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EP 0 992 304 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.10.2003 Patentblatt 2003/40 |
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Anmeldetag: 19.08.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B22D 11/22 |
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Verfahren zum Messen und Regeln von Temperatur und Menge von Kühlwasser für wasserkühlbare
Kokillenwände einer Stranggiesskokille
Process for measuring and regulating temperature and quantity of cooling water in
the walls of a continuous casting mould
Procédé pour mesurer et régler la température et la quantité de l'eau de refroidissement
dans les parois d'une lingotière de coulée continue
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
24.08.1998 DE 19838331
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.04.2000 Patentblatt 2000/15 |
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Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Plociennik, Uwe, Dipl.-Ing.
40882 Ratingen (DE)
- Meyer, Meinert, Dipl.-Ing.
40699 Erkrath (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/04900 DE-A- 3 423 475 DE-A- 19 722 877
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DE-A- 2 415 224 DE-A- 4 117 073 DE-C- 19 529 931
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft. ein Verfahren zum Messen und Regeln von Temperatur und Menge
des pro Zeiteinheit durch wasserkühlbare, insbesondere voneinander unabhängige Kokillenwände
aus Kupferplatten durchströmenden Kühlwassers einer Stranggießkokille, wobei die Kühlwassertemperatur
einer Kokillenwand an wenigstens zwei Stellen im Bereich der Ablauföffnungen einer
Kupferplatte und dem zugeordneten Wasserkasten gemessen wird.
[0002] Das Verfahren wird in der Weise betrieben, daß Kühlwasserzulaufbohrungen zusammenwirkend
den Wasserzulauf in Kühlkanäle der Kokillenwand bilden, während die Summe von Ablaufbohrungen
der Kühlkanäle zusammengenommen den Wasserablauf bilden, wobei die Zulauftemperatur
des Kühlwassers gemessen, die Differenz aus Zulauf- und Ablauftemperatur ermittelt
und aus der Kühlwassermenge pro Zeiteinheit die partielle integrale Wärmeabfuhr aus
einer Kokille bzw. aus einem Kokillenwandbereich ermittelt und ein Temperaturprofil
erstellt wird, und in Zeitintervallen gewonnene Temperaturprofile miteinander verglichen
und partielle Ungleichheiten durch partielle Mengenkorrekturen des Kühlwassers ausgeglichen
werden.
[0003] Bei der Auslegung der Kokillenkühlung wird üblicherweise die Strömungsgeschwindigkeit
und der Wasserdruck an der Austrittsseite des Wasserkühlsystems so gewählt, daß für
die heißeste Stelle der Kokille die Temperaturen an der Oberfläche des Kühlkanals
unter der Siedetemperatur des Wassers entsprechend dem Austrittsdruck liegen. Dabei
ergibt sich an der Oberfläche zum Strang im Bereich des Badspiegels eine unterschiedliche
wärmebelastung, die zu unterschiedlichem Aufschmelzverhalten des Gießpulvers und damit
zu Ungleichmäßigkeiten in der Ausbildung der noch sehr empfindlichen Strangschale
führt.
[0004] Der Zusatzanmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand bzw. das Verfahren
des Hauptpatents (Patentanmeldung 197 22 877) weiter auszubilden und zu verbessern
und durch gezielte Kühlung eine Egalisierung der Temperatur-Verteilung im Bereich
des Badspiegels von Kokillen, insbesondere von Kokillen zum Gießen von dünneren Brammen,
zu erreichen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe gelingt mit der Erfindung dadurch, daß die Strömungsgeschwindigkeit
und der Wasserdruck des Kühlsystems so eingestellt werden, daß die niedrigste Temperatur
im Bereich der Wasser-Austrittsseite bzw. der Wasser-Ablauföffnung einer Kupferplatte
an der Grenze der Siedetemperatur liegt, und daß für alle höheren Temperaturen eine
Blasenverdampfung beim unterkühlten Sieden des Kühlwassers angeregt wird.
[0006] Mit großem Vorteil wird erreicht, daß die wärmestromdichte beim Wärmeübergang vom
Metallbad über die kupferne Kokillenwand auf das Kühlmedium Wasser infolge des hohen
Verbrauchs an Verdampfungswärme für die Blasenverdampfung signifikant erhöht und mit
steigender Überschreitung der Siedetemperatur durch entsprechende Intensivierung der
Blasenverdampfung weiter derart erhöht wird, daß sich die Temperaturunterschiede über
die Kokillenbreite signifikant verringern.
