dem Kopfende 3a der Liegefläche 3 ist des weiteren
ein Schwenkarm 9 vorgesehen, der im Bereich seines einen, unteren Endes neben den
Führungsstangen 6 am Gestell 1 um eine sich quer zur Liegefläche 3 erstreckende Achse
schwenkbar gehalten ist. Der Schwenkarm 9 besitzt dabei eine Grundstellung, in der
er aus der Vertikalen im entgegengesetzten Uhrzeigersinn in Richtung der Liegefläche
4 verschwenkt ist, wobei er an einem weiteren Absenken in Richtung der Liegefläche
4 durch Anschlagmittel gehindert wird. Aus der Grundstellung kann der Schwenkarm 9
im Uhrzeigersinn verschwenkt werden.
[0017] Der Schwenkarm 9 trägt an seinem oberen, freien Ende ein Druckelement 10 und ist
- genauso wie die Führungsstangen 6 - mit einer Widerstandseinrichtung derart koppelbar,
daß einer Bewegung des Schwenkhebels 9 im Uhrzeigersinn eine Widerstandskraft entgegengesetzt
wird. Das Druckelement 10 ist an dem Schwenkhebel 9 höhenverstellbar gehalten und
durch geeignete Arretierungsmittel in unterschiedlichen Lagen arretierbar. Außerdem
kann das Druckelement 10 aus seiner horizontalen Betriebslage, in der es sich über
die Liegefläche 3 erstreckt und in der es durch geeignete Mittel arretierbar ist,
genauso wie das an den Führungsstangen 6 vorgesehene Druckelement 7 um eine sich etwa
in Längsrichtung der Liegefläche 3 erstreckende Achse seitlich nach oben weggeschwenkt
werden.
[0018] In den Figuren 4 bis 6 sind verschiedene Übungsformen dargestellt, die mit dem erfindungsgemäßen
Trainingsgerät durchgeführt werden können.
[0019] Bei der in Figur 4 dargestellten Übungsform, die in erster Linie zum Trainieren der
oberen Bauchmuskulatur (rectus abdominies, transversus abdomines) bestimmt ist, legt
sich die zu trainierende Person E auf die Liegefläche 3, wozu zweckmäßigerweise die
Druckelemente 7, 10 aus ihrer Betriebsstellung seitlich nach oben weggeschwenkt werden,
so daß der Bereich oberhalb der Liegefläche 3 frei ist. Je nach Wunsch und Körpergröße
können dann die Neigung des Kopfendes 3a und die Stellung des Fußauflageelements 5
beliebig so eingestellt werden, daß der Brustbereich einer trainierenden Person im
Bereich des Schwenkarms 9 positioniert ist, so daß das Druckelement 10 nach einem
Herunterschwenken in die Betriebsstellung und gegebenenfalls einer Höhenverstellung
gegenüber dem Schwenkarm 9 auf dem Brustbereich der Person plaziert werden kann. Wenn
jetzt die Person durch Rumpfbeugen seinen Oberkörper von der Liegefläche 3 abhebt,
wie dies in Figur 4 angedeutet ist, wird das Druckelement 10 mit dem Schwenkarm 9
entgegen der Widerstandskraft, die durch die Widerstandseinrichtung entgegengesetzt
wird, im Uhrzeigersinn verschwenkt. Mit dem erfindungsgemäßen Gerät können somit sogenannte
Sit-ups unter Belastung ausgeführt werden, wodurch die Bauchmuskulatur sehr effektiv
gestärkt werden kann.
[0020] Alternativ ist es auch möglich, mit dem erfindungsgemäßen Trainingsgerät die Gesäßmuskulatur
sowie die innere und äußere Bauchmuskulatur zu trainieren. Hierzu werden die in den
Figuren 5 und 6 dargestellten Übungsformen ausgeführt. Bei diesen ist nicht das am
Schwenkhebel 9 vorgesehene Druckelement 10 aktiv, das entsprechend aus seiner Betriebslage
seitlich nach oben weggeschwenkt wird, sondern das an den Führungsstangen 6 vorgesehene
Druckelement 7. Dieses wird entsprechend aus der in Figur 4 dargestellten hochgeschwenkten
Lage nach unten in seine Betriebsstellung verstellt, in der es sich quer über die
Liegefläche 3 erstreckt, und anschließend so weit an den Führungsstangen 6 abgesenkt,
bis es auf dem Hüftbereich der trainierenden Person zum Liegen kommt. Aus dieser unteren
Endposition wird das Druckelement 7 dann durch Hebebewegungen des Hüft- und Beckenbereichs
entgegen der durch die Widerstandseinrichtung entgegengesetzten Kraft angehoben und
anschließend wieder abgesenkt. Diese Ausführungsform kann sowohl mit zwei angewinkelten
Beinen, als auch mit einem gestreckten Bein ausgeführt werden. Bei der letzteren Ausführungsform
wird zusätzlich noch die Oberschenkelmuskulatur des noch angewinkelten Beins mittrainiert.