[0007] Damit gelingt eine Egalisierung der Temperaturverteilung im Bereich des Badspiegels
von Kokillen durch gezielte Kühlung der Kokillenwände und damit auch des Metallbades
mit Hilfe des unterkühlten Siedens des Kühlmediums Wasser. Hierdurch ergibt sich an
der Oberfläche der die Kokille bildenden Kupferplatten eine Vergleichmäßigung der
Wärmebelastung, die in der Folge zu gleichmäßigerem Aufschmelzen des Gießpulvers und
zu örtlich gleichmäßigerer Ausbildung der Strangschale bei deren Wärmekontakt mit
den Kupferplatten der Kokille führt. Besonders trägt zu diesem vorteilhaften Ergebnis
bei, daß entsprechend einer Überschreitung der Siedetemperatur die Blasenverdampfung
mit analoger Intensivierung unter Erhöhung der Wärmestromdichte reagiert. Zu diesem
Zweck kann von der Maßnahme Gebrauch gemacht sein, daß die Strömungsgeschwindigkeit
und der Kühlmitteldruck in den Kühlkanälen konstant eingestellt werden, derart, daß
eine erhöhte Wärmebelastung durch eine entsprechend erhöhte Blasenverdampfung kompensiert
wird.
[0008] Anhand einer graphischen Darstellung wird das Verfahren verdeutlicht, wobei die Wärmestromdichte
auf der Ordinate über der überhitzungstemperatur auf der Abszisse des Diagramms aufgetragen
ist und W für die Wassergeschwindigkeit steht.
1. Verfahren zum Messen und Regeln von Temperatur und Menge des pro Zeiteinheit durch
wasserkühlbare, insbesondere voneinander unabhängige Kokillenwände aus Kupferplatten
durchströmenden Kühlwassers einer Stranggießkokille, wobei die Kühlwassertemperatur
einer Kokillenwand an wenigstens zwei Stellen im Bereich der Ablauföffnung einer Kupferplatte
und dem zugeordneten Wasserkasten gemessen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungsgeschwindigkeit und der Wasserdruck des Kühlsystems im Bereich der Wasser-Austrittsseite
bzw. der wasser-Ablauföffnungen einer Kupferplatte so eingestellt werden, daß die
niedrigste Temperatur im Bereich des Wasserauslaufs an der Grenze der Siedetemperatur
liegt, und daß für alle höheren Temperaturen eine Blasenverdampfung beim unterkühlten
Sieden des Kühlwassers angeregt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungsgeschwindigkeit und der Kühlmitteldruck in den Kühlkanälen konstant
eingestellt werden, derart, daß eine erhöhte Wärmebelastung durch eine entsprechend
erhöhte Blasenverdampfung kompensiert wird.
1. Method of measuring and regulating temperature and quantity of cooling water, which
flows per unit time through water-coolable chill mould walls, in particular, independent
of one another and consisting of copper plates, of a continuous casting chill mould,
wherein the cooling water temperature of a chill mould wall is measured at at least
two places in the region of the drain opening of a copper plate and the associated
water tank, characterised in that the flow speed and the water pressure of the cooling system are so set in the region
of the water outlet side or the water drain openings of a copper plate that the lowest
temperature in the region of the water outlet lies at the limit of the boiling temperature
and that for all higher temperatures a bubble evaporation is stimulated in the case
of sub-cooled boiling of the cooling water.
2. Method according to claim 1, characterised in that the flow speed and the coolant pressure in the cooling channels is set to be constant
in such a manner that compensation for an increased heat loading is provided by a
correspondingly increased bubble evaporation.
1. Procédé de mesure et de réglage de la température et de la quantité d'eau de refroidissement
s'écoulant par unité de temps à travers les parois de lingotière en plaques de cuivre
refroidissables à l'eau, notamment indépendantes les unes des autres, d'une lingotière
de coulée continue, la température de l'eau de refroidissement d'une paroi de lingotière
étant mesurée à au moins deux endroits dans la zone de l'ouverture d'évacuation d'une
plaque de cuivre et dans le réservoir d'eau associé,
caractérisé en ce que
la vitesse d'écoulement et la pression d'eau du système de refroidissement sont réglées
dans la zone du côté de sortie de l'eau ou des ouvertures de sortie d'eau d'une plaque
de cuivre de manière à ce que la température la plus basse dans la zone de l'évacuation
d'eau soit à la limite de la température d'ébullition, et que, pour toutes les températures
plus élevées, une évaporation en bulles soit initiée lors de l'ébullition refroidie
de l'eau de refroidissement.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la vitesse d'écoulement et la pression du produit refroidisseur sont réglées constamment
dans les canaux de refroidissement, de manière à ce qu'une sollicitation thermique
accrue soit compensée par une évaporation en bulles accrue en conséquence.