Bei dieser Übung wird somit gezielt die Muskulatur des angewinkelten Beins trainiert,
so daß diese aufgebaut wird. Dies kann beispielsweise nach einer Verletzung sinnvoll
sein.
[0021] Um die Übungen bequem ausführen zu können, sind die Druckelemente 7, 10 an ihrer
zur Liegefläche weisenden Seite jeweils mit einer Polsterung 11 versehen und zusätzlich
um eine sich quer zur Liegefläche erstreckende Achse B, C gegenüber dem Schwenkarm
9 bzw. den Führungsstangen 6 verschwenkbar wie dies ein Vergleich der Stellungen des
Druckelements 7 in den Figuren 5 und 6 zeigt. Hierdurch wird gewährleistet, daß die
Druckelemente 7, 10 immer in optimaler Weise und weich am Körper der trainierenden
Person E anliegen.
1. Gerät zum Trainieren der Körpermuskulatur mit einem Gestell (1), einer ein Kopfende
(3a) und ein Fußende (3b) aufweisenden Liegefläche (3) für eine trainierende Person
(E) und wenigstens einem oberhalb der Liegefläche (3) vorgesehenen und am Gestell
(1) gehaltenen Druckelement (7, 10), das unter Aufwendung einer Druckkraft entgegen
der vorgebbaren Widerstandskraft einer mit dem Druckelement (7, 10) gekoppelten Widerstandseinrichtung
(8) anhebbar ist, wobei sich das Druckelement (7, 10) quer über die Liegefläche (3)
erstreckt und derart angeordnet ist, daß es auf dem Rumpf (E1) einer auf der Liegefläche
(3) ruhenden Person (E) positionierbar ist und durch Rumpfbewegungen im wesentlichen
senkrecht zur Liegefläche (3) angehoben werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckelement (10) an einem auf einer Seite von der Liegefläche (3) angeordneten
Halteelement (9) angebracht und in einer im wesentlichen vertikalen und sich in Längsrichtung
der Liegefläche (3) erstreckenden Ebene verschwenkbar ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckelement (7, 10) in dem zwischen dem Kopfende (3a) und dem Fußende (3b) gelegenen
Mittelbereich der Liegefläche (3) derart angeordnet ist, daß es auf dem Hüftbereich
einer auf der Liegefläche (3) ruhenden Person (E) positionierbar ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Anschlagmittel vorgesehen sind, um den Bewegungsweg des Druckelements (7, 10) in
Richtung der Liegefläche (3) zu begrenzen und so zu gewährleisten, daß ein vorgebbarer
Minimalabstand zwischen Druckelement (7, 10) und Liegefläche (3) nicht unterschritten
wird.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Halteelemente eines weiteren Druckelementes (7) zwei an einer Seite der Liegefläche
(3) angeordnete Führungsstangen (6) vorgesehen sind.
5. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckelement (7, 10) an dem wenigstens einen Halteelement (6) aus der Betriebslage,
in der es sich über die Liegefläche (3) erstreckt, seitlich nach oben wegschwenkbar
ist, wobei es zumindest in der Betriebslage arretierbar ist.
6. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckelement (7, 10) im Bereich der Kopfhälfte der Liegefläche (3) derart angeordnet
ist, daß es auf dem Brustbereich einer auf der Liegefläche (3) ruhenden Person (E)
positionierbar ist.
7. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckelement (7, 10) an wenigstens einem seitlich von der Liegefläche (3) schwenkbar
angeordneten und insbesondere am Gestell (1) gelagerten Schwenkarm (9) als Halteelement
angebracht ist.
8. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckelement (7, 10) an dem Halteelement (9) höhenverstellbar gehalten ist.
9. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Druckelement (7, 10) an seiner zur Liegefläche (3) weisenden
Seite mit einer Polsterung (10) versehen ist.
10. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Druckelement (7, 10) an dem Halteelement (6) bzw. Schwenkarm
(9) um eine quer zur Liegefläche (3) verlaufende Achse schwenkbar gehalten ist.
11. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Liegefläche (3) im Bereich des Kopfendes (3a) verstellbar ist.
12. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Fußendes (3) der Liegefläche (3) ein Fußauflageelement (5) mit einer
zur Liegefläche (3) geneigten Aufstellfläche (5a) vorgesehen ist.
13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Fußaufstellfläche (5a) veränderbar ist.
14. Gerät nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußauflageelement in Längsrichtung der Liegefläche (3) verstellbar ist.
15. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandseinrichtung (8) eine Mehrzahl von Gewichten aufweist, die in vorgebbarer
Anzahl bei einer Hebebewegung des Druckelements (7, 10) angehoben werden.
16. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandseinrichtung (8) wenigstens einen Pneumatik- oder Hydraulikzylinder
aufweist, über den die bei einer Hebebewegung des Druck-elements (7, 10) zu überwindende
Widerstandskraft erzeugt wird.
1. Apparatus for exercising the body muscles with a frame (1), a lying area (3) with
a head end (3a) and a foot end (3b) for a person (E) exercising and at least one pressure
element (7, 10) provided above the lying area (3) and held on the frame (1), which
can be lifted by using a compressive force against the power of resistance, which
can be pre-set, of a resistance device (8) connected to the pressure element (7, 10),
in which the pressure element (7, 10) extends at right angles across the lying area
(3) and is arranged so that it can be positioned on the torso (E1) of a person (E)
resting on the lying area (3) and can be lifted by movements of the torso essentially
perpendicular to the lying area (3), characterised by the fact that there is a pressure element (10) on a holding element (9) arranged
on one side of the lying area (3) and it can be swivelled in an essentially vertical
plane extending lengthways along the lying area (3).
2. Apparatus according to claim 1, characterised by the fact that a pressure element (7, 10) is arranged in the middle section of the
lying area (3) between the head end (3a) and the foot end (3b) so that it can be positioned
on the hip area of a person (E) resting on the lying area (3).
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised by the fact that stop devices are provided, in order to limit the movement of the pressure
element (7, 10) in the direction of the lying area (3) and thus ensure that it does
not fall below a minimum distance between the pressure element (7, 10) and lying area
(3), which can be pre-set.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterised by the fact that two guide bars (6) are provided as holding elements of a further pressure
element (7) arranged on one side of the lying area (3).
5. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that the pressure element (7, 10) on which at least one holding element
(6) can be swivelled sideways upwards from the operating position, in which it extends
over the lying area (3), in which it can be locked at least in the operating position.
6. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that a pressure element (7, 10) is arranged in the area of the head half
of the lying area (3) so that it can be positioned on the chest area of a person (E)
resting on the lying area (3).
7. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that the pressure element (7, 10) is on at least one swivel arm (9) as holding
element which is arranged so that it can be swivelled at the side of the lying area
(3) and stored on the frame (1) in particular.
8. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that the pressure element (7, 10) is held on the holding element (9) so
that its height can be adjusted.
9. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that at least one pressure element (7, 10) is provided with upholstery (10)
on the side facing the lying area (3).
10. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that at least one pressure element (7, 10) is held on the holding element
(6) or swivel arm (9) so that it can be swivelled around an axis running at right
angles to the lying area (3).
11. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that the tilt of the lying area (3) can be adjusted in the area of the head
end (3a).
12. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that a foot support element (5) is provided in the area of the foot end
(3) of the lying area (3) with a support area (5a) tilted towards the lying area (3).
13. Apparatus according to claim 12, characterised by the fact that the tilt of the foot support area (5a) can be changed.
14. Apparatus according to claim 12 or 13, characterised by the fact that the foot support element can be adjusted lengthways along the lying
area (3).
15. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that the resistance device (8) has several weights, which can be lifted
in a number, which can be pre-set, by a lifting movement of the pressure element (7,10).
16. Apparatus according to one of the previous claims, characterised by the fact that the resistance device (8) has at least one pneumatic or hydraulic cylinder,
through which the power of resistance to be overcome is created by a lifting movement
of the pressure element (7, 10).
1. Appareil d'exercice pour l'entraînement des muscles du corps avec un châssis (1),
une surface horizontale de couchage (3) présentant une extrémité de tête (3a) et une
extrémité de pied (3b) pour une personne s'entraînant (E) et au moins un élément de
pression (7,10) maintenu sur le châssis (1) prévu au-dessus de la surface horizontale
(3), pouvant être soulevé sous l'exercice d'une force de pression contre la puissance
de résistance pouvant être prédéterminée d'un dispositif de résistance (8) couplé
avec l'élément de pression (7,10), l'élément de pression (7,10) s'étendant transversalement
au-dessus de la surface horizontale (3) et étant disposé de façon à pouvoir être positionné
sur le tronc (E1) d'une personne (E) couchée sur la surface horizontale (3) et pouvant
être soulevé essentiellement verticalement par rapport à la surface horizontale (3)
par des mouvements de tronc, caractérisé en ce qu'un élément de pression (10) est aménagé sur un élément de support disposé d'un côté
de la surface horizontale. (3) et est basculant dans un plan essentiellement vertical
s'étendant longitudinalement par rapport à la surface horizontale(3).
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément de pression (7,10) est disposé dans la zone centrale de la surface horizontale
(3) entre l'extrémité de tête (3a) et l'extrémité de pied (3b) de façon à pouvoir
être positionné dans la zone des hanches d'une personne (E) couchée sur la surface
horizontale (3).
3. Appareil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des moyens d'arrêt sont prévus pour limiter le chemin de déplacement de l'élément
de pression (7,10) en direction de la surface horizontale (3) et ainsi assurer qu'un
écart minimal pouvant être prédéterminé entre l'élément de pression (7,10) et la surface
horizontale (3) n'est pas dépassé.
4. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que deux barres de guidage (6) sont prévues d'un côté de la surface horizontale (3) en
tant qu'éléments de support d'un autre élément de pression (7).
5. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de pression (7,10) peut être basculé latéralement vers le haut depuis la
position de fonctionnement dans laquelle il s'étend pardessus la surface horizontale
(3) au niveau d'au moins un élément de support (6), en pouvant être bloqué au moins
dans la position de fonctionnement.
6. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément de pression, (7,10) est disposé de telle façon au voisinage de la moitié
tête de la surface horizontale (3) qu'il peut être positionné sur la zone de poitrine
d'une personne (E) couchée sur la surface horizontale (3).
7. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de pression (7,10) est aménagé en tant qu'élément de support sur au moins
un bras pivotant (9) disposé à côté de la surface horizontale (3) et particulièrement
sur le châssis (1).
8. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de pression (7,10) est supporté de façon réglable en hauteur au niveau
de l'élément de support (9).
9. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de pression (7,10) dont il existe au moins un est pourvu d'un
rembourrage (10) sur sa face dirigée vers la surface horizontale (3).
10. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de pression (7,10) est supporté au niveau de l'élément de support
(6) ou du bras pivotant (9) de manière pivotable autour d'un axe s'étendant transversalement
à la surface horizontale (3).
11. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'inclinaison de la surface horizontale (3) est réglable dans la zone de l'extrémité
de tête (3a).
12. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément pour poser les pieds (5) présentant une surface de pose (5a) inclinée vers
la surface horizontale (3) est prévu au voisinage de l'extrémité de pied (3b) de la
surface horizontale (3).
13. Appareil selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'inclination de la surface pour poser les pieds (Sa) est modifiable.
14. Appareil selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que l'élément pour poser les pieds est réglable en direction longitudinale par rapport
à la surface horizontale (3).
15. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de résistance (8) présente une pluralité de poids qui, lors d'un mouvement
de levage de l'élément de pression (7,10), sont soulevés à un nombre pouvant être
prédéterminé.
16. Appareil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de résistance (8) présente au moins un cylindre pneumatique ou hydraulique,
par lequel une force de résistance à vaincre lors d'un mouvement de levage de l'élément
de pression (7,10) est produite.

